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Sonntag, 5. Juli 2015

Fürbitten 6.7. - hl.Maria Goretti - für alle Opfer von Missbrauch und Gewalt



6.7.2015 hl.Maria Goretti  14Jk Mo   auch 6.7.09
Nur 12 Jahre alt ist das italienische Mädchen Maria Goretti geworden, dann ist die Jugendliche an den schweren Verletzungen nach einem Vergewaltigungsversuch gestorben. Im Sterben verzieh Maria ihrem Vergewaltiger „Ich werde vom Himmel aus für seine Bekehrung beten“, sagte sie – Als Maria Goretti 1950 von Pius XII heiliggesprochen wurde, lebte ihr Mörder noch und zwar nach verbüßter Strafe in einem Kapuzinerkloster. Bitten wir heute besonders für die Kinder, die Mädchen und die Frauen in unserer Gesellschaft

Für alle Mädchen und Frauen aber auch Burschen und Männer die Opfer von Vergewaltigungen geworden sind – oder in dieser Gefahr leben

Für alle Jugendlichen, die von Geistlichen und in christlichen Internaten aber auch in staatlichen Heimen missbraucht worden sind – oder noch immer in dieser Gefahr leben

für alle Kinder, die oft in ihrer eigenen Familie oder in ihrer Verwandtschaft gequält und missbraucht werden

für die Mädchen in der 3 Welt, die noch immer Opfer von Genitalverstümmelung sind
für die ungeborenen Kinder, die Mädchen sind, und die in vielen Ländern der Welt nur deswegen keine Lebenschancen haben und abgetrieben werden
 
für alle Frauen, Männer und Kinder, die Opfer im weltweiten Menschenhandel sind
und auch sexuell ausgebeutet werden
für die Kindersoldaten, die schlimmsten Mißbrauch erleiden

für alle Frauen uch in unserer Gesellschaft, die mit Problemen alleingelassen sind, die Opfer von häuslicher Gewalt und Demütigung sind
  
für alle heranwachsenden Jugendlichen und jungen Menschen, dass ihre Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit nicht missbraucht wird,

Du guter Gott, fast täglich schockieren uns Meldungen von Missbrauch, Gewalt und Terror: wie hilflos fühlen wir uns angesichts all der Opfer, auch hier in unserem Land. Wir bitten und beten, schenk unserer Welt Frieden, zeige uns Wege zur Versöhnung. Ganz besonders bitten wir auch für die Zukunft Griechenlands und seiner Menschen. Amen

haltmadasnochaus? - Irmgard zum Sonntag

Irmgards Traumgarten mit XL Knusperhäuschen  
Foto Irmgard Czerny

Unsere täglichen Telefonate haben den Gipfel der Orginalität erreicht!
"Lebst noch?" Einmal fragt SIE es zuerst, Irmgard, einmal frage ich es.
Vermutlich sind wir die zwei einzigen Menschen in diesem Land, die diese Hitze HASSEN.
Ja, hassen. Im Fernsehen überpurzeln sich die Wetterfeen und Wetterhexer - ihre Stimmen überschlagen sich vor Genuss,wenn neue Hitze-Rekorde in Aussicht sein könnten .....
Pech, Pech, Pech - womöglich doch keine 40 Grad - ärgerlich!!!!
im schön gekühlten Moderatorenstudio muss ja niemand an Kranke, Alte, Kinder oder einfach auch an Normalverbraucher denken, denen es eigentlich "schon reicht"
Ja, man kann eh nix dagegen tun - wie dankbar sind wir Oldies, dass wir uns weitgehend den Tag einteilen können .... alle unsere Sympathien sind bei denen,die im Freien "hackeln" müssen.
Von Irmgards Stadtwohnungs-Balkon sieht sie direkt auf die neu entstehende "Freizeit-Platte" bei der U4 Pilgramgasse. Irmgard fühlt mit diesen Männern auf der Betonplatten-Baustelle -
und ist selbst indirekt auch noch ein Opfer, weil sie in der Nacht - wegen Baustellenbeleuchtung und ebenfalls Baustellenarbeiten die Balkontüren nicht öffnen kann.
Laut jammen tut Irmgard nie - sie hat ja wirklich schon ANDERES ÜBERLEBT - aber.....

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Sonntagsimpressionen
So schön könnte der Sommer sein, 
wenn er wäre, 
wie er einmal war.

"Ein Wunschtraum wohl, weil ja doch nichts mehr so ist, wie es einmal war. Aber, warum das Wetter, unser ‚Verdienst‘? 

Also, heute mit Überwindung Tagwache 5Uhr, kleines Frühstück, Katzenwäsche, um 5.30Uhr im Auto Richtung Garten – er dürstet. Nahezu allein auf weiter Flur, lediglich Taxis, die vermutlich nach der Nachtschicht heimwärts fahren. 
Die Gartennachbarn schlafen noch, es herrscht absolute Ruhe 
(vor dem Sturm, der Sonne heißt).

Der Duft von gemähtem Gras liegt noch in der Luft, und gierig nimmt die Erde das kühle Naß auf. Noch scheint die Welt in Ordnung zu sein. Kurz überlege ich zu bleiben, doch in wenigen Stunden wird der Aufenthalt im Freien, selbst in dem jetzt frisch bewässerten Garten, unerträglich sein; wie er es nun schon seit Tagen ist, seit vielen Tagen. 
Und das ist ‚anders‘ als früher. 
Ja, es war Sommer, tagsüber recht warm, in der Nacht hat es oft auch mit Hilfe eines Gewitters etwas abgekühlt, und man hat den Sommer erträglich, mitunter sogar angenehm empfunden, denn die Tage mit extremen Temperaturen waren überschaubar. Auch war der Sommer nicht unbedingt ‚das‘ Gesprächsthema, sondern selbstverständlich -  in meiner Erinnerung.
Spätestens auf der Heimfahrt vom Garten in die Wohnung werde ich gedanklich zurückgepfiffen, als in den 8Uhr-Nachrichten die Wetterfee für heute 37 Grad und für morgen 38 Grad ankündigt.
Also noch schnell ein frisches Semmerl beim Bäck,
einmal Durchatmen in der kühlen Garage, 
ein zweites Mal im Hausflur und rein in die trotz Markisen und Rollos warme Wohnung hin zur Fernbedienung der Klimaanlage. 
Ein bißchen herunterkühlen, dann ist es wieder für eine Weile zum Aushalten. 

Derzeit haben mit dem Sommer auch anscheinend alle Begriff mit ‚..halten‘ Hochsaison: 
Durchhalten, 
Aushalten, 
Ruhighalten, 
Fernhalten von allem, was nicht unbedingt notwendig ist. 
Und daran ‚halte‘ ich mich auch jetzt wieder.





Samstag, 4. Juli 2015

Fürbitten 5.7. - Jesus? Ach,den kennen wir... Mk.6.1



5.7.2015 Mk.6.1Er wunderte sich über ihren Unglauben Mk.6.1
Jesus predigt in der Synagoge seiner Vaterstadt – und die Leute sagen: Ja das klingt alles sehr interessant aber ehrlich gesagt, der kann ja trotzdem nichts Besonderes sein. Wer kennen ihn, wir kennen seine Familie, er ist einer von uns – und sie lassen ihn links liegen. Jesus, so heißt es „wunderte sich über ihren Unglauben, ein Prophet gilt nichts in seiner Vaterstadt“, sagt er.
In seiner Heimatstadt Nazareth konnte Jesu keine Wunder tun. Erleben vielleicht auch wir so wenig Wunder, weil uns Jesus schon längst viel zu „bekannt“ ist, weil alles schon so „abgespielt“ ist – wir kennen die ganze Geschichte ja schon auswendig. Vermutlich regt uns ja nicht einmal mehr der Glaube an die Auferstehung wirklich auf. So vieles ist Routine-Denken.  Bitten wir heute
  
dass wir wieder „Anstoß“ an Jesus nehmen, dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, das so ganz andere an Jesus wahrnehmen – und uns immer wieder neu damit auseinandersetzen

dass wir uns Jesus und das, was er gelebt hat, NICHT harmlos machen und verkitschen
dass uns das Evangelium wieder aufregt und Fragen und auch Widerspruch auslöst

dass wir immer wieder auch an die menschliche Existenz von Jesus und Maria und seiner ganz normalen Familie denken

dass wir uns aus diesem Leben auch das "nicht-verstanden-werden" abschauen, auch das vorläufig Scheitern, und den tiefen Glauben, der alles erträgt

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen als komisch, als seltsam angesehen werden

dass wir mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecken

So bitten wir guter Gott, hilf uns in der Nachfolge Jesu die große Freiheit zu entdecken
für die wir geschaffen sind und die wir uns so selten zutrauen. Lass uns alles von deiner Gnade erwarten. Amen

Freitag, 3. Juli 2015

Fürbitten 4.7. - Neues riskieren - neuen Wein in neue Schläuche Mt.9.14



4.7.2015 Mt.9.14 Neuer Wein gehört in neue Schläuche
 "Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann alles NEU werden, können wir NEU anfangen, können wir Anders sein, als bisher! Bringen wir uns doch einmal selbst in die "Änderungsschneiderei" - das wär doch was! 
So bitten wir heute

dass wir uns Neues zutrauen
auch wenn wir 100 Ausreden wissen und lieber alles beim Alten lassen wollen

dass wir uns Neues zutrauen
dass wir deshalb auch anderen Mut machen können und gemeinsam ein Risiko tragen

dass wir uns Neues zutrauen
und nicht entmutigt sind, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

dass wir uns Neues zutrauen
dass wir neue Begeisterung für unsere Arbeit finden, dort wo sie zur Routine geworden ist
 
dass wir uns Neues zutrauen
auch wenn uns eine Krankheit oder Krisen momentan viel Kraft rauben

dass wir uns Neues zutrauen
wenn wir in abgebrochene Beziehungen unser Verzeihen und einen Neuanfang einbringen

dass wir uns Neues zutrauen
genau immer dann wenn wir glauben: „ICH bin halt wie ICH bin, und da kann man auch nichts mehr ändern“ – du guter Gott, dann ÄNDERE DU UNS

So bitten wir, Gott gib uns immer wieder Kraft und Mut, neu anzufangen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen