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Freitag, 10. November 2017

einfach so


Wer glaubt, 
etwas zu sein,

hört auf, 
etwas zu werden. 


Antoine de Saint Exupery

Donnerstag, 9. November 2017

Fürbitten 10.11. Die Pogromnacht – NIE MEHR WIEDER




 in der Pogromnacht
zerstörter Tempel in der Tempelgasse in Wien

10. November 2017 Die Pogromnacht – NIE MEHR WIEDER

Diese Nacht vom 9.auf den 10.November ist für uns Österreicher und Deutsche ein besonderes Datum. In der Nacht vom 9.auf den 10 November 1938 haben in ganz Österreich und Deutschland die Synagogen gebrannt, wurden fast alle jüdischen Bethäuser zerstört. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört und geplündert, jüdische Männer und Frauen misshandelt. Tausende wurden in Konzentrationslager gebracht. Hunderte wurden schon in diesen Novembertagen ermordet. Hass, Gier, Neid und Rassenhass haben diesen Ausbruch an Gewalt möglich gemacht. Es war der Auftakt zum Holocaust. Bitten wir

für alle die DAMALS schuldig geworden sind, für die Täter und die Mitläufer, die Feiglinge und die Denunzianten

bitten wir für alle, die auch HEUTE noch nicht einsichtig geworden sind, die Hass und Diskriminierung Andersdenkender und Andersgläubiger schüren

bitten wir vor allem für die jungen Menschen auch in unserem Land, dass sie sich von Neonazis und den verschiedensten Rechtsideologen nicht verführen lassen

wir bitten für unsere jüdischen Mitbürger, für die jüdischen Gemeinden in aller Welt
Für den Staat Israel, aber auch für seine Bewohner und Nachbarn,
dass sie zu einem Leben im Frieden finden
dass Vertrauen wachsen kann im Verhältnis von Juden, Christen und Muslimen

bitten wir, dass wir selbst wachsam bleiben gegenüber Strömungen und politischen Entwicklungen, in denen Menschen wieder als Untermenschen dargestellt werden

gestern hat sich in Wien der neue Nationalrat konstituiert, bitten wir für unser Land und alle Menschen, dass uns der politische und soziale Frieden erhalten bleibt

Heute vor 28 Jahren,1989, in der Nacht vom 9. Auf den 10.November fiel aber auch in Berlin die Mauer, die ein Symbol des Kalten Krieges in Europa war bitten wir um Frieden für unsere Länder, um ein Denken in Gemeinsamkeiten, dass wir uns nicht abschotten gegenüber der Not Anderer, die bessere Lebensverhältnisse suchen


So bitten wir in aller Hilflosigkeit und in allem großen Bemühen, im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 8. November 2017

Fürbitten 9.11 Kirche alt - Kirche neu?


9.11.2017 Weihetag der Lateranbasilika
Es mag etwas verstaubt anmuten, wenn heute in der Kirche das Fest einer Basilika gefeiert wird, die schon im Jahr 324 nach Christus geweiht wurde. Die Lateranbasilika ist die älteste Papstkirche, sie führt den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“ und wurde von Kaiser Konstantin errichtet. Er verfügte Religionsfreiheit im ganzen Reich und unter seiner Herrschaft wurde das Christentum die privilegierte Religion. Eine einschneidende Zäsur für die Christengemeinden, die zuvor unter Verfolgungen gelitten hatten. Die durch Brand, Erdbeben und Plünderungen heimgesuchte Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert. und schließlich der 9. November als Kirchweihtag der Basilika festgelegt. Bitte wir heute

Für alle Christen in allen Teilen der Welt, die nach wie vor unter Verfolgung leiden

für Papst Franziskus: dass er sich nicht durch starke Gegenströmungen an seinem Kurs einer mitfühlenden und heilenden Kirche für die Menschen entmutigen lässt.

Bitten wir um eine heilende Kirche: in der Ehepastoral, für die wiederverheirateten Geschiedenen, für alle, die in neuen Formen der Partnerschaft leben

um eine heilende Kirche: für alle Menschen die homosexuell sind und ihre Liebe leben wollen

um eine heilende Kirche: in der Diskussion um den Zölibat. So viel falsche Kompromisse und Lebenslügen gibt es, wir brauchen einen gütigen Geist der Wahrheit

um eine heilende Kirche: für die Flüchtlinge, Armen und Ausgegrenzten, dass wir uns für sie verantwortlich fühlen

bitten wir um einen guten, ehrlichen Dialog: in der Ökumene mit den anderen christlichen Geschwistern aber auch mit den großen Religionen, vor allem mit Judentum und Islam

und bitten wir um eine Kirche, die ihren Beitrag zum Frieden leisten kann, nicht zuletzt durch unser inständiges Bitten und Beten für die Nöte dieser Welt


So bitten wir dich guter Gott, dass wir selbst einen guten Weg mit der Kirche gehen, lass uns immer besser verstehen, dass wir alle „Kirche“ sind und hilf uns, den Auftrag zu leben, den wir von dir bekommen haben. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

Dienstag, 7. November 2017

Fürbitten 8.11. nicht "OPFER" - Liebe!!!


8.11.2017  Lk.14.25 wer nicht auf alles verzichtet

 „Wenn jemand zu mir kommt, muss er alles verlassen - wer nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, kann nicht mein Jünger sein". Was fangen wir mit solchen radikalen Forderungen an? Schrecken solche Jesu Worte nicht ab? Meint Jesus wirklich, dass wir mutwillig alles hinter uns lassen sollen? In der 1.Lesung gibt es vielleicht die richtige Interpretation: zur gegenseitigen Liebe seid ihr stets verpflichtet. Jesus nachfolgen heißt: bedingungslos lieben. Manchmal wird es da zu Konflikten und Verzichten kommen. Aber immer geht es um die Liebe, nicht um ein verkrampftes Opfer. So bitten wir dich Jesus heute


um die Liebe, die einen langen Atem und Geduld für alles hat

um die Liebe, die uns immer wieder neu anfangen lässt

um die Liebe, in der wir auch Misserfolge und Kränkungen wegstecken können

um die Liebe, in der wir andere annehmen, wie sie sind

um die Liebe, in der wir das wirklich Wichtige und Entscheidende erkennen

um die Liebe, in der wir dir bedingungslos vertrauen

um die Liebe, die uns frei macht von uns selbst

um die Liebe, in der wir keine „Opfer“ bringen, sondern die uns einfach glücklich macht


Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Mut zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass es keine Sackgassen im Leben gibt und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir dich durch Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.

Montag, 6. November 2017

Fürbitten 7.11 TALENTE - BÖRSE


7.11.2017 Röm.12.5  Seine Begabung zur Verfügung stellen

In der ersten Lesung, im Brief des Apostel Paulus an die Christen Gemeinde in Rom,
steht etwas, was uns ALLE angeht. Die Gemeinsamkeit in der Kirche besteht nicht darin, dass nur einige wenige bestimmte liturgische Funktionen übernehmen: also zum Beispiel als Priester – sondern jede, jeder von uns, hat ganz bestimmte Begabungen, die die Gemeinschaft der Kirche braucht. Und nicht nur die Gemeinschaft der Kirche, unsere ganze Gesellschaft braucht jede und jeden von uns mit dem, was er als sein Können einbringen kann. So bitten wir heute:

für alle, die sich caritativ um hilfsbedürftige Menschen kümmern

für alle, die die Begabung haben, gut zu trösten, zu ermutigen und aufzurichten

für alle, die mit ihrer guten Laune unseren Alltag fröhlicher und schwierige Situationen oft leichter ertragbar machen

für alle, die eine schwere Krankheit oder ein Leiden annehmen, und es als Beitrag verstehen, dass damit vielleicht auch anderen Menschen geholfen wird

für alle, die täglich dafür sorgen, dass unsere Straßen sauber sind und der tägliche Verkehr und die verschiedenen Ämter funktionieren

für alle, die mit ihren Worten und mit ihrem Vorbild in Kindergärten und Schulen eine große Verantwortung für das Miteinander haben

für alle, die ihren Glauben an das Gute im Menschen auch dort einbringen, wo sie es
mit schwierigen und straffällig gewordenen Mitmenschen zu tun haben

für alle Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Funktionen in der Kirche, dass sie ihre Freude und ihre eigene Zuversicht im Glauben weiter geben können


so bitten wir im Namen Jesu Amen

Ach Arthur 151 ...ja, DER BURLI war auch da ...

Der BURLI war auch da?
Bitte, wer ist denn der Burli?
Es hat sich doch der Arthur zum
Wochenend-Besuch angesagt. Hat der einen Freund mitgebracht? Heißt der BURLI?
Und hat der keinen eigenen Namen??
Ja, ja der BURLI....
die Moa wundert sich ja selbst immer wieder.
Da geht sie mit dem Arthur spazieren -
und plötzlich!!!!!
Plötzlich ist der Arthur weg - und der BURLI ist da.
Da kann die Moa noch so sehr rufen: "Arthur, Arthur"
der BURLI lacht nur - und treibt weiter seinen Unfug.
Der BURLI ist nämlich der, der richtig schlimm sein kann und dem die blödesten Sachen einfallen.
Da muss man vielleicht aufpassen!!!  Direkt harmlos ist es, wenn der BURLI aus seinem Buggy plötzlich hinaus hechtet: "Gott sei Dank", er hat sich mit den Händen abgefangen!
 - auch noch harmlos, wenn auch lästig:
wenn der BURLI sich in seinem Buggy nicht normal oben hinsetzen will, sondern nur unten auf dem
Fußabtritt-Sprisserl ...und die Moa das Wagerl nur mehr so schieben kann, wie der BURLI es mit seinen Beinen unten zulässt. Der BURLI das ist auch so einer,
der sich plötzlich auf den Gehsteig hinschmeißt und ruft:
"heia, heia ...." Die Leute steigen über diesen Burli und lachen
(der lacht nämlich auch, und wie!!!) - nur die Moa lacht nicht, die ruft und ruft: "Jetzt steh endlich auf!!!! Da ist es ja
saukalt". Aber da plötzlich ist der BURLI schon wieder bei den Abstellständern der Gratisräder und klettert dort herum und hält sich so fest, dass ihn die Moa kaum herunter zerren kann.
"Ist schon wieder dieser BURLI" mit", ruft dann die Moa und ringt verzweifelt die Hände über den Kopf: "Arthur, Arthur, bitte komm wieder!!!" Na ja, das dauert .....bis wieder der brave Arthur da
ist und ganz lieb mit der Moa zum Bahnhof geht.
Aber diesmal war der BURLI sogar mit auf Besuch bei der Moa. Wie hat denn der Kerl das nur geschafft? Hat sich der ins Auto mit hinein geschwindelt????
Also der BURLI:

die Moa erkennt ihn  gleich daran, dass die BURLI Augen
so richtig zum Funkeln und Sprühen beginnen ....
die Moa sieht direkt schon, dass da gleich
 "etwas Schlimmes" passieren wird, ......
und diesmal hat es der BURLI doch wirklich auf die Steckdosen bei der Moa abgesehen. Daheim sind sie ja alle abgedeckt...aber hier ..... schon wollen sich
BURLI Finger in die zwei kleinen Löcher bohren...
aber NOCH ist die Moa schneller.
"Stop" - Tu das ja nicht", ruft sie .....futsch ist dann
plötzlich der BURLI und der Arthur kommt wieder mit seinem himmlisch unschuldigen Blick.
Der BURLI kann jetzt auch schon alle Türen aufmachen und man muss aufpassen, dass er nicht einfach die Wohnung verlässt. Der BURLI öffnet Schubladen, von denen er doch ganz genau weiß, dass ....  Der BURLI greift blitzschnell
zu einem scharfen Messer, das er doch nie-niemals angreifen darf - und - der Burli ist doch glatt so schlimm,
dass er sich eine Münze in den Mund steckt und sie
auf der Zunge der Moa auch noch zeigt....(zum Glück)
"Na,jetzt reicht es aber", sagt die Moa. "Arthur, Arthur, bitte komm und hilf mir. Sag diesem BURLI, dass er ...."
Ja, dieser BURLI kann auch Sachen sagen, die der Arthur noch nie gesagt hat
"GEH WEG" "GEH WEG"!!!!
 schreit er zur Moa, als sie ihn in der Früh aus seinem Schlafzimmer Bett holen will
"Geh weg!!!" und der BURLI weist mit spitzen Fingern
zur Türe ...dort hinaus - geh weg!!!!
Der BURLI schreit auch mit böser Stimme
"LASS DAS"  "LASS DAS" ....
die Moa ist ganz verwirrt.
Na, so etwas kennt sie vom Arthur nicht.
"Du", sagt die Moa zum Arthur
"gell der BURLI hat das im Kindergarten gehört.
Rufen dort die Kinder auch immer "Geh weg!!!" -
oder "Lass das??
Schreckt sich der BURLI deshalb und jetzt probiert er es zu Hause selber aus"?
Der Arthur lacht nur - und jetzt ruft auch er:
 "Lass das!!!" - "geh weg" aber jetzt klingt es wie ein Spiel

und wir spielen weiter mit unserem Duplo Haus "Kindergarten" ..... und die Moa sagt
"Wenn der BURLI will, kann er ja auch mit
uns mitspielen" .....
Der Arthur schaut sich um: nein, kein BURLI da!!!
"Weißt du", sagt die Moa,
den BURLI haben wir aber auch ganz lieb -
nur AUFPASSEN muss man halt auf den, AUFPASSEN!!!
Plötzlich sagt der Arthur -
und auch das hat die Moa noch nie von ihm gehört:
"Einräumen!! Spielzeug einräumen" - mustergültig - der Moa bleibt der Mund offen -
beginnt der Arthur all die vielen Dinge  einzuordnen und wegzuräumen,
womit wir so lange Zeit gespielt haben
"Einräumen!!!!" 
Auch das hat der Arthur wohl
im Kindergarten gehört und gelernt.
Ja, alles hat auch sein Gutes - und mit dem
"Geh weg und dem "Lass das" werden wir auch
noch fertig werden!!!!  So wünscht die Moa dem Arthur heute einen ganz ganz  guten
Kindergarten Tag, am Anfang dieser neuen Woche.
Klar, dem BURLI wünschen wir das auch!!
Freude und Freunde im Kindergarten



Sonntag, 5. November 2017

Fürbitten 6.11. eine neue Arbeitswoche


6.11.2017 November 

Eine neue Arbeitswoche beginnt. Bitten wir

für alle, die heute mit einem schweren Herzen aufstehen

für alle, die unsicher sind vor dem, was auf sie zukommt

für alle die Angst haben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein

für alle, denen das Leben zu schnell abläuft

für alle, die glauben, dass sie nichts Positives mehr erwarten können

für alle, die krank sind, und sich Sorgen um die Zukunft machen

für uns selbst, dass wir nicht nach den großen Taten Ausschau halten, sondern sehen, wo wir wirklich gebraucht werden, auch wenn es unspektakulär ist

und bitten wir, dass wir immer besser erkennen, wie viel Ursache wir Tag für Tag haben, 
dankbar zu sein. Dass wir all das Gute erkennen, das auch im heutigen Tag auf uns wartet 


Bitten wir heute auch ganz besonders für die Opfer des Schuss-Massakers in einer Baptistenkirche in Texas und für die Opfer und Angehörigen aller Menschen, die durch Gewalt und Terror ums Leben kommen. Gott, lass uns nicht daran verzweifeln, dass wir immer wieder keine Antwort auf unsere Frage finden: Warum, warum lässt Gott das zu. Schenke uns dennoch Hoffnung und Zuversicht auch für diesen Tag. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

Samstag, 4. November 2017

Fürbitten Sonntag 5.11. gegen die doppelte Moral

5.11.2017 Mt.23.1  gegen die Pharisäer

Eigentlich müssten wir beim heutigen Evangelium die Luft anhalten. Denn worauf Jesus hinzeigt, das meint ja nicht nur „die Anderen“, die Pharisäer. Auch wir selbst sind wohl nicht ganz von solchen Eigenschaften frei, die Jesus den Pharisäern zum Vorwurf macht. Messen nicht auch wir manchmal mit zweierlei Maß: was wir anderen zum Vorwurf machen, lassen wir uns selbst oft kritiklos durchgehen. So bitten wir heute

dass wir nicht von anderen verlangen, was wir selbst nicht tun

dass wir niemanden belasten oder das Herz schwermachen, weil wir das Einhalten strikter Regeln verlangen

Dass wir zuallererst unser eigenes Tun hinterfragen, ehe wir andere kritisieren

dass wir uns vor den Leuten nicht anders geben, als wir wirklich sind

dass wir uns vor jedem äußerlichen und unehrlichen „so tun als ob“ hüten

dass wir Respekt vor der Lebensform und den Überzeugungen anderer haben

dass wir uns nicht anmaßen, besser oder gläubiger als andere zu sein

dass wir aber auch uns selbst nicht mit religiösen Idealen überfordern

bitten wir, dass all die Menschen, die eine Funktion in der Kirche haben, nicht
mit einer doppelten Moral leben und dass kirchliche Vorschriften Menschen nicht niederdrücken
sondern ihnen vielmehr Mut und Trost fürs Leben geben

und bitten wir, dass unser Glaube uns  hilft, auch anderen Menschen das Leben leichter zu machen und ihnen Ängste zu nehmen 


Du guter Gott, lass uns wahrhaftige und authentische und vor allem gütige und barmherzige Menschen sein. Das erbitten wir durch Jesus unseren Herrn und Bruder Amen

Freitag, 3. November 2017

Fürbitten 4.11 von der ICH AG zum WIR



4.11.2017 Lk.14.11 wer sich selbst erhöht wichtig macht,

„Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden“ sagt Jesus heute im Evangelium und das ist nicht gerade ein Motto, mit dem man in den Hitlisten unserer Zeit landet. Nichts scheint so wichtig, wie das ICH. Ganze Bibliotheken füllen die Bücher mit den Anleitungen, wie man sich selbst am besten „verkauft“, wie man sich und seine „EGO-Marke“ gut positioniert, wie man sich selbst „verwirklicht“ und möglichst andere arm aussehen lässt.   Es ist eine Seitenblicke Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst produziert und in die Auslage stellt. Jesus stellt es sich anderes vor.  Bitten wir heute

dass wir uns durchaus wichtig nehmen, weil jede, jeder von uns unverwechselbar ist –
aber dass wir der Versuchung widerstehen uns „wichtig zu machen“

dass wir unsere eigene Arbeit schätzen – aber dass wir dennoch fähig zur Teamarbeit sind
und andere unterstützen

dass wir uns engagieren und das Beste aus einer Sache herausholen wollen – aber dass wir
dennoch Rücksicht auf Andere nehmen und auch ihnen Erfolg gönnen

dass wir uns aufrichtig mitfreuen können über die Freude anderer
dass wir loben können und Menschen motivieren und ermutigen

dass wir uns selbst nicht klein machen, aber von anderen groß denken

dass wir nicht nur bescheiden „tun“ – sondern immer besser versuchen, bescheiden zu SEIN


Du guter Gott. Lass, dass wir nicht nur so tun „als ob“ wir uns zurücknehmen und bescheiden wären. Lass uns ganz tief innen erkennen, dass alle Gaben, alles Können, alle Verdienste von dir kommen. Und dass wir damit den anderen Menschen in unserem Leben „dienen“ sollen, so gut wir können. Lass es uns tun in der Freude, die uns Jesus vorgelebt hat. Amen

Ach Arthur 150 .....der verwirrt die Moa!

Na gut, beim Wickeln stellt sich die Oma für den Arthur ein bissl patscherter an, als sie wirklich ist.
"Bitte bitte, bleib brav liegen" , flötet die Moa: "du weißt, ich kenn mich da nie mit vorne und
hinten aus...." und tatsächlich, der Arthur, der sonst querfeldein seinen Unfug treibt, legt sich - wie ein Einser -
kerzengerade aufs Bett, hebt den Popsch - und lässt sich von der Moa frisch machen. Er sagt sogar, wenn er ausnahmsweise auch noch eine Creme will ...und der Arthur bleibt mucksmäuserl still liegen, auch wenn sich die Moa - jetzt wirklich patschert  mit seiner Strumpfhose abplagt. Der Artur kann total kooperativ sein und macht die Moa auch darauf aufmerksam, wenn sie "schon wieder" seinen body unten nicht ordentlich zumacht. "Moa!!!" sagt der Arthur dann - und die Moa bedankt sich gleich überschwänglich für seine Aufmerksamkeit.
Aber das ist es ja gar nicht, was die Moa verwirrt.
Die Moa fragt sich vielmehr:
KANN DER ARTHUR LESEN?
Dass er weiß, wo eine Billa ist, wo ein
Spar Geschäft, wo eine Polizei Wachstube,
wo eine Postfiliale ....
das ist nachvollziehbar. Das sind Logos, wiederkehrende Schriftzüge, die hat er sich
eingeprägt. Aber in den letzten Tagen wars der Moa schon komisch mit dem Arthur:
Beispiel 1:
wir geben einen Brief auf und Arthur sagt:
"Leo kaufen, bitte"  Ja, sagt die Moa, ich weiß, du warst gestern mit dem Leo spielen, wieder in diesem schönen indoor Spielplatz, wo du auch schon deinen Geburtstag gefeiert hast ....

"nein,nein", winkt der Arthur ab
"LEO KAUFEN!!"
"Den Leo kann man doch nicht kaufen", 
sagt die Moa,
Aber im selben Augenblick sagt die nette junge Dame hinter dem Post Schalter:
"Ich glaube, der Bub  will die "Leo Schnitte" kaufen -
Jede Postfiliale ist ja ein Gemischtwarenhandel ...also.....tatsächlich, da ist diese Schnittenpackung, vor den Augen von Arthur, der im Buggy sitzt: Moa kauft und Arthur fährt mit dem Zeige Finger immer wieder den LEO Schriftzug nach: "LEO", sagt er, "LEO" -
Moa denkt sich: na gut, auch ein "Logo" - wird ihm halt die Mama
schon oft diese Schnitten gekauft haben (nein, hat sie noch niemals!!! stellt sich dann heraus,
na vielleicht Chiara oder Pia??)
Aber die Verwirrung für die Moa geht ja weiter.
Wir stehen vor der Anzeigentafel im Franz Josef Bahnhof - Moa will sich informieren, wann ein Zug kommt oder abfährt - da ruft schon der Arthur:
"Zug fährt ein" ....Weit und breit sieht man
keinen Zug - allerdings auf der Tafel ist einer für diese Minute vermerkt ... wie kann der Arthur das wissen????  Unmöglich, dass er das lesen kann (später wird die Moa draufkommen,
dass bei den soeben ein-oder abfahrenden Zügen ein grünes Lichterl aufblinkt ... hier muss sich der
Arthur also vielleicht gedacht haben: da tut sich gleich was) - aber die Verwirrung geht weiter.
Moa sieht keinen Zug, zwei Gleise sind leer, Gleise 4 und 5, dorthin will sie nun gehen -
aber Arthur dirigiert die Moa in die Gegenrichtung. Links, links gehen ...
 "Dort, dort" sagt der Arthur
Es ist der Bahnsteig 1 - der liegt verdeckt .... man muss weit den Perron entlanggehen, ....und dort, ja dort fährt jetzt tatsächlich der Zug ein, ist schon fast eingefahren, weil die Moa so begriffsstutzig war.
Aber warum weiß der Arthur das? Hat er auf der Anzeigentafel den Einser 1 gesehen?
"Bahnsteig 1" sagt er  - und
"drei Züge im Bahnhof" -
ja, es sind 3 Züge, die jetzt da sind.
Noch eine Weile halten wir uns auf dem Bahnhof auf, immer wieder gucken wir auf die Anzeigentafel ....aber irgendwann ist eine große
Pause, da machen wir uns auf den Heimweg.

Beim Arthur zu Hause gehts der Moa gut!!!
Papa und Mama sind noch nicht da - aber der Arthur hat es der Moa versprochen:
Zu Hause macht er ihr gleich
einen Kaffee, "Feffi" gibt es da, mit viel
Milch - und wenn er ganz lustig drauf ist,
der Arthur, dann streut er auch noch Salz und Pfeffer hinein: alles aus der neuen Kinder-Küche, die er zum Geburtstag bekommen hat. Serviert wird am roten Kindertisch,
da muss die Moa auf einem der zwei kleinen Sessel Platz nehmen -
(ein Geburtstagsgeschenk von Mama Ni, die Küche von Oma Dinah) - ja und da nimmt die Moa jetzt ihren Kaffe zu sich .... als plötzlich das handy piepst. "Mama, Mama" ruft Arthur.
Er drängt die Moa, in ihr handy zu schauen - und tatsächlich WhatsApp Nachricht der Mama:
"wir sind am Weg" .  Aufgeregt nimmt der Arthur das handy ....deutet immer wieder auf die Schriftzeile und sagt mit innerer Glückseligkeit:  "Mama kommt, Papa kommt"
Hat er das auch gelesen???? Nein, nein, die Moa hat es ihm ja vorgesagt: aber er saugt die
Schriftzeile direkt in sich hinein "wir sind am Weg" !!!!




einfach so


Anleitung zum guten Leben

..Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume...
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, 'verantwortlich zu sein' - tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. mache es Jetzt 
Lache eine Menge...
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein...
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir...
Umarme Bäume 


Joseph Beuys

Donnerstag, 2. November 2017

Fürbitten 3.11 selbst wissen, was zu tun ist Lk.14.1


3.11.2017 Lk.14.1 Darf man am Sabbat heilen?

Immer wieder läuft die Diskussion die Jesus mit den strengen Gesetzeslehrern und Pharisäern führt auf die Frage hinaus: „Ja darf man denn das?! Eine zentrale Frage scheint es auch heute.
Darf man Gesetze lockern, darf man Gesetze abändern, darf man anders denken, darf man nachgeben, darf man auf die heutige Realität eingehen: Nein, sagen die streng Gesetzestreuen: immer muss alles bleiben, wie es war und festgeschrieben ist.
NEIN sagt Jesus, immer muss sich alles in der jeweiligen Situation entscheiden, an der Notlage eines Menschen: wenn einer geheilt werden muss, dann macht Jesus das auch am Sabbat. Heute ist auch Herz Jesu Freitag – bitten wir

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
sein Zugehen auf die Menschen ohne Angst vor sturen Regeln

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
Den klaren Blick auf das einzig Not-wendige, auf das, was Not-wendet

Dass wir uns das von Jesus abschauen
Dass sich Gesetze und Regeln an den Bedürfnissen der Menschen orientieren müssen
und nicht umgekehrt

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
seine Güte und seine Fähigkeit mitzuleiden

Dass wir uns das von Jesus abschauen
Dass wir für uns selbst herausfinden was richtig oder falsch ist
dass wir keine Angst davor haben, eigenständig und kritisch zu denken

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
Sein bedingungsloses Vertrauen und seine bedingungslose Liebe zu seinem Vater-Gott,
die ihm die Freiheit geben, das Richtige zu tun


Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Du willst unsere Freiheit und unsere Liebe. Du willst unsere Freude und unsere Sehnsucht. Du nimmst uns an, mit all unserem Suchen, mit allen Zweifeln. Dafür danken wir dir, durch Jesus unseren Bruder.






einfach so


Nicht mehr Zuschauer sein
zupacken Hand anlegen
den Stein ins Rollen bringen
bewegen wollen
machen tun

aber wenn ich bewegen will
muss ich bewegt sein
mich in das Geheimnis geben
mutig sein
und mich verwandeln lassen

und den harten Steinen trotzen
und dem langen Atem trauen
und noch träumen können
und sehnsüchtig sein
und lieben lieben lieben

verletzbar und
verwundbar bleiben
leicht und fragil
und doch entschieden
frei

bewegt um zu bewegen
den Stein aufweichen
und sei es mit Tränen
zart bleiben
und sei es im Zorn

aber
die Dinge von innen bewegen


 Andrea Schwarz

Mittwoch, 1. November 2017

Fürbitten ALLERSEELEN


2.11.2017 Allerseelen

Wir Menschen sehnen uns so sehr nach einem guten Leben. Die meisten von uns wollen nicht mehr, als ein wenig Zufriedenheit und Glück. Immer wieder ist es der Tod, auch die Angst vor dem Tod, wo wir an eine Grenze stoßen. Wie sinnvoll kann ein Leben sein, an dessen Ende unweigerlich der Tod steht? So kommen wir mit unserer Sehnsucht zu Dir, Gott und rufen:
Guter Gott, sei DU unser Leben – wir bitten dich, erhöre uns.

Wir bitten für die Menschen in unseren Familien, die gestorben sind – so viel verbindet uns mit ihnen – manche sind viel zu früh gestorben, der Schmerz tut immer noch weh
Guter Gott, sei DU unser Leben....

Wir bitten für unsere verstorbenen Freunde, Arbeitskollegen, Wegbegleiter und Bekannten, mit denen uns ein Stück Gemeinsamkeit und der Dank für gemeinsame erfahrene Lebensfreude verbinden.

Wir bitten für alle, die ein Kind verloren haben. Für all die Kinder, die nie geboren wurden, Kinder, die tot geboren wurden, Kinder die keine Chance hatten, erwachsen zu werden.

wir bitten für Alle, die auch hier bei uns am Rande unserer Gesellschaft in Gefahr sind, allein gelassen zu werden, für alle, die sich nicht integriert und angenommen fühlen, wir bitten für die Flüchtlinge und Heimatlosen - gib uns offene Arme für alle, denen wir helfen können

Wir bitten für die Kinder, Frauen und Männer, die auf der der Suche nach Sicherheit und einem neuen Leben den Tod finden. Wir bitten für alle Opfer von Terror, Gewalt, Krieg und Naturkatastrophen.

Wir bitten für die Schwerkranken und Sterbenden, für alle, die Angst vor dem nahen Tod haben und für die, die ihren Tod herbeisehnen – und wir bitten für uns selbst, dass wir dem Tod gelassen und in der Hoffnung auf Auferstehung entgegensehen

Wir bitten für alle, denen heute schon Lebensfreude und Kraft abhandengekommen ist, für alle, die sich „wie tot“ fühlen, die keine Freude und keine Dankbarkeit empfinden können
Und wir bitten für uns selbst, dass wir jeden Tag wieder dankbar sind für dieses kostbare Leben


Du Gott des Lebens, du kennst unsere Sehnsucht nach Freude und Liebe. Schenke uns immer wieder Menschen, die uns aufrichten und lass uns selbst Menschen sein, die anderen ein Trost in schweren Zeiten sind. Darum bitten wir durch Jesus deinen Sohn, der mit uns auch über die Schwelle dieses Lebens gehen wird. Darauf vertrauen wir und danken dir. Amen

einfach so


Geht hinaus in euren Tag
ohne vorgefasste Ideen…
ohne Plan von Gott,
ohne über ihn Bescheid zu wissen…
Brecht auf ohne Landkarte –
und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist,
und nicht erst am Ziel.
Versucht nicht, 
ihn nach fertigen Rezepten zu finden,
sondern lasst euch von ihm finden

in der Armut eines banalen Lebens.

Madleine Delbrêl