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Freitag, 12. Juni 2026

Fürbitten 13.6. Das große Herz der Mütter

 

13.6.2026 Unbeflecktes Herz Mariä  

 Bild: Keith Haring

Gestern haben wir das große Herz Jesus Fest gefeiert – heute das Fest „Unbeflecktes Herz Mariä“ Was fängt man in unserer Zeit mit einem solchen Fest an? Was soll man unter einem „unbefleckten“ Herzen verstehen?  Maria ist quasi das Sinnbild für die Mütterlichkeit Gottes. Gott ist nicht männlich und nicht weiblich. Aber diese „Mütterlichkeit“ suggeriert uns eine Liebe vor, in der man ohne Angst, ohne Verstellung geborgen sein kann. Das Evangelium (Lk..2.41) gibt eine Ahnung davon: Bei einer Wallfahrt mit seinen Eltern zum Tempel in Jerusalem ist der 12 jährige Jesus plötzlich verschollen. Erst nach 3tägigem verzweifelten Suchen findet man ihn wieder – im Tempel, mit den Gelehrten in theologische Diskussionen vertieft. Dieser Bub Jesus – und später der Mann Jesus -  er ist sich der Liebe seiner Mutter sicher. So kann Jesus seinen eigenen Weg gehen, er kann seine Berufung leben. Auch wenn es wohl eine Zeit der Entfremdung zwischen Beiden gegeben hat – Die Liebe aber trägt – über den Tod hinaus

Bitten wir für die unzähligen Mütter in dieser Welt, die unter unsäglichen Bedingungen für Kinder sorgen müssen. Für all die Frauen, die mit Kindern keine sichere Heimat haben, wo es zu wenig Nahrung Kinder gibt, wo Kinder in  ständiger Gefahr leben

Bitten wir heute für alle Mütter in unseren geordneten Gesellschaften, dass sie es, wie Maria, in einem großen Vertrauen aushalten, dass ihre Kinder eigene Wege gehen wollen

Dass Mütter die Kraft haben, auch in schwierigen Situationen zu ihren Kindern zu stehen

Bitten wir für alle Mütter in Sorge um ein krankes Kind, für alle Mütter, die ein Kind verloren haben

bitten wir für all die Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch aber auch für die, für die eine Schwangerschaft ein Problem ist

bitten wir auch, dass unsere eigene Liebe, wie die von Maria, einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist

dass wir in der Liebe nicht unseren eigenen Vorteil suchen, dass wir niemand von uns abhängig machen, dass wir großzügig sind, nicht eifersüchtig, nicht Besitz ergreifend 

dass wir anderen ihren eigenen Weg, ihre eigenen Vorstellungen vom Leben lassen

und bitten wir, dass wir mit einem großen Herzen immer wieder  Kränkungen und Missverständnisse aushalten können, dass wir verstehen und verzeihen können,

 

Du guter Gott, Maria hat es uns vorgelebt. Im Vertrauen auf dich hat sie auch Jesus seinen Weg gehen lassen, den sie vermutlich nicht immer verstanden hat. Maria hat das Fremd-sein ihres Kindes ausgehalten, wie auch wir mit dem Anders-Sein der Menschen um uns leben müssen. Hilf uns, dass wir es geduldig und liebevoll tun – im Vertrauen auf Jesus und Maria. amen