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Dienstag, 17. Februar 2026

Fürbitten 18.2. ja, die FASTENZEIT soll FREUDE machen

 

18.2.2026  ASCHERMITTWOCH - ein gutes  Leben leben

Joel 2.12 kehrt um zu mir  Hütet euch  Mt.6.1

Braucht man in Zeiten wie diesen noch extra eine Fastenzeit? Muss man sich so wie heute am Aschermittwoch extra auch noch „Asche aufs Haupt“ streuen lassen? Ist nicht das Leben rundum ohnehin schon für so viele mühsam geworden. Ist nicht das Weltgeschehen rund um uns nicht ohnehin bedrückend.

Aber gerade da soll uns die Fastenzeit helfen. Sie soll nicht nieder drücken und belasten – sie soll Mut machen und aufrichten. Lassen wir uns nicht nur leben – nehmen wir das Leben ein Stück weit wieder selbst in die Hand. Ganz bewusst. Da geht’s nicht um weniger essen – da geht es um ein mehr an Selbstbestimmung. Immer wieder ein paar Schritte Neues wagen, auch im Verzicht auf so manche liebgewordene Routine, die uns vielleicht ja schon längst gar nicht mehr gut tut.

In der ersten Lesung heute, hunderte Jahre vor Jesus geschrieben, ist es der Prophet Joel der in einer großen Krisensituation seine Mitmenschen beschwört: überdenkt euer Leben, kehrt um, fangt wieder neu und gut an. Und im Evangelium zeigt Jesus dazu den direkten Weg: "Hütet euch vor der äußeren Frömmigkeit" sagt er.  Einzig und allein wichtig ist es, Tag für Tag einfach unaufgeregt „gut“ zu sein. Auf die Menschen um mich soll ich achten – und auf Gott, ihn wirklich hören wollen.  So bitten wir heute

 

Dass wir uns in dieser Fastenzeit nicht sinnlose Einschränkungen auferlegen, sondern uns eher um ein extra Lächeln jeden Tag bemühen

Dass wir Tag für Tag das gelassener auf uns nehmen wollen, was ungeplant kommt und nicht so angenehm ist

dass wir immer besser lernen „eigene Unvollkommenheit“ anzunehmen, dass wir uns nicht innerlich als Versager fühlen

dass wir uns aber gerade auch in der Fastenzeit nicht mehr aufbürden lassen, als für uns gut ist, dass wir freundlich und bestimmt „Nein sagen“ lernen

Dass wir sachlich und nüchtern mit Schwierigkeiten umgehen, dass wir mit Optimismus und Vertrauen anderen eine Hilfe sein können

und bitten wir, dass wir in allem, was wir gerade in der Fastenzeit tun oder lassen, Freude und Dankbarkeit empfinden dürfen

Du guter Gott: lass und mit Liebe und Freude in diese Fastenzeit gehen. Wir müssen uns nicht abquälen, wir müssen uns nicht krampfhaft Schweres auferlegen: behüte uns vor dem traurigen Gesicht, vor der inneren Trostlosigkeit, vor allem frommen Leistungsdenken. Lass uns einfach hilfreich und gut sein für die Menschen in unserem Leben.  Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen