Seiten

Freitag, 23. Juli 2021

Fürbitten 24.7. Nicht nur für die Autofahrer: hl.Christophorus

 

Hieronymus Bosch 1496


24.7.2021  Hl.Christophorus   


Heute ist der Gedenktag des heiligen Christophorus. Für viele allein deswegen ein Begriff, weil rund um seinen Tag Autos und Fahrzeuge gesegnet werden und man um eine gute und sichere Fahrt bittet. Der Legende nach soll Christophorus, ohne es zu wissen, in einem kleinen Kind Christus selbst durch einen Fluss von einem Ufer zum anderen Ufer getragen haben. Seit Jahrhunderten wird Christophorus deshalb von vielen Menschen als jemand verehrt, der zum Dienst an Anderen bereit war, der bereit war, eine Last auf sich zu nehmen. So bitten wir heute

dass wir tragen und er-tragen können:                                                                                                     all das, was oft sein muss und mühsam ist – aber auch das, was uns von anderen „angehängt und umgehängt und manchmal auch aufgelastet“ wird,  dass wir es in Güte er- tragen und dass wir in Geduld auch uns selbst er-tragen können

dass wir tragen und mit-tragen                                                                                                              dort wo Andere ihre Arbeit selbst nicht mehr gut schaffen                                                                    dort wo anderen das Leben schwer ist                                                                                                         dass wir Sorgen aber auch Freude in unseren Freundschaften und Gemeinschaften mittragen

 

dass wir tragen und auch bei-tragen                                                                                                       dass wir zu einer guten Atmosphäre in unserer Umgebung beitragen                                                       dass wir mit Humor und Freundlichkeit Anderen und uns selbst das Leben leichter machen                     dass wir etwas dazu bei-tragen, dass nichts vergeblich bleibt

 

bitten wir, dass wir Jetzt und Hier auf uns nehmen was immer auch dieser Tag wieder bringen wird

dass wir darauf vertrauen, dass letztlich wir selbst getragen werden

 

und bitten wir an diesem Gedenktag des hl. Christopheros um eine gute Heimkehr für Alle, die beruflich oder privat in den Ferien unterwegs sind. Bitten wir ganz besonders für alle Flüchtlinge, die eine Heimat und eine gute Ankunft an einem sicheren Ort suchen. Amen


Donnerstag, 22. Juli 2021

BUBEN 47 MARBELLA wir kommen: auf LOS geht's los

 
Ja, auf LOS geht's los -                     das heißt, während die Moa das schreibt, fragt sie sich bang: wie wird die arme Mama das schaffen, schon in wenigen Stunden zwei tief schlafende Buben auf die Beine zu stellen??? !! Spätestens um 3.oo früh müssen sie geweckt werden - weil um 3.30 das Taxi abfahrbereit vor der Haustüre wartet   -  START                                  in den SOMMER URLAUB 2021.        Das BESONDERE daran? Ach nein, nicht TROTZ Pandemie, von der wollen wir gar nicht reden:               aber zum dritten Mal geht es an einen Lieblings-Urlaubs-Ort von Mama und Papa - nach MARBELLA.                                                                                                                                            Im Sommer 2015
war das damals noch junge und (gerade noch) kinderlose Ehepaar das  erste Mal dort:
und doch schon mit dabei - allerdings erst im Bauch der Mama: der ARTHUR.                                         Im  Sommer 2018 waren sie dann schon ZU DRITT wieder in Marbella, weil sie sich dort so wohl gefühlt haben. Als stiller Gast war da allerdings schon der VIERTE dabei: der Damian, 2018 auch im Bauch der Mama, keine zwei Monate später kam der versteckte Urlaubsreisende dann in Wien zur Welt.                    ERINNERUNGEN hat der Damian wohl nicht gespeichert, aber der große Bruder, damals bald drei Jahre alt, ja der Arthur, der kann dem Knucka schon was erzählen. Was der wohl zu aller erst wissen will?                  "Arthur, wie schauts dort mit dem Eis aus ??!!" -                                                                                    wir wissen ja, der Damian/Knucka ist das, was man einen EIS-TIGER nennt.
 
In jeder Lebenslage (U Bahn!!) - und zu jeder Tageszeit                gehört  die Eistüte mit Mega Kugel einfach dazu.                  Und nicht einfach nur Mega Kugel:                                        Damian ist wählerisch. Es muss schon immer wieder auch ein anderer Geschmack sein!! Blau wie Kaugummi!!                 Grau gesprenkelt wie Mohn!                                                         Grün wie Pistazien!                                                                     Schoko, Vanille, Zitrone, Erdbeere, Cookie ...                      Also niemals würde der Damian ein Land betreten, in dem ihm nicht täglich eine neue Eiscreme Creation zur Verfügung steht.  Da kann der Arthur den Bruder völlig beruhigen.                    Eis gibt es in Marbella in Hülle und Fülle,                                 wobei der Arthur mehr als die Tüten die großen Eis-BECHER liebt. Mit vieeeeel Schlagobers natürlich.                                 Ja, damals 2018 noch wohl be - HÜTET von der Mama -           die auf Schritt und Tritt                                                              schon den künftigen Eis Tiger mit sich getragen hat ...

Ja, dieses Foto wird den Damian beruhigen: allem anderen sieht er gelassen entgegen. 


Palmen und Meer!!!!  Das kennt er.       War er im Mai doch gerade erst in Nizza und dort kein bißchen abgeschreckt vom damals noch saukalten Wasser. Damian und Arthur: sie haben es genossen!!                                               
Arthur hat in Wien auch schon den Schwimmkurs begonnen, war gleich bei den Fortgeschrittenen, 
weil er so unerschrocken war - wer weiß, vielleicht kommt er als Frei-Schwimmer aus Marbella zurück? 

Auf Wasser, Sand und Gatsch, ja darauf freuen sich Beide.
Die Mama jedenfalls kann sich jetzt schon darauf einstellen: 
DIESMAL gibt's  nicht mehr nur ZWEI
sondern 
VIER
panierte Buben Beine



Wie sehr wartet die Moa auf eine gute Ankunft der Vier in Marbella.

Der Mama wird es doch gelingen, diese zwei Tief-Schläfer zu wecken?


ABER DANN !!!













Fürbitten 23.7 Wie schaut es aus, MEIN Gottesbild?

 


23.7.2021 Ex.20.1 die 10 Gebote, ich bin der Herr dein Gott

Am Berg Sinai übergibt Jahwe Moses quasi den Vertrag, den er mit dem Volk Israel eingeht. Es sind die 10 Gebote, 10 Gesetze und schon im ersten Satz ist das Wesentliche enthalten: „Ich bin der Herr dein Gott …Du sollst keine anderen Götter neben mir haben….du sollst dir kein Bild von Gott machen“ Welches Gottesbild tragen wir in uns? Wir älteren haben noch viel vom strafenden und rächenden Gott gehört – obwohl Jesus ein ganz anderes Gottesbild vermittelt hat: er spricht vom liebenden Vater. Bitte wir heute:

 

sei uns kein Gott, der uns das Leben abschnürt

sei uns kein Gott, vor dem wir uns verbiegen müssen

 

sei uns kein Gott der Autoritäten und Hierarchien

sei uns kein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

 

sei uns kein Gott, der uns aufs Jenseits vertröstet

sei uns kein Gott hoch über uns und fern von uns

 

sei DU uns Gott, in dem wir all unsere Freude finden

sei DU uns Gott, der auch in Schmerz und Leid ganz bei uns ist

 

Sei DU uns Gott

In dem wir ohne Ängste lernen, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben

Sei DU uns Gott, mit dem wir uns in tiefer Einheit fühlen

 

Sei DU uns Gott

Zu dem alle unsere Wege führen

Sei DU uns Gott – immer DA , gegenwärtig in allem unserem Tun, in aller Sehnsucht

 

Ja, um das bitten wir: Gott sei uns nahe. So nahe, dass alles Unvollkommene in uns verwandelt wird in Deiner Liebe – auf dich vertrauen wir, in dir leben wir, mit dir lieben wir. Heute und in alle Ewigkeit. Amen


Mittwoch, 21. Juli 2021

Fürbitten 22.7. Maria Magdalena: auch die Liebe darf nicht festhalten


 

22.7.2021 Gedenktag Maria Magdalena Joh.20.1 „Halte mich nicht fest“   

In Literatur und bildender Kunst ist Maria Magdalena ein Symbol, eine Metapher für die "große Liebende". Maria Magdalena war für Jesus ein ganz besonderer Mensch. Sie wird an erster Stelle der Frauen genannt, die Jesus geheilt hat und die ihn dann begleiten und unterstützen. Dass Magdalena die große Sünderin war, als die sie in der Kunst dargestellt wird, ist nicht bewiesen. Sicher ist: Maria Magdalena war bis zuletzt an der Seite Jesu, sie harrte beim Kreuz aus, sie war dabei, als man Jesus begraben hat. Maria Magdalena ist die Erste, die Jesus nach seiner Auferstehung sehen darf. Es ist eine Szene voll Zärtlichkeit und Liebe. Und doch sagt Jesus zu ihr:  „Maria, halte mich nicht fest“. Wie schwer ist es, nicht festhalten zu dürfen, was man so sehr liebt! Sind wir nicht auch immer wieder in einer ähnlichen Situation. Man will festhalten, man will, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Bitten wir heute

 

Lass uns erkennen, wenn die Zeit gekommen ist, auch in der Liebe loszulassen

lass uns nicht Besitz ergreifen von Menschen, die wir lieben

 

lass uns aufhören, so vieles und auch Menschen „festhalten“ zu wollen

lass, dass wir uns nicht an das klammern, „was einmal so schön war“

 

lass uns Vertrautes loslassen, damit wir Neuem begegnen können

gib uns Vertrauen in unsere leeren Hände

 

Lass uns spüren, wonach wir Sehnsucht haben, Lass uns mit ‚Leib und Seele nach Liebe suchen, ganz gleich wie alt wir sind

 

Gib unserer Liebe die Kraft, auch in schwierigen Situationen und in schweren Zeiten

stand zu halten, gib uns eine Liebe, die letztlich stärker ist „als der Tod“

 

Maria Magdalena ist zum Symbol für eine Frau geworden, die leidenschaftlich liebt. Schenke uns allen, auch den Männern, diese Fähigkeit zu Hingabe und Selbstvergessenheit

 

Du guter Gott, in Deiner Liebe finden wir das Abbild all dessen, was wir ersehnen. So oft sind wir innerlich wie ausgetrocknet, wie abgestorben – lass, dass wir einander die Liebe geben, die jeder von uns so sehr braucht. Lass uns lieben wie Maria Magdalena geliebt hat.Amen


Dienstag, 20. Juli 2021

Fürbitten 21.7. nicht murren .... GEDULD

 21.7.2021 Ex.14,5   das Volk murrt

Auch DAS kennen wir nur zu gut: zunächst ist man voll Begeisterung und aufgeschlossen für eine neue Wende im Leben: aber plötzlich läuft es nicht mehr so perfekt, wie man sich das gewünscht hat. Das setzt das große Murren ein. Genau schildert die Lesung heute das Verhalten der Israeliten nach ihrem geglückten Auszug aus Ägypten. Zuerst große Begeisterung, aber als im Alltag die ersten Schwierigkeiten auftauchen, wendet sich die Stimmung. Nun machen sie Moses Vorwürfe, werfen ihm vor, dass er sie in dieses Elend geführt hat. Wieder einmal wendet Jahwe alles zum Guten, aber er wird auch sagen: „sie sind ein störrisches Volk“. Denken wir heute an all das, was auch uns immer wieder „murren“ lässt und bitten wir

 

hab Geduld mit uns

wenn wir manchmal verklärend mehr zurückschauen als nach vorne

wenn wir den guten Zeiten nachtrauern, statt uns Neues zumuten

 

hab Geduld mit uns

wenn wir die Geduld verlieren, weil manches nicht so perfekt läuft

wie wir es geplant haben und es uns wünschen

 

hab Geduld mit uns

wenn uns die Geduld mit unseren Mitmenschen ausgeht

weil wir glauben, dass sie uns nicht verstehen wollen oder verstehen können

 

hab Geduld mit uns

weil wir oft hartherzig sind, weil wir nicht vergeben können,

weil wir nachtragend sind, weil wir immer wieder lieblos handeln

 

hab Geduld mit uns

wenn uns die Selbstzufriedenheit einschläfert,

wenn du die Selbstgefälligkeit merkst, mit der wir uns belügen

 

hab Geduld mit uns

wenn wir in Krankheit und Krisen die Zuversicht verlieren

wenn wir mutlos sind und verzagt

 

hab Geduld mit uns

dass wir auch all die dunklen Seiten unseres Lebens aushalten

und in dein gutes Licht halten können

 

Du guter Gott, um dies alles bitten wir im Namen Jesus, mit dem wir den Weg unseres Lebens gehen wollen. Amen

 

 

 

 

 

 

 

 

21.7.2021 Ex.14,5   Volk murrt

 

Auch DAS kennen wir: zunächst ist man voll Begeisterung und aufgeschlossen für eine neue Wende im Leben: aber plötzlich läuft es nicht mehr so perfekt, wie man sich das gewünscht hat. Das setzt das große Murren ein. Genau schildert die Lesung heute das Verhalten der Israeliten nach ihrem geglückten Auszug aus Ägypten. Zuerst große Begeisterung, aber als im Alltag die ersten Schwierigkeiten auftauchen, wendet sich die Stimmung. Nun machen sie Moses Vorwürfe, werfen ihm vor, dass er sie in dieses Elend geführt hat. Wieder einmal wendet Jahwe alles zum Guten, aber er wird auch sagen: „sie sind ein störrisches Volk“. Denken wir heute an all das, was auch uns immer wieder „murren“ lässt und bitten wir

 

hab Geduld mit uns

wenn wir manchmal verklärend mehr zurückschauen als nach vorne

wenn wir den guten Zeiten nachtrauern, statt uns Neues zumuten

 

hab Geduld mit uns

wenn wir die Geduld verlieren, weil manches nicht so perfekt läuft

wie wir es geplant haben und es uns wünschen

 

hab Geduld mit uns

wenn uns die Geduld mit unseren Mitmenschen ausgeht

weil wir glauben, dass sie uns nicht verstehen wollen oder verstehen können

 

hab Geduld mit uns

weil wir oft hartherzig sind, weil wir nicht vergeben können,

weil wir nachtragend sind, weil wir immer wieder lieblos handeln

 

hab Geduld mit uns

wenn uns die Selbstzufriedenheit einschläfert,

wenn du die Selbstgefälligkeit merkst, mit der wir uns belügen

 

hab Geduld mit uns

wenn wir in Krankheit und Krisen die Zuversicht verlieren

wenn wir mutlos sind und verzagt

 

hab Geduld mit uns

dass wir auch all die dunklen Seiten unseres Lebens aushalten

und in dein gutes Licht halten können

 

 

 

Du guter Gott, um dies alles bitten wir im Namen Jesus, mit dem wir den Weg unseres Lebens gehen wollen. Amen

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 19. Juli 2021

Fürbitten 20.7. WARUM ??? es gibt so viele Fragen ohne Antwort



20.7.2021  Durchzug durch das Rote Meer Ex.14.21

Diese Geschichte kennen fast alle. Auf der Flucht vor den Ägyptern ziehen die Israeliten mit Hilfe des Moses trockenen Fußes mitten durch das Rote Meer. Als sie am rettenden Ufer sind, schlagen die Wellen wieder zusammen und das ganze ägyptische Herr wird vernichtet und geht in den Fluten unter. Gott errettet SEIN Volk – das feiern die Juden bis heute alljährlich in ihrem Pascha-Fest. Und doch ist diese Geschichte zwiespältig: Wie kann Gott Tod und Verderben über andere Menschen bringen? Und: Wo war Gott im Holocaust, warum hat er sein  jüdisches Volk nicht vor den Nazimördern beschützen können? WO ist Gott heute, in so vielem Unrecht und Leid? Es gibt keine Antwort, es gibt immer nur unser Vertrauen – trotz allem. So bitten wir

 

Wir sind so hilflos Gott –

Wir bitten für all die Menschen, die in den letzten Tagen von den schweren Unwettern heimgesucht worden sind, für alle, die dabei ihr Leben so unvorbereitet verloren haben                                             Gott erbarme dich


Wir sind so hilflos Gott –

Die Unsicherheit der Pandemie belastet Menschen weltweit, in vielen Ländern gibt es nicht einmal noch genug Impfstoff


Wir sind so hilflos Gott –

Sieh auf die Menschen, die auf der Flucht sind, sieh auf die Menschen, die sich ein besseres Leben ersehnen – sieh auf uns, dass wir vor ihrer Not nicht versagen

 

 

Wir sind so hilflos Gott –

So viel Armut, so viel Krankheit, so viele Ungerechtigkeiten                                                               Auch in unserem kleinen täglichen Leben, immer wieder Sorgen und Unsicherheit

 

 

Wir sind so hilflos Gott –

Wir bringen unsere Bitten zu dir, die Bitte um Frieden und Versöhnung weltweit  , die Bitten um ein Ende von Gewalt, Krieg und Terror

 

Wir sind so hilflos Gott - und doch brauchen wir Freude und Dankbarkeit für unser Leben. Lass uns im Vertrauen und in der Hoffnung leben, dass du uns zur Seite stehst, wo auch immer wir sind. Amen

 

PS.  zur Vernichtung der Ägypter in diesem Bericht aus dem Buch Exodus:

in einem Midrasch, einer der Auslegungen religiöser Texte im rabbinischen Judentum gibt es eine berührende Geschichte. Im Himmel, so heißt es, jubilieren die Engel über den Tod der ägyptischen Feinde. Aber Gott verbietet jeden Jubel:                                                                                               "Wie könnt ihr euch freuen", sagt Jahwe zu den Engeln,                                                                          "sie alle sind doch meine Kinder".                                                                                                          Und Gott weinte über die toten Ägypter....heißt es  

Das ist der Blick Gottes auf die, die wir Feinde nennen - das dürfen wir nie vergessen

immer wieder einen neuen Blick wagen



 „Ich muss loslassen, woran ich mich geklammert hatte.                                                                               Solange ich diese Tatsache als Verlust für mich auffasse bin ich unglücklich.                                             Aber sobald ich sie unter dem Aspekt betrachte, das Leben im Loslassen und im Tod befreit wird,  kommt ein tiefer Friede über mich“    Rabindranath Tagore


"Wenn du loslässt hast du zwei Hände frei"    chinesisches Sprichwort


 „Umarme deine Wut“            Zenmeister Thich Nhat Hanh

 

Manche Menschen sind nur Intervalle und Pausen in der                                                                   Symphonie des wirklichen Lebens   Nietzsche

 

„Wenn DANKE das einzige Gebet ist,

das du in deinem ganzen Leben sagst, ist:

das würde genügen“ Meister Eckhart


„Wirf das Missvergnügen über dein Wesen ab!

Verzeihe dir dein eigenes Ich“ Nietzsche          

 

"Verantwortlich
ist man nicht nur für das, was man tut,
sondern auch für das, was man unterlässt" Laotse

 

„Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
soll man nicht auch noch den Kopf hängen lassen“. Walter Matthau


" alles.
es ist alles zum letzten Mal,
wenn wir das einsehen würden,
ginge uns die Liebe auf." Ilse Aichinger


"..erwarte dir keinen Weg ohne Hindernisse.
verwandle dein Leiden in dein Heilmittel
nutze den Sturm zu deiner Befreiung"  Zen Meister

 

"Ich bin ein Clown.  Ich sammle Augenblicke" Heinrich Böll    




 


Sonntag, 18. Juli 2021

Fürbitten 19.7 Ausschau nach NEUEM

 


19.7.2021 Ex.14. 5 Auszug aus Ägypten

 

In der ersten Lesung hören wir heute einen Text, den wir nur zu gut aus der Osternacht kennen. Die Israeliten brechen aus der Gefangenschaft in Ägypten auf. Moses verspricht, sie in das „gelobte Land“ zu führen. Sie wollen nicht mehr länger Sklaven im Land der Ägypter sein. Das ist ein magischer Moment. Wenn man Altes hinter sich lässt, wenn man sich auf ganz Neues einlässt. Noch ist man voll Begeisterung, die Mühen der Ebene kommen aber erst. Auch uns, in unserem kleinen Alltag geht es nicht anders. Bitten wir heute am Anfang dieser neuen Woche

 Dass wir erkennen, wann wir Altes hinter uns lassen sollen

Dass wir das Neue erkennen, auf das wir uns einlassen sollen

dass wir uns Vieles zutrauen, und doch nüchtern und realistisch bleibe 

Dass die Begeisterung für den Neu-Anfang anhält

dass wir aber auch Rückschläge und Stillstand aushalte

dass wir für unsere Vorhaben und Pläne einen langen Atem haben

dass wir auch auf die Kraft der Gemeinschaft vertrauen

dass wir immer wieder Neues in den Blick nehmen und Altes doch auch bewahren

 

So bitten wir, guter Gott, seit mit uns, wenn wir uns auch heute wieder auf den Weg machen. Auf einen Weg, von dem wir oft nicht wissen, wohin er uns führen wird. Wir gehen mit Jesus. Amen

 


Samstag, 17. Juli 2021

Fürbitten Sonntag 18.7 MIT-LEIDEN. MIT-FÜHLEN, wenigstens das

 


18.7.2021 Mk.6.30 er hatte Mitleid mit ihnen

Eigentlich will sich Jesus nach langen Gesprächen mit den Aposteln ausruhen, sie ziehen sich gemeinsam an einen ruhigen Ort zurück, aber dann, so heißt es, sah Jesus die vielen Menschen, die auch dort Hilfe von ihm erwarteten – und "Er hatte Mitleid mit ihnen", heißt am Ende des Evangeliums. Jesus schickt die Menschen nicht weg, er verzichtet auf sein Bedürfnis nach Ruhe. Das ist es, was das Leben Jesu ausmacht: das Mit-leiden, das mit-fühlen, das mit den Menschen Mensch sein  ...  bitten wir heute

 

Dass auch wir mit-fühlende Menschen sind

Für unsere Familie, für unsere Freunde, für die Kollegen am Arbeitsplatz, für alle,

denen wir heute begegnen werden

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind

Mit den vielen bedürftigen Menschen mitten unter uns, mit all denen, die sich im Leben schwertun und

 nicht mehr Schritt halten können

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind

Gerade auch in dieser Zeit der Pandemie, Dass wir aufeinander Rücksicht nehmen

Dass wir notwendige Einschränkungen hinnehmen und akzeptieren

 

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind

Dass wir auf unsere Umwelt achten, dass wir nachhaltig denken, dass wir bescheiden leben, dass wir

 uns für eine gerechte Entwicklung unserer Welt engagieren

 

dass wir mit-fühlende Menschen sind

mit-fühlend und liebevoll auch mit uns selbst, dass wir mit uns selbst und unseren Schwächen Geduld

 haben, dass wir uns selbst Fehler nachsehen, dass wir uns geborgen wissen, in der Güte Gottes

 

 

bitten wir in diesen Tagen ganz besonders für die Menschen in den Katastrophengebieten in Deutschland , - Du guter Gott: Lass uns Menschen sein, die Sorgen mittragen, wo immer es möglich ist. Leid und Tod können wir nicht besiegen, aber wenigstens Lieb-losigkeit und die Gleichgültigkeit, darum bitten wir im Namen Jesu Amen



immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

„Jedenfalls ist es besser,

ein eckiges Etwas zu sein,

als ein rundes Nichts.“ Friedrich Hebbel

 

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn..." Rilke,Stundenbuch


"Man muss lange leben, um ein Mensch zu werden."
Antoine de Saint-Exupéry

  

"Geduld ist das schwerste und das einzige,
was lernen sich lohnt.
alle Natur, alles Wachstum,
...aller Friede, alles Gedeihen und
Schöne in der Welt beruht auf Geduld,
braucht Zeit, braucht Stille,
braucht Vertrauen"  Hermann Hesse


"Man muss es schaffen mit der Situation so umzugehen, dass sie einen nicht verzweifeln lässt. Und dann ist plötzlich wieder Glück möglich - mitten in der Katastrophe. Es ist erstaunlich, wie viel man in der Dunkelheit sieht, wenn man in ihr ist" Arno Geiger

 

Count your gains Instead of your losses,

Count your joys Instead of your woes,

Count your friends Instead of your foes,

Count your smiles Instead of your tears,

Count your courage Instead of your fears,

Count your health Instead of your wealth,

Count your blessings instead of your crosses..

 

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im nächsten Leben
würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben. Ich würde mehr riskieren,
würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen...." Jorge Luis Borges

 

„Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“   Dalai Lama


"Du kannst nicht die eine Hälfte eines Huhnes zum Kochen
und die andere zum Eierlegen nehmen." persische Weisheit

 

„Jeder Mensch sollte einen nicht zu kleinen Friedhof besitzen                                                                auf dem er die Fehler seiner Freunde begräbt"                                                                                  Henry Ward Beecher,  US Priester u Aktivist gegen Todesstrafe

 

„Jeder, der dich ärgert                                                                                                                          besiegt dich“ Rabbi Charles Klein





Freitag, 16. Juli 2021

Fürbitten 17.7. am Ende einer Woche

 


17.7. 2021  eine  BILANZ? 

Und schon wieder geht eine Woche zu Ende, für so manchen ist es eine Urlaubswoche. Sollen wir noch einmal Bilanz ziehen – oder lieber nur nach vorne schauen? Bitten wir, dass wir uns nicht "ausgebrannt" fühlen, sondern zuversichtlich und dankbar. Bitten wir

Dass wir sehen können, wieviel Grund zur Dankbarkeit es immer wieder gibt, auch wenn es oft nur Kleinigkeiten sind

Dass wir zufrieden sein können, weil uns viel Gutes gelungen ist

Dass wir stärker geworden sind, weil wir auch Schwierigkeiten bewältigt haben

Dass wir uns von Sorgen nicht niederdrücken lassen

Dass wir uns immer besser auf Neues und neue Herausforderungen einstellen können

Dass wir versöhnt mit allem abschließen können, was nicht so zufriedenstellend verlaufen is

Dass alle Kranken Kraft und Zuversicht schöpfen können, und auch all die, die für sie verantwortlich sind

Dass unsere Kinder diese Sommer-und Urlaubswochen genug Freiraum zum Entfalten haben

Dass es uns gelingt, an unseren freien Tagen wirklich neu Kraft und Freude zu tanken


Guter Gott, so danken wir für die Woche, die hinter uns liegt und legen jeden neuen Tag in deine Hand. Im Vertrauen auf Jesus, Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Du bist mit einem kleinen Funken Wahnsinn gesegnet.

Du darfst ihn nicht verlieren“ Robin Williams

 

"Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben..

In ihm liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,

die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat

Das Gestern ist nichts als ein Traum 

und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch, recht gelebt, - 

macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück

und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag." aus dem Sanskrit

 

„Ja, die Liebe ist eine wahre Zauberin.

Sobald man liebt, wird das, was man liebt, schön.

Wie lässt sich nur erreichen, dass man liebt, alles liebt?“    Leo Tolstoi

  

„Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen

können, wie er ist. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der

Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen

in allen seinen möglichen Entfaltungen.“ Max Frisch

 

"Wenn du dich in Gefahr glaubst, an einem Menschen zugrunde zu gehen, so rechne es ihm nicht gleich als Schuld an, sondern frage dich vorerst, wie lange du schon nach solch einem Menschen gesucht hast." Schnitzler

 

"Wirklich innovativ ist man nur dann,
wenn etwas danebengeht." Woody Allen

 

"Die eigentliche Freude meines Lebens waren intensive Erwartungen". Heimito von Doderer


"Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre".  Karl Kraus


Hier ist ein Test, ob dein Auftrag in der Welt erfüllt ist: ............                                                                          ....       wenn du noch am Leben bist, ist er es nicht.“ Lauren Bacall

 

„Du fragst: Werde ich verstanden, werde ich geliebt,
werde ich loyal behandelt?
Frag HEUTE: Verstehe ich die anderen?
liebe ich? handle ich loyal gegen andere?" C.G.Jung

 

„Das Ziel allen Lebens soll sein, dass der Mensch von der Ge-bundenheit

zur Ver-bundenheit komme.“ Martin Buber

 

"Jede Stunde
ist meine Stunde
Staunen" Rose Ausländer

 


Donnerstag, 15. Juli 2021

Fürbitten 16.7. FREIHEIT - dazu braucht es auch MUT

 


16.7.2021  Der Weg in die Freiheit Ex.11.10   

Die heutige Leung aus dem Buch Exodus ist für Juden und Christen eine entscheidende Erzählung. Sie ist das Zentrum des jüdischen Pessach-Festes – und sie ist ein Schwerpunkt im christlichen Osterfest. Das jüdische Volk in der ägyptischen Gefangenschaft bereitet sich – mit Hilfe Jahwes – auf den Weg in die Freiheit vor. Ein Bild auch für unseren Weg – der uns aus vielem, was uns gefangen hält, in die Freiheit führen soll. Von dieser Freiheit spricht Jesus im Evangelium – und auch davon, dass Gott Barmherzigkeit will, keine blutigen Opfer mehr. Bitten wir um diesen Weg in die Freiheit der Kinder Gottes

Dass wir uns prinzipiell nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern dass wir immer wieder im Alltag den Mut zu einer eigenen Entscheidung haben

Dass wir aus freien Stücken tun. was wir tun – und nicht weil wir Normen und Erwartungshaltungen anderer erfüllen müssen

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, uns von alten Mustern und Verhaltensweisen zu verabschieden

Dass uns gerade die Liebe dafür freimacht, zu uns selbst zu stehen

Dass uns die Liebe fähig macht, auch anderen ihre Freiheit zu geben

Bitten wir, dass auch unsere kirchlichen Vorschriften Menschen Mut und Vertrauen für ihr selbst gewähltes Leben geben, denn „zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus

dass wir selbst in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten,

Und bitten wir für uns Christen, dass wir nie die jüdischen Wurzeln unseres Glaubens vergessen 

 

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen, dass DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen