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Mittwoch, 25. Februar 2026

Fürbitten 26.2. GEBET IN TODESNOT

 

26.2.2026 Königin Ester  Ester 4.17 - Mt.7,2 bittet dann wird euch gegeben 

Es ist ungefähr 500 JAHRE vor unserer Zeitrechnung, als eine junge Frau am Hof des Perserkönigs Xerxes verzweifelt zu ihrem jüdischen Gott betet. Die Frau ist Königin Ester. Sie ist Jüdin, war aber mit einem Großteil des jüdischen Volkes von den Persern verschleppt worden. Schließlich hat Xerxes sie zur Frau genommen und zur Königin gemacht. Nun aber hat sie erfahren, dass ihre jüdischen Landleute in Todesgefahr sind, alle Juden in der persischen Diaspora sollen ermordet werden.  Ester will nun beim König für ihr Volk Fürsprache einlegen. Zuvor aber betet sie zu ihrem jüdischen Gott. Es ist ein Gebet in größter Not und Todesangst.  „Herr unser Gott, ich bin allein und habe keinen Helfer außer dir“ . Wir hören diese Worte heute in der 1.Lesung aus der jüdischen Bibel.  

Wie viele Menschen sind auch heute in einer verzweifelten Situation. Täglich liefern uns die Massenmedien Bilder von Elend und Leid ins Wohnzimmer. Menschen in Kriegsgebieten, Menschen auf der Suche nach Sicherheit, Menschen aber oft auch in unserer nächsten Umgebung: krank, allein, von Ängsten geplagt. Wir denken an Frauen, die so oft der Gewalt der Männer ausgeliefert sind.   Bitten wir mit den Worten der Königin Ester in der hebräischen Bibel

 

Herr unser Gott, in unserer Todesnot rufen wir zu Dir

du bist der Einzige - wohin sonst können wir uns wenden

Wir bitten Dich: HILF allen Menschen in Angst und Not

 

Wir sind allein und haben keinen Helfer außer dir

Die Gefahr steht greifbar vor uns

Wir bitten Dich: HILF allen Menschen in Angst und Not

 

Von Kindheit an, wollten wir nichts anderes als „leben“

Du hast uns doch das Leben geschenkt, bewahre es uns

Wir bitten Dich: HILF allen Menschen in Angst und Not

 

Denk an uns Gott, - komm, hilf uns, in dieser Zeit der Not

Gib uns Mut Gott - Befreie Menschen aus der Hand ihrer Unterdrücker

Sei an der Seite der Verfolgten und Heimatlosen

Wir bitten Dich: HILF allen Menschen in Angst und Not

 

Herr rette uns mit deiner Hand – gib uns den Mut gegen Unrecht aufzustehen

Gib uns Worte, die retten können

Hilf uns, denn wir sind allein

wir haben niemand außer Dir, oh Herr – dir vertrauen wir

Wir bitten Dich: HILF allen Menschen in Angst und Not

 

So bitten wir, wie uns auch Jesus zu Bitten gelehrt hat, wir haben es im Evangelium gehört: „Bittet dann wird euch gegeben, sucht, dann werdet ihr finden, klopft an, dann wird euch aufgetan“ . Dir vertrauen wir in allen Sorgen und Nöten, guter Gott.  amen




Die biblische Geschichte der Königin Esther (Altes Testament/Tanach) erzählt von einer mutigen jüdischen Frau im persischen Exil, die zur Frau von König Xerxes I. (Ahasveros) wird. Sie vereitelt einen Genozid an ihrem Volk, geplant vom bösen Haman. Ihr Handeln rettet die Juden, was bis heute im Purimfest gefeiert wird.

Hauptaspekte der Geschichte:

  • Aufstieg zur Königin: Esther, ursprünglich Hadasa genannt, war ein Waisenkind, das von ihrem Cousin Mordechai aufgezogen wurde. Nach der Absetzung von Königin Waschti wählte Xerxes I. Esther aufgrund ihrer Schönheit und Anmut zur neuen Königin von Susa.
  • Die Verschwörung: Der Hofbeamte Haman plante, alle Juden im Perserreich zu vernichten, und überredete den König zu einem Erlass.
  • Esthers Mut: Auf Anraten von Mordechai wagte Esther, ohne Einladung vor den König zu treten – ein Akt, der den Tod bedeuten konnte. Ihr berühmtes Zitat lautet sinngemäß: „Wenn ich umkomme, so komme ich um“.
  • Rettung des Volkes: Esther enthüllte ihre jüdische Identität und Hamans Plan bei einem Festmahl. Der König ließ Haman am Galgen hinrichten, der für Mordechai gedacht war.
  • Das Purimfest: Da das ursprüngliche Gesetz nicht aufgehoben werden konnte, erließ der König ein zweites Gesetz, das den Juden erlaubte, sich zu verteidigen. Der Sieg wird seither im jüdischen Purimfest gefeiert.

Das Buch Esther ist bemerkenswert, da der Name Gottes darin nicht explizit erwähnt wird, die Vorsehung jedoch durch Esthers mutiges Eingreifen deutlich wird.