"Lieber Gott mit Christussohn,
Ach schenk mir doch ein Grammophon.
Ich bin ein ungezognes Kind,
Weil meine Eltern Säufer sind.
Verzeih mir, dass ich gähne.
Beschütze mich in der Not,
Mach meine Eltern noch nicht tot
Und schenk
der Oma Zähne."
"Lieber Gott mit Christussohn,
Ach schenk mir doch ein Grammophon.
Ich bin ein ungezognes Kind,
Weil meine Eltern Säufer sind.
Verzeih mir, dass ich gähne.
Beschütze mich in der Not,
Mach meine Eltern noch nicht tot
Und schenk
der Oma Zähne."
22,12,2025 Lk.1.46 GOTT kann es GUT machen. Können wir vertrauen ?
Im Evangelium heute hören wir das „Magnifikat“ der Maria, das große Loblied auf den unbegreiflichen Gott, der die Machtverhältnisse auf dieser Erde umkehren wird. „Die Mächtigen wird er entmachten, die Kleinen und Armen erfahren Gerechtigkeit, die Hungernden werden satt, die Reichen gehen leer aus“. ER, der Gott Israels, kann alles auf den Kopf stellen, nichts muss bleiben, wie es ist. Auch das Leben dieser jungen Frau wird einen dramatischen Verlauf nehmen, noch ahnt sie es nicht. Aber Maria ist bereit, bedingungslos zu vertrauen! Können wir daran glauben, dass Gott auch in unsrem Leben alles zum Guten wenden wird? Bitten wir heute mit ihren Worten
Dass Gott auch auf unser „Klein-sein“ schaut, auf all das, was nicht gelingt, dass Gott hinschaut auf unsere große Sehnsucht nach Leben und Liebe, nach Versöhnung und Frieden
Dass die Arroganten und Mächtigen, die Kriegstreiber und die Menschen-Verachter, dass alle, die andere ausbeuten, die unsere Umwelt durch ihre Profitsucht gefährden, dass all die, die anderen das Leben schwer machen – dass alle die nicht das letzte Wort haben
Dass die Niedrigen, die Kleinen, die jeden Tag um ihr Leben laufen müssen, für die alles mühsam und beschwerlich und oft auch hoffnungslos ist – dass die Geringgeschätzten und Unbedeutenden dieser Welt endlich ohne Not und Betteln bekommen, was ihnen zusteht und was sie zum Leben brauchen
Dass die Hungernden satt werden, dass die, die eine neue Heimat suchen müssen, Sicherheit finden, dass Menschen sich aus erbärmlichen Lebensumständen befreien können - dass die Reichen endlich verstehen, dass von ihnen nicht Almosen sondern soziale Gerechtigkeit verlangt wird
dass wir nicht aufhören, Gott zu loben und zu preisen und ihm zu danken – - auch für ALL DAS, was wir oft nicht verstehen und was uns Angst macht
Und bitten wir für alle, die Sorgen um das tägliche Leben haben
Für alle, die erschöpft sind von langen
Monaten der Krisen
Für alle Kranken und die, die sich um sie
kümmern
Bitten wir, für die Babys, für alle Neugeborenen und
bitten wir für alle, deren Leben gerade in diesen Tagen zu Ende gehen wird
So rufen wir mit Maria zu dir guter Gott: stell Gerechtigkeit her auf unserer Erde, schenke Frieden, schenke Versöhnung – und hilf uns, dich zu loben und dir zu danken. Heute und alle Tage unseres Lebens. Im Namen Jesu Amen
Magnifikat – gedichtet von Dorothee Sölle evangelische Theologin u Feministin 1929 - 2003
Es steht geschrieben, dass Maria sagte
meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter
Heute sagen wir das so
meine Seele sucht das Land der Freiheit
mein Geist wird aus der Verängstigung
herauskommen
und die leeren Gesichter der Frauen werden
mit Leben erfüllt.
Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die
Abhängigen
das vertane Leben aufgeben können
und lernen selber zu leben.
Wir werden unsere Besitzer enteignen und
über die,
die glauben das weibliche Wesen zu kennen,
werden wir lachen.
Die Herrschaft der Männer über die Frauen
wird ein Ende nehmen
aus Objekten werden Subjekte werden
sie gewinnen ihr eigenes besseres Recht
Frauen werden zum Mond fliegen und in den
Parlamenten entscheiden.
Ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in
Erfüllung gehen
und die Sucht nach Herrschaft wird leer
bleiben.
Ihre Ängste werden gegenstandslos werden
und die Ausbeutung wird ein Ende haben.
Die große Veränderung, die an uns und durch
uns geschieht,
sie wird mit allen geschehen – oder sie
bleibt aus
21.12.2025 Mt.1.18 Josef und der Engel mit traumwandlerischer Sicherheit
Träume sind Schäume, sagen wir manchmal. Aber wir sprechen auch von „traumwandlerischer Sicherheit“. Beide Erfahrungen kennen wir. In den Gottesdienst Texten heute ist auch von Vorhersagen und Träumen die Rede. Dem Volk Israel wird über den Propheten Jeremia ein neuer König verheißen, der Gerechtigkeit und Frieden bringt, so hören wir es in der 1.Lesung. Das Evangelium berichtet von einem anderen Mann, dem ein Engel im Traum erscheint. Josef, der Verlobte der jungen Frau Maria, ist mit einer Situation konfrontiert, die er nicht einordnen kann. Maria ist aus unerklärlichen Gründen schwanger. Aber Josef entschließt sich – entgegen aller Vernunft – Gott zu vertrauen. „Josef tat, was der Engel ihm im Traum befohlen hatte“, das ist der letzten Satz im Evangelium heute.Wie sehr sind wir bereit zu vertrauen – gegen alle Vernunft, gegen unseren „normalen Menschenverstand“. Kann Gott unser Schicksal wenden? Bitten wir
Gib Vertrauen, dass wir auf unsere innere Stimme hören dürfen
Gib Klugheit, die oft unterschiedlichen Stimmen in uns richtig zu deuten
Gib Kraft, auch gegen den Strom zu schwimmen, wenn wir innerlich von einer Sache überzeugt sind
Gib Gelassenheit, wenn unsere Entscheidungen, unser Engagement auf andere vielleicht seltsam wirken
Führe uns dorthin, dass wir uns immer wieder auch aus unserem Beten Impulse und „Visionen“ holen
Gib uns wie Josef diese traumwandlerische Sicherheit, dass wir DEINE Stimme, dein Wollen heraushören werden, auch heute wieder und an jedem unserer Tage
Lass uns nicht aufhören unserer Sehnsucht nach Frieden zu vertrauen
So bitten wir in diesen letzten Tagen des Advents: Guter Gott, lass uns die Widersprüchlichkeiten und offenen Fragen aushalten, mit denen wir leben müssen. Vor allem aber bitten wir um Frieden. Um Frieden, für alle von Krieg und Gewalt heimgesuchten Menschen. Sei uns allen ein Gott des Lebens. amen
Christian
Morgenstern
20.12.2024
Wie soll das geschehen Lk.1.26
Die Lesungen dieser
letzten Tage vor Weihnachten zeigen uns immer wieder: Gott sucht Menschen, die
er für sein Wirken in unserer Welt braucht. Heute hören wir die Erzählung aus
dem Lukas-Evangelium, wo der Engel
Gabriel zu dem Mädchen Maria kommt um sie zu fragen, ob sie bereit wäre, ein
Kind zu bekommen. Ein Kind, das „Sohn des Höchsten“ genannt werden wird. Maria erschrickt, sie fragt: „wie soll denn
das geschehen?“ – aber letztlich willigt sie in das Unbegreifliche ein. Maria sagt
„JA“. Maria sagt, es soll geschehen, wie Gott es will. Bitten wir, dass auch uns
immer wieder dieses JA zum Leben gelingt
Dass es uns gelingt, das Leben mit all dem anzunehmen, was es immer
wieder unvorhergesehen bringt
Dass wir erkennen, woran
wir uns in schwierigen Situationen orientieren können
dass wir immer besser lernen, dem Leben zu
vertrauen
dass wir auch in aller Unsicherheit die richtigen Entscheidungen treffen
dass wir bereit sind, uns immer wieder auf Neues
einzulassen
dass wir in diesem Vertrauen
auch in mancher Krise das Positive sehen können
bitten wir, dass wir stark sind, Ja zu sagen,
wo es gut und richtig ist.
dass wir aber auch ehrlich genug sind, Nein zu
sagen, dort, wo uns ein Ansinnen überfordert
und bitten wir, dass wir den Engel nicht
übersehen,
den es auch in unserem Alltag gibt
in all den Momenten, wo wir Gottes Liebe und
Nähe spüren
Ja, so bitten wir von
ganzem Herzen: dass wir eine gute Zukunft vor uns sehen, dass wir auch anderen
Menschen eine gute Zukunft schaffen, dass wir „dem Himmel“ ein Stück
näherkommen, wenn wir in Güte und Barmherzigkeit füreinander DA SIND. Lass uns
wie Maria voll Vertrauen sagen „Dein Wille geschehe“. Amen
Ulrich
Schaffer
19.12.2024 Lk.1.5 Ankündigung Johannes Ri 13ff Simson
Die liturgischen Texte in diesen Tagen sollen uns immer intensiver zum Höhepunkt, zur Geburt Jesu, hinführen. Erzählt wird heute, wie Gott persönlich in das Leben von Menschen eingreift, wie Gott möglich macht, was für Menschen unmöglich ist: Frauen etwa, die unfruchtbar sind, werden dennoch ein Kind zur Welt bringen – weil Gott es so will. In der jüdischen Bibel ist von Simson die Rede, dem fast unbezwingbaren Kämpfer – im neuen Testament kündigt der Engel Gabriel dem Priester Zacharias die Geburt eines Sohnes an – was dieser für unmöglich hält. Er und seine Frau sind steinalt. Ihr Sohn ist der spätere Johannes den Täufer. Haben wir Geduld genug um „zu er-warten was Gott verspricht“? Können wir an Engel glauben, die uns eine Botschaft von Gott überbringen? Werden wir die Botschaft hören? Bitten wir heute
Gott lass mich hören, Worte, die mich aufrichten und mir helfen
Gott lass mich hören, Worte, die mir neuen Sinn erschließen und
Antworten geben
Gott lass mich hören, Worte, die ich weitergeben kann und die anderen
guttun
Gott lass mich hören, auf Menschen, die du mir schickst mit einer
Botschaft für mich
Gott lass mich hören, auch Worte, die ich nicht hören will, weil sie
unbequem sind
Gott lass mich hören, – auf Dich, dort, wo ich Dich nicht erwarte
Gott, lass uns hören, in diesen Tagen von Krieg und Krise: schenk Worte,
die Hoffnung geben und Zuversicht
So bitten wir: Gott, schick auch uns in unsere Zeit deinen Engel. Hilf uns,
DICH immer besser in all dem zu verstehen, was uns geschieht. Hilf mir
herauszuhören, was du mir auch an diesem Tag verheißen willst. .Amen
DU SPROSS AUS ISAIS WURZEL
und Bannerzeichen der Völker,
Die Ware Weihnacht,
ist nicht die wahre Weihnacht.
der ev. Theologe Kurt Marti
GLÜCK
Solang du
nach dem Glücke jagst,
Bist du
nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre
alles Liebste dein.
Solang du
um Verlornes klagst
Und Ziele
hast und rastlos bist,
Weißt du
noch nicht, was Friede ist.
Erst wenn
du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel
mehr noch Begehren kennst,
Das Glück
nicht mehr mit Namen nennst,
Dann
reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr
ans Herz, und deine Seele ruht.
HERMANN
HESSE
18.12.2025 Mt.1.18 Zeichen und Träume int. Tag der Migrantinnen und Migranten
Träume sind Schäume, sagen wir manchmal. Aber wir sprechen auch von „traumwandlerischer Sicherheit“. Beide Erfahrungen kennen wir. In den Gottesdienst Texten heute ist auch von Vorhersagen und Träumen die Rede. Dem Volk Israel wird über den Propheten Jeremia ein neuer König verheißen, der Gerechtigkeit und Frieden bringt, so hören wir es in der 1.Lesung. Das Evangelium berichtet von einem anderen Mann, dem ein Engel im Traum erscheint. Josef, der Verlobte der jungen Frau Maria, ist mit einer Situation konfrontiert, die er nicht einordnen kann. Maria ist aus unerklärlichen Gründen schwanger. Aber Josef entschließt sich – entgegen aller Vernunft – Gott zu vertrauen. „Josef tat, was der Engel ihm im Traum befohlen hatte“, das ist der letzten Satz im Evangelium heute. Wie sehr sind wir bereit zu vertrauen – gegen alle Vernunft, gegen unseren „normalen Menschenverstand“. Kann Gott unser Schicksal wenden? Bitten wir
Gib uns Vertrauen, dass wir auf unsere innere Stimme hören dürfen
Gib uns Klugheit, die oft unterschiedlichen Stimmen in uns richtig zu deuten
Gib uns Kraft, auch gegen den Strom zu schwimmen, wenn wir innerlich von einer Sache überzeugt sind
Gib uns Gelassenheit, wenn unsere Entscheidungen, unser Engagement auf andere vielleicht seltsam wirken
Führe uns, dass wir uns immer wieder auch aus unserem Beten Impulse und „Visionen“ holen
Gib uns wie Josef diese traumwandlerische Sicherheit, dass wir DEINE Stimme, dein Wollen heraushören werden, auch heute wieder und an jedem unserer Tage
Lass uns nicht aufhören unserer Sehnsucht nach Frieden zu vertrauen
Heute wird international der Tag der Migrantinnen und der Migranten begangen. Begleite sie alle auf ihrem Weg, der ein Traum von einem neuen friedlichen guten Leben ist
So bitten wir in diesen letzten Tagen des Advents: Guter Gott, lass uns die Widersprüchlichkeiten und offenen Fragen aushalten, mit denen wir leben müssen. Vor allem aber bitten wir um Frieden für alle von Krieg und Gewalt heimgesuchten Menschen. Sei uns allen ein Gott des Lebens. amen
Führer des Hauses Israel,
du bist dem Mose im Feuer des Dornbusches erschienen
und hast ihm auf dem Sinai das Gesetz gegeben.
Komm, rette uns mit hocherhobenem Arm!
17.12. 2024 der Stammbaum Jesu Mt.1,1-17
Mit
dem 17.Dezember beginnt der liturgische Countdown für Weihnachten. Und er
beginnt – im Matthäus Evangelium – mit einem Stammbaum Jesu. Es ist kein
Beitrag zur Ahnenforschung im herkömmlichen Sinn – es ist eine theologische
Aussage über Jesus und über den Sinn der Geschichte Israels. – Aber
dieser Stammbaum macht auch etwas ganz klar: Jesus war Jude. Er ist
als Bub jüdischer Eltern geboren (wichtig die jüdische Mutter!) - gestorben ist
der Jude Jesu mit einem Psalm der jüdischen Bibel auf den Lippen. Das Kind Jesu
war jedenfalls eingebettet in die lange Geschichte seines jüdischen Volkes.
Welchen Bezug kann das zu unserem Leben haben? Bitten wir mit den
großen Symbolgestalten des Alten Testamentes ...... :
mit Adam so bitten wir, lass uns aushalten, wenn wir aus dem Paradies unserer Träume vertrieben werden und uns der Wirklichkeit stellen müssen. Wenn der Alltag mühsam ist und es oft leichter wäre, sich in einen Garten Eden zu wünschen
Mit Eva so
bitten wir, lass uns erfahren, dass wir uns auch über Grenzen und Gebote
hinauswagen dürfen, im Vertrauen darauf, dass du auch jenseits des Paradieses
der Gott mit uns bist.
mit Abraham so
bitten wir, lass uns auch im eigenen Leben den Aufbruch wagen. Gib uns den Mut,
im Vertrauen auf dich, immer wieder Neues zu riskieren
mit Sara bitten
wir lass uns die Hoffnung nie aufgeben, dass das Leben immer wieder neue und
gute Wendungen für uns bereit hat.
mit Moses so
bitten wir, lass uns in die Freiheit aufbrechen. Lass uns auch den Weg durch
die Wüste wagen. Gib uns Kraft und Weitsicht, auch anderen Wegweiser und Führer
zu sein
mit Miriam bitten
wir, gib auch unserer Zeit Prophetinnen und Propheten, Frauen und Männer, und auch junge Menschen mit Visionen und mutigen Worten. Lass auch uns selbst von
unserem Glauben und unserer Hoffnung sprechen
mit
König David bitten wir, lass uns nicht aufhören dich zu loben
und zu preisen und dankbar zu sein. Mit David lass uns erfahren, dass wir
bereuen dürfen und du auch unsere Schuld verzeihst
Mit Josef, dessen
Frau Maria Jesus zur Welt bringt – mit Josef bitten wir dich, mach uns stark
und unerschrocken. Lass uns im richtigen Moment das Richtige tun und lass uns
im Vertrauen auf deine Führung und Fügung leben
Auch
jeder und jede einzelne von uns hat einen Platz im Stammbaum seiner Familie,
seiner Geschichte. Aber wir alle sind eingeschrieben in Deine Hand guter Gott.
Bewahre und behüte uns, sei an der Seite aller, die schweres durchmachen. So
bitten wir.Amen
Wie
war es Kind zu sein? Unbekümmert, fröhlich, ohne Sorgen – und doch vielleicht auch
manchmal schon mit den ersten Unsicherheiten und unbeantworteten Fragen
Gott
– segne was war und was ist und was kommen wird
Wie
war es ein Teenager zu sein. Aufgeregt vor der Fülle und all den Möglichkeiten des Lebens, mit
hundert Ideen und Träumen und doch auch immer wieder ein wenig ängstlich und
verunsichert
Wie
war es verliebt zu sein, Sehnsucht nach Gemeinsamkeit zu haben, noch voll Zuversicht, dass
das Leben nur gelingen kann. Alles schien machbar, nur wenige Zweifel hat es
gegeben
Dann
erwachsen sein,
sich für einen Beruf entscheiden, Verantwortung tragen, für eine Familie, für
eine Gemeinschaft. Erfahren, dass es auch Stolpersteine im Leben gibt, manches,
das nicht die Erwartungen erfüllt
In
jedem Leben auch die Krise. An einen Punkt kommen, wo man nicht mehr weiß, was
jetzt gut oder richtig ist, wo es keine schnelle Antworten gibt, wo vieles
nicht mehr trägt,
Älter
geworden sein, zusehen,
wie die Kinder nun erwachsen werden, wie Jüngere das Ruder übernehmen, wie es
viel Neues gibt, dem man sich nun wieder zuwenden soll. Und doch auch
Erleichterung, weil manche Last und Verantwortung abgefallen ist
Ja
und dann alt werden – jetzt soll man lernen, sich freuen, über alles, was war. Dankbar sein!
Die Misserfolge leicht nehmen, immer mehr loslassen, was früher ganz wichtig
schien, die anderen sein lassen, wie sie sind. Ja klar, Sorge vor Abhängigkeit
gibt es, aber „tiefer als in Gottes Hand“ werde ich schon nicht fallen
So
bitten wir du Gott unseres Lebens: lass uns eingebettet sein in die
Geschichte allen Lebens,und segne und behüte uns alle. Amen
O Sapientia
Vom 17. bis 23.
Dezember werden im kirchlichen Stundengebet (in der Vesper) die sog. großen
O-Antiphonen gesungen. Im Lateinischen beginnen sie alle mit O (in der
Übersetzung durch "Du" wiedergegeben) und rufen nach dem Kommen
dessen, der alle Sehnsucht der Menschen erfüllen kann.
DU WEISHEIT aus
dem Mund des Höchsten
die Anfang und Ende umfasst
und alles mit Kraft und Milde durchwaltet
komm, zeig uns den Weg der Einsicht!
16.12.2025 Mt 21.28 Ja und Nein sagen - die ungleichen
Kinder
Jesus
ist ein guter Psychologe und jeder von uns kennt die Situation, die er beschreibt: manchmal sagen
wir auf eine Bitte oder Anfrage dezidiert „Nein“ – es kann vielerlei Gründe
haben – und dann tun wir es doch!
Manchmal aber sagen wir sofort und oft begeistert: „ja,ja“ - und tun es dann
doch nicht. Nicht das Wort entscheidet, sondern das, was wir letztlich tun. Und
Jesus meint, so läuft es auch, wenn es um die Zugehörigkeit zum Gottesreich
geht. Da gibt es viele, die nach außen hin nicht zu den sogenannten
Wohlanständigen gehören – und doch sind sie in vielen Fällen Gott näher als die
rundum Selbstgerechten und Frommen. Könnte es sein, dass auch wir uns
angesprochen fühlen sollten? Bitten wir heute
Dass wir nicht glauben, dass nur unser
JA-sagen, unser braves Kirchenverhalten, uns schon dorthin bringt, wo Gott uns
haben will
Dass wir nicht mit „Ja sagen“ nur Normen und
Vorschriften erfüllen, sondern dass wir lieber – auch bisweilen widerspenstig –
Gott mit ganzem Herzen suchen
Dass wir auch den Mut haben, lieber ehrlich
mit Gott zu hadern, als ein liebloses und verbittertes „Ja und Amen“ zu sagen
dass
wir in unserem täglichen Leben den Mut haben Nein zu sagen, dort, wo uns etwas
überfordert und nicht gut tut.
Dass
wir uns vor allem trauen, Nein zu sagen, wenn etwas gegen unsere Überzeugung
geht
dass wir immer wieder ehrlich hinterfragen,
warum wir so handeln, wie wir handeln.
Dass wir aber auch nicht stur an einem „JA“
oder „Nein“ festhalten, dass wir kompromissfähig sind
Dass
wir einfach auch immer wieder erkennen, wo der Andere Recht hat und wir das
fair akzeptieren
Bitten wir, dass die Verantwortlichen in der
Kirche auch genau dorthin schauen, wohin Jesus schaut. Auf all die Menschen,
die keine makellosen "Gesetzes-Erfüller" sind und die doch Gott ganz
nahe sein können
Du
guter Gott, du willst unsere Lebendigkeit. Führe uns dorthin, wo wir wie Jesus
dich als den guten Vater erkennen, vor dem wir ohne Angst sein dürfen wie wir
sind. Ehrlich und aufrichtig, Ja und Nein sagend – dass wir alles in deine Hand
legen.Amen
"So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles schön und gut finden. Ich tue es wenigstens so. Nicht durch ausgeklügelte Weisheit, sondern einfach so aus meiner Natur. Ich fühle instinktiv, dass das die einzig richtige Art ist, das Leben zu nehmen, und fühle mich deshalb wirklich glücklich in jeder Lage". Rosa Luxemburg
"Kannst du einen
Stern berühren, fragte man es.
Ja, sagte das Kind und neigte sich zur Erde."
Hugo von Hofmannsthal
"Es geht in diesem unserem Leben darum, unsere Konditionierungen zu erkennen und unsere Grundmuster zu durchschauen, um sie dann zum Positiven hin zu ändern. Sie sind gleichsam ein Netz, das wir neu zu flechten oder zu flicken haben. Das ist die Hausarbeit unseres Lebens. Sie bedeutet ein Wachsen als Mensch" Willigis Jäger
"Wunsch
Dass Gott ein Tätigkeitswort werde." Kurt Marti
"Überlege, was Dich aufblühen lässt. Dem gehe nach." Ulrich Schaffer
"ENGEL fliegen - weil sie sich selbst leicht nehmen" G.K.Chesterton
Was Spiritualität ist? Eine Liebeserklärung an das ganz
Gewöhnliche.“ Lorenz Marti (wie schnürt ein Mystiker seine Schuhe?)
"Gott ist im Innersten alles Seins, und Er ist auch in
uns. Um Ihn zu finden, brauchen wir nicht weit zu laufen und auch nicht aus uns
selbst herauszugehen. Es genügt, uns selbst zu finden. Wir müssen auf den Grund
unseres eigenen Ichs steigen, um unsere wirkliche Identität zu finden, die Gott
ist". Ernesto Cardenal,
"Fragen bleiben jung. Antworten altern
rasch". Kurt Marti
"Vermutlich
ist die Herrschaft Gottes, wie Jesus sie verkündet hat, mehr Frauschaft als wir
bisher denken wollten". Kurt Marti
"Mein Dilemma ist, dass ich Religion als die ultimative patriachalische Struktur empfinde." Teona Mitevska, Regisseurin des Films über die junge (Mutter) Teresa ("Teresa - ein Leben zwischen Licht und Schatten")
„Das Mysterium findet am Hauptbahnhof statt“ Josef Beuys (heißt: das Besondere findet sich im Banalen)
Verliert keine Zeit. Tut Gutes und ihr werdet es nie
bereuen, es getan zu haben“ Don Bosco
„Werdet Vorübergehende“ Jesus Zitat aus dem apokryphen Thomas Evangelium V 42
"Gelassenheit fängt Gott. Gott aber
selbst zu lassen,
Ist ein Gelassenheit, die wenig Menschen fassen." Angelus Silesius
An Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück
Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen - derjenige, der
sich dabei verbrennt, bist du selbst.
(Weisheit von Buddha)
"Was ich dir zum Advent schenken möchte: ein Weglicht für den verlorengeglaubten Engel, der uns inmitten der Nacht die Wiedergeburt der Liebe verkündet" Christine Busta
"Mag
sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für
eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht." Dietrich Bonhoeffer