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Donnerstag, 28. Mai 2026

Fürbitten 29.8. Geschäfte machen mit "Gott" ?

 


28.5.2021 Mk 11.11   Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Einen wütenden, zornigen Jesus erleben wir heute im Evangelium. Einen Feigenbaum, an dem er keine Früchte zum Essen findet, den verflucht er richtiggehend. Jesus ist mit seinen Jüngern am Weg nach Jerusalem, es ist eigentlich der Beginn seines Leidensweges ..und als er im Tempelvorhof die vielen Händler und Geschäftemacher sieht, stößt er wütend ihre Verkaufsstände um und vertreibt die Geschäftemacher aus dem Tempel. In allen vier Evangelien wird diese Geschichte erzählt. Vielfach sprechen Exegeten vom „gerechtfertigten, heiligen Zorn Jesu“, was aber kann der arme Feigenbaum dafür, dass er verdorrt ist. Daran sind wohl die Bedingungen rund um ihn schuld.  Was also könnte uns die Geschichte von der Vertreibung der Händler aus dem Tempel sagen? Zu einfach wäre es, nur an Jahrmarktstandeln und Devotionalienverkauf rund um Wallfahrtskirchen zu denken: wir sollten uns durchaus selbst vom Zorn Jesu angesprochen fühlen. Versuchen nicht auch wir manchmal „ein Geschäft“ , einen Deal mit Gott zu machen?   Bitten wir heute

Dass wir unseren Glauben nicht dazu benützen, um mit Gott „zu handeln“, Gott braucht wohl auch keine Gelübde, um unsere Bitten zu hören

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um für unser Wohlverhalten etwas zu erwarten

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns ins Himmelreich „einzukaufen“

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns freizukaufen von anderen Verpflichtungen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns besser zu fühlen als andere

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, damit wir vor anderen besser dastehen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns eigenverantwortete Entscheidungen zu ersparen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um in ungestörter Selbstzufriedenheit leben zu können

Heute laden die katholischen Kirchen auch in ganz Österreich zur „langen Nacht“ ein – bitten wir um viel Freude für alle Beteiligten, zusammen mit einem großen Dank an all die, die viel Zeit verschenken um das möglich zu machen.

amen