Im Evangelium hören
wir heute wieder einmal das Gleichnis vom Sämann. Jesus erzählt es aus der
Perspektive Gottes. Gott sät sozusagen guten Samen aus – aber nicht alles geht
auf und gedeiht. Schon das, was Jesus als Wort Gottes verkündet hat – so wie
auch „Wort Gottes“ heute: es kommt einfach nicht alles bei den Menschen an. Die
einen interessiert es erst gar nicht, andere tun sich schwer mit dem Inhalt,
wieder andere sind schnell begeistert, aber die Begeisterung verfliegt auch
wieder. Es sind aber auch Erfahrungen,
die wir selbst nur zu gut kennen. Man investiert viel in ein Projekt, man engagiert
sich, man plagt sich ab, – und letztlich die Enttäuschung: nur weniges von dem,
was man wollte, ist erreicht worden. Viel Bemühen, viel guter Wille - wenig
Wirkung. Wer immer als Säman unterwegs ist
- mit 100proentigem Ernte-Erfolg darf man wohl nicht rechnen. Bitten wir
heute
Für alle, die sich bemühen „Wort Gottes“ unter die Menschen zu bringen, dass sie sich verständlich machen können und dass sie auch erleben dürfen, dass ihr Einsatz hilfreich war
Für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in den verschiedensten Projekten engagieren, dass sie Erfolge sehen, aber auch durch Rückschläge nicht entmutigt werden
für uns selbst bitten wir, um einen langen Atem wenn sich nicht schnell genug das einstellt, was wir uns als Erfolg wünschen
um Geduld und Vertrauen bitten wir, dass wir gelassen zuwarten können - aber auch gelassen annehmen, was sich nicht hat realisieren lassen
Hilf uns, das Notwendige und Richtige zu tun – und dass wir doch nicht Andere mit unseren Erwartungen überfordern
Bitten wir für alle gutmeinenden Verantwortlichen in unserer Krisen Zeit – dass man sich bemüht, die großen Herausforderungen gemeinsam und für alle solidarisch zu lösen