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Dienstag, 6. Januar 2026

Fürbitten 7.1. Wie uns der Himmel näher kommt

 

7.1.2025  Mt.4.12 Kehrt um

Nahtlos gehen im Matthäus Evangelium nun die Weihnachtserzählungen vom Kind Jesus in den Beginn seines öffentlichen Lebens über. Johannes der Täufer ist im Gefängnis – nun ist es Jesus der umherzieht, und verkündet: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“ Jesus beginnt aber auch, Menschen zu heilen. Von überall her bringt man ihm Kranke berichtet heute das Evangelium. Was für ein Trost muss von Jesus ausgegangen sein. Aber auch wir können einander guttun. Bitten wir heute 

 dass wir sehen und nicht wegschauen, wenn Hilfe gebraucht wird

dass wir an der Seite von Menschen ausharren, auch wenn sie mühsam sind

dass wir in Geduld zuhören, wenn Menschen sich aussprechen wollen

dass wir uns Zeit nehmen, um bei Kranken und Alten zu sitzen

dass wir nach Worte suchen, auch dann, wenn es schwer ist zu trösten

dass wir uns nicht zurückziehen, wenn wir selbst ratlos und verunsichert sind

dass wir uns aber auch selbst öffnen und um Hilfe bitten, wenn wir Trost brauchen

Du guter Gott, hilf, dass auch wir einander heilend begegnen. Dass Menschen auch in unserer Nähe etwas von Deiner Zuwendung und Liebe erfahren können. Darum bitten wir durch Jesus, der uns diese Güte zu allen Menschen vorgelebt hat. Amen

Montag, 5. Januar 2026

Fürbitten DREIKÖNIGSTAG Wenn sich die Sehnsucht auf den Weg macht

 


6.1.2026  Mt.2.1 der Sehnsucht vertrauen  

"Alles beginnt mit der SEHNSUCHT", schreibt die Dichterin Nelly Sachs - und von genau dieser Sehnsucht spricht auch das heutige Dreikönigsfest. Das Matthäus Evangelium berichtet von drei Magiern, die sich von weither auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben – sie folgen einem Stern, der sie zu einem neugeborenen König führen soll.  „..der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor Ihnen her, bis er über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war“ heißt es in der Geschichte. Von großer Freude ist dann de Rede, die drei Weisen huldigen dem geheimnisvollen Kind – aber sie bleiben nicht an diesem Ort, wo sich ihre Sehnsucht erfüllt hat – die Männer machen sich wieder auf den Weg heim in ihr Land. Wunderbar poetisch wird da etwas beschrieben, was auch mit unserem Leben zu tun hat. Mit unserer Sehnsucht, mit dem -Stern, dem wir immer wieder folgen dürfen – und der uns letztlich doch wieder zurück in unseren Alltag führt. bitten wir heute 

Dass wir den Stern sehen –  dass wir der Sehnsucht vertrauen

Dass wir immer wieder aufbrechen aus dem Vertrauten und Gewohnten

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir uns auf ganz Neues einlassen, dass wir uns keine Angst vor dem Risiko einreden lassen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass wir einen langen Atem haben, dass wir uns Zeit geben und nichts erzwingen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen – dass uns Enttäuschungen und Rückschläge nicht resignieren lassen, dass wir uns immer wieder neu auf den Weg machen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen - dass wir das Besondere, (den Stern über die Krippe) dann auch im ganz Kleinen und Unscheinbaren in unserem Alltag erkennen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen - - dass sie uns stark macht, immer wieder in unseren Alltag zurückzukehren und geduldig unsere Aufgaben zu erfüllen

 

dass wir der Sehnsucht vertrauen und - dass wir die Sehnsucht wachhalten, weil wir einander in Liebe suchen und begegnen

 

So bitten wir, dass wir DICH finden Gott, auf UNSEREM Weg zur Krippe und zum neugeborenen Kind. Dass Du unsere Sorgen, unsere Ängste und alles was wir falsch machen, verwandelst, in „Gold, Weihrauch und Myrrhe“, die wir dankbar niederlegen, als die Schätze unseres Lebens. Lass uns gemeinsam unterwegs sein: auch in der immerwährenden Bitte um Frieden. Frieden und Heil für das große Leid in dieser Welt. Und für das Leid eines jeden einzelnen Menschen. Im Namen Jesu Amen

 

Sonntag, 4. Januar 2026

Fürbitten 5.1. Was kann mich noch begeistern ?

 


5.1.2024 Joh.1.43 Nachfolge   komm schau selbst 

Das Evangelium heute führt uns wieder weg von der Krippe zu dem schon erwachsenen Mann Jesus. Wir sind am Anfang der Wandertätigkeit Jesu. Und es geht um das, was wir „Nachfolge Jesu“ nennen. Immer mehr Menschen sind von ihm fasziniert, und schließen sich ihm an. Konkret berichtet wird heute von zwei Männern, Philippus und Natanael, die sich für Jesus interessieren – wobei Philippus keine Minute zögert, als Jesus ihn auffordert und sagt: „Folge mir nach“. Ja, wenig später bringt Philippus auch seinen skeptischen Freund Natanael zu Jesus. Dieser hatte zuvor noch gemeint: „Was kann denn schon Gutes aus Nazareth kommen“, also aus der Stadt, in der Jesus lebte. Wie läuft das bei uns? Wie schnell machen wir uns auf den Weg, wenn wir etwas als richtig erkennen? – und motivieren wir auch Freunde? Bitten wir heute

 

Dass wir alles stehen und liegen lassen, wenn wir spüren, dass es etwas gibt, was unserem Leben eine andere, gute Richtung geben kann

dass wir uns für eine Sache engagieren und auch begeistern können

dass wir den Mut haben, klare Entscheidungen für uns selbst zu treffen, auch wenn andere sie vielleicht momentan gar nicht verstehen

dass wir aber achtsam abwägen, welche Motive uns bei aller Begeisterung wirklich bewegen

dass wir Vertrauen haben in all das Unbekannte, auf das wir uns einlassen sollen und mit dem wir vielleicht schon heute konfrontiert sind

dass wir mit anderen darüber sprechen können, was uns bewegt und warum wir glauben

dass unsere Lebensfreude und unsere Glaubensfreude ansteckend sind

dass wir so andere auf den Weg unseres Glaubens mitnehmen

Lass aber auch uns selbst Menschen finden, die uns immer wieder ein Stück weit mitnehmen zu dir

 

Um all das bitten wir in diesen letzten Tagen der Weihnachtszeit. amen

Samstag, 3. Januar 2026

Fürbitten 4.1. Am Anfang war das Wort

 

4.1.2026 2.Sonntag der Weihnachtszeit  Joh.1.1.  

Es gibt magische Momente im Leben. Der Wechsel vom alten in ein neues Jahr ist ein solcher – und das Evangelium heute am 2.Sonntag nach Weihnachten führt uns wieder zu einem solchen Anfang. „Am Anfang war das Wort“, so beginnt das Johannesevangelium und es macht uns bewusst, dass jeder Tag, ja, jede Stunde ein neuer Anfang sein kann. Vom Logos spricht Johannes, vom göttlichen Wort, aus dem alles seinen Anfang nimmt – bleiben wir beim Wort – mit dem auch wir Gutes in die Welt bringen können. So bitten wir

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir die richtigen Worte für andere finden


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit sie helfen, einander besser zu verstehen und anzunehmen


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir mit ihnen vergeben und verzeihen können

 

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit sie von Freude und Dankbarkeit sprechen

 

Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir mit ihnen Offenheit und Frieden und schenken


Du Gott des Anfangs  - segne unsere Worte

Damit wir uns in deinem Wort wieder finden


Du Gott des Anfangs - segne unsere Worte

Damit wir Worte für DICH finden

 

So bitten wir im Namen Jesu, der dein Wort ist, das du in unsere Welt gesprochen hast. Amen

 

 

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Talmud

 

 

 

 

 


Freitag, 2. Januar 2026

Fürbitten 3.1. Kind Gottes! Fühle ich das?

 

3.1.2026   1 Joh.2 wir sind Kinder Gottes   Joh.1.29 Berufung Jesu am Jordan

Noch ist in den Kirchen liturgisch Weihnachtszeit, noch sehen wir Krippen mit dem Jesus Baby, noch stehen in vielen Wohnungen die Christbäume. Im Evangelium heute sind wir aber schon viel weiter. Das Baby Jesus ist ein Mann geworden, ungefähr 30 Jahre alt so glaubt man. Als dieser erwachsene Jesus sich am Jordan von Johannes taufen lässt, da erfährt er seine BERUFUNG –der Geist Gottes lässt sich auf ihm nieder, so bezeugt es der Täufer Johannes. Wir selbst sind durch das Evangelium aber nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, auch wir selbst sind Kinder Gottes, wie es in der Lesung heißt, auch auf uns ruht der Geist Gottes: so bitten wir heute ganz bewusst im NAMEN Jesu

Dass wir gerade am Anfang dieses neuen Jahres sehen können, wo und wozu auch wir von Gott berufen sind, wo wir gebraucht werden, wo der Platz im Leben ist, den gerade wir ausfüllen sollen

Dass wir immer besser spüren, was es bedeutet, dass der „Geist Gottes“ auch auf uns ruht, dass der Geiste Gottes auch in uns wirkt, dass wir den Mut haben dürfen, unseren Sehnsüchten und Visionen nachzuspüren

Direkt als Kinder Gottes werden wir angesprochen – so bitten wir, dass wir ganz bewusst das Kind in uns wahrnehmen, auch das Kind in uns mit seinen Verletzungen, Kränkungen und Ängsten

Bitten wir, dass wir nicht erstarren als würdevolle Erwachsene, dass wir innerlich nicht alt werden, dass wir nicht immer schon alles wissen, dass wir nicht immer auf alles eine fertige Antwort haben

bitten wir, dass wir wie Kinder ganz bewusst nach dem suchen, was uns Freude macht, was uns gut tut, dass wir uns getrauen, unbekümmert zu sein, dass wir uns nicht niederdrücken lassen von Sorgen und Ängsten

 Ganz besonders bitten wir auch heute noch für die Opfer der schrecklichen Brandkatastrophe in Crans Montana - für die Angehörigen der Toten, und für die vielen so schwer Verletzten. Steh du allen bei, die voll Angst und verzweifelt sind

So bitten wir, du guter Gott hilf unseren Wünschen und Vorsätzen in diesem neuen Jahr, zeige uns von Tag zu Tag mehr, wie du uns haben willst - als Kinder Gottes, DIR und uns zur Freude. Dass wir dazu berufen sind. Amen

 

 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Fürbitten 2.1. NUR HEUTE - einfach Tag um Tag

 

2.1.2026 neu anfangen

 Der 2.Jänner ist ein eigenartiger Tag.  JETZT ist es wirklich DA, das Neue Jahr, aber noch ist es so ungewohnt, dass es auf Anhieb schwer fällt, das richtige Datum zu schreiben.  Noch fühlt man sich nicht heimisch im Neuen und vielleicht stockt auch schon der große Schwung der mit Elan gefassten Neujahrsvorsätze: soll man wirklich HEUTE schon anfangen, mit all dem, was man sich so großspurig vorgenommen hat? Nehmen wir uns Anleihe beim Konzilspapst Johannes XXIII: und seinen Gebetsbitten. „Nur heute“, so bittet er und so wollen auch wir bitten

NUR HEUTE - lass mich den Tag ohne Einschränkung dankbar annehmen, trotz aller Probleme und offenen Fragen

NUR HEUTE – lass, dass ich mich den Umständen dieses Tages anpassen kann, den Bedürfnissen der Menschen, ohne zu verlangen, die sie sich mir anpassen

NUR HEUTE - lass mich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe und lass, dass ich  meine Grantigkeit dabei niemand spüren lasse 

NUR HEUTE - lass mich eine gute Tat vollbringen, und es niemanden erzähle

NUR HEUTE - lass mich ganz bewusst für jemand anderen etwas tun, ohne dass ich selbst etwas davon habe

NUR HEUTE - lass mich so leben, dass ich niemanden kritisiere, dass ich niemand verbessern will, außer mich selbst

NUR HEUTE - lass, dass ich mich vor zwei Übeln hüte: der Hetze und der Unentschlossenheit.

 

Du guter Gott, nur für HEUTE, lass uns all das versuchen. Denn nur Heute ist es uns gegeben, das Gute an diesem einen Tag zu wirken. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 

 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Ja, genau so muss man das sehen

 


immer daran denken!

auf die EINSTELLUNG kommt es an 

baba altes Jahr !!!!

 


CHRISTBAUM  grüßt SILVESTER

Fürbitten NEUJAHR 2026 ".....und schenke uns Frieden !

 

1.1.2026  Neujahr

 "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben". – so dichtet der Schriftsteller Hermann Hesse und so empfinden wohl auch wir immer wieder bei jedem neuen Jahresanfang. Hinter uns liegt auch heuer ein belastendes Jahr – und der Blick in die nahe Zukunft ist alles andere als rosarot. Jeder von uns wird wohl da und dort mit Belastungen fertig werden müssen. Jede und jeder von uns trägt wohl ein „Binkerl“ auf seinem Herzen – dennoch, oder gerade deswegen: legen wir alles in Gottes Hand. So bitten wir heute

 

dass wir uns von Herausforderungen nicht unterkriegen lassen 

dass wir auch eine Chance in allen Krisen entdecken

dass wir bereit sind, immer wieder dazu zu lernen 

dass wir neue Impulse und neue Begeisterung in alte Gewohnheiten bringen

dass wir abwägen können: was bleiben soll – und was sich ändern muss

dass wir uns getrauen so zu leben, wie es uns gut

dieser 1.Jänner ist auch Weltfriedenstag: auch heute bitten wir inständig um ein Ende von Krieg und Gewalt – und wir bitten um eine gute Zukunft für alle kleinen Menschenkinder, die heute geboren werden

Geben wir in Gottes Hand alle, deren Leben in diesem Jahr zu Ende gehen wird, denken wir an die, die schon gestorben sind, so viele unter schmerzlichen Umständen


 Am ersten Tag des neuen Jahres haben wir heute auch in der 1.Lesung die vielleicht berühmtesten Segensworte der Welt gehört. Im Buch Numeri  gibt uns Gott selbst die Worte, mit denen wir einander segnen sollen. „Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Es ist der älteste überlieferte Segensspruch in der Bibel (Tora) – Juden und Christen verwenden ihn bis heute. So segnen auch wir dieses neue Jahr in Zuversicht und Dankbarkeit 

Amen

 

 

 

 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Fürbitten Silvester Segne du und lass uns segnen

 


31.12.2025 Silvester 

Diese letzten Stunden am Silvestertag haben ihre eigene Magie. Da ist die Weltlage, die bedrückt, soziale und wirtschaftliche Probleme und nicht zuletzt auch das Klima machen Sorge. Viele Menschen weltweit haben in diesem abgelaufenen Jahr schlimme Dinge erlebt, für viele sieht die Zukunft nicht sicher aus. Naturgemäß schauen wir wohl vor allem auf UNSER abgelaufenes Jahr zurück - Versuchen wir das in Freude und Dankbarkeit und versuchen wir zu segnen, was uns am Herzen liegt. So bitten wir

 

Lass uns segnen

unsere Familien, unsere Kinder, unsere Freunde und Bekannten,

Lass uns segnen, all die Menschen, die wir lieben und um die wir uns sorgen

lass uns segnen, die alten Menschen, die uns anvertraut sind

lass uns segnen, all die Menschen, mit denen es uns schwerfällt, auszukommen

 

Lass uns segnen

All unsere Pläne, unsere Anstrengungen

alles, was uns gut gelungen ist

lass uns all das segnen, womit wir auch anderen GUT getan haben

Lass uns auch segnen

unsere Enttäuschungen und die Traurigkeiten,

Segne du, wo wir andere verletzt haben

 

Lass uns segnen

unsere Wünsche und Hoffnungen

unsere Sehnsucht, die uns auch ins neue Jahr begleitet

lass uns segnen - alles

was wir loslassen und hergeben mussten

segne du

All das, was in uns selbst noch Heilung braucht

 

lass uns nicht aufhören um DEINEN Segen zu bitten

Für die Menschen in den Kriegs- und Terrorgebieten

Für die Heimatlosen und die Flüchtlinge

Für Alle, die mit Ungewissheiten leben müssen

Wir bitten um deine Nähe für all die Menschen, die gestorben sind und 

für die, die noch immer trauern

 

Gott segne uns und behüte uns, lass all die Menschen, die gestorben sind, bei dir geborgen sein -  – und inständig bitten wir um Frieden für unsere Welt und auch für uns selbst. Lass uns mit Zuversicht auf das Neue zugehen     amen

 

 

Montag, 29. Dezember 2025

Fürbitten 30.12. Lass uns ein Licht aufgehen

 

30.12.2025 die Prophetin Hannah   Lk. 2.36  Lass uns ein Licht aufgehen

Die Prophetin Hannah, von der heute im Evangelium die Rede ist, war eine Frau, die warten konnte. Sie verliert sich mit ihren Gedanken nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft, sondern konzentriert ihren Blick auf das Hier und Jetzt. So erkennt sie, was andere übersehen. Sie erkennt im richtigen Moment das Handeln Gottes. Hannah erkennt den Messias. Sie erkennt ihn, in dem kleinen Jesus, den seine Eltern zum Segnen in den Tempel bringen. Und das ist wohl die Botschaft von Weihnachten: Vom Dunkel des Wartens sollen wir zum Licht des Erkennens kommen .So bitten wir:

lass uns ein Licht aufgehen –

dass wir in dieser zermürbenden Zeit der Krisen

neue Wegzeichen und neue Chancen erkennen

 

lass dein Licht aufgehen - in unserer Gesellschaft

dass es Solidarität gibt und Nähe

dass wir nicht ausgrenzen, sondern annehmen

dass ein gutes Miteinander möglich ist

 

lass uns ein Licht aufgehen –

dass wir auch in unserem eigenen Leben das immer wieder Neue erkennen

dass wir uns Neues zu-trauen und dem Neuen ver-trauen

dass wir alle Mutlosigkeit wegräumen und immer wieder neu vertrauen

 

lass dein Licht aufgehen – lass uns die richtigen Worte finden

wenn wir oft sprachlos vor der Not anderer stehen

wenn Menschen von uns Trost und Nähe erwarten,

wenn wir helfen sollen und doch so oft selbst hilfsbedürftig sind

 

lass dein Licht aufgehen - überall dort, wo Menschen geboren werden

wo die Hoffnung noch ganz jung ist

sei aber auch Licht für die Kranken und für alle, deren Leben zu Ende geht


Guter Gott, Wir bitten für die vielen Opfer von Krieg Gewalt und Flucht in diesem Jahr. Lass vor allem auch den politisch verantwortlichen ein Licht aufgehen, dass sie zu Kompromissen fähig und bereit für den Frieden sind. Guter Gott, sende dein Licht und dein Erbarmen . Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

"Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen,
sollten wir dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen" (Dieter Hildebrandt)

 

"Je planmäßiger die Menschen vorgehen,
desto wirksamer mag sie der Zufall zu treffen."   Friedrich Dürrenmatt.

 

„Die Geselligkeit halte ich für eine wahrhaft demokratische Tugend, sie ist das Interesse an Menschen, mit denen wir nicht eines Sinnes sind…“Karl-Markus Gauß

 

"Zuhören, nicht um zu antworten, sondern um zu lernen. Echtes zuhören ist brandgefährlich. Es kann dich verändern." Timothy Radcliffe, Kardinal, Ratgeber für die Weltsynode


"Am Ende deines Lebens
sind es drei Dinge die wirklich zählen:
Wie sehr du liebtest,
wie sanft du lebtest,
und wie würdevoll du jene Dinge gehen ließest
die nicht für dich bestimmt waren." Buddha


"Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus, und hier ist Beginn und das Ende ist dort.
Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott, sie wissen alles, was wird und war; kein Berg ist ihnen mehr wunderbar; ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.
Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um."
Rilke

"der uns die stunden zählte,
er zählt weiter.
was mag er zählen, sag?
er zählt und zählt...
nur was uns lauschen half:
es lauscht nun
für sich allein." Paul Celan

 

"nichts ist sagt der Weise. du lässt es erstehen.

es wird mit dem Wind deines Atems verwehen

unmerklich und leise. - nichts ist sagt der Weise." Mascha Kaléko

 

"Ich suche nicht, ich finde. Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen in ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer." Pablo Picasso


Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein frommwerden,

nicht eine Gesundheit, sondern ein gesundwerden,

nicht ein Sein, sondern ein Werden,

nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.

wir sind's noch nicht, wir werden's aber.

Es ist noch nicht getan oder geschehen,

Es ist aber im Gang und im Schwang.

Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg.

Es glüht und glänzt noch nicht alles,

Es reinigt sich aber alles. Martin Luther

 

"Werden wir, was wir wünschen?
Wünschen wir, was wir werden?" Kurt Marti



Silvester müssen wir  noch überstehen

Sonntag, 28. Dezember 2025

Fürbitten 29.12 Wenn Widerstand zur Pflicht wird

 

29.12.2025 Thomas Becket   *ca 1118- + 29.12. 1170 ermordet in Canterbury

Die Liturgie der Weihnachtstage ist alles andere als romantisch. Schon am Tag nach Weihnachten wird von Stephanus erzählt, der für sein Festhalten an Jesus gesteinigt wird. Heute, am 29.Dezember ist der Gedenktag für Thomas Becket. Der englische Erzbischof von Canterbury, der auch Lordkanzler war, ist Opfer im kirchenpolitischen Konflikt mit König Heinrich II und wird in dessen Auftrag ermordet, vor dem Hauptaltar seiner Kathedrale. Becket ist als Märtyrer und Held in die Geschichte und in die Literatur eingegangen. Träumen nicht auch wir manchmal davon, so aufrichtig, unerschrocken, tapfer und unbeugsam zu sein? Die Realität sieht meist anders aus. Aber auch Thomas Becket ist erst Schritt für Schritt in diese unerschütterliche Freiheit hineingewachsen. So bitten wir:

 

lass auch uns aufrechte Menschen sein, die zu dem stehen, wovon sie überzeugt sind, gib uns die Fähigkeit und den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.          

 

Hilf uns zu erkennen, wo es auch in unserem Leben Entscheidungen gibt, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen vielleicht weh tun. Hilf uns nicht stur zu sein, aber entschieden zu handeln.

 

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen, gib uns den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

 

Stärke in unserem Land alle Kräfte, die sich für Versöhnung und Zusammenhalt und Nächstenliebe einsetzen.  -  Hilf uns ein Klima der Solidarität und der Zuversicht zu schaffen

 

Ganz besonders bitten wir auch heute um ein Ende aller Kriege und Konflikte – wir bitten für alle Menschen, die Opfer von Gewalt und Machtpolitik sind  

 

Du guter Gott, sei an der Seite aller Menschen, die in ihren Ländern um Freiheit und Selbstbestimmung und um die Einhaltung der Menschenrechte ringen. Segne die Arbeit aller Organisationen, die sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen So bitten wir im Namen Jesu Amen

Samstag, 27. Dezember 2025

Fürbitten Sonntag 28.12. FAMILIE - unser Ort der Menschwerdung

 


28.12.2025  Fest der hl. Familie

Nur wenige Tage nach Weihnachten wird heute Fest der heiligen Familie gefeiert. Maria Josef und das Jesuskind werden sozusagen als Vorbild einer heiligmäßigen Familie in den Mittelpunkt gestellt. Aber wir wissen, dass „Familie“ in allen Jahrhunderten immer wieder auch andere Ausformungen hatte – und wir wissen wie viele Formen von Familie es heute gibt. Traditionelle Mama Papa Kind Familien, zerrissene Familien oder in ganz neuen Formen lebende Familien – wir wissen auch, dass jede zweite Ehe in Österreich geschieden wird. Aber im Menschen lebt die Sehnsucht, ein DAHEIM zu haben, einen Ruhepol, einen Ort der Sicherheit und des Angenommen-seins.    Bitten wir heute

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir um Eltern, die ihre Kinder in Freiheit und Vertrauen wachsen - und werden lassen

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir um Frauen und Männer, die all die unvermeidlichen Konflikte und Schwierigkeiten im Zusammen- und Miteinanderleben liebevoll und respektvoll austragen können

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir für alle, die in ihrer Ehe gescheitert sind, dass sie einander und sich selbst verzeihen können und frei für einen neuen Anfang sind

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir für alle Geschiedenen und Wiederverheirateten, dass sie auch in der Kirche einen Ort der Versöhnung finden, wo man sie mit ihrer Geschichte annimmt. Ebenso wie alle gleichgeschlechtlichen Paare, die ihren Kindern Eltern sind

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir für die vielen Kinder, die Scheidungen verkraften müssen, dass sie auch in neuen Formen des Zusammenlebens Geborgenheit und Liebe finden

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: bitten wir für alle, die als Familie auf der Flucht sind, die als Asylanten auch hier mitten unter uns leben, Bitten wir, dass Familienzusammenführungen möglich bleiben.

Familie ist unser Ort der Menschwerdung: auch unser Staat in wohl in gewisser Weise Familie, Bitten wir um ein gutes Miteinander aller, um sozialen Ausgleich, um Gerechtigkeit und Solidarität – bitten wir um eine gute Regierungsbildung, die das Vertrauen der Menschen hat

 

um all das bitten wir im Namen Jesu, der Mensch in einer menschlichen Familie war, mit Vater Mutter und Geschwistern. Herr segne alle Familien, Amen

Freitag, 26. Dezember 2025

Fürbitten 27.12 "tiefer" sehen - auch wenn man nicht sieht

 

27.12.2025  Hl. Johannes  Joh.20.2    

 „Er sah und glaubte“, das sind die letzten Worte heute im Evangelium. Er, das ist Johannes, man nennt ihn den Lieblingsjünger Jesus, der auch neben dem Gekreuzigten ausgeharrt hatte bis zu dessen Tod. Heute, zwei Tage nach dem Fest der Geburt Jesu ist das Fest des hl. Johannes. Es führt uns von der Krippe wieder zum Geschehen von Kreuz und Auferstehung. Damals, nach dem Tod Jesu, am Ostermorgen, nachdem Maria Magdalena schon das leere Grab gesehen hat, läuft auch Johannes dorthin, gemeinsam mit Petrus. Auch Johannes sieht in der Grabeshöhle keinen Leichnam, - aber er ist nicht entsetzt und verwirrt. Johannes, so heißt es: „sah und er glaubte“. Johannes sieht tiefer - Erbitten wir das auch für uns

 

dass wir – auch wenn wir DICH nicht sehen

dich doch erkennen können - in allen Abschnitten unseres Lebens

in der Freude, in der Krise, in der Lustlosigkeit

dort vor allem, wo die vielen Fragezeichen sind und keine Antwort auf unser „Warum

 

dass wir – auch wenn wir DICH nicht sehen

dass wir nie die Hoffnung aufgeben - auf ein Ende von Krieg und Gewalt

dass wir die Zeichen unserer Zeitenwende erkennen

dass wir die richtigen Antworten und Wege finden

dass wir Mut haben und Mut und Vertrauen weitergeben

 

dass wir – auch wenn wir DICH nicht sehen

Dass wir dennoch glauben können - dass wir nicht Zuschauer an der Krippe sind,

sondern dass wir immer mehr erkennen, wie sehr wir dich in uns selbst tragen

dass deine Menschwerdung unter uns täglich geschehen muss

durch unser Mitgefühl, durch unsere Freundlichkeit, durch unser gut-sein

 

dass wir – auch wenn wir DICH nicht sehen

dass wir dir voll Vertrauen alle anvertrauen die Hilfe brauchen

lass uns vor allem den Kranken und den Alten beistehen, 

dass sie ihren Sorgen und Ängsten, in ihren Schmerzen und ihrer Kraftlosigkeit nicht verlassen sind

 

nicht zuletzt bitten wir für alle, die mit den Worten „Gott“ und „Liebe“ 

schon lange nichts mehr anfangen können

wir bitten für die im Glauben verbitterten, für die Gleichgültigen, für die Enttäuschten

dass auch sie – vielleicht durch uns - die Freude deiner Menschwerdung erfahren

schenke auch ihnen ein neues „sehen“

 

-amen