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Samstag, 10. Juni 2017

Die Heilige Geistin von Urschalling

eine Bildmeditation von Kapuziner Pater Pius Kirchgessner, 


http://www.pius-kirchgessner.de/07_Bildmeditationen/3_Pfingsten/Dreifaltigkeit.htm

"In dem kleinen oberbayrischen Ort Urschalling, der Teil der Markt-Gemeinde Prien am Chiemsee ist, gibt es ein kunsthistorisch bedeutsames kleines und nahezu unverändertes, romanische Kirchlein, das dem Apostel Jakobus geweiht ist. Das Westjoch wurde um 1160 auf dem Unterbau eines Wehrturmes erbaut, der östliche Anbau entstand etwa um 1200 als Station auf dem Jakobusweg. Das Kirchlein besitzt eine figurenreiche Wand- und Deckenbemalung, Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden sie überdeckt und tauchten erst 1923 durch Zufall wieder auf als im Zuge einer aufwändigen Renovierung der Innenputz abgeklopft wurde. Zum Vorschein kam ein Freskenzyklus, der in seinem Erhaltungszustand und in seiner Qualität in ganz Süddeutschland einmalig ist.

Ein Fresko zeigt im Zwickel des Chorgewölbes zwischen zwei Bögen die heilige Dreifaltigkeit. Der Maler, der dieses Bild geschaffen hat, war vielleicht kein großer Künstler aber er hatte eine originelle Idee.
Um auszudrücken, dass sich Gott nicht nur auf verschiedene Weise den Menschen zeigt, sondern auch in sich Fülle und Vielfalt enthält, hat er eine Figur mit drei Köpfen bzw. Gesichtern und drei Oberkörpern entworfen. Nach unten zu, wo sich die Gewölberippen treffen, verschmelzen jedoch die drei Körper zu einem einzigen, was auf die Einheit der drei göttlichen Personen hinweisen will.



Leicht zu identifizieren ist rechts Gottvater (mit weißem Haupthaar und Bart) und links Gottsohn (mit dunklem Haar und Bart, umhüllt mit demselben weißen Mantel den der Vater trägt). Beide wenden sich halb zur Mitte und lassen aus sich eine dritte Gestalt hervorgehen, den heiligen Geist.
Oder soll man besser sagen die „heilige Geistin“?
Denn das Besondere und Ungewöhnliche an dieser Darstellung ist nicht das menschliche Antlitz, das Besondere ist eher, dass diese Gestalt klar als Mädchen oder Frau zu erkennen ist mit weiblichem Gesicht, bartlos und rund, freundlich und jugendlich wirkend, mit langem hellbraunem Haar und roten Wangen.
Die Gesichter der drei Gestalten veranschaulichen drei Lebensabschnitte des Menschen: links das Mannesalter, rechts das Greisentum, in der Mitte die Jugend.


„Lasst uns den Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1, 26 - 27).

Daran mag der Maler gedacht haben, als er die drei Lebensalter in die Gesichter der drei göttlichen Personen legte und gleichzeitig ein weibliches Gesicht für die heilige Geistkraft malte. Alle drei Köpfe sind mit jeweils einem Heiligenschein versehen. Die drei Heiligenscheine gehen ineinander über. Jeder Heiligenschein enthält nur einen Teil des Kreuznimbus. Die drei Köpfe werden so durch die drei Balken eines einzigen Kreuzzeichens verklammert. Wenn man alle drei Heiligenscheine zusammenschiebe, käme der in der Kunst für Christus übliche Kreuznimbus zustande. Ebenfalls ein Hinweis auf die Einheit in der Verschiedenheit von Vater, Sohn und Geist.

Weiter fällt auf, dass die Gesamtgruppe nur zwei Hände hat.
Die beiden Hände, eine groß (männlich?), die andere zartgliedrig (weiblich?) weisen nach innen in die Mitte.
Drei Personen mit nur zwei Händen! Durch die Verschiedenheit der beiden Hände wird die Verschiedenheit der göttlichen Personen angedeutet, aber zugleich auch, dass es sich um ein Wesen handelt, denn sonst müssten es sechs Hände sein.

Alle drei Personen tragen dasselbe dunkelrote Untergewand, das bei der mittleren Gestalt unterhalb der Brust in Falten gestrafft ist.
Der weiße Mantel umhüllt alle drei. Doch er öffnet und schließt sich und öffnet sich noch einmal nach unten hin.

Auffällig ist auch das Weiblichkeitssymbol im Faltenwurf zu Füßen der mittleren Gestalt, eine deutliche Darstellung des Schoßes, trickreich aus den Falten der Gewänder von Vater und Sohn gebildet. Ein Hinweis auf Leben und Fruchtbarkeit.

Das Dreifaltigkeitsfresko von Urschalling ist ein Bild, an das man sich erst gewöhnen muss. Gleichzeitig fasziniert es.

Wollte der Maler – seiner Zeit weit voraus – deutlich machen, dass es im Wesen Gottes nicht nur männliche, sondern auch weibliche Eigenschaften gibt?
Man denkt unwillkürlich an das berühmte Wort von Papst Johannes Paul I.: „Gott ist nicht nur Vater, vielmehr ist er auch Mutter.“

Sicher hat der Künstler im 14. Jahrhundert nichts von Emanzipation, Feminismus, Frauenquote und Geschlechterkampf gewusst. Die Rolle der Frau war im Mittelalter klar umschrieben. Und diese Rolle war alles andere als frauenfreundlich. Dennoch hat es sich der Künstler nicht nehmen lassen, den Heiligen Geist als Frau zu malen.

Es scheint, dass der Maler des Bildes sich nicht nur auf sein Handwerk verstand, sondern auch das hebräische Wörterbuch kannte. Denn im biblischen Originaltext, der ja in der hebräischen Sprache verfasst wurde, wird der Heilige Geist „Ruach“ genannt.
Und „Ruach“ ist im Hebräischen (zwar nicht durchgehend, aber doch meist) Femininum, also mit dem weiblichen Artikel versehen: die Ruach, so weiblich wie die Mutter, die Schwester oder die Gefährtin.
Aber nicht nur grammatikalisch ist „Ruach“ weiblich, auch die Vorstellung ihres Wirkens in der Welt entstammen dem Erfahrungsbereich von Frauen:
Die Ruach schwebt (F. Stier übersetzt „brütet“) über dem Wasser.
Sie ist die Kraft, die schon bei der Schöpfung am Anfang der Bibel wirksam war. Sie schafft („gebiert“) das Leben.
Sie inspiriert, motiviert, bewegt und fördert es.
Sie lässt den Menschen atmen, leben, handeln.



Diese Tradition findet sich auch im Neuen Testament, wenn etwa Jesus dem Nikodemus erklärt, dass der Mensch „neu geboren werden muss aus dem Geist“, um in Gottes Reich zu gelangen  (Joh 3, 3f).
Etwas davon drückt sich auch heute noch darin aus, wenn wir Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, als „Geburtsfest“ der Kirche bezeichnen.

Gottes Geist: die Liebe und die Güte – die Zuwendung – die Glut, die uns im finsteren Tal und in der kalten Nacht des Lebens wärmt und uns schützend umgibt – die Stimme, die uns ruft, die uns mit ihrer Weisheit begleitet und uns die Richtung weist.

Wir kommen mit unserer Sprache an die Grenzen des Sagbaren.
Doch der Maler, der vor 600 Jahren dieses Bild gemalt hat, er kommt uns zu Hilfe. Er sagt uns auf seine Weise: Stellt euch die Liebe und die Güte, die Weisheit und die Herrlichkeit Gottes nicht einseitig, nicht nur männlich vor. Gott hat auch weibliche Züge.

Das Deckenfresko in Urschalling war ein mutiger Schritt, die weibliche Seite Gottes buchstäblich ins Zentrum zu rücken.
Die „Heilige Geistin“ bildet hier die Mitte der Trinität und weist hin auf die Seite in Gott, die neues Leben gebiert. Es ist die Seite Gottes, die treffend besungen wird: „Komm, heilger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft. Dein Schöpferwort rief uns zum Sein, nun hauch uns Gottes Odem ein.“

Bei aller Betonung des Weiblichen in Gott soll das allerdings auch nicht dazu führen, das Männliche, das lange Zeit überbetont war, gegen das Weibliche auszutauschen.
Eigentlich ist Gott weder Mann noch Frau, sondern er ist Gott!
Gott kann weder durch sein Mann-Sein noch durch sein Frau-Sein definiert werden, sondern nur durch sein Gott-Sein!


Er lässt sich nicht festnageln auf ein Merkmal, auf einen Wesenszug, auf eine Eigenschaft. Gott ist „alles in allem“.
Es sind gerade die vielfältigen Erscheinungen Gottes in der Geschichte des Menschen mit seinem Gott, von denen uns die Trinität erzählt:
Gott als Vater und Mutter, als Schöpfer und Ruach (Geisteswehen) von Anbeginn der Welt spürbar.
Er spricht zu uns als Bruder, Freund, Geliebter, als Heiland und Erlöser in den Erzählungen des Neunen Testamentes.
Und er ist, solange es Menschen gibt, in uns, betet in uns, wirkt in uns als Heiliger Geist. Er wohnt ins uns und ist in unserem Leben erfahrbar, wo wir uns für ihn öffnen, uns von ihm durchdringen und uns von seinem Licht und seiner Kraft, von seiner Freude und Liebe erfüllen lassen.

„Von ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge“ (Röm 11, 36). – „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17, 28). – „Gottes Liebe ist ausgegossen in unseren Herzen durch den Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5, 5).

 http://www.pius-kirchgessner.de/07_Bildmeditationen/3_Pfingsten/Dreifaltigkeit.htm


Fürbitten DREIFALTIGKEITS SONNTAG

Dreifaltigkeitsfresko 
aus Urschalling im Chiemgau

Teil einer figurenreichen Wand- und Deckenbemalung aus dem 14. Jahrhundert. 
Es gibt bis heute Rätsel auf und lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Die mittlere Gestalt gleicht einer Frau, das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend dem hebräischen Wort für Geist: 
"ruach" - weiblich " - die Geistin". 
Die göttliche allumfassende Liebe ist ohne "weibliches" Prinzip eigentlich undenkbar  


11.6.2017 Dreifaltigkeitssonntag

Weil wir Menschen sind, brauchen wir Bilder und Worte, um uns mitzuteilen. Wir machen uns auch ein Bild von Gott, weil wir über ihn sprechen wollen. Gerade das heutige Fest will aber wohl auch das EINE sagen: Gott ist ganz ANDERS. Wir halten uns zwar an Jesus, wenn er sagt, „wie du Vater in mir bist und ich in dir bin – so sollen auch sie in uns sein“ Auch wir sind in diese Göttlichkeit miteinbezogen – aber WIE GOTT IST!!!  - wir wissen es nicht. 
So bitten wir an diesem heutigen Festtag

im Namen des Vaters
dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen
dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -

im Namen des Sohnes
dass wir uns vom „Glauben“ nicht die schnelle Lösung unserer Probleme erwarten
dass wir nicht nur „brav und fromm“ sind, weil es „Pflicht“ ist

im Namen des Heiligen Geistes
dass wir mit immer mehr Liebe und Sehnsucht Gott suchen
dass wir immer mehr in Gottes  ANDERS-sein hineinwachsen dürfen   

So bitten wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes:
dass wir auch in die Tiefen unserer eigenen Person hineinwachsen, 
dass wir auch unser eigenes Anders-sein annehmen 
dass wir in allen anderen Menschen deren „anders sein“ respektieren und achten, 
als einen Widerschein des dreifaltigen Gottes.


So lass uns AMEN sagen, im Namen Jesu. Amen

Ach Arthur 114 ERÖFFNET: Die LAZARETT Hochsaison

Kaum wird es warm, kaum scheint die Sonne, kaum zwitschern die Vogerln schon um 4 Uhr früh:
da weiß die Oma, jetzt beginnt die harte Zeit für sie.
Für sie als Oma. Denn natürlich mag die
Oma für sich selbst das Vogelgezwitscher, die Wärme
und die Sonne,(wenn sie es nicht zu arg treibt)
Aber nun fängt für den Arthur
die richtig tolle Spielplatz Zeit an.
Ist er bisher in festen Schuhen und langen Jeans
herum gelaufen, geklettert und gerobbt ...
so strecken jetzt die süßen Arthur Haxerln
in kurzen Hosen - Kurzarm shirts trägt er:
na klar, damit ordentlich Sonne und Luft an die Haut kommen
und wenns ganz arg daher kommt: dann zieht jemand dem Arthur auch noch die
Sandalen und Socken aus, damit er sich im Park
so richtig barfuß austoben kann.
Oh wie die Oma die Kinderspielplätze jetzt alle am liebsten meiden würde!!!
Sie kennt das ja alles noch von ihren eigenen Kindern!
Kaum das erste Mal ein Sommerkleidchen an: die kleine
Kathi, heute die Arthur Mama,
 streut es unvermeidlich der Länge nach auf:
das schöne!!!! Kind aufgeschürft an Ellbogen, Knien,
Kinn - und froh muss man noch sein,
wenn kein Zahnderl fehlt - bei beiden Nachbarkindern
war das damals doch so .....
Also Bangigkeit, Bangigkeit bei der Oma, was nun
Arthurs bisher unverletzten body betrifft.
Ja und klar und natürlich:
UNVERMEIDLICH!!!!
Ab dem 1.Spielplatzausflug in kurzer Hose:
linkes Knie aufgeschürft
rechtes Knie aufgeschürft
große Zehe blutig
auf den Hinterkopf geklescht (na gut, könnte auch im Winter passieren)
Jedesmal mit Bauchweh betritt die Oma nun mit dem Arthur den frühsommerlich
wild gewordenen Park:


....zur Standardausrüstung beim Weggehen gehört ab sofort der Wundspray, desinfizierend
Arnika Anti-Beulen Stift haben wir schon lange dabei und nun auch
Super "Auto Pflaster"
Hat die Mama besorgt
Wenn man Glück hat, lässt sich der
Arthur auch tatsächlich eines drüberpicken !!!
"Bitte, bitte Arthur wenigstens über die blutig aufgeschundene große Zehe!!!"
Arthur betet zwar unermüdlich seine
"AUA AUA Litanei":
"Moa schau: AUA da, AUA dort" -
aber kein AUA hält ihn davon ab, weiter wie ein Wilder durch die Gegend zu düsen.
So gerne würde ihn die Oma noch wie ein Baby im Wagerl herumführen: ach, waren das schöne unbesorgte Zeiten!!!
Aber EINES hat die Lazarett Hochsaion der Moa nun gebracht:
Echte wirkliche Anerkennung durch den Arthur. Denn was das elektrische Garagentor
nicht geschafft hat, das Oma Auto nicht und schon gar nicht das Oma City Bike:
ein Unfall und "Erste Hilfe" haben dem Arthur wohlwollende Anerkennung
für die Moa abgerungen.

Es passiert am letzten Tag des Arthur Besuchs bei der Oma auf dem von ihr ungeliebten Spielplatz.
Schon gefühlte Ewigkeiten sind wir im Park, noch hat sich der Arthur nirgendwo verletzt -
da plötzlich hören wir ein Kind gellend und bitterlich schreien!!!!
Ein Mäderl, vielleicht 4 Jahre alt, es muss sich beim Karussell verletzt haben.
Richtig viel Blut fließt von einer Augenbraue übers Gesichterl - Gott sei Dank, gleich ist die Mama bei dem Mäderl,
 ... auch kaltes Wasser ist in der Nähe - schnell wird die Wunde ausgewaschen,
aber schiach schaut das aus, wenn es so blutet .... sonst ist nix an Hilfe da, da fällt der Oma ein:
"Arthur wir haben doch den tollen Wundspray, vielleicht kann der noch helfen!!!!"
Dankbar nimmt ihn die Mäderl Mama - ja, sogar das Blut stoppt jetzt.
Und da fallen der Moa auch noch die Auto Pflaster ein.


"...wollen wir dem Mäderl auch ein Pflaster geben? "
Jajaja, nickt der Arthur - und die Mäderl Mama sucht sich jetzt das passende Pflaster
Plötzlich schaut alles nicht mehr ganz so schlimm aus, auch wenn die Kleine noch
weiter schluchzt .... war ja ein richtiger Schock.
Aber der Arthur, der Arthur ist jetzt mächtig stolz:
Zusammen mit der Moa hat er
richtig ERSTE HILFE geleistet - und das alles hätte er ja gar nicht gekonnt, wenn er nicht
zuvor selbst ein Lazarett Fall gewesen wäre. Ja, Glück im Unglück!




Freitag, 9. Juni 2017

Fürbitten 10.6. gegen die Knausrigkeit


10.6.2017 Die Witwe und ihre Spende Mk.12.38 

Jesus ist ein genauer Beobachter. Ihm imponiert Machtgehabe nicht. Er kümmert sich nicht um Hierarchien oder um Leute, die von sich glauben, besonders wichtig oder auch besonders fromm zu sein. Jesus sieht die Absicht hinter allem Tun und kritisiert die sogenannte gesellschaftliche „Oberschicht“ ganz offen. Als Gegenbeispiel nimmt Jesus die Witwe, die im Tempel ein paar Groschen spendet: ABER mit diesem Wenigen hat sie ALLES gegeben. Im Gegensatz zu all den Anderen, die nur ein wenig von ihrem Überfluss abliefern Das ist es, was Gott von uns will: Gott will ALLES, nicht nur so ein bissl, etwas, was wir ohne viel Liebe leicht entbehren können   so bitten wir heute

lass uns großzügig sein
mit der Zeit, die wir uns für andere nehmen
mit unserer Zuwendung, die wir anderen geben

lass uns großzügig sein
mit der Geduld, die wir oft aufbringen müssen
mit der Kraft, die wir in unsere Arbeit investieren

lass uns großzügig sein
mit der Freude, die wir teilen sollen
mit dem Vertrauen, das wir immer wieder geben sollen

lass uns großzügig sein
mit dem Humor, an den Tagen, wo alles unrund läuft
mit dem „einander-gut-sein“ und verzeihen können

lass uns großzügig sein
unsere Gesellschaft, mit dem, was wir mit anderen teilen sollen
mit Offenheit und Toleranz

lass uns großzügig sein
mit der Liebe, die wir für uns selbst aufbringen sollen
mit dem uns-selbst verstehen und verzeihen


Du guter Gott. du siehst in unser Herz. Du weißt, ob wir kleinlich sind oder uns nur wichtigmachen wollen. Du weißt, was wir aus Liebe tun und was wir gerne tun. Nimm ALLES an, das ganz Gute und das nicht so Gute: verwandle Du es – im Namen Jesu.amen

Donnerstag, 8. Juni 2017

Fürbitten 9.6. nur mit dem Herzen sieht man gut

9.6.2017 mit dem Herzen sehen können

In den Lesungen enden heute die Geschichten aus dem Buch Tobit. Es ist kein historischer Bericht sondern eine fromme Lehrerzählung, vor etwa 2.200 Jahren geschrieben. Die Geschichten sollen uns zeigen, dass auch fromme gottesfürchtige Menschen Schmerz und Leid geben erfahren – dass aber für die, die unerschütterlich Gott vertrauen, alles ein gutes Ende findet. In der heutigen Lesung wird dem erblindeten Tobit plötzlich wieder das Augenlicht geschenkt. Bitten auch wir, dass wir immer wieder NEU SEHEN können, dass wir mit dem Herzen sehen können

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir gut sehen können die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir  das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen können 

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir uns umsehen, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und erkennen, wann und wo wir gebraucht werden

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, dass wir einsehen können,      
wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind, dass wir selbst uns „wandeln“ können

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir nachsehen können, immer dann, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.  -               dass wir nachsehen können, wenn Menschen um uns nicht perfekt funktionieren.

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir auch aufsehen können, dann, wenn uns Ängste, und Sorgen uns niederdrücken -              dass wir aufsehen können, wenn wir nicht mehr so recht weiterwissen,

dass wir mit dem Herzen sehen können
auch auf die Wirklichkeit in unserem Leben. auf das Gute und das weniger Gute. dass wir uns nichts vormachen, dass wir aber auch uns selbst Fehler und Versagen nachsehen können

dass wir mit dem Herzen sehen können
auch unsere Gemeinschaft, auch unsere Kirche, Dass wir sie trotz aller Fehler mit Liebe sehen
einer Liebe die auch uns hinein verwandelt in die Liebe Christi


so bitten wir, Amen

Mittwoch, 7. Juni 2017

Fürbitten 8.6. Das Wichtigste? Mk.12.28

8.6.2017 Mk.12.28  Das Wichtigste??
Was ist am Wichtigsten, wenn man ein frommer Mensch sein will?  Jesus formuliert es heute im Evangelium ganz einfach: „Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft - und aus dieser Gottesliebe heraus, sollst du deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“   Wie einfach könnte das sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich schon oft bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute:
 dass wir uns „den Nächsten“ nicht aussuchen
sondern den Menschen annehmen, der uns von Gott „aufgetragen“ ist

dass wir uns bemühen, zuerst das Gute im „Nächsten“ zu sehen
dass wir die Anderen, dass wir „unsere Nächsten“ respektieren wie sie sind

dass wir nicht immer besser wissen, was für Andere richtig ist
dass wir selbst nicht immer Recht behalten müssen

dass wir teamfähig sind,
das wir andere unterstützen und uns mit ihnen über Erfolge freuen können

dass wir Kränkungen und uns selbst nicht so ernst nehmen
dass wir mit mehr Humor und Gelassenheit auf  angespannte Situationen 
und schwierige Mitmenschen reagieren

dass wir den Menschen die mit uns leben das Leben leichter machen, dass wir auch heute wieder Geduld, Geduld, Geduld miteinander haben wollen

Du guter Gott, manchmal fällt es leichter, abstrakt DICH zu lieben, als konkret den Menschen

neben uns. Lass uns immer besser erfahren, dass DU es bist, der uns auch heute wieder „im Anderen“ begegnet – inständig bitten wir auch für alle, die wir wegen ihrer Brutalität und Menschenverachtung fürchten. Zeige DU uns einen Ausweg aus dieser ausweglos scheinenden Situation, die so viele Opfer fordert. Wir bitten um Frieden Herr, um Shalom. amen 

Ach Arthur 113 Angeber Oma? und warum sie dumm aus der Wäsche schaut?


Ja, die Moa -
schaut dumm aus der Wäsche!!!
Soo was Tolles hat sie sich für den Arthur ausgedacht, wenn er zu ihr auf Besuch kommt.
Bis heute hat die Oma nämlich vergessen, dass sie etwas BESITZT, wo es den Arthur einfach
"aus der Wäsche"
hauen wird.
Etwas, was ganz hoch oben auf seiner Rangliste der bedeutenden Dinge steht.
Das wissen wir ja, Top 1, das sind die Baustellen ... wo immer er hinkommt - und jetzt ist
der Arthur ja schon weit "wo hingekommen" - das größte Interesse gilt den Baustellen.
In Dubai, das war ja eine Wucht: Tag und Nacht und rund um die Uhr und das sieben Tage lang.
Da kann die Moa dem Arthur noch so oft erklären, dass sie das für gar keine so erstrebenswerte
Sache hält: Baustelle in Arbeit .... das macht den Arthur Tag erst so richtig rund.
Aber: Nummer 2 auf der Arthur Rangliste: das sind die Auto-Einfahrten und die
elektrischen Garagentore ....

Jede einzelne Einfahrt, jedes einzelne elektrische Garagentor, jeden einzelnen
elektrischen Balken, der sich vor einer Einfahrt hebt
oder senkt (wenn wir gerade Glück haben und ein Auto kommt heraus oder fährt hinein!!!)
- ja, der Arthur kennt sie alle in seiner engsten Umgebung. Bei den Auto-Einfahrten bleibt er wie angewurzelt stehen, Arthur hebt auch noch den Zeigefinger!
"Achtung", hier nicht gleich drüber laufen!!!
Das hat ihm seine Mama ganz genau erklärt.
Denn gleich ein Haus weiter von seinem ist eine solche große Einfahrt,...
und da muss man schon ein gscheiter Bub sein!!!
Und weil der Arthur eben so ein gscheiter Bub ist - bleibt er doch tatsächlich jedesmal stehen.
Und wenn er im Wagerl sitzt dann zeigt der ausgefahrene Arthur Zeigefinger
auch der Moa:  Achtung! STOP! STEHENBLEIBEN!!!

GUT SCHAUEN!!!! Klar, die Moa befolgt das -
ist ja auch wirklich wichtig.
Bei einem elektrischen Garagentor hat der Arthur aber jüngst
ein fast traumatisches Erlebnis.
Zunächst einmal ist er ein Glückspilz: denn so oft erlebt er das ja nicht, dass wir gerade dann an einem Haus vorbei spazieren, wenn sich so ein Tor in die Höhe schiebt. Dann bleiben wir natürlich im Respekt
Abstand stehen - und Arthur schaut, wie das Auto heraus rollt - wie sich das Tor
langsam wieder senkt und schließt!!!
Ja, da stehen wir also in der Porzellangasse:
Tor geht in die Höhe ....wir erwarten, dass ein Auto heraus rollt:
aber statt dessen kommt eine junge Familie zu Fuß.
Papa mit einem größeren Buben an der Hand,
ein paar Schritte hinter ihm die Mama, offensichtlich sind es Zwillinge, die sie mit sich führt,
die noch recht langsam trippeln.
Der Papa ist schneller - und ha, der ist auch ein richtiger Witzbold:
Kaum ist er oben bei der Einfahrt, was macht der!!!!!
der Papa schließt das Tor ... der benützt seine
Fernbedienung und schließt das Tor!!!!!
Das große Mäderl jauchzt vor Vergnügen: Eben haben wir da drinnen noch die Mama mit den zwei anderen kids gesehen .... Arthur ist entsetzt!!! Gleich erklärt ihm natürlich die Oma, dass das nur ein
Witz von diesem Papa ist - haha - und ja tatsächlich, ziemlich gleich öffnet der Papa auch wieder das Tor, langsam schiebt es sich hoch: aber der heraufkeuchenden Mama mit den zwei
anderen Kindern an der Hand sieht man an, dass auch sie das bestenfalls halb lustig gefunden haben. Jedenfalls, die Frau lacht nicht .... und der Arthur kann das alles nicht fassen!!!!
Lange muss die Moa mit ihm darüber reden - sie versucht ihm auch zu erklären, dass man diese
Tore auch selbst von innen öffnen kann ....aber - nein, lustig findet sie das auch nicht.
Aber nun, beim bevorstehenden Arthur Pfingstbesuch fällt der Oma ein:
"jessas : DA wird sie ihm etwas zeigen. Da werden ihm die Augen übergehen!
Die Oma ist überzeugt: wenn der Arthur DAS gesehen hat, da wird die Moa
ganz toll in seiner Achtung steigen!!!! Er wird sie einfach maßlos bewundern -
mindestens so, als wäre sie ein Baugerüst.
Also: Moa hoch aufgeregt, denn am Pfingstsonntag Mittag ist es so weit.
Auf dem Gehsteig vor ihrem Haus geht die Oma auf und ab - bald wird das Taxi in die Gasse einbiegen und ja - endlich - Arthur und  Arthur Mama sind da!!!. Der Arthur hat sogar seinen nagelneuen Puky mit!!!

Das ist ja perfekt, denkt sich die Oma - passt ja wunderbar
zu ihrer tollen Überraschung.
Gleich lotst die Oma den Arthur in den Garten.
Ein bissl lässt sie ihn dort zunächst auf einem Stück asphaltierten Boden herumdüsen - ein breiter Vorplatz, dazu gedacht, dass in diesem hinteren Teil des Hauses die Autos in die Garagen hinein-und hinausfahren können -  ja und HIER!!!
HIER wird die Oma jetzt gleich
die KAISERIN vom Arthur sein!!!
Denn die Oma besitzt etwas,
von dem der Arthur noch gar nichts weiß.
Ja, DA wird er schauen!! Heimlich in der Hand hält die Moa eine kleine Fernbedienung
- und jetzt
JETZT - JETZT hält sich den herumdüsenden Arthur an und sagt:
"möchtest du etwas sehen?" Du, die Moa hat etwas, da wirst du staunen"
Nur ungern hält der Arthur an - die Moa, fast atemlos vor Aufregung - drückt auf einen
Knopf der Fernbedienung  - ..... und JETZT:
das Tor von Garage Nummer 6 hebt sich langsam, langsam in die Höhe,

EIN ELEKTRISCHES GARAGENTOR!!!!!!

Die Oma besitzt ein elektrisches Garagentor!!

ABER!!!!

Der Arthur schaut nicht fassungslos.
Dem Arthur bleibt nicht der Mund offen vor
Begeisterung -
der Arthur springt nicht von seinem Puky und läuft zu diesem Wunderwerk:
der Arthur schüttelt den Kopf, fast teilnahmslos ... vielleicht sogar eher etwas ärgerlich:
"um Himmels Willen, was hat die Oma da schon wieder angestellt!!!"
Die Oma, schwer enttäuscht, versucht noch eines drauf zu setzen:
Da, da schau her: die Oma hat auch ein Auto. Da steht es in der Garage.
Ok die Oma gibt zu, das Auto ist schon alt und nicht sehr groß und vor allem sehr
schmutzig. Ehe Arthur kam, wollte Oma es sogar noch schnell im Garten mit dem Schlauch
abspritzen ....aber das schien der Moa dann wieder doch übertrieben
und Gott sei Dank: das Oma Auto interessiert den Arthur nicht die Bohne. Er will nicht
einmal hinschauen, so oft die Oma auch sagt: "Schau, die Oma hat ein Auto."
Die Oma braucht kein Auto, Aus Pause.
"Schau, die Oma macht das Garagentor wieder zu: da die Fernbedienung, willst du
selbst drücken!" Fernbedienungen sind doch Arthur Lieblingsstücke:


Null Interesse ...
Arthur sitzt auf seinem Puky
und schaut sich was ganz anderes an.
GANZ ANDERES interessiert ihn!!
WAS das ist???
AMEISEN!!! AMEISEN ...
Jede einzelne Ameise verfolgt er mit seinen Blicken ....
dass das Oma Garagentor sich inzwischen lautlos schließt, interessiert den Arthur nicht.


Der wahre Hit: das ist die Ameisenstraße!!!
Ein allerletzter Versuch, als wir durch den Keller zur Wohnung hinauf gehen
da deutet die Oma noch auf Etwas, was sie BESITZT (und was der Arthur noch nicht kennt)
"Schau, die Oma hat auch ein Fahrrad!!!" sogar ein recht tolles City Bike.
Die Oma lässt ihn die Klingel hören
"Oma!!! Fahrrad!!!"
Ohne einen einzigen Blick darauf zu werfen strebt Arthur die Stiegen hinauf ...
Die Oma sieht sein innerliches Kopfschütteln:
Die Moa, die Moa! Garagentor! Auto! Fahrrad!
Das bracht seine Moa nicht.
Komm Moa ... spielen!!!!


ps. 
aber dann, am Ende seiner Kurzferien bei der Oma, da wird es doch noch
etwas geben, wofür der Arthur seine Moa ein bißchen extra bewundert - 
wobei ER SELBST das Entscheidende dazu beigetragen hat!



Fürbitten 7.6. auch wenn alles hoffnungslos scheint

7.6.2017 Tobit und Sara wie Gott Bitten erhört


Kennen wir das nicht alle: das Gefühl von Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit, das Gefühl, sehr einsam und hilflos zu sein. Tobit und Sara, ein Mann und eine Frau, zeigen uns, dass wir gerade dann, am Tiefpunkt unseres Lebens, nicht aufhören sollen, Gott zu vertrauen. 
Wie sie bitten wir

dass wir Dich Gott auch in unseren dunklen Stunden über alles lieben

dass Du all die Menschen nicht allein lässt, die von Terror und Gewalt, von Krieg und Verzweiflung betroffen sind

dass wir alle unsere Gefühle, gerade auch die zwiespältigen, ehrlich vor Dich hinlegen

dass wir immer wieder Mut zu einem neuen Anfang haben

dass wir nicht nachtragend sind und vergeben können

dass wir unsere eigene Schuld erkennen und uns ändern können

um Kraft und Zuversicht bitten wir für alle, die krank und mutlos sind

Du guter Gott, hilf uns in den Stunden von Mutlosigkeit und Verzweiflung – und gib uns die Zuversicht, dass wir auch im Tod in dir neues Leben finden. Das erbitten wir im Namen Jesu.Amen

Montag, 5. Juni 2017

Fürbitten Pfingstmontag was könnten wir so alles brauchen?


5.6.2017 Pfingstmontag

Bitten wir heute mit Impulsgedanken von Anton Rotzetter, dem bekannten Schweizer Kapuzinerbruder und Schriftsteller


Rufe in mir Heiliger Geist
Nach Gott und seiner Gerechtigkeit,
auch hier in meiner kleinen Welt und zeig mir, wo ich es bin, der handeln muss

KOMM HEILIGER GEIST

Bete in mir Heiliger Geist
Um Freude und Zuversicht –
dass ich mich nicht den Angstmachern ausliefere, dass

Schrei in mir Heiliger Geist
Nach Freiheit und Leben –
auch für all die, die bei uns Sicherheit und Heimat suchen und auf immer mehr Grenzen stoßen

Weine in mir Heiliger Geist
Vor Schmerz und Trauer –
weil ich so oft keine Antwort finde auf so viel unbegreifliche Not in dieser Welt

Klage in mir Heiliger Geist
Über Trennung und Tod –
wenn wir Gemeinsamkeit nicht schaffen, wenn Liebe zerbricht, wenn Hoffnungen sterben

Singe in mir Heiliger Geist
Das Lied der Befreiung –
Dass ich mich losmachen kann von meinen Kränkungen, weil ich verzeihe
dass ich immer wieder aus meinem kleinen ICH herausfinde

Juble mit mir Heiliger Geist
Im Land der Lebendigen
Damit das kleine ICH den Weg zum WIR in DIR findet      
dass ich mich immer wieder aufrichten kann
voll Lebendigkeit und Freude und Dankbarkeit

so bitten wir: Du Geist Gottes
Gib uns neue Gedanken Und lass uns das Undenkbare denken
Gib uns neue Gefühle    Und lass uns das Unbegreifbare fühlen
Gib uns neue Taten        Und lass uns das Unmögliche tun
Gib uns ein neues Herz  Und lass uns dem Unfassbaren Raum geben
Mach alles neu               Und lass uns Deine neue Welt sein

Hier auf Erden            Amen

Samstag, 3. Juni 2017

Arthur am PFINGSTSONNTAG 22 "BE-GEIST-ERUNG", das ist es, was wir brauchen

Ups, heute erwartet die Oma, die Moa, hohen Besuch.
Also: da kommt einmal fix angesagt der Arthur
und will hier sogar zweimal
übernachten. Das sind ja echte Feiertage!!!! Wie sich die Moa da freut!!!
Schnell müssen aber noch letzte Handgriffe gemacht werden - nein, es wird nicht "geputzt".
aber mit prüfendem Blick geht die Oma durch die Wohnung und schaut, was zur Sicherheit aus
der Reichweite des Arthur entfernt werden sollte.
Die Bücherregale über seinem Bett sind schon leergeräumt - hier gibt es auch noch Glas-Einlage- Fächer, na das wäre viel zu gefährlich.  Im Stehen langt der Arthur jetzt schon weit hinauf und da will die Oma alles entfernen,
was ihm zu hart auf den Kopf fallen könnte.
Ja, also der Arthur ist "höchster" Besuch (er kommt mit seiner Mama, denn ganz allein, das
ginge mit Übernachten nicht - bei der Oma fehlt ja leider Mamas Snackbar ...und ohne sein exklusives Speisewagenabteil verreist der Arthur nicht für längere Zeit)
ABER erwartet die Oma heute nicht auch noch anderen hohen Besuch?
Ob die Beiden sich dann in die Quere kommen werden?
PFINGSTEN - sollte da nicht auch Besucher Nr.2 anklopfen?
der "Heilige Geist" ??

Muss sich da der Arthur am Ende verstecken,
wenn es bei der Oma "geistert"?
Wie soll sie ihm denn so etwas erklären?
Huhuhuhu .... ist das so EINER?
oder ist die Moa doch schon nicht mehr so ganz
richtig im Kopf - wenn sie mit einem "Geist"
rechnet?
Gut, der Arthur ist großzügig, der hat seine Moa auch
dann lieb, wenn sie schon ein bißchen plemplem ist -
aber handelt heute ihre Sonntags Geschichte
wirklich von Geistern?
"Nein" sagt die Moa zum Arthur:
der "GEIST", von dem im Sonntagsbuch die Rede ist,
das ist keiner, der nach Mitternacht im weißen Leintuch herumhupft .....
vor Geistern brauchst du dich sowieso überhaupt nicht zu fürchten und schon
gar nicht vor dem "Geist", von dem dir heute die Oma erzählt
Dieser "Geist" ist unser allerbester Freund - der ist uns eigentlich ganz nahe, auch wenn
wir ihn nicht sehen und meist gar nicht bemerken
"Ja bist denn du von allen guten Geistern verlassen"
hat die Oma das schon einmal zum Arthur gesagt?
Nein, glaubt sie nicht - aber bei ihren Kindern hat sie den Satz wohl öfters angebracht:
"Ja seids ihr denn von allen guten Geistern ...."
Soll heißen: da ist doch normalerweise was in euch, was euch vernünftig und verlässlich sein lässt,
und plötzlich .... wo ist denn jetzt dieser gute Geist in Euch, wenn ihr diesen
oder jenen Blödsinn gemacht habt.
Tief in uns drinnen ist irgendetwas, das wir nicht greifen können und doch macht es uns erst
so richtig lebendig.
Lebendig heißt, dass wir nicht nur funktionieren, dass wir die Arme heben können
oder die Beine bewegen, dass wir essen können und schlafen
"Lebendig" heißt: dass wir lachen können und weinen, dass wir uns freuen können ...dass
wir uns verlieben können - oh du meine Güte

Was wirst du da nicht alles in Dir fühlen ...
Oder wie oft wirst du später vielleicht sagen:
Dieses und jenes hat mich wirklich inspiriert ---
Irgendeine Idee fasziniert dich plötzlich, es gelingt dir, etwas zu verwirklichen, was vorher
noch gar nicht da war.
Das ist der GEIST in Dir, das, was dich fähig macht, immer wieder Neues anfangen zu können.
Es ist ein GEIST, der dir Mut gibt, der dich
unerschrocken macht, ein GEIST, der dich
aber auch Mitleid empfinden lässt -
DEIN GEIST wird dir zeigen, dass auch in allen
anderen Menschen ein solcher Geist wohnt ... das kann es dann viel leichter machen,
andere zu mögen und zu respektieren.
Wie der Geist ausschaut, fragst du?

Schau, die Oma vergleicht das mit einem Luftballon .
Du weißt doch, die hast du doch so gern,
die vielen rosa - und weiß farbigen
vor dem Trainingslokal der Mrs.Sporty!
Die großen Ballons sind so wunderbar prall und lustig anzusehen.
Aber nur, weil man zuvor Luft in sie geblasen hat.
Das kennst du doch. Du weißt ja, wie diese Luftballons
aussehen, ehe man sie aufbläst:
Sind eigentlich nur schlaffe kleine Würstchen.
Aber bläst ihnen jemand Luft ein: da werden sie zu prächtigen
Luftballons.
Die Moa stellt sich vor, dass das auch
mit uns Menschen ähnlich ist.
Wir wären auch nur eine schlappe, schlaffe Hülle -
wenn da nicht Luft - Geist - in uns wäre.
"Pneuma" nennen es die griechischen Philosophen
Je mehr "Geist"
je mehr "Pneuma"-
desto praller und bunter ist der "Menschen-Ballon"
Und so ist es auch ganz wichtig,  welchen "Geist" du in dich hinein lässt.
Dir geht es gut:  so viel Schönes und Positives hast du schon erleben dürfen, 
das alles ist "Geist" in Dir ... 
und darum ist auch Eines ganz ganz wichtig:
Lass dir ein Leben lang von niemand deinen guten Geist nehmen


PS Falls der Arthur jetzt fragt: "aber warum, Moa, kommt der Geist zu Pfingsten?
     Da kann ihm die Oma nur sagen:  nein, der Geist kommt nicht nur zu Pfingsten
     Der Geist ist immer schon da - ohne ihn gäbe es kein Leben
     Übrigens: "DER" Geist sagen wir im Deutschen und auch im lateinischen 
     ist der Geist männlich: "spiritus"
     Aber das griechische Pneuma meint "ES" : das Geistige, das Atmen, das Prinzip des Lebens
     und im Hebräischen, ja das freut die Moa sehr,  ist  "der" Geist - eine GeistIN
     RUACH: 
     "die" Lebensspenderin, die Schöpfungskraft, die Be-GEIST-ERUNG


PPS. oh, und da fällt der Oma ja noch eine Übersetzung für GEIST ein

          παράκλητος paráklētos:  der Beistand, der ANWALT

          Da kennt sich der Arthur aber gleich aus: ANWÄLTE hat er zwei in der Familie
          Papa und Mama: und der Arthur weiß, dass sie anderen Leuten helfen, zu ihrem Recht
          zu kommen, dass sie anderen in ihrer Kanzlei mit Rat und Tat beistehen ...
          Ja, und so, sagt die Oma, ist auch der Geist in Dir: seitdem er in dir ist - und er ist
          immer schon in Dir: ist er auch dein Anwalt, dein Beistand
          Er ist die Stimme in Dir, auf die du hören sollst









Fürbitten PFINGSTSONNTAG - ja, einen solchen Vogel sollten wir haben


4.7. 2017 PFINGSTSONNTAG

Bitten wir heute mit Worten der Pfingstsequenz 
und rufen wir „Komm heiliger Geist“

Komm  Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.                          Komm Geist Gottes in unsere Welt. Sei du der Friede, den wir auch hier in Österreich brauchen. Lass uns die richtigen Entscheidungen treffen, lass uns zu einem guten Miteinander finden.

komm heiliger Geist

Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt. Komm Geist Gottes damit wir helfen, wo wir helfen können. Damit wir teilen, wo wir teilen können. Damit wir füreinander da sind, auch wenn wir einander oft noch fremd sind. Damit es genug Arbeit und Sicherheit für alle gibt

in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, 
spendest Trost in Leid und Tod.        
Komm Geist Gottes, komm zu den Kranken, den Pflegebedürftigen, den Alten, den Einsamen. Komm zu allen die Angst haben, die sich überfordert fühlen, komm überall hin, wo Menschen Heil und Heilung brauchen.

Ohne dein lebendig Wehn  kann im Menschen nichts besteh’n, 
kann nichts heil sein noch gesund.   
Komm Geist Gottes in unsere Familien und Gemeinschaften: dass sie Orte sind, wo Menschen einander gut tun, dass Kinder behütet aufwachsen,  dass es Toleranz für alle Lebensformen gibt,
                                                                                                                                                      
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.              Komm Geist Gottes in unsere Kirchen, dass wir in ihnen Barmherzigkeit und Liebe spüren, dass sie nicht ausgrenzen sondern einschließen, dass sie nicht verurteilen sondern zu einem Leben  ermutigen.

Lass uns in der Zeit besteh’n, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit,        Komm Du Geist Gottes, neige dich über die Sterbenden, sei Ort des Lebens für unsere Toten, sei für uns Auferstehung aus allem, was uns am Leben hindert: heute schon und hier und jetzt.  



So bitten wir Dich um deinen heiligen Geist, diesen Geist , in dem Jesus gelebt und geliebt hat, über den Tod hinaus. Wie Jesus wollen auch wir alles Leben um uns bewahren und behüten und segnen. Amen

Ach Arthur 112 was lange währt ..... ???

"Was lange währt -
wird endlich gut!"
Nein, mit dem Sprichwort kann die Moa gar
nichts anfangen.
Schon gar nicht, wenn der Arthur schon viel zu lange
weg ist - so lange!!!! - ghört sich einfach nicht!!!!
Höchste Zeit, ja allerhöchste Zeit
- sagt die Moa -
dass der Arthur nun endlich wieder da ist.
Da kann er sich noch so sehr verstecken -
die Moa findet ihn!!!
So eine lange Rückreise wieder, ganz
fad der Stau dann auch noch in Wien
Aber der Arthur scheint das wegzustecken wie nix.
Profi - Reisender!
Noch hat ihn die Oma nach seiner Rückkehr
gar nicht gesehen - noch ordnet sie die Fotos
von Portugal und wundert sich und
wundert sich. Ja, der hat viel erlebt!!!!
Eltern hat er, die kommen sonst auch nur im Bilderbuch vor.
Nur zu gut kennt die Oma die Arthur Mama und weiß:
die würde sich normalerweise
nicht Stunde um Stunde - bei jedem Wetter -

durch eine malerische Stadt bewegen -
Omas eigenes Baby
ist doch eher ein Faulpelz - ganz ganz lange schlafen - irgendwann am späteren Nachmittag
ein Stadtbummel - das Leben findet dann am Abend statt.
Mit dem Arthur spielt sich das Leben aber
rund um die Uhr statt.
Wird er munter, rüttelt der Arthur an Mama und Papa
und schon wenig später, so erzählt die Mama,
fährt Arthurs energischer Zeigefinger aus:
RAUS, RAUS!!!
Ob sie wollen oder nicht müssen die Eltern aus dem Bett, müssen zum Frühstück
aber auch dort
ertönt bald der Ruf "RAUS, RAUS"...

Arthur genießt das rüttelnde Kopfsteinpflaster -
Erinnerung an seine Babytage?
Wie hat die Oma da immer  wieder
das Kinder-Wagerl in der einzigen
verfügbaren "Rüttelpflaster-Gasse"
hin und hergeschoben,
nur damit der kleine Arthur endlich einschlafen kann.
Nun lässt sich der große Arthur mit Genuss
aber hellwach - durchrütteln -
lässt sich faul im Wagerl schrieben oder
läuft und läuft dann selbst bergauf, bergab
(so ist das in Lissabon)
und genießt ganz besonders
die Straßen Musikanten.
Über ein Video
lacht die Oma Tränen.
Vor zwei Gitarrespielern liegt ein
Leinensackerl, in das die Leute Geld werfen.
Arthur, der bewundernd steht und lauscht und
rhythmisch wippt, wird natürlich auch
mit Kleingeld versorgt, das er einwerfen darf.
Er macht es liebevoll und penibel, legt
den Euro zuerst an den Taschenrand - dann ganz ordentlich in den Sack hinein:
aber DA!!!! Da spürt er und sieht er, da sind noch eine Menge Münzen ...... und das ist fast
noch schöner als die Musik!!!

Mit voller Hand greift Arthur jetzt in den Sack und
zieht die Beute heraus:
"Ha!!! da ist aber toll, 
hier bekommt man sogar Geld fürs Zuhören!!!! 
Wenn das nicht die Urlaubskasse auffettet!!"
Schnell aber wird der Arthur überzeugt,
dass man dieses Geld ganz ganz brav im Sack lassen muss -
er steckt auch alles wieder zurück - aber kaum darf er
wieder eine Münze einwerfen, sieht man, wie groß
die köstliche Versuchung ist:
schnell schnell
klimper klimper. eine Hand voll Münzen greifen -
.... aber  ....alles alles wird wieder brav in den Sack geworfen. Das kontrolliert die Mama.
Die übrigen Zuseher lachen, eine fremde Dame gibt dem Arthur extra Geld zum Einwerfen ...
ja, und vielleicht hat der Arthur so sogar die Einnahmen der Musiker gesteigert:
Arthur, der jetzt schon ganz entspannt vor Publikum  zur Musik swingend
immer mehr aus sich heraus geht - der könnte doch fast ein
Werbegag gewesen sein.
Tage am Strand kommen noch dazu
Das Wetter lange nicht so heiß
wie in Wien
Aber einem echten Urlauber tut das
gar nichts.
Auf den Fotos sieht die Oma den Arthur
mit langer Hose, Anorak und sogar
mit Wollmütze ...
na der wird sich wundern, denkt sie sich,
bald schon im heißen Wien!!!
Ja bald!!!
Seit einem Tag ist er nun wieder da,
der ARTHUR -
ja DER ARTHUR
Für die Moa - per Video -
ist das eigentlich der bewegendste Augenblick aus seinem Portugal Urlaub
Der ARTHUR - zum ersten Mal nennt er sich selbst beim Namen.

"Wie heißt denn du?" 
wird er aus dem off gefragt



"ARTHUR" 
sagt der Arthur
er sagt es so selbst ergriffen und schüchtern 
und mit einem
so bezaubernd rührenden fast verlegenem Lächeln:
ARTHUR  - ARTHUR








Freitag, 2. Juni 2017

Fürbitten 3.6. Mailüfterl oder Sturm?

3.6.2017 Samstag vor Pfingsten

Bitten wir an diesem Tag vor Pfingsten einmal mehr um das, was wir den Geist Gottes nennen, um Lebensfreude, um Lebensmut, um Dankbarkeit für alles, was wir empfangen haben. Bitten wir um Kraft und Entschiedenheit für alles, was vor uns liegt.
Komm – Komm heiliger Geist

Komm, mach uns weit, dass wir uns nicht mit starren Regeln das Leben eng machen
komm heiliger Geist

Komm, lass uns wie Kinder sein, dass wir uns nicht mit den Sorgen von gestern belasten

Komm, hilf uns leben, dass wir unsere Tage nicht zumüllen mit Planung und Terminen

Komm, schenke uns Freude, dass wir wieder besser lernen, auf unsere Bedürfnisse zu hören

Komm, hilf uns zum Frieden, dass wir aufhören mit allen Vorurteilen, mit Streitigkeiten und Unversöhnlichkeit
           
Komm, begeistere uns, dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache die uns am Herzen liegt

Komm, verwandle uns, dass wir uns Neues zutrauen

Komm, hol uns ein - denn so oft wollen wir uns lieber aus dem Staub machen 

So bitten wir, Komm heiliger Geist, komm in unser Leben, komm in Politik und Gesellschaft, komm in deine Kirche, dass auch hier Mut und Entschiedenheit wachsen Wir bitten für Papst Franziskus, und für uns alle, damit wir gemeinsam den Weg Jesu gehen. Amen






Donnerstag, 1. Juni 2017

Fürbitten 2.6. sich führen lassen?


2.6.2017  Joh.21.1 ein anderer wird dich gürten

Das Johannesevangelium nähert sich seinem Ende. Der auferstandene Jesus begegnet noch einmal seinen Jüngern am See von Tiberias. Dreimal fragt Jesus Petrus „Liebst du mich?“ - dreimal hatte Petrus zuvor Jesus bei dessen Festnahme verleugnet – nun wird gerade er, Petrus, aufgefordert, Jesus nachzufolgen. Und Jesus sagt dabei etwas sehr Berührendes: „Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wird ein anderer dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“  Es geht wohl nicht nur ums biologisch alt und hilflos werden – Jesus nachfolgen heißt, darin einwilligen, dass ab jetzt ein Anderer das Heft in der Hand hat.
Heute ist auch Herz Jesu Freitag – bitten wir den heiligen Geist:

Dass wir uns von Jesus führen lassen    komm heiliger Geist

dass wir loslassen können, was uns nicht gut tut       
                 
dass es Jesus ist, dem wir die Richtung in unserem Leben anvertrauen   

dass wir nicht nur den eigenen Ideen nachrennen

dass wir mit Jesus ins Unsichere aufbrechen können

dass wir das Wichtige erkennen

dass wir der Liebe Jesu ganz vertrauen

dass wir uns selbst aus der Hand geben

So führe uns, guter Gott, wohin auch immer. Oft werden wir Angst haben, oft werden wir unsicher sein. Aber mit Jesus finden wir den Weg zu Dir, heute und morgen und in der Ewigkeit. Amen