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Samstag, 26. Oktober 2019

Fürbitten Sonntag 27.10 sich bloß nichts einbilden



27.10.2019  Lk.18.9  die Selbstgerechtigkeit der Frommen
 „...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht.“

Im Evangelium wird heute die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in den Tempel kommen, um zu beten. Der eine, ein Pharisäer, ist hoch zufrieden mit sich selbst, er hält sich für gesetzestreu und fromm, ja, er dankt Gott sogar dafür, dass er nicht so ist wie andere Menschen. Der andere Mann, er hat als Zollbeamter keinen guten Ruf, dieser Zöllner also fühlt sich als Sünder, er bittet Gott um sein Erbarmen. Für Jesus ist klar, wie die Sache in den Augen Gottes ausgeht: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ Bitten wir heute

Dass wir uns immer und überall vor Selbstgerechtigkeit hüten

dass wir lernen, uns selbstkritisch zu sehen – aber ohne uns zu verurteilen oder schlecht zu machen

dass wir uns nicht krampfhaft „klein“ machen, aber immer auch um unsere Defizite wissen

dass wir als praktizierende Christen nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“,
weil man uns mehr in der Kirche antrifft, als andere

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen - dass wir aber nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir nicht krampfhaft nach „guten Werken“ suchen, dass wir nicht mit dem, was wir Gutes tun, auf Lob und Belohnung "im ewigen Leben" schielen

dass wir aber täglich für uns selbst DANKE sagen dürfen, weil wir von Gott eliebt sind, so wie wir sind

 Du guter Gott, wie sehr leben wir davon, dass DU gütig auf uns siehst – Hilf, dass auch wir einen gütigen und guten Blick auf Andere haben. Darum bitten wir im Namen Jesu, dem wir auch in seiner Menschenfreundlichkeit ähnlich sein wollen - Amen

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Fürbitten 25.10 CARPE DIEM - die Zeichen der Zeit verstehen

Foto Elisabeth Arzberger


24.10.2019 Lk.12.54  Zeichen der Zeit   

„Warum könnt ihr die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?“ fragt Jesus heute im Evangelium und er meint: ihr könnt zwar am Stand der Wolken voraussagen, wie das Wetter wird - aber ihr wollt nicht erkennen, was euch der jeweilige Tag sagen will? Wie geht es uns damit?
Werden wir heute „die Zeichen“ erkennen, die dieser neue Tag für uns bereithält?
Beginnen wir ihn einfach – gelassen - voller Dankbarkeit: Carpe diem

Lass uns dankbar sein, weil wir in Frieden und Sicherheit leben, weil wir nicht wie Millionen anderer Menschen auf der Flucht sein müssen, vor Krieg Hunger und Armut

Lass uns dankbar sein, weil wir frei denken und reden dürfen, weil wir nicht verfolgt werden wegen unserer Religionszugehörigkeit, wegen unserer Nationalität, wegen unserer freigewählten Art zu leben

Lass uns dankbar sein, weil unsere Kinder und Jugendlichen beschützt aufwachsen - nicht  ausgenützt durch Kinderarbeit und Prostitution – lass uns dankbar sein für unser Gesundheitssystem und die Versorgung der Alten und Hilflosen.

Lass uns dankbar sein, für alle Arbeit und auch für alle Verpflichtungen, die wir haben, für das Leben in unseren Familien, mit unseren Freunden, mit unseren Arbeitskollegen und Nachbarn

Lass uns dankbar sein, für unsere Kirche, die durch Papst Franziskus aber auch durch jeden von uns, der Gesellschaft wertvolle Impulse geben kann

Lass uns dankbar sein: auch für all das, was wir nicht verstehen: Enttäuschung, Traurigkeit, Krankheit, Schmerz, Verlust: dass wir auch all das annehmen können und immer besser vertrauen lernen

So bitten wir guter Gott: hilf, lass uns dankbare Menschen sein, und gib uns offene Augen und offene Hände für die Not Anderer.  Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herren und Bruder, der mit uns lebt und liebt, heute und alle Tage. Amen

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Fürbitten 24.10 im Spannungsfeld leben

Foto Irmgard Czerny


24.10 2019 Lk.12.49 nicht gekommen, um Frieden zu bringen
manchmal braucht es Feuer - oft aber noch mehr den Feuerlöscher

Nicht immer ist es leicht mit den Jesus Worten. Heute spricht er von Feuer, Spaltung und Streit. Von harten Entscheidungen. Im eigenen Haus wird es Mord und Totschlag geben. „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen, und wie froh wäre ich, wenn es schon brennen würde“.  Ist das derselbe Jesus, der an anderer Stelle verlangt, dass wir sanftmütig sind, friedfertig, tausendmal verzeihen, immer wieder die „andere“ Backe hinhalten?  Das ist wohl das Komplizierte im Leben: immer wieder muss man eine neue Entscheidung treffen. Was in der einen Situation richtig ist, kann wenig später falsch sein. So wie es ein Feuer der Begeisterung gibt, aber auch ein Feuer der Zerstörung. Bitten wir, dass es uns gelingt im richtigen Moment, das Richtige zu tun

dass wir uns vor Konflikten und inhaltlichen Auseinandersetzungen nicht drücken –
dass wir aber auch nicht "zündeln" sondern lieber nach Kompromissen suchen

dass wir wissen, was wir wollen, dass wir unbeirrbar unseren Weg gehen –
dass wir aber auch nicht stur und uneinsichtig sind

dass die Menschen wissen, woran sie bei uns sind –
dass wir uns und anderen aber nicht das Leben mit starren Regeln schwermachen

dass wir das leben, woran wir glauben –
dass wir Gott aber nicht missbrauchen für unsere eigenen Rechthabereien

dass wir ein Feuer der Begeisterung in uns tragen
dass wir auch immer wieder „zündende Ideen“ haben –
dass wir unsere Umgebung damit aber nicht überfordern, sondern Geduld haben

bitten wir für all die Menschen, die auf der Suche nach Sicherheit und einem Leben in Frieden sind –  bitten wir, dass wir ihnen Hilfe geben und politisch nach langfristigen Lösungen suchen

Du guter Gott, immer wieder müssen wir auf neue Probleme neue Antworten finden. Immer wieder müssen wir uns neu entscheiden: hilf uns, das Richtige zu tun, hilf uns das richtige Maß in allem zu finden, darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen


Dienstag, 22. Oktober 2019

Fürbitten 23.10 VERANTWORTUNG, aber sich nicht überfordern



23.10.2019 Lk.12.39 Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert...
Könnten einem manche Jesus Wort nicht Angst machen? „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert, wem viel anvertraut wurde, von dem wird umso mehr verlangt werden.“ Heißt es heute im Evangelium. Sollte man da auf so manches Gottes-Geschenk“ vielleicht lieber verzichten, - wer weiß, was danach von einem verlangt wird? Wird Gott einer sein, der aufrechnet und umrechnet, der abwägt und einschätzt, ob wir auch genug geleistet haben?  Nein, so funktioniert die Liebe, und schon gar nicht Gottes Liebe, sicher nicht – bitten wir

dass wir mit offenem Herzen geben, was wir geben können, aber keine Angst haben, 
Gott könnte es zu wenig sein

dass wir etwas leisten wollen, aber uns nicht unter Leistungs-Druck setzen

dass wir uns verantwortlich fühlen, aber uns nicht von der Verantwortung erdrücken lassen

dass wir für Andere da sein wollen, aber doch auch auf unsere eigene Kraft schauen

dass wir uns vom Leben und von Gott beschenken lassen, ohne Angst zu haben, 
was wir nun selbst dafür leisten müssen

dass wir für unsere Talente verantwortlich sind, sie uns aber nicht zur Last werden

dass wir uns jeden Tag wieder bemühen, das Beste zu geben – in der Zuversicht, dass Gott sich über uns freut, ganz gleich, was wir GELEISTET haben


In diesem Vertrauen, du guter Gott, legen wir auch diesen Tag in deine Hand. Deine Liebe ist voller Geduld und Zärtlichkeit – lass, dass auch wir SO nachsichtig und barmherzig mit den Menschen umgehen, mit denen wir zu tun haben. Dass wir immer besser lieben lernen. Das bitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen

Montag, 21. Oktober 2019

Fürbitten 22.10 Ein Papst der Zeitgeschichte



22.10.2019 neu Papst Johannes Paul II
  
Es war ein polnischer Kardinal, der im Oktober 1978 für eine innerkirchliche Sensation sorgte. Karol Józef Wojtyła wurde damals als erster Slawe überhaupt und als erster Nicht-Italiener seit 1523 zum Papst gewählt. Vor 5 Jahren ist Johannes Paul II. -  zusammen mit Johannes XXIII., dem Papst des II.Vaticanum -  heilig gesprochen worden. Heute ist sein Gedenktag. Sein Pontifikat hatte nicht zuletzt politische Auswirkungen für die Situation der kommunistischen Staaten in Osteuropa. Als erster Papst überhaupt besuchte Johannes Paul II. 1986 ein jüdisches Gotteshaus, die Große Synagoge in Rom. Mit der Umarmung des Oberrabbiners setzte er ein Zeichen der Versöhnung und bezeichnete die Juden als die älteren Brüder der Christen. Bitten wir heute mit Worten von Johannes Paul II.

 „Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen. Man muss bedingungslos Ja sagen können“ 
So bitten wir um den Mut zu klaren Worten und klaren Entscheidungen, in unserem eigenen Leben aber auch in der Kirche

Wo die Pferde versagen, schaffen es die Esel.
Bitten wir um Geduld und Beharrlichkeit, für uns selbst, und auch für das, was heute
Papst Franziskus an Reformen für die Kirche versucht

„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.“ sagte Johannes Paul II
So bitten wir um mehr Lebendigkeit und Vertrauen -  für uns selbst, an all den Tagen, wo es Kraft und Zuversicht braucht und wir erbitten einen Neuaufbruch auch in unserer Kirche

Nicht zuletzt bitten wir aber auch um mehr Ruhe zum Beten und Freude am Beten - auch in der Kirche
Denn, so sagte es Johannes Paul II  „Für die »Pädagogik der Heiligkeit« braucht es ein Christentum, das sich vor allem durch die Kunst des Gebets auszeichnet“ 

                                    
Das Alter bringt die Ernte ein, die Ernte aus dem Gelernten, aus dem Erlebten, die Ernte aus dem Geleisteten und Erreichten, die Ernte aus dem Erlittenen und Bestandenen.
So bitten wir für alle, die älter und alt geworden sind, dass sie ihr Leben dankbar annehmen können und nicht aufhören, sich auf den nächsten Tag zu freuen


Ich bete für den Bruder, der mich verwundet hat und dem ich aufrichtig vergeben habe.sagte Johannes Paul II nach dem schweren Attentat, das auf ihn verübt worden ist
Bitten auch wir, dass es uns gelingt, bedingungslos zu verzeihen und Menschen, die uns weh getan haben, einen Neuanfang zu schenken.

Um all das bitten wir, guter Gott, an diesem neuen Tag. Totus Tuus, das war der Wappenspruch von Johannes Paul II – lass auch uns in dieser Bereitschaft leben. Amen




Sonntag, 20. Oktober 2019

Fürbitten GIER und HABSUCHT



21.10.2019 Lk.12.13 Hütet euch vor Habsucht

„Hütet euch vor aller Habsucht“: kurz und bündig sagt das Jesus heute im Evangelium. In jedem Moment kann das Leben zu Ende sein, was nützt dann alle Gier. Jesus erzählt das Gleichnis vom reichen Großgrundbesitzer. Während er noch überlegt, wie er allen Überschuss anlegt und verwaltet, steht schon fest: noch in dieser Nacht wird er sterben. Wozu also die ganze Sorge um den Reichtum` Sollen wir uns betroffen fühlen? Nein, wir selbst sind vermutlich nicht „habgierig“ im landläufigen Sinn – wir raffen nicht Gold an uns und wälzen uns nicht in unseren Aktien. Aber die Sucht „zu haben“ – und immer wieder etwas mehr „haben“ zu wollen – diese Sucht kennen wir vermutlich durchaus. Bitten wir heute

dass wir nicht haben müssen, was alle haben
dass wir nicht alles doppelt und dreifach haben müssen

dass wir uns immer wieder ganz bewusst von Dingen trennen
dass wir gleich heute wieder einmal Unnötiges aussortieren

dass wir nicht so viel Angst davor haben, im Leben zu kurz zu kommen
dass wir erkennen, was und wovon wir loslassen müssen

dass wir nicht aus allem unseren Nutzen ziehen wollen
dass wir nicht glauben, mit Geld alles kaufen zu können

dass wir aber auch nicht Wichtigkeit anhäufen
dass wir uns nicht für unentbehrlich halten

dass auch in unserer Gesellschaft die Gier nach dem immer mehr haben müssen aufhört.
dass vor allem aber auch die Kirche und die Orden Wege finden, Armut glaubwürdig zu leben

Bitten wir aber auch, in unserem privaten Leben, dass wir andere Menschen nicht in unseren Besitz nehmen und sie uns verpflichten


Du guter Gott so hilf uns los zulassen, was uns nicht gut tut – mach uns frei von allem, was uns unfrei macht. Das erbitten wir im Namen Jesu.amen


Samstag, 19. Oktober 2019

Fürbitten Sonntag 20.10 Betteln und Hausieren NICHT verboten



20.10.2019  Lk.18.1 beten heißt auch „lästig“ sein Ex.17.8
Um das inständige, ja fast sture Bitten und Betteln geht es heute in den Lesungen. Betteln sollen wir und lästig sein wie die Witwe im Evangelium. Die will ihr Recht haben und bedrängt Tag und Nacht den Richter der Stadt – bis der entnervt auf-gibt und ihr zu ihrem Recht verhilft.. "Wer weiß", sagt er sich, "womöglich ohrfeigt die mich sonst noch" So sollt ihr es mit Gott machen, sagt Jesus. In der jüdischen Bibel, in der 1.Lesung, wird um Gottes Hilfe für den Sieg in einer Schlacht gebetet. Wir wollen nicht aufhören, und um Frieden bitten

so bitten wir, dass die neuen schweren Kampfhandlungen in Syrien eingestellt werden, dass dieses leidgeprüfte Land überhaupt endlich zu einem Frieden finden kann

dass alle Konflikte ein Ende finden, dass dem Hass rechtsradikaler und fundamentalistischer Ideologien der Nährboden entzogen wird
dass es Sicherheit und Zukunft gibt, für die Millionen Flüchtlinge in aller Welt - und dass die, die zu uns kommen, mit Herz und Mut aufgenommen werden
dass die Länder und Politiker Europas in dieser Zeit der großen Herausforderungen zu mehr Zusammenhalt und Solidarität finden – bitten wir um eine gute Lösung für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU
bitten wir auch für die Situation bei uns am Arbeitsmarkt, vor allem für die Jugendlichen, dass sie durch gute Ausbildung keine Angst vor der Zukunft haben müssen, biotten wir um gute Lösungen für unser Gesundheits -und Pflegesystem
und bitten wir für uns selbst, in Tagen der Mutlosigkeit, wenn wir uns enttäuscht und nicht verstanden fühlen - wenn Pläne nicht aufgehen und manches misslingt -  in Zeiten von Krankheit und Hilflosigkeit - bitten wir um Geduld und Vertrauen
so bitten wir, dass wir nicht aufhören zu bitten und zu betteln, zu warten und zu hoffen. Im Namen Jesu.Amen

Freitag, 18. Oktober 2019

Fürbitten 19.10. Hauptsache: jeder findet sein Plätzchen



19.10.2019  Ende der Woche

Und schon wieder geht eine Woche zu Ende. Sollen wir noch einmal Bilanz ziehen – oder lieber nur nach vorne schauen? Bitten wir, dass uns Beides mit guten Gefühlen gelingt

Dass wir sehen können, wie viel Grund zur Dankbarkeit es immer wieder gibt

Dass wir zufrieden sein dürfen, weil uns viel Gutes gelungen ist

Dass wir stärker geworden sind, weil wir auch Schwierigkeiten bewältigt haben

Dass wir uns von Sorgen nicht niederdrücken lassen

Dass wir uns immer besser auf Neues und neue Herausforderungen einstellen können

Dass wir auf Rücksicht und Verständnis anderer zählen können

und dass wir selbst Menschen sind, die helfen und motivieren

Guter Gott, so danken wir für die Woche, die hinter uns liegt und legen jeden neuen Tag in deine Hand. Im Vertrauen auf Jesus, Amen

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Fürbitten 18.10 WOHIN DIE REISE GEHT ?



18.10.2019 Lukas     Lk.10.1 Aussendung, Mission Gesendet-sein .... auch ich?

Gefeiert wird heute das Fest des hl.Lukas. Er gilt als Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte und ist vermutlich in Antiochien in Syrien als Nicht-Jude geboren worden. Im heutigen Evangeliums Text berichtet Lukas, wie Jesus die Apostel aber auch viele Jünger beauftragt, in seinem Namen in die verschiedensten Orte zu reisen um von seiner Botschaft zu berichten. Es sind sozusagen die ersten Missionsreisen und Jesus sagt auch genau, WIE das geschehen soll: „Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe – wünscht Frieden, heilt die Kranken und sagt das Reich Gottes ist nahe“. DAMALS war das, vor mehr als 2.000 Jahren - HEUTE sind wir es, die dort, wo wir leben, von Gott und von Jesus sprechen sollen.  Oft ist dieses „Gesendet-sein“ aber gar nicht so leicht, so bitten wir

Dass wir zuallererst so leben, dass andere uns die Freude an dem ansehen, woran wir glauben

dass wir uns selbst immer wieder fragen, WARUM wir gerne glauben – und dass wir in einfachen Worten darüber reden können

dass wir erkennen, was die ganz besondere Aufgabe ist, die immer wieder in jedem neuen Lebensabschnitt auf gerade „mich“ wartet und die gerade „ich“ ausfüllen soll

Dass wir uns vor neuen Herausforderungen nicht in Ausreden flüchten, dass wir darauf vertrauen, dass Gott uns die Kraft und den richtigen Geist geben wird

Dass wir auch anderen helfen, ihre Berufung zu finden, dass wir niemandem Steine in den Weg legen, niemanden entmutigen, seinen je eigenen Weg zu finden und zu gehen

Bitten wir um Männer und Frauen die ganz speziell in der Kirche Wege der Berufung gehen können, in vielfältiger Weise. Bitten wir für all die Menschen, die in Politik und Gesellschaft zu wichtigen Ämtern berufen sind - dass sie ihre Aufgaben gewachsen sind und sie im Dienst Aller ausüben

und um Freude, Freude, Freude bitten wir: Freude an allem, woran wir glauben und was wir aus unserem Glauben heraus tun, denn nichts ist schlimmer, als nur fromme Pflicht-Erfüller zu sein

Guter Gott, führe DU uns dorthin, wo es für uns selbst und für die Menschen in unserem Leben GUT ist. Dass wir Frieden und Versöhnung bringen, dass wir Verletzungen heilen können. Darum bitten wir durch Jesus, der uns sendet und mit uns auf dem Weg ist. amen

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Mittwoch, 16. Oktober 2019

Fürbitten 17.10 in allem die Freiheit suchen



17.10.2019 Lk.11.47 den Schlüssel zur Erkenntnis habt ihr beiseite geschafft
Auch heute hören wir im Evangelium geballte Kritik Jesu an den Pharisäern und den Gesetzeslehrern, den Theologen, seiner Zeit. „Weh euch“ heißt es da „ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis beiseite geschafft. Ihr selbst seid nicht hineingegangen“, dh ihr selbst habt nach dieser Erkenntnis nicht gelebt „aber die, die danach leben wollten, die habt ihr daran gehindert“. Das ist ein Vorwurf, der durchaus auch heute seine Gültigkeit hat. Was können wir selbst tun, um in der Freiheit der Kinder Gottes einen unverstellten Weg zu Gott zu finden. Bitten wir heute

Dass wir uns nicht hinter Vorschriften verschanzen, sondern den Mut zu eigenem Abwägen und zur eigenen Entscheidung haben

dass wir in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten

dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil weil wir Angst haben oder weil es „Pflicht“ ist

dass wir eigene Worte und eigene Gefühle für unseren „Umgang“ mit Gott suchen

Dass wir uns immer wieder fragen „Was ist eigentlich wirklich das Motiv meines Handelns?“

dass kirchliche Vorschriften Menschen nicht niederdrücken sondern ihnen vielmehr Mut und Ermunterung für ihr selbst gewähltes Leben geben,

Bitten wir, dass es in der Kirche nicht um das Hüten und Bewahren alter Vorschriften und Rituale geht, sondern dass immer wieder der Geist Gottes in den neuen Herausforderungen unserer Zeit gesucht wird, so wie jetzt bei den Beratungen der Amazonien Synode

So bitten wir im Namen Jesu, Amen

Dienstag, 15. Oktober 2019

Fürbitten 16.10 Menschen die Last nehmen ..nicht noch extra aufbürden



16.10.2019 Lk.11.42  Weh euch - gegen die, die nur so tun als ob
Bitter sind heute im Evangelium die Wehrufe Jesu über die Pharisäer und auch die Gesetzeslehrer, die Theologen seiner Zeit. „Weh euch!“  Ihr haltet zwar nach außen hin die Gesetze ein, aber ihr seid gierig und eitel, ihr vergesst die Liebe zu Gott und vor allem: ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger. Wer würde da nicht an die Kirche selbst denken.
Keine Institution der Paragrafen, sondern eine mitfühlende, verzeihende, heilende Kirche wünscht sich Papst Franziskus. So bitten wir heute

dass unsere Kirchen Orte sind, wo Menschen verschnaufen können, wo man angenommen wird, so wie man ist 
dass bei allen Debatten um Ehe und Familie und Homosexualität, nicht nur Gesetze im Mittelpunkt stehen, sondern Menschen, die um neue Formen des Zusammenlebens ringen

dass unsere Ortskirchen nicht nur vom Papst Richtlinien erwarten, sondern selbst den Mut zu neuem Denken und Handeln haben 
dass auch "wir Unten" uns ganz bewusst als Kirche verstehen und unsere Visionen leben ohne Angst vor Veränderungen
dass auch die im Vatikan beratende Amazonien Synode kompromisslos am Wohl und deer Zukunft der Menschen orientiert ist
dass wir in unserem privaten Leben nicht an Äußerlichkeiten hängen bleiben, sondern immer wieder nach dem Sinn von Ritualen und Vorschriften fragen

bitten wir, dass wir niemand unter Druck setzen mit unserer Vorstellung vom Leben
dass wir Anderen kein schlechtes Gewissen machen, nichts auflasten
dass wir den Menschen die mit uns leben das Leben leichter machen
dass wir im Zweifelsfall immer verzeihen und besser verstehen wollen

Barmherziger Gott, schenke uns einen guten und gütigen Blick auf alles in unserem Leben, einen guten und gütigen Blick vor allem auch auf die Menschen um uns.
Das erbitten wir durch Jesus Christus deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn amen.

Montag, 14. Oktober 2019

Fürbitten 15.10 ALT WERDEN - spannend!




15.10.2019  Theresa von Avila   

...sie war eine der ungewöhnlichsten und bedeutendsten Frauen des späten Mittelalters.
Klosterfrau und Kloster-Reformatorin, Mystikerin und Schriftstellerin.
Theresa wurde 1515 in Avila geboren. In ihrer Familie las man die Heilige Schrift, aber auch Vergil und Cicero: es war die Zeit des Humanismus und der Renaissance. Mit neunzehn Jahren trat Theresa bei den Karmelitinnen von Avila ein. Über ihr Leben und ihr Reformwerk hat sie selbst mehrere Bücher in klassischem Spanisch verfasst. Theresa war eine außergewöhnliche Frau, mit psychologischem Durchblick, einer klaren Intuition, einer nüchternen Selbsterkenntnis und mit einem erstaunlichen Organisationstalent. Sie starb 1582. Papst Paul VI. hat sie 1970 zusammen mit Katharina von Siena zur Kirchenlehrerin erhoben.
Bitten wir heute mit einem Gebet von Theresa von Avila, sie selbst nennt es:
 „Das Gebet eines älter werdenden Menschen“ – es ist von zeitloser Gültigkeit und war ein Lieblingsgebet von Kardinal König 

Guter Gott,
lass uns in Geduld akzeptieren, dass wir von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werden. 
Erlöse uns von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Und bewahre uns vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Lehre uns, nachdenklich, aber nicht grüblerisch,
Hilfreich, aber nicht aufdringlich zu sein.
Lehre uns die wunderbare Weisheit, dass wir uns auch irren können.
gib uns die Gnade, dass wir uns unsere Freundschaften erhalten.

Lass uns nicht trübselig werden, wenn Krankheiten und Beschwerden zunehmen         
 Gib uns Geduld, wenn auch die Anderen langsamer und vergesslicher werden                                                     
Erhalte uns so liebenswert wie möglich. Denn ein grantiger missmutiger Mensch
wäre das Krönungswerk des Teufels

Lass, dass die Bescheidenheit zunimmt und das Besserwissen abnimmt
Schenke uns die Fähigkeit, Gutes zu entdecken an Orten, an denen wir es nicht erwarten
und Begabungen in Menschen, denen wir sie nicht zutrauen.
Und gib uns, o Herr, die Gnade,
all das Gute auch zu erwähnen und dafür dankbar zu sein

So bitten wir lass uns jeden Tag mehr erkennen, :
dass uns nichts verwirren und nichts ängstigen muss
dass die Geduld alles erreicht
Lass uns immer besser erkennen, dass du Gott allein genügst
In jeder Lebenslage  solo dios basta  Amen

Sonntag, 13. Oktober 2019

Fürbitten 14.10 UMKEHR ?



14.10.2019 Lk. 11.29  Kehrt um

Immer wieder haben die Menschen zur Zeit Jesu ein Zeichen verlangt, eine Art Wegweiser, woran sie sich nun wirklich orientieren sollen. Im Evangelium heute bezieht sich Jesus auf die Geschichte des Propheten Jona. Seine Warnung hat die Stadt Ninive vor dem Untergang bewahrt, denn die Menschen dort haben auf Gott gehört und ihr Leben radikal geändert. Sie sind sozusagen umgekehrt vom falschen Weg. Um diese UMKEHR unserer Herzen geht es Jesu. So bitten wir

Umkehr heißt nicht, wieder so zu werden wie man gestern schon war .
Lass uns die neuen Herausforderungen erkennen,
gerade auch in Zeiten von Krankheit und Krisen.

Lass uns unbeschwert auf alles zugehen
was uns jeder Tag und jede Begegnung bringt

lass uns erkennen, dass uns oft nur ein neuer Weg vorwärtsbringt
dass wir nicht im Alten erstarren dürfen
dass wir uns auf Neues hinbewegen müssen.

Lass uns loslassen, was uns schon längst zur Last geworden ist.
Lass uns loslassen, was uns einengt, was uns die Freude nimmt

Lass dass wir immer besser lernen
Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

Umkehr, das heißt
den Blick wieder frei machen, erkennen was gerade JETZT wichtig ist.
So lass, dass wir uns auch wieder FÜR etwas engagieren
Lass uns wieder etwas für eine gute Sache riskieren


So bitten wir guter Gott, lass uns immer wieder offen für Neues sein. Schärfe unsere Sinne und Empfindungen und die Dankbarkeit für das Gute und Einmalige rund um uns und in uns selbst. So bitten wir im Namen Jesu Amen

Samstag, 12. Oktober 2019

Fürbitten 13.10 VON HERZEN DANKBAR SEIN



13.10.2019  Lk.17.11 Dankbarkeit, Aussätzige

Von der Dankbarkeit handeln die heutigen Lesungen – von der Fähigkeit zu erkennen, dass man beschenkt worden ist – und dass man dafür von Herzen DANKEN darf. Das Evangelium berichtet von 10 Männern, die an Aussatz leiden und von der Gesellschaft ausgesondert worden sind - Jesus ist voll Mitleid und heilt sie, aber letztlich kehrt nur einer der Geheilten um, um DANKE zu sagen. Wofür sind WIR dankbar? Jetzt in diesem Gottesdienst, heute, an diesem Tag? Bitten wir, dass wir erkennen,
WOFÜR wir eigentlich „rund um die Uhr“ dankbar sein sollten

Lass uns dankbar sein, weil wir in Frieden und Sicherheit leben, weil wir nicht wie Millionen anderer Menschen auf der Flucht sein müssen, vor Krieg Hunger und Armut

Lass uns dankbar sein, weil wir frei denken und reden dürfen, weil wir nicht verfolgt werden wegen unserer Religionszugehörigkeit, wegen unserer Nationalität, wegen unserer freigewählten Art zu leben

Lass uns dankbar sein, weil unsere Kinder und Jugendlichen beschützt aufwachsen - nicht  ausgenützt durch Kinderarbeit und Prostitution – lass uns dankbar sein für unser Gesundheitssystem und die Versorgung der Alten und Hilflosen.

Lass uns dankbar sein, für alle Arbeit und auch für alle Verpflichtungen, die wir haben, für das Leben in unseren Familien, mit unseren Freunden, mit unseren Arbeitskollegen und Nachbarn

Lass uns dankbar sein, für unsere Kirche, die durch Papst Franziskus aber auch durch jeden von uns, der Gesellschaft so wertvolle Impulse geben kann

Lass uns dankbar sein: auch für all das, was wir nicht verstehen: Enttäuschung, Traurigkeit, Krankheit, Schmerz, Verlust: dass wir auch all das annehmen können und immer besser vertrauen lernen

Lass uns also von Herzen dankbar sein: für diesen neuen Morgen , ein langer Tag, an dem uns so viel geschenkt wird und auch wir so viel schenken dürfen

So bitten wir guter Gott: hilf, lass uns dankbare Menschen sein, und gib uns offene Augen und offene Hände für die Not Anderer.  Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herren und Bruder, der mit uns lebt und liebt, heute und alle Tage. Amen