28.3.2025 Mk 12.28
Das wichtigste Gebot Gottesliebe
Nächstenliebe
„Welches Gebot ist das Erste, das Wichtigste, von
allen?“, das wird Jesus heute im Evangelium von einem Schriftgelehrten gefragt.
Für die frommen Juden zur
Zeit Jesu ist das religiöse Leben kompliziert. Theoretisch musste man 613
Gesetze und Vorschriften einhalten. Aber auch wir kennen dieses skrupulöse,
ängstliche Einhalten von Vorschriften und Geboten. Auch in unserer Kirche sieht
man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter
Paragrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es ganz
einfach: „Du sollst Gott mit deinem ganzen Herzen lieben - und aus dieser
Gottesliebe heraus, sollst du deinen Nächsten lieben, du sollst ihn lieben wie
dich selbst“ Wie einfach könnte das
sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich schon bei der
Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute:
dass wir uns als „Nächsten“ nicht den auszusuchen, der uns am Angenehmsten wäre
dass es uns vielmehr gelingt, den Menschen annehmen, der uns gerade heute als „unser Nächster“ über den Weg läuft und den uns Gott ans Herz legt
dass wir als Christen ein Klima schaffen, in dem auch in der Gesellschaft jeder Mensch als „unser Nächster“ gesehen wird
dass wir die Anderen, dass wir „unsere Nächsten“, grundsätzlich respektieren, wie sie sind
dass wir uns bemühen, immer zuallererst das Gute im „Nächsten“ zu sehen
dass wir aber auch daran denken, dass auch wir uns selbst „der Nächste“ sind, dass wir uns selbst Gutes tun dürfen und dabei kein schlechtes Gewissen haben müssen
bitten wir auch um eine Gottes-Liebe, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern eine Liebe, die uns frei von Zwängen und lebensfroh macht
Du guter Gott, nicht zuletzt gilt unsere Bitte den Menschen in den Kriegs -und Krisengebieten. Behüte und begleite sie ganz besonders: Amen