26.6. 2026 Mt.8.1 Jesus und der Aussätzige
An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Berührung hat. Er berührt auch die Aussätzigen der damaligen Gesellschaft. Diese Menschen galten als extreme Gefährdung für die Gesunden, sie wurden ausgesondert, mussten in Höhlen leben, man hielt sie sich im wahrsten Sinn des Wortes vom Leib. Jesus aber setzt sich über diese Einschränkung hinweg. Im heutigen Evangeliums Text berührt er den Aussätzigen, der ihn um Heilung anfleht. Die Monate der Pandemie haben uns selbst schmerzlich gezeigt, was es heißt, nicht mehr HAUTNAH in Kontakt sein zu dürfen. Wie wichtig ist doch NÄHE für unser Zusammenleben! Aber nicht nur körperliche Nähe, wir müssen auch seelisch andere Menschen an uns heranlassen. Bitten wir heute
dass wir uns für andere Menschen interessieren, , dass wir uns vom Leben und Schicksal anderer berühren lassen, auch wenn sie uns nicht unmittelbar nahestehen
Gib uns den Mut zur Nähe Gott - wir bitten dich,
erhöre uns
dass wir und wenigstens innerlich auch auf all die Menschen einlassen, um die andere einen Bogen machen. Die Sandler, die Bettler, die Süchtigen, die Untüchtigen, die Flüchtlinge und Asylanten – all die Aussätzigen unserer Zeit
dass wir auch selbst die Nähe anderer zulassen, dass wir anderen die Chance geben, uns nahe zu kommen, dass wir nicht distanziert sind und abweisend
bitten wir aber auch, dass wir nicht in Distanz zu uns selber leben, dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen, dass wir uns unsere Sehnsucht eingestehen, Sehnsucht nach Liebe und Nähe
Gib uns den Mut, Gott, dass wir uns auch von DIR berühren lassen. Dass wir deine Nähe spüren, deine Liebe, die sich um uns kümmert, dass wir bei dir mit unseren Hoffnungen und auch Sorgen geborgen sind
Guter Gott, Segne uns, dass wir einander berühren können
in der Tiefe unserer Seele. Segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass
sie halten können, ohne zur Fessel zu werden, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die
Kraft haben zu trösten und zu segnen. Wir bitten im Namen Jesu Amen
