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Sonntag, 11. Mai 2025

Fürbitten 12.5. Wohin will uns Gott führen?

 

12.45.2025 Apg.11.1  Mut für neue Wege  

Die Apostelgeschichte berichtet heute von einem neuen großen Abschnitt in der jungen Jesus Gemeinde. Zum ersten Mal werden Nicht Juden in die Gemeinschaft aufgenommen, ohne dass sie zuvor durch Beschneidung zu Juden gemacht werden. Auch müssen die neu Getauften nicht mehr die jüdischen Reinheits- und Speisevorschriften einhalten. Eine Stimme vom Himmel habe Petrus in einer Vision gesagt: „Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein“ . So erkennt Petrus bei der Taufe des nicht jüdischen Hauptmanns Kornelius: "....dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist" Für die junge Jesus Kirche ist das ein gewaltiger Einschnitt. Es kann uns heute aber auch sagen: Gott teilt sich ALLEN Menschen mit – Gott gehört nicht einer einzigen Religionsgemeinschaft. Gott braucht keine Rituale, keine Paragrafen, keine fixen Bräuche. Der Geist Gottes kommt auf ALLE, überall dorthin, wo Menschen Gott suchen. Für Gott scheint das das einzig Wichtige zu sein: dass wir IHN voll Sehnsucht suchen. So bitten wir heute

dass wir nicht glauben, nur wir als Christen hätten GOTT für UNS gepachtet. Dass wir nicht glauben, Gott wäre nur in unserer Religionsgemeinschaft DAHEIM

dass wir niemand den „wahren“ Glauben absprechen, sondern Respekt haben vor jedem, der aufrichtig und tolerant anderen gegenüber nach Gott in seinem Leben sucht

dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten, sondern dass wir den Mut haben, jenseits der eigenen religiösen Erziehung immer mehr eine eigene, ganz persönliche Beziehung zu Gott suchen

dass wir keine Angst davor haben, dass auch unsere Beziehungs-Geschichte mit Jesus eine eigene Entwicklung nehmen wird, so wie sich jede Beziehung weiterentwickelt

dass wir offen dafür sind, wohin auch uns der Geist Gottes führen wird, dass wir immer wieder alte Wege verlassen werden müssen

bitten wir, dass Gott niemals eine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Hoffnung und Freude, dass Gott ein Weg in die Freiheit ist

und bitten wir, dass auch die Kirche mit Papst Leo den Mut hat, neue Wege einzuschlagen und neues Denken zuzulassen, im Vertrauen auf den heiligen Geist

Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Bewahre uns vor der Anmaßung, dass wir dich nur für uns vereinnahmen – lass uns für die vielen Wege dankbar sein, die zu Dir führen. Wir dürfen unseren Weg im Namen Jesu gehen, dafür danken wir dir. Amen

Samstag, 10. Mai 2025

Fürbitten Sonntag 11.5. Gute Hirten, gute Hirtinnen braucht die Welt


Julien Dupre: Hirtin mit ihren Schafen. Kunstdruck, Leinwandbild, Glasbild

11.6.2025 Joh 10.11 Jesus der Gute Hirte 

In unserem bürgerlichen Leben feiern an diesem Sonntag ganz viele Menschen Muttertag –und  in der Kirche hören wir gerade an diesem 4.Sonntag nach Ostern  die Stelle im Johannesevangelium, in der sich Jesus selbst als „der gute Hirte“ bezeichnet. Ein „Guter Hirte“, der alle seine Schafe kennt, ein guter Hirte, der alle seine ihm anvertrauten Schäflein bewahren will. Gleichzeitig ist dieser Sonntag auch immer der Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Seit drei Tagen haben wir nun auch einen neuen Papst, der wohl auch ein „guter Hirte“ für die ihm anvertraute Kirche sein will.  Letztlich aber soll  jeder und Jede von uns solch ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere.  Bitten wir heute

an diesem Muttertag besonders für alle Mütter, damit sie ihre Kinder, die kleinen und die großen, mit Freude und Dankbarkeit durchs Leben begleiten können - aber auch für alle Mütter, die Probleme und Sorgen mit ihren Kindern haben, oder die sich schwer damit tun, dass ihre Kinder ihr eigenes Leben leben wollen

für alle Frauen, die sich nicht darüber freuen können, schwanger zu sein, dass sie doch eine gute Lösung finden und für all die Frauen, deren Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht, dass sie ihre Mütterlichkeit in vielen anderen Aufgaben erkennen können

bitten wir, dass unsere Familien und Gemeinden Orte sind, wo junge Menschen die Freude an Gott erfahren können und dass wir sie auch ermutigen, sich auf eine besondere Lebensform in der Nachfolge Jesu einzulassen

bitten wir für gute Priester und Ordensleute, dass sie aber auch nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden, bitten wir, dass die Kirche unter Leo XIV einen Weg findet für eine gute Lösung rund um den Zölibat.

Bitten wir für Leo XIV, dass er ein offenes Ohr hat für die vielen verschiedenen Probleme und Anliegen in der Weltkirche, dass er auch den Frauen Gehör schenkt, auch jenen, die sich ein Priesteramt für Frauen wünschen – und bitten wir, dass Leo XIV eine starke Stimme für den Weltfrieden sein kann

Bitten wir nicht zuletzt für uns selbst, dass wir in unserem Alltag „Gute Hirten und  gute Hirtinnen sind“, dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was Gott uns anvertraut hast.

 

So bitten wir im Namen Jesu – und wir bitten ganz besonders für all die Menschen, die heimatlos und voll Sorgen und Ängsten unterwegs sind, dass sie gute Hirten finden, die ihnen wieder Ruhe und Sicherheit verschaffen können. Vielleicht auch mit unserer Hilfe. Amen              

Freitag, 9. Mai 2025

Fürbitten 10.5. Leo XIV - er braucht auch UNS

 

10.5.2025 Robert Francis Prevost als neuer Papst Leo XIV. 

Noch stehen wir alle unter dem Eindruck der so schnell geglückten Papstwahl. Der  Nordamerikaner Robert Francis Prevost wird als Leo XIV die Kirche führen – und in den überwiegend erfreuten Kommentaren traut man ihm zu, als Brückenbauer innerhalb der Weltkirche wirken zu können – und als eine ernst zu nehmende moralische Stimme weltweit. 

Gestern, in seiner ersten Predigt als Papst vor den Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle zog Leo eine sehr nüchterne Bilanz über den Glauben heute: „Auch heute wird der christliche Glaube in nicht wenigen Fällen als etwas Absurdes angesehen, als etwas für schwache und wenig intelligente Menschen; vielfach werden andere Sicherheiten wie Technologie, Geld, Erfolg, Macht und Vergnügen bevorzugt“, so der Papst. Die begeisterten Massen am Petersplatz dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, wie die Wirklichkeit aussieht. „Es handelt sich um Umfelder, in denen es nicht leicht ist, das Evangelium zu bezeugen und zu verkünden, und in denen Gläubige verspottet, bekämpft, verachtet oder bestenfalls geduldet und bemitleidet werden“, sagte Leo XIV.

Bitten wir heute,

dass wir keine Angst davor haben, für das einzutreten, woran wir glauben

dass wir selbst dazu beitragen können, etwas von der Freude an unserem Glauben weiter zu geben

dass wir für das eintreten, was wir für richtig halten

dass wir an dem festhalten, was wir behüten sollen

dass wir aber auch bereit sind für Veränderungen

dass wir selbst Brückenbauer sein wollen – in unserem kleinen Alltag

dass wir auch in unserem kirchlichen Umfeld Verantwortung übernehmen

dass wir unsere Zeit und unsere Kirche nicht krank jammern, dass wir an das Gute glauben wie es Leo XIV in seinen ersten Worte nach der Wahl gesagt hat. „Das Böse wird nicht siegen“

 

in diesem Vertrauen guter Gott lass uns diese abgelaufene Woche in deine Hände legen und lass uns mit Freude und Mut auf das zugehen, was jeder Tag neu bringt. Im Namen Jesu amen.

 

 

 

 

meine Maria im Mai

 

»Madonna del Magnificat    

Bernardo Daddi 

die Schriftstellerin Antje S.Naegli dichtet  das "Magnificat" der Maria  so


  Meine Seele ruht in Dir.

Du, Gott, nimmst mich wahr

in meiner innersten Bedürftigkeit.

 Meine Seele ruht in Dir.

 

Du heilst das Versehrte,

du schützt das Gefährdete,

du wärmst das Erstarrte;

was gebeugt ist in mir, richtest Du auf.

 

Du befriedest das Erschreckte,

du birgst das Verängstigte,

du durchlichtest das Verfinsterte;

was darbt in mir, nährst du.

 

Du tröstest das Bestürzte,

du belebst das Verkümmerte,

du löst das Verkrampfte;

was zur Reife kommen will, behütest Du.

Mein Seele ruht in Dir 


mit einem "Gegrüßet seist du Maria..." 

hat Leo XIV gestern auch seine erste Ansprache am Petersplatz beendet

Donnerstag, 8. Mai 2025

Fürbitten 9.5. HABEMUS PAPAM LEO XIV

 



9.5.2025  neuer Papst  Habemus Papam

 

Kurz nach 18 Uhr gestern war es so weit: weißer Rauch aus der sixtinischen Kapelle zeigte es an: es ist ein neuer Papst gewählt worden. Die Entscheidung im Konklave ist auf den Nord Amerikaner Robert Francis Prevost gefallen. Der aus Chicago stammende Prevost ist 69 Jahre alt und war jahrelang als Missionar in Peru tätig.  Prevost ist ein Ordensmann, Mitglied des Agustinerordens. Nun ist er das 267. Oberhaupt der katholischen Kirche seit dem heiligen Petrus. Er entschied sich für den Papstnamen Leo XIV. In seiner ersten Ansprache rief er dazu auf, durch Dialog „Brücken zu bauen“. Leo XIV richtete einen „Appell des Friedens“ an „alle Völker“ und er sprach in bewegenden Worten von Papst Franziskus. „Gott liebt uns, Gott liebt euch alle. Das Böse wird nicht siegen, wir sind alle in den Händen Gottes“, sagte Papst Leo XIV. in Gedanken an seinen Vorgänger.

 

Bitten wir heute um Gottes Kraft und Beistand für die gewaltige Aufgabe, die vor dem neuen Papst liegt

Bitten wir, dass ihm das Brückenbauen gelingen möge 

Bitten wir, dass sein Appell des Friedens eine Chance hat

Bitten wir, dass die Kirche auch mit Leo XIV eine Stimme bleibt für die Armen, die Heimatlosen, die Opfer von Gewalt und Ausbeutung - und auch eine Stimme für die Bewahrung der Schöpfung

bitten wir, dass der Papst kompromisslos und offen gegen Missbrauchsfälle in der Kirche vorgeht und vor allem auch ein offenes Ohr für die Opfer hat

bitten wir um Offenheit des neuen Papstes für die Ökumene, für einen neuen Blick auf das Zölibat, für die Anliegen der Frauen in der Kirche, für die wiederverheirateten Geschiedenen, für die gleichgeschlechtlichen Paare

bitten wir um einen guten Dialog mit anderen Glaubensgemeinschaften, vor allem mit Judentum und Islam

und für uns selbst bitten wir, dass wir diesen Neuanfang in der Kirche vielleicht auch für uns als einen Neuanfang sehen können. Dass wir annehmen können, was Gott auch in unserem Leben neu macht und dass wir uns voll Freude und Vertrauen darauf lassen können

 

So bitten wir im Namen Jesu von dem wir glauben, dass er mitten unter uns ist. Amen


Meine Maria - im Mai

 

Unter deinen Schutz und Schirm

 auch ein Danke 

für das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa - 

vor 80 Jahren


Unter deinen Schutz und Schirm 

fliehen wir,

o heilige Gottesmutter,

verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,

sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.

O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,

unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,

versöhne uns mit deinem Sohne,

empfiehl uns deinem Sohne,

stelle uns vor deinem Sohne.

 Amen 

 

Dieses Gebet ist eines der ältesten Mariengebete und eine marianische Antiphon.  Schon im dritten Jahrhundert finden sich in einem griechischen Papyrusfragment aus Oberägypten Belege für das Gebet.

 

Mittwoch, 7. Mai 2025

Fürbitten 8.5 EIN FEST DER FREUDE

 

8.5.2025  Kriegsende in Europa

 Ein besonderer Tag ist das heute für ganz Europa. Heute, am 8. Mai feiern wir das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa. Das Ende des mörderischen und verbrecherischen NS Regimes, das Ende der Angriffs - und Vernichtungskriege der Nazi. Es jährt sich zum 80. Mal die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.

Jahrzehntelang hat Österreich diesen Tag fast als Trauerspiel begangen: mit Totengedenken und Trauer über einen "verlorenen Krieg". Erst seit 13 Jahren wird dieser Tag als Tag der Freude begangen. Es ist eine Initiative des Mauthausen Komitees Österreich. So wird am Wiener Heldenplatz heute Abend ganz besonders gefeiert. - Ja, dieser 8 Mai ist kein kirchlicher Feiertag, aber wir haben allen Grund Danke Danke Danke zu sagen. Bitten wir heute

Dass wir nicht aufhören, dankbar zu sein, für den Frieden, in dem wir nun schon so lange behütet leben dürfen.

Dass wir all denen dankbar sind, die aus den verschiedenen Ländern militärisch zur Befreiung Europas beigetragen haben, dass wir aber vor allem auch all jenen dankbar sind, die dem NS Regime Widerstand geleistet haben, unter Einsatz ihres Lebens

Bitten wir, dass wir selbst zur Zivilcourage und tätigen Mitmenschlichkeit fähig sind, dass wir uns heute für all die einsetzen, die Hilfe und Schutz brauchen

Bitten wir, dass wir es mit dem „nie wieder“ ernst nehmen, dass wir gerade als Christen allem entgegentreten, was menschenfeindlich und rassistisch ist, dass wir allem entgegentreten, was unsere Demokratie untergräbt.

Bitten wir auch um den sozialen Frieden in Österreich, dass es uns gelingt, ein Klima des Miteinander zu bewahren. Bitten wir, dass Europa seinen Zusammenhalt wahrt

Und wir wollen nicht aufhören um Frieden zu bitten. Frieden für die Ukraine, Frieden für den Nahen Osten, Frieden für alle Länder, die mit schweren Konflikten leben und in denen wie immer vor allem die einzelnen Menschen die Opfer und Notleidenden sind

Und bitten wir um HEIMAT – Heimat, für alle, die entwurzelt als Flüchtlinge unterwegs sind. Heimat auch für alle, die in sich selbst ruhelos sind. Heimat auch in unseren Kirchen, dass sie einen guten Weg in ihre eigene Freiheit finden  -  wir bitten für die Beratungen im Konklave.

 

Guter Gott, wir danken für unser Leben im Frieden, schenke diesen Frieden auch Allen, die ihn so dringend benötigen. Amen



Dienstag, 6. Mai 2025

Fürbitten 7.5. Eine "österliche Kirche" - das wünschen wir uns

 

Bild: DiePresse.com

 7.5.2025  Beginn Konklave

Mit großer Spannung sehen nicht nur Katholiken ab heute nach Rom, wo am Nachmittag mit einem feierlichen Gottesdienst das Konklave der Kardinäle zur Wahl eines neuen Papstes beginnt. Seit Tagen schon sind die Spekulationen über mögliche Nachfolger im Gang, in Kirchen und christlichen Gemeinschaften weltweit wird seit 9 Tagen in einer Novene darum gebetet, der Heilige Geist möge bei der Wahl des richtigen würdigen Kandidaten helfen. Was erwarten wir uns von dieser nahen Zukunft unserer Kirche? 

Vom verstorbenen Wiener Kardinal Franz König gibt es Meditation über eine solche „österliche Kirche“. Bitten wir mit seinen Gedanken

 

Die Kirche Christi sei:

Eine einladende Kirche.

Eine Kirche der offenen Türen.

Eine wärmende, mütterliche Kirche.

Eine Kirche der Generationen.

 

Die Kirche Christi sei:

Eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens,

des Mitfreuens und Mitleidens.

Eine Kirche, die mit den Menschen lacht

und mit den Menschen weint.

Eine Kirche, der nichts fremd ist

 

Die Kirche Christi sei:

Eine Kirche, die die Menschen

dort aufsucht, wo sie sind:

bei der Arbeit und beim Vergnügen,

beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz,

in den vier Wänden des Hauses.

Eine Kirche der festlichen Tage

und eine Kirche des täglichen Kleinkrams.

 

Die Kirche Christi sei:

Eine Kirche, die nicht Bedingungen stellt

oder Vorleistungen verlangt.

Eine Kirche, die nicht politisiert.

Eine Kirche, die nicht moralisiert.

Eine Kirche, die nicht Wohlverhaltenszeugnisse verlangt

oder ausstellt.

 

Die Kirche Christi sei:

 Eine Kirche der Kleinen,

der Armen und Erfolglosen,

Mühseligen und Beladenen,

der Scheiternden und Gescheiterten

im Leben, im Beruf, in der Ehe.

Eine Kirche der Würdigen,

aber auch der Unwürdigen,

der Heiligen, aber auch der Sünder.

 

Die Kirche Christi sei:

Eine Kirche derer,

die im Schatten stehen,

der Weinenden,

der Trauernden.

Eine Kirche -

nicht der frommen Sprüche,

sondern der stillen helfenden Tat.

Eine Kirche des Volkes.

 

Ja, so bitten wir in diesen Tagen .Amen

 

Montag, 5. Mai 2025

Fürbitten 6.5. in aller Not - den Himmel offen sehen ....

 Bild: hl. Stephanus Dommuseum Mainz


6.5.2025 Apg. 7.51  Stephanus Steinigung  Di 3.OW

Wer ernst macht mit Jesus, – für den kann es sehr schnell todernst werden. Schon drei Wochen nach Ostern hören wir die Geschichte von jenem jungen Mann, der schon ganz am Beginn der kleinen Christengemeinden für seine Überzeugung den Tod findet. Es ist der Diakon Stephanus, der wegen seines Glaubens an Jesus gesteinigt wird. An Jesus glauben kann Konsequenzen haben – „Wirkungen und Nebenwirkungen“ wie wir es auf den Medikamentenpackungen lesen. Wir dürfen uns da nichts vormachen. Bitten wir heute:

 

Du, Gott mit uns:

sei ein schützender Gott für Alle, die Gewalt und Unterdrückung erfahren, für alle, die wegen ihres Glaubens oder ihrer Überzeugung verfolgt werden und leiden

 

Du, Gott mit uns:

sei ein Gott der Zuflucht für alle, die als Flüchtlinge und Hilfesuchende unterwegs sind, für all die Menschen auch „neben uns“, die auf Hilfe warten

 

Du, Gott mit uns:

sei ein Gott voll Liebe und Nähe für alle, die glauben, im Leben zu kurz zu kommen, für alle, deren Tag mehr Mühe als Freude hat

 

Du, Gott mit uns:

sei ein Gott des Lebens für alle, die krank, hilflos und auf andere angewiesen sind, für alle, die sich dem Ende ihres Lebens nähern

 

Du, Gott mit uns:

sei ein Gott der Versöhnung in den unlösbar scheinenden Konflikten dieser Welt, mach Du den Frieden möglich, der so unmöglich scheint

 

Du Gott mit uns

sei ein Gott der Neues schafft, - schaffe das Neue auch in mir

 

Du guter Gott, sei uns ganz nahe mit deinem heiligen Geist: begleite uns auf den Wegen unseres Lebens, damit wir uns in guten und in schweren Tagen in Dir geborgen wissen, in unserem Leben mit Jesus . Amen

 

 

 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben,

sondern das,  was wir erinnern

und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen."     Gabriel García Márquez

 

„Wer sein Schicksal für besiegelt hält, ist außerstande, es zu besiegen.“ Viktor Frankl

 

"alles. - es ist alles zum letzten Mal,

wenn wir das einsehen würden, ginge uns die Liebe auf." Ilse Aichinger

 

„Die Werte, an die wir uns halten,

die halten uns“   Elisabeth Lukas, Psychotherapeutin

 

„Laufen, Lernen, Lieben, Lachen – sie helfen beim älter werden“  Otfried Höffe, dt Philosoph

 

„Erfahrung ist nicht das, was dir zustößt. Erfahrung ist,

was du aus dem machst, das dir zustößt“ Aldous Huxley

 

„Befreie dich von allem, was Ballast, Anhalt und Kummer bedeuten kann.“ Heinrich Seuse  14.Jh


„Die höchste Lebenskunst des alten Menschen besteht darin, sich und andere nicht zu langweilen.“ Elisabeth Lukas, Psychotherapeutin

 

„Ich lasse gerne einen breiten Rand an meinem Leben.“ (dh nicht alles verplanen) HD Thoreau 


Reif ist, wer auf sich selbst nicht mehr hereinfällt.  Heimito von Doderer


"So ist das Leben und so muss man es nehmen,
tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem." Rosa Luxemburg


„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben,

sondern zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Seneca

 

„Ein untrügliches Zeugnis von Intelligenz ist zu wissen, was man besser nicht macht.“

Markus Hinterhäuser Intendant Salzburger Festspiele


"Es ist nie zu spät
für eine glückliche Kindheit" Erich Kästner





Sonntag, 4. Mai 2025

Fürbitten 5.5. kann man "österlich" sehen?

 


5.5.2025  eine neue Woche 

 Eine neue Woche liegt vor uns. Drei Wochen sind seit dem Ostersonntag vergangen. Spüren wir noch etwas von diesem Tag, der mit so viel Hoffnung einhergeht. Hat uns dieser Ostersonntag nicht die Chance gegeben, wie neu zu sehen? Bitten wir heute


dass wir mit österlichen Augen hinsehen können, auf die Wirklichkeit in unserem Leben. Auf das Gute und das weniger Gute. dass wir uns nichts vormachen, dass wir uns einfach sehen wie wir sind

dass wir uns umsehen können, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und merken, wenn wir gebraucht werden

dass wir gut sehen wollen, all die Menschen um uns, dass wir das Einmalige und Gute an Menschen und Situationen wahrnehmen können

dass wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, dass wir einsehen können, wenn es an der Zeit ist, etwas zu verändern

dass wir nachsehen können, immer dann wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein. dass wir aber auch uns selbst Fehler und Versagen nachsehen können

dass wir im Licht von Ostern immer aufsehen können, gerade dann, wenn uns Sorgen und Unsicherheiten niederdrücken, wenn wir manchmal selbst nicht mehr weiterwissen,

bitten wir auch um einen klaren Blick für Gesellschaft und Kirche, dass es in allen Bereichen Mut für Aufbruch und Veränderung gibt. Bitten wir um einen guten Verlauf des Konklave und dass auch dort die Verantwortlichen den Blick auf das haben, was den Menschen gut tut

So hilf uns, guter Gott, dass wir GUT und gütig sehen können, und dass wir immer einen dankbaren Blick auf die Schönheit der Natur und auf unser Leben haben dürfen.  amen

 

 

 

Samstag, 3. Mai 2025

Fürbitten Sonntag 4.5. AUFERSTEHEN aus aller Mutlosigkeit

 


4.5.2025 Joh.21.1  das Grab ist offen ...                                                         Neues ist möglich   

Die nachösterliche Geschichte, die heute im Evangelium erzählt wird, passt eigentlich perfekt in die Zeit, die wir jetzt erleben. Berichtet wird von der dritten Begegnung, die die Jünger Jesu mit dem Auferstandenen haben. Es sind Begegnungen „der anderen Art“, wir können das ruhig so sagen. Jesus ist DA, die Männer erkennen ihn und doch ist alles auch wieder ganz anders. Am See von Tiberias erleiden die Fischer eben wieder eine Schlappe: wieder einmal haben sie nichts gefangen. Da fordert Jesus, der völlig unvermutet auftaucht, sie auf: weiterzumachen – aber nun sollen sie die Netze auf der anderen Seite des Bootes auswerfen. Vielleicht ist das auch die Botschaft an uns: In allen Schwierigkeiten WEITERMACHEN – und doch ETWAS ÄNDERN. Es braucht in der Krise einen Wechsel der Perspektive. Das sind wohl auch Gedanken, die wir vor Beginn des Konklave haben. Bitten wir heute

Dass wir erkennen, wo uns alte Rezepte nicht mehr weiterhelfen

Dass wir es schaffen, uns von alten Gewohnheiten zu trennen,

 

dass wir erkennen, was uns nicht mehr guttut

Dass wir bereit sind, neu dazu zu lernen

 

Dass wir erkennen, wo die Sackgassen in unserem Leben sind

Dass wir die Kraft haben, die Richtung zu ändern

 

Dass wir erkennen, was uns in der persönlichen Entwicklung behindert

Dass wir die Einsicht bekommen, was wir an uns selbst ändern müssen 

 

Dass wir erkennen, wo wir vielleicht auch andere in ihrem Leben behindern

Dass wir auch anderen dabei helfen, neu durchzustarten

 

Dass wir unseren Politikern gute Lösungen zutrauen

Dass wir unserer Kirche Veränderung zutrauen

Dass wir uns getrauen, an den Frieden zu glauben

 

So bitten wir, lass, dass wir DICH in allen Phasen unseres Lebens erkennen, so wie die Jünger dich erkannt haben und voll Mut neu durchstarten konnten. So hilf auch uns zu erkennen, was in aller Krise sein Gutes hat und uns weiterbringen wird. Amen

Freitag, 2. Mai 2025

Fürbitten 3.5. mit MUT und dem heiligen Geist - auch ins Konklave

 

3.5.2025 Fest der Apostel Philippus und Jakobus 

Die Kirche feiert heute das Fest der Apostel Philippus und Jakobus. Wenige Tage vor dem Beginn des Konklave in Rom, also vor dem Beginn der Wahl eines neuen Papstes,  kommt diesem Fest heute sicher eine besondere Bedeutung zu. Beide, Philippus und Jakobus waren enge Vertraute von Jesus. PHILIPPUS gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. JAKOBUS war ebenfalls einer der zwölf Apostel und hat in der Kirche von Jerusalem und vor allem auch beim sog. Apostelkonzil eine führende Rolle gespielt. Bei dieser Versammlung ging es um eine ganz wesentliche kontroverse Frage: müssen Nicht-Juden, die Christen werden wollen, zuerst doch die jüdischen Gesetze annehmen, das heißt, müssen sie beschnitten werden. Das Apostelkonzil sprach sich nach heftigen Debatten dagegen aus und hatte damit den Mut, einen neuen Weg in der Geschichte der Jesus Bewegung einzuschlagen. Das hat es dem Christentum sehr schnell ermöglicht, eine internationale Bewegung zu werden.  Um ein solches mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

Dass auch heute in den Gremien der Weltkirche heikle offene Fragen mit mehr Vertrauen zueinander diskutiert werden können

Dass keine Seite der anderen von vornherein das Recht abspricht, neue Wege anzudenken

Dass es in der Versammlung der Kardinäle auch wirklich Vertrauen in den heiligen Geist gibt, dass die Kirche mit einem neuen Papst ehrlich und offen auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen kann – und dass dieser Papst ein Brückenbauer ist in den divergierenden Bedürfnissen unserer Zeit

Bitten wir, dass wir Christen selbst bereit sind, in offenen Fragen unserem Gewissen nachzuspüren, dass wir nicht nur auf Richtlinien von oben warten

Dass wir in unserem ganzen Leben offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

dass aber auch wir Anderen keine Lasten und Verpflichtungen auferlegen, die vielleicht für unser Leben passen, aber nicht für das der Anderen

bitten wir für alle Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, für alle, die „mit Kirche“ nichts anfangen können, für alle, die das Gefühl haben, mit ihren Lebensproblemen, wie etwa Scheidung und Wiederverheiratung, Homosexualität oder Empfängnisverhütung kein Verständnis zu finden

bitten wir für unsere Gesellschaft in dieser Zeit der Krise, dass auf den verschiedenen Ebenen die richtigen Entscheidungen getroffen werden, dass wir als Einzelne in Allem die Verantwortung füreinander im Auge behalten

 

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, die wir treffen müssen. den großen und den kleinen Entscheidungen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesu . amen

Donnerstag, 1. Mai 2025

Fürbitten 2.5. einen Weg aus Konflikten finden

 

2.5.2025  Apg.5.34 Gamaliel   besonnen ausgleichend

Im Bericht der Apostelgeschichte stoßen wir heute auf einen Pharisäer, der als nachdenklich, besonnen und ausgleichend beschrieben wird. Nicht alle Pharisäer standen in Konfrontation zu Jesus. So haben wir von Nikodemus gehört, einem Ratsherren, der des öfteren das theologische Gespräch mit Jesus suchte. Nach dem Tod Jesu war es Josef von Arimathea, der ein eigenes Grab für den am Kreuz ermordeten bereitstellte. Heute in der Lesung geht es um den Pharisäer Gamaliel. Ihm gelingt es, dass die vom Hohen Rat bedrohten, gequälten und festgenommenen Apostel doch wieder freigelassen werden. Gamaliel findet die richtigen Worte in einer aufgeheizten Situation – ja, wie oft würde man diese Fähigkeit zur "Konflitklösung"  brauchen. Bitten wir heute

 

Dass es uns immer wieder gelingt, Beruhigung in einen Konflikt hineinzubringen

Dass wir alles tun, um Konflikte zu vermeiden oder wenigstens zu entschärfen

Dass wir alles vermeiden, was Konflikte anheizen kann, dass wir nicht Öl ins Feuer gießen

Dass wir in einem Konflikt auch die Position des Anderen mitbedenken können

Dass wir, wo immer es nur geht, Ungerechtigkeit und Leid verhindern wollen

Bitten wir um die Konflikte in unserem eigenen Land, dass es auch hier Menschen gibt, die vermitteln und de-eskalieren können

Bitten wir um die großen gefährlichen Konflikte in der Welt: dass sich immer wieder Stimmen der Vernunft und des Ausgleichs finden und auch durchsetzen.

Bitten wir für alle, die unter Repression und Verfolgung leiden – für all die Menschen in diktatorischen Systemen, dass es auch für sie Zeichen der Hoffnung gibt

 

So bitten wir im Namen Jesu amen

Mittwoch, 30. April 2025

Fürbitten 1.5. um eine gute Zukunft für Alle

 

1.5. 2025 solidarisch sein

 Der Erste Mai ist im politischen Bereich der Festtag der Sozialdemokraten und aller Strömungen, die sich für gerechte und solidarische Arbeits- und Lebensverhältnisse engagieren. Die Kirche denkt heute an den heiligen Josef, auch unter dem Aspekt „Josef der Arbeiter“. Der 1.Mai als internationaler Tag der Arbeit wurde in Österreich erstmals 1890 begangen und 1919 per Gesetz zum „allgemeinen Ruhe- und Festtag“ erklärt. Der eigentliche Ursprung liegt aber in den USA: Dort streikten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten die Einführung eines Acht-Stunden-Tags. Der 1.Mai ist kein kirchlicher Feiertag – aber er ist mit seinen sozialen Anliegen ein Feiertag der ganzen Gesellschaft.  Wir wissen vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen wir stehen, vor allem die, denen es nicht so gut geht. Bitten wir heute:

 

dass Solidarität kein leeres Wort ist, dass wir bereit sind, auch im kleinen Umfeld Tag für Tag aufeinander Rücksicht zu nehmen,

 

Dass alle Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht geht, so gut wie möglich von den Hilfsmaßnahmen des Staates mitgetragen werden

 

Bitten wir um den sozialen Frieden und dass das, was wir als Spaltung der Gesellschaft erlebt haben, überwunden werden kann  

 

Danken wir am heutigen 1.Mai allen, die in unserem Land helfen, den vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen, den Einsatzorganisationen, den Mitarbeitern in Spitälern und Pflegeheimen.

 

Bitten wir, dass es uns gelingt, den vielen nicht deutsch sprechenden Kindern und Erwachsenen bei einem guten Anschluss an unsere Gesellschaft zu helfen

 

Auch die Sorge um den Krieg in der Ukraine ist nicht kleiner geworden. Dazu die Katastrophe in Gaza. Bitten wir um eine Chance für Frieden für all diese Kriegs -und Krisengebiete und bitten wir im eigenen Land um gute weitsichtige Entscheidungen für Politik und Wirtschaft, für alle Menschen hier in Österreich

 

Guter Gott, wir alle sind Teil einer Gemeinschaft ist. Lass uns Sorge füreinander und umeinander haben. Hilf uns, dass wir das Miteinander und das Wohl aller suchen. Amen