20.1.2026 Mk.2.23 der Sabbat ist für den
Menschen da ..und nicht umgekehrt
Im Evangelium heute geht es um eine ganz zentrale
Frage. In welcher Freiheit, in welcher Freiheit unseres Gewissens dürfen, ja
müssen wir sogar leben. Streitthema im Text ist das den Juden heilige Sabbat
Gesetz, Moses selbst hat dazu verpflichtet. Die Jünger Jesu aber verstoßen
dagegen. Weil sie am Sabbat hungrig
sind, reißen sie in einem Kornfeld Ähren ab, und essen sie. Für die Pharisäer
ist das ein Frevel, denn damit wird gegen die strenge Arbeitsruhe verstoßen.
Jesus argumentiert anders. Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen
Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. (die Jünger
hatten Hunger, also durften sie nach Vernunft-Gründen so handeln) Jesus fordert
uns also zum Abwägen auf – und Paulus wird später sagen : Ihr sind zur
Freiheit Berufene – Wo müssen wir also selbst diesen Sprung in die Freiheit
wagen? Bitten wir
Dass ich mich bei strittigen Entscheidungen nicht
hinter Regeln und Vorschriften verschanze
Dass ich den Mut habe, selbst bestimmt zu
entscheiden und zu handeln
Dass ich aber auch immer ehrlich hinterfrage: „Was
ist wirklich das Motiv meiner Entscheidung
bitten wir, dass uns vor allem aber auch das
richtige Abwägen gelingt, der Spagat zwischen der eigenen persönlichen Freiheit
und dem, was in der aktuellen Situation und für die Gemeinschaft das richtige
Handeln ist
bitten wir, dass wir auch nicht fanatisch
festhalten an einmal getroffenen Entscheidungen, dass wir immer wieder eine
Situation neu bewerten und beurteilen und unsere Meinung auch ändern können
Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher:
dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt,
mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein Fakten darzustellen
Vor allem aber bitten wir, dass
wir wie Jesus immer erkennen können, was den Menschen guttut, und natürlich auch uns selbst
So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit
Verboten und Ängsten herumplagen. Lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes
leben, denn „zur Freiheit
sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus. Sei DU keine
Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und
Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen
