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Dienstag, 29. Mai 2018

Fürbitten 30.5. Bitte HINTEN anstellen




30.5.2018 Mk 10.32 wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein

Mit seinen engsten Freunden, den späteren Aposteln hat es Jesus nicht leicht gehabt. Immer wieder gibt es Unverständnis, immer wieder auch Eitelkeit und Wichtigtuerei. Heute hören wir im Evangelium wie Jesus von seinem bevorstehenden Leiden spricht, von seinem nahen Tod – aber zwei der Jünger, Jakobus und Johannes, gehen gar nicht darauf ein. Sie wollen nur EINES: Jesus möge ihnen versprechen, dass sie dann nach seinem Tod bei ihm im Himmel die besten Plätze bekommen. Links und Rechts von ihm. Die anderen Jünger ärgern sich, Jesus aber sagt allen, wie das wirklich funktioniert mit Nachfolge und Himmelreich. Wer hier der ERSTE sein will, der muss zuerst der SKLAVE aller sein. Da muss man sich hinten anstellen, da muss man bereit sein, der Unterste in der Hackordnung, der Dumme, der Verlierer zu sein. Ganz so tragisch muss es wohl jeden Tag bei uns nicht sein, aber bitten wir

dass wir nicht glauben, wir wären die NUMMER EINS und der Himmel „stünde uns zu“,
weil wir ohnehin so fromm und christlich sind

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen
dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen
dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir unseren Weg mit Jesus aus Liebe gehen, nicht aus Berechnung
weil wir auf Belohnung "im ewigen Leben" schielen

bitten wir heute für alle Männer und Frauen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren
bitten wir für unsere Politiker und Minister
Herr segne ihre Arbeit für uns

Amen