1.7.2026
ich hasse euer frommes Getue Amos
5.14
3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung geht der Prophet Amos mit den Israeliten scharf ins Gericht. Im Namen Jahwes richtet er ihnen aus: „Ich hasse euer frommes Getue…“ wörtlich heißt es: „ich hasse eure Feste“, gemeint sind die Gottesdienste, „ich verabscheue sie. Ich kann eure Feiern nicht riechen …ich habe kein Gefallen an euren Gaben“ Mit solch drastischen Worten macht der Prophet Amos den Menschen seiner Zeit klar, dass Gott nicht Rituale und Opfer braucht, sondern dass Gott sich das Eine wünscht: dass das Gute getan wird, dass es Barmherzigkeit und Gerechtigkeit gibt. Nehmen wir uns – wenigstens für unseren kleinen Alltag vor:
Dass wir jetzt auch in dieser Hitzewelle noch mehr aufeinander achten
Dass wir für Menschen eintreten, die von anderen schlecht gemacht werden
Dass wir für ein Klima von Wohlwollen sorgen und niemand ausgrenzen
Dass wir andere aber auch uns selbst nicht mit unnötigen Ansprüchen überfordern
Dass wir uns gerade in den sozialen Medien bemühen, nicht über andere herzuziehen
Dass wir uns in Konflikten um einen Ausgleich bemühen
Dass wir mit dem großzügig sind, was wir selbst zu viel haben
Dass wir aber auch immer daran denken, dass Gott unsere Freude und unser Wohlbefinden will – und wir uns nicht sinnlos abrackern müssen
So bitten wir um einen guten Tag, auf den wir gemeinsam mit allen unseren Weggefährten dankbar zurückschauen können. Amen
