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Dienstag, 10. April 2018

Fürbitten 11.4. Führe uns hinaus ins Freie ...



11.4.2018  Apg 5,17 ein Engel des Herrn führte sie aus dem Gefängnis Mi 2.OW

Die Apostelgeschichte ist ein spannendes Stück Geschichte der ersten Christen. Von allem Anfang an hören wir, welche Probleme die Männer um Jesu mit den religiösen jüdischen Instanzen hatten. Nach einer Verhaftung kommen Petrus und Johannes auf wundersame Weise frei: “Ein Engel des Herrn öffnete nachts die Gefängnistore und führte sie heraus“ – heißt es im Text. Und im Evangelium hören wir Jesus sagen: „Wer die Wahrheit tut, kommt zum Licht.“ Wie stark ist in uns die Sehnsucht, aus dem Gefängnis unseres ICH herauszukommen? Wie viele Schritte sind wir seit dem Ostermorgen aus unserer eigenen Grabeshöhle ins Licht gekommen? Bitten wir mit den Worten – Herr, führe uns hinaus ins Freie

Wenn wir immer wieder vor dem Neuen zögern und alles beim Alten lassen wollen
Herr, - führe uns hinaus ins Freie

wenn wir uns oft so wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.
Herr, - führe uns hinaus ins Freie

wenn unser Herz schwer ist, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,
Herr, - führe uns hinaus ins Freie

wenn der Arbeitsalltag immer stressiger wird, wenn Erfolge ausbleiben,
wenn Probleme über den Kopf wachsen.,
Herr, - führe uns hinaus ins Freie

 wenn wir so oft stumm und hilflos sind vor den Sorgen anderer,
wenn uns die Worte fehlen um Kraft zu geben und aufzurichten,
Herr, führe uns hinaus ins Freie

wenn wir Anderen nichts mehr zutrauen, wenn wir Menschen abschreiben
wenn wir von der Liebe nichts mehr erwarten,
Herr, - führe uns hinaus ins Freie

wenn Bitterkeit und Enttäuschung Beziehungen vergiften
wenn wir nicht den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung schaffen:
Herr, - führe uns zur hinaus ins Freie

wenn wir glauben mit unseren Antworten am Ende zu sein
und wenn wir doch jeden Tag wieder um einen neuen Anfang ringen
Herr, - führe uns hinaus ins Freie


Du guter Gott: In Jesus gibst du uns die Hoffnung auf Auferstehung und Leben. JETZT und HEUTE schon. Durch Ihn unseren Herrn und Bruder bitten wir um die Freude für jeden neuen Tag. Amen

Montag, 9. April 2018

Fürbitten 10.4 ...wie NEUGEBOREN



10.4.2018  Joh.3.7 neu geboren 2.OW Di

"Ihr müsst von Neuem geboren werden“ sagt Jesus zu Nikodemus, und dieser fragt zu Recht: „Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden?“ Jesus sagt: „ihr müsst aus dem Geist geboren werden.“  Wir müssen den Mut haben, immer wieder neu zu denken, uns immer wieder neu auf die Suche zu machen. Uns vom „Wind“, vom Geist selbst treiben zu lassen. Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann alles NEU werden, immer können wir NEU anfangen, wie Neugeboren! So bitten wir heute

Dass in uns Neues entsteht
Dort, wo wir immer noch zögern und lieber alles beim Alten lassen

Dass in uns Neues entsteht
Dort, wo wir uns zu wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.

Dass in uns Neues entsteht
Dort wo wir glauben, dass bei anderen Hopfen und Malz verloren ist und
sich nichts mehr ändern wird

Dass in uns Neues entsteht
dort wo Beziehungen eingeschlafen sind, dort, wo Versöhnung unmöglich scheint

Dass in uns Neues entsteht
Dort, wo Arbeit zur Routine geworden ist, wo die Begeisterung des Anfangs verflogen ist

Dass in uns Neues entsteht
vor allem immer dann wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts mehr machen“

Dass in uns Neues entsteht
In unserer Gesellschaft, in unserer Kirche – dass wir alle menschlicher und barmherziger,
offener und mitfühlender werden. Dass wir die Leidenden nicht im Stich lassen, dass wir dankbar sind, wenn wir für andere da-sein dürfen

Du guter Gott, so lass uns immer wieder „von neuem geboren werden“. Krempel uns um, führe uns heraus aus der Höhle, in der wir uns immer wieder einigeln. Mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Lass uns mit Jesus auferstehen, darum bitten wir. amen

Sonntag, 8. April 2018

Fürbitten 9.4. Im richtigen Moment ....



9.4.2018  Verkündigung des Herrn Lk.1.26  (anstelle 25.März)

Wegen der Fastenzeit wird erst heute das liturgische „Hochfest Verkündigung des Herrn“ gefeiert. Im Evangelium hören wir die Geschichte von Maria, die als junges Mädchen durch den Engel Gabriel vor eine unglaubliche Entscheidung gestellt wird. Kann sie in das einwilligen, was Gott da von ihr fordert: Gottes-Gebärerin zu werden? Wer soll sich darunter etwas vorstellen können? „Wie soll das geschehen?“ fragt Maria zurecht – eine Frage, die auch wir stellen dürfen in so manchen Situationen, die uns unbegreiflich sind.  So bitten wir heute

dass wir im richtigen Moment eine klare innere Stimme hören

dass wir im richtigen Moment spüren,  woran wir uns orientieren sollen

dass wir im richtigen Moment erkennen, wem wir vertrauen dürfen,

dass wir im richtigen Moment den Mut zu klaren Entscheidungen haben

dass wir im richtigen Moment stark genug sind, „Ja“ zu sagen, wenn es gut und richtig ist.

dass wir im richtigen Moment aber auch stark genug sind, „Nein“ zu sagen, wenn es nötig ist,

dass wir im richtigen Moment auch Anderen Mut aufs Leben machen

dass wir im richtigen Moment annehmen lernen, was sich nicht ändern lässt

dass wir jeden Tag wieder, und in jedem Moment alles in Gottes Hand legen,


Gott im Himmel, mit unserem Blick auf Maria bitten wir heute ganz besonders für unsere Kinder, unsere Familien, unsere Freunde und für die Menschen überall in der Welt. Um deinen Frieden bitten wir, um Schalom – mach du möglich, wozu wir Menschen scheinbar nicht imstande sind. Im Namen Jesu bitten wir, Amen

Arthur am Sonntag 59 ALLES für ALLE?

Tja, die Moa. Was soll sie dem Arthur heute vorlesen?
Der hat den Kopf ja mit ganz Anderem voll.
Morgen will er zum ersten Mal im Kindergarten
auch mittags schlafen. Das hat er selbst beschlossen.
Ja, morgen will er es ausprobieren!!
Ein Schritt weiter in die "Gemeinsamkeit"
Nicht ablehnend aber skeptisch ist Arthur in den
Kindergarten "hinein gewachsen". Das Einzelkind, das plötzlich 12 andere Kinder um sich hatte.
Ein neues Umfeld, in dem nicht mehr alles prompt
auf Arthurs Zuruf geschieht. Das ist gar nicht so einfach.
Geht uns doch genau so. In seinem eigenen Bereich ist man "king" und anderswo plötzlich nur mehr ein "Untertan" - oder halt "einer von vielen". GEMEINSAM sein - gar nicht so einfach!


Was das mit der Geschichte heute aus dem Sonntagsbuch der Moa zu tun hat?
Handelt das vom Kindergarten?
Nein, das handelt von den ganz großen Leuten und wie die - idealerweise - miteinander leben sollten.

Alles teilen, 
Alles gemeinsam haben, 

Füreinander sorgen, 
Darauf achten, dass niemand neben einem Not leidet,
Von dem hergeben, was man zu viel hat 
EIN HERZ UND EINE SEELE SEIN
so steht es halt im Buch der Moa.
Klar, die Moa ist Realistin:
das schafft sie selbst ja niemals.
ABER: gut ist es, wenn man ganz innerlich weiß,
dass man nicht nur für sich selbst existiert.
Dass ich auch auf die Menschen neben mir achten muss.
Das es mir nicht egal sein darf, wenn ich Traurigkeit oder Not sehe.
Der Arthur ist eh ein prima Kerl - die Moa sieht es auf

den Spielplätzen. Der Arthur drängelt nicht,
der Arthur stößt keinen anderen, der Arthur kann sich hinten anstellen - auch wenn er genau weiß, was ihm
"zusteht". Hört der Arthur ein Kind weinen, ist er voll
Mitgefühl - glücklich ist er, wenn wir mit einem
Pflaster aushelfen können.
Aber dennoch ist der Arthur keiner, der alles, was er hat,
freudig mit anderen teilt.
Nein!!! Nicht einmal mit der Moa.
Auch bei seinen besten Freunden zögert er immer wieder? Soll er dem Winnie wirklich diesen Pinsel leihen?
Soll er dem Leo wirklich die grüne Farbe überlassen?
Arthur und Moa haben ein Spiel, in dem man sehr gut sieht, dass Arthur sehr wohl weiß,
dass es besser wäre zu teilen ... aber dass er es halt nicht immer will

Arthur rafft mehrere Bücher an sich -
"nein, nein, nein, er gibt nichts davon her"
Moa spielt den "Freund" - sie sitzt jetzt mit traurig gesenktem Kopf, mit vorgefallenen Schultern
sie flüstert leise: "da will ich nicht mehr mit dir spielen, du bist ja gar kein Freund...."
Dann beginnt der Arthur nachdenklich zu werden...
er schaut seinen "Freund" an, immer wieder....
dann erst reicht er ihm zögerlich ein Buch.
"Magst du haben?" Jetzt strahlt der Freund
"Danke Danke" - aber manchmal legen wir es auch realistischer aan
Dann sagt der Freund: "Nein dieses Buch nicht, das andere will ich haben"
Naja, da ist es dann nicht mehr so sicher, wie das Freundschaftsspiel ausgeht.
Manchmal lässt der Arthur mit sich handeln, manchmal sagter  aber auch dezidiert

"Nein, nur das (oder das) kannst du haben "
Dann geht das Spiel weiter
bis sich Arthur und "Freund" doch noch auf
"Freundschaft" und "Gemeinsamkeit" geeinigt haben.
Klar, ALLES kann man vermutlich wirklich nicht teilen
aber von dem abgeben, was man eh zu viel hat -
also der Arthur hat zb so viele Bausteine in der Hand, dass
sie ihm eh dauernd herunterfallen - also von dem, was man
viel zu viel hat, also von dem kann man schon was abgeben.
Oder?
Arthur und Moa gehen einkaufen ... Vor dem Geschäft, wie immer, die Frau aus Rumänien.
Wie immer, gibt ihr die Moa einen Euro - Arthur ist das nie ganz geheuer, weil ihn die Frau
einmal deswegen abgebusselt hat ...aber diesmal fragt er zum ersten Mal, als wir weitergehen
"Warum gibst du der Frau Geld, Moa?"
"Schau", sagt die Moa, "das ist wie bei unserem Spiel!
Ich hab zum Glück genug von dem Geld"-
und die Moa zeigt dem Arthur die Euros in ihrem  Geldbörserl - da kann ich der Frau etwas geben, sie bittet darum. Darum steht sie hier jeden Tag, wir kennen sie jetzt schon über zwei Jahre - auch ihre Tochter haben wir schon kennen gelernt -
(der würde man nicht ansehen, dass die Mama
dieses Job macht!)
also die Moa findet, das ist voll okay dieser Frau
ETWAS zu geben
Dass man an richtige Organisationen SPENDET ist sowieso klar,
aber Münzen hat die Moa immer eingesteckt - .... auch für andere Menschen ...
ALLES TEILEN schafft sie leider auch nicht .... aber wenigstens spüren,
dass es die Utopie einer anderen Gesellschaft gibt .....


BEHERZT leben,
ja, das kann auch schon der Arthur

und die Moa wünscht ihm
einen guten Schlaf,morgen,
GEMEINSAM
inmitten seiner Kindergartenfreunde

Ps. übrigens nennt man den heutigen
ersten Sonntag nach Ostern auch
"Sonntag der Barmherzigkeit"
Passt!!!










Samstag, 7. April 2018

Sonntag der Barmherzigkeit Ur-Kommunismus???



8.4.2018 sie hatten alles gemeinsam  Apg.4.32 Sonntag der Barmherzigkeit

Den ersten Sonntag nach Ostern nennt man Sonntag der Barmherzigkeit. Das ist aber fast eine zu harmlose Bezeichnung für das, was die Lesung aus der Apostelgeschichte heute sagt.
Dass wir barmherzig miteinander umgehen, wird offensichtlich vorausgesetzt. Es geht auch nicht um eine gütige Spendenbereitschaft, sondern es gibt eine konkrete, radikale Lebens-Anweisung für Christen. Nämlich so zu leben, wie die ersten Christen gelebt haben, 
sie lebten ERSTENS:  im tiefen Glauben an die Auferstehung Jesu – 
und das hatte ganz konkrete ökonomische Konsequenzen:
denn ZWEITEN.: niemand nennt etwas, das er hatte, sein Eigentum; sie teilen alles.
DRITTENS: Niemand leidet Not, denn alle Wohlhabenden verkaufen ihre Immobilien und lassen deren Erlös von den Aposteln verteilen. „Sie waren ein Herz und eine Seele“, heißt es.
Nicht zu Unrecht spricht man vom Ur-Kommunismus der ersten Christen. Erlauben wir uns heute in diesem Sinn ganz unrealistische Bitten

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der sich jeder mit allem, was er kann und besitzt,
für den anderen verantwortlich fühlt

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der wir Menschen, die Hilfe brauchen, bedingungslos mit offenen Armen aufnehmen ohne Jammern, etwas vom eigenen Wohlstand zu verlieren

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der die Menschen dankbar sind, wenn sie helfen können und helfen dürfen

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der die Lebens-Chancen der Menschen gerecht verteilt sind:
Schulbildung, Ausbildung, Bezahlung, Arbeitsplätze, Respekt ohne Ansehen der Person

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der es keine Gier und keine Korruption und keine Ausbeutung gibt

Wir bitten um eine Gesellschaft, die niemanden ausschließt, in der es die Menschen einfach miteinander gut meinen. Wir bitten um eine Gesellschaft, die in Güte und im Frieden lebt

Bitten und danken wir für die Arbeit so vieler Hilfsorganisationen wie etwa auch Caritas und Diakonie, die uns das die uns das an Hilfe für unsere Nächsten abnehmen, was unsere tägliche Pflicht als Christen wäre

So bitten wir, guter Gott, öffne unsere Herzen, öffne unsere Hände – mache unseren Glauben glaub-haft, lass uns Menschen der Barmherzigkeit sein, weil wir bereit sind, füreinander einzustehen – im Namen Jesu. Amen



Ach Arthur 175 Freund Leo und die "Menschen"sprache


Arthur hat eine neue Leidenschaft
Fantasiesprache - Fantasiedialoge -
wilde Fantasie-Streitereien
Wie soll die Moa das hier sprachlich wiedergeben?
Kaum kann sich der Arthur immer differenzierte ausdrücken:
"halte das bitte in der Zwischenzeit" sagt er -
oder " das mache ich nur ausnahmsweise" oder
komplizierte Konditionalsätze: "wenn ich das jetzt aufesse, bekomme ich dann ein Gummizeug?"
oder "wenn ich mich wickeln lasse, gibst du mir dann einen Traubenzucker?"
Also, unmissverständlich kann er sich ausdrücken, der Arthur
ABER: nun macht es ihm auch Spaß in Fantasiesprache mit uns zu verkehren
Wobei das wichtige daran natürlich die Gestik und die Modulation der Stimme ist.

Arthur liebt erhobene Zeigefinger,
Zeigefinger, links, rechts, die wild herumfuchteln,
Arthur wirft seinen Oberkörper theatralisch
in alle Richtungen, ja, er tippt sich auch dramatisch
an die Stirne
(ich schwöre, von keinem von uns hat er das je gesehen)
Arthur brüllt wie ein Löwe, Arthur flüstert bedrohlich,
Arthur rollt die großen Augen wie Wagenräder,
Arthur, er seufzt und hadert mit erhobenen Händen:
"alles sinnlos mit euch"
Dazwischen quietscht er vor Vergnügen und lacht strahlend
Theater Theater!!!!!  Ja, die Moa spielt da gerne mit
sie stampft mit dem Fuß auf, sie schüttelt den Kopf,
einmal bedenklich, dann energisch
dann ruft die Moa "no no no" , die Moa rollt auch die Augen, hebt die Hände zum Himmel
auch die Moa kann ganz laut werden und nur mehr flüstern...
Aber gestern hat die Moa am Video einen zweiten Schauspieler gesehen !

Den Leo!
ein paar Monate jünger als Arthur -
Arthur liebt ihn sehr
Beide Buben sitzen essend bei Tisch, da beginnt Arthur sein Fremdsprachen Spektakel
Er ringt die Hände,
Arthur brüllt, er fuchtelt:
 aber der toughe Leo,
der erschrickt gar nicht!!!
Der Leo versteht das Spiel sofort!
Der Leo spielt mit,
der mutige Leonidas fürchtet sich nicht vor dem irren Arthur.
Die Kinder verstehen einander total -
Leo ist der Ruhigere, der Gelassenere
Aber auch er stößt jetzt unverständliche Laute aus,
hat Spaß an allem: erst als der Arthur den Leo bei der Hose packt
und dazu auch etwas "chinesisches" formuliert, - erst da sagt der Leo trocken "HOSE"
Die beiden Buben haben den größten Spaß
Wie klug Kinder sind, die brauchen gar keine gemeinsame "Mutter"Sprache,
die haben eine "Menschen" Sprache, in der sie sich problemlos verständigen.






Holikomoli, 
ist auch so ein Lieblingswort vom Arthur, das wir alle nicht verstehen.
"Du bist ein Knob" sagt Arthur manchmal zu seiner Mama
Er sagt auch über sich selbst "da bin ich ein Knog"
 (einmal Knob, einmal Knog)
Was meinst du denn damit??? - fragen wir zunehmend genervt
Der Arthur lacht nur - WIR wissen es nicht - 
Der Leo aber, der versteht es sicher mühelos!!!

Freitag, 6. April 2018

Fürbitten 7.4. Kann man über ALLES reden?



7.4.2018 wir können unmöglich schweigen  Apg.4.13 Mk.16.9  Sa Osteroktav
DARÜBER reden?

„Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ sagen Petrus und Johannes, als sie vom Hohen Rat bei Strafe den Befehl bekommen, nicht mehr über Jesus zu sprechen. Wie geht es uns? Worüber, über welche Erfahrungen können und wollen wir nicht schweigen, was wollen wir weitererzählen, wovon geht uns das Herz über? Im Evangelium beauftragt Jesus seine Jünger dezidiert: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium“. Aber über den eigenen „Glauben“ zu reden, ist oft ein Tabu. Und wird in unseren Kirchen nicht auch oft zu viel gepredigt und viel zu wenig von persönlichen Glaubenserfahrungen gesprochen? 
Bitten wir heute

dass wir keine Angst und keine Scheu haben in eigenen Worten und ohne theologische Floskeln zu reden
Christus auferstanden, ganz bei uns – wir bitten dich erhöre uns

dass wir immer wieder über unsere eigenen lebendigen Erfahrungen mit Jesus sprechen können, über das, was uns hilft, was uns gut tut, was uns Freude macht und Kraft gibt

dass wir uns den Glauben nicht vorkauen lassen, dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in eingelernten Formeln und Ritualen

dass wir immer mehr in die Freiheit der Kinder Gottes hineinwachsen, dass wir Freunde Gottes sind, Mitbewohner und nicht Sklaven, wie es Jesus uns sagt

dass wir nicht anständig und fromm sind, weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe hinter unserem „Glaubensbekenntnis“ stehen

dass auch in unseren Kirchen so von Gott gesprochen wird, dass er in seiner Liebe und Barmherzigkeit erfahrbar ist

dass wir uns Auferstehung zutrauen, dass immer wieder etwas in unserem Leben ganz neu sein kann und dass wir diese Erfahrung mit anderen teilen wollen

Du guter Gott, so bitten wir heute ganz besonders, für alle, die nicht von kleinauf  Zugang zum Glauben finden, für alle die glauben wollen und doch immer wieder zweifeln – und wir bitten für uns selbst, dass wir anderen den Weg zum Glauben nicht schwer machen oder versperren. Hilf uns von Jesus als dem Auferstandenen in unserem Leben zu sprechen. Amen

Donnerstag, 5. April 2018

Fürbitten 6.4. wenn ich Mut hätte.....



6.4.2018 Joh.21.1 Auferstehung aus aller Mutlosigkeit Osteroktav Freitag

Die Geschichte heute im Evangelium ist angesiedelt zwischen mutlosem Alltag und einer
großen tiefen Hoffnung. Erzählt wird von den Jünger, die nach dem Tod Jesu zu ihrer Arbeit zurückkehren. Fischer sind sie. Und wieder erleben sie eine Nacht, in der sie nichts fangen. Totale Pleite. Da steht der auferstandene Jesus am Ufer, er schickt sie nochmals zum Fischfangen – als sie mit vollem Netz zurückkehren brennt schon ein Feuer am Strand. Jesus gibt ihnen Brot und Fisch. „Keiner wagte zu fragen: wer bist du“ heißt es im Evangelium – „denn sie wussten, dass es der Herr war“
Leben nicht auch wir immer wieder in dieser Bandbreite an Mutlosigkeit und dennoch großer Zuversicht. Bitten wir heute

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn vieles nicht nach Plan verläuft, wenn Projekte nicht gelingen, wenn uns Krankheiten einschränken.
Du Christus, auferstanden   A   wir bitten dich erhöre uns

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn es im Zusammenleben, in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz Probleme gibt, dass wir uns nicht beleidigt Zurück ziehen sondern an guten Lösungen arbeiten

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn uns die Dinge über den Kopf wachsen, wenn sich keine Lösung abzeichnet, wenn wir uns Sorgen um die Zukunft machen.

Dass wir DICH in all dem erkennen
Dort wo wir „Mut schöpfen“ müssen, wenn so vieles nicht gelingt und wir die Halbheiten und Unvollkommenheiten in unserem Leben hinnehmen müssen

Dass wir DICH in all dem erkennen
In allen unseren Zweifeln, in unserer Skepsis, in all dem, was wir nicht glauben können

Vor allem bitten wir für all die Menschen, die DICH nicht erkennen können
In ihrem Elend, in ihrem Leid, in ihrer Ausweglosigkeit
Wir bitten für die Verfolgten, für die Flüchtlinge, für die Opfer der Kriege, für die Opfer von Terror und Katastrophen


Amen


Mittwoch, 4. April 2018

Fürbitten 5.4. Zeugen gesucht Lk.24.35



5.4.2018 Lk.24.35    Zeugen gesucht…“Mi Osteroktav

„Ihr seid Zeugen dafür“…..sagt der auferstandene Jesus, der überraschend in die Mitte der Apostel kommt. Er will auch uns als Zeugen seines Lebens und seiner Auferstehung  -
Wie oft drücken sich Menschen davor „Zeugen“ zu sein. Das ist lästig, mit Aufwand verbunden, oft auch mit Unannehmlichkeiten für einen selbst. Man muss Stellung beziehen, sich für einen anderen engagieren, wenn man dessen Zeuge sein will. Bitten wir heute

Hilf uns Zeugen sein
In der Fürsorge die wir füreinander haben, in der Zuwendung

Hilf uns Zeugen sein
Wenn wir Flüchtlinge, Arme und am Rand lebende in unsere Mitte holen

Hilf uns Zeugen sein
In unserer Geduld und in unserer Ausdauer

Hilf uns Zeugen sein
Auch in Zeiten der Müdigkeit und Mutlosigkeit

Hilf uns Zeugen sein
Im Erinnern all unserer Erfahrungen mit dir

Hilf uns Zeugen sein
In der Freude und der Unerschütterlichkeit

Hilf uns Zeugen sein
in Allem, was uns auch dieser Tag wieder bringt 
in all den vielen Kleinigkeiten im Alltag, in denen Güte und Liebe aufblitzen


so bitten wir guter Gott, hilf uns Zeugen sein in unserer Hoffnung, in unserem Glauben und in unserer Liebe. Lass uns von dem reden, was in unseren Herzen lebt, was DICH lobt und liebt, im Namen Jesu. amen

Dienstag, 3. April 2018

Fürbitten 4.4. noli me tangere - halt mich nicht fest

Impatiens noli me tangere


4.4.2018 Joh.20.11 halt mich nicht fest – noli me tangere Mittwoch 1.OW

"Halt mich nicht fest", sagt Jesus zu Maria Magdalena, als sie in der Nähe des leeren Grabes den Auferstandenen endlich erkennt, als sie ihn umarmen und halten will - "Halt mich nicht fest"sagt Jesus zu der Frau, die ihn so sehr liebt.  Eigentlich dürfen einem dabei auch die Tränen kommen. Weil es so deutlich ist, dass wir eigentlich nichts festhalten sollen und weil das sehr, sehr schwer ist. Bitten wir heute

Dass wir Vertrautes loslassen können, damit wir Neuem begegnen

Dass wir fixe Meinungen selbst liebgewordene Gewohnheiten ändern können

Dass wir uns nicht fest klammern an Plänen und Vorhaben, vielleicht auch an Unabhängigkeit und Gesundheit  

Dass wir nicht Besitz ergreifen von Menschen, auch nicht von Menschen, die wir lieben

Dass wir den Anderen Freiheit und genug Spielraum in der Begegnung mit uns geben

Dass wir aufhören uns auch an fixen Ideen und Vorstellungen zu klammern

Dass wir auch alte Gottes-Bilder loslassen, damit wir neu sehen können

Dass wir nicht ängstlich an alten Ritualen und überholten Gesetzen festhalten

du guter Gott, so bitten wir um Vertrauen - Vertrauen - Vertrauen: dass wir nicht klammern und festhalten. Das uns das „loslassen“ gelingt, dass uns die Freiheit gelingt, hinein in die Hoffnung unserer Auferstehung. Durch Jesus Christus unseren Bruder Amen

Montag, 2. April 2018

Fürbitten 3.4. Ostern heißt auch: sich auf den Weg machen



Foto: Eva Filice

3.4.2018  Mt.28.8  auf dem Weg sein Dienstag nach Ostern

Die Geschichten der Auferstehung können wir nicht wie Reportagen lesen. Punkt wann genau ist Jesus auferstanden. Wie ist das abgelaufen? Was ist passiert?  Deutlich ist, dass Frauen eine große Rolle spielen. Sie, die damals als Zeuginnen nichts galten, sind die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu.  Aber es sind keine Reportagen, die Geschichten rund um die Auferstehung sind Geschichten der BEGEGNUNG, des ERKENNENS, auch des LOSLASSEN müssen. Immer wieder ist vor allem auch die Rede vom „auf dem Weg sein“ – wie auch heute, wo es im Evangelium heißt „noch während die Frauen auf dem Weg waren“ … Auch wir sollen Menschen sein, die unterwegs sind, die nicht starr an einem Punkt verharren – so bitten wir heute

Lass, dass wir uns auf den Weg machen, und lass uns zurücklassen, was uns bis jetzt noch mutlos, ängstlich, unsicher gemacht hat

Lass, dass wir uns auf den Weg machen, damit wir Neuem begegnen können

Lass, dass wir uns auf den Weg machen und dem vertrauen können, was auf uns zukommt

Lass, dass wir uns auf den Weg machen, ohne Ängstlichkeit, es könnte der falsche Weg sein,
lass uns vertrauen, dass auch Umwege und Abwege in den richtigen Weg münden werden

Lass, dass wir uns auf den Weg machen, - auch wenn wir wissen, dass die Begeisterung der ersten Schritte vielleicht schnell verfliegen wird, lass uns nüchtern und beharrlich auf dem Weg bleiben

Lass, dass wir uns auf den Weg machen – lass, dass uns dabei die Dankbarkeit trägt und immer das „miteinander“

Lass, dass wir uns auf den Weg machen, Lass uns aufbrechen und gehen,
immer wieder, Tag für Tag
manchmal werden wir das Etappenziel nicht erreichen, 
aber immer wird es der Weg sein, auf dem Du uns begegnest

Jesus, wo immer wir sind und wo immer wir dich suchen, auch wenn wir dich oft nicht erkennen: Hilf uns auf-er-stehen – auferstehen in All das, was in uns NEU werden soll. 
Darum bitten wir. Amen

Sonntag, 1. April 2018

OSTERN - immer wieder neu anfangen



OSTERN 2018  Das Grab ist leer

Mit so großer Freude feiern wir Auferstehung – das Evangelium am Ostermontag erzählt die Geschichte von den Emmaus-Jüngern. Wie aus großer Enttäuschung plötzlich wieder Freude und Zuversicht wird. Ja auch wir können doch eigentlich täglich in der Freude der Auferstehung leben, in der Freude und Zuversicht, dass es immer wieder einen Neuanfang geben darf. Bitten wir heute mit Gedanken und Worten von Schriftstellern.

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"lass uns alles geschehen Schönheit und Schrecken,(dass wir das Gute annehmen können und auch all das,was wir nicht verstehen) lass uns gehen bis an unserer Sehnsucht Rand", wie es Rilke sagt 
Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass unser kleines ICH großzügiger wird, bis an die Grenze der Verrücktheit".
der Theologe Peter Schellenbaum
Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

 im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir nicht suchen, was uns fehlt – sondern dass wir finden, was wir haben"
Benediktinerpater David Steindl-Rast
Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

 im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir nicht müde werden, sondern immer wieder dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten."  Die Schriftstellerin Hilde Domin                                                                                    Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja
im Licht deiner Auferstehung bitten wir,                                                   .                                              dass wir abschließen können und segnen, segnen, was immer auch war                                         "denn Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen" Margarete Mitscherlich   Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir immer wieder neu anfangen, weil Leben anfangen ist, immer, in jedem Augenblick"
Cesare Pavese
Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir den neuen Menschen anziehen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist
dass wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen". Paulus im Epheserbrief 4.23 
Dich bitten wir, Christus mitten unter uns - halleluja, halleluja

Mit uns Christen feiern auch die jüdischen Gemeinden Pessach.
 Beten wir mit ihnen, mit den uralten Worten der Bibel: 
"schema israel adonai elohenu adonai echad"
 Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. 
IHN, unseren gemeinsamen Gott bitten wir: Schenke SCHALOM, 
schenk uns den Frieden, den nur du uns geben kannst. Einen neuen Himmel, eine neue Erde.
Wir bitten im Namen Jesu. Amen 



Arthur am OSTERSONNTAG 58 - ja, der Osterhase braucht UNS

Was wird die Moa dem Arthur heute wohl
aus ihrem Sonntagsbuch erzählen?
OSTERSONNTAG
Das ist ja ein besonderes Fest für die Moa.
Aber viel Zeit zum Lesen wird da nicht sein.
Ganz gleich, wie das Wetter ist,
der Arthur wird sich schon ganz bald
"AUF DIE SUCHE" machen - auf die Suche nach dem,
was "der Osterhase" versteckt hat.
Wobei der Arthur das Wesentliche ja schon gelernt hat.
"Der Osterhase" - ja, der hoppelt nur, wenn
wir alle ihm dabei helfen. Hätte der Argthur nicht
soooo fleißig gearbeitet - siehe Foto rechts -
na, dann wäre auch kein Osterhase da.
Eier gefärbt hat der Arthur, Eier bemalt hat
der Arthur, alles schön dekoriert hat der Arthur -
aber , um ehrlich zu sein, er allein, hätte das ja auch nicht geschafft. Da gabs die wunderbare Chiara, ohne deren Hilfe
dieser schöne Osterstrauß gar nicht da wäre

gar nicht zum Reden vom köstlichen
REINDLING
auch den hat die Chiara "für den Osterhasen"
gebacken - damit sich Arthur und Mama und
Papa, und wer immer zu Besuch kommt,
daran erfreuen können,
Ja, den OSTERHASEN gibt es nur, wenn wir
selbst ihm helfen.
Wir selbst machen einander die Freude
Wir selbst basteln und schmücken und kochen
und backen .... und wweil der Arthur soooo fleißig war,
da wird es sicher auch noch andere Packerln für
ihn geben ... aber die haben auch Mama und Papa und
wer auch immer sonst noch - für ihn versteckt.
Einfach so, weil es schön ist, Ostern zu feiern.
So wie der Arthur ja am 20.März Nouruz gefeiert hat,
das persische Neujahrsfest.
Fast alle Kulturen kennen diese Frühlingsfeste,
die Freude, wenn alles wieder grün und bunt wird,
wenn es so aussieht,
als würde ALLES LEBEN NEU ERWACHEN

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche 
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; 
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück; 
Der alte Winter, in seiner Schwäche, 
Zog sich in rauhe Berge zurück.....  Selbst von des Berges fernen Pfaden  -Blinken uns farbige Kleider an.    Ich höre schon des Dorfs Getümmel, Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein: 
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!     Faust I, 
Ja, genau das - und doch noch ein wenig mehr -  steht auch im Osterbuch der Moa. Um's Mensch sein geht es, und was es heißt ein Mensch
zu sein, in der Freude, im Leid,
im Miteinander Mensch sein.
Wie wir leben, als Menschen, jeder für sich allein und doch wir alle miteinander ...wie das Leben an vielen Tagen gut sein kann und dann auch doch wieder schwer und mühsam. Auch Trauriges gibt es immer wieder und selbst wenn der Arthur noch nichts weiß "vom Tod" - so hat er es doch bei seiner kleinen Motte erlebt: plötzlich war sie leblos, "kaputt", nicht mehr da.
Auch das ist ein Stück vom Leben.
OSTERN  feiern heißt: 
mach dir keine Sorgen, wie alles ausgeht. Es wird alles GUT SEIN, irgendwann und irgendwie wird ALLES GUT ENDEN -   Mensch sein heißt, dass wir absolut  aufs "Happy end" vertrauen dürfen. 
Manche sagen dazu :                                     "Gott schenkt neues Leben", 
aber das ist wie beim Osterhasen: auch Gott braucht UNS -   denn nur WIR können das hier auf dieser Erde -jeden Tag versuchen, 
einander "neues Leben" schenken. 
Dann gibt es sicher auch ein Leben für immer
Einfach ein Herz mit Flügel - 
das findet schon den Himmel