Seiten

Donnerstag, 30. April 2026

Fürbitten 1.5. SOLIDARITÄT: wir brauchen sie

 

1.5. 2026 um Arbeit und Frieden und um eine gesicherte Zukunft für Alle

 Der Erste Mai ist im politischen Bereich der Festtag der Sozialdemokraten und aller Strömungen, die sich für gerechte und solidarische Arbeits- und Lebensverhältnisse engagieren. Die Kirche denkt heute an den heiligen Josef, auch unter dem Aspekt „Josef der Arbeiter“. Der 1.Mai als internationaler Tag der Arbeit wurde in Österreich erstmals 1890 begangen und 1919 per Gesetz zum „allgemeinen Ruhe- und Festtag“ erklärt. Der eigentliche Ursprung liegt aber in den USA: Dort streikten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten die Einführung eines Acht-Stunden-Tags. Der 1.Mai ist kein kirchlicher Feiertag – aber er ist mit seinem sozialen Anliegen ein Feiertag der ganzen Gesellschaft.  Wir wissen vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen wir stehen, vor allem die, denen es nicht so gut geht. Bitten wir heute:

dass Solidarität kein leeres Wort bleibt, dass wir selbst bereit sind, auch im kleinen Umfeld Tag für Tag aufeinander Rücksicht zu nehmen,

Dass alle Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht geht, so gut wie möglich von den Hilfsmaßnahmen des Staates mitgetragen werden

Bitten wir um den sozialen Frieden und dass das, was wir als Spaltung der Gesellschaft erlebt haben, überwunden werden kann  

Danken wir am heutigen 1.Mai allen, die in unserem Land helfen, den vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen, den Einsatzorganisationen, den Mitarbeitern in Spitälern und Pflegeheimen.

Bitten wir, dass es uns gelingt, den vielen nicht deutsch sprechenden Kindern und Erwachsenen bei einem guten Anschluss an unsere Gesellschaft zu helfen. 

Auch die Sorge um den Krieg in der Ukraine ist nicht kleiner geworden. Dazu die Krise der Weltwirtschaft rund um die Angriffe auf den Iran und die gesperrte Straße von Hormus. Unzählige andere Konflikte rundum, die wir schon gar nicht mehr verarbeiten können.

Bitten wir um eine Chance für Frieden für all diese Kriegs -und Krisengebiete und bitten wir im eigenen Land um gute weitsichtige Entscheidungen für Politik und Wirtschaft, für alle Menschen hier in Österreich

 

Guter Gott, wir alle sind Teil einer Gemeinschaft. Lass uns Sorge füreinander und umeinander haben. Hilf uns, dass wir das Miteinander und das Wohl aller suchen. Amen


Der Gedenktag des hl. Josef des Arbeiters wurde von Pius XII. als Reaktion auf die Arbeiterbewegung eingeführt und mit dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, verbunden. Am 1. Mai 1955 sagte Pius XII. vor den Mitgliedern der Christlichen Vereinigungen der italienischen Arbeiter (ACLI): „Von Anfang an haben Wir eure Vereinigungen unter das mächtige Patronat des heiligen Josef gestellt. Denn es könnte keinen besseren Beschützer geben, der euch hilft, euer Leben vom Geist des Evangeliums durchdringen zu lassen. […] Wenn ihr also Christus nahe sein wollt […]: ‚Ite ad Ioseph! Geht zu Josef!‘ “