Seiten

Montag, 8. November 2021

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 „Ich fühle mich wie ganz am Anfang“                                                                                                   Zen Lehrer Graf Dürckheim in einem Interview als er schon über 80 Jahre alt war

  

„Darf man wegen einer toten Katze an Gott zweifeln?

Man darf.

Denn: Zweifeln heißt denken.

Und Denken hat noch niemandem geschadet.“     Adolf Holl (Wo Gott wohnt)

 

„Dürfen wir uns den Grinser als einen glücklichen Menschen vorstellen? Aber ja!                                 Er trägt wenig Last an Überzeugungen“. Michael Köhlmeier

 

"Je länger der Mensch Kind bleibt,
desto älter wird er". Novalis

 

"Wo die Liebe erwacht,
stirbt das Ich,
der dunkle Despot". Rumi

 

"Manchmal
lebe ich
vollkommen
gottlos
Dann hör ich
ein Gras
das singt
und alles
ist anders" Josef Fink   Priester Autor, Maler  zu früh gestorben 1941 - 1999


„Ich wollte am liebsten alles in einem Satz sagen, nicht in zwanzig“ Ilse Aichinger                             sich daran ein Beispiel nehmen? über ihren Debütroman „“Die größere Hoffnung“

 

„Die Herausforderung ist zu lernen: wie teilen wir den Raum miteinander? Respekt vor dem Raum des anderen zu entwickeln, ist meiner Ansicht nach im Leben ein ganz wichtiges Prinzip".                        Samy Molcho auf die Frage, warum seine 4 Söhne bis zur Pubertät in einem gemeinsamen Zimmer aufgewachsen sind, obwohl im Haus genug Platz gewesen wäre                                                     Molcho neues Buch: „Territorium ist überall"


„Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist; nur darum. Wer das erkennt, der ist sogleich glücklich, augenblicklich.“ Dostojewskij


"REIF ist,
wer auf sich selbst nicht mehr hereinfällt". Heimito von Doderer



AUCH HEUTE WIEDER?

EIN SPRITZERL FÜRS SCHNITZERL?

aber klar: Wir freuen uns über jeden "Gspritzen"


Sonntag, 7. November 2021

Fürbitten 8.11 die mühsame Sache mit dem "vergeben und vergessen"



8.11.2021 Lk.17.1 vergeben, immer ….und wenn dich einer siebenmal am Tag enttäuscht – vergib ihm

Wie lange muss ich mir eigentlich etwas gefallen lassen? Ich bin ja bereit zu verzeihen, aber wenn jemand immer und immer wieder dasselbe tut, das mich verletzt? Irgendwann reicht es dann wohl, oder?  Jesus dürfen wir da allerdings nicht fragen: denn im Evangelium heute sagt er dezidiert: „und wenn dir einer siebenmal am Tag Unrecht tut – verzeih ihm!!! Nimm seine Entschuldigung an, dass er sich ändern wird – auch wenn es wieder und wieder nicht geschehen wird“. Bitten wir heute

 

Dass wir in unserem Alltag in Konflikten Geduld aufbringen, Engels-Geduld, immer und immer wieder

 

dass wir niemanden enttäuscht abschreiben, wenn wir nicht gleich eine Änderung seines Verhaltens sehen 

 

dass wir nicht wieder und wieder alte Rechnungen aufwärmen, sondern dass wir nach einem Konflikt einen wirklichen Schlussstrich ziehen und nichts nachtragen

 

dass wir auch den ersten Schritt zur Versöhnung machen, ohne Angst vor Gesichtsverlust

 

dass wir uns bemühen,  anderes Verhalten aber auch besser zu verstehen und es so eher akzeptieren können

 

dass wir selbst prinzipiell nicht so schnell gekränkt und beleidigt sind

 

dass wir auch uns selbst vergeben können, wenn vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft


dass wir Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu unerbittlichen Gegnern werden.

 

Dass wir gerade auch in dieser Zeit der Pandemie daran denken, wie wichtig es ist, unermüdlich Verständigung zu suchen  

 

Du guter Gott, lass uns großzügig und verständnisvoll miteinander umgehen. Mach uns zu Menschen, die einander guttun und die einander ihre Fehler und Schwächen verzeihen können. Lass uns in der Gesinnung Jesus auf dem Weg sein, darum bitten wir. Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 



"Oberösterreich ist wie Bayern,
aber viel extremer" Franzobel

 

"Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut."     Karl Valentin

 

"Die FREUDE
dieses bescheidenste Tier
dies sanfte Einhorn

so leise
man hört es nicht
wenn es kommt, wenn es geht
mein Haustier
Freude

wenn es Durst hat
leckt es die Tränen
von den Träumen" Hilde Domin

 

„Kleine Schritte sind besser als keine Schritte“ Willy Brandt

 

"Ich bin ein Clown.
Ich sammle Augenblicke" Heinrich Böll

 

Dankbarkeit ist Wein für die Seele, komm, betrinke Dich!  Rumi

 

"Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen"
Margarete Mitscherlich

 

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man" Franz Kafka

 

„Die schlimmste Entscheidung ist die Unentschlossenheit.“ Benjamin Franklin

 

"Mensch werden ist eine Kunst". Novalis

 

"Wir streben mehr danach,
Schmerz zu vermeiden
als Freude zu gewinnen." Sigmund Freud

 

"Dauernd stolpert man, stolpert und fällt,
und man kann sich nur selbst aufheben und versuchen, wieder weiterzugehen. Jedenfalls habe ich das mein ganzes Leben tun müssen." Wittgenstein

"Komm mir nicht zu nah, damit ich Dich sehen kann." Romain Rolland

 

„Liebe ist wie der Mond:
Wenn sie nicht zunimmt,
nimmt sie ab“ Konfuzius

 

So sagen es die Sufis (islamische Mystiker):
Gott schläft im Stein,
Atmet in der Pflanze,
Träumt im Tier und
Erwacht im Menschen.


 

"Glücklich sein heißt, ohne Schrecken
seiner selbst innewerden können." Walter Benjamin

 

„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“ Albert Camus


"Für Geschöpfe meiner Art ist es sehr weit bis zum Herzen Gottes.....Ich brauche einen Menschen bis ich Gott habe."    Christine Lavant 

 

„Solange man bewundern und lieben
kann, ist man immer jung“ Pablo Casals





Samstag, 6. November 2021

Fürbitten Sonntag 7.11 Leben heißt auch: sich ver-aus-gaben

 


7.11.2021 Mk.12.38    Groß-Herzig sein - es darf auch manchmal weh tun

„Gott ist maßlos“ - das erzählt uns Jesus heute. Die Witwe in der Lesung aus der jüdischen Bibel ist bereit, ihr allerletztes Essen zu teilen – die Witwe im Evangelium gibt im Tempel die letzten Groschen, die letzten Cents die sie hat, ganz im Gegensatz zu den Wohlhabenden. Gott sieht auf den wahren Einsatz. ER will sicher nicht unser letztes Hemd – aber es geht um die Hingabe, mit der wir bereit sind, uns zu „ver-aus-gaben“. Nicht nur finanziell. So bitten wir heute

lass uns großherzig sein, wenn Menschen unsere finanzielle Hilfe brauchen

lass uns großherzig sein – wenn Menschen unsere Zeit und Zuwendung brauchen

 

lass uns großherzig sein, wenn es darum geht, Anderen einen Platz in unserem Land einzuräumen 

lass uns großherzig sein mit der Geduld, die wir füreinander aufbringen müssen

 

lass uns großherzig sein - mit der Kraft, die wir in unsere Arbeit investieren

lass uns großzügig sein - mit dem Vertrauen, das wir einander geben

 

lass uns großherzig sein - mit der Freude, die wir teilen sollen

lass uns großherzig sein - mit dem Humor, an den Tagen, wo manches nicht so gut läuft

 

lass uns großherzig sein - mit dem „einander-gut-sein“ und verzeihen können

lass uns großherzig sein - mit der Liebe, die wir für uns selbst aufbringen sollen

 

Du guter Gott. Du willst ALLES – und Du willst, dass wir ALLES von Dir erwarten. Nimm uns die Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Schenk uns ein weites Herz, dass wir sehen, was andere brauchen und lass uns bereit sein, zu geben, was wir geben können.  So wie Jesus gelebt hat, in seinem Namen bitten wir dich, Amen


Freitag, 5. November 2021

Fürbitten 6.11. Korrekt sein - auch wenn es nur um KLEIN Geld geht

 


6.11.2021 Lk. 16.9-13   keiner kann zwei Herren dienen

Ganz profan ums Geld geht es heute im Evangelium: wer da nicht korrekt ist, der ist es auch sonst nicht. Jesus bringt es auf den Punkt: „Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den Großen.“ Und Jesus fügt auch noch hinzu: „Kein Sklave kann zwei Herren dienen“ –das heißt:  ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Geld. Oder anders gesagt: Wie ich mit Geld umgehe, das ist auch eine Charaktersache. Auch wir müssen uns immer wieder entscheiden. bitten wir heute

Dass wir anständig und korrekt bleiben, wenn es um Geld und Vermögen geht,

Dass wir auch korrekt sind im ganz Kleinen: etwa wenn wir vor den Zeitungs-Einwurfboxen am Sonntag stehen

Dass wir nicht übervorteilen und nicht ausbeuten, indem wir das Billigste suchen

Dass wir uns im Zweifel für das „Weniger“ oder den „Verzicht“ entscheiden

Dass wir bescheiden leben, aber keine rastlosen Schnäppchenjäger sind

Dass wir uns aber auch nicht kranksparen und kleinlich sind

Dass wir Geld als etwas ansehen, mit dem man Anderen Gutes tun kann, aber auch sich selbst

Dass wir nicht ängstlich stur sind, aber klare Richtlinien für unser Verhalten haben

Du guter Gott, in so vielen Familien gibt es Streit ums Geld - hilf uns großzügig sein und lass uns die richtige Einstellung finden zwischen dem, was wir zum Leben brauchen und dem, womit wir Anderen im Leben dienen können. Darum bitten wir durch Jesus, der sein Leben mit uns geteilt hat. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Ändere die Welt, sie braucht es"   Bert Brecht


LAUF´ NICHT, GEH´ LANGSAM:
Du musst nur auf dich zugehn!
Geh´ langsam, lauf´ nicht,
denn das Kind deines Ich, das ewig
neugeborene,
kann dir nicht folgen!"    Juan Ramóm Jiménez


"Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen,
ist beim Erwachen daran zu denken,
ob man nicht wenigstens einem Menschen
an diesem Tage eine Freude machen könnte."    tatsächlich von Friedrich Nietzsche


"Letztendlich haben wir nur eine moralische Pflicht: in uns:
große Gebiete des Friedens zurückzugewinnen,
mehr und mehr Frieden,
und das den anderen zu zeigen.
Und je mehr Frieden in uns ist, desto
mehr Frieden wird auch in unserer geschundenen Welt sein."
Etty Hillesum, 1943 in Auschwitz ermordet


"Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was lernen sich lohnt.                                                       Alle Natur, alles Wachstum, ...aller Friede, alles Gedeihen alles Schöne in der Welt                            beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen."   Hermann Hesse

 

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.                                             Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,                                                                                aber versuchen will ich ihn." Rilke

 

"Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung". Antoine de Saint-Exupery

 

"Seit es Menschen gibt, haben sich die Menschen zu wenig Freude gegönnt.                                       Das allein ist unsere Erbsünde."     Henry Matisse

 

"Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang,                                            ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen" Yehudi Menuhin

 

"An Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen - derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst." Buddha

 

"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt" Martin Buber




 

 

 

Donnerstag, 4. November 2021

Fürbitten 5.11 Ein HERZ mit Flügeln, ja, das wäre gut

 


5.11.2021 Herz Jesu Freitag

 

An jedem ersten Freitag im Monat wird liturgisch der „Herz Jesu Freitag“ begangen.

Nicht alle können mit den „Herz Jesu“ Bildern und Darstellungen etwas anfangen, aber was es heißt, ein schweres oder ein leichtes Herz zu haben, das wissen wir alle. Bitten wir heute  

für alle, die ein schweres Herz haben, die sich gekränkt oder benachteiligt fühlen

für alle, die sich selbst eine Last sind, die Depressionen haben, die sich überfordert fühlen, denen alles zu schnell geht 

für alle, die sich in einer persönlichen Sackgasse fühlen, wo sich Konflikte scheinbar nicht mehr lösen lassen, wo sich Partnerschaften auflösen, wo Einsamkeit drückend empfunden wird

für alle, die krank sind, für alle, die mit den Langzeitfolgen einer Krankheit kämpfen, für alle, die sich unsicher und schwach fühlen

für alle, die helfen sollen und helfen wollen: dass sie immer wieder Erfolge sehen und es nicht über ihre eigene Kraft geht

bitten wir für die hilflosen Opfer von Hunger, Krieg, Katastrophen, Gewalt und Heimatlosigkeit.

und bitten wir für uns selbst, um ein lebendiges Herz, ein Herz "mit Flügel", voll Dankbarkeit und Freude über diesen heutigen Tag,

 So geben wir Alles in deine Hand, guter Gott. Unsere guten und unsere schlechten Tage. Mit Jesus dürfen wir unseren Weg gehen. Dafür danken wir dir, durch IHN, Christus unseren Herren und Bruder. Amen

 

 

 


Mittwoch, 3. November 2021

Fürbitten 4.11 "VERLORENES" wieder finden, diese Freude

 



4.11.2021  Lk.15.1 das Verlorene suchen

„Im Himmel herrscht mehr Freude über einen einzigen Sünder der umkehrt, als über 99 Gerechte“, so hören wir heute Jesus im Evangelium und er drückt mit zwei Gleichnissen aus, wie groß die Freude Gottes über jeden und jede einzelne von uns ist, ganz gleich, wohin wir uns für kurze Zeit verirrt haben. So erzählt Jesus von dem Hirten, dem nur eines von 100 Schafen verloren geht, und der alle Strapazen auf sich nimmt, um es wieder zu finden. Jesus erzählt auch von einer Frau, die einen größeren Geldbetrag verloren hat – wie groß ihre Freude, wenn nach langem Suchen alles wieder gefunden ist.  Wie glücklich sind wir doch selbst, wenn etwas verloren Geglaubtes wieder auftaucht! Gott geht jedem einzelnen Menschen nach und will ihn wieder bei sich haben – Bitten wir heute

 

Dass wir uns mitfreuen, wenn Menschen einen guten Weg „zurück“ finden

dass wir selbst nicht nachtragen, was war

dass wir wahrnehmen und würdigen können, wenn sich jemand geändert hat

dass wir nicht skeptisch bleiben und niemand die Chance nehmen, sich zu ändern

dass wir Vorurteile ablegen und aufhören zu urteilen

dass wir niemand abschreiben, auch wenn es oft aussichtslos scheint

dass wir selbst immer wieder darum bitten, dass auch wir „gefunden“ werden,                                    denn auch wir können uns bisweilen „verlieren“ 

 dass wir in der Zuversicht leben, dass Gott sich immer wieder auch über unsere Bereitschaft freut, wenn wir einen Neu Anfang suchen

 

du guter Gott, wie sehr brauchen wir selbst Deine Nachsicht – und dürfen uns darüber freuen, dass du uns immer suchen wirst, ganz gleich wo und wie wir sind. Hilf uns, dass auch wir in Geduld und Liebe anderen Menschen nachgehen, die sich "verloren" haben – darum bitten wir durch Jesus, dessen Zuwendung uns alle heilt. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen



"Ein Optimist, dessen Erwartungen sich nicht erfüllen, hat allemal ein besseres Leben geführt             als ein Pessimist." Richard David Prechtl


"Widme dich dir selbst, (vindica te tibi, et tempus..) Halte deine Zeit zusammen und hüte sie, denn ein Teil unserer Zeit wird uns offen geraubt, ein Teil uns heimlich entzogen, und ein Dritter verflüchtigt sich. Am Schimpflichsten aber ist derjenige Verlust, der auf Rechnung der Nachlässigkeit kommt." Seneca

 

"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot,
der die naiven Fragen stellt,
vor denen man selbst zurückschreckt." Mark Twain


"Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen" Lothar Zenetti


„Ich bin nämlich ganz anders, nur komm ich so selten dazu“. Ödön von Horvath


"Vergessen sie nie, das Leben ist eine Herrlichkeit"                                                                                      Rilke schreibt das an eine Freundin, als er selbst schon ziemlich krank war


"Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht,                               sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt." Antoine de Saint-Exupéry

 

"Auch das Glück deines heutigen Tages                                                                                               hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab" Marc Aurel

 

"Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat                                                           als an der Zukunft." John Knittel

 

„Du fragst: Werde ich verstanden, werde ich geliebt, werde ich loyal behandelt?,                               Frage Dich: Verstehe ich die anderen, liebe ich sie, handle ich loyal gegen sie" C.G. Jung

 

„Deine erste Pflicht ist, Dich selbst glücklich zu machen.                                                                      Bist Du glücklich, so machst Du auch andere glücklich.“ Ludwig Feuerbach

 

„Unsere Zeit ist dadurch gekennzeichnet,
dass sie Raketen und Satelliten in die richtige
aber Menschen in die falsche Bahn schießt.“ Martin Luther King


"Aus seinen Fehlern kann man mehr lernen
als aus seinen Erfolgen" Primo Levi

 

"DU MUSST DICH NUR BEMÜHEN"                                                                                                  der dreijährige Damian zur 76 jährigen Moa, die sich dabei plagt, ihm die enge Jean anzuziehen




Dienstag, 2. November 2021

Fürbitten 3.11 zur Liebe VERPFLICHTET

 


 3.11.2021  Röm.13.8 zur Liebe verpflichtet Lk.14.25 manchmal bedeutet das: Kreuz tragen

Die 1.Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer sagt es uns heute ganz unmissverständlich: „…zur gegenseitigen Liebe seid ihr stets verpflichtet“. Nicht immer ist das leicht, das wissen wir ganz genau. Manchmal wird es zu Konflikten und Verzichten kommen. Jesus nennt das im Evangelium: „Sein Kreuz auf sich nehmen“ - Aber immer geht es um die Liebe, nicht um ein verkrampftes Opfer. So bitten wir heute

 um die Liebe, die einen langen Atem und Geduld für alles hat

um die Liebe, die uns immer wieder neu anfangen lässt

um die Liebe, in der wir auch Misserfolge und Kränkungen wegstecken können

um die Liebe, in der wir andere annehmen, wie sie sind

um die Liebe, in der wir das wirklich Wichtige und Entscheidende erkennen

um die Liebe, in der wir dir bedingungslos vertrauen

um die Liebe, die uns frei macht von uns selbst

ja, wir bitten um die Liebe, in der wir keine „Opfer“ bringen, sondern annehmen, was jeder Tag mit sich bringt, auch der Heutige

Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Mut zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass es keine Sackgassen im Leben gibt und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir dich durch Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.


im GEDENKEN - an den Terroranschlag am 2.11.2020

 


                                   Denk-Mahn-mal für die Opfer des Terroranschlags von Wien

                      Am Ort des Anschlags, im Bermudadreieck, direkt neben der Ruprechtskirche . 

Gestaltet vom burgenländischen Bildhauer Talos Kedl  gemeinsam mit dem Künstler Petrus Habarta. Unten im Sockel "Opfergaben" und Reste des Mitgefühls (Kerzenhülsen, Blumen, Texte, Gaben...(Susanne Detrüs)

Wieso fünf  "Seelenquader" und nicht nur 4 der unschuldigen Toten?  

Der Gedanke „Alle Menschen haben eine Seele, die Ermordeten und auch der Mörder“.

Um 17.00 findet ein Totengedenken im Stephansdom statt, um 17.50 wird die Pummerin fünf Minuten läuten. Um 20.00 Uhr wird Dompfarrer Toni Faber das Gedenk-Mahnmal einweihen


Die Bilder von den Anschlagsorten in Wien mit Kränzen und Kerzen sind vor einem Jahr um die Welt gegangen. Das Künstler-Ehepaar Susanne Detrüs und Petrus Habarta rettete die von Passanten in den Wochen nach den Terroranschlägen abgelegten Erinnerungsstücke vor der Entsorgung und zeigte sie im Wiener Stephansdom in einer Installation 




Montag, 1. November 2021

Fürbitten ALLERSEELEN - wir werden sterben, aber vielleicht ist es wie neu geboren werden

 


2.11.2021 Allerseelen   

Wir Menschen sehnen uns so sehr nach einem guten Leben. Die meisten von uns wollen nicht viel mehr, als Zufriedenheit und Glück. Aber immer wieder ist es der Tod, auch die Angst vor dem Tod, wo wir an eine Grenze stoßen. Wie sinnvoll kann ein Leben sein, an dessen Ende unweigerlich der Tod steht? Gerade, diese Zeit der Pandemie – aber auch die Erinnerung an den Terroranschlag vvor einem Jahr in Wien – das alles macht uns die Zerbrechlichkeit von Leben so sehr bewusst. So kommen wir mit unserer Sehnsucht zu Dir, Gott und rufen:

Guter Gott, sei DU unser Leben – wir bitten dich, erhöre uns.

 Wir bitten für die Menschen in unseren Familien, die gestorben sind – so viel verbindet uns mit ihnen – manche sind viel zu früh gestorben, der Schmerz tut immer noch weh

Wir bitten für unsere verstorbenen Freunde, Arbeitskollegen und Bekannten, mit denen uns ein Stück Weg und die Dankbarkeit für gemeinsam erfahrene Lebensfreude verbinden.

 Wir bitten für alle, die ein Kind verloren haben. Für all die Kinder, die nie geboren wurden, Kinder, die tot geboren wurden, Kinder, die keine Chance hatten, erwachsen zu werden.

Wir bitten für die Menschen, die Opfer des Terroranschlages vor einem Jahr in Wien geworden sind. Die toten, die Verletzten, die Traumatisierten, ihre Familien und geschockten Freunde

Wir bitten in diesen Tagen ganz besonders für alle, die infolge der Corona Pandemie gestorben sind, wir bitten für ihre Angehörigen und für alle, die in diesen Stunden mit der Krankheit ringen.

Wir bitten für die Schwerkranken und Sterbenden, für alle, die Angst vor dem nahen Tod haben und für die, die ihren Tod herbeisehnen – und wir bitten für uns selbst, dass wir dem Tod gelassen und in der Hoffnung auf Auferstehung entgegensehen

Wir bitten für Alle, die am Rande unserer Gesellschaft in Gefahr sind, allein gelassen zu werden, für alle, die sich nicht integriert und angenommen fühlen, wir bitten für die Flüchtlinge und Heimatlosen - gib uns offene Arme für alle, denen wir helfen können

Und ganz besonders bitten wir für all die, die jede Lebensfreude verloren haben, die sich „wie tot“ fühlen, die keine Freude und keine Dankbarkeit empfinden können. Lass uns bedrückten Menschen beistehen, wo immer wir es können

 So bitten wir Dich, Gott des Lebens, du kennst unsere Sehnsucht nach Freude und Liebe. Schenke uns immer wieder Menschen, die uns aufrichten und lass uns selbst Menschen sein, die anderen ein Trost in schweren Zeiten sind Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen



Die Seligpreisungen vom Tag Allerheiligen  - Meditation der "Kleinen Schwestern, Paris" 

„Selig sind, die einen Berg von einem Maulwurfhügel unterscheiden können, denn es wird ihnen viel Ärger erspart bleiben“.

„Selig sind, die über sich selbst lachen können, denn sie werden sich köstlich amüsieren“.

„Selig sind, die fähig sind, sich auszuruhen und zu schlafen, ohne dafür eine Entschuldigung suchen zu müssen. Sie werden Weise genannt werden“. 

„Selig sind, die schweigen und zuhören können. Sie werden viel Neues lernen“.

„Selig seid ihr, wenn ihr ein Lächeln bewundern und eine Grimasse vergessen könnt. Euer Weg wird voller Sonnenschein sein“.

„Selig seid ihr, wenn ihr das Benehmen anderer immer mit Wohlwollen beurteilen könnt. Man wird euch für naiv halten, aber die Liebe fordert es“. 

„Selig, die vor dem Handeln nachdenken und vor dem Nachdenken beten. Sie werden viele Dummheiten vermeiden“.

„Selig seid ihr, wenn ihr lächeln und schweigen könnt, wenn man euch ins Wort fällt oder euch widerspricht. Dann hat die frohe Botschaft angefangen euer Herz zu verwandeln“.

„Selig seid ihr vor allem, wenn ihr Gott erkennt in allen, die euch begegnen, denn dann habt ihr          die echte Weisheit gefunden“.



"Schade,
dass die Weltverbesserer nie bei sich anfangen" Mark Twain


"Wir sehen die Welt so,
wie wir erzogen wurden, sie wahrzunehmen." Carlos Castaneda


"Für das Glück brauchst Du Freiheit. Für die Freiheit brauchst Du Mut."
Perikles


"Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden".
Heimito von Doderer
 


"Die schlimmste Art jemanden zu vermissen, ist die,
an seiner Seite zu sitzen und zu wissen, dass er nie zu einem gehören wird."                                  
Gabriel Garcia Marquez


"Man muss die Gerüste wegnehmen, wenn das Haus gebaut ist." Nietzsche

 

"Die Grundformel aller Sünde ist: Verfehlte oder versäumte Liebe."
Franz Werfel


„Miteinander Sehnsucht entfalten
Hier und Jetzt" Pierre Stutz