12.1.2026 Mk
1.14 Kommt her, folgt mir
nach - sogleich, sofort
In der Liturgie der Kirche sind die feierlichen Weihnachtstage vorbei – und auch unsere besondere Stimmung nach dem Jahresanfang ist wohl wieder der Nüchternheit gewichen. Der Alltag hat uns wieder – und doch soll es kein Alltag sein, in dem es weitergeht wie bisher. In der Erzählung des Markus Evangeliums erleben wir heute den Beginn des öffentlichen Lebens von Jesus. Er ist nun ein erwachsener Mann von etwa 30 Jahren – er hat seine Berufung bei der Taufe durch Johannes im Jordan erfahren (das haben wir gestern gefeiert) und nun drängt es Jesus, in aller Öffentlichkeit über seine Sicht vom „Himmelreich“ zu sprechen und zu predigen. Es drängt ihn, auf Menschen zuzugehen. Jesus spricht die Fischer Simon und Andreas und wenig später auch Jakobus an. Die Männer sind alle bei ihrer Arbeit – aber nun sollen sie sich entscheiden, „SOGLEICH ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“, heißt es wörtlich. SOGLEICH, so schreibt der Evangelist Markus. Spüren wir selbst auch, dass Gott uns ruft? Spüre ICH, dass ich zu etwas gerufen, zu etwas berufen bin?
Wenn du mich rufst, Gott
Dann lass mich nicht lange zögern
Lass mich die Ausreden vergessen
Hol mich heraus aus der alten Routine
Wenn du mich rufst, Gott
lass mich das alte Gepäck zurücklassen
Mach mich frei von all dem ängstlichen Abwägen,
dem
Bedürfnis nach Sicherheit
mach
mich bereit auch etwas zu riskieren
Wenn du mich rufst Gott
Lass mich dem Neuen vertrauen
Lass
meine Entscheidungen klar sein
Gib mir den Mut für neue Wege
Schenk mir Begeisterung
Wenn du mich rufst Gott
Dann lass mich nicht mit leeren Händen kommen
Lass mich Freunde mitnehmen auf den Weg
Lass mich die Sorgen und Nöte der anderen verstehen
Hilf mir, hilfreich zu sein
Wenn du mich rufst Gott
Dann lass mich die Freude in meinen Entscheidungen
finden
Nicht schwer fällig lass mich gehen
Wie verliebt lass mich sein,
unbekümmert alles Alte loslassen
so bitten wir in diesem neuen Jahr: hilf uns, auf
den Neu Anfang zu vertrauen. Gerade jetzt auch in dieser Zeit der Belastungen
und Krisen, dass wir gemeinsam bereit sind, geduldig, vernünftig und solidarisch zu handeln. Amen
