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Freitag, 1. Mai 2026

Fürbitten 2.5. Geduld braucht es und einen langen Atem

 


2.5.2026  Apg. 13.44  sich nicht entmutigen lassen

„Erfolg ist keiner der Namen Gottes“ – das hat der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber gesagt und gerade auch die Apostelgeschichte unterstreicht das immer wieder. Auch heute ist hier wieder vom Scheitern die Rede. Die große Predigt des Paulus in Antiochia bringt eigentlich nicht den erhofften Erfolg. Zwar interessieren sich zunächst viele Nicht-Juden für die Botschaft Jesu, zuletzt aber werden Paulus und Barnabas aus der Stadt vertrieben. Die beiden Männer aber ziehen unverdrossen weiter: „sie schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen“ heißt es wörtlich. Auch wir kennen doch solche Erfahrungen: man hat sich bemüht, man hat sein Bestes gegeben und dann ist doch alles vergeblich. Brauchen nicht auch wir immer wieder Geduld und einen langen Atem? Bitten wir heute

dass wir auch nach Rückschlägen immer wieder unverdrossen einen neuen Anlauf nehmen

dass wir für eine gute Sache etwas riskieren, auch wenn der Erfolg nicht garantiert ist

dass wir Gedanken und Projekte und auch Menschen reifen lassen können

dass wir darauf vertrauen, dass auch ohne unser eigenes Zutun manches gelingt

dass wir aber auch nichts mit Macht und um jeden Preis durchsetzen müssen 

dass wir Menschen und Situationen um uns akzeptieren, so wie sie eben sind

und dass wir nicht zuletzt auch uns selbst akzeptieren, so wie wir sind: ob im Erfolg oder bisweilen auch im Misserfolg

 

Du guter Gott: in deiner Hand liegt alles, was wir tun. Nicht immer gedeiht uns alles zum Guten, nicht immer sehen, „säen“ wir Erfolg. Dir aber dürfen wir vertrauen und mit Jesus den Weg unseres Lebens gehen. Amen.

 

 

Donnerstag, 30. April 2026

Fürbitten 1.5. SOLIDARITÄT: wir brauchen sie

 

1.5. 2026 um Arbeit und Frieden und um eine gesicherte Zukunft für Alle

 Der Erste Mai ist im politischen Bereich der Festtag der Sozialdemokraten und aller Strömungen, die sich für gerechte und solidarische Arbeits- und Lebensverhältnisse engagieren. Die Kirche denkt heute an den heiligen Josef, auch unter dem Aspekt „Josef der Arbeiter“. Der 1.Mai als internationaler Tag der Arbeit wurde in Österreich erstmals 1890 begangen und 1919 per Gesetz zum „allgemeinen Ruhe- und Festtag“ erklärt. Der eigentliche Ursprung liegt aber in den USA: Dort streikten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten die Einführung eines Acht-Stunden-Tags. Der 1.Mai ist kein kirchlicher Feiertag – aber er ist mit seinem sozialen Anliegen ein Feiertag der ganzen Gesellschaft.  Wir wissen vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen wir stehen, vor allem die, denen es nicht so gut geht. Bitten wir heute:

dass Solidarität kein leeres Wort bleibt, dass wir selbst bereit sind, auch im kleinen Umfeld Tag für Tag aufeinander Rücksicht zu nehmen,

Dass alle Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht geht, so gut wie möglich von den Hilfsmaßnahmen des Staates mitgetragen werden

Bitten wir um den sozialen Frieden und dass das, was wir als Spaltung der Gesellschaft erlebt haben, überwunden werden kann  

Danken wir am heutigen 1.Mai allen, die in unserem Land helfen, den vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen, den Einsatzorganisationen, den Mitarbeitern in Spitälern und Pflegeheimen.

Bitten wir, dass es uns gelingt, den vielen nicht deutsch sprechenden Kindern und Erwachsenen bei einem guten Anschluss an unsere Gesellschaft zu helfen. 

Auch die Sorge um den Krieg in der Ukraine ist nicht kleiner geworden. Dazu die Krise der Weltwirtschaft rund um die Angriffe auf den Iran und die gesperrte Straße von Hormus. Unzählige andere Konflikte rundum, die wir schon gar nicht mehr verarbeiten können.

Bitten wir um eine Chance für Frieden für all diese Kriegs -und Krisengebiete und bitten wir im eigenen Land um gute weitsichtige Entscheidungen für Politik und Wirtschaft, für alle Menschen hier in Österreich

 

Guter Gott, wir alle sind Teil einer Gemeinschaft. Lass uns Sorge füreinander und umeinander haben. Hilf uns, dass wir das Miteinander und das Wohl aller suchen. Amen


Der Gedenktag des hl. Josef des Arbeiters wurde von Pius XII. als Reaktion auf die Arbeiterbewegung eingeführt und mit dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, verbunden. Am 1. Mai 1955 sagte Pius XII. vor den Mitgliedern der Christlichen Vereinigungen der italienischen Arbeiter (ACLI): „Von Anfang an haben Wir eure Vereinigungen unter das mächtige Patronat des heiligen Josef gestellt. Denn es könnte keinen besseren Beschützer geben, der euch hilft, euer Leben vom Geist des Evangeliums durchdringen zu lassen. […] Wenn ihr also Christus nahe sein wollt […]: ‚Ite ad Ioseph! Geht zu Josef!‘ “

Mittwoch, 29. April 2026

Fürbitten 30.4. viele Möglichkeiten gibt es, füreinander da zu sein

 

30.4.2026  Joh.13.16  einander dien-lich sein

Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte“.. so beginnt heute das Evangelium. Der Text bezieht sich auf das sogenannte „Letzte Abendmahl“, den Abend vor dem Tod Jesu -  aber heute denken wir nicht an Gründonnerstag, sondern wir bekommen auch 4 Wochen nach Ostern einmal mehr gesagt: Schaut hin, so macht es Jesus. Er wäscht seinen Freunden, ja sogar seinem Verräter die Füße, Jesus macht sich klein, er ist wie einer, der dient.  WIR, WIR sind da ein bissl anders. Wie oft müsste es da am Ende eines Tages heißen „Nachdem ICH den anderen wieder einmal gründlich den Kopf gewaschen habe…“ Denn dazu fühlen wir uns ja so oft verpflichtet: Dinge richtig stellen, - den Anderen auf die Sprünge helfen - mal sagen, wie es wirklich geht,- sich nicht für dumm verkaufen lassen – sich durchsetzen –Diese zärtliche Demut Jesu, sich klein zu machen für seine Freunde - noch dazu auch für einen, der einen bald verraten wird.... werden wir jemals zu so etwas fähig sein? Üben wir es heute wenigstens mit Güte und Geduld. So bitten wir

Dass wir uns klein machen können, um anderen gut zu tun

dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen

dass wir uns umschauen, wo andere Nähe und Zärtlichkeit brauchen

dass wir nicht von oben herab mit anderen umgehen, sondern wenigstens auf Augenhöhe

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen und auch „niedere“ Arbeiten annehmen

 dass wir aufhören in „oben“ und „unten“ zu denken, dass wir uns selbst in anderen sehen

dass wir aber auch bereit sind, von anderen Nähe und Zärtlichkeit anzunehmen

dass wir jeden Tag dankbar sind, für die vielen Hilfeleistungen im Kleinen, die auch wir erfahren, und wenn es nur die geleerten Mistkübel und die sauberen Gehsteige sind.

 

Du guter Gott, Nein, wir müssen nichts tun, was über unsere Kräfte geht, aber hilf uns, einander gut zu sein und füreinander da zu sein, mit Güte und Geduld.  Amen

Dienstag, 28. April 2026

Fürbitten 29...6. „Die Eigenliebe ist es, die die Welt vergiftet “

 

29.4.2026 Katharina von Siena

Heute ist der Gedenktag von Katharina von Siena. Sie war eine ungewöhnliche Frau, eine große Mystikerin, mutig und selbstbewusst. Katharina , sie lebte von 1347 bis 1380,  hat mit scharfem Blick erkannt, was in der Kirche, aber was auch in der Gesellschaft ihrer Zeit falsch läuft.  Und sie hat sich nicht gescheut, ihre Meinung auch gegenüber den „Großen“ ihrer Zeit deutlich zu sagen. Dennoch war sie eine zutiefst innig Liebende. Aus ihrer tiefen Gott- und Christus-Verbundenheit hat sie ihr Leben gestaltet. Mit Worten der heiligen Katharina wollen wir heute unsere Bitten zu Gott tragen:

 

Verkünde die Wahrheit und sei nicht still vor Angst. sagt Katharina. So bitten wir für alle, die in dieser von Krisen gebeutelten Zeit wichtige Entscheidungen zu treffen haben. Wir bitten für uns selbst, einen klaren Blick zu bewahren und uns nicht von sorgen lähmen zu lassen


Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“ sagt Katharina: Schenk uns Geduld und einen langen Atem, für alles, was wir beginnen, auch wenn es nicht immer gleich so glückt, wie wir es gerne hätten. Hilf uns das Richtige zu tun, gerade in der momentanen Krise


„Für den Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand, er bedient sich beider.“ sagt Katharina.   Lass uns erkennen, dass alles seinen Sinn hat, dass es keine Sackgassen im Leben gibt und dass uns auch Rückschläge weiterbringen und manchmal sogar ein Segen sein können. Lass uns auch aus diesen Krisen klüger und gestärkt hervorgehen


„Die Eigenliebe ist es, die die Welt vergiftet “ sagt Katharina. So bitten wir, bewahre uns vor Egoismus, Eitelkeit und Selbstverliebtheit, aber gib uns das Vertrauen, dass wir uns doch selbst immer auch mit guten, liebevollen Augen sehen können.

 

Das wichtigste Heilmittel gegen die Eigenliebe ist die Selbsterkenntnis.“ sagt Katharina.. Hilf, dass wir uns nichts vormachen, dass wir uns nicht in den Sack lügen, dass wir, in allem was wir tun unsere wirklichen Motive und Absichten erkennen

 

Niemandem ist so schwer zu helfen wie einem lauen Menschen sagt Katharina:  bewahre uns davor, gleichgültig und mittelmäßig zu sein. Dass wir nicht Gelassenheit und Ruhe mit Desinteresse und Wurstigkeit verwechseln. Hilf uns gut leben, arbeiten, lieben und nicht zuletzt: immer wieder Gott suchen. 

 

Du guter Gott, auf die Fürsprache der heiligen Katharina, die auch Kirchenlehrerin und Mit-Patronin Europas ist bitten wir in diesen Tagen um einen guten Weg für unsere Kirche, Kirche in unserem kleinen Umfeld und Kirche weltweit. Wir bitten für Papst Leo XIV und alle, die Verantwortung tragen. Komm heiliger Geist, mach Mut. Amen   

Montag, 27. April 2026

Fürbitten 28.4. wie "erlöst" sehen wir Christen denn aus?

 

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

28.4.2026  Apg. 11.19  zum ersten Mal nannte man sie Christen     Job Beschreibung  Christ sein  

In der Apostelgeschichte erfahren wir heute, WO und WANN man die Anhänger des Jesus von Nazareth zum ersten Mal „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, der damals drittgrößten Stadt des Römischen Reiches. Die Stadt war Sitz des Legaten von Syrien, dem zu dieser Zeit auch Palästina unterstand. Diese erste so genannte Gemeinde der „Christen“ bestand sowohl aus Juden, die nun Anhänger Jesu waren, wie auch aus Nicht-Juden, Heiden, wie man sie nannte, die auch in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Das war zunächst noch ein umstrittener Prozess gewesen.  Wir Christen HEUTE sind ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – WORAN man UNS wohl erkennt? Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen "erlöster aussehen"  Bitten wir heute

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus, 

Vertrauen in das Leben haben und uns nicht von Panikmache anstecken lassen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,

offen und ohne Vorurteile auf andere Menschen zugehen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus

Andere aufrichten und ermuntern können

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,

den Mut haben, unseren eigenen Weg zu suchen und zu gehen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus 

bereit sind, zu teilen und uns auch einzuschränken, wenn es für andere wichtig ist

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus

Freude am Leben haben und wir das Leben annehmen, was auch immer jeder Tag mit sich bringt

 So bitten wir, die wir den Namen „Christen“ tragen, im Namen Jesu. Und Tag für Tag bitten wir auch um Frieden und um Versöhnung für unsere Welt, um ein Leben in Gerechtigkeit und Würde für alle Menschen. Amen 


Antiochia am Orontes war die drittgrößte Stadt des Römischen Reiches, Sitz des Legaten von Syrien, dem um diese Zeit auch Palästina unterstand. Dort entstand die erste Gemeinde, die aus Juden- und Heidenchristen zusammengesetzt war. Wie immer richtet sich die Botschaft zuerst an die Juden. Aber die „Hellenisten“ wenden sich auch an die Heiden und gewinnen Anhänger. Die Gemeinde von Jerusalem sah diese Entwicklung nicht ohne Sorge: hatte doch Petrus Mühe gehabt, den „Hebräern“ zu erklären, dass Gott „auch den Heiden die Umkehr zum Leben schenkt“ (11, 18). Man sandte also Barnabas als „Visitator“ nach Antiochia. Er war der rechte Mann am rechten Ort. Zwei wichtige Nachrichten stehen am Schluss dieser Lesung: 1. Es gelingt Barnabas, Saulus in die Missionsarbeit einzuschalten. 2. In Antiochia entsteht der Name „Christen“ als Bezeichnung der Jünger Jesu. „Christen“, weil sie glauben, dass Jesus der Christus, der Messias ist.

 

https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/woche4/Dienstag.htm?datum=2026-04-28&r=1

Sonntag, 26. April 2026

Fürbitten 27.4. Was trauen wir ihm wirklich zu - dem heiligen Geist?


27.4.2026 Apg.11.1  auch nicht Juden können Christen  werden Mo 4.OW

Die Apostelgeschichte berichtet heute von einem neuen großen Abschnitt in der jungen Jesus Gemeinde. Zum ersten Mal werden Nicht Juden in die Gemeinschaft aufgenommen, ohne dass sie zuvor durch Beschneidung zu Juden gemacht werden. Auch müssen die neu Getauften nicht mehr die jüdischen Reinheits- und Speisevorschriften einhalten. Eine Stimme vom Himmel habe Petrus in einer Vision gesagt: „Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein“ . So erkennt Petrus bei der Taufe des nicht jüdischen Hauptmanns Kornelius: "....dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist" Für die junge Jesus Kirche ist das ein gewaltiger Einschnitt. Es kann uns heute aber auch sagen: Habt mehr MUT, seid offen für neue Wege. So bitten wir

dass wir offen dafür sind, wohin auch uns der Geist Gottes führen wird,

dass wir uns in jeder Lebensphase, vor allem auch im Alter Veränderung zutrauen, ein neues Denken

dass wir bereit sind, neue Lösungen für alte Probleme zu suchen

Dass wir nicht aus Ängstlichkeit darauf bestehen, es müsste alles so bleiben, wie es immer schon war

Dass wir uns auch von lieb gewordenen Gewohnheiten trennen können, wenn wir sehen,  dass sie uns selbst und anderen nicht mehr gut tun

Dass wir auch anderen Veränderung zu trauen - Dass wir niemand dabei entmutigen, neue Wege einzuschlagen

Dass wir auch Krisen und Schwierigkeiten als Chance sehen, dass daraus etwas Neues, Gutes entstehen kann

bitten wir, dass auch die Kirche mit Papst Leo den Mut hat, neue Wege einzuschlagen und neues Denken zuzulassen, im Vertrauen auf den heiligen Geist

bitten wir, dass uns der heilige Geist nicht nur eine fromme Formel ist, sondern dass wir uns Tag für Tag auf das einlassen, was uns verändern und verwandeln will.

 

So bitten wir im Namen Jesu, der uns auch heute wieder im Evangelium zusagt, als guter Hirte immer an unserer Seite zu sein. amen

Samstag, 25. April 2026

Fürbitten Sonntag 26.4. Gute Hirtin - guter Hirte sein

 

26.4.2026 Joh 10.1 Guter Hirte Weltgebetstag für geistliche Berufe  - 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

"Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. / Er lässt mich lagern auf grünen Auen, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil".

Für viele Christen ist das wohl ein Lieblingsgebet, der Psalm 23 – der heute am 4.Ostersonntag auch in der Liturgie gebetet wird. Es ist der Sonntag vom Guten Hirten, weil das Johannesevangelium darüber berichtet, dass sich Jesus selbst als den guten Hirten bezeichnet hat. Er ist der, der sich um jedes einzelne der ihm anvertrauten Tiere kümmert. Aus dieser Metapher, aus diesem Satz schöpfen ganz viele Menschen Kraft und Zuversicht. Auch wenn nur wenige von uns wohl noch einen echten Hirten kennen, wir alle verstehen, was darunter gemeint ist.

Heute ist auch Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Die Worte Jesu von sich selbst als „Guten Hirten“ passen natürlich perfekt dazu. Aber letztlich geht es nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder, jede von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere. Und nicht zuletzt geht es im Leben von uns allen um das, was wir im letzten Satz des Evangeliums heute hören: „sie sollen das Leben haben und es in Fülle haben“. Bitten wir heute

Dass wir in dieser herausfordernden Zeit ganz besonders erkennen, wie sehr wir füreinander verantwortlich sind, wie sehr wir füreinander einstehen sollen

Dass wir als Christen eine Kultur des Mutes und der Zuversicht leben, nicht eine Kultur der Angst und der Ängstlichkeit. Dass wir uns nicht über-fordert fühlen, sondern ge-fordert

Dass wir in unserem Alltag „Gute Hirten und gute Hirtinnen sind“, dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was uns anvertraut ist.

Dass wir immer besser erkennen, was es heißt, das Leben in Fülle haben. Dass wir uns getrauen das Leben durch und durch zu genießen, dass wir nicht in ständiger Askese leben müssen

Dass wir auch unsere Sehnsüchte erkennen, dass wir bereit sind, uns auf Neues einzulassen, im Blick auf den Guten Hirten, der uns begleiten wird  

Dass wir im Vertrauen auf Jesus aber auch all das annehmen können, was uns schwerfällt, was unverständlich und manchmal vielleicht auch un-erträglich zu sein scheint.

Bitten wir, dass immer wieder Menschen die Freude daran finden, sich auf eine besondere Lebensform in der Nachfolge Jesu einzulassen. Bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden und dass es den Mut auch für Frauen als Priesterinnen gibt

Heute ist auch der 40-Jahrestag der schrecklichen Atomkatastrophe von Tschernobyl, denken wir an die vielen Opfer, die es noch jahrelang danach gab und gibt – bitten wir, dass rundum neuen Technologien nicht zum Schaden der Menschen eingesetzt werden

 So bitten wir an diesem Sonntag des "Guten Hirten" um die Fürsorge Gottes - im Namen Jesu. Amen

Freitag, 24. April 2026

Fürbitten 25.4. Auch wir sind "EVANGELIUM"

 

25.4.2026 Fest des Hl. Markus

Die Kirche feiert heute das Fest des heiligen Markus. Er ist der Verfasser des ältesten Evangeliums, das vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. In der Bibel ist es das zweite Evangelium, das wir aufschlagen. Heute hören wir den letzten Abschnitt im Markusevangelium, und wir hören Jesus der sagt: „Geht hinaus in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Geschöpfen“.  (wobei dieser Schluss erst nachträglich aus den drei anderen Evangelien hinzugefügt worden ist. Denn für die jungen Jesus Gemeinden, die schon in verschiedenen Ländern wirkten, war eines wichtig: die Botschaft Jesus zu so vielen Menschen wie nur möglich zu bringen) Markus hat diesen Auftrag mit seinem Buch, seinem Evangelium über Jesus erfüllt, und auch mit seinem Wirken in Ägypten und Alexandrien. Nun sind WIR es, die verkündigen sollen. Allein durch unsere Art zu leben, können wir so etwas wie ein Jesus Buch schreiben – sollen andere an uns ablesen können, was Jesus bedeutet. So bitten wir

dass man uns die Freude an dem ansieht, woran wir glauben

dass wir die Gegenwart nicht krank jammern

dass wir Zuversicht ausstrahlen und sie auch wirklich empfinden

dass wir uns um Ausgleich und Verständigung bemühen

dass wir denen eine Stimme geben, für die niemand spricht

dass wir uns bemühen, die Sorgen anderer zu verstehen

dass wir einander beistehen und versuchen solidarisch zu leben

dass wir dankbar sind, weil es so viele Gründe für Dankbarkeit gibt

dass wir wie Jesus vertrauen und alles in Gottes Hand legen können

Du guter Gott, so bitten wir auch heute inständig um Frieden und um ein Ende aller Gewaltherrschaft in unserer Welt. Amen

 

 


Der hl.Markus ist der Verfasser des ältesten Evangeliums. Er hat als junger Mann Paulus auf dessen Missionsreisen begleitet und war auch zusammen mit Petrus in Rom. Petrus Erinnerungen sind auch im Markus Evangelium zu finden, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. Man glaubt, dass Markus vor allem in Ägypten gepredigt hat und dass er die Kirche von Alexandrien gegründet hat. Dort soll er auch als Martyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9.Jahrh. auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm der Markus Dom geweiht ist. Am Fest des hl. Markus gibt es noch in vielen ländlichen Gemeinden Bittprozessionen für eine gute Ernte.

Der Heilige ist Schutzpatron der Stadt Venedig, der Bodenseeinsel Reichenau, der Christen in Ägypten, sowie der Berufe Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Korbmacher, Notar und Schreiber. Er wird bei Unwetter, jähem Tod, Blitz, Hagel, Krätze, Qualen angerufen. Zudem soll er zu gutem Wetter und guter Ernte verhelfen.


Donnerstag, 23. April 2026

Fürbitten 24.4. Gott schreibt gerade auch auf krummen Zeilen

 

24.4.2026 Apg.9.1 wenn aus Saulus Paulus wird

Auch das ist zu einem geflügelten Wort geworden: „Aus Saulus wird ein Paulus“. Ein Satz, mit dem man in Kürze sagt, dass sich jemand radikal von einem zu einem anderen Standpunkt bekehrt hat. Genau davon erzählt heute die Lesung aus der Apostelgeschichte. Es ist eine fast unglaubliche Bekehrungsgeschichte: Saul ist ein griechisch gebildeter jüdischer Gelehrter, er war dabei, als der Diakon Stephanus von einem Mob gesteinigt wurde, Saul ist überzeugt davon, dass diese neue Sekte bekämpft gehört. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Jesus Anhänger festnehmen will, passiert ihm unglaubliches. Helles Licht blendet Saulus, er stürzt zu Boden, er hört eine Stimme, die ihn fragt „Saul Saul warum verfolgst du mich.“ Saul kann nichts mehr erkennen, er, der als Verfolger nach Damaskus kommen wollte, ist nun erblindet, hilflos, man muss ihn an der Hand führen. Nach 3 Tagen folgt die wunderbare Bekehrung – aus Saul wird einer, den sie dann Paulus nennen und der für seinen Glauben an Jesus sterben wird. „Gott schreibt gerade auch auf krummen Zeilen“, könnten wir auch sagen. Bei Gott ist alles möglich. Menschen sind immer wieder fähig, „ganz anders“ zu werden, radikal umzukehren. Nie darf man einen Menschen abschreiben. Unser eigenes Leben ist vermutlich nicht so spektakulär, und trotzdem geht es auch bei uns Tag für Tag um „Umkehr“. Was heute noch richtig war – kann morgen, in einer neuen Situation, nicht mehr das Richtige sein. Jeden Tag müssen, nein, dürfen wir neu hineinwachsen – in das, was Gott will. so bitten wir

dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in täglich neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst

dass wir auch erkennen, dass es oft ganz ungewöhnliche Situationen und in andere Menschen sind, durch die du uns Richtungsentscheidungen aufzeigst

Dass wir uns immer wieder aus Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit aufschrecken lassen

dass wir, wie Saulus, vom „hohen Ross steigen“, dass wir immer wieder innerhalten, Dinge neu überdenken, neu hinhören auf das, was ein ganz neuer Weg sein kann

dass wir es uns eingestehen, wenn wir uns „verrannt haben, dass wir uns nicht schämen umzukehren, auch wenn wir oft noch wie blind den neuen Weg suchen müssen

dass wir uns auch hin-horchen getrauen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auch so spricht Gott zu uns

dass wir einander auch dabei helfen wollen, wenn sich neue Entscheidungen anbahnen

dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

dass wir neue Wege akzeptieren, auch wenn wir deren Sinn nicht gleich verstehen

Du guter Gott: auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet reißt du uns heraus aus unseren Plänen und Aufgaben: lass, dass wir keine Angst haben, uns von dir führen zu lassen. Hilf uns vertrauen – und führe uns alle auf einen guten Weg. amen

 

 

 

 

ZUR LESUNG  Die Bekehrung des Saulus ereignete sich wahrscheinlich im Jahr 36 nach Christus; sie wird in der Apostelgeschichte dreimal erzählt (9,1-19; 22,4-21; 26,9-18). Schon dieser Umstand zeigt die große Bedeutung, die Lukas dem Ereignis beigemessen hat. Es ist offenkundig, dass er darüber nicht nur einen protokollarischen Bericht geben wollte; seine Erzählung ist zugleich Deutung des Geschehenen. Christus ist dem Verfolger erschienen; die Lichterscheinung und die Stimme vom Himmel haben dem Leben des Saulus eine andere Richtung gegeben und damit die weitere Entwicklung des Christentums entscheidend beeinflusst. Dass die Kirche zur Völkerkirche wurde, dankt sie dem Damaskusereignis.

 

 

 

 


Mittwoch, 22. April 2026

Fürbitten 23.4. St. Stephan - Dank auch und Bitte für den neuen Erzbischof

 

23.4. 2026 Weihetag St. Stephan 

Die Katholiken in Wien, in der Erzdiözese Wien, feiern heute den Weihetag von St. Stephan. Erst ein Jahr zuvor hatten die Katholiken weltweit um Papst Franziskus getrauert – er starb am 22.April 2025, am Ostermontag. In diesem Jahr nun freuen sich vor allem die Katholiken in der Erzdiözese Wien über einen neuen Erzbischof. Vor fast genau 4 Monaten, am 24.Jänner, ist Josef Grünwidl in einer sehr berührenden Feier im Stephansdom in sein neues Amt eingeführt worden. So wird heute wohl auch das Gedächtnis des Weihetages von St. Stephan mit besonderer Freude begangen.

Bitten wir also ganz besonders für Erzbischof Josef Grünwidl und auch für sein Team, sie stehen vor großen Herausforderungen in dieser großen Diözese

Bitten wir, dass die große Dankbarkeit und Freude über den neuen Wiener Oberhirten weiter wirken und Mut machen für alles, was an Veränderung und Reform notwendig ist

Denken wir an all die Kinder und ihre Familien die in den nächsten Wochen Erstkommunion und Firmung feiern. Bitten wir, dass sie sich gut begleitet fühlen in ihrem Glauben und mit ihm in aller Freiheit zu reifen Menschen heranwachsen können

bitten wir, dass unser Stephansdom weiter ein Symbol und Wahrzeichen bleibt für ein gutes Miteinander auch aller anderen Religionsbekenntnisse in Wien

Bitten wir um eine gute und friedliche Entwicklung in unserer Stadt, um Toleranz und Respekt und um das Bemühen, einer für den anderen einzutreten

St. Stephan, das erinnert uns an den ersten Märtyrer der christlichen Urgemeinde, bitten wir an diesem Tag auch für all jene, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, mehr als 388 Millionen Christen sind es derzeit.

und bitten wir im Schatten des Stephansdoms für alle, die vielleicht gerade heute vor einer wichtigen Entscheidung stehen,. Für alle, denen vielleicht gerade WIR Hilfe und Trost sein können. Und dass wir nie aufhören, dankbar zu sein und Dankbarkeit weiterzugeben

 

Du guter GOTT,  so bitten wir, behüte die Menschen in unserer Stadt, segne unser Zusammenleben und lass uns Christen einen guten Beitrag für unsere Gesellschaft leisten, denn in dir sind wir alle Schwestern und Brüder, auf einem gemeinsamen Weg. Amen   


Josef Grünwidl wurde am   24. Jänner 2026 im Wiener Stephansdom zum Erzbischof von Wien geweiht und in sein Amt eingeführt. Die Ernennung durch Papst Leo XIV. erfolgte zuvor am 17. Oktober 2025. Er folgt damit auf Kardinal Christoph Schönborn, der die Diözese Wien 30 Jahre lang geleitet hatte



Dienstag, 21. April 2026

Fürbitten 22.4. 388 Millionen Christen weltweit leiden unter Verfolgung

 


 22.4.2026 Apg 8.1.Verfolgung der Kirche in Jerusalem .

In der Apostelgeschichte hören wir, dass nach der Steinigung des Stephanus eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem hereinbricht. Die Apostel selbst und die jüdischen Bekenner Jesu sind vorerst von der Verfolgung nicht betroffen. Es sind vor allem die sogenannten „Hellenisten“, also Griechen, die Jesus Anhänger geworden sind. Sie müssen fliehen – so aber verbreitet sich nun das Christentum im Mittelmeerraum. Insgesamt aber erkennen wir an diesen Ereignissen eines: Das Christentum ist von allem Anfang an in keine Idylle gebettet. Weltweit sind derzeit mehr als 388 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.  Die zehn Länder mit der stärksten Christenverfolgung sind den Angaben des internationalen Weltverfolgungsindex Nordkorea, gefolgt von Somalia, Jemen, Sudan, Eritrea. Syrien Nigeria, Pakistan, Libyen und dem Iran.  

Bitten wir also heute ganz besonders

für alle, die wegen ihres Glaubens oder wegen ihrer politischen oder menschlichen Überzeugung verfolgt oder getötet werden. Nicht alle sind „Zeugen des Christentums“ – aber Zeugen dessen, was Jesus an Menschlichkeit von uns einfordert

Bitten wir für die vielen Menschen, die wahllos in Kriegen, bei Gewalt und Terroranschlägen ums Leben kommen, die gar nicht nach ihrer Überzeugung und Religion gefragt werden – die einfach nur OPFER sind

bitten wir für alle, die sich in ihrem Alltag oder im Berufsleben benachteiligt sehen, auf Grund ihrer Religion oder ihrer Überzeugungen

bitten wir für uns selbst, dass wir Menschen sind, die zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind und woran wir glauben - was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist. 

Dass wir erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir  treffen müssen, auch wenn sie uns Nachteile bringen. 

bitten wir nicht zuletzt für die Erstkommunionkinder, und auch für die jungen Mädchen und Burschen die bald gefirmt werden, viele sind für ihre Eltern wie kleine Apostel

bitten wir für die Kranken, für die Menschen mit Behinderung und Schmerzen, im Ertragen ihres Schicksals sind auch sie Vorbilder für uns

 

So bitten wir, Du guter Gott, hilf , dass wir Zeugen Jesu sindin unserer Geduld und in unserer Ausdauer - in unserer Hoffnung und in unserem Glauben, - vor allem aber auch in der Güte und Fürsorge, die wir füreinander haben.   Amen


 

Weltverfolgungsindex 2026 | Open Doors Deutschland

Am 15. Januar hat Open Doors den Weltverfolgungsindex (WVI) 2025 veröffentlicht. Die jährlich aktualisierte Rangliste zeigt auf, in welchen Ländern Christen weltweit am härtesten verfolgt werden. Gewalt spielt dabei eine immer größere Rolle; doch auch andere Faktoren wie staatliche Restriktionen und gesellschaftliche Ausgrenzung setzen Christen unter großen Druck. Ein Beispiel hierfür ist das zentralasiatische Kirgisistan (Platz 47). Es ist eines von zwei „Neueinsteigern“ auf der Liste und gleichzeitig das Land, in dem sich die Situation weltweit an stärksten verschlechtert hat. Im vergangenen Jahr hat die kirgisische Regierung restriktive Gesetze zur Regulierung der Religion deutlich konsequenter als zuvor durchgesetzt. In der Folge waren eine Reihe von Kirchen gezwungen, ihre Treffen einzustellen.

Weitere aktuelle Entwicklungen in Stichpunkten

  • Die härteste Verfolgung von Christen herrscht unverändert in Nordkorea (1).
  • Jemen (3) und Myanmar (13): Die herrschenden Bürgerkriege haben zu einem deutlichen Anstieg der Gewalt gegen Christen geführt. Aufgrund der fehlenden Rechtsstaatlichkeit sinkt die Hemmschwelle, mehr Übergriffe gegen die christliche Minderheit sind die Folge.
  • Afrika südlich der Sahara: In 13 der hier liegenden 15 WVI-Länder wird das Ausmaß von Gewalt als „extrem hoch“ eingestuft. Eine zentrale Ursache dafür ist der wachsende Einfluss islamistischer Gruppierungen, aus deren Sicht Christen kein Lebensrecht haben.
  • Kirchen werden immer stärker in den Untergrund gedrängt: In ganz Afghanistan (10) gibt es, ähnlich wie in Somalia (2) schon seit Jahren keine offizielle Kirche mehr; in Algerien (19) musste die letzte protestantische Kirche im vergangenen Jahr ihre regulären Gottesdienste einstellen. Und in China wird die zwischenzeitliche Duldung der offiziell verbotenen Hauskirchen mehr und mehr zu einer fernen Erinnerung.
  • Rückgang der Gewalt gegen Christen. Auch das gibt es: Die Zahl gewaltsamer Angriffe auf Christen ging sowohl in Kolumbien (46) als auch in Indonesien zurück; Indonesien fiel dadurch aus den ersten 50 Ländern des Index. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich abgesehen vom Faktor Gewalt die Lage der Christen dort nicht verbessert hat.

 

Montag, 20. April 2026

Fürbitten 21.4. In aller Not - den Himmel offen sehen ....

 

21.4.2026 Stephanus Steinigung  Apg. 7.51  Di 3.OW 

An Jesus glauben, das hat Konsequenzen – „Wirkungen und Nebenwirkungen“, wie wir es auf Medikamentenpackungen lesen. Wer ernst macht mit Jesus, –für den kann es sehr schnell todernst werden. Schon drei Wochen nach Ostern hören wir die Geschichte von jenem jungen Mann, der für seine Überzeugung den Tod findet. Es ist der Diakon Stephanus, der für seine Überzeugung zu Tode gesteinigt wird. Er ist der erste Märtyrer der jungen Christengemeinden. Wie Stephanus aber erleiden bis heute Menschen Gewalt und Verfolgung auf Grund ihres Glaubens. Bitten wir:

 

Du, Gott mit uns: sei ein schützender Gott für Alle, die Gewalt und Unterdrückung erfahren, - für alle, die wegen ihres Glaubens oder ihrer Überzeugung verfolgt werden und leiden

 

Du, Gott mit uns: sei ein Gott der Versöhnung in den unlösbar scheinenden Konflikten dieser Welt- mach Du den Frieden möglich, der so unmöglich scheint

 

Du, Gott mit uns: sei ein Gott der Zuflucht für alle, die als Flüchtlinge und Hilfesuchende unterwegs sind, und auch für all die Menschen auch „neben uns“, die auf Hilfe warten

 

Du, Gott mit uns: sei ein Gott voll Liebe und Nähe für alle, die glauben, im Leben zu kurz zu kommen, , für alle, deren Tag mehr Mühe als Freude hat

 

Du, Gott mit uns: sei ein Gott des Lebens für alle, die krank, hilflos und auf andere angewiesen sind, für alle, die sich dem Ende ihres Lebens nähern

 

Du Gott mit uns - sei ein Gott der Neues schafft, schaffe das Neue auch in uns, schaffe das Neue in mir

 

Du guter Gott, sei uns ganz nahe mit deinem heiligen Geist: begleite uns auf den Wegen unseres Lebens, damit wir uns in guten und in schweren Tagen in Dir geborgen wissen, durch Jesus Christus, unseren Bruder, der für uns Mensch  geworden ist . Amen

Sonntag, 19. April 2026

Fürbitten 20.4. Ausgehungert nach Leben

 

20.4.2026 Joh.6.22 ihr sucht mich nur, weil ihr satt geworden seid  Montag 3.OW

Das Evangelium heute ist die Fortsetzung der Erzählung von der wunderbaren Brotvermehrung am See von Tiberias. Aber es gibt kein happy end – die Menschen sind satt geworden, sie haben ein Wunder gesehen – aber eigentlich wollen sie nicht mehr, als dass das Leben so weitergeht. Satt-sein, sorgenfrei leben. Die Frage nach Gott interessiert die Menschen nicht sonderlich. Jesus sagt es ihnen auf den Kopf zu: ihr sucht mich nur, weil ihr satt geworden seid“.  Wie schaut das bei uns aus? - „brauchen“ wir Jesus?  Was brauchen wir, um „satt“ zu sein?

Ja, wie ausgehungert fühlen wir uns oft, nur zu gut kennen wir unsere Sehnsucht nach Geliebt-werden, nach Glück und Zufriedenheit.  Jesus, zeig Du uns den Weg, der unseren Hunger nach Liebe und Gemeinsamkeit stillt.

Jesus, wie ein Stück Brot brauchen wir dich      wir bitten dich erhöre uns

 

wie gut kennen wir den Hunger nach „mehr“ haben wollen, „mehr“ sein wollen - Wie oft leben wir in der Angst, selbst im Leben zu kurz zu kommen, - Jesus, Hilf uns nicht neidisch auf andere zu sehen, lass uns dankbare Menschen sein, die voll Vertrauen leben

Jesus, wie ein Stück Brot brauchen wir dich      wir bitten dich erhöre uns

 

Wie ausgehungert nach Leben fühlen sich erst kranke und alte Menschen - Sie spüren das Angewiesen-sein auf Andere, Schwäche, Angst und Unsicherheit - Jesus, gib ihnen Menschen an die Seite, die ihnen Kraft und Hoffnung geben

Jesus, wie ein Stück Brot brauchen wir dich      wir bitten dich erhöre uns

 

Wie verzweifelt lebenshungrig und armselig sind die unzähligen Menschen auf der Flucht. Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, Menschen, die ein besseres Leben suchen. Hilf, dass wir ihnen Brot zum Leben reichen können - Wie ausgehungert sind wir alle nach Frieden

Jesus, wie ein Stück Brot brauchen wir dich      wir bitten dich erhöre uns

 

In der Eucharistie teilen wir dich als Brot für unser Leben. Lass diese Gemeinschaft weiter wirken in unseren Alltag, an die Arbeitsplätze, in unsere Beziehungen. Dass Menschen mit uns ihre Freude und ihre Sorgen teilen können

Jesus, denn wie ein Stück Brot brauchen wir dich      wir bitten dich erhöre uns

 

Du guter Gott. Wie oft fühlen wir uns leer, ausgebrannt, müde. Gib  du uns, was wir zum Leben so dringend brauchen: Freude und Zuversicht und Dankbarkeit. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

Samstag, 18. April 2026

Fürbitten 3. Ostersonntag AUFERSTEHUNG heißt auch: neue Perspektiven sehen

 

19.4.2026   3.OS  Joh. 21.1.-14   Auferstehung aus aller Mutlosigkeit

Die nachösterliche Geschichte, die heute im Evangelium erzählt wird, passt eigentlich perfekt in unsere Zeit. Eine Zeit der Verwirrung, der Unsicherheit, oft auch eine Zeit der Mutlosigkeit. Man weiß nicht, wie soll, wie kann es überhaupt weiter gehen. Im Johannes Evangelium heute wird von der dritten Begegnung berichtet, die die Jünger Jesu mit dem Auferstandenen haben. Es sind Begegnungen „der anderen Art“, wir können das ruhig so sagen. Jesus erscheint am See von Tiberias, die Männer, sie fischen gerade, erkennen ihn aber vorerst nicht. Eben haben sie wieder eine Schlappe erlebt: wieder einmal haben sie nichts gefangen. Wieder einmal war die ganze Anstrengung umsonst.  Da fordert Jesus, der völlig unvermutet auftaucht, sie auf: weiterzumachen – aber nun die Netze auf der anderen Seite des Bootes auszuwerfen. Es ist ein voller Erfolg. Und nun erkennen die Männer zögernd auch den auferstandenen Jesus, gemeinsam halten sie Mahl mit ihm am Ufer.  Vielleicht ist das auch die Botschaft an uns: In allen Schwierigkeiten WEITERMACHEN – Jesus auch in den Schwierigkeiten unseres Lebens immer wieder erkennen – Wir sollen weiter machen - und doch müssen wir immer wieder auch ETWAS ÄNDERN. Es braucht in der Krise einen Wechsel der Perspektive. Bitten wir heute

 

Dass wir erkennen, wo uns alte Rezepte nicht mehr weiterhelfen

Dass wir es schaffen, uns von alten Gewohnheiten zu trennen,

 

dass wir erkennen, was uns nicht mehr guttut

Dass wir bereit sind, neu dazu zu lernen

 

Dass wir erkennen, wo die Sackgassen in unserem Leben sind

Dass wir die Kraft haben, die Richtung zu ändern

 

Dass wir erkennen, was uns in der persönlichen Entwicklung behindert

Dass wir die Einsicht bekommen, was wir an uns selbst ändern müssen 

 

Dass wir erkennen, wo wir vielleicht auch andere in ihrem Leben behindern

Dass wir auch anderen dabei helfen, neu durchzustarten

 

Nicht zuletzt bitten wir, dass wir nicht aufhören um gute politische Lösungen zu beten, weltweit

Dass wir uns getrauen, in aller scheinbaren Ausweglosigkeit an den Frieden zu glauben

Dass wir auch unserer Kirche Veränderung zutrauen

 

So bitten wir guter Gott, lass, dass wir Jesus in allen Phasen unseres Lebens erkennen, so wie die Jünger ihn erkannt haben und voll Mut neu durchstarten konnten. So hilf auch uns zu erkennen, was in aller Krise sein Gutes hat und uns weiterbringen wird. Hilf auch, dass wir gut aufeinander und auf uns selbst achten Amen

Freitag, 17. April 2026

Fürbitten 18.4. VERANTWORTUNG übernehmen

 


18.4.2026 Apg.6.1  Die Jesus Gemeinden organisieren sich 

 In der Apostelgeschichte hören wir heute, wie die ersten wachsenden Jesus Gemeinden ihren Alltag organisieren. Es ist ein Alltag, wie wir ihn nur zu gut kennen. Auch Spannungen und Reibereien treten auf.  Da gibt es etwa eine Gruppe die sich benachteiligt fühlt. Die Führer der Gemeinden treffen eine kluge Entscheidung. Aufgaben und Verantwortung werden verteilt. Die einen etwa sollen sich um die Verkündigung kümmern, andere konkrete soziale Hilfsdienste übernehmen, wie der junge Stephanus. Er wird der 1.Diakon der Gemeinde und wird seinen Einsatz, seinen Glauben an Jesus, wenig später mit dem Tod bezahlen. Bitten wir heute


Für alle, die bereit sind Verantwortung und Mit-Verantwortung zu tragen

Für alle, denen es schwerfällt, Verantwortung zu teilen oder abzugeben

Für alle, die bereit sind einen Dienst für Andere zu übernehmen,

Für alle, denen es schwerfällt, ungeliebte Arbeiten anzunehmen

Für alle, die das Risiko auf sich nehmen, bei ihrem Einsatz vielleicht auch ausgenützt zu werden

Für alle, die anderen zu schwere Arbeit oder Verantwortung aufbürden 

Für alle, die sich gerne helfend einbringen würden, aber noch keine Aufgabe gefunden haben

Für alle, die Angst davor haben, dass sie ihren Aufgaben nicht gewachsen sein könnten

Für alle, die bereit sind, sich von Gott zu ihren Aufgaben führen zu lassen

Bitten wir besonders für die Frauen in der Kirche, dass ihnen wenigstens in absehbarer Zeit das Amt einer Diakonin möglich gemacht wird

Bitten wir für uns selbst, dass wir das auf uns nehmen, dass wir das annehmen, was auch der heutige Tag wieder an neuen Aufgaben und Verantwortung bringt

Guter Gott, was immer auch kommt:  DU selbst wird uns die Kraft geben. amen