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Sonntag, 7. Mai 2017

Arthur am Sonntag 17 Wenn der Arthur mit "seinem" Baby ....Joh.10.1

"Oma", sagt der Arthur,
ich lerne jetzt gerade das Balancieren -
mit EINEM Fuß kann ich es schon!!"
Die Oma lacht - ja sie hat es am Mama Video gesehen.
Im Liechtensteinpark gibt es als Trennung zwischen Kiesweg und Wiese eine in den Boden eingelassene dünne Metallschiene. Auf der versucht Arthur zu balancieren.
Noch "hatscht" er, ein Fuß auf dem Metall, der andere rutscht doch noch immer ab in den Kies ....
aber der Arthur gibt nicht auf. Bei den "Großen" - bei den Schuldkids hat er es
gesehen - und was "die Großen" machen ....ja, das MUSS auch der Arthur können. Nur an "den Großen" will er sich orientieren ....
Im Sonntagsbuch der Oma kann man heute auch etwas darüber lesen.
"Echt Oma", sagt der Arthur, die schreiben was vom Liechtensteinpark?"
"Nein", sagt die Oma, "da wird heute eine Geschichte erzählt, von einem Hirten
und seinen Schafen -
und dass die Schafe so klug sind und meist
ganz genau wissen, wer der "richtige" Hirte ist,
IHR Hirte, dem sie vertrauen können und mit dem sie dann herumwandern.
Die Oma seufzt: "aber wie soll ich dir erklären, was ein Hirte ist - oder was Schafe sind."
"Oma", sagt der Arthur, und balanciert jetzt hoch aufgerichtet auf seinem Auto:
"ich weiß, was Schafe sind: "wau wau" -
"aber geh", sagt die Oma, die wau wau sind die Hunde,
die sind zwar auch bei der Herde dabei, aber schau:
die Oma zeigt dem Arthur jetzt im Bilderbuch wie Schafe aussehen.

"Ja, und der Hirte" -
na das ist so eine Art Chef für seine Schafe.
Aber ein liebe-liebevoller
Dem gehts nicht darum, wie viel Geld er dafür bekommt, wenn er die Milch der Schafe verkauft oder was er daran verdient, wenn die Schafe aus seiner Herde einmal geschlachtet werden -
nein der HIRTE, der kümmert sich
wie ein Papa und wie eine Mama
um seine Schäfchen. Der will keinen Nutzen aus ihnen ziehen, der sorgt sich nur darum, dass es allen gut geht, dass keines seiner Tiere krank wird,
dass kein Schäfchen der Herde verloren geht.
Darum heißt er in der Geschichte auch "der GUTE HIRTE" -
(Aber natürlich ganz wichtig:
es gibt auch Hirtinnen, Schäferinnen (Foto taz.de))
"NUR, darauf musst du achten:"
sagt die Oma zum Arthur - der jetzt gerade
auf der Bank rund um den großen Esstisch balanciert...
"...es gibt aber immer wieder auch andere, die einfach so tun, als wären sie "Hirten",
die es aber nicht gut meinen mit ihrer Herde.
Die wollen nur Geschäfte mit den Tieren machen. Die vielen Schafe in der Herde merken das aber oft nicht gleich, sie laufen einfach jemand nach, der gerade da ist.
"Weißt Du", sagt die Oma, "und so ist das auch, wenn man kein Schaf ist -
auch Menschen orientieren sich gerne an anderen Menschen. Du schaust auf "die Großen" -
du bewunderst "die Großen" , du willst alles so machen und können wie "die Großen".
Ja, am Spielplatz läufst du "den Großen" nach -

und meistens sind das ganze liebe "Große",
die dich sogar mitspielen lassen oder dir neue Tricks auf den Spielgeräten zeigen...
ABER irgendwann einmal , wenn dann kein Papa und keine Mama und keine Oma mit sind,
da wirst du auch auf "Große" treffen, die es nicht gut mit dir meinen.
Die dich zu Sachen überreden wollen,
die dir nicht gut tun.
Als die Oma noch ein Kind war, da war sie viel auf "Gstättn" unterwegs, Parks gab es da keine -
da ging es immer wild zu und oft hatte irgendein großes Kind die Idee :
"Mutprobe" - "wenn du kein Feigling sein willst, dann mach das jetzt!!!!"
Da ist die Oma, die Ilse, auf einen hohen Kirschbaum hinaufgekraxelt - obwohl sie
eigentlich furchtbar Angst hatte - und die Buben unten haben gerufen
"Noch höher traust dich aber nicht" ...
und da ist die kleine Ilse immer weiter geklettert und hat immer mehr Angst gehabt ...unten haben die Kinder alle gelacht ...  zum Glück kam sehr bald ein Erwachsener vorbei, (die Kinder sind davon gelaufen), und der hat zum Glück das Mäderl vorsichtig vom Baum herunter geholt. Und die Oma kann heute noch hören, wie der Mann sinngemäß sagte:
Sei nie mehr so dumm, und mach Sachen, die du nicht wirklich kannst, nur damit du anderen imponierst.
Der Mann, der war ein "guter Hirte" - der hat aufgepasst.
Die "Großen", die Kinder, die waren ja nicht "böse", aber sie haben nur an ihren Spaß gedacht ....
Darum musst du ganz genau aufpassen, wem du hinten nachlaufen willst. Musst ganz genau
aufpassen, wem du vertrauen kannst.
Am Spielplatz, im Kindergarten, in der Schule...
Auch wenn du schon groß bist, wirst du immer ganz genau aufpassen müssen, was man dir erzählt: welche Zeitungen sind vertrauenswürdig, wie bilde ich mir meine eigene Meinung,
wie kann ich selbst entscheiden, was richtig und gut ist.
Am Weg zum selbst Groß-werden und selbst
immer besser entscheiden können,
brauchst du "GUTE HIRTEN - GUTE HIRTINNEN" -
Menschen, denen du am Anfang"blind" vertrauen kannst,wie Mama und Papa, Omas und Opa, Tanten und Onkel.  Ja, auch deinen Babyitter Mädels kannst du wohl vertrauen ...
Aber bald beginnt dein eigener Weg ...
das ist anders als bei den Schafen in der
Sonntagsgeschiche von der Oma
Du wirst deinen eigenen Weg gehen - aber immer wird es wichtig sein, dass dich "gute Stimmen" dabei begleiten .... und du selbst wirst für andere ein "GUTER HIRTE" sein, wenn du
Verantwortung für sie übernimmst, wenn du dich sorgst und kümmerst ...
"Jaaaaa", ruft der Arthur, "das tue ich doch Oma, ...
ich hab doch MEIN BABY!!!"
Der Oma wird das Herz weit: ja, genau ....
erst unlängst 
hat der Arthur doch sein Baby mitgetragen
beim Spazieren gehen ... 
Leute sind entzückt stehen geblieben ... 
denn der Arthur hat seine Babypuppe - 
ganz in rosarot -   

nicht nur getragen, der Arthur 
hat "seinem" Baby dabei am Weg auch alles Wichtige
erklärt - sogar mit erhobenem Zeigefinger!
Der kleine gute Hirte


PS eben liest die Oma eine traurige Geschichte, die zu ihrer Geschichte passt-
   
"Ein Elfjähriger ist bei einem Sturz von einem Balkon in der Donaustadt schwer verletzt worden. Der Bub fiel vier bis fünf Meter tief und landete im Innenhof eines Mehrparteienhauses am Rennbahnweg auf einem Betonboden. Er erlitt mehrere Brüche und eine Schädelverletzung. Der Schüler hatte auf dem Balkongeländer geturnt. 
„Offenbar wollte er ältere Jugendliche nachahmen, die er vor einiger Zeit einmal beobachtet hatte, wie sie im Innenhof und im Stiegenhaus die Sportart Parkour ausübten“, 
sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger".  
Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2841596/



Samstag, 6. Mai 2017

Fürbitten Sonntag 7.5. es braucht Weg-Weiser


7.5.2017 Joh 10.1 Guter Hirte Weltgebetstag für geistliche Berufe 4 OS

Heute ist Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Die Worte Jesu vom Guten Hirten im Evangelium passen natürlich perfekt dazu. Aber letztlich geht es nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere. In unserem großen und im ganz kleinen Umfeld. Bitten wir heute

dass wir uns in Europa und nicht zuletzt auch in Österreich, angesichts der menschlichen Katastrophen vor unserer Haustüre nicht über-fordert fühlen– sondern ge-fordert.
 
Dass wir als Christen mithelfen eine Kultur des Mutes und der Zuversicht zu entwickeln, 
nicht eine Kultur der Angst und der Ausgrenzung.

dass wir als Christen in dem, was andere "Krise" nennen, die Handlungs-Aufforderung Gottes 
an uns erkennen, und die große Chance, die im Helfen liegt

Bitten wir, dass viele Menschen den Mut finden, Männer und Frauen, Mädchen und Burschen sich auf eine besondere Lebensform in der Nachfolge Jesu einzulassen- dass wir selbst, wo immer es möglich ist, jungen Leuten dazu Mut machen

bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden, bitten wir, dass Priester ohne Amt, dass auch Laien, Männer und Frauen, die sich berufen fühlen, ihren Platz in den Eucharistie-Gemeinschaften finden

und bitten wir für uns selbst, dass wir in unserem Alltag „Gute Hirten und  gute Hirtinnen sind“, 
dass wir behüten, begleiten und  bewahren können, was du uns anvertraut hast.


So bitten wir dich guter Gott: gib vielen jungen Leuten den Mut und die Freude, sich ganz auf dich einzulassen und lass jeden von uns den Weg mit Jesus gehen, im Vertrauen auf dich, der du uns Vater und Mutter bist. Heute und immer. Amen

für Brita - auf dem Jakobsweg, 6.5.


„Geh DEINEN Weg. 

Geh in DEINEN Schuhen“ 

Mönchsvater Johannes

"Tabita, steh auf"
Tageslesung Apg. 9.31

Ich glaube nicht, dass Leiden allein lehrreich ist.
Wenn Leiden an sich lehrreich wäre, wäre alle Welt weise, denn jeder leidet.
Zum Leiden müssen Trauer kommen, Verständnis, Geduld, Liebe, Offenheit
und der Wille, verwundbar zu bleiben.
Alle diese und noch andere Faktoren können unter Umständen lehrreich sein.

Anne Morrow Lindbergh


Ein müder Fuß, der am Ufer des Minho rastet. 
Statt der aufregenden Unruhe des Atlantiks jetzt sanftes Dahingleiten. 
Gut so, denn bald ist der Weg zu Ende. 
Samstag fliege ich heim. 


Waschelnass in Valenca angekommen. 
Ziel für heuer erreicht. 
Super war's

Danke für deine Gesellschaft unterwegs. 
Another bearhug!

Freitag, 5. Mai 2017

Fürbitten 6.5. Komm, steh auf Apg.9.31

6.5.2017  Tabita, steh auf   Apg 9.31 Sa 3 OW 

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte ist es Petrus, der eine junge Frau wieder zum Leben erweckt. Er kniet neben der Toten, er betet, dann sagt er:  „Tabita, steh auf“ . 
Wir wissen nicht, ob die junge Frau wirklich tot war. Aber sie ist „zum Leben zurück gekehrt“. Erleben wir das selbst nicht immer wieder. Wie oft ist man erschöpft, wie tot, will einfach nur seine Ruhe haben: dann das Wunder: Vielleicht ist es jemand der sagt: Komm, es wird ja wieder…. Vielleicht hören wir in uns selbst diese Stimme. „Komm, steh auf, mach weiter“   
so bitten wir:

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, eine Situation, eine Krankheit, eine Krise nicht länger
ertragen zu können,
immer dann, wenn wir glauben, dass nichts mehr etwas nützt

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir Menschen aus dem Weg gehen wollen und uns wie tot stellen
Immer dann, wenn wir enttäuscht sind, resignieren wollen

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn Erfolge ausbleiben, wenn uns Probleme über den Kopf wachsen.
immer dann, wenn wir uns oft so wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir nicht den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung schaffen:
immer dann wenn uns das Herz schwer ist, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, was soll sich denn noch in meinem Leben ändern 
immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“

 Du guter Gott. Ja, wie oft sind wir „wie tot“. Wir brauchen dich, wir brauchen andere Menschen die uns berühren, die uns wieder auf die Beine helfen, die sagen „Komm steh auf“. Nimm von uns alles, was uns lähmt und daran hindert, „lebendig“ zu sein – und lass auch uns Menschen sein, die anderen wieder „auf die Beine helfen“. Darum bitten dich im Namen
Jesu. amen 



für Brita - auf dem Jakobssweg


„Sobald du in einer Sache Meister geworden bist, 

 werde in einer neuen Sache Schüler.“ 


Gerhart Hauptmann

"Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen,
und er sah wieder, er stand auf
..er kam wieder zu Kräften

von Saulus zum Paulus Apg.9.18 Tageslesung


Rainer Maria Rilke 16. Juli 1903 an einen jungen Schriftsteller: 

"...ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages 
in die Antwort hinein.
…Darum, lieben Sie Ihre Einsamkeit, und tragen Sie den Schmerz, den sie Ihnen verursacht, mit schön klingender Klage. Denn die Ihnen nahe sind, sind fern, sagen Sie, und das zeigt, dass es anfängt, weit um Sie zu werden. Und wenn Ihre Nähe fern ist, dann ist Ihre Weite schon unter den Sternen und sehr groß; freuen Sie sich Ihres Wachstums, in das Sie ja niemanden mitnehmen können, und seien Sie gut gegen die, welche zurückbleiben, und seien Sie sicher und ruhig vor ihnen und quälen Sie sie nicht mit Ihren Zweifeln und erschrecken Sie sie nicht mit Ihrer Zuversicht oder Freude, die sie nicht begreifen könnten."

Donnerstag, 4. Mai 2017

Fürbitten 5.5 Alles kann ganz anders werden - Vom Saulus zum Paulus


5.5.2017 aus Saulus wird Paulus Apg.9.1

Aus Saulus wird Paulus, darüber erzählt heute die Lesung aus der Apostelgeschichte, eine der spannendsten Erzählungen, eine fast unglaubliche Bekehrungsgeschichte: Aus einem, der die Anhänger Jesu kompromisslos verfolgt, wird einer, der für Jesus sein Leben hingeben wird. Gott schreibt gerade auch auf krummen Linien, könnten wir sagen. Nie darf man einen Menschen abschreiben, bei Gott ist alles möglich. Menschen sind immer wieder fähig, 
„ganz anders“ zu werden, radikal umzukehren. Unser eigenes Leben ist nicht so spektakulär, und trotzdem geht es auch bei uns Tag für Tag um „Umkehr“. Was heute noch richtig war – kann morgen, in einer neuen Situation, nicht mehr das Richtige sein. Wie spannend ist das Leben. Jeden Tag müssen wir neu hineinwachsen – in das, was Gott will. so bitten wir

dass wir immer wieder vom „hohen Ross steigen“, wie Saulus, dass wir immer wieder innehalten auf unserem Weg, immer wieder neu denken, neu hinhören auf das, was Du von uns will

dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst

Dass wir einen Sinn dahinter sehen, wenn wir aus Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit aufgeschreckt werden

dass wir auch um-kehren können, und uns eingestehen, wenn wir uns „verrannt haben

dass wir gelassener mit unseren eigenen Fehlern und denen der anderen umgehen, denn es ist Gott, der alles zum Guten wenden kann

dass wir uns hin-horchen getrauen, auf unsere Wünsche, auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auch so spricht Gott zu uns

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen. und dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

dass wir uns auf neue Wege führen lassen, auch wenn wir den Sinn nicht gleich verstehen



Du guter Gott: Immer wieder willst du uns auf neue Wege führen. Auch uns begegnest du wie Saulus: unvermutet und mitten in unseren Plänen und Aufgaben: lass, dass wir dann „vom hohen Ross“ unserer Gewissheiten steigen und uns von dir führen lassen: im Namen Jesus . amen 

für Brita - auf dem Jakobsweg


"Wo kämen wir hin, 

wenn alle sagten, 
wo kämen wir hin, 
und keiner ginge, 
um zu sehen,
wohin wir kämen, 
wenn wir gingen." 

Kurt Marti 



"Ich bin das Brot des Lebens“
Tagesevangelium Joh.6.48


Gott kann sich uns nur schenken
im Maße unseres Hungers nach ihm

gib dem Ehrgeiz keine Nahrung mehr
bläh das Selbstbild nicht mehr auf
und es wird Raum
für der Liebe Freilassung

mach dich also dünn
damit Weite wächst
in der dir alles zufällt
leicht wie ein Geschenk

Andreas Knapp


"Standortbestimmung:

1. Was tue ich, was ich weiterhin tun soll?
2. Was tue ich, womit ich unbedingt zu tun aufhören soll?
3. Was habe ich noch nicht angefangen zu tun, 
was ich schon längst hätte tun sollen?"




so sieht Spanien aus portugiesischer Sicht aus.
Mündung des Grenzflusses Minho



Dieses Prachtexemplar von einem schwarzen Hahn 
leistete mir beim Frühstück Gesellschaft. 
Ist so etwas wie ein portugiesisches Nationalsymbol

Mittwoch, 3. Mai 2017

Fürbitten 4.5. was wir brauchen .....


4.5.2017  Brot des Lebens Joh.6.44 

auch heute im Evangelium ist es die „Brotrede“ Jesu, die wir in einem Ausschnitt hören. Immer wieder sein Satz „Ich bin das Brot des Lebens“. Wer täglich zur Messe geht, dem könnte es nun auch schon ein bißchen fad werden – OSTERN FEIERN, 5o Tage lang bis Pfingsten, das ist nämlich gar nicht so einfach. Die Freude wachhalten, der Sehnsucht nachspüren, nicht wieder zur Routine zurückkehren. „Das Brot des Lebens“ von Jesus annehmen, das heißt aber, sich immer wieder auf Neues einlassen, offen und verletzlich bleiben …  Bitten wir heute

immer dann,
wenn uns das Herz schwer ist
weil wir trotz allem Bemühen unsere Grenzen erreichen
weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt
dann bitten wir:  sei du uns Brot des Lebens  - 

immer dann
wenn uns die Freude abhanden kommt
wenn wir alles beim Alten lassen wollen,
wenn uns der Mut fehlt, Neues zu riskieren:                  
dann bitten wir:  sei du uns Brot des Lebens 

immer dann
wenn wir auch den anderen nichts mehr zutrauen
wenn wir Menschen abschreiben
wenn wir von der Liebe nichts mehr erwarten:
dann bitten wir:  sei du uns Brot des Lebens

immer dann 
wenn Bitterkeit und Enttäuschung  Beziehungen vergiften
wenn wir den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung nicht schaffen
wenn wir Anderen lieber aus dem Weg gehen wollen
dann bitten wir: sei du uns Brot des Lebens

immer dann
wenn wir glauben mit unseren Antworten am Ende zu sein
wenn wir stumm und hilflos sind vor unseren Problemen und den der Anderen
aber auch dann, wenn wir glauben, schon auf alles eine Antwort zu haben: 
dann bitten wir : sei du uns Brot des Lebens 

immer dann
wenn wir uns - wie heute - doch immer wieder auf den Weg machen
weil wir erkannt haben, dass es nur die vielen kleinen Schritte sind, die uns weiter tragen
weil wir erkannt haben, dass der Weg so wichtig ist wie das Ziel
ja, dann bitten wir – sei du uns Brot des Lebens

Du guter Gott. So groß ist unser Hunger nach Leben. So groß oft unsere Sehnsucht, endlich satt zu sein, genug Liebe zu haben, genug Freude, genug Frieden. Vor allem um den Frieden bitten wir dich und um Brot und Sicherheit für all die Menschen, die aus ihrem Leben herausgerissen worden sind, auf der Suche nach einer neuen Heimat.  Sei du uns allen Brot des Lebens.

 Amen

für Brita- auf dem Jakobsweg


"Ich akzeptiere mein gebrochenes Herz. 
Ich werde es nie aus der Hand geben" 

Lady Gaga

Philippus sagte zu ihm:
Herr zeig uns den Vater:
das genügt uns

Tagesevangelium Joh...14.8

Wir tun alles, um das Erleben von Trauer auszuschließen: angefangen beim Vermeiden von "Konflikten der Kindern wegen..." bis zur gepflegten Erscheinung eines einbalsamierten Leichnams. Doch jeder, der die Fähigkeit zu echtem, tiefen Gefühl nicht verloren hat, kann nicht umhin,
oftmals traurig zu sein. 
In Wirklichkeit besteht das Problem des Lebens nicht darin, 
glücklich zu sein, sondern lebendig zu sein. 
Ob man sich freudig oder traurig erlebt, ist gegenüber dem Gefühl, lebendig zu sein, zweitrangig

Erich Fromm

viele viele km sehen so aus, 
gefühlt genau so viele 
durch die lang gezogenen Dörfer auf Stockpflaster.
Aber dafür gibt es im Dorf Menschen, die Zeit haben


Auch ohne Holzsteg ist der Weg entlang der Küste wunderbar. 
Und wenn er hinter den Dünen verschwindet, 
hört man noch das Meer rauschen. 
Heute geht es noch so weiter, 
ab morgen ins Landesinnere Richtung Valenca/Tui.

Dienstag, 2. Mai 2017

Fürbitten 3.5. Bitten ...


3.5.2017 Fest der Apostel Philippus u Jakobus

Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, dann werde ich es tun,“ sagt Jesus im Evangelium. Wir dürfen ihn ganz sicher „beim Wort“ nehmen, darum bitten wir 

für alle die wir gern haben und die uns nahe stehen, - aber auch für alle, die uns ein bissl zwider sind, denen wir gern aus dem Weg gehen, wo wir nicht so sehr drüber nachdenken, 
was sie brauchen könnten:
Jesus, DU weißt, was sie brauchen wir bitten dich erhöre uns

für alle die krank sind, die Schmerzen haben, die pflegebedürftig und von anderen abhängig sind, 
für alle auch, die andere betreuen und pflegen: Jesus, Du weißt, was sie brauchen

für die Menschen, die uns im Alltag begegnen, in der U Bahn, beim Einkaufen, auf der Straße, Menschen, die uns fremd bleiben und die wir dir doch „im Vorübergehen“ anvertrauen:
Jesus, du weißt, was sie brauchen

für die Jugendlichen und Kinder die in diesen Tagen zur Erstkommunion und Firmung gehen: vor allem auch für ihre Eltern und Verwandten, die vielleicht nach langer Zeit wieder einmal mit Kirche in Berührung kommen: Jesus, du weißt, was sie brauchen

für alle die Menschen, von deren Schicksal wir nur aus den Medien hören. Die Opfer von Gewalt und Naturkatastrophen sind, Opfer von sinnlosen Kriegen und brutalen Machtspielen:
Jesus, Du weißt was was die Menschen brauchen

Am Fest der Apostel Philippus und Jakobus bitten wir besonders für unsere Kirche, weltweit und im nahen Bereich. Dass "die Kirche, unsere Kirche" mit der Güte und dem Verständnis Jesu auf die Menschen zugeht, Dass unser Glaube Menschen hilft, freier und glücklicher zu leben
Jesus, Du weißt, was es dazu braucht -


Du guter Gott, wir bitten Jesus und in seinem Namen bitten wir dich: gib uns was wir zum Leben brauchen, vor allem Liebe und Freude und Vertrauen. Dafür danken wir dir und wir wollen dich über Alles lieben, heute und in Ewigkeit. Amen

Ach Arthur 107 Heute 19 Monate, eine Burschen-Freundschaft und die Oma ratlos

Du meine Güte,
19 Monate ist er heute alt, der Arthur, der Aktivi.
Wieder einmal ist es die Nachbaromi -
die Omi der Flora Prinzessin -
die schon in aller Früh "gratuliert". Ja,ja, die Arthur Oma hätte es wieder verschlafen ....
mit dem Monats-Zählen hat sies nicht so ... den Kopf mit
hunderttausend anderen Problem voll.
Hunderttausend!! Na ja, so ist die Arthur Oma,
die übertreibt immer maßlos
Vier Tage lang war der Arthur unterwegs, allein,
nur mit der Mama  - und es war
ein so unglaublich schöner Urlaub
bei Freunden. Ja "bei Freunden"!!
Denn auch der Arthur hat jetzt
einen ECHTEN FREUND, den er mehrere Tag
lang besucht hat.
Zunächst war es ja die Mama, die mit dem Arthur
zu IHRER Studienfreundin Juliane nach Köln geflogen ist - aber DORT - DORT hat nun auch der Arthur einen
"Freund im Ausland"
JULIUS heißt er, fast gleich alt wie Arthur - und was alle vorher doch ehrlich gesagt mit etwas bangen Gefühlen gesehen haben: einander unbekannte, nicht aneinander gewöhnte Kleinkinder auf engem Platz !! Werden sie quengeln und streiten -????
Nein, DAS hat sich ganz anders abgespielt.
Eine richtige Burschen-Freundschaft ist das geworden!!!!
Der Julius hat sein Kinderzimmer und alle tollen Spielschätze,
die er hat,mit dem Arthur geteilt.
Dem Arthur nix aus der Hand genommen,
nie "nur meines, nur meines" gerufen!
Der Julius hat den Arthur nie gerempelt oder von einem Spielzeug weg gestoßen. "Gemeinsam, Gemeinsam" hat alles funktioniert,
Die Oma hat es auf vielen Videos und Fotos sehen können.
Puh, so ein Glück, so rührend lieb!!!
Könnte ja sehr mühsam sein, wenn zwei so Racker mehrere Tage miteinander auskommen müssen.
Ja, der Arthur ist stolz: jetzt hat auch er einen "Studienfreund" ....
na ja, lassen wir ihn das so nennen .... wer weiß,
wie schnell die beiden dann auch Erasmus - Studenten sind,
wie ihre Mama es waren!!!!
Aber jetzt, jetzt ist der Arthur wieder da -  und JETZT
ja JETZT fängt die Ratlosigkeit der Oma an!!!
RAT-LOS????
Beim letzten Ausflug auf den Spielplatz ist der Oma klar geworden:
DAS ist kein ideales Terrain mehr für sie.


Denn dort, wo der Arthur überall hinauf will - und wo er es auch
schon kann -
"die ganz große Kinder Rutsche, hohe Stiegen hinauf, weite Fahrt hinunter -
die schwankende Hängebrücke, wo er unerreichbar für die Oma in einem Häuschen verschwindet und auf der anderen Seite gleich an einem Seil baumeln könnte ...
da kann ihm die Oma nicht mehr helfen.
Die Oma kann nicht nachklettern,
die Oma ist zu klein, um ihn "von unten" im Notfall halten zu können ...
DAS frustriert den Arthur nur, mit der Oma auf den Spielplatz zu gehen
"Bitte nicht DORT", hört er dauernd,
"bitte nicht Arthur. Geh auf die kleine Rutsche, geh ins kleine Hüpf-Viereck,
geh in die Sandkiste...."
Nein denkt sich die Oma, das kann sie dem Arthur nicht mehr zumuten.
Und dauernd "Oma Aua Aua" will sie ja auch nicht sagen ...
ALSO WIE soll's weiter gehen? Wohin sollen uns jetzt die Oma-Arthur Ausflüge führen.
Spannend soll es ja bleiben
und  "laufen, laufen, laufen, laufen" muss der Bursche ...



für Brita - auf dem Jakobsweg

"Lass keine Stunde ungenützt vorübergehen. Nimm den heutigen Tag voll in Beschlag; dann wirst du weniger von dem Folgenden abhängen."... 
"omnes horas conplectere; sic fiet, ut
minus ex crastino pendeas, si hodierno manum inieceris." 
Seneca

Müht euch nicht ab, für das, was verdirbt
sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt

Tagesevangelium  Joh. 6.22

"Ich bin jeden Morgen beim Aufstehen überrascht, dass ich da bin 
und dass noch immer eine Welt um mich ist, die weitergeht. 
Ich glaube, ohne dieses Moment der Überraschung könnte ich mir nicht die Begeisterung für Leben und Kunst bewahren, die ich empfinde. 
Das Leben ist eine endlose Folge von Überraschungen, 
und wenn ich einmal aufhören sollte, überrascht zu sein, mache ich Schluss, 
denn dann würde ich nicht mehr viel taugen, fürchte ich"

Leonard Bernstein


Brita schreibt:

"Küstenweg Portugal" googeln,  zeigt dir alle Details.

Do.26.: Flug nach Oporto, kleines Hotel vila velha In Matosinhos direkt am Meer.
Mit dem Bus zur Catedral um einen Pilgerausweis, leider um 18.55 schon geschlossen. Will nicht einen Tag verlieren und ziehe am Freitag früh ohne credencial los. Sammle Stempel in mein Journal. Leider reicht das manchen nicht und ich kriege keine Ermäßigung: 
80 € statt 20 für eine Nacht im Bungalow am Campingplatz.

Freitag: matos nach vila cha.....alter Caravan zum Schlafen um 5€.

Samstag: bis camping ria alta . bungalow 80€. Soll ich nach Porto fahren und einen Pilgerpass besorgen? nein weil schade um den Tag und Pilgerburo wegen So.und. 1.Mai geschlossen. Wird wohl camino caro.

Sonntag: Unwetter, nur bis Esposende, Hotel mit Meerblick und Rauschen.und kitesurfern in der flussmundung. Auf jeden Fall schöner als Herberge mit Schlafsaal (36 betten).
camino comodo.

Heute, 1.Mai,  moglichst bis Viana do Castelo

Das mit dem kilometerweit gehen ist sehr altersabhängig. Bin ich 2001 auf meinem ersten Camino im Schnitt 30 km gegangen, waren es voriges Jahr noch an die 20 und heuer vielleicht 15. Die Pausen werden häufiger und dauern länger. Und wenn es schüttet so wie heute 1.Mai suche ich mir schnell ein Hotel. Das hat man natürlich nicht immer bei der Hand. Aber heute hatte ich halt Glück. 
Camino comodo. Und auch camino caro, weil die Hotels natürlich teurer sind als die Herbergen


Verzeih die Feher, tippe alles mit einem Finger in mein Handy. finde keine Umlaute.


Bearhugs Brita

Montag, 1. Mai 2017

Fürbitten 2.5. Immer Dasselbe? Eine neue Woche...

2.5.2017 hol uns ins Leben

Noch immer singen wir in der Kirche „Halleluja“ – noch immer ist „Osterzeit“ – 
die dritte Woche nach Ostern. Aber fühlen wir uns noch „österlich“?  – spüren wir noch etwas von „Auferstehung“? – oder sind wir nicht längst schon wieder im Alltagstrott gefangen. 
Ist „Auferstehung“ nur etwas für ein paar besondere Feiertage? Und was erwarten wir eigentlich von unserer eigenen Auferstehung – heute schon und hier und Jetzt. 
Was soll denn ANDERS werden? Kann etwas ANDERS werden? 
Bitten wir heute zu Beginn dieser neuen Woche

hol uns ins Leben - wenn unsere Lebendigkeit unter der Routine begraben ist

hol uns ins Leben - wenn wir uns im täglichen Kleinkram verzetteln

hol uns ins Leben - wenn wir nur lustlos dahinwursteln

hol uns ins Leben - wenn wir das Herz nicht mehr frei haben für das, was uns gut tut

hol uns ins Leben - wenn Du uns nicht mehr unbeschwert lachen hörst

hol uns ins Leben - wenn wir schon erstarrt sind, als würdevolle Erwachsene

hol uns ins Leben - wenn wir nicht mehr wie Verliebte sind, die das Leben lieben

Du guter Gott, in dir ist alle Lebendigkeit und Freude unseres Lebens – schicke uns Jesus, jeden Tag wieder, dass er uns zum Leben erweckt. So wollen wir lernen zu lieben, wie du uns liebst – heute, morgen und in unsere Ewigkeit hinein. amen


Arthur am Sonntag 16 Der 1.Mai


"Oma", sagt der Arthur, "jetzt bist du aber spät dran mit unserer Sonntagsgeschichte".
"Jaja du Schlingel", sagt die Oma, "aber du warst ja auch gar nicht da -  hast doch so einen prima Ausflug
nach Deutschland gemacht"
So viele Videos und Fotos hat die Oma bekommen - der Arthur war nur auf Achse und was der sich auf Spielplätzen traut, da wird der Oma ganz schwummrig im Kopf. Dass die Arthur Mama da so in Ruhe zuschauen kann???  
Ein XXL Trampolin, in dem der Arthur herum wieselt wie ein alter Seebär, den keine Erschütterung aus dem Gleichgewicht bringen kann. Und wenn er doch hinfällt auf dem schwankenden Untergrund - und wenn andere über ihn drüber fallen ... nie weint er : 
das alles, das Herumpurzeln und Aufeinander fallen, das alles
ist Teil vom Spiel, das versteht er, 
auch wenn er, der Arthur,  der vielleicht Jüngste auf diesem Spielfeld ist.....
"Oma" sagt der Arthur ... das ist aber jetzt keine Sonntagsgeschichte, das steht doch gar nicht in deinem Sonntagsbuch....und gibt es auch ein Montagsbuch???
Na klar, sagt die Oma, freilich, für jeden Tag  finde ich etwas in meinem Buch, aber 
HEUTE ist ja überhaupt ein ganz besonderer Tag für DICH.


"Für mich"? sagt der Arthur
Ja, heute ist der 1.Mai -
es ist ein "Tag der Arbeiter",
ein Festtag der
ARBEITER - vor allem all der Menschen, die auch körperlich schwer arbeiten. 
"Oma", sagt der Arthur, "ich kenne die Arbeiter,  die fahren mit den Betonmischmaschinen, 
die klettern auf den Gerüsten, die heben mit den Baggern die Erde bei den Baustellen aus,
die tragen gelbe Schutzhelme - das sind die wichtigsten Menschen auf den Baustellen...."
Ja, der Arthur bewundert die Arbeiter, keine Baustelle, an der er nicht seine Hochachtung für das ausdrückt, was dort geleistet wird ...und immer wieder winken Arbeiter ihm zu und erst
unlängst hat der Mann am Betonmischer ihm zugerufen:
"und du ...wirst Chefe werden, Inschenör!!!"
Da hat es der Oma einen Stich ins Herz gegeben - sieht man dem Arthur jetzt schon an, dass er
einmal nicht schwer körperlich arbeiten wird,
dass er der "Ingenieur" sein wird - und sie,
die Anderen,
die Arbeiter .... Ja, vermutlich wird es wohl so sein, und die Oma wird die Welt auch hier nicht
ändern können, aber was sich der Arthur ganz tief im Herzen bewahren muss, das ist seine
Hochachtung vor den Arbeitern, seine Bewunderung, seine Anerkennung, seinen Respekt.
Aber da gibt es für den Arthur keinen Zweifel!!! 
Ja er ist "daheim" in der Kanzlei vom Papa, in den großen, weiten Räumen in diesem
wunderbaren alten Gebäude, in der Wiener Börse
Wie oft sagt die Oma lachend: "Da schau her, der Junior-Chef" - 
Aber mit fast noch mehr Respekt inspiziert Arthur "seine" Baustellen, kein neuer Baukran
entgeht ihm, jedes "Ende" einer Baustelle löst Betrübnis aus, das ewig "leere" Gerüst in der Porzellangasse ruft jedesmal wieder seinen ungläubigen Unwillen hervor ....
Wie kann man das bloß so stehen lassen, nix erledigt ....
Ja, heute, ist der Tag "seiner Arbeiter" - das gefällt dem Arthur

Auch wenn er "Feiertage" noch nicht so schätzt,
denn da sieht er ja nix auf den Baustellen
Aber auch das wird er noch verstehen lernen
und dankbar sein:
Wie gut das ist,
wenn es auch Feier-Tage gibt, Arbeitspausen.
Vor fast 150 Jahren, 1886 in den USA hat's begonnen,
da haben die Menschen noch dafür streiken müssen,
dass es einen "nur Acht-Stunden Tag" gibt ...
und jetzt???
was wird jetzt auf uns zukommen?
Wieder 12 Stunden Tage!!!
Weil es für die Industrie so gut wäre?


Oma sagt der Arthur - und was steht dazu in deinem Sonntagsbuch?
Ja sagt die Oma - das ist ja das Komische!
Das alles hat man auch schon vor mehr als 3000 Jahren gewusst
und gerechte Menschen haben damals schon darüber geschrieben und verlangt,
dass alle, die arbeiten,
gerecht bezahlt werden müssen,
dass man Menschen nicht ausnützen darf,
dass man Andere nicht betrügen darf
dass es Ruhepausen für alle geben muss, FEIER-Tage...
dass niemand anderen mehr zumuten darf, als er selbst tut ...
dass die Arbeit jedes Menschen gleich viel wert ist...
dass niemand ein besserer Mensch ist als ein Anderer...

und HEUTE?  fragt der Arthur .... 












für Brita - auf dem Jakobsweg


MUSIK DEINES GEISTES

Du Gott,
.....
An uns ist es, uns von Dir erfinden zu lassen,
um fröhliche Leute zu sein, die ihr Leben mit Dir tanzen.

Um gut tanzen zu können –
mit Dir oder auch sonst,
braucht man nicht zu wissen,
wohin der Tanz führt.
Man muss ihm nur folgen,
darauf gestimmt sein,
schwerelos sein,
und vor allem:
man darf sich nicht versteifen.

Man soll Dir keine Erklärung abverlangen
über die Schritte, die Du zu tun beliebst,
sondern ganz mit Dir eines sein –
und lebendig pulsierend
einschwingen in den Takt des Orchesters,
den Du auf uns überträgst.

Man darf nicht um jeden Preis
vorwärts kommen wollen.

Manchmal muss man sich drehen
oder seitwärts gehen.
Und man muss auch innehalten können.
Oder gleiten, anstatt zu marschieren.
Und das alles wären
ganz sinnlose Schritte, wenn die Musik
nicht eine Harmonie daraus machte.

Wir aber, wir vergessen sofort die Musik Deines Geistes.
Wir haben aus unserem Leben eine Turnübung gemacht.


aus: Madeleine Delbrêl, Wir Nachbarn der Kommunisten

1.Mai

Psalm 90
"Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz"

Lesung Kol.3.
"Tut eure Arbeit gern
tut jede Arbeit gern
als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen



„Die letzte der menschlichen Freiheiten:

unter allen möglichen Umständen 
seine eigene Einstellung zu wählen,
seinen eigenen Weg zu bestimmen.“ 

Viktor Frankl