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Samstag, 10. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 11.1 ..eintauchen in das Geheimnis unseres Lebens

 

10.1.2026 TAUFE JESU  Mt.3.13 

Mit dem heutigen Fest der „Taufe Jesu“ endet in der Liturgie offiziell die Weihnachtszeit. Der etwa 30 jährige Jesus erfährt bei seiner Taufe durch Johannes am Jordan seine Berufung. Er sieht den Geist Gottes auf sich herabkommen und Jesus hört eine Stimme, die ihm sagt: „Du bist mein geliebter Sohn. Dich habe ich erwählt“. Auch uns ist genau das – von Gott -  zugesagt: „Du bist geliebt, dich habe ich erwählt“. Aber wir erfahren auch immer wieder, dass wir nicht nur den Himmel über uns offen sehen – das heißt, wir erfahren nicht nur Momente der Glückseligkeit – immer wieder müssen wir im Leben sozusagen auch untergetaucht werden, wie im Fluss Jordan, müssen wir manchmal zuvor den Boden unter den Füßen verlieren. Müssen wir so manche Sicherheit und Selbstgewissheit verlieren, ehe sich der Himmel öffnet. So bitten wir heute

 

lass uns eintauchen - in das Geheimnis des Lebens

in Freude und Hoffnung, in Trauer und Schmerz,

hilf beim immer wieder neu anfangen

 

lass uns eintauchen - in das Geheimnis des Lebens

lass uns den guten Stimmen vertrauen, die wir hören

lass uns immer wieder ein Stück offenen Himmel sehen

 

lass uns eintauchen in das Geheimnis des Lebens

lass uns altes Überholtes loslassen, lass uns dem Neuen vertrauen

lass uns dankbar, gütig und geduldig sein

immer bereit zu Versöhnung und Ausgleich

 

lass uns eintauchen in das Geheimnis des Lebens

dass wir das Leid der Vielen wenigstens in unserem Herzen mittragen

wo immer in der Welt Menschen Opfer von Gewalt sind

bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

 

Beten und bitten wir mit Worten der Dichterin Hilde Domin

So Tauche uns ein
wasche uns mit dem Wasser der Sintflut 
durchnässe uns
bis auf die Herzhaut.

Denn . der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, verschont zu bleiben,  er taugt nicht.

Es taugt nur die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe,
…dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden.
                                                        

Darum bitten wir, guter Gott   lass uns aus den Fluten unserer Sorgen und Ängste immer wieder auftauchen, als Menschen, die zu Frieden und Versöhnung fähig sind. Öffne deinen Himmel über uns, sende uns 

Freitag, 9. Januar 2026

Fürbitten 10.1 Diese ganz besonderen Momente ....

 

10.1.2025 Du Gott der Anfänge Lk.4.14

Es gibt magische Momente im Leben. Ein kleines Erlebnis, ein Wort, ein Satz, sie „treffen“ einen, sie sind wie ein Wink aus einer anderen Welt. Vielleicht war es auch für Jesus wie ein Erweckungserlebnis: beim Besuch in der Synagoge bekommt er die Thorarolle gereicht, er schlägt sie, (wie es Brauch ist,) an irgendeiner Stelle auf und Jesus liest: „Der Geist des Herrn ruht auf mir...“ Auch wir kennen solche Momente: in einer Hundertstel Sekunde kann uns etwas vor Augen treten oder ins Herz fallen, was wie eine „Erleuchtung“ ist. Ein Moment, in dem ganz Neues beginnen kann. So bitten wir heute

dass wir erkennen: wenn die Zeit reif geworden ist für eine Entscheidung, einen Entschluss ein neues Denken

dass wir erkennen: was bleiben soll – und was sich ändern muss

dass wir erkennen: was HINTER vielem steht, was wir denken und tun

dass wir erkennen: wie uns alte Muster prägen – dass wir uns Neues zutrauen

dass wir erkennen: ob wir ehrlich zu uns sind – oder ob wir uns etwas vormachen

dass wir erkennen: dass uns nicht nur das, was gelingt, vorwärts bringt, sondern auch alle Schwierigkeiten

dass wir erkennen: was wir wirklich tun sollen – und nicht nur, was wir selbst wollen

dass wir erkennen: dass wir zur Freude berufen sind – und das Gute für uns suchen dürfen

dass wir erkennen: dass es keine schnelle Antwort gibt auf das unbegreifliche Leid in der Welt – nur unsere tägliche kleine Liebe

 

du Gott der Anfänge – jeder Tag ist NEU, jeder Tag ein Schritt in Unbekanntes.

Im Vertrauen auf Jesus gehen wir auch heute und dafür danken wir dir. Amen

 

 

 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Fürbitten 9.1. vom Sehen und doch nicht sehen

 


9.1.2026  Mk.6.45  

 Das Evangelium erzählt heute von einem weiteren Wunder Jesu. Kurz zuvor erst war von der wunderbaren Brotvermehrung die Rede – nun erscheint Jesus den Jüngern, indem er am See über das Wasser geht. Es ist spät am Abend, die Jünger mühen sich beim Rudern mit Gegenwind, da erschrecken sie zu Tode, weil sie glauben, ein Gespenst zu sehen. In den letzten Zeilen der Erzählung heißt es: Sie waren bestürzt und außer sich Denn noch hatten sie nicht wirklich etwas von Jesus und seinem Wirken verstanden. Geht es uns nicht auch oft so. Wir sehen etwas – und erkennen den tiefsten Kern doch nicht. So bitten wir

 

Dass wir uns die Ruhe nehmen, Dingen auf den Grund zu gehen

Dass wir lieber zweimal hinsehen, auf Menschen oder Situationen, ehe wir uns ein Urteil erlauben

Dass wir uns die Zeit nehmen, Menschen in ihrem inneren Wesen wahr zu nehmen und zu verstehen

Dass wir auch uns selbst immer wieder hinterfragen, unsere wirklichen Motive und Beweggründe

Dass wir es uns auch mit dem Glauben nicht zu einfach machen, sondern immer wieder dem nachspüren, was wir neu in verschiedenen Lebenssituationen erfahren

Dass wir die Person Jesu nicht so schnell auf das festlegen, was man uns einmal vorgegeben hat – dass wir immer wieder neu und anders die Spur Jesu suchen, der wir nachgehen können

 

So bitten wir, dass unser inneres Erkennen immer tiefer wird, dass wir keine Scheu davor haben, immer wieder neu zu denken und neu zu sehen. Amen

 

 

Mittwoch, 7. Januar 2026

Fürbitten 8.1. sich auf den Weg machen - immer wieder

 


8.1.2026  Hl. Severin   - unterwegs sein

ER war sein Leben lang „unterwegs“: der hl.Severin, dessen Gedenktag heute ist. In der Mitte des 5.Jahrhnderts, war dieser Mönch auf einem für unsere heutigen Verhältnisse unvorstellbar langen, mühsamen und gefährlichen Weg unterwegs. Bis heute weiß man nicht, ob er Römer oder Germane war. Auf jeden Fall kam er vom Westen des römischen Reiches bis in die Nähe Wiens. Severin ist der erste namentlich bezeugte Glaubensbote auf dem Boden des heutigen Österreich. Severin gründete Klöster ua bei Passau und Mautern, wo er auch 482 friedlich starb. Er war zu seiner Zeit - zur Zeit des Zerfalls des Römischen Weltreiches - Brückenbauer und Ratgeber, der bei Germanen und Romanen, Arianern wie Katholiken großes Ansehen genoss. Gerühmt wird seine karitative Tätigkeit: während einer Hungersnot kümmerte er sich um die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung. Früher war Severin sogar zweiter Patron der Erzdiözese Wien Unsere Wege sind wohl weniger aufregend, und doch kann jeder kleine Schritt im Alltag Grenzen überschreiten.  So bitten wir auch für unsere inneren Wege in diesem Jahr

Lass uns aufbrechen – in ein Jahr, das so viele Fragezeichen hat

überschattet von Sorgen und Krisen

lass uns offen sein für das, was uns begegnet

lass, dass uns die Dankbarkeit trägt und das „miteinander“

 

Lass uns aufbrechen –  lass, dass wir uns Zeit nehmen auf dem Weg

lass uns nüchtern und beharrlich sein

gib uns einen klaren Blick für das, was nottut

 

Lass uns aufbrechen - und keine Sorge haben

wir könnten uns verlaufen

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen

 

Lass uns aufbrechen und -  wenn es sein muss -                                                                                     auch gegen den Strom schwimmen                                                                                                        Lass uns Ungerechtigkeit beim Namen nennen und dass wir uns für all die einsetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

 

Lass uns aufbrechen – lass uns schweres Gepäck zurücklassen

lass uns zurücklassen, was uns im vergangenen Jahr

mutlos, ängstlich, unsicher gemacht hat - hilf uns klare Entscheidungen zu treffen,

 

Lass uns aufbrechen und gehen, immer wieder, Tag für Tag so wie heute

nicht immer werden wir erreichen, was wir uns vorgenommen haben

aber immer wird es der Weg sein, auf dem Du uns 

in den Menschen mit uns - begegnest

 

Du guter Gott, zeig uns den Weg, der uns hinausführt aus der Enge und Begrenztheit unserer Gefühle, zeig uns den Weg, der uns offen macht für die Begegnung mit Dir. Dass wir dich erkennen können in den Menschen, die mit uns auf dem Weg sind. Darum bitten wir im Namen Jesu.Amen

Dienstag, 6. Januar 2026

Fürbitten 7.1. Wie uns der Himmel näher kommt

 

7.1.2025  Mt.4.12 Kehrt um

Nahtlos gehen im Matthäus Evangelium nun die Weihnachtserzählungen vom Kind Jesus in den Beginn seines öffentlichen Lebens über. Johannes der Täufer ist im Gefängnis – nun ist es Jesus der umherzieht, und verkündet: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“ Jesus beginnt aber auch, Menschen zu heilen. Von überall her bringt man ihm Kranke berichtet heute das Evangelium. Was für ein Trost muss von Jesus ausgegangen sein. Aber auch wir können einander guttun. Bitten wir heute 

 dass wir sehen und nicht wegschauen, wenn Hilfe gebraucht wird

dass wir an der Seite von Menschen ausharren, auch wenn sie mühsam sind

dass wir in Geduld zuhören, wenn Menschen sich aussprechen wollen

dass wir uns Zeit nehmen, um bei Kranken und Alten zu sitzen

dass wir nach Worte suchen, auch dann, wenn es schwer ist zu trösten

dass wir uns nicht zurückziehen, wenn wir selbst ratlos und verunsichert sind

dass wir uns aber auch selbst öffnen und um Hilfe bitten, wenn wir Trost brauchen

Du guter Gott, hilf, dass auch wir einander heilend begegnen. Dass Menschen auch in unserer Nähe etwas von Deiner Zuwendung und Liebe erfahren können. Darum bitten wir durch Jesus, der uns diese Güte zu allen Menschen vorgelebt hat. Amen

Montag, 5. Januar 2026

Fürbitten DREIKÖNIGSTAG Wenn sich die Sehnsucht auf den Weg macht

 


6.1.2026  Mt.2.1 der Sehnsucht vertrauen  

"Alles beginnt mit der SEHNSUCHT", schreibt die Dichterin Nelly Sachs - und von genau dieser Sehnsucht spricht auch das heutige Dreikönigsfest. Das Matthäus Evangelium berichtet von drei Magiern, die sich von weither auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben – sie folgen einem Stern, der sie zu einem neugeborenen König führen soll.  „..der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor Ihnen her, bis er über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war“ heißt es in der Geschichte. Von großer Freude ist dann de Rede, die drei Weisen huldigen dem geheimnisvollen Kind – aber sie bleiben nicht an diesem Ort, wo sich ihre Sehnsucht erfüllt hat – die Männer machen sich wieder auf den Weg heim in ihr Land. Wunderbar poetisch wird da etwas beschrieben, was auch mit unserem Leben zu tun hat. Mit unserer Sehnsucht, mit dem -Stern, dem wir immer wieder folgen dürfen – und der uns letztlich doch wieder zurück in unseren Alltag führt. bitten wir heute 

Dass wir den Stern sehen –  dass wir der Sehnsucht vertrauen

Dass wir immer wieder aufbrechen aus dem Vertrauten und Gewohnten

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir uns auf ganz Neues einlassen, dass wir uns keine Angst vor dem Risiko einreden lassen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir einen langen Atem haben, dass wir uns Zeit geben und nichts erzwingen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass uns Enttäuschungen und Rückschläge nicht resignieren lassen, dass wir uns immer wieder neu auf den Weg machen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen - dass wir das Besondere, (den Stern über die Krippe) dann auch im ganz Kleinen und Unscheinbaren in unserem Alltag erkennen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen - - dass sie uns stark macht, immer wieder in unseren Alltag zurückzukehren und geduldig unsere Aufgaben zu erfüllen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen und - dass wir die Sehnsucht wachhalten, weil wir einander in Liebe suchen und begegnen

 

So bitten wir, dass wir DICH finden Gott, auf UNSEREM Weg zur Krippe und zum neugeborenen Kind. Dass Du unsere Sorgen, unsere Ängste und alles was wir falsch machen, verwandelst, in „Gold, Weihrauch und Myrrhe“, die wir dankbar niederlegen, als die Schätze unseres Lebens. Lass uns gemeinsam unterwegs sein: auch in der immerwährenden Bitte um Frieden. Frieden und Heil für das große Leid in dieser Welt. Und für das Leid eines jeden einzelnen Menschen. Im Namen Jesu Amen

 

Sonntag, 4. Januar 2026

Fürbitten 5.1. Was kann mich noch begeistern ?

 


5.1.2024 Joh.1.43 Nachfolge   komm schau selbst 

Das Evangelium heute führt uns wieder weg von der Krippe zu dem schon erwachsenen Mann Jesus. Wir sind am Anfang der Wandertätigkeit Jesu. Und es geht um das, was wir „Nachfolge Jesu“ nennen. Immer mehr Menschen sind von ihm fasziniert, und schließen sich ihm an. Konkret berichtet wird heute von zwei Männern, Philippus und Natanael, die sich für Jesus interessieren – wobei Philippus keine Minute zögert, als Jesus ihn auffordert und sagt: „Folge mir nach“. Ja, wenig später bringt Philippus auch seinen skeptischen Freund Natanael zu Jesus. Dieser hatte zuvor noch gemeint: „Was kann denn schon Gutes aus Nazareth kommen“, also aus der Stadt, in der Jesus lebte. Wie läuft das bei uns? Wie schnell machen wir uns auf den Weg, wenn wir etwas als richtig erkennen? – und motivieren wir auch Freunde? Bitten wir heute

 

Dass wir alles stehen und liegen lassen, wenn wir spüren, dass es etwas gibt, was unserem Leben eine andere, gute Richtung geben kann

dass wir uns für eine Sache engagieren und auch begeistern können

dass wir den Mut haben, klare Entscheidungen für uns selbst zu treffen, auch wenn andere sie vielleicht momentan gar nicht verstehen

dass wir aber achtsam abwägen, welche Motive uns bei aller Begeisterung wirklich bewegen

dass wir Vertrauen haben in all das Unbekannte, auf das wir uns einlassen sollen und mit dem wir vielleicht schon heute konfrontiert sind

dass wir mit anderen darüber sprechen können, was uns bewegt und warum wir glauben

dass unsere Lebensfreude und unsere Glaubensfreude ansteckend sind

dass wir so andere auf den Weg unseres Glaubens mitnehmen

Lass aber auch uns selbst Menschen finden, die uns immer wieder ein Stück weit mitnehmen zu dir

 

Um all das bitten wir in diesen letzten Tagen der Weihnachtszeit. amen

Samstag, 3. Januar 2026

Fürbitten 4.1. Am Anfang war das Wort

 

4.1.2026 2.Sonntag der Weihnachtszeit  Joh.1.1.  

Es gibt magische Momente im Leben. Der Wechsel vom alten in ein neues Jahr ist ein solcher – und das Evangelium heute am 2.Sonntag nach Weihnachten führt uns wieder zu einem solchen Anfang. „Am Anfang war das Wort“, so beginnt das Johannesevangelium und es macht uns bewusst, dass jeder Tag, ja, jede Stunde ein neuer Anfang sein kann. Vom Logos spricht Johannes, vom göttlichen Wort, aus dem alles seinen Anfang nimmt – bleiben wir beim Wort – mit dem auch wir Gutes in die Welt bringen können. So bitten wir

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir die richtigen Worte für andere finden


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit sie helfen, einander besser zu verstehen und anzunehmen


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir mit ihnen vergeben und verzeihen können

 

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit sie von Freude und Dankbarkeit sprechen

 

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir mit ihnen Offenheit und Frieden und schenken


Du Gott des Anfangs  - segne unsere Worte

Damit wir uns in deinem Wort wieder finden


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir Worte für DICH finden

 

So bitten wir im Namen Jesu, der dein Wort ist, das du in unsere Welt gesprochen hast. Amen

 

 

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Talmud

 

 

 

 

 


Freitag, 2. Januar 2026

Fürbitten 3.1. Kind Gottes! Fühle ich das?

 

3.1.2026   1 Joh.2 wir sind Kinder Gottes   Joh.1.29 Berufung Jesu am Jordan

Noch ist in den Kirchen liturgisch Weihnachtszeit, noch sehen wir Krippen mit dem Jesus Baby, noch stehen in vielen Wohnungen die Christbäume. Im Evangelium heute sind wir aber schon viel weiter. Das Baby Jesus ist ein Mann geworden, ungefähr 30 Jahre alt so glaubt man. Als dieser erwachsene Jesus sich am Jordan von Johannes taufen lässt, da erfährt er seine BERUFUNG –der Geist Gottes lässt sich auf ihm nieder, so bezeugt es der Täufer Johannes. Wir selbst sind durch das Evangelium aber nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, auch wir selbst sind Kinder Gottes, wie es in der Lesung heißt, auch auf uns ruht der Geist Gottes: so bitten wir heute ganz bewusst im NAMEN Jesu

Dass wir gerade am Anfang dieses neuen Jahres sehen können, wo und wozu auch wir von Gott berufen sind, wo wir gebraucht werden, wo der Platz im Leben ist, den gerade wir ausfüllen sollen

Dass wir immer besser spüren, was es bedeutet, dass der „Geist Gottes“ auch auf uns ruht, dass der Geiste Gottes auch in uns wirkt, dass wir den Mut haben dürfen, unseren Sehnsüchten und Visionen nachzuspüren

Direkt als Kinder Gottes werden wir angesprochen – so bitten wir, dass wir ganz bewusst das Kind in uns wahrnehmen, auch das Kind in uns mit seinen Verletzungen, Kränkungen und Ängsten

Bitten wir, dass wir nicht erstarren als würdevolle Erwachsene, dass wir innerlich nicht alt werden, dass wir nicht immer schon alles wissen, dass wir nicht immer auf alles eine fertige Antwort haben

bitten wir, dass wir wie Kinder ganz bewusst nach dem suchen, was uns Freude macht, was uns gut tut, dass wir uns getrauen, unbekümmert zu sein, dass wir uns nicht niederdrücken lassen von Sorgen und Ängsten

 Ganz besonders bitten wir auch heute noch für die Opfer der schrecklichen Brandkatastrophe in Crans Montana - für die Angehörigen der Toten, und für die vielen so schwer Verletzten. Steh du allen bei, die voll Angst und verzweifelt sind

So bitten wir, du guter Gott hilf unseren Wünschen und Vorsätzen in diesem neuen Jahr, zeige uns von Tag zu Tag mehr, wie du uns haben willst - als Kinder Gottes, DIR und uns zur Freude. Dass wir dazu berufen sind. Amen

 

 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Fürbitten 2.1. NUR HEUTE - einfach Tag um Tag

 

2.1.2026 neu anfangen

 Der 2.Jänner ist ein eigenartiger Tag.  JETZT ist es wirklich DA, das Neue Jahr, aber noch ist es so ungewohnt, dass es auf Anhieb schwer fällt, das richtige Datum zu schreiben.  Noch fühlt man sich nicht heimisch im Neuen und vielleicht stockt auch schon der große Schwung der mit Elan gefassten Neujahrsvorsätze: soll man wirklich HEUTE schon anfangen, mit all dem, was man sich so großspurig vorgenommen hat? Nehmen wir uns Anleihe beim Konzilspapst Johannes XXIII: und seinen Gebetsbitten. „Nur heute“, so bittet er und so wollen auch wir bitten

NUR HEUTE - lass mich den Tag ohne Einschränkung dankbar annehmen, trotz aller Probleme und offenen Fragen

NUR HEUTE – lass, dass ich mich den Umständen dieses Tages anpassen kann, den Bedürfnissen der Menschen, ohne zu verlangen, die sie sich mir anpassen

NUR HEUTE - lass mich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe und lass, dass ich  meine Grantigkeit dabei niemand spüren lasse 

NUR HEUTE - lass mich eine gute Tat vollbringen, und es niemanden erzähle

NUR HEUTE - lass mich ganz bewusst für jemand anderen etwas tun, ohne dass ich selbst etwas davon habe

NUR HEUTE - lass mich so leben, dass ich niemanden kritisiere, dass ich niemand verbessern will, außer mich selbst

NUR HEUTE - lass, dass ich mich vor zwei Übeln hüte: der Hetze und der Unentschlossenheit.

 

Du guter Gott, nur für HEUTE, lass uns all das versuchen. Denn nur Heute ist es uns gegeben, das Gute an diesem einen Tag zu wirken. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 

 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Ja, genau so muss man das sehen

 


immer daran denken!

auf die EINSTELLUNG kommt es an 

baba altes Jahr !!!!

 


CHRISTBAUM  grüßt SILVESTER

Fürbitten NEUJAHR 2026 ".....und schenke uns Frieden !

 

1.1.2026  Neujahr

 "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben". – so dichtet der Schriftsteller Hermann Hesse und so empfinden wohl auch wir immer wieder bei jedem neuen Jahresanfang. Hinter uns liegt auch heuer ein belastendes Jahr – und der Blick in die nahe Zukunft ist alles andere als rosarot. Jeder von uns wird wohl da und dort mit Belastungen fertig werden müssen. Jede und jeder von uns trägt wohl ein „Binkerl“ auf seinem Herzen – dennoch, oder gerade deswegen: legen wir alles in Gottes Hand. So bitten wir heute

 

dass wir uns von Herausforderungen nicht unterkriegen lassen 

dass wir auch eine Chance in allen Krisen entdecken

dass wir bereit sind, immer wieder dazu zu lernen 

dass wir neue Impulse und neue Begeisterung in alte Gewohnheiten bringen

dass wir abwägen können: was bleiben soll – und was sich ändern muss

dass wir uns getrauen so zu leben, wie es uns gut

dieser 1.Jänner ist auch Weltfriedenstag: auch heute bitten wir inständig um ein Ende von Krieg und Gewalt – und wir bitten um eine gute Zukunft für alle kleinen Menschenkinder, die heute geboren werden

Geben wir in Gottes Hand alle, deren Leben in diesem Jahr zu Ende gehen wird, denken wir an die, die schon gestorben sind, so viele unter schmerzlichen Umständen


 Am ersten Tag des neuen Jahres haben wir heute auch in der 1.Lesung die vielleicht berühmtesten Segensworte der Welt gehört. Im Buch Numeri  gibt uns Gott selbst die Worte, mit denen wir einander segnen sollen. „Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Es ist der älteste überlieferte Segensspruch in der Bibel (Tora) – Juden und Christen verwenden ihn bis heute. So segnen auch wir dieses neue Jahr in Zuversicht und Dankbarkeit 

Amen

 

 

 

 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Fürbitten Silvester Segne du und lass uns segnen

 


31.12.2025 Silvester 

Diese letzten Stunden am Silvestertag haben ihre eigene Magie. Da ist die Weltlage, die bedrückt, soziale und wirtschaftliche Probleme und nicht zuletzt auch das Klima machen Sorge. Viele Menschen weltweit haben in diesem abgelaufenen Jahr schlimme Dinge erlebt, für viele sieht die Zukunft nicht sicher aus. Naturgemäß schauen wir wohl vor allem auf UNSER abgelaufenes Jahr zurück - Versuchen wir das in Freude und Dankbarkeit und versuchen wir zu segnen, was uns am Herzen liegt. So bitten wir

 

Lass uns segnen

unsere Familien, unsere Kinder, unsere Freunde und Bekannten,

Lass uns segnen, all die Menschen, die wir lieben und um die wir uns sorgen

lass uns segnen, die alten Menschen, die uns anvertraut sind

lass uns segnen, all die Menschen, mit denen es uns schwerfällt, auszukommen

 

Lass uns segnen

All unsere Pläne, unsere Anstrengungen

alles, was uns gut gelungen ist

lass uns all das segnen, womit wir auch anderen GUT getan haben

Lass uns auch segnen

unsere Enttäuschungen und die Traurigkeiten,

Segne du, wo wir andere verletzt haben

 

Lass uns segnen

unsere Wünsche und Hoffnungen

unsere Sehnsucht, die uns auch ins neue Jahr begleitet

lass uns segnen - alles

was wir loslassen und hergeben mussten

segne du

All das, was in uns selbst noch Heilung braucht

 

lass uns nicht aufhören um DEINEN Segen zu bitten

Für die Menschen in den Kriegs- und Terrorgebieten

Für die Heimatlosen und die Flüchtlinge

Für Alle, die mit Ungewissheiten leben müssen

Wir bitten um deine Nähe für all die Menschen, die gestorben sind und 

für die, die noch immer trauern

 

Gott segne uns und behüte uns, lass all die Menschen, die gestorben sind, bei dir geborgen sein -  – und inständig bitten wir um Frieden für unsere Welt und auch für uns selbst. Lass uns mit Zuversicht auf das Neue zugehen     amen

 

 

Montag, 29. Dezember 2025

Fürbitten 30.12. Lass uns ein Licht aufgehen

 

30.12.2025 die Prophetin Hannah   Lk. 2.36  Lass uns ein Licht aufgehen

Die Prophetin Hannah, von der heute im Evangelium die Rede ist, war eine Frau, die warten konnte. Sie verliert sich mit ihren Gedanken nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft, sondern konzentriert ihren Blick auf das Hier und Jetzt. So erkennt sie, was andere übersehen. Sie erkennt im richtigen Moment das Handeln Gottes. Hannah erkennt den Messias. Sie erkennt ihn, in dem kleinen Jesus, den seine Eltern zum Segnen in den Tempel bringen. Und das ist wohl die Botschaft von Weihnachten: Vom Dunkel des Wartens sollen wir zum Licht des Erkennens kommen .So bitten wir:

lass uns ein Licht aufgehen –

dass wir in dieser zermürbenden Zeit der Krisen

neue Wegzeichen und neue Chancen erkennen

 

lass dein Licht aufgehen - in unserer Gesellschaft

dass es Solidarität gibt und Nähe

dass wir nicht ausgrenzen, sondern annehmen

dass ein gutes Miteinander möglich ist

 

lass uns ein Licht aufgehen –

dass wir auch in unserem eigenen Leben das immer wieder Neue erkennen

dass wir uns Neues zu-trauen und dem Neuen ver-trauen

dass wir alle Mutlosigkeit wegräumen und immer wieder neu vertrauen

 

lass dein Licht aufgehen – lass uns die richtigen Worte finden

wenn wir oft sprachlos vor der Not anderer stehen

wenn Menschen von uns Trost und Nähe erwarten,

wenn wir helfen sollen und doch so oft selbst hilfsbedürftig sind

 

lass dein Licht aufgehen - überall dort, wo Menschen geboren werden

wo die Hoffnung noch ganz jung ist

sei aber auch Licht für die Kranken und für alle, deren Leben zu Ende geht


Guter Gott, Wir bitten für die vielen Opfer von Krieg Gewalt und Flucht in diesem Jahr. Lass vor allem auch den politisch verantwortlichen ein Licht aufgehen, dass sie zu Kompromissen fähig und bereit für den Frieden sind. Guter Gott, sende dein Licht und dein Erbarmen . Amen