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Samstag, 20. Juni 2026

Fürbitten Sonntag 21.6. VERTRAUEN können - auch das muss man lernen

 

21.6.2026 Mt.10.24 fürchtet euch nicht 

"Fürchtet Euch nicht!" Dreimal wiederholt Jesus diesen Satz, den wir heute im Evangelium hören. Und Jesus fügt noch hinzu: Fürchtet euch nicht, ihr seid doch mehr wert als alle Spatzen – und kein Spatz fällt vom Himmel ohne den Willen eures Vaters im Himmel“. Das klingt poetisch schön, aber wir sehen unser Leben wohl meist nüchterner. Da gibt es genug, was zum Fürchten ist: Kriege und Gewalt, eine internationale Politik, die unberechenbar ist, die Wirtschaftslage, die vielen Sorge bereitet. Und da reden wir noch gar nicht von den eigenen Sorgen und Beunruhigungen. Gibt es nicht immer wieder Situationen, wo wir uns wie verlassen vorkommen, wo uns das Leben so schwer ist, wo wir manchmal an dem Sinn von allem zweifeln Können, wollen wir Jesus vertrauen, wenn er uns sagt: Fürchtet euch nicht?

Bitten wir für die Kriegs-und Krisenherde dieser Welt, für alle Menschen, deren Leben unmittelbar bedroht ist, für alle, die nur in Frieden leben wollen und doch in schwere Konflikte verwickelt werden

Bitten wir für alle, deren Menschenrechte bedroht sind, weil sie anders denken und glauben als es die Regierenden wollen - bitten wir für alle, die aus Angst vor ihren Lebensumständen in eine bessere Zukunft aufbrechen

Bitten wir für die Menschen unter uns, die in ihrem Leben in einer Sackgasse stecken, die ihr Alltag überfordert, lähmt und müde macht. Für alle, die sich nichts mehr vom Leben erwarten wollen, für die Enttäuschten, die Ängstlichen, die hart gewordenen

Bitten wir für alle, die krank sind, die mit einer unerwarteten Diagnose fertig werden müssen. Bitten wir für alle, die sich vor einer Operation ängstigen oder nicht wissen, wie es nach einem Unfall weitergehen soll.

Und für uns selbst bitten wir:

nimm uns die Angst vor neuen Herausforderungen, vor neuen Situationen

nimm uns die Angst, mit unserer Gutmütigkeit die Dummen zu sein

nimm uns die Angst, es nicht allen recht machen zu können

nimm uns die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

nimm uns die Angst, immer wieder Vertrautes aufgeben zu müssen

nimm uns die Angst, vor dem Unbekannten in uns selbst

 

Du guter Gott, nimm uns die Angst vor dem, was Morgen ist. Jeden Tag wieder geben wir unser Leben in deine Hand. Du wirst gut machen und vollenden, was wir aus Eigenem nicht schaffen. Wir vertrauen, weil wir auf Jesus vertrauen. Amen