6.5.2026 Apg.15.1 Hat die Kirche
Zukunft - zwischen alt und neu
Die Apostelgeschichte berichtet heute
und morgen von einem entscheidenden Wendepunkt der jungen Jesus Gemeinden. Es
geht um eine ganz entscheidende Frage. Wie weit gelten noch die alten jüdischen
Gesetze auch für neue Mitglieder, die nicht Juden sind. Eine heikle Frage!! Müssen
Nicht-Juden nun zuerst beschnitten werden, ehe sie sich taufen lassen. Paulus
ist dafür einen radikal neuen Weg einzuschlagen. Er war zuletzt in der
vorwiegend heidenchristlichen Gemeinde von Antiochia, in der man gegen die
Beschneidung ist. Paulus muss aber nun einen Konsens mit den Aposteln und
Ältesten in Jerusalem finden, die ja alle Juden sind, wie auch Paulus selbst.
Die Streitfrage soll offen ausgetragen werden. Es wird das erste Apostelkonzil
einberufen – …wie die Streitfrage entschieden wird, erfahren wir morgen in der
Lesung aber wir wissen: es wird eine mutige Entscheidung getroffen, ohne die
das Christentum vielleicht nur eine kleine jüdische Sekte geblieben wäre.
Warten wir in der Kirche HEUTE nicht auch auf Weitblick und Mut – Denken wir nur an die Frauenfrage. Bitten wir
heute mit Worten von Kardinal Franz König, aus seiner Vision einer Kirche FÜR
die Menschen
Wir bitten um „eine
Kirche, die die Menschen dort aufsucht, wo sie sind: bei der Arbeit und beim
Vergnügen, in den vier Wänden des Hauses oder beim Fabriktor und auf dem
Fußballplatz
Wir bitten um „eine einladende Kirche. eine Kirche der offenen Türen. eine wärmende, mütterliche Kirche“.
Wir bitten um eine Kirche „des Verstehens und Mitfühlens, des Mitdenkens, des Mitfreuens und Mitleidens. Eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut“.
Wir bitten um eine Kirche „nicht der frommen Sprüche, sondern der stillen helfenden Tat“. eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint“.
Wir bitten um eine Kirche „der Scheiternden und Gescheiterten“ – eine Kirche an der Seite derer, die im Leben, im Beruf, in der Ehe nicht das Perfekte geschafft haben
Wir bitten um eine Kirche, „die nicht politisiert. eine Kirche, die nicht moralisiert. eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns Eine Kirche des Volkes"
so bitten wir, wenige Tage vor Christi Himmelfahrt um den Heiligen Geist in
dieser Kirche – um die Gegenwart Jesu bei uns heute und morgen. Amen
Kardinal König, - seine Vision von "Kirche" lebt 3.8.1905 - 13.4.2004
„Die Kirche Christi sei:
eine einladende Kirche.
eine Kirche der offenen Türen.
eine wärmende, mütterliche Kirche.
eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens,
des Mitdenkens, des Mitfreuens und Mitleidens.
eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint.
eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut.
eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns.“