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Samstag, 7. Dezember 2019

ADVENT 7 Das Mutigste, das wir je tun werden ....

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain

Unsere erste Aufgabe ist es, 
genau zu erkennen, 
wer wir sind und dann entsprechend zu handeln und zu leben. 
Das mag möglicherweise mehr Mut kosten als der Versuch, Mutter Teresa zu sein …      
Das Mutigste, was wir je tun werden, ist, 
demütig das Geheimnis unserer eigenen Realität zu tragen. 
Das ist das größte Kreuz jedes Menschen.

US Franziskanerpater und Therapeut Richard Rohr




und wie immer im Advent 
hier auch die Gedanken meiner Freundin Samya 
aus ihrem wunderbaren Advent-Blog: 

auch Foto: Samya Hamieda Lind




licht sieben.


nicht immer fällt zauber
von der stirne aufs blatt und
immer ist nur eines da die
blösse zu bedecken: grün
oder weiss

aber man kann schiffe
falten und sie durch die luft
segeln lassen beladen mit efeu
und rosenbäumen und
bei auffrischendem wind
fahren die schiffe ein
im garten des blinden gärtners
und er legt hellblühende
reihen an und seine hand
geht von blatt zu blatt


Brigitte Fuchs  

Freitag, 6. Dezember 2019

Fürbitten 7.12 Weckt Tote auf ....


7.12.2019 Mt.9.35 Er hatte Mitleid mit ihnen
„Er hatte Mitleid mit ihnen: denn sie waren müde und erschöpft, wie Schafe, die keinen Hirten haben“. So beschreibt der Evangelist Matthäus die Einstellung Jesu denjenigen Menschen gegenüber, die seine Nähe und seine Hilfe suchen. Jesus lässt es dabei aber nicht bewenden: die Jünger selbst sollen sich auf den Weg machen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. „Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Geht und verkündet, das Himmelreich ist nahe“.  Alles andere als ein leichter Auftrag, dem wohl auch wir uns stellen müssen. So bitten wir
Jesus sagt, heilt Kranke
Hilf uns, dass wir uns nicht davor scheuen, kranken Menschen wirklich beizustehen. Gib uns die richtigen Worte, um Menschen aufzumuntern und um ihnen Mut und Hoffnung zu machen

Jesus sagt, weckt Tote auf
Hilf uns, dass wir erkennen, wenn Menschen „wie tot“ sind, wenn sie sich ausgebrannt fühlen, wenn ihnen die Kraft abhanden gekommen ist. Lass, dass wir motivieren und aufmuntern und niemandem unterstellen, einfach nur bequem und unwillig zu sein

Jesus sagt, macht Aussätzige rein
Hilf uns, dass wir ohne Argwohn auf Menschen zugehen können, die sich nicht angepasst verhalten. Lass, dass wir Menschen in unsere Gemeinschaften zurückholen, die sich ausgegrenzt und ausgestoßen fühlen

Jesus sagt, treibt Dämonen aus
Hilf uns zu sehen, wenn Menschen ihren Gefühlen hilflos ausgeliefert sind. Lass uns auf Konflikte hinsehen und lass,  dass wir uns nicht scheuen, Hilfe zu holen, wenn wir selbst mit Aggressivität und Ablehnung nicht fertig werden.

Verkündet, das Himmelreich ist nahe, sagt Jesus
Gib uns die Fähigkeit, von dem zu sprechen, was uns selbst Freude, Kraft und Mut im Leben gibt. Lass uns von unserem Glauben sprechen, ohne Phrasen, so einfach, wie wir ihn selbst erfahren

Um all das bitten wir im Namen Jesu. Amen

BUBEN 19 Wie ist das wohl mit dem NIKOLAUS???

Na, das ist ja wohl klar, dass heute
der NIKOLAUS kommt -
und nicht etwa der Weihnachtsmann.
Im Kindergarten wird der "heilige" Mann
(im Gegensatz zum "eiligen" Mann)
doch schon seit Tagen
sehnsüchtig erwartet. WOBEI:
die großen Mädel und Buben wissen ganz
genau, dass der Nikolaus nicht auf wundersame Weise vom Himmel schweben wird: im Kindergarten vom Arthur wird das schon zuvor ganz nüchtern besprochen: "Also heuer, Kinder, kann unser Pater Ignaz leider nicht für euch als Nikolaus verkleidet kommen -
aber unser Thomas (Kindergärtner) wird das
diesmal für euch machen - und er wird sich sehr bemühen, dass es
für euch auch eine große Freude wird"
Und wie sich die Kinder freuen!!!!  Man muss ihnen gar nichts "geheimnisvolles" vormachen: die Freude darf
ganz normal daher kommen, einfach ein bißchen verkleidet -
Wichtig ist die Botschaft: so wie vor vielen vielen Jahren der Bischof Nikolaus in Myra, (das ist in der heutigen Türkei), Kindern, aber auch Erwachsenen große Freude bereitet hat: so wollen wir das auch machen. Also: ein Fest zum Freuen -
Ein langes Nikolaus Gedicht sagt der Arthur seinem Bruder
schon gestern ,am Nikolaus Vorabend, beim Herumtollen im Bett auf:
die Moa hat am Video mitgehört - so also geht das:
(mit kleinen Gedächtnisausfällen!)
"Die Schuhe sind ganz schön verschmutzt,
jetzt werden sie erst mal geputzt. Sie werden blitzeblank poliert... da werden sie dann....konzentriert. Jetzt müsst ihr aber schlafen gehen...ich kann verstehen. Leise kommt der Nikolaus in dieser Nacht in unser Haus. Legt Nüsse in die Schuh und Süßigkeiten noch dazu. Am Morgen laufen wir dann zu der Tür: war der Nikolaus schon hier?" 
"War der Nikolaus schon hier" Das muss dann ganz laut geschrieen werden, Arthur macht das gestern Abend gleich überzeugend vor und Knucki klatscht begeistert, strampelt "Bravo, Bravo" auch mit den Beinen - keine Ahnung, wer dieser Nikolaus ist, aber alles, was den großen Bruder begeistert, das begeistert auch den Knucki.
Ja und DANN: HEUTE FRÜH:
Was steht denn da bei der Wohnungstüre?
Steckt da nicht etwas im Knucki Schuh?
und im Arthur Schuh?
Wie ist denn das möglich?
JA, der Nikolaus war hier!!!
Aber der völlig verdutzte Arthur brüllt es
gar nicht laut heraus --- ganz ganz langsam
nähert er sich dieser Überraschung


Du meine Güte, dieser Nikolaus ist ja gar nicht "von Gestern" - der ist ja völlig up to date: nicht nur Süßigkeiten und Nüsse hat der in die Buben Schuhe gesteckt. Da findet sich ja für den Arthur
ein Lieblings-Lieblings-Lieblings
T Shirt!!!!!
und für den Knucki gibt es nicht nur Gummi Bärli sondern auch eine neue Figur für seine geliebte
Tonie Box
Dieser Nikolaus: der hat ja echt den Überblick, was
Kinder lieben!!!
Der große Arthur ist in aller Früh
noch lange Zeit "verdattert" -
wie ist das jetzt wohl wirklich mit dem Nikolaus????
Der Knucki, der kann unbefangen mit jedem Wunder leben.
Heute nennen sie halt diesen wunderbaren Tag

NIKOLAUS TAG







ADVENT 6 wer klopfet an ????

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain




Klopfzeichen

in der Traurigkeit
für die du keinen Namen findest

in der Unruhe
die dich ziellos umhertreibt

in den Träumen
die dir schlaflose Nächte bereiten

in dem Heimweh
das dich zu Hause befällt

in der Sehnsucht
die ausufert nach immer mehr

in all deinem Nichtfinden
da sucht ER dich

Andreas Knapp

und wie immer im Advent 
hier auch die Gedanken meiner Freundin Samya 
aus ihrem wunderbaren Advent-Blog: 
auch Foto: Samya Hamieda Lind


licht sechs.

Das ist wie in alten Geschichten
aus unserem Kinderland,
als wir eine Blume waren
und manchmal ein Schmetterling.
weise und unerfahren.


Eva Strittmatter

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Fürbitten NIKOLAUS Freude weiter geben

Nikolaus Statue 

1675 Stiftskirche St.Lambrecht Stmk.


6.12.2019 hl.Nikolaus – machen wirs den Kindern nach

Der heilige Nikolaus ist keine ganz gesicherte historische Persönlichkeit. Aber auch die Legenden zeigen uns, was wesentlich für uns Christen sein soll. Not erkennen, helfen, Gutes tun und Freude bringen. Heute könnten wir uns auch wieder etwas von den Kindern abschauen: mit so viel Freude auf etwas warten, die Spannung genießen, sich ohne Krampf beschenken lassen, die Freude mit anderen teilen – auch wenn so vieles in der Welt bitter ist und hoffnungslos scheint.  Bitten wir heute

dass wir Freude an diesem neuen Tag haben, was immer er bringt –
und dass wir diese Freude weitergeben

dass wir Freude an den Menschen haben, mit denen wir zusammenkommen –
und dass wir diese Freude weitergeben

dass wir Freude an unserer Arbeit haben – was immer wir auch tun
und dass wir diese Freude weitergeben

dass wir Freude haben, wenn wir uns Neues zutrauen und Herausforderungen annehmen
und dass wir diese Freude weitergeben

dass wir Freude haben, wenn wir die Freude anderer teilen
und dass wir Freude an uns selbst haben, weil sich Gott so sehr an uns erfreut, -
so, wie wir sind

So bitten wir um Freude, guter Gott, um Freude und Dankbarkeit. Und dass wir aus dieser Freude heraus selbst anderen beistehen und Not lindern, wo immer wir es können, wie der heilige Nikolaus in unseren Erzählungen - darum bitten wir im Namen Jesu Amen



ADVENT 5 selbst FRIEDEN sein

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain



Letztendlich
haben wir nur eine moralische Pflicht:
in uns
große Gebiete des Friedens zurückzugewinnen,
mehr und mehr Frieden,
und das den anderen zu zeigen.

Und je mehr Frieden in uns ist,
desto mehr Frieden
wird auch in unserer geschundenen Welt sein.

Etty Hillesum Schriftstellerin

ermordet 1943 in Auschwitz




und wie immer im Advent 
hier auch die Gedanken meiner Freundin Samya 
aus ihrem wunderbaren Advent-Blog: 


auch Foto: Samya Hamieda Lind



licht fünf.

schöner sind die gedichte des glücks.

wie die blüte schöner ist als der stengel
der sie doch treibt
sind schöner die gedichte des glücks.

wie der vogel schöner ist als das ei
wie es schön ist wenn licht wird
ist schöner das glück.


und sind schöner die gedichte
die ich nicht schreiben werde.

 Hilde Domin 



Mittwoch, 4. Dezember 2019

Fürbitten 5.12. Das Fundament muss tragen

Foto Irmgard Czerny


5.12.2019 Mt.7.21  auf festen Grund bauen  

Wir sollen unser Leben auf festen Grund bauen, sagt Jesus heute im Evangelium. Das Fundament muss tragen, damit bei Belastungen nicht vieles wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzt. Aber so einfach ist das oft gar nicht. Bitten wir heute für alle, die keinen festen Boden mehr unter den Füßen spüren, für alle, die sich durch Schicksalsschläge entwurzelt fühlen

für alle Menschen, die in Naturkatastrophen im wahrsten Sinn des Wortes den tragenden Grund ihres Lebens verlieren, wir denken besonders an die Menschen in Albanien, nach dem jüngsten Beben
guter Gott - sei du unser Halt

für die Menschen in den Kriegs-und Krisengebieten, die keinen sicheren Boden unter den Füßen haben, denen nur eine unsichere und oft gefahrvolle Flucht bleibt, die darauf warten müssen, ob sie in fremden Ländern aufgenommen werden

für alle auch bei uns in Österreich, die keinen sicheren Platz, keinen Halt im bürgerlichen Leben haben. Menschen ohne Arbeit, Obdachlose, vom Leben Enttäuschte, für alle, die sich auch jetzt im Advent nirgendwo zu Hause und geborgen fühlen

für alle Opfer von Gewalt und Missbrauch, denen Vertrauen und Sicherheit im Leben verloren gegangen ist- für die Kranken, denen eine Diagnose Angst macht und sie mit Unsicherheit quält

für alle, die um nahe Menschen trauern, die gestorben sind, für Eltern, die ihre Kinder begraben müssen und die glauben, dass nun nichts mehr Sinn macht

und bitten für uns alle, dass wir immer wieder eine gute Aufgabe in unserem Leben finden, die uns Halt und Selbstvertrauen gibt – und dass auch wir anderen helfen können, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren

Du guter Gott, sei Du der Grund auf dem wir stehen und leben, in guten und in schlechten Zeiten, im Vertrauen auf Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen

ADVENT 4 MENSCH werden

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain


Was du noch nicht warst,
wirst du einmal sein. 

Nichts bleibt dir erspart 
im unendlichen Wandel. 

Sei was du jetzt bist: 
ein Mensch. 


Rose Ausländer




und wie immer im Advent 
hier auch die Gedanken meiner Freundin Samya 
aus ihrem wunderbaren Advent-Blog: 
auch Foto: Samya Hamieda Lind



licht vier.

was wissen die armen, denen nie ein blau aufging am ziel ihres herzens oder
am weg ihres traums in der nacht. 
oder die enthimmelten, die frühblauberaubten.

else lasker-schüler.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Fürbitten 4..12. Heilige Barbara - auch wir oft, wie gefangen im Turm


4.12.2019   hl.Barbara

Viele stellen heute am 4.Dezember Barbara Zweige in die Vase - Obstbaumzweige, die man im Winter schneidet und die man bis zum heiligen Abend zum Blühen bringen will. So soll es, nach der Legende, die in einem Turm eingesperrte Barbara gemacht haben, die sich vor ihrem gewaltsamen Tod an den aufgeblühten Knospen erfreute. Wie in einem Turm eingesperrt - so leben auch wir oft - wie innerlich gefangen  - in einem Turm unserer Ängste und Sorgen, unserer zu geringen Hoffnung und mancher Resignation. So rufen wir heute zu dir
So oft gefangen in Unsicherheit, Zweifel und Orientierungslosigkeit:                                                Gib uns den Mut, die Mauern abzubauen, die wir immer wieder selbst um uns errichten,                                                                                                                                                                                     Du Gott der Leben schenkt   -    wir bitten dich erhöre uns
So oft gefangen im Turm unserer Einsamkeit, der Gekränktheit und der Abweisung.                        hol du uns heraus und lass uns immer wieder neu anfangen.                                                              Du Gott, der Leben schenkt   -    wir bitten dich erhöre uns
So oft gefangen im Turm unserer Selbstgewissheit und unserer Selbstzufriedenheit,                       Lass , dass wir uns auch in unserer Schwäche und Verletzlichkeit annehmen können                            Du Gott der Leben schenkt   -    wir bitten dich erhöre uns
So oft gefangen in einem Turm von Resignation und Enttäuschung,                                                   gib uns Mut, Freude und Kraft dass wir uns dennoch immer wieder neu aufs Leben jenseits aller Mauern einrichten                                                                                                                                 Du Gott der Leben schenkt   -    wir bitten dich erhöre uns
Es ist auch unsere Welt gefangen in so vielen Konflikten, Kriegen und Grausamkeiten. Menschen werden gequält, missbraucht, selbst Kinder sinnlos getötet. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht – wir wollen nicht aufhören um Frieden zu bitten und zu flehen.                                             Du Gott der Leben schenkt   -    wir bitten dich erhöre uns


Du guter Gott, wir bitten auch für alle, denen die hl Barbara Schutzheilige ist. Die Arbeiter auf den Baustellen, in den Bergwerken, die Tunnelarbeiter. Sei Du auch an der Seite aller, die heute unerwartet oder mit schweren Herzen sterben werden. Komm uns entgegen, zeig uns dein Angesicht - Du Gott der Leben schenkt. amen

Lukas Cranach der Ältere: Martyrium der Heiligen Barbara, 1510-15, 
im Metropolitan Museum of Art in New York 

Die hl.Barbara ist Patronin von Paterno bei Catania auf Sizilien; des Bergbaus, der Türme, Festungsbauten und der Artillerie; der Bergleute, Geologen, Architekten, Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Bauern, Metzger, Köche, Glöckner, Glockengießer, Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher, Artilleristen, Waffenschmiede, Sprengmeister, Buchhändler, Bürstenbinder, Goldschmiede, Sprengmeister und Salpetersieder; der Mädchen, Gefangenen, Sterbenden; für eine gute Todesstunde; gegen Gewitter, Feuersgefahren, Fieber, Pest und jähen Tod;

Über die heilige Barbara ist außer ihrer Verehrung als Märtyrerin in Nikomedien historisch nichts nachweisbar. Seit dem Mittelalter wird diese legendäre Märtyrerin aber im ganzen Abendland verehrt, und bis heute sind viele Bräuche mit ihrem Namen verbunden. Barbara zählt zu den 14 Nothelfern. Der Legende nach  soll Barbara im 3.oder 4.Jh in Nokimedien, in Kleinasien als Märtyrerin gefoltert und enthauptet worden sein. Ihr eigener Vater habe sie in einen Turm eingesperrt, um sie an der Taufe zu hindern. Der eigene Vater lieferte sie schließlich den Behörden aus – doch auch dem römischen Statthalter Marcianus gelang es nicht, Barbara zur Aufgabe ihres Glaubens zu bewegen, obwohl er sie geißeln ließ. Barbara wurde schließlich enthauptet, der Legende nach, sogar von ihrem eigenen Vater.  

Fürbitten 4.12. MIT-FÜHLEN



4.12.2019 Mt.15.29 ich habe Mitleid mit diesen Menschen    
Was macht unser Menschsein aus? Im Evangelium heute ist die Antwort ganz eindeutig: Wo Jesus hinkommt, heilt er Menschen, er tut ihnen gut, er spürt ihre Bedürfnisse. Wenn sie hungrig sind, sorgt er für Sättigung und Brot. „Ich habe Mitleid mit diesen Menschen“ sagt Jesus. In der 1.Lesung aus der jüdischen Bibel hören wir die wunderbare Zusage: „Gott der Herr wischt die Tränen ab von jedem Gesicht“
 Mensch-sein, das heißt heißt: Tränen trocknen, DA sein, Mitleid fühlen.
So bitten wir

Dass wir mit-fühlen
Mit all denen, die als Flüchtlinge durch Europa irren, mit allen, die Hilfe suchen, die zu allermindest unser Mitgefühl und unsere Sympathie brauchen

Dass wir mit-fühlen
Mit den bedürftigen Menschen mitten unter uns, mit den Obdachlosen in diesen kalten Tagen, mit all denen, die sich im Leben schwertun, die nicht mehr Schritt halten können

Dass wir mit-fühlen
Und besorgt sind um unsere Umwelt, um unser Klima,
dass wir uns einsetzen für eine gerechte Entwicklung unserer Welt
dass wir auch zu einem Klima der Versöhnung und des Ausleichs hier bei uns beitragen wollen

Dass wir mit-fühlen
Mit unseren Freunden, mit den Kollegen am Arbeitsplatz, mit allen, denen wir heute begegnen werden – dass wir aber auch mitfühlen mit den Menschen in der eigenen Familie, wo oft übersieht man da manches, weil es so nahe ist

dass wir mit-fühlende Menschen werden
auch mit uns selbst, dass wir mit uns selbst und unseren Schwächen Geduld haben, dass wir uns selbst Fehler nachsehen, dass wir uns geborgen wissen, in der Güte Gottes

so bitten wir guter Gott, lass auch uns Menschen sein, die Tränen abwischen, wo immer es möglich ist. Wir selbst können Leid und Tod nicht besiegen, aber wir können die Lieb-losigkeit besiegen, darum bitten wir im Namen Jesu Amen

ADVENT 3 wer weiß? Vielleicht?

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain



An jedem Morgen
eine neue Ankunft.
Eine Freude, eine Melancholie,
eine Niedertracht,
ein kurzes Gewahrsein,

sie kommen als unerwarteter Besuch.
Heiß sie willkommen und nimm alle auf!

Und seien sie auch eine Horde von Sorgen,
die mit Gewalt das Haus durchfegen,
der Einrichtung berauben,
auch dann,

geh redlich mit jedem Gast um.

Vielleicht räumt er Dich frei
für eine neue Wonne.

Dschalal ad-Din Rumi
islamischer Mystiker

1207 - 1273



und wie immer im Advent 
hier auch die Gedanken meiner Freundin Samya 
aus ihrem wunderbaren Advent-Blog: 
auch Foto: Samya Hamieda Lind



licht drei.


Hoffen

weit über die ausgestreckte Hand hinaus

Werner Lutz

Montag, 2. Dezember 2019

Fürbitten 3.12. ....wenn der Wolf beim Lamm wohnt


3,12,2019 Jes.11.1  die Friedens-Vision

750 Jahre vor der Geburt Jesu träumt der jüdische Prophet Jesaia von einer anderen Welt: Man tut nichts Böses mehr, es gibt keine Verbrechen. Der Wolf wohnt beim Lamm, das kleine Kind kann mit der Schlange spielen. Rund um uns sieht die Welt auch heute noch ganz anders aus. Wie lächerlich sind solche Visionen? Oder können wir selbst etwas tun, um unsere kleine Welt friedlicher zu machen. Bitten wir heute


Um eine friedliche Zukunft
Für alle Regionen dieser Erde, die heute schon unter dem Klimawandel leiden und abhängig davon sind, was die Politiker der großen Staaten zu tun bereit sind

Um eine friedliche Zukunft bitten wir

Für alle Regionen dieser Erde, wo Menschen einander verfolgen, quälen und töten
wo Menschen hungern, wo Menschen unter Katastrophen und Epidemien leiden

Um eine friedliche Zukunft bitten wir
Für alle Regionen dieser Erde, wo menschliche Arbeitskraft ausgebeutet und 
für Rendite und Profit missbraucht wird

Um Frieden bitten wir
In unserer kleinen Welt, dass wir einander Zeit zum Leben lassen und einander nicht hetzen
dass wir füreinander DA sind, in unseren Gemeinschaften und Freundschaften,

Um Frieden bitten wir
für unsere Herzen, damit wir Kränkungen und Bitterkeit ablegen, damit wir in jedem Tag Freude und Dankbarkeit entdecken, dass wir nur ein wenig von dem, was wir uns für uns selbst erwünschen, anderen geben

Herr und Gott, auf dein Kommen warten wir, und doch bist du schon da, heute und jetzt – in jedem von uns. Begleite uns auch heute mit deiner Gegenwart und heilige uns, wie DU heilig bist. Amen



ADVENT 2 was wirklich zählt?

Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain


Am Ende deines Lebens 
sind es drei Dinge die wirklich zählen: 

Wie sehr du liebtest, 

wie sanft du lebtest, 


und wie würdevoll du jene Dinge gehen ließest,
die nicht für dich bestimmt waren. 

Buddha

und wie immer im Advent 
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https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/

Foto Samya Hamieda Lind


licht zwei.

In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal,
und erst jetzt versteht man es ganz.


Søren Kierkegaard



Sonntag, 1. Dezember 2019

Fürbitten 2.12. die Sehnsucht: heil und gesund



2.12.2019 Mt 8,5  sprich DU nur ein Wort   Montag  1.Adventwoche
 "Herr ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst", sagt im Evangelium heute ein römischer Hauptmann zu Jesus – er bittet um Hilfe für seinen kranken Diener. Doch der Hauptmann setzt hinzu: „Es genügt, sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“ 
Der Mann hat bedingungsloses Vertrauen zu Jesus. Und Jesus selbst hat keine Scheu vor einem Kontakt mit dem Hauptmann – immerhin ist er ein römischer Besatzungssoldat, verhasst bei den Juden. Jesus wird helfen, wenn das Vertrauen groß ist. So dürfen auch wir bitten:

Jesus, mach uns heil und gesund
dort, wo wir – vielleicht gerade auch wieder im Advent - zu viel von uns verlangen und oft enttäuscht sind

mach uns heil und gesund
dort, wo wir Andere mit unseren Ansprüchen überfordern und uns selbst zu wichtig nehmen

mach uns heil und gesund
dort, wo uns die Freude und die Leichtigkeit abhandengekommen sind

mach uns heil und gesund
dort, wo unsere Gedanken noch bitter sind, wo Versöhnung aussteht

mach uns heil und gesund
wenn Krankheit Sorge macht und Schmerzen niederdrücken

mach uns heil und gesund
damit wir selbst anderen guttun können


Du guter Gott, mach gesund, was noch krank in uns ist, in unserem Denken, in unserem Fühlen, in unserem Handeln. Brich in uns die alten Muster auf. Mach uns NEU, jeden Tag ein bisschen mehr, das erbitten wir im Namen Jesu, amen

ADVENT 1 suchen -



Foto Irmgard Czerny
Rehabzentrum Großgmain

"Ich suche..,

nach dem, was in mir werden will,

nach dem Unverwechselbaren,

was mich zu dem Menschen macht,
der wartend in mir ruht
und zum Leben erweckt werden will.

Ich suche nach dem Wesentlichen,
weil das Wichtige
mir nicht mehr genug ist.



Ich suche nach dem Beitrag zur Welt,

den nur ich leisten kann.


Eine Unruhe in mir
lässt mich suchen.
Ein Wissen,
dass es mehr geben muss,
hält mich unterwegs" 



Ulrich Schaffer

und wie immer im Advent 
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Foto Samya Hamieda Lind

licht eins.

im innersten zufrieden
nichts wollen nichts tun
so möchte ich sein
namenlos
wie vogel im schwarm
hering im meer
und wenn es zeit ist
sterben sanft

Oskar Pfenninger