1.1.2026
Neujahr
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben". – so dichtet der Schriftsteller
Hermann Hesse und so empfinden wohl auch wir immer wieder bei jedem neuen
Jahresanfang. Hinter uns liegt auch heuer ein belastendes Jahr – und der Blick
in die nahe Zukunft ist alles andere als rosarot. Jeder von uns wird wohl da
und dort mit Belastungen fertig werden müssen. Jede und jeder von uns trägt
wohl ein „Binkerl“ auf seinem Herzen – dennoch, oder gerade deswegen: legen wir
alles in Gottes Hand. So bitten wir heute
dass wir uns von Herausforderungen nicht
unterkriegen lassen
dass
wir auch eine Chance in allen Krisen entdecken
dass wir bereit sind, immer wieder dazu zu lernen
dass wir neue Impulse und neue
Begeisterung in alte Gewohnheiten bringen
dass wir abwägen können: was bleiben
soll – und was sich ändern muss
dass wir uns getrauen so zu leben, wie es uns gut
dieser 1.Jänner ist auch
Weltfriedenstag: auch heute bitten wir inständig um ein Ende von Krieg und
Gewalt – und wir bitten um eine gute Zukunft für alle kleinen Menschenkinder, die heute geboren
werden
Geben wir in
Gottes Hand alle, deren Leben in diesem Jahr zu Ende gehen wird, denken wir an
die, die schon gestorben sind, so viele unter schmerzlichen Umständen
Am ersten Tag des neuen Jahres haben wir heute auch in
der 1.Lesung die vielleicht berühmtesten Segensworte der Welt gehört. Im Buch
Numeri gibt uns Gott selbst die Worte, mit
denen wir einander segnen sollen. „Der Herr segne und behüte dich. Der Herr
lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein
Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Es
ist der älteste überlieferte Segensspruch in der Bibel (Tora) – Juden und
Christen verwenden ihn bis heute. So segnen auch wir dieses neue Jahr in
Zuversicht und Dankbarkeit
Amen