6.1.2026 Mt.2.1 der Sehnsucht vertrauen
"Alles
beginnt mit der SEHNSUCHT", schreibt die Dichterin Nelly Sachs - und von
genau dieser Sehnsucht spricht auch das heutige Dreikönigsfest. Das Matthäus
Evangelium berichtet von drei Magiern, die sich von weither auf den Weg nach
Bethlehem gemacht haben – sie folgen einem Stern, der sie zu einem neugeborenen
König führen soll. „..der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor Ihnen her, bis er über
dem Ort stehen blieb, wo das Kind war“ heißt es in der
Geschichte. Von großer Freude ist dann de Rede, die drei Weisen huldigen dem
geheimnisvollen Kind – aber sie bleiben nicht an diesem Ort, wo sich ihre
Sehnsucht erfüllt hat – die Männer machen sich wieder auf den Weg heim in ihr
Land. Wunderbar poetisch wird da etwas beschrieben, was auch mit unserem Leben
zu tun hat. Mit unserer Sehnsucht, mit dem -Stern, dem wir immer wieder folgen
dürfen – und der uns letztlich doch wieder zurück in unseren Alltag führt.
bitten wir heute
Dass wir den
Stern sehen – dass wir der Sehnsucht
vertrauen
Dass wir immer
wieder aufbrechen aus dem Vertrauten und Gewohnten
dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir uns auf ganz Neues einlassen, dass wir uns keine Angst vor dem Risiko einreden lassen
dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir einen langen Atem haben, dass wir uns Zeit geben und nichts erzwingen
dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass uns Enttäuschungen und Rückschläge nicht resignieren lassen, dass wir uns immer wieder neu auf den Weg machen
dass wir der Sehnsucht vertrauen - dass wir das Besondere, (den Stern über die Krippe) dann auch im ganz Kleinen und Unscheinbaren in unserem Alltag erkennen
dass wir der Sehnsucht vertrauen - - dass sie uns stark macht, immer wieder in unseren Alltag zurückzukehren und geduldig unsere Aufgaben zu erfüllen
dass wir der Sehnsucht vertrauen und - dass wir die Sehnsucht wachhalten, weil wir einander in Liebe suchen und begegnen
So bitten wir, dass wir DICH finden Gott, auf UNSEREM Weg zur Krippe und zum neugeborenen Kind. Dass Du unsere Sorgen, unsere Ängste und alles was wir falsch machen, verwandelst, in „Gold, Weihrauch und Myrrhe“, die wir dankbar niederlegen, als die Schätze unseres Lebens. Lass uns gemeinsam unterwegs sein: auch in der immerwährenden Bitte um Frieden. Frieden und Heil für das große Leid in dieser Welt. Und für das Leid eines jeden einzelnen Menschen. Im Namen Jesu Amen