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Donnerstag, 10. Oktober 2019

Fürbitten 11.10 WENIGSTENS HEUTE?



11.10.2019 Hl Papst Johannes XXIII

Heute ist der Gedenktag von Papst Johannes XXIII. Am 27 April 2014 ist dieser Reformpapst heiliggesprochen worden – der erste Papst des 20.Jahrhunderts, der für die Menschen wie zum Angreifen und menschennahe war. Mit dem 2.Vatikanischen Konzil wollte er im übertragenem Sinn die Fenster und Türen der Kirche weit öffnen. Das hat auch Ängste ausgelöst und die Aufbruchstimmung dieser Zeit in der katholischen Kirche ist gebremst worden. Johannes XXIII lebte eine neue Form des Papstamtes – Er wollte kein großer Redner, Diplomat, Wissenschaftler oder Organisator sein, sondern ein guter Hirte, so wie es heute auch Papst Franziskus versucht.
Von Johannes XXIII  stammt unter anderem der Dekalog der Gelassenheit. 10 Gebote, die helfen sollen, wenigstens NUR HEUTE ganz in der Gegenwart Gottes zu leben. Verwenden wir sie als Fürbitten in seinem Sinn

Guter Gott, lass, dass es mir gelingt, NUR HEUTE ganz im Vertrauen zu leben, ohne die Probleme meines Lebens alle auf einmal lösen zu wollen

NUR HEUTE lass, dass ich niemanden kritisiere, dass ich niemand verbessern will, außer mich selbst

NUR HEUTE soll es mir gelingen, dass ich an diesem Tag und in diesem Leben glücklich bin und ich nicht glaube, das Glück warte erst im anderen Leben auf mich

NUR HEUTE hilf mir, dass ich mich den Umständen dieses Tages anpassen kann, den Bedürfnissen der Menschen, ohne zu verlangen, die sie sich mir anpassen

NUR HEUTE lass mich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

NUR HEUTE soll es mir gelingen, dass ich eine gute Tat vollbringe, und es niemanden erzähle
.
NUR HEUTE hilf mir etwas zu tun, was mich gar nicht freut und ich werde meine Grantigkeit niemand spüren lassen

NUR HEUTE heute lass mich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten - , dass deine gütige Vorsehung sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt
.
NUR HEUTE lass mich ohne Angst leben. Lass mich an allem freuen, was schön ist – lass mich an die Güte glauben.

NUR  HEUTE lass mich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen - und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

Du guter Gott, NUR für HEUTE lass uns wenigstens einen einzigen Punkt davon versuchen. Denn nur Heute ist es uns gegeben, das Gute während dieses Tages  zu wirken. So bitten wir im Namen Jesus. Amen

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Fürbitten 10.10 Bitten, bitten, bitten: um ein Ende von Hass und Terror



10.10.2019 Lk.11.5 Bittet, dann wird euch gegeben

Eben hat Jesus seine Jünger gelehrt, wie man sich an Gott wenden und beten soll: „Vater unser“ - gleich darauf gibt er die zusätzliche Gebrauchsanweisung: 
ihr müsst aber intensiv bitten und betteln und lästig sein und nicht aufhören, Gott anzurufen. Wie es ein Freund macht, der einen anderen um Mitternacht weckt, weil er etwas Dringendes braucht. Vielleicht bitten wir manchmal zu wenig leidenschaftlich? Vielleicht resignieren wir zu früh? Vielleicht fehlt uns doch oft das Vertrauen.  Denn: wie oft bitten wir - und NICHTS tut sich. Wie viel Elend ist in der Welt, und Gott scheint wegzusehen?  Und dennoch sollen wir nicht aufhören, zu bitten und zu betteln

Um ein Ende von Hass, Terror und Gewalt – bitten wir für die Opfer des jüngsten rechtsextremistischen und antisemitischen Terroranschlags in Deutschland - 

bitten wir Tag für Tag um die bedingungslose Rettung von Menschen in Gefahr -
und um eine Entspannung in den Krisengebieten der Welt

wir bitten um Politiker weltweit, die die Vernunft und nicht die persönliche Befindlichkeit in den Vordergrund stellen

wir bitten: um mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung des Wohlstands weltweit
Um menschenwürdige Lebensbedingungen für alle
Um Bildung und Sicherheit für alle Kinder
Um Respekt und Friedfertigkeit zwischen den Religionen

Und bitten wir um Menschen, die sich in ihrem kleinen Lebensumfeld um Ausgleich und Versöhnung bemühen

 So bringen wir unsere Bitten zu dir, die großen und die kleinen – neig dich zu uns, Gott, und hilf, wo Menschen alles von dir erwarten – im Namen Jesu Amen

Ach Arthur 219 NEIN, es ist nicht die "NEIN PHASE"

Lange hat die Moa schon nichts mehr über den Arthur geschrieben. VIER JAHRE ist er nun alt -
und immer öfter zögert die Moa, womöglich in seine
Persönlichkeitsrechte einzugreifen.
Einfach so dahin erzählen: ..???
Darf man das noch?
Würde der Arthur das gut heißen?
Müsste die Moa ihm nicht einmal beichten,
dass sie bisweilen über ihn erzählt?
ach, alles nicht so einfach -
Schilderungen vom Urlaub, ja, die sind doch
meist unverfänglich...
aber "unser" kleiner Alltag???
Rolltreppen, Fahrstühle
Bahnfahrten,
Tauben füttern und flattern lassen
....das alles haben der Arthur und die Moa ja schon
lange hinter sich. "Baby-Zeitalter" war das,
würde der Arthur sagen.
Und "Baby-Zeitalter" auch, wenn es nur darum geht,
dass der Arthur etwas NICHT WILL.
NEIN-SAGEN,
Ja, das ARTHUR-NEIN war unerbittlich
(wird aber fast noch vom kleinen Bruder übertroffen!)
Aber NEIN sagen liebt die Moa.
Fängt damit nicht erst so richtig das wirkliche
Leben und das bewusste Zusammenleben an?
Da weiß einer, was er will - und jetzt kommt es
halt darauf an, wer den klügeren Ausweg aus dem
Dilemma findet.
Manchmal muss man dann auch
"Schluss-aus-basta"sagen - und das Arthur Schreien
hat dann  ja auch irgendwann ein Ende gefunden.
ABER JETZT
JETZT glaubt die Moa
Jetzt hat das ARTHUR NEIN
eine neue Qualität.
Ganz lässig sagt der Arthur NEIN
Lässig und cool und bestimmt und unbeugsam.
"NEIN" - "NEIN Moa"
Das heißt, der Arthur muss dazu gar nicht mehr
NEIN SAGEN - der Arthur TUT EINFACH nicht,
wovon gerade die Rede ist oder worum man bittet.
Es regnet .... Moa bringt zum Kindergarten extra einen
Schirm für den Arthur mit
"Arthur, da, dein Schirm" - wortlos geht der Arthur

in den Regen hinaus, vorbei an der Moa,
die nun dumm zwei Schirme in der Hand hält und
immer noch versucht zu sagen: "Arthur, bitte.....bitte
dein Schirm".  Nein, der Arthur geht, wie es ihm passt.
Leider geht er nicht einmal in normalem Schritt-Tempo:
je mehr die Moa fleht: "Komm, nimm den Schirm" - desto
provokant langsamer wird der Arthur - er schlendert,
er bleibt stehen, er sieht die Straße entlang, er schaut sich
den Himmel an .... "Bitte mach doch weiter....." sagt die
Moa ....aber .....nein, es kommt KEIN NEIN
es wird einfach das gemacht, was der Arthur WILL
Ja, strotzend vor SELBST-BEWUSSTSEIN,
ganz gewiss ES ANDERS zu machen
GANZ ANDERS als man es von ihm will -
Das ist der Arthur jetzt. Du meine Güte, sagt sich
die Moa, da fängt ja fast schon die Pubertät an.
Aber nicht die "arme Phase", wo die Jungen ganz an sich zweifeln und unsicher sind: der da platzt ja gleich
vor Selbstsicherheit .... Regen hin, Regen her....
Schon triefend vor nass sind wir endlich bei unserem
Stamm-Maroni-Brater, nahe beim U Bahn Abgang.
Wie immer sagt der Herr, als er den Arthur sieht: "Also ein 
Kartoffelpuffer, junger Mann!!"
Schon wickelt er den Puffer in die Serviette, da sagt der
Arthur ganz bestimmt: "Nein, ich nehme Maroni".
"Du", sagt der Maronibrater "die Maroni sind heute
nicht so gut...nimm lieber Bratkartoffel oder den
Puffer" Ja, die Moa sieht es, heute sind die Maroni
wirklich teilweise verschrumpelt, sehen hart aus.
"Nein" sagt Arthur, der Regen rinnt an ihm unerbittlich
herunter "Nein,  ich nehme Maroni"
"Ich geb dir eine  Maroni zum Kosten" sagt der Maroni Mann, "sie sind heute teilweise hart. Du wirst sehen"
Arthur nimmt - kostet - und sagt ungerührt
"Eine angebrannte Maroni. Schmeckt köstlich,
Ich nehme Maroni" ....

Also WIR nehmen die Maroni -
"Danke" sagt der Arthur noch, höflich ist er ja
Der Maroni-Mann schüttelt auch nur lachend
den Kopf. In der U Bahn Passage richtet
dann der Arthur endlich ein Wort
an die Moa. "Moa,warum hast du zwei
Schirme in der Hand?"
"Pflanzt der mich jetzt", denkt sich die Moa,
und die Moa sagt: "ich trage immer zwei
Schirme, einen für Regen und einen für Sonne!"
Nur kurz ist der Arthur irritiert:
"Das ist jetzt ein Spaß, Moa?" - aber schon sucht er sich ein Bankerl, wo er sich
niederlässt: "ICH esse hier jetzt meine Maroni", sagt er - und weil es hier unten bei der
U Bahn wenigstens nicht mehr regnet, da tut die Moa halt auch jetzt, was der Arthur WILL

Fängt so die Pubertät an?

"Muss ich dich an alles erinnern?"
das sagt heute früh im Kindergarten NICHT die Mama zum Arthur

"Muss ich dich an alles erinnern?"
das sagt vielmehr der Arthur 
heute früh im Kindergarten zu seiner Mama
Hat sie doch vergessen, ihm die Gurke für das heutige Erntedankfest mitzugeben.
(Puh, Glück für die Mama: die Gurke war eh im Wagerl vom kleinen Bruder)

Also dann: 

FROHER ERNTE DANK

und 

DANKE 

für unsere wunderbaren KINDER






Dienstag, 8. Oktober 2019

Fürbitten 9.10 Wie beten?



9.10.2019  Lk.11.1 Vater unser
Im Evangelium heute bitten die Jünger Jesus: „Herr lehre uns beten“
Und wie viele Menschen sagen doch auch heute :“ ich weiß gar nicht, wie ich beten soll.“ Jesus lehrt seine Freunde das: „Vater unser“ . So bitten wir

 Vater dein Name werde geheiligt: 
hilf uns auszuhalten, dass es so vieles im Leben gibt an Ungerechtigkeit, Schmerz, Verzweiflung – hilf uns anzunehmen, worauf wir keine Antwort finden.   Christus höre uns....

Dein Reich komme:
Lass uns spüren, was wir gerade HIER und JETZT tun sollen -  hilf uns, immer wieder deinen Willen zu erkennen und die richtigen Entscheidungen in unserem Alltag zu treffen
  
Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen:
hole unsere Gesellschaft heraus aus der Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit, aus Gier und Geiz und Korruption. Lass uns selbst Menschen sein, die großzügig sind, auch im Teilen. Aber gib uns auch, was wir selbst an Zuwendung, Anerkennung  und Liebe  brauchen – wie ein Stück Brot. 

und vergib uns unsere Sünden,
hilf uns heraus aus allem, womit wir uns selbst das Leben schwer machen, vergib uns alle Trägheit und der Gleichgültigkeit - bitten wir aber auch um Anständigkeit in Politik und Wirtschaft 

denn auch wir vergeben jedem, der in unserer Schuld steht:  
lass uns Menschen sein, die anderen das Leben leichter und erträglich machen, dass wir Gutsein und Vertrauen in unsere Familien und Gemeinschaften bringen, dass wir verzeihen können und Konflikte entschärfen

und führe uns nicht in Versuchung
sei bei uns dort, wo wir IN der Versuchung sind: wo wir gekränkt, verbittert, nachtragend, mutlos sind.  Bewahre uns vor Neid und Eifersucht und vor jeder Lieblosigkeit

um all das bitten wir dich mit den Worten Jesu und Tag für Tag bitten wir um Frieden, um eine Abwehr menschenverachtender Systeme, um Hilfe für alle Menschen in Gefahr, in der Verfolgung und auf der Flucht. Hilf du guter Gott.Amen

Montag, 7. Oktober 2019

Fürbitten 8.10 Für das Wesentliche Zeit haben



8.10.2019  Lk.10.38  Marta und Maria  Jon.3.1 Umkehr

Zwei Geschichten hören wir heute, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Lesung aus der jüdischen Bibel berichtet vom Propheten Jona, den Gott in die Stadt Ninive schickt, um die Menschen dort zur Umkehr aufzurufen. Sie tun es tatsächlich und werden vom angedrohten Untergang verschont. Das Evangelium erzählt die bekannte Geschichte der zwei Frauen Marta und Maria. Als Jesus zu Besuch kommt, strudelt sich die eine Frau, Marta, für ihn ab, sie will als Hausfrau alles perfekt machen – ihre Schwester Maria sitzt derweil mit Jesus beisammen, um ihm zuzuhören. Die geschäftige Marta ist empört, Jesus aber versucht sie auf das Wesentliche hinzulenken: mach dir nicht zu viele Sorgen, schau auf das, was Wesentlich ist. Wesentlich, das ist auch immer wieder unser Umdenken. „Bekehrung“ nennt man es altmodisch, aber es heißt letztlich: im Hier und Jetzt richtig entscheiden.
Erkennen, wo etwas geändert werden muss. So bitten wir

Dass wir Bisheriges ändern können, weil wir sehen, dass es nicht richtig und gut war

Dass wir nicht stolz und stur auf falschen Entscheidungen beharren

dass wir immer besser zwischen Wichtig und Unwichtig unterscheiden lernen

dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache, die uns am Herzen liegt

dass wir unsere Tage nicht zumüllen mit Pflichten und Terminen

dass wir uns über Unvorhergesehenes freuen, über alles, was unsere Routine unterbricht

dass wir lernen, ganz DA-zu SEIN für diejenigen, die uns gerade brauchen,
aber auch für uns selbst

dass wir ganz Ohr sein können, für das, was Gott uns sagen will – durch so viele Kleinigkeiten, die jeder Tag mit sich bringt, auch der heutige.

 Du guter Gott, so hilf, dass wir immer wieder zur Ruhe kommen. Lass uns darauf vertrauen, dass letztlich DU es bist, der vollendet was wir begonnen haben.  Dass wir auch heute alles im Namen Jesu beginnen dürfen, dafür danken wir dir. Amen

Sonntag, 6. Oktober 2019



7.10.2019  Rosenkranzfest JA sagen – das Leben annehmen? Lk.1.26

Das heutige „Rosenkranz-Fest“ ist schon 1571 von Papst Pius V eingeführt worden, als Dank an die Muttergottes für den großen Seesieg der christlichen Streitkräfte gegen die Türken in Lepanto. Es war eine der verheerendsten Seeschlachten des Mittelalters, 40.000 Männer sind an dem einen Tag der Entscheidung ums Leben gekommen. Grauenhaft.
Im Evangelium ist nicht von den großen Schlachten die Rede, sondern von den kleinen Leuten in ihrem kleinen Alltag. Hier hören wir, wie das junge Mädchen Maria nach einigem Zögern einwilligt, die Mutter Jesu zu werden. „Wie soll das geschehen?“ fragt Maria den Engel – und Gabriel antwortet: „Bei Gott ist nichts unmöglich“ Das liest sich einfach – und ist doch alles andere als leicht. Denn "Ja und Amen" sagen, einfach so –  da gehört viel Vertrauen dazu. So bitten wir mit dem Blick auf Maria

Hilf uns „Ja“ sagen
Damit wir Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir erkennen, woran wir uns orientieren sollen
Du Gott mit uns – wir bitten dich erhöre uns

Hilf uns „Ja“ sagen
Auch wenn wir uns manches anders vorgestellt haben
Auch wenn du immer wieder viele unserer Pläne umwirfst
Du Gott mit uns

Hilf uns „Ja“ sagen
zu all dem,
was wir uns selbst und anderen versprochen haben
und dass wir uns doch immer wieder auf ganz Neues einlassen können
Du Gott mit uns

Hilf uns „Ja“ sagen
„Ja“ Zueinander, damit wir einander motivieren und unterstützen
dass wir auch anderen zutrauen, das Richtige zu tun
Du Gott mit uns

Hilf uns „Ja“ sagen
wenn einem im Alter manches aus der Hand genommen wird,
wenn man spürt, dass man loslassen soll
Du Gott mit uns

Hilf uns „JA“ sagen
und doch auch immer wieder ein klares „Nein“,
dort, wo sich etwas nicht gut entwickelt
dort, wo eine kritische Gegenstimme wichtig ist
aber auch dort, wo wir uns überlastet fühlen
Du Gott mit uns

Bitten wir heute ganz besonders um die Hilfe der Mutter Gottes für all die Menschen, die auf der Suche nach Sicherheit und Frieden unterwegs sind. Bitten wir um ein Ende der Gewalttaten und Kriege – und bitten wir um inneren Frieden, Anstand und Stabilität in unserem eigenen Land. Amen 

Samstag, 5. Oktober 2019

Fürbitten Sonntag 6.10 Was uns Gott uns schuldig ist?



6.10.2019  Lk.17.7 wir haben nur unsere Schuldigkeit getan

„Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan. Der Mohr kann gehen“. Das ist ein berühmtes Zitat aus einem Drama von Friedrich Schiller. Bei Jesus lesen wir es heute ähnlich und es darf uns ruhig auch empören. Hier im Gleichnis ist es ein Gutsherr, der seine Knechte rundum zur Arbeit anhält und letztlich überzeugt ist: Bedanken brauche ich mich dafür nicht, die haben nur eure Schuldigkeit getan. Auf soziale Umstände dürfen wir das nicht umlegen, das wäre mehr als empörend  – aber vielleicht sagt uns dieses Jesus Gleichnis für unser religiöses Leben etwas anderes: Berufe dich nicht auf Verdienste oder Opfer, tu einfach was deine Pflicht ist, gegenüber dem Leben und gegenüber deinen Nächsten. Gott ist uns nichts „schuldig“. So bitten wir heute

Dass wir nicht glauben, wir könnten uns religiös „Verdienste erwerben“,

dass wir nicht glauben, der Himmel stünde uns auf Grund unserer Frömmigkeit zu

dass wir nicht versuchen mit Gott abzurechnen und Leistungen von uns aufzurechnen

dass wir uns nicht Opfer auferlegen, um besser vor Gott dazu stehen

dass wir immer besser lernen, das Leben einfach anzunehmen, wie ist. Diesen Tag, gerade heute, und was immer er uns bringen wird

dass wir erkennen, dass wir tatsächlich dem Leben gegenüber eine Schuldigkeit haben: nämlich Freude und Dankbarkeit für jeden neuen Tag

Im Vatikan wird heute die dreiwöchige Amazonien Synode eröffnet. Ein ganz wichtiges Treffen, bei dem es um die brennenden Fragen der Ökologie geht, um die Unterstützung indigener Völker und nicht zuletzt um eine erneuerte weltweite Seelsorge. Bitten wir um gute Beratungen. Denn wir Christen sind dieser Welt tatsächlich eine Menge schuldig.


Guter Gott, du willst, dass wir in Freiheit unser Leben annehmen und dass wir aus der Kraft und der Freude unseres Glaubens heraus, unserer Welt und unseren Mitmenschen dienen, so gut wie es können. So bitten wir im Namen Jesu Amen

Freitag, 4. Oktober 2019

5.10.2019 Eine Woche geht zu Ende



5.10.2019  Ende der Woche

Eine Woche geht zu Ende. Sollen wir noch einmal Bilanz ziehen – oder lieber nur nach vorne schauen? Bitten wir, dass uns Beides mit guten Gefühlen gelingt

Dass wir sehen können, wie viel Grund zur Dankbarkeit es immer wieder gibt

Dass wir stolz sein dürfen, weil uns viel Gutes gelungen ist

Dass wir stärker geworden sind, weil wir auch Schwierigkeiten bewältigt haben

Dass wir uns von Sorgen nicht niederdrücken lassen

Dass wir uns immer besser auf Neues und neue Herausforderungen einstellen können

Dass wir auf Rücksicht und Verständnis anderer zählen können

und dass wir selbst Menschen sind, die helfen und motivieren

Guter Gott, so danken wir für die Woche, die hinter uns liegt und legen jeden neuen Tag in deine Hand. Im Vertrauen auf Jesus, Amen

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Fürbitten 4.10 Alle Geschöpfe ehren



4.10. 2019 Franz von Assisi 
Heute ist der Gedenktag des hl. Franz von Assis. Was uns an ihm begeistert, ist wohl die Großzügigkeit mit der er gelebt und geliebt hat. Dabei waren viele Menschen gar nicht immer gut zu ihm, selbst die Mitbrüder nicht, sie haben ihm sogar Grausames angetan: aber Franz hat Gott in allen Geschöpfen geliebt, auch ganz zuletzt in seinem Bruder, dem Tod. – Es war wohl diese überströmende Liebe, die Franz von Assisi so tief dankbar gemacht hat. Wer dankbar ist, versteht wohl auch die Sprache der Schöpfung und will sie in all ihren Formen bewahren. Heute ist übrigens auch internationaler Welttierschutz Tag.  So bitten wir:

Dass auch wir – in unserem kleinen Umfeld – behutsam umgehen mit allen Lebewesen und den Ressourcen unserer Erde

Dass wir zu einer gesunden Bescheidenheit zurückfinden

Dass wir aber auch unsere eigenen seelischen und körperlichen Ressourcen schonen 
und liebevoll mit ihnen umgehen

dass wir danken können: für jeden neuen Tag den wir erleben, mit all seinen Höhen und Tiefen, 
dass wir an jedem Abend danken können, für Freude und Sorgen, für Arbeit und neue Erwartung

dass wir danken können: weil wir so sind, wie wir sind: mit allem was wir gut können und auch mit all dem, was patschert ist und immer wieder nicht so gut gelingt

dass wir danken können: auch für all das Viele, das wir nicht verstehen, Enttäuschung, Traurigkeit, Krankheit, Schmerzen und Bruder Tod:  Lass auch all das in dir geborgen sein

und hören wir nicht auf um FRIEDEN zu bitten - mit den Worten des heiligen Franziskus:
Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Wir bitten im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Fürbitten 3.10 die Freude soll man uns ansehen



3.10.2019 Lk 10.1 Geht ich sende euch  Neh.8.2.  die Freude am Herrn

Geht ich sende euch“ sagt Jesus heute im Evangelium zu den Jüngern, die er in andere Gegenden schickt. „Geht, ich sende euch“, das sagt Jesus auch zu jeder und zu jedem von uns: Nicht nur in den Kirchen und von Priestern und Amtsträgern soll von Gott gesprochen wir. Wir, wir mit unserem Leben, in unserem Alltag bezeugen das Evangelium: Es ist unser Gut-sein in dem sich das Gut-sein Gottes spiegelt. In der ersten Lesung aus der alten jüdischen Bibel haben wir es ja auch gehört: von der Freude, die wir selbst haben, sollen wir anderen erzählen. So bitten wir, hilf uns:

dass wir, aus unserem Glauben heraus, Freude vermitteln und Mut machen

Das wir zur richtigen Zeit die richtigen Worte finden

dass wir mit Vertrauen und Offenheit auf die Menschen zugehen

dass wir uns um Frieden bemühen und einander segnen, anstatt zu kritisieren oder zu verurteilen

dass wir keine großen Absicherungen brauchen, sondern unserem Weg vertrauen
Dass wir so leben, dass andere uns die Freude an dem ansehen, woran wir glauben
dass wir geben was wir geben können, dass wir aber auch erkennen, wann wir uns zurückziehen und auf uns selber achten müssen

dass wir glaubwürdig bleiben und uns selbst annehmen können wie wir sind

Jesus, du sendest jeden und jede von uns, täglich, immer wieder neu. Wir sind die, die Deine Botschaft von Freude und Hoffnung, von Verzeihen und einander-gut-sein in unsere Welt bringen sollen.  Segne was wir tun und denken – heute und alle Tage unseres Lebens. amen

Ach Arthur VIER JAHRE - und einfach "der Boss"


"Nein, nein, nein Moa!!!
Das mache JETZT ich.
Ich erzähle, ICH!
ICH war doch dabei,
beim Geburtstagsfest von
meinem großen Bruder.
Mein Bruder ist schon
VIER JAHRE alt.
HEUTE ist sein GEBURTSTAG,
heute am 2.Oktober
Aber HEUTE, da ist er doch
den ganzen Tag an seinem
Arbeitsplatz im Kiga ....
Wenn er danach nach Hause
kommt, dann feiern wir ihn natürlich auch....aber sein
großes Fest mit den vielen
Freunden, das war doch schon am Sonntag.
Schon in aller Früh hat der Arthur zu mir
gesagt "Knucki, DAS IST HEUTE MEIN TAG.
Heute gibt es das große Fest - und das ist nur
MEIN TAG. Das verstehst du doch Knucki."
Na, und ob ich das verstehe. Am Sonntag vorher
das war MEIN TAG, der Knucki Tag.
Der 22.September, mein echter Geburtstag.
Da hat der Arthur alles, alles,nur für mich
gemacht. Auch die Kerze auf der Torte hat er
für mich ausgeblasen. Bei meinem Geburtstag
waren wir nur bei mir zu Hause: aber der Arthur
feiert doch schon mit vieeeelen Freunden und das macht er nun schon jedes Jahr im
"Mini&Me". Stellen sie sich vor: voriges
Jahr war ich da auch schon eingeladen, da war ich doch gerade erst einmal 10 Tage alt!!!
Sie sehen, ich bin schon sehr früh "herum"
gekommen, und deshalb kenne ich mich auch ziemlich gut mit allem aus.
Also beim Arthur Fest waren vieeeele Freunde!!!
Jetzt denke ich einmal kurz nach!!!
Da war die Ava und ihr Bruder Severin
dann der Winni , aber leider nicht sein
Bruder Tristan, der war nämlich krank.
Sehr traurig.Ich mag nämlich den Tristan auch

sehr - aber zum Glück war meine Freundin
Laetitia nicht krank, sie ist mit ihrem großen Bruder Leo gekommen. Der ist doch einer der besten Freunde vom Arthur.
Ja, Gott sei Dank, die waren gesund.
Von unseren Nachbarfreunden ist leider auch
nur der Julian gekommen, da war wieder
Schwester Helena krank. Ich sage
ihnen, diese Krankheiten. Das gehört echt verboten. Aber ich muss ja weiter aufzählen:
Die große Isi war natürlich auch da, die kennt der Arthur schon ganz lange, zusammen mit ihrem kleinen Bruder Alexander,
ja, den kenne ich auch gut
und dann ... aja, der Bernhard aus dem
Kindergarten, der ist auch gekommen. Den habe ich
erst neu kennengelernt.
Übrigens, den, den sie da im "Bälle-Bad" sehen,
das ist nicht der Bernhard. Das bin ICH.
Ich liebe Bälle - Bäder, da will ich gar nicht mehr
heraus (die reinste Bakterien-Schleuder!! jammert unsere
Moa ...) aber uns allen macht das riesengroßen Spaß.
Für die Großen gibt es ja so Vieles zum Spielen.
Aber jetzt muss ich wieder
"der Reihe nach" erzählen.
Gespielt haben wir ja erst später.
Zuerst setzen sich doch alle Kinder an den Tisch
und alle, alle warten bis die Sprühkerzen
angezündet werden
und dann singen alle
"Happy birthday, Happy birthday ..lieber Arthur"
Ich habe kräftig mit gesungen -
also mit meiner Knucki Sing Stimme
Übrigens: so eine Geburtstagsparty hat doch auch
ein Motto! Oh, Sie wussten das nicht?
Also unser Motto war - da werden sie staunen
PJ - MASKS.
Ich sehe schon - Sie haben keine Ahnung.
Na, das sind doch die Pyjamahelden!!!!!!
Die sind doch ganz ganz wichtig für uns Freunde
Hier sehen sie sie, auf
einer der Torten!!!
Wir haben natürlich nicht
nur eine Torte gehabt, sondern drei. Bei so vielen Gästen!
Und insgesamt waren ja auch  mehr
als drei Pyjama Helden eingeladen.
Schauen sie, alle Kinder haben auch PJ Masken gehabt.
Masken gehören einfach dazu!
Das müssen sie sich merken! Für ihr nächstes Fest!
Ja, dann zum Spielen, nimmt man die Maske
natürlich herunter - und - na klar, und auch um die Torte

zu essen und und um zu trinken, haben alle ihre
PJ Masken abgelegt ... Aber das habe ich nicht mehr
so genau verfolgt, ich war doch selbst sehr intensiv
mit meiner Torte beschäftigt - (Würstel gabs dann später noch , die waren mir noch wichtiger
als die ganzen Masken!!)
Am allerliebsten aber, ich hab's ja schon erzählt
war ich im Bälle-Bad - und mit Laetitia musste ich
spielen und andere Spielsachen ausprobieren ......
Es war so ein tolles Fest -
die Großen turnen auf dem Spielhaus herum
Es gibt Rutschen, Klettergeräte und gleich mehrere Küchen
die sind bei Buben und Mädchen sehr beliebt ....
Auch ein bissl gerauft wird hie und da
so eine kleine Wirtshaus-Rangelei macht doch 
echt auch Spaß


Am Ende
gehen dann alle Pyjama-Helden 
satt und happy nach Hause


pscht...aber
 jetzt verrate ich Ihnen noch etwas
Geheimnis, Geheimnis..


Also diese große Masche - 
ja ich glaube,
die liebt mein großer Bruder ganz besonders

Ach ja
und HEUTE - HEUTE


feiern wir natürlich noch zu Hause weiter

HAPPY HAPPY BIRTHDAY

ARTHUR

Du bist und bleibst
mein
GELIEBTER





Dienstag, 1. Oktober 2019

Fürbitten 2.10 SCHUTZENGEL - gibt es sie??



2.10.2019  Gedenktag der heiligen Schutzengel
„Gott sende uns deine heiligen Engel zu Hilfe, dass sie uns behüten auf allen unseren Wegen“  
so heißt es heute im Tagesgebet, und wir dürfen diese Bitte ernst nehmen. Wir dürfen daran glauben, dass es so ist, wie es der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer gedichtet und gebetet hat „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."  
So bitten wir heute

Gott, Sende deine Engel
Sende sie, an die Seite aller Kinder dieser Welt
Begleite die Kinder in ihr Leben
In ein Leben, das so ungerecht schwer sein kann
und uns oft hilflos zu dir rufen lässt
 Gott, Sende deine Engel

Sende deine Engel
an die Krisenplätze dieser Welt
in die zerbombten und verwüsteten Kriegsgebiete
zu den Opfern von Gewalt und Terror
überall dorthin, wo Menschen Leid zugefügt wird    

Sende deine Engel
aber auch zu all denen, die Gewalt ausüben
die andere wegen ihrer Überzeugung und ihres Glaubens verfolgen
die andere diskriminieren und mobben
zu all den Menschen, die zu wenig Chance hatten
Liebe und Mitgefühl zu lernen

Sende deine Engel
in die Gebiete der Naturkatastrophen,
in die Hütten und Wohnungen der Armen
auf die Parkbänke der Obdachlosen
überall dorthin - auch bei uns
wo Menschen hilflos ihrem Unglück ausgeliefert sind

Sende deine Engel
in die Amtsräume unserer Politiker und Beamten
dass sie einen menschlichen Blick
für die Not all derer bekommen, die Hilfe und Unterstützung
zum Leben brauchen, unsere Hilfe,
dass wir Menschen wieder fähig sind, auch an das Wohl der Anderen zu denken


Sende deine Engel
zu allen die krank und voll Angst sind
zu allen, die glauben, dass ihre Situation ausweglos ist
zu den Sterbenden
dass jemand ihre Hand hält und sie begleitet
  

Sende deinen Engel
zu uns Allen, damit wir deine Stimme hören
und deinen Willen erkennen können
damit wir unsere Berufung leben können
und wahrhaftig sind
Herr, Sende deine Engel

Und, so bitten wir,  Gott SENDE MICH, zu helfen, wo ich selbst helfen kann. amen