Seiten

Dienstag, 10. November 2020

Fürbitten 11.11 TEILEN macht warm ums Herz

 


11.11.2020 Hl.Martin  Die Geschichte vom "Teilen"

Es sind die Kindergartenkinder, die diesen Tag besonders lieben. Es ist das Fest des heiligen Martin – und gefeiert wird es traditionell mit einem Laternenumzug. Heuer allerdings, wegen Corona, wird diese Lichterprozession wohl kaum wo stattfinden. Aber das „leuchtende Vorbild“ des heiligen Martin, das soll man trotzdem bedenken – auch wir Erwachsene.  Die Legende erzählt ja vom TEILEN – für einen Bettler zerreißt Martin seinen Soldatenmantel, er TEILT ihn, um diesem Mann etwas Wärmendes zu geben.  Im Grund hat wohl jeder von uns die Erfahrung gemacht, dass Teilen einem selbst guttut, dass es froh macht. Und trotzdem sind wir immer wieder knausrig. Oft weniger mit Geld als mit unserer Zuwendung. Denken wir auch an den Satz von Erich Kästner : Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Bitten wir heute


Dass wir großzügig sind – gerade in dieser Zeit, wo andere extra finanzielle Hilfe brauchen                Dass wir aber auch großzügig sind - mit der Zeit und der Zuwendung, die wir anderen geben

Dass wir großzügig sind - mit der Geduld, die wir immer wieder brauchen,                                           Geduld für andere, Geduld mit uns selbst

Dass wir großzügig sind - mit dem Vertrauen, das wir einander schenken                                           Dass wir großzügig sind - mit dem „einander-gut-tun“ und verzeihen können

Dass wir großzügig sind- mit der Kraft, die wir in unseren Alltag investieren                                     Dass wir großzügig sind- mit der Freude, die wir weiter geben wollen

Dass wir großzügig sind mit dem Humor, an den Tagen, wo manches nicht so gut läuft                         Dass wir großzügig sind - mit der Liebe, auch für uns selbst

 

Du guter Gott. Du willst ALLES – und Du willst, dass wir ALLES von Dir erwarten. Nimm uns die Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Schenk uns ein weites Herz, dass wir sehen, was andere brauchen und dass wir bereit sind, zu geben, was wir geben können. So wie Jesus gelebt hat, unser Bruder, in seinem Namen bitten wir dich, Amen


TEILEN - schon Kleines hilft


Eine Bitte der CARITAS:    Wir brauchen dich. Schon mit ganz kleinen Beträgen kannst du einfach und unkompliziert helfen. Wie das geht? Bis 23.11. findest du bei BILLA, BIPA, Merkur und Penny Markt Österreich am Ende deines Kassabons einen Strichcode. Damit ist die super schnelle Aktivierung zum dauerhaften Aufrunden möglich. Lass den Strichcode gemeinsam mit deiner jö Bonus Club-Karte an der Kassa scannen und schon gehörst du zur großen Familie der dauerhaften AufrunderInnen in Österreich!*

Mit wenigen Cents von vielen Einzelnen ist Großes möglich. Bitte halten wir zusammen. Bitte mach mit, damit wir auch weiterhin Menschen in Not in Österreich helfen können. Gerade jetzt im Winter und in Zeiten der Pandemie. Probiers gleich beim nächsten Einkauf aus!

Montag, 9. November 2020

Fürbitten 10.11 NIE MEHR WIEDER - Gedenken an die November Pogrome 1938


   
                        Kranzniederlegung beim Mahnmal für die jüdischen Opfer der Schoah                            
auf dem Judenplatz in Wien


10/11.November 1938  brennender Tempel in der Tempelgasse in Wien

                     10. November 2020 Die Pogromnacht –

Diese Nacht vom 9.auf den 10.November ist für uns Österreicher, Deutsche und Europäer ein besonderes Datum. In der Nacht vom 9.auf den 10 November 1938 haben in ganz Österreich und Deutschland die Synagogen gebrannt, wurden fast alle jüdischen Bethäuser zerstört. Allein in Wien waren es 42 Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört und geplündert, jüdische Männer und Frauen misshandelt. Tausende wurden in Konzentrationslager gebracht. Hunderte wurden schon in diesen Novembertagen ermordet. Hass, Gier, Neid und Rassenhass haben diesen Ausbruch an Gewalt möglich gemacht. Es war der Auftakt zum Holocaust. Bitten wir

für alle die DAMALS schuldig geworden sind, für die Täter und die Mitläufer, die Feiglinge und die Denunzianten – bitten wir als Christen um Verzeihung für christlich motivierten Antisemitismus

für alle, die auch HEUTE noch rechtsradikale Ideologie verbreiten wollen, die weiter Hass und Diskriminierung Andersdenkender und Andersgläubiger schüren

Vor genau einer Woche haben wir den Terroranschlag in Wien erlebt, der Angriff hat wohl auch der jüdischen Synagoge gegolten - bitten wir, dass wir selbst wachsam bleiben gegenüber Strömungen und politischen Entwicklungen, in denen Menschen ihr Lebensrecht abgesprochen wird.

Bitten wir, dass Vertrauen wachsen kann zwischen den Religionsgemeinschaften von Juden, Christen und Muslimen, dass sie sich einig wissen, im gemeinsamen Bekenntnis zu Respekt und Toleranz

bitten wir für unsere jüdischen Mitbürger, für die jüdischen Gemeinden in aller Welt                                        Für den Staat Israel, aber auch für seine Bewohner und Nachbarn, dass sie zu einem Leben im Frieden finden

In der Nacht vom 9. auf den 10.November 1989 fiel in Berlin die Mauer, die ein Symbol des Kalten Krieges in Europa war. Bitten wir um Frieden für unsere Länder, um ein Denken in Gemeinsamkeiten, dass wir uns nicht abschotten gegenüber der Not Anderer, die bessere Lebensverhältnisse suchen


So bitten wir in aller Hilflosigkeit und in allem großen Bemühen, im Namen Jesu Amen

Sonntag, 8. November 2020

Fürbitten 9.11 Kirche in der Gesellschaft

 

                                                                 Lateranbasilika Rom

9.11.2020 Weihetag der Lateranbasilika

Es mag etwas verstaubt anmuten, wenn heute in der Kirche das Fest einer Basilika gefeiert wird, die schon im Jahr 324 nach Christus geweiht wurde. Die Lateranbasilika ist die älteste Papstkirche, sie führt den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“ und wurde von Kaiser Konstantin errichtet. Er verfügte Religionsfreiheit im ganzen Reich und unter seiner Herrschaft wurde das Christentum die privilegierte Religion. Eine einschneidende Zäsur für die Christengemeinden, die zuvor unter Verfolgungen gelitten hatten. Die durch Brand, Erdbeben und Plünderungen heimgesuchte Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert. und schließlich der 9. November als Kirchweihtag der Basilika festgelegt. Bitte wir heute

Dass wir Christen dankbar sind, wenn wir in Ländern wohnen, wo unsere Religion anerkannt und geachtet ist und bitten wir für all die Christen, die in vielen Teilen der Welt nach wie vor unter Verfolgung leiden

Dass wir uns als Christen mitverantwortlich fühlen für eine Wertschätzung anderer Religionen, dass wir Menschen anderer Glaubensgemeinschaften selbstverständlich respektieren und gegen diskriminierende Angriffe schützen

Dass wir uns als Christen in Österreich auch nach dem Terroranschlag vor einer Woche um ein Klima der Toleranz und der Beruhigung bemühen

Bitten wir für die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika: dass die Amtsübergabe an den neuen Präsidenten in einer ruhigen Atmosphäre möglich ist

Bitten wir für die angespannte Situation in der Corona Pandemie: dass die Menschen nicht die Geduld verlieren und sich bemühen, ihren Teil zur Eindämmung beizutragen

und bitten wir für unsere Kirche, dass sie weltweit ihren Beitrag zum Frieden leisten kann, nicht zuletzt durch unser inständiges Bitten und Beten für die Nöte dieser Welt

so bitten wir im Namen Jesu Amen

Samstag, 7. November 2020

Fürbitten Sonntag 8.11 REICHT DIE HOFFNUNG?

 


Fürbitten 8.11. Haben wir genug Hoffnung in uns? 

Mit schwerem Herzen gehen wohl viele von uns in diese neue Woche. Noch stehen wir unter Schock nach dem Terror - Anschlag in Wien.  Die Sorge vor einem härten Lockdown nimmt angesichts immer mehr steigender Corona Zahlen zu und nicht zuletzt wirkt die Situation in den USA bedrückend. Auch wenn John Biden nun die nötigen Wahlmännerstimmen für das Präsidentenamt hat: wie wird es weiter gehen, das Land ist tief gespalten.                                     Im Evangelium hören wir das Gleichnis von den 5 klugen und von den 5 unachtsamen Mädchen – sie sollen mit ihren Laternen bei einem Hochzeitsfest leuchten. Aber als es endlich so weit ist, haben nur die 5 klugen genug Öl in ihren Lampen. Haben WIR genug Hoffnung in uns, um vertrauensvoll auf eine wieder entspanntere Zeit zu warten? 


Bitten wir für die schuldlosen Todesopfer an diesem Abend, bitten wir für ihre Familien und Freunde, bitten wir für die Verletzten und alle, die noch lange von den Ereignissen an diesem Abend traumatisiert sein werden

Bitten wir dennoch auch für den Täter, auch er hat eine Familie, bitten wir für all die aufgehetzten und fehlgeleiteten  jungen Menschen, die wir als „Gefährder“ fürchten – auch wenn uns alles Beten für sie sinnlos scheint, tun wir es dennoch

Bitten wir für die Einsatzkräfte an diesem Terrorabend – aber auch für all die, die nun auch wieder in den Spitälern und Altersheimen mit den Auswirkungen der Corona Pandemie fertig werden müssen

Bitten wir für die einzelnen Menschen in unserem Land, dass wir uns alle nach Kräften bemühen, zu einer Eindämmung der Pandemie beizutragen. Dass wir uns wirklich füreinander verantwortlich fühlen

Bitten wir für die Situation in den USA. Auch wenn  nun feststeht, dass John Biden die nötigen Wahlmännerstimmen hat, wird es womöglich noch Wochen dauern, bis sich die Lage konsolidiert hat.  Bitten wir für alle, die politisch Verantwortung tragen, dass sie der auch gerecht werden.

Bitten wir für uns selbst, dass wir genug Hoffnung und Vertrauen haben, damit wir nicht übersehen, was dennoch jeder Tag an Freude und Dankbarkeit mit sich bringt

 

So bitten wir im Namen Jesu Amen




Donnerstag, 5. November 2020

Fürbitten 6.11 Was G'scheites anfangen mit dem Geld (so man es hat!!!)

 


6.11.2020 Lk.16.1  Der untreue Verwalter     Das "ungerechte" Geld - es nützlich machen

Im Evangelium erzählt Jesus heute eine Geschichte, in der er einen Betrüger als kluges Vorbild hinstellt. Nicht gerade politisch korrekt würden wir heute sagen. Worum geht es? Ein Verwalter muss damit rechnen, dass er demnächst wegen Veruntreuung seinen Job verliert. Was tut er? Wenn er schon gefeuert wird, will er sich wenigstens mit den Schuldnern seines Chefs gut stellen, vielleicht können die ihm ja nach seinem Hinauswurf nützlich sein. Also korrigiert der Mann die Schuldscheine der Klienten nach unten. Sein Chef hat den Schaden, er vielleicht einen Nutzen. Soll das ein Vorbild sein? Was will Jesus mit so einem Gleichnis sagen? Auf der einen Seite geht es um Betrug – auf der anderen Seite könnte es vielleicht auch heißen: Du sollst natürlich nicht betrügen, aber mach doch etwas Vernünftiges mit deinem Geld. Tu was Gutes, vielleicht kommt es auch dir zu Gute. So bitten wir:

Dass wir dankbar sind, wenn wir von dem, was wir selbst mehr als genug haben, anderen etwas abgeben dürfen

Dass wir Hilfesuchende nicht als Bedrohung empfinden, sondern als eine Chance für uns,                  mit unserem Geld Gutes zu tun

Dass wir anständig und korrekt bleiben, wenn es um Geld und Vermögen geht                                        bitten wir dabei auch für Papst Franziskus und sein Bemühen um saubere vatikanische Geldgeschäfte

bitten wir, dass wir niemand übervorteilen und niemand ausbeuten, indem wir das Billigste suchen      Dass wir bescheiden leben, aber keine rastlosen Schnäppchenjäger sind

Dass wir uns im Zweifel für das „Weniger“ oder den „Verzicht“ entscheiden                                          Dass wir uns aber auch nicht kranksparen und kleinlich sind

Dass wir Geld als etwas ansehen, mit dem man Gutes tun kann, Anderen –                                              aber  auch sich selbst –

Bitten wir für das soziale Klima in unserem Land, dass gerade in dieser angespannten Zeit der Pandemie auf die Schwachen und Schwächsten der Gesellschaft besonders geachtet wird.

Du guter Gott, lass uns die richtige Einstellung finden zwischen dem, was wir selbst zum Leben brauchen und dem, womit wir Anderen im Leben dienen können. Darum bitten wir im Namen Jesu, der sein Leben mit uns teilt . Amen



HOFFEN .....

 




Mittwoch, 4. November 2020

Fürbitten 5.11 Ist Gott uns wirklich nahe?

 

5.11.2020 Lk.15.1 wenn einer 100 Schafe hat 

Wenn Schlimmes passiert ist und man noch die Nachwirkungen einer Katastrophe spürt – wie die des Terroranschlags vom Montag Abend – dann fällt es schwer, an die Güte und Nähe Gottes zu glauben. Immer drängt sich ein „Warum“ auf, auf das es keine wirklich richtige Antwort gibt. Im Evangelium gibt es heute ein berühmtes Jesus Zitat: „Wenn jemand 100 Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die 99 in den Bergen zurück und geht und sucht das verirrte Schaf?“  Kein Aufwand ist dem Hirten zu groß, um das EINE verloren gegangen Schaf wieder zu finden. Ein Gleichnis, mit dem Jesus sagen will: Kein Aufwand ist Gott zu groß, um sich um uns zu kümmern… um uns zu finden, um uns nach Hause zu holen. Aber auch wir selbst sollen wie gute Hirten sein, so bitten wir

dass wir alle Mühe auf uns nehmen, und auch schwierigen Menschen nachgehen

dass wir niemand als „hoffnungslos“ abschreiben

dass wir immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen geben

dass wir Geduld, Geduld, Geduld haben

dass wir aber auch Geduld mit uns selbst haben,

dass auch wir uns '“finden“ lassen, wenn wir uns verrannt haben

dass wir in der Gewissheit leben, dass Gott uns immer – von überall her - heimholen wird, wenn wir es nur wollen

dass wir nach vorne schauen können und nicht in alten Wunden wühlen

und hören wir nicht auf um Versöhnung und Frieden zu bitten und um Hilfe und Beistand für all die Menschen, die aus der Sicherheit ihres Lebens gerissen worden sind 

Du guter Gott, wenn du wie ein Hirte dem kleinsten verlorenen Schaf nachgehst – dann sei an der Seite aller, die ratlos nach deiner Nähe fragen. So bitten wir im Namen Jesu, Amen. Amen


WIR DENKEN AN DIE OPFER VON TERROR UND GEWALT

 


Dienstag, 3. November 2020

Ur-Wienerisch: WIR ALLE GEMEINSAM - auch eine Art Fürbitten

 


"Schleich di, du ...." 

Ein Mann rief das gestern Abend  spontan und fassungslos aus dem Fenster seines Hauses in der Wiener Innenstadt, als er den Attentäter vorbeilaufen sah.

Nehmen wir diese ur-wienerische Reaktion an Stelle von Gefühlen wie Hass und Vergeltung.

Kein Hass gegen Muslime in unserem Land. Hier geht es nicht um Religion - 

All unser Mitgefühl und unser Beten die gehört den Opfern des Anschlags und  ihren schwer geschockten Angehörigen - gehört allen, die traumatisiert sind von diesen alptraumhaften  Stunden gestern Abend und Nacht in der Wiener Innenstadt. Bitten wir für sie

Bitten wir für die noch schwer Verletzten und für die anderen Menschen, die noch in Spitälern versorgt werden müssen

DANK an alle, die geholfen haben, die Einsatzkräfte und so viele Zivilpersonen. Zwei junge Türken, die Verletzte geborgen haben - Menschen, die über social media Unterkunft und Hilfe angeboten haben.

Tun wir selbst alles für eine Normalisierung unseres Alltags - wir schaffen es.

Bemühen wir uns auch um Solidarität im gemeinsamen Bemühen, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Und bitten wir in diesen Stunden auch für die Situation in den USA - für die entscheidende Wahl in einem Land, das tief gespalten ist



und das ist Osama Joda, ein junger Palästinenser. Noch bevor Gültekin und Özen den angeschossenen Polizisten zum Rettungswagen schleppen konnten, hatte der junge Palästinenser Osama Joda den Beamten hinter einer Betonbank in Sicherheit gebracht und ihm Erste Hilfe geleistet. Dafür wurde er von der Polizei ausgezeichnet. KURIER-Lesern ist er kein Unbekannter. Voriges Jahr machten er und seine Familie Schlagzeilen, als sie ein Haus im nö. Weikendorf kaufen wollten - und vom örtlichen Bürgermeister abgelehnt wurden, weil sie Muslime sind.


Danke EUCH und Allen, die in diesen Abendstunden geholfen haben



FÜR DIE OPFER VON TERROR UND GEWALT: SCHWEIGEMINUTE UM 12.00

 



DREI TAGE STAATSTRAUER 

BESTÜRZUNG über TERRORANSCHLAG in WIEN

 






Montag, 2. November 2020

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

"Alles Wachsen ist ein Sterben, jedes Werden ein Vergehen.                                                               Alles Lassen ein Erleben, jeder Tod ein Auferstehen". Rabindranath Tagore

 

ALLERSEELEN
„Der Tod ist eigentlich nichts.
Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Seid nicht feierlich oder traurig,
lacht sogar, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet für mich und denkt an mich.
Das Leben geht weiter, und einmal sehen wir uns wieder.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg.
Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.“ (Charles Péguy)

 

"...Mir ist zu Mut,
dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss,
bis in mein Herz hinein:
wie man nichts halten soll,
wie man nichts packen kann,
wie alles zerlauft zwischen den Fingern,
alles sich auflöst, wonach wir greifen,
alles zergeht, wie Dunst und Traum..."
die Marschallin im Rosenkavalier ..

 

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte ..
würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter..,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, viel mehr gute ..Augenblicke zu haben..
Vergiss nicht den jetzigen" Jorge Luis Borges


FREUDE ist das Äußerste, was der Mensch in seiner Macht hat.                                                 FREUDE ist die gute Jahreszeit über der Seele" (Rilke)


"Jeder Mensch muss sich verschleißen" Joseph Beuys

 

"Ich habe die Wunde der Welt berührt,
die Wunde des Leben-Wollens und Sterben-Müssens.
Wer seine Wunde zeigt, wird geheilt.                                                                                                          Wer sie nicht zeigt, wird nicht geheilt“ Christoph Schlingensief


"Ich liebe dich, du Seele,
die da irrt im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.
Ich liebe deine armen wunden Schwingen, ..
ich möchte dich mit Güte ganz ...durchdringen,                                                                                       ich möchte dich in allen Tiefen schonen." Christian Morgenstern


"Wo lernen wir?
Wo lernen wir leben
und wo lernen wir lernen
...und wo vergessen um nicht nur Erlerntes zu leben?
...Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit wehren
die uns um unsere Freiheit betrügen will
und wo lernen wir träumen und wach sein für unsere Träume
damit etwas von ihnen unsere Wirklichkeit wird ?" Erich Fried

 

"...jede Träne,
die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden könnte, ist eine Anklage."  Rosa Luxemburg

 

Man darf auch lachen –

nein, man muss auch lachen - 

dem Tod zum Trotz



Sonntag, 1. November 2020

Fürbitten ALLERSEELEN

 


2.11.2020 Allerseelen

Wir Menschen sehnen uns so sehr nach einem guten Leben. Die meisten von uns wollen nicht viel mehr, als Zufriedenheit und Glück. Aber immer wieder ist es der Tod, auch die Angst vor dem Tod, wo wir an eine Grenze stoßen. Wie sinnvoll kann ein Leben sein, an dessen Ende unweigerlich der Tod steht? Gerade, diese Zeit der Pandemie macht uns die Zerbrechlichkeit von Leben so sehr bewusst. So kommen wir mit unserer Sehnsucht zu Dir, Gott und rufen:          "Guter Gott, sei DU unser Leben – wir bitten dich, erhöre uns. 

Wir bitten für die Menschen in unseren Familien, die gestorben sind – so viel verbindet uns mit ihnen – manche sind viel zu früh gestorben, der Schmerz tut immer noch weh                                               Guter Gott, sei DU unser Leben....

 Wir bitten für unsere verstorbenen Freunde, Arbeitskollegen und Bekannten, mit denen uns ein Stück Weg und die Dankbarkeit für gemeinsam erfahrene Lebensfreude verbinden.

Wir bitten für alle, die ein Kind verloren haben. Für all die Kinder, die nie geboren wurden, Kinder, die tot geboren wurden, Kinder, die keine Chance hatten, erwachsen zu werden. 

Wir bitten in diesen Tagen ganz besonders für alle, die infolge der Corona Pandemie gestorben sind, wir bitten für ihre Angehörigen und für alle, die in diesen Stunden mit der Krankheit ringen.

Wir bitten für die Schwerkranken und Sterbenden, für alle, die Angst vor dem nahen Tod haben und für die, die ihren Tod herbeisehnen – und wir bitten für uns selbst, dass wir dem Tod gelassen und in der Hoffnung auf Auferstehung entgegensehen

Wir bitten für die Kinder, Frauen und Männer, die auf der der Suche nach Sicherheit und einem neuen Leben den Tod finden. Wir bitten für alle Opfer von Terror, Gewalt, Krieg und Naturkatastrophen.

 Wir bitten für alle, denen heute schon Lebensfreude und Kraft abhandengekommen ist, für alle, die sich „wie tot“ fühlen, die keine Freude und keine Dankbarkeit empfinden können - Und wir bitten für uns selbst, dass wir jeden Tag wieder dankbar sind für dieses kostbare Leben

So bitten wir Dich, Gott des Lebens, du kennst unsere Sehnsucht nach Freude und Liebe. Schenke uns immer wieder Menschen, die uns aufrichten und lass uns selbst Menschen sein, die anderen ein Trost in schweren Zeiten sind Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 

 


"Seligpreisungen für den Alltag" von den Kleinen Schwestern in Paris:
Selig, die über sich selbst lachen können..
Selig, die einen Berg von einem Maulwurfhügel unterscheiden können..
Selig, die fähig sind, sich auszuruhen und zu schlafen, ohne dafür eine Entschuldigung suchen zu müssen..
Selig, die schweigen und zuhören können..
Selig seid ihr, wenn ihr ein Lächeln bewundern und Ärger vergessen könnt..
Selig seid ihr, wenn ihr Andere mit Wohlwollen beurteilen könnt..
Selig seid ihr, wenn ihr vor dem Handeln nachdenkt.. ihr werdet viele Dummheiten vermeiden.

 

"Am Ende deines Lebens sind es drei Dinge die wirklich zählen:
Wie sehr du liebtest,
wie sanft du lebtest,
und wie würdevoll du jene Dinge gehen ließest,
die nicht für dich bestimmt waren“ Buddha


"GLÜCK
Nur, wer nicht in der Zeit,
sondern in der Gegenwart lebt,
ist glücklich." WITTGENSTEIN

 

"Man muss viel wissen,
um nach dem, was man nicht weiß,
fragen zu können.“ Rousseau


So sagen es die Sufis (islamische Mystiker):
"Gott schläft im Stein,
Atmet in der Pflanze,
Träumt im Tier und
Erwacht im Menschen".


"Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt." Mahatma Gandhi

 

"Liebe
Ein frisch verheiratetes Paar fragt: "Was sollen wir tun, damit unsere Liebe von Dauer ist?" "Liebt gemeinsam andere Dinge." Anthony de Mello

 

"Nicht mehr länger
hinter meinen Entfaltungsmöglichkeiten bleiben
in meiner Sehnsucht
meine Lebensaufgabe entdecken

Nicht mehr länger
die Resignation nähren
sondern Hoffnungslieder anstimmen
die von Solidarität erzählen

Nicht mehr länger
sich lähmen lassen
von der Ohnmacht
miteinander unsere Sehnsucht entfalten
im Hier und Jetzt" Pierre Stutz

 

"Geschirmt sind die Liebenden
unter dem zugemauerten Himmel.
Ein geheimes Element schafft ihnen Atem
und sie tragen die Steine in die Segnung" Nelly Sachs

 

"Sei doch unbesorgt.Auch die Blätter fallen
ohne Murren ab" Kobayashi Issa


"Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen" Lothar Zenetti

 

"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot,
der die naiven Fragen stellt,
vor denen man selbst zurückschreckt." Mark Twain