Seiten

Sonntag, 21. November 2021

Fürbitten 22.11 Dankbar für Musik und Kunst - auch wenn wir wieder in einem neuen lockdown sind

 


22.11.2021 Hl.Cäcilia  

 

Die Heilige des heutigen Tages, die hl.Cäcilia, ist die Patronin der Sänger, Musiker und Dichter, der Organisten, Orgelbauer und Instrumentenmacher. Rund um sie ranken sich viele Legenden, sie war eine vornehme Römerin, die vermutlich im 4.Jahrhundert wegen ihres Glaubens den Tod als Märtyrerin erlitt. Bitten wir heute an ihrem Gedenktag ganz besonders um alles, was unser Herz erfreut und was für unsere Sinne so wichtig ist

 

dass wir uns von Musik und Malerei, von Theater, Dichtung und Literatur inspirieren und auch tief in unserem Inneren ansprechen lassen können - bitten wir für Alle, die taub oder blind sind oder aus anderen Gründen all diese Möglichkeiten nicht haben

 

dass wir auch Freude im Tanz erfahren, auch im Sport Lust an Bewegung und Hingabe und Leichtigkeit  - bitten wir für Alle, die in sich erstarrt sind, die sich ausgebrannt und leer fühlen

 

dass Gott unsre Sinne und Dankbarkeit schärft für alles was uns umgibt - bitten wir für Alle, die das Leben zu schwer nehmen und immer wieder nur die negativen Seiten sehen

 

dass wir hören sehen riechen schmecken fühlen können und vor allem mit-fühlen und dass wir die Freude anderer teilen können - bitten wir für Alle, die sich in sich zurückziehen und vereinsamen

 

am Gedenktag der hl Cäcilia danken und bitten wir auch für alle Künstler und nicht zuletzt für die Musiker: dass ihre schöpferische Kraft die Menschen über ihren Alltag hinaushebt und sie auch deine Nähe erfahren lässt.

 

und bitten wir heute  am Beginn dieses neuen lockdown für unsere Gesellschaft, dass sich die Situation in den Spitälern für Kranke und Pflegende entspannt, dass wir selbst ohne Verbitterung diese Einschränkungen akzeptieren und mittragen  

 

Du guter Gott, wir danken dir für alles, was uns jeden Tag wieder erfreut und beglückt – trotz aller Probleme - Lass uns das Leben wie eine Symphonie hören, mit allen Tönen und Zwischentönen, bis wir das ganze Stück wahrnehmen, unser Leben in DIR. Amen

Samstag, 20. November 2021

Fürbitten Sonntag 21.11 : WAHRHEIT? Was ist das? Christkönigs-Sonntag

 


21.11.2021  Joh.18.33  der letzte Sonntag im alten Kirchenjahr  

Christkönigssonntag – so nennt man diesen Sonntag im liturgischen Ablauf der katholischen Kirche, ehe eine Woche später mit dem 1. Adventsonntag ein neues Kirchenjahr beginnt. Es ist also der letzte Sonntag im alten Kirchenjahr – im Johannes Evangelium hören wir die berührende Stelle, wo Jesus, seinen Tod vor Augen, vor Pilatus bekennt „Ja ich bin ein König, aber keiner von dieser Welt. Ich bin dazu geboren, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen …“ Pilatus aber fragt zurück: „Was ist Wahrheit?“ Und es ist auch unsere Frage heute. Was ist richtig, was ist falsch, wo liegt die Wahrheit in all den Herausforderungen, vor denen wir stehen? Wieder stehen wir vor einem Lockdown. Vor allem aber die angekündigte Einführung einer Impfpflicht belastet den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Bitten wir heute:

 

Dass wir in der großen Frage dieser Tage „Wie hältst du es mit Freiheit und Menschenrechten und mit der Menschenwürde“, dass wir hier als Gesellschaft und als Einzelne die richtige Antwort finden

 

Dass wir uns persönlich nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn klare Standpunkte gefragt sind

 

dass wir uns bewusst als Christen zu Wort melden, gerade dann, wenn es um heikle und umstrittene Themen geht

 

dass wir für uns selbst in wichtigen Fragen einen klaren Standpunkt erarbeiten, dass wir immer wieder Informationen einholen, prüfen und abwägen

 

dass wir uns dennoch um eine konstruktive Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten bemühen, ohne stur und spalterisch zu sein

 

dass wir vor allem in religiösen Fragen nicht glauben, allein die Wahrheit gepachtet zu haben: Dass wir Respekt vor den Glaubenswahrheiten anderer haben

 

dass wir eigene Fehler zugeben können, dass wir aber auch nachsichtig mit anderen sind, die Fehler eingestehen 

  

Du bist die Wahrheit, die wir suchen, Gott. Wir suchen dich auf vielen Wegen und wir sind voll Zuversicht, dass wir Dich nicht verfehlen werden. Denn Du bist Gott IN uns, dein heiliger Geist selbst führt uns, wie er Jesus geführt hat. Hilf uns in dieser schwierigen Zeit, den richtigen Weg zu finden. Amen

Freitag, 19. November 2021

Fürbitten 20.11 Sei uns ein Gott des Lebens

 



20.11.2021 Lk 20.27 Gibt es ein Leben nach dem Tod?  es geht um das LEBEN, nicht um den Tod

 Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wie wird dieses Leben aussehen? Im Evangelium soll Jesus Auskunft darüber geben. Theologen seiner Zeit, die Sadduzäer, die nicht an die Auferstehung glauben, legen ihm ein gefinkeltes Beispiel vor. Eine Frau war zuletzt mit sieben Männern verheiratet, jeden hat sie durch dessen frühen Tod verloren: wie wird das dann im Himmel nach ihrem Tod sein. Wessen Frau wird sie dann sein? Jesus hält nicht viel von diesen Fragen. Er sagt: „Gott ist kein Gott der Toten, sondern ein Gott der Lebenden“                             so bitten auch wir:

 

Sei uns ein Gott des Lebens

Hier und jetzt, in dieser Zeit der Pandemie

In all den Sorgen und den offenen Fragen

Hilf uns das Richtige zu tun

 

Sei uns ein Gott des Lebens

In unseren Krisen und Niederlagen

dass wir nicht den Mut verlieren

dass wir immer wieder neue Chancen auch im Scheitern und im Versagen erkennen  

 

Sei uns ein Gott des Lebens

dass wir dich in allem erfahren können, was uns begegnet

in den frohen und in den schweren Stunden

und dass wir selbst lebendig sind und ein offenes Herz haben

für die Sorgen und Freuden der Menschen ums uns

 

sei uns ein Gott des Lebens

sei dort, wo Leben beginnt, bei den Neugeborenen

komm zu den Müttern und Vätern

dass das Leben ihrer Kinder gelingt

und du ihre kleinen und großen Schritte ins Leben segnest

 

sei uns ein Gott des Lebens

sei an der Seite aller, die Opfer von Krieg, Gewalt und Katastrophen sind

neige dich über alle, die heute sterben werden

und bewahre in deinem ewigen Leben alles,

was du geschaffen hast

 

AMEN


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was lernen sich lohnt.                                                        alle Natur, alles Wachstum, ...aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt                           beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen." Hermann Hesse

 

gilt ganz sicher auch HEUTE wieder:                                                                                                  "Daran Schuld sind nur die Einen - nämlich die Anderen"   Asrin Aydin

 

 "Man kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn man nicht den Mut aufbringt ,                               die alten zu verlassen." André Gide                                                                                                               gilt auch für die Politik!!!! Alt-Lasten hinter sich lassen !!!!!!

 

Was für ein herrliches Leben hatte ich!
Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt." Colette


"Die erste Regel ist, einen ruhigen Geist zu bewahren.                                                                                 Die zweite ist, den Tatsachen ins Auge schauen und sie zu akzeptieren" Mark Aurel                           und zu HANDELN

 

"Die Zukunft gehört jenen,
die der nächsten Generation einen Sinn für Hoffnung geben."
Pierre Teilhard de Chardin

 

wird wohl wieder eine lockdown Erfahrung:                                                                                      Staunen: " Was es alles gibt, was ich nicht brauche" Aristoteles

 

"Fragezeichen
Alles Wissen und alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt,                 sondern mit einem Fragezeichen. Ein Plus an Wissen bedeutet ein Plus an Fragestellungen
und jede von ihnen wird immer wieder von neuen Fragestellungen abgelöst." Hermann Hesse

 

„Unter Liebe versteh ich die Mischung von Verlangen, Zärtlichkeit und gegenseitigem Verstehen, die mich an ein bestimmtes Wesen bindet. Großmütig ist die Liebe zwischen zwei Menschen nur, wenn sie zugleich vergänglich und einzigartig ist.“  Albert Camus


" die Welt hört nicht auf, das muss man lernen." Günter Eich

 

"Das Geheimnis einer Veränderung ist, all unsere Energie darauf zu lenken, nicht das Alte zu bekämpfen sondern das Neue aufzubauen." Sokrates


„Der Boden unter unseren Füssen darf und soll sich heben und senken, und wir brauchen, um die Richtung ins Vollkommene beizubehalten, die fortwährende Empfindung, dass wir nicht fertig mit uns sind und es wohl auch nie werden." Robert Walser




 

 

 

 


Donnerstag, 18. November 2021

Fürbitten 19.11 Hl.ELISABETH - 100.Geburtstag unserer Caritas

 


19.11.2021 Hl. Elisabeth  

„Unser kleines Ich muss großzügiger werden, bis an die Grenze der Verrücktheit“ das sagt der Schweizer Theologe und Psychoanalytiker Peter Schellenbaum. Die Heilige des heutigen Tages, die heiligen Elisabeth von Thüringen, hat das bedingungslos gelebt. 1207 als Tochter des Königs von Ungarn geboren wurde sie schon mit 4 Jahren aus politischen Gründen verlobt und nach Thüringen verschickt, wo sie im Alter von 14 Jahren heiratete. Selbst Mutter von 3 Kindern, kümmerte sie sich hingebungsvoll und teilweise unter großen Schwierigkeiten und Anfeindungen bis zu ihrem Tod um Arme und Bedürftige.  Bitten wir heute

 

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn es darum geht unsere Lebenschancen mit anderen zu teilen: dass wir Flüchtlinge, Obdachlose, Arme und die nicht so vom Leben Begünstigte in unserem Land respektieren und unterstützen  

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn andere unsere Zeit und Zuwendung brauchen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir anderen Geduld und Vertrauen schenken

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir Arbeitskraft und Arbeitszeit in Projekte investieren, die uns nicht selbst zugutekommen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir verzeihen und vergessen sollen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir auch uns selbst Gutes tu 

Heute ist auch der 1oo Geburtstag der Caritas. Diese Hilfsorganisation  ist am 19.November, dem Tag der hl Elisabeth 1921 gegründet worden. Danken wir für die Arbeit und den Einsatz dieser Organisation und bitten wir um Hilfe für alle, die in unserem wohlhabenden Land arm und auf Unterstützung angewiesen sind 

 

Du guter Gott, erst am vergangenen Sonntag haben wir den "Welttag der Armen" begangen. Öffne uns Herz und Augen, dass wir rund um uns die Not der Menschen wahrnehmen. Mach uns fähig zum Mitfühlen und zum Teilen, wie es die heilige Elisabeth von Thüringen gelebt hat. Wir bitten im Namen Jesu, Amen  Herrn Amen


 


 

"Reif soll mein Herz werden, wie ein grünes Blatt, das ins Gelbe reift."
Hazrat Inayat Khan

 

"Sag ja zu den Überraschungen,
die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichte machen,
deinem Tag eine ganz andere Richtung geben,
ja vielleicht deinem Leben. Sie sind nicht Zufall."
der 1999 ermordete brasilianische Bischof Dom Helder Camara


"Standortbestimmung:
1. Was tue ich, was ich weiterhin tun soll?
2. Was tue ich, womit ich unbedingt zu tun aufhören soll?
3. Was habe ich noch nicht angefangen zu tun,
was ich schon längst hätte tun sollen?"


"LIEBE! Worin besteht das Risiko? Dass sie aufhört?                                                                         Darin unterscheidet sich die Liebe nicht von allem anderen.                                                               Dass man verletzt wird? Darin unterscheidet sich Liebe nicht von einem scharfen Küchenmesser.     Das Risiko besteht darin, dass man nicht wissen kann, was man in der Liebe aus sich selbst macht.   Sie kann zum Vorschein bringen, was man sich selbst wert ist" Monika Helfer

 

"Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht." Jean Anouilh


„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“ Perikles

 

"Wir finden Worte für das, was los ist, aber es bleibt folgenlos." Elfriede Jelinek

 

"Mein Leben ist eigentlich sehr glücklich!
Bis auf die Zeiten wo es verdammt unglücklich ist." Ludwig Wittgenstein

 

„Die Definition von Wahnsinn ist:
Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig
unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin


" Ich setzte den Fuß in die Luft,
und sie trug." Hilde Domin


„Wo du JETZT gebraucht wirst,
da bleibe stehen“ Hermann Hesse

 

Achte Menschen, die versuchen die Wahrheit zu finden. Aber nimm dich in Acht vor denen, die sie gefunden haben.“ Meister Eckardt

WISSENSCHAFT SUCHT - QUERDENKER: haben schon alles gefunden

 

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.                                         Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn." Rilke

 


HEUTE  15.145 NEUINFEKTIONEN - NEUER HÖCHSTSTAND



AUCH DESHALB IMPFEN !!! BITTE !!!

Die Sorge vor den MUTANTEN ist real


Mittwoch, 17. November 2021

Fürbitten 18.11 GEGENWIND

 


18.11.2021 Weihetag St.Peter u  Paul   Mt 14.22  Gegenwind

Das Evangelium heute erzählt eine Geschichte vom „Gegenwind“ – von den Schwierigkeiten, mit denen man immer wieder kämpfen muss. Es ist der Weihetag der Basiliken St.Peter und St.Paul und wir hören im Evangelium wie die Apostel in der Nacht am See Genezerath mit ihren Booten unterwegs sind und in hohen Wellengang geraten: „Sie hatten Gegenwind“ heißt es lapidar. GEGENWIND!! Wie gut wir das persönlich kennen, und wie gut man das auch innerhalb der Kirche kennt. Man strudelt sich ab, man setzt sich ein, man engagiert sich: und unterm Strich hat man das Gefühl „das war ja alles für die Katz, war alles vergebens“. Aber Jesus sagt zu den Jüngern, die sogar vor Angst und Verzweiflung schreien: „Habt Vertrauen, habt keine Angst“. Darum bitten auch wir heute

 

dass auch wir „vor hohem Wellengang“: vor Unruhe, Risiko und Unbekanntem in unserem Leben nicht so viel Angst haben

 

dass wir auch in der momentan wieder sehr schweren Situation in der Pandemie Ruhe bewahren und dass zumindest jeder einzelne sich bemüht, sich verantwortungsbewusst zu verhalten

 

dass unsere Politiker und Verantwortlichen nicht an Parteiinteressen denken sondern an einem Strang ziehen und richtige Entscheidungen für die Allgemeinheit treffen

 

dass wir uns gerade in einer angespannten Situation nicht anstecken lassen von Schwarzmalern und Panikmachern, dass wir keinen Falschmeldungen aufsitzen sondern uns bemühen, Fakten zu prüfen

 

dass wir realistisch sind und akzeptieren, dass es auch im privaten Leben AUF und AB gibt, dass wir weitermachen, auch wenn wir nicht gleich den Erfolg unserer Bemühungen sehen

 

dass wir auch Geduld für die Entwicklung innerhalb der Kirche haben  -  dass wir auf Jesus schauen und dass wir letztlich an einen guten Ausgang unseres ganzen Lebens vertrauen

 

Gott, Du kennst alle unsere Ängste - hilf uns u vertrauen. Zeig uns immer wieder, dass sich Sturm und Aufregung legen, dass es Jesus ist, der uns die Hand reicht. Und lass uns Menschen sein, die auch anderen die Hand reichen, wenn deren Leben stürmisch ist. Darum bitten wir.  amen 


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Wer nicht mehr liebt
und nicht mehr irrt,
der lasse sich begraben“ Goethe


"Solange wir das Leben haben, sollen wir es mit den uns eigenen Farben
der Liebe und Hoffnung ausmalen." Marc Chagall

 

"Wunsch
Dass Gott ein Tätigkeitswort werde." Kurt Marti


Bewerte jeden Tag nicht nach der Ernte, die du einfährst,
sondern nach den Samen, die du säest." Robert Louis Stevenson


„Wir haben immer mehr WOVON wir leben können,
aber immer weniger WOFÜR“ Viktor Frankl


"Überlege, was Dich aufblühen lässt. Dem gehe nach." Ulrich Schaffer


"Nichts sollte im Leben ängstigen, es muss nur verstanden werden.
Wir sollten mehr verstehen,
damit wir uns weniger ängstigen." Marie Curie


"Ohne die Liebe
ist jedes Opfer Last,
jede Musik nur Geräusch,
und jeder Tanz macht Mühe. " Rumi, Das Lied der Liebe


"Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, 

der empfindet gewiss immer zu wenig." Jean Paul


"Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen und versuche, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forsche jetzt nicht nach Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst und es handelt sich darum alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen - vielleicht lebst du dann allmählich ohne es zu merken in die Antwort hinein" Rilke

 

"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt" Martin Buber

 

"Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlaufen der Fäden und ein Auseinandergehen" Yehudi Menuhin

 

"Bedenke, dass die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner den anderen mehr liebt als braucht". Buddha

 

" Das Universum ist Veränderung, unser Leben ist, was wir daraus machen"
Marc Aurel

 

"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen." Kant


und immer wieder:  Eine Pandemie ist keine Privatsache                                                                             "Sich nicht impfen zu lassen, obwohl es für eine Person medizinisch möglich wäre, bedeutet daher  insgesamt, sich einem solidarischen Akt zu entziehen, obwohl man gerade in der Pandemie in vielfältiger Weise selbst Nutznießer gesellschaftlicher Solidarität ist."                                                                            Aus der Stellungnahme der 🇦🇹Bioethikkommission vom 27.10.2021






Dienstag, 16. November 2021

Fürbitten 17.11. alles beginnt mit der Sehnsucht (Nelly Sachs)

 


17.11.2021  Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein, oder er wird gar nicht mehr sein“

In der Liturgie der Kirche wird heute eine der großen Frauen des Mittelalters gefeiert:                        Gertrude von Helfta. 1256 in Thüringen geboren, ist eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters, humanistisch und theologisch hochgebildet, sie lebt in einem Frauenkloster.                                       Was aber ist Mystik? Es gibt sie nicht nur in allen Religionen, es gibt sie in jedem Leben. Nehmen wir   nur die Definition von Friedrich Nietzsche: „Wo Sehnsucht und Verzweiflung sich paaren, da entsteht Mystik“ Und der große Konzilstheologe Karl Rahner sagte:   "Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein, oder er wird gar nicht mehr sein“ Auf Christen bezogen heißt das: es geht letztlich nicht darum, ein braver Kirchgänger zu sein: letztlich zählt nur die Sehnsucht. Die Sehnsucht, eine ganz persönliche echte lebendige Beziehung zu diesem Jesus Christus zu finden. Gertrud von Helfta hat in ihren Visionen, in ihrer Beziehung zu Jesus das gespürt, was Liebespaare als ganz selbstverständlich empfinden. „Wir sind EINS“ – und sie spürte auch: Gott liebt auch uns wie ein Liebender. Es ist kein „Mit-einander“ – es ist ein „In-einander“ Bitten wir heute


 Dass wir nicht brave fromme Pflichterfüller sind – sondern unsere eigene, persönliche Beziehung zu Gott suchen


Dass uns diese Beziehung keine Last ist, sondern wir uns damit leicht und lebendig fühlen, wie Verliebte


dass wir nie Angst haben, aus dieser Liebe Gottes zu fallen – dass wir ihn durch nichts verlieren können

 

dass wir wissen, dass in dieser Liebe auch all unser Versagen aufgefangen ist, all das, was wir selbst nicht an „gut-sein“ schaffen

 

dass unsere Liebe auch zu Menschen einen langen Atem hat, dass wir geduldig sind, dass wir großzügig sind, dass man sich auf unsere Zuneigung und unsere Treue verlassen kann

 

niemand nach unserer Pfeife tanzen muss, dass wir uns die Menschen nicht zurechtbiegen, wie wir sie wollen

So bitten wir dich guter Gott: schenke uns diese Liebe, die unser ganzes Leben trägt und die uns hilft, auch das Leben anderer mitzutragen: so wie wir von Gott getragen sind.  Amen

 

PS 

Die Frauen in den Frauenklöstern des Mittelalters waren nicht "eingesperrt", sie  hatten in vielen Fällen große Chancen auf Bildung und Eigenständigkeit, man denke nur an Hildegard von Bingen.


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"wenn ich die Wahl
zwischen zwei Stühlen habe,
nehme ich das Nagelbrett."    Marion Breitschopf 


„ Bei Freundschaft
geht es um das Letzte: Du musst mich erkennen, wie ich bin“
Antoine de Saint-Exupery


" Mir ist zu Mut,
dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss,
bis in mein Herz hinein:
wie man nichts halten soll,
wie man nichts packen kann,
wie alles zerlauft zwischen den Fingern,
alles sich auflöst, wonach wir greifen,
alles zergeht, wie Dunst und Traum." Marschallin im Rosenkavalier

 

"Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und keiner ginge,
um zu sehen,
wohin wir kämen,
wenn wir gingen." Kurt Marti


" Keinen verderben lassen
auch nicht sich selbst
Jeden mit Glück zu erfüllen
auch sich, das ist gut." Bert Brecht


"Mut ist das einzige Maß des Lebens" Sören Kierkegaard                                                                            na ja, ich tät sagen: "Liebe"

 

"Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist:
die Freiheit eines Lieben nicht vermehren
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies:
einander lassen; denn daß wir uns halten,
das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen." Rilke


"Erst wenn du weißt was du tust,
kannst du tun,
was du willst." Moshe Feldenkrais


"Du bist mit einem kleinen Funken Wahnsinn gesegnet.
Du darfst ihn nicht verlieren“  Robin Williams


"Die größte Dummheit:
das Leben so zu sehen wie es ist
und nicht so, wie es sein sollte" Cervantes

 

"Jeder Mensch muss sich verschleißen" Joseph Beuys




Montag, 15. November 2021

IMPFEN - nur ein paar Gedanken

 


Impfen 1

Auch ich hatte Angst vorm Impfen, vor Nebenwirkungen - und hab doch den erst möglichen Termin genommen. Gar nicht so sehr "für mich selbst" - aber ich hätte es meinen Kindern und Freunden und der näheren Umwelt nie antun wollen, sie zu gefährden. Und ich gehe wieder impfen, halt wieder mit ein bissl Bauchweh ...aber ganz überzeugt davon: ES MUSS SEIN - und ICH BIN DANKBAR, dass es diesen Schutz gibt - so wie ich beim Zahnarzt dankbar für jede Anti Schmerzspritze bin, hab mich auch nie gefragt, was "da drinnen" ist



IMPFEN 2

Seit ich erwachsen bin (an meine Impfungen als Kind erinnere ich mich eigentlich nicht) habe ich mich vor Impfungen gefürchtet. Nicht vor dem Stich oder dem weh tun – aber sie waren mir einfach nicht „geheuer“. Trotzdem hat mein HIRN gewusst, dass es SINN macht. Ich nehme kaum Medikamente, meide Ärzte aber ich glaube, ich weiß, wo die Grenze der Unvernunft ist. Dann versuche ich auch gegen meine Gefühle zu handeln. Vielleicht hätte ich mich ja zu Peter Roseggers Zeiten auch vor der Eisenbahn gefürchtet. Kann schon sein. Ja; aber COVID  IMPFEN MUSS SEIN  - das ist keine Frage der FREIHEIT,  es geht nur ums HIRN


 

IMPFEN 3

Ich war nie euphorisch über die Impfung. Nicht vorher, nicht nachher! Vermutlich wegen einer lange zurück liegenden Grunderkrankung hatte ich Angst, eigentlich große Angst, vor Nebenwirkungen. Ging sogar extra zu einer Impfberatung und hatte trotz „Abfederung“ dennoch Nebenwirkungen, fast 14 Tage lang – ich dachte mir: nein, kein 2.Stich!. Ich bin zum 2.Stich gegangen – und hatte wieder Nebenwirkungen, vielleicht ein wenig leichter. Ich fürchte mich vor dem 3.Stich – und ich werde wieder gehen. Diesmal fällt es mir leichter, weil ich zu einer Ärztin meines Vertrauens gehen kann und ich mich nicht so anonym fühle wie in der Impfstraße. Aber auch im Austria Center war alles perfekt und sehr wertschätzend im Umgang mit dem „Alt - Impfling“. Ich würde sehr gerne Zögernden die Angst nehmen – oft geht es ja gar nicht um FREIHEIT, es geht um Angst. Angst ist keine Schande. Traut euch impfen zu gehen - ein kleiner Stich, eine große Wirkung für uns Alle

 


IMPFEN 4

Wir alle wissen, nur ein Lockdown für alle kann die 4.Welle brechen. Kostbare Zeit geht verloren mit einem Experiment, das bestenfalls Druck auf Impfunwillige ausübt – aber wir wissen auch: Impfen JETZT kann frühestens im neuen Jahr eine Erleichterung bringen. Bis dahin werden auf den Intensivstationen weiter Tag für Tag die Zippverschlüsse auf den Sterbesäcken zugezogen werden.

Warum dieses Experiment – warum kein konsequentes energisches Handeln? Kanzler und Gesundheitsminister – in einer solchen Krisensituation - in aller Öffentlichkeit kontrovers. Eine Katastrophe und eine Schande. – Ich persönlich fühle mich wie in Geiselhaft

 


IMPFEN 5

Nicht einmal eine ordentliche Test-Infrastruktur ist in den Bundesländern aufgebaut worden. In Wien läuft das seit April. Und auch das frage ich mich: Müssen wir, wie Schafe vor dem Scherer, den Kopf hinhalten, damit das Kurz Mantra erfüllt wird: „Die Pandemie ist vorbei“.

Ich fühle mich wie ein Versuchskarnickel

 


IMPFEN 6

  Eine Pandemie ist keine Privatsache                                                                                             "Sich nicht impfen zu lassen, obwohl es für eine Person medizinisch möglich wäre, bedeutet      daher insgesamt, sich einem solidarischen Akt zu entziehen, obwohl man gerade in der Pandemie in vielfältiger Weise selbst Nutznießer gesellschaftlicher Solidarität ist."                                           Aus der Stellungnahme der 🇦🇹Bioethikkommission vom 27.10.2021

Danke, Klaus Schwertner hat das gepostet.

Bitte kann man das der katholischen Kirche weiterleiten, dort braucht es für den Besuch eines Gottesdienstes auch in dieser Zeit nicht einmal einen 3 G Nachweis, geschweige denn,              dass sie ihre Schäfchen ermuntern, sich impfen zu lassen



online Gottesdienste haben natürlich auch ein Gefahrenpotential