19.1.2026 Mk.2.18 Neuer Wein gehört in neue Schläuche
"Neuer
Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist
seine Antwort auf die Frage der Leute: „warum machst du so vieles anders als
die Anderen?“ Die Jünger des Johannes etwa fasten, die Jünger Jesu fasten
nicht. Alles hat seine Zeit, meint Jesus. Nichts muss bleiben, wie es ist,
immer kann manches NEU werden, können wir selbst NEU denken. Es muss kein
persönlicher Umsturz sein – aber gerade jetzt, am Beginn eines Neuen Jahres ist
vielleicht die Lust noch groß, sich doch auch wieder auf Neues einzulassen.
bitten wir heute
Dass wir uns endlich von alten Gewohnheiten trennen, wenn
sie uns schon lange nicht mehr guttun
Dass
wir Eigenheiten ablegen, wenn wir merken, dass sie für uns
und unsere Mitmenschen anstrengend sind
Dass
wir bewusst anfangen, etwas Neu zu denken und Neu zu lernen auch
wenn das anfangs nicht leichtfällt
Dass
wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern, dass
wir anderen dabei helfen, sich Neues zuzutrauen
dass
wir auch in dieser Zeit der Krisen und vielen offenen Fragen nicht
in Pessimismus und Resignation verfallen
dass wir uns bemühen, auch positiv mit Schwierigkeiten
umzugehen, dass wir in Krisen auch eine Chance sehen
dass
wir aber auch auf uns selbst achten, dass wir uns jeden Tag
zumindest einmal bewusst selbst etwas Gutes gönnen
Wir stehen auch in der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Sie steht heuer im Zeichen der Bitte seid: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4) Bitten wir um diesen Geist der Ökumene in den christlichen Kirchen,
So
bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu
denken, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um,
mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus
suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen