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Samstag, 9. September 2017

Ach Arthur 136 ja wie tickt denn der?

Der Arthur, der Arthur ... ja er bleibt der Moa
immer wieder unergründlich.
Was geht vor in dem kleinen Kopf, wie kommt er plötzlich auf all seine Leidenschaften?
Für manches gibt es klare Impulse: zum Beispiel:
"seine" Dirigenten"
Ja, das hat mit dem Neujahrskonzert 2017 begonnen,
mit Gustavo Dudamel und den
Wiener Philharmonikern - mit ihnen hat sich nach und nach Arthurs Musik Repertoire ausgebaut.
Die Zauberflöte mit Sarastro und Papageno sind da ebenso Lieblinge wie nun Bravour Stücke mit Trommeln und Schlagzeug.  die Moa sagt nur: Martin Grubinger

Auch in dieser Haltung übt sich Arthur mit
seinen Trommel-Sticks, die auch nur zwei Plastik
Kochlöffel sein können. Mit allem, allem
kann der Arthur trommeln....
Also diesen Musik Tick kann man in seinem Ursprung nach verfolgen.
Auch Arthurs Leidenschaft für Schaukeln, Rutschen, Klettergerüste, Zäune und Geländer aller Art ist ja noch nicht "crazy" - gehört halt dazu, wenn man ein "Bua" ist. Nächste Woche geht Arthur
in seine 1.Schnupperstunde in den Turnverein ... na mal sehen ...
Also das alles sind keine TICKS ....
ABER war er seit Neuestem hat!!!! Die Moa muss aber kurz ausholen:
Ein wenig hängt es mit Arthurs seltsam ausgeprägten Sauberkeits-Sinn zusammen.
Seltsam deshalb, weil Arthur auf der einen Seite kein Problem hat, kniehoch durch Gatschlacken
zu waten oder sich mit Eis auch bis zu den Knien zu bekleckern ..
aber auf der anderen Seite: schon sobald er krabbeln konnte, hat er uns jedes Bröserl auf dem
Parkettboden aufgeklaubt und vorwurfsvoll in die Hand gedrückt. "Ein Bröserl"
Auf der Straße ging das dann weiter! Leere weggeworfene Dosen! Ein Gräuel für den
Arthur. Er kann daran gar nicht vorbei gehen: die Moa kann beim ersten Mal noch gar nicht verstehen, warum der Arthur wie festgeklebt nicht von der Stelle will:

erst eine alte Dame knackt das Rätsel.
"Gell, diese Bierdosen gehören aber wirklich nicht da her. Komm, die werfen wir weg"
Ewige Dankbarkeit im Arthur Gesicht.
Später will er von der Moa verlangen, dass sie auch
einen weggeworfenen großen Apfelbutzen entsorgt. Nein, die Moa weigert sich, den hebe ich
doch nicht auf, der ist doch total grausig, die Straßenreiniger werden ihn weg kehren......
Zufrieden ist der Arthur nicht mit dieser Lösung,
lange will er nicht weiter gehen, deutet immer wieder auf Apfelbutzen und Moa ... bis er akzeptiert:
"Mann kommt" ...dann wird sauber gemacht
Nach dem groben Schmutz auf den Gehsteigen entdeckt Arthur aber natürlich sehr schnell
die Zigarettenstummel - immer wieder kann er sich darüber aufregen - bis das nun
in einen wirklich schrägen Tick mündet
Gleich nach dem Urlaub bemerkt es die Moa auf ihren Spaziergängen mit dem Arthur.
Bei jedem - kein Scherz - bei JEDEM - Zigarettenstummel bleibt Arthur nun stehen,
ringt die Arme und sagt vorwurfsvoll: "weg...weg, Stummel weg"
"Mann Mist"
Hat er zunächst noch versucht Mama und Moa dazu zu bewegen, die Stummel zu beseitigen so sagt er nun sein Mantra
"Mann Mist.... Stummel weg..."
Auch auf Spielplätzen, hoch oben wenn er in der Spiel-Lok sitzt, entdeckt er
unten sorglos weggeworfene Stummel:
"Mann Mist Mann Mist"
 schreit er aufgeregt ...
und als die Moa die Stummel mit dem Fuß verscharren will, kommt er herunter von seiner Lok und gräbt
mit dem Fuß vorwurfsvoll die Stummel alle wieder aus. ALLE ALLE ...

Auf jeden einzelnen Stummel
zeigt er. Ganz empört müssen wir sein,
immer wieder müssen wir sagen
"Na so eine Schweinerei,
na das tut man wirklich nicht!!
Zigarettenstummel - auf einem
Spielplatz!!!"
Na ehrlich, tut man doch wirklich nicht.
Und wie viele dort allein nur im
Umkreis der schönen roten Lok gelegen sind.
"Mann Mist!!!"
SO, ABER JETZT !!!
Der Höhepunkt unserer Tschik-Touren
Zufällig nimmt Arthur zum spazieren gehen
ein handy mit, altes Modell, gespendet von Onkel und Tante: und plötzlich - und die Moa fragt sich, wie ist das möglich, ohne jede Anregung von außen - zückt Arthur dieses handy ,
stoppt beim nächsten Tschick, hockerlt sich tief hinunter und beginnt wie ein Profi diesen Zigarettenstummel zu "fotografieren".

In einer ganz perfekten
"da mache ich jetzt aber ein Foto - Haltung"
macht er das -
Arthur schaut auf den Display,
dreht das handy, so, so, .....längs, breit ....
nimmt den Stummel ins Visier
dann: klick, abdrücken .....
Na gut, EIN Stummel ist fotografiert .....
ABER NUN geht es weiter,
Stummel um Stummel,
die Berggasse hinunter, Stummel, Stummel, Stummel
zur Servitengasse hinüber,
Stummel, Stummel, Stummel
am Kirchenplatz findet sich glücklicherweise nichts,
alles sauber - da kann Arthur kurz verschnaufen
und mit den Kindern spielen ... aber dann -
es geht weiter
Arthur muss wieder dokumentieren:
handy gezückt: Stummel, Stummel, Stummel
"Mann Mist"!!!!
Stummel um Stummel spürt er auf
Grünentorgasse - Porzellangasse ... dort bleiben Leute stehen,
sehen den Kleinen "fotografieren" - können es nicht fassen
immer muss die Moa erklären: ist nicht echt,
ist nicht echt ....
dazwischen aber telefoniert der Arthur auch: er ruft mit seinem handy
den Mann an, der kommen soll, die Gehsteige wieder sauber zu machen
"Mann Mist - Mann Mist ..."
und wieder Foto, Foto, Foto
Auch Tags darauf ist der Tick noch nicht "vorbei": nun macht die Arthur Mama ein langes
Video: nur vom Erzählen würde es uns ja keiner glauben.
Tschick um Tschick - klick, klick
Die "Normalität" in den Arthur Ausflügen
rettet uns Chiara.
Montag Ausflug mit Arthur
ins Technische Museum -
für Arthur eine Insel der Seligkeit
noch oft, oft, oft wird die Chiara mit ihm
dorthin gehen müssen
Mittwoch ein großer Indoorspielplatz
der Kinderfreunde
(toll, was es in Wien alles gibt) -
Freitag Haus des Meeres.
Nun erst beginnen Arthur die großen Fische
zu interessieren -

Mit Chiara also ist der Arthur "Tick-frei" unterwegs
oder sind auf ihrem Weg die Gehsteige 
"Stummel-frei"?
Da muss die Moa einmal nachfragen


PS  soeben, 9.42 
 eine Whats App Nachricht der Arthur Mama
      sie schickt ein Foto - nicht irgendeines
      Arthur 
hat mit dem Mama handy
sein erstes SELFIE gemacht .....
na servas ....

einfach so



Auch die Pause gehört zur Musik  

Stefan Zweig

Freitag, 8. September 2017

Fürbitten 9.9.017 Ja darf man denn das? Vorschrift ist Vorschrift?


9.9.2017 Ja darf man denn das? Lk. 6.1

Immer wieder läuft die Diskussion, die Jesus mit den strengen Gesetzeslehrern und Pharisäern führt, auf die Frage hinaus: „Ja darf man denn das?! In der heutigen Evangeliumsstelle geht es darum, ob man am Sabbat Weizenkörner in der Hand zerreiben darf, um sie dann zu essen, weil man hungrig ist. Die Diskussion erscheint uns lächerlich und doch geht es auch heute in der Kirche oft darum: "wie streng muss man sich an alte Vorschriften halten, dürfen sie gelockert werden, darf man sie abändern, darf man auf die heutige Lebenswelt und Realität eingehen"? „Nein“, sagen die streng Gesetzestreuen: es muss auf Strich und Punkt bleiben, wie es immer war und über hunderte Jahre festgeschrieben ist. Jesus sieht es anders. Immer steht der Mensch im Mittelpunkt, immer muss sich alles in der jeweiligen Situation entscheiden, Gott braucht keine sinnentleerten Rituale, nicht das Einhalten von sturen Vorschriften. Gott will unsere Liebe u Hingabe, alles andere ist unwichtig, dient vielleicht nur unserer eigenen Befriedigung. So bitten wir

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
sein Eingehen und sein Zugehen auf die Menschen, ohne Angst vor sturen Regeln

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
Den klaren Blick auf das Not-wendige, auf das, was in der momentanen Situation Not-wendet

Dass wir uns das von Jesus abschauen
dass wir unsere Entscheidungen nicht treffen, weil sie vorgeschrieben und „Pflicht“ sind
sondern dass wir mit unserem Leben und unserer Liebe dahinter stehen

Dass wir uns das von Jesus abschauen
Dass wir für uns selbst herausfinden was richtig oder falsch ist
dass wir keine Angst davor haben, eigenständig und kritisch zu denken


Dass wir uns das von Jesus abschauen:
dass wir nicht hängen bleiben an Vorschriften und Ritualen,
sondern dass wir eine persönliche Beziehung zu Gott suchen

dass wir uns das von Jesus abschauen:
dass Gott keine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Freude
und Freiheit und Zuversicht



Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Du nimmst uns an, mit all unserem Suchen, mit allen Zweifeln. Du willst unsere Freude und unsere Sehnsucht, du willst unsere Liebe und schenkst dich uns in Freiheit. Dafür danken wir dir im Namen Jesu, Amen. 

Donnerstag, 7. September 2017

Fürbittern 8.9. die jüdische Mama des jüdischen Buben Jesu - Maria Geburt


8.9.2017 Fest Maria Geburt Stammbaum Jesus Mt.1,1-17
Ein altes Fest feiern wir heute: Maria Geburt. Das ist natürlich kein historisches Datum - aber es soll die Bedeutung dieser jungen Frau hervorheben, die Jesus geboren hat - und die zuvor ja selbst von Eltern geboren worden ist. Maria war ein jüdisches Mädchen, eine jüdische Frau – eingebettet in die lange Geschichte ihres Volkes. Das Matthäus-Evangelium bringt heute den sogenannten „Stammbaum Jesu“ - eine komplizierte theologische Konstruktion, mit der die Abstammung Jesu vom Königshaus David nachgewiesen werden soll. Denn von dort, so heißt es in der Bibel, soll der Messias kommen. Auch Jesus war Jude und er war Jude bis zu seinem letzten Atemzug. Seine letzten Worte am Kreuz waren die Psalmworte eines frommen Juden. 
Bitten wir heute mit den großen Symbolgestalten des Alten Testamentes ...... :

mit Adam so bitten wir, lass uns aushalten, wenn wir aus unseren Träumen, aus unserem „Paradies“ vertrieben werden.  Wenn wir  uns der Wirklichkeit stellen müssen, wenn der Alltag mühsam ist und es oft leichter wäre, sich etwas vorzumachen
Du Gott unseres Lebens – wir bitten dich erhöre uns

Mit Eva so bitten wir, lass uns den Mut haben, nach den Sternen, nach dem Apfel der Erkenntnis zu greifen. Lass uns erfahren, dass wir an unsere Grenzen gehen dürfen im Vertrauen darauf, dass du auch jenseits des Paradieses der Gott mit uns bist.

mit Abraham so bitten wir, lass uns auch in unserem eigenen Leben den Aufbruch wagen. Gib uns den Mut, immer wieder Neues zu riskieren und alles Vertrauen auf dich zu setzen

mit Sara bitten wir, lass uns die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Leben immer wieder neue und gute Wendungen für uns bereit hat. Mit Sarah gib uns den Mut, auch zu zweifeln
und kritisch zu sein.

mit Moses bitten wir, lass uns auch durch die Wüste gehen. Lass uns jeden Tag wieder die Herausforderung unseres Lebens annehmen, lass uns auf dich hören und gib uns die Kraft, auch anderen Wegweiser und Führer zu sein

mit Miriam bitten wir, gib auch unserer Zeit starke und prophetische Frauen, Menschen mit mutigen Worten. Lass auch uns von unserem Glauben und unserer Hoffnung singen

mit David bitten wir, lass uns nicht aufhören dankbar zu sein und dich zu loben und zu preisen. Mit David lass uns erfahren, dass Du auch unsere Schuld annimmst und wir bereuen dürfen.

Mit Maria so bitten wir, lass uns JA sagen zu allen Wegen unseres Lebens, die du mit uns gehen willst- und die du uns zumutest. Lass, dass mit der Zu-mutung der Mut wächst und das absolute Vertrauen


Auch jeder einzelne von uns hat einen Platz im Stammbaum seiner Familie, seiner Geschichte. Aber wir alle sind eingeschrieben in Deine Hand guter Gott. Durch Jesus, in dem du uns wie ein Mensch ganz nahe bist, bitten wir dich, auch unser Leben in Dein Göttliches zu verwandeln.  Amen

einfach so


"Seit es Menschen gibt, haben sich die Menschen
zu wenig Freude gegönnt.
Das allein ist unsere Erbsünde.
Ich möchte an einen Gott glauben,
der gut zu tanzen weiß". 

Henry Matisse 

Mittwoch, 6. September 2017

Fürbitten 7.9 an das "Gute Ende" glauben Lk.5.1


7.9.2017  Lk.5 1 Mut, es neu anzugehen vergeblich gefischt – sie verließen alles u folgten ihm

Jesus weiß sehr gut, dass Neues immer auch mit Angst verbunden ist. „Fürchte dich nicht“ sagt er zu Petrus, dem er eine viel größere Aufgabe anvertrauen will, als Fische zu fangen. Noch kurz zuvor waren Petrus und seine Fischerkollegen frustriert nach einer langen Nacht vergeblicher Arbeit nach Hause gekommen. Jesus aber schickt sie noch einmal hinaus auf den See. Und das Wunder geschieht: JETZT haben sie Erfolg, es wird ein riesiger Fischfang. Auch wir sollen Vertrauen in ein "happy end" unserer Bemühungen haben, auch wenn das Scheitern immer wieder dazu gehört. Lassen wir uns auf Jesus ein. So bitten wir

Nimm uns die Angst, dass es „ganz umasonst“ ist, ganz vergeblich, wenn wir uns oft scheinbar vergeblich abplagen und abmühen
 
nimm uns die Angst, wenn uns alles zu viel wird und wir glauben, dass die eigene Kraft nicht mehr reicht

nimm uns die Angst, wenn wir mit leeren Händen dastehen und uns als Versager fühlen

nimm uns die Angst vor neuen Situationen, vor neuen Herausforderungen

nimm uns die Angst, wenn wir gescheitert sind, immer wieder einen neuen Anlauf zu nehmen

nimm uns die Angst, Wichtiges zurückzulassen, Vertrautes aufgeben zu müssen

Gib uns Vertrauen in das „gute Ende“ – gib uns Vertrauen, dass wir immer wieder deine Stimme hören werden, gib uns Vertrauen, dass alles gut ist, so wie es ist.


Guter Gott. wir selbst sind oft viel zu mutlos, viel zu phantasielos. Wir leben so gern in alten Geleisen. Lass uns keine Angst vor Unbekanntem und Neuem haben – führe uns dorthin, wo es für uns selbst und die Menschen in unserem Leben GUT ist. Darum bitten wir durch Jesus, der mit uns auf dem Weg ist. amen




einfach so


"Wir brauchen dringend einige Verrückte.

Guckt euch an,

wo uns die Normalen hingebracht haben" 

George Bernhard Shaw

Dienstag, 5. September 2017

Fürbitten 6.9. füreinander heil-sam sein Lk.4.38


6.9.2017 Lk. 4.38  einfach einander GUT tun 

„Er legte allen Kranken die Hände auf und heilte sie“ heißt es heute im Evangelium über Jesus. Was für ein Trost muss von Jesus ausgegangen sein. Er hat die Sorgen der Menschen mit-getragen. Bitten wir darum, dass auch wir für einander heilsam sind 
 
dass wir nicht wegschauen, wenn Menschen Berührung und Nähe suchen

dass wir spüren, wo und wie Hilfe gebraucht wird

dass wir in Geduld hinhören, wenn Menschen uns ansprechen und mit uns reden wollen

dass wir Worte finden, auch dann wenn es oft schwer ist, zu trösten

dass wir an der Seite von Menschen ausharren, wenn sie krank und hilflos sind

dass wir uns nicht zurückziehen, wenn wir selbst ratlos und verunsichert sind

dass wir uns selbst öffnen und um Hilfe bitten, wenn wir Trost brauchen

dass wir einander einfach GUT tun, dass jeder von uns ein kleines Stück weit die Lastr
des Anderen trägt



um all das bitten wir dich, guter Gott. Unser Leben, unser Gesund- und Heil sein, all das ist in deiner Hand. Und auch deine Kirche braucht deinen heilenden Geist. Um ihn bitten wir im Namen Jesu.   

einfach so


Wo lernen wir leben?

Wo lernen wir?
Wo lernen wir leben
und wo lernen wir lernen
und wo vergessen um nicht nur Erlerntes zu leben?


Wo lernen wir klug genug sein 
die Fragen zu meiden 
die unsere Liebe nicht einträchtig machen


und wo lernen wir ehrlich genug sein 
trotz unserer Liebe
und unserer Liebe zuliebe 
die Fragen nicht zu meiden?



Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit wehren
die uns um unsere Freiheit betrügen will
und wo lernen wir träumen
und wach sein für unsere Träume damit etwas von ihnen 
unsere Wirklichkeit wird ?

Erich Fried

Montag, 4. September 2017

Fürbitten 5.9. von allen guten Geistern verlassen? Lk.4.31


5.9.2017 Lk.4.31 Jesus treibt Dämonen aus

„Bist denn du denn von allen guten Geistern verlassen?“ Wir kennen den Satz, wenn wir sagen wollen: Das und jenes kann ja kein vernünftiger Mensch getan haben. Aber in unserem Alltag handelt es sich wohl zumeist um Harmloses. Es gibt aber unfassbar Grausames, wie wir es fast täglich aus den Medien erfahren: was ist da BÖSES im Menschen, dass er so un-menschlich, 
so ent-menscht handeln kann? Früher hat man Unbegreifliches den „Dämonen“ zugeschoben – im Evangelium treibt Jesus heute einen solchen Dämon aus einem Menschen aus. Wir glauben nicht an Dämonen und doch kennen wir selbst aus unserem Leben die Erfahrung: man will eigentlich nichts Böses tun, und doch passiert einem manchmal etwas, was man später bereut. 
Bitten wir Gott 

dass wir oft nicht so hilflos unseren Gefühlen ausgeliefert sind:
wenn wir unfreundlich sind, wenn uns Depressionen plagen, wenn wir Andere nicht akzeptieren wollen, wenn wir antriebslos und lustlos sind

dass wir unsere Launen beherrschen können, Wut, Zorn, Eifersucht, Neid,

dass wir uns nicht in fixe Ideen und Vorstellungen verrennen
bei der Arbeit, in der Familie, bei unseren Projekten

dass wir bewahrt werden von Abhängigkeiten und Zwängen
dass wir aber auch andere nicht in ein Korsett unserer Vorstellungen zwängen

dass uns auch die Liebe nicht besessen macht und den Anderen besitzen will

dass wir dem guten Geist Gottes in uns vertrauen können
dass wir uns auf die heilende Kraft Jesu verlassen können
dass wir auch in andere einen guten Geist legen, Freude und Zuversicht

bitten wir auch, dass in unserer Politik wieder ein guter Geist einzieht, Toleranz u Respekt, Solidarität mit den Armen, Flüchtlingen und Fremden

beten wir ganz bewußt für einen Menschen irgendwo in der Welt, der sich ganz ins Böse verstrickt hat, Möge Gott den Dämon der Unmenschlichkeit vertreiben


Du guter Gott, behüte und schütze uns alle, die wir aus deinem Geist leben wollen – heute, morgen und alle Tage unseres Lebens  Amen

Ach Arthur 135 Urlaubs-Blues?


Na klar, der Arthur ist wieder da.
Die Moa hat ja lange genug auf ihn gewartet.
Wird er mit hängendem Köpfchen zurück kommen?
Dieser rasend schöne Urlaub vorbei?
Noch Flamenco im Ohr und jetzt wieder:
Alltag pur?  Faaaaad?
Setzt jetzt der berüchtigte Urlaubs-Blues ein?
Oder kennt sich der Arthur am Ende gar nicht mehr aus
in Wien? Wie lange wird er wohl brauchen, um hier wieder
"zu Hause" zu sein?
Haha, keine Sekunde hat der Arthur gebraucht -
um auch HIER wieder ganz DA zu sein sein.
Und Urlaubs-Blues - vergesst es!!!
Kurz vor Mitternacht kommt der Arthur in seine Wiener Wohnung
und schon sieht die Moa die ersten Fotos wie er auch um diese Uhrzeit alles wieder in Besitz nimmt, was hier sein kleines Paradies ist. Schon schlupft er wieder in Papas Sandalen, aus dem Kinderzimmer holt er sich "sein Baby" - setzt es in den Buggy, und schon wäre er wieder bereit zur nächsten Ausfahrt, der Arthur. Aber NIX,
sie stecken ihn ins Bett, denn Mama und Papa
"fallen um"...
also, was bleibt ihm anderes übrig .....
Putzmunter ist dann der Arthur schon wenige Stunden
später ... vergessen das lange heia im Urlaubsmodus...
"AUFFFF AUFFF" sagt der Arthur zu den Eltern
Ja, und denen bleibt nicht einmal mehr Zeit für
einen kleinen Urlaubs-Blues
Neben dem Arthur gibts keinen Blues
Freitag mittag, so, als wäre er niemals weg gewesen.
so quirrelig springt der Arthur dann auch schon
aus dem Taxi, das ihn zur Moa bringt.  Zum Glück, das muss dazu gesagt werden, kommt der Arthur nicht allein - die Arthur Mama ist mit
und darüber ist die Moa schon sehr froh. Denn, wäre die Moa so ganz allein mit dem kleinen Kerl, womöglich würde sie den ganzen Tag nur rufen:
"Nein, Arthur, nein ....pass auf Arthur, pass auf ...
um Himmels Willen Arthur, Arthur, um Himmels willen ...."
"ich bitte dich, nein Arthur...ich flehe dich an!"
Ja, der Arthur ist "volle Pulle" da.
immer mit Rückenwind!!! immer Turbo!!
"Straight along" geht es in "sein" Zimmer,
das er bei der Moa gemietet hat -
was heißt "gemietet" - in Besitz genommen ...
dort muss immer alles genau so sein, wie er es zuletzt verlassen hat - schnurstracks geht es dorthin, das heißt zunächst im Laufschritt durch das Wohnzimmer. Im Befehlston ruft
der Arthur: "Dudamel"!!!!!!! -
dann beginnt er bereits in "seinem" Zimmer
im Kurzprogramm alles "anzuspielen" ,
worauf er sich bei der Moa freut -
Aber was heißt "Dudamel"?
Ja, ohne DEN geht auch nix bei der Moa
Gustavo Dudamel muss den Taktstock heben zum Neujahrskonzert -

denn erst wenn der Maestro mit dem Lockenkopf den
Einsatz gibt .... dann ist für den Arthur alles
perfekt. So MUSS es bei der Moa sein!!!!
Fast hätte die Moa schon wieder vergessen, wie das mit der DVD funktioniert - hat sie doch einen neuen Fernseher ...da kann der Arthur dann schon ein bissi
ungehalten und ungeduldig sein
"Maama" ruft er dann "Maaaama"!!!!!
Die soll das Programm einstellen, die Moa
ist einfach zu langsam.
"Ein bissi" 
ja, wir wissen es schon, das ist das neue Zauberwort,
das der Arthur für sich entdeckt hat.
Sein "Verhandlungswort" -
immer dann wenn es zuerst heißt:
 "Nein, jetzt nicht mehr"
"Nein, Arthur, das nicht"
"Nein, wir machen jetzt Schluß"
"Nein, dazu ist keine Zeit mehr"
Hört er so etwas, dann weiß der Arthur
schon wie das Code Wort heißt:
(plus großen großen Augen und Augenaufschlag mit seinen langen langen dichten Wimpern)
"A bissi" - "nur ein bissi"
Na, gut, ein bissi ...
wie oft die Moa das an diesem Wochenende wohl gesagt hat?
Aber der Arthur hat inzwischen ja noch einen ganz anderen Trick
Wenn das GANZ VERBOTENE lockt, dann sagt der Arthur

"NUR MIT DEN AUGEN    NUR MIT DEN AUGEN   
NUR MIT DEN AUGEN"


ja, sooooo groß können die Augen vom Arthur dann werden!!!!
soooo groß und ganz harmlos schaut er, und treuherzig wie ein Dalmatiner Baby
"Moa, nur mit den Augen ....."

Aber davon erzählt die Moa später - denn, ehrlich, so ein Wochenende mit dem Arthur
danach müsste man ja eine eigene Dank Wallfahrt machen, wenn ihm nicht mehr passiert ist
als wieder ein paar blaue Flecken ....
JETZT aber, Montag 8.30  - für Mama und Papa beginnt der Arbeitsalltag wieder
da öffnet der Arthur die Türe für SEINE Chiara - so lange hat er auch sie nicht mehr gesehen
und die Chiara, ja, die hat schon wieder einen Hit für den Arthur!!!!
(da vergisst er doch glatt auf das Weinen, wenn die Mama weg geht)
"Arthur, KENNST DU DAS SCHON?"
einen Zipp-Verschluss hat die Chiara mitgebracht.
"Kennst du DAS schon? Auf - und Zu-machen, auf und zu..." 
und schon stürzt sich der Arthur auf den ZIPP
Ja, solche Ideen muss man haben .....
MEHR BRAUCHT ES NICHT
FÜR EINEN SELIGEN MONTAG ARBEITSBEGINN
AUCH FÜR DEN ARTHUR

PS ....und was der Arthur "nur mit den Augen" so tut,
davon wird die Moa später erzählen

Sonntag, 3. September 2017

Fürbitten 4.9. die Wahrheit aushalten Lk.4.16


Von heute bis zum Ende des Kirchenjahres wird das Lukas Evangelium gelesen. Das heißt, es beginnt heute mit dem 4.Kapitel. Jesus tritt in der Synagoge von Nazareth auf, er interpretiert Worte des Propheten Jesaja und zunächst sind die Menschen begeistert. Plötzlich aber kippt die Stimmung, Jesus hält den Menschen vor Augen, wie sie wirklich denken und nun wird er wütend aus der Synagoge getrieben, ja, man will ihn sogar einen Berg hinunterstürzen. Wer will schon mit der Wahrheit über sich selbst konfrontiert werden – auch wir reagieren oft nicht anders. Bitten wir heute

dass wir uns über uns selbst nichts vormachen, dass wir immer wieder bei all dem, was wir tun, ehrlich unsere Motive und Beweggründe hinterfragen

dass wir erkennen, ob wir etwas falsch gemacht haben und dass wir das auch zugeben können

dass wir auch die Menschen um uns so annehmen, wie sie wirklich sind und dass wir sie nicht bekriteln, nur weil sie unseren Vorstellungen nicht entsprechen

dass wir ehrlich und kritisch und dennoch liebevoll miteinander umgehen

dass wir, wenn wir anderen helfen, es nicht nur „gut meinen“, sondern immer prüfen, ob unser Ratschlag, unsere Hilfe so auch wirklich gebraucht werden

und bitten wir, dass wir es auch aushalten, dass nie etwas so perfekt sein wird, wie wir es uns wünschen -  auch wir selbst nicht

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann schrieb einmal: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“   Du Gott siehst uns, wie wir wirklich sind. Auch an unseren Schwierigkeiten werden wir wachsen. Darauf vertrauen wir, und danken Dir, weil Du Jesus mit uns sein lässt. Heute und morgen und alle Tage. Amen


Samstag, 2. September 2017

Fürbitten Sonntag 3.9. auch sein "Kreuz", seine Last, kann man sich nicht aussuchen Mt.16.24


3.9.2017 Sonntag Mt. Mt.16.24  Kreuz tragen
Das unterscheidet Jesus von den religiösen Rattenfängern. Er verspricht nicht das Paradies auf Erden – auf seiner Seite zu stehen heißt nicht, auf die Butterseite des Lebens zu fallen, zu den Gewinnern im Leben zu gehören. „Für“ Jesus zu sein, zu leben wie er – das kann mehr als mühsam sein. „Christliches Leben ist durchkreuztes Leben“ – sagt der große Theologe Karl Rahner. Aber letztlich ist es eine Realität: Alles Leben ist auch „durchkreuztes“ Leben.  So viele Menschen tragen, ob sie es bewusst wollen oder nicht: ihr Kreuz, ihre Last .
So bitten wir

Für all die Menschen, die wirklich ein schweres Kreuz zu tragen haben
Kranke, Einsame, Verlassene, Menschen in Armut, Menschen mit schweren psychischen Problemen, Menschen in den Kriegsgebieten, Menschen auf der Flucht, Menschen, die mit dem Tod ringen
hilf uns, unser Kreuz zu tragen – wir bitten dich erhöre uns

Hilf, dass WIR, denen es um so viel besser geht, uns nicht in Zukunftssorgen verkrampfen
dass wir dankbar für unsere überschaubaren Probleme sind, 
dass wir uns in Gelassenheit  üben und in Vertrauen

dass wir einfach annehmen, was jeder Tag an Gutem und Schwerem bringt
dass wir immer besser auch im Ungeplanten, im DURCHKREUZTEN, unseren Weg erkennen

dass wir uns nicht krampfhaft und skrupulös etwas zum „Kreuz tragen“ suchen
dass wir lieber anderen beim „Kreuz-tragen“ helfen

dass wir die richtige Balance finden, dass wir „Schmerz und Leid ertragen“, 
aber dass wir doch tun, was wir können, um eine Lage zu verbessern – 

Hilf, dass wir Geduld mit uns selbst haben, und auch um Hilfe bitten können
dass uns die Freude am Leben nicht verloren geht, auch wenn wir wissen, 
dass immer wieder „ein Kreuz“ zu tragen sein wird, dass es kein "lastenfreies" Leben gibt

Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass das Kreuz unseres Lebens keine Sackgasse ist und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen.


einfach so

"Jage die Ängste fort 
und die Angst vor den Ängsten. 
Für die paar Jahre 
wird wohl alles noch reichen..
Sage nicht mein. 
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh, 
...wie wenig du brauchst. 
Richte dich ein. 
Und halte den Koffer bereit. 
Es ist wahr, was sie sagen: 
Was kommen muss, kommt. 
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da, 
sieh ihm still ins Gesicht. 
Es ist vergänglich wie Glück." 

Mascha Kaleko

Freitag, 1. September 2017

Fürbitten 2.9. Keine Angst vor unseren Talenten


2.9.2017 Mt.25.14  was anfangen mit den Talenten?

Wie sollen wir umgehen mit dem Gleichnis von den Talenten. Gelobt wird der, der aus seinen Talenten etwas macht, der sie vermehrt. Ist das die Botschaft für Börsespekulanten: "mach was aus deinem Geld“. Nein, so meint es Jesus ganz sicher nicht. Wir können das Gleichnis von den Talenten als eine Mutmacher-Geschichte hören: Fürchte dich nicht vor deinen Talenten, lass dich nicht einschüchtern, mach etwas aus deinen Begabungen, freu dich an deinen Talenten, versteck sie nicht. Ob jung oder alt: wir alle haben ganz besondere Talente und Begabungen. Bitten wir heute:

Dass wir diese Talente in uns - in allen Lebensphasen - auch wirklich entdecken können

Dass wir den Mut haben, aus diesem Talent etwas zu machen, es einzusetzen

Dass wir niemals Angst haben, uns mit einer Begabung lächerlich zu machen

Dass wir gerne teilen, was wir an Begabung haben. Dass wir uns aber im Ehrgeiz auch nicht überfordern

Dass wir Gott vertrauen, dass letztlich er es ist, der aus unseren Begabungen und Talenten das Beste macht

Bitten wir auch, wie Theresia von Avila in einem Gebet formuliert: Herr Lehre mich, auch an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, oh Gott, die schöne Gabe, diese auch zu erwähnen

und hören wir nicht auf jeden Tag inständig um den Frieden zu bitten und zu flehen Mögen die Menschen endlich dieses Talent in sich entdecken

So bitten wir dich guter Gott, schenke uns die Freiheit Mensch zu sein,mit all unseren Begabungen und Talenten. Da erbitten wir durch Jesus unseren Bruder.Amen