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Mittwoch, 21. Januar 2026

Fürbitten 22.1. ein Arzt der Armen - tätig im Burgenland



22.1.2026    Sel. Ladislaus Batthyany-Strattmann  Augenarzt

In der Liturgie ist heute der Gedenktag eines Mannes, der vielen unbekannt sein wird.   Es ist der Augenarzt Ladislaus Batthyany-Strattmann, er entstammt einer alten ungarischen Adelsfamilie. 1870 wurde er in Ungarn geboren, er selbst war Vater von 13 Kindern und lebte in sehr glücklicher Ehe. 1902 errichtete Batthyany-Strattmann ein Spital in Kittsee, wo er vor allem mittellose Menschen unentgeltlich behandelte und operierte, aber wo er auch viele Arme finanziell unterstützt hat. Nach dem 1.Weltkrieg führte Batthyany seine Arbeit in Ungarn fort, dort gründete er in Körmend ein Spital, wo er ebenfalls unentgeltlich Arme behandelte. Nach schwerem Leiden starb er am 22. Jänner 1931 in Wien. Begraben ist er in Güssing . Viele seiner Patienten haben ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt. Am 23. März 2003 wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Bitten wir heute darum,


dass sich immer wieder viele Menschen finden, die selbstlos und uneigennützig für andere da sind – dass diese Menschen auch Dank und Anerkennung erfahren

bitten wir für all die, die gerade in pflegenden Berufen oft an die Grenzen ihrer Kraft gehen – bitten wir, dass es der Politik gelingt, Maßnahmen gegen den Pflegenotstand zu finden und dass vor allem die Menschen in diesen körperlich und seelisch aufreibenden Berufen angemessen bezahlt werden

Bitten wir für die politisch Verantwortlichen in unserem Land, dass sie dazu beitragen, das soziale Netz und das solidarische Miteinander eher fester zu knüpfen als zu lockern

bitten wir für die Hilfsorganisationen in unserem Land, dass sie sich nicht entmutigen lassen, auf die Not von Menschen in unserem Land hinzuweisen – aber auch auf die Not all der Menschen, die in Europa neue Lebenschancen suchen

bitten wir für uns selbst – Dass wir nicht übersehen, wo Andere vielleicht gerade heute unsere Hilfe brauchen und dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden, sondern auch mit Zeit und Zuwendung, die wir geben wollen 

und bitten wir ganz besonders für alle kranken Menschen, dass sie die Kraft haben, ihre Krankheit zu ertragen – und dass sie dabei alle Hilfe finden, die sie brauchen 

  

So bitten wir im Namen Jesu Amen 


Dienstag, 20. Januar 2026

Fürbitten 21.1. die ENTSCHEIDUNG liegt bei mir

 


21.1.2026 Mk.3.1 was darf man, was darf man nicht  

Auch heute geht es im Evangelium um starre Vorschriften. Das religiöse Establishment wartet nur darauf, dass Jesus wieder heilige Gesetze bricht. Und er tut es. Jesus heilt am Sabbat. Ein Mann mit einem verkrüppelten Arm wird wieder gesund. Seinen Kritikern  antwortet Jesus mit einer Frage: „Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun statt Böses, ein Leben zu retten statt es zu vernichten?“ Ja, es gibt Regeln – auch in unserer Gesellschaft, auch in der Kirche -  und doch gibt es Situationen, in denen man Regeln und Vorschriften brechen darf oder sogar brechen muss.  Bitten wir: 

Lass uns herausfinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Lass uns erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie vielleicht nahen Menschen weh tun

Gib uns die Kraft, wenn notwendig, auch gegen den Strom zu schwimmen, auch gegen herrschende Meinungen aufzutreten

Zeige uns, wo wir auch in unseren Gemeinschaften, in unseren Freundschaften, in unserer Partnerschaft kritisch unseren eigenen Weg gehen müssen

Hilf uns aber, dass wir nicht stur und uneinsichtig sind, gib uns die Fähigkeit, auch umzudenken und neue Erkenntnisse zuzulassen

Lass uns heikle Themen offen ansprechen und hinterfragen, auch und gerade in unserer Kirche. Wir sind noch in der Gebetswoche für die Einheit der Christen: bitten wir dass die Kirchenführungen, dass „die OBEN“, mutiger nachvollziehen, was schon längst an der Basis und in der Praxis der Kirchen gelebt wird

Du guter Gott, jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Wir tun es im Vertrauen auf dich, weil Du auch dort an unserer Seite bist, wo wir irren und fehlen. Hilf uns in allen Zweifeln, darum bitten wir durch Jesus, der den Weg mit uns geht, amen

 

 

Montag, 19. Januar 2026

Fürbitten 20.1 Zur Freiheit berufen !!! gar nicht so einfach

 

20.1.2026 Mk.2.23  der Sabbat ist für den Menschen da ..und nicht umgekehrt

Im Evangelium heute geht es um eine ganz zentrale Frage. In welcher Freiheit, in welcher Freiheit unseres Gewissens dürfen, ja müssen wir sogar leben. Streitthema im Text ist das den Juden heilige Sabbat Gesetz, Moses selbst hat dazu verpflichtet. Die Jünger Jesu aber verstoßen dagegen.  Weil sie am Sabbat hungrig sind, reißen sie in einem Kornfeld Ähren ab, und essen sie. Für die Pharisäer ist das ein Frevel, denn damit wird gegen die strenge Arbeitsruhe verstoßen. Jesus argumentiert anders. Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. (die Jünger hatten Hunger, also durften sie nach Vernunft-Gründen so handeln) Jesus fordert uns also zum Abwägen auf – und Paulus wird später sagen : Ihr sind zur Freiheit Berufene – Wo müssen wir also selbst diesen Sprung in die Freiheit wagen? Bitten wir

Dass ich mich bei strittigen Entscheidungen nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanze

Dass ich den Mut habe, selbst bestimmt zu entscheiden und zu handeln

Dass ich aber auch immer ehrlich hinterfrage: „Was ist wirklich das Motiv meiner Entscheidung

bitten wir, dass uns vor allem aber auch das richtige Abwägen gelingt, der Spagat zwischen der eigenen persönlichen Freiheit und dem, was in der aktuellen Situation und für die Gemeinschaft das richtige Handeln ist

bitten wir, dass wir auch nicht fanatisch festhalten an einmal getroffenen Entscheidungen, dass wir immer wieder eine Situation neu bewerten und beurteilen und unsere Meinung auch ändern können

Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher: dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt, mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein Fakten darzustellen

Vor allem aber bitten wir, dass wir wie Jesus immer erkennen können, was den Menschen guttut, und natürlich auch uns selbst

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen. Lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes leben, denn zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus. Sei DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen

 

 Die Geschichten im Markus Evangelium sind spannend und haben mit dem Alltagsleben der Menschen zu tun. Dabei geht es immer wieder auch um ein grundsätzliches Problem: um die FREIHEIT. Auf der einen Seite gibt es Gesetze, die klar vorschreiben, was zu tun ist – auf der anderen Seite gibt es Menschen, die bewusst anders handeln. Sie berufen sich dabei auf ihr Gewissen, wie die Widerstandskämpfer in der Nazi Zeit. Hier ist die Sache klar, haben die Gesetze doch klar gegen die Menschenrechte und jede Moral verstoßen. Aber wie war es zB zuletzt bei der Impfpflicht. Auch hier gab es Menschen, die sich nicht an das Gesetz halten wollten, das dann doch nicht kam. Andere aber meinten sehr wohl, dass Freiheit nicht „grenzenlos“ ist und ICH nicht der alleinige Maßstab für richtiges Handeln sein kann. Immer geht es bei Freiheit auch um das Wohl des Anderen, um das Wohl der Allgemeinheit. So beim Schutz in der Pandemie.  Ein sehr heikles Abwägen also.  


Sonntag, 18. Januar 2026

Fürbitten 19.1. sich auf Neues einlassen !! schaffe ich das?

 

19.1.2026 Mk.2.18  Neuer Wein gehört in neue Schläuche 

"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist seine Antwort auf die Frage der Leute: „warum machst du so vieles anders als die Anderen?“ Die Jünger des Johannes etwa fasten, die Jünger Jesu fasten nicht. Alles hat seine Zeit, meint Jesus. Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann manches NEU werden, können wir selbst NEU denken. Es muss kein persönlicher Umsturz sein – aber gerade jetzt, am Beginn eines Neuen Jahres ist vielleicht die Lust noch groß, sich doch auch wieder auf Neues einzulassen. bitten wir heute

 

Dass wir uns endlich von alten Gewohnheiten trennen, wenn sie uns schon lange nicht mehr guttun

Dass wir Eigenheiten ablegen, wenn wir merken, dass sie für uns und unsere Mitmenschen anstrengend sind

Dass wir bewusst anfangen, etwas Neu zu denken und Neu zu lernen auch wenn das anfangs nicht leichtfällt

Dass wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern, dass wir anderen dabei helfen, sich Neues zuzutrauen

dass wir auch in dieser Zeit der Krisen und vielen offenen Fragen nicht in Pessimismus und Resignation verfallen

dass wir uns bemühen, auch positiv mit Schwierigkeiten umzugehen, dass wir in Krisen auch eine Chance sehen

dass wir aber auch auf uns selbst achten, dass wir uns jeden Tag zumindest einmal bewusst selbst etwas Gutes gönnen

Wir stehen auch in der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Sie steht heuer im Zeichen der Bitte seid: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4)  Bitten wir um diesen Geist der Ökumene in den christlichen Kirchen,

 

So bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu denken, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

Samstag, 17. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 18.1. Berufen zu Freude und Dankbarkeit

 


18.1.2026  Joh.1.29  Seht das Lamm Gottes

Heute, am sogenannten zweiten Sonntag im Jahreskreis hören wir im Evangelium wieder von der Berufung Jesu am Jordan. Es ist die Szene, wo der junge Mann Jesus, 30 Jahre alt, bei einem religiösen Ritual seine eigene Berufung erfährt. Jesus lässt sich wie viele andere Menschen auch am Fluss Jordan durch den Prediger Johannes taufen – dabei erhält dieser selbst die Gewissheit, dass dieser Jesus der Erwählte Gottes ist. Denn, so sagt Johannes, er habe den Geist Gottes über Jesus wie eine Taube vom Himmel herabschweben sehen. „Seht das Lamm Gottes“ sagt Johannes.   Wir selbst sind durch diese Erzählung nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, wir selbst sind Erwählte Gottes, auch wir sind „berufen als Heilige“, wie es Paulus im Brief an die Korinther schreibt: so bitten wir heute

Dass wir gerade zu Beginn dieses neuen Jahres wieder erkennen, wozu du auch jeden Einzelnen, jede Einzelne von uns berufst. Und „berufen“ heißt, dass du UNS brauchst, dass DU gerade mich brauchst

lass uns immer besser spüren, dass auch in unserem kleinen Alltag der „Geist Gottes“ auf uns ruht, dass wir in diesem Geist handeln dürfen, ja, oft auch handeln müssen 

gib uns in diesem Vertrauen einen langen Atem und Geduld für alles, was wir tun sollen, auch wenn uns manches immer wieder verworren vorkommt

mach unsere Gedanken und unser Herz weit, dass wir uns auch an Visionen, an Ungewöhnliches herantrauen

schenk uns genug Begeisterung, Ausdauer, Humor und Zähigkeit, dass wir an einer Sache dranbleiben, wenn wir von ihr überzeugt sind

hilf uns ernst zu machen, mit dem was wir „heilig“ nennen: lass uns Menschen sein, die sich darum bemühen, anderen gut zu tun – und lass uns Menschen sein, die immer dankbar dafür sind, dass sie selbst immer wieder so unendlich viel Gutes erfahren

 

Du guter Gott, nicht zuletzt bitten wir um Freude, Freude, Freude. Freude an allem was wir tun. Denn nichts ist schlimmer, als nur Durchhalten, Pflicht erfüllen und die Dinge „hinter sich bringen“. Hilf uns mit deinem Geist zu leben. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen



"Es ist etwas sehr Großes,

ein freies Herz und

ein ruhiges Gewissen zu haben." Teresa von Avila

 

"Der Nächste ist nicht der, den ich mag.
Er ist ein jeder, der mir nahe kommt - ohne Ausnahme."
Edith Stein. Philosophin, Jüdin, Christin, 1942 in Auschwitz ermordet

 

"Ich suche..,
nach dem, was in mir werden will,
nach dem Unverwechselbaren,
was mich zu dem Menschen macht,
der wartend in mir ruht
und zum Leben erweckt werden will“.    Ulrich Schaffer

 

"Nicht das Beliebige, sondern das Rechte tun und wagen,
nicht im Möglichen schweben, das Wirkliche tapfer ergreifen,
nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens..
und die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen." Dietrich Bonhoeffer

 

"DU

sei wie DU,

immer."     Paul Celan.

 

„Man muss aufhören, bevor man alles gesagt hat.
manche haben alles gesagt, bevor sie beginnen“.  Elias Canetti.

 

„Die Welt ist aus dem Stoff,
der Betrachtung verlangt“  Ilse Aichinger

 

"Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen,
ist beim Erwachen daran zu denken,
ob man nicht wenigstens einem Menschen
an diesem Tage eine Freude machen könnte."   kein Oma Spruch: Nietzsche

 

"Das ist ja gerade der Ernst unseres Daseins, dass die Stimme,
die uns auf den rechten Weg ruft, sehr leise spricht,
während tausend laute Stimmen in und außer uns
genau das Gegenteil behaupten. - Man muss im
Leben sehr aufpassen, wenn das Stichwort kommt." Sören Kierkegaard

 

"Everyone has talent. What's rare 

is the courage to follow it to the dark place where it leads." Erica Jong




Freitag, 16. Januar 2026

Fürbitten 17.1. Ohne Judentum - kein Christentum

 

17.1.2026 Tag des Judentums   

Die christlichen Kirchen in Österreich feiern auch heuer am 17. Jänner den "Tag des Judentums".  Dieser Gedenktag am 17. Jänner wurde im Jahr 2000 vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) eingeführt, um das Bewusstsein zu fördern, dass das Christentum wesentlich mit dem Judentum verbunden ist. Ganz bewusst wird an die Wurzeln erinnert, die alle christlichen Kirchen gemeinsam im Judentum haben. Wie Paulus sagt: "Nicht DU trägst die Wurzel, sondern DIE WURZEL trägt dich“. (Röm.11.18) Ohne Judentum gäbe es kein Christentum. Jesus war bis zu seinem Tod Jude, das dürfen wir nie vergessen. Zugleich soll aber auch das Unrecht an jüdischen Menschen und ihrem Glauben in der Geschichte thematisiert werden. In Gottesdiensten und Gedenk- und Lernveranstaltungen. Auch in Italien, Polen und den Niederlanden wird der Tag begangen. Das Datum dafür wurde bewusst gewählt. Die Kirchen sollen den Geist dieses Tages in die anschließende weltweite „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ (18. bis 25. Jänner) weitertragen So bitten wir heute:

für unsere Kirche und für alle christlichen Kirchen, dass sie sich immer auf die jüdischen Wurzeln besinnen, aus denen sie gewachsen sind, und sie mit Dankbarkeit und großem Respekt bewahren und verkündigen

bitten wir immer wieder um Verzeihung für das, was christlicher Antisemitismus über Jahrhunderte hinweg bis in unsere Gegenwart an Verbrechen an jüdischen Menschen möglich gemacht hat.

Fassungslos erleben wir aber, wie Antisemitismus auch heute immer wieder offen in unserer Gesellschaft aufflammt, bitten wir, dass gerade wir als Christen eine deutliche Gegenstimme sind

bitten wir für die jüdischen Mitbürger in unserem Land und für jüdische Menschen überall auf der Welt, dass sie in Frieden leben können, respektiert in ihrem Glauben –

bitten wir ganz besonders für die leidenden Menschen in Israel und Palästina und in Gaza: bitten wir um das Wunder, dass die Menschen einander in ihrem Leid wenigstens einmal verstehen könnten

bitten wir nicht nur für Christen und Juden, sondern auch für die Muslime, auch sie glauben an den einen Gott Abrahams: lass dass alle Menschen guten Willens so auch in ihren Herzen zueinander finden könne

bitten wir für uns selbst, dass wir uns darum bemühen, immer besser zu verstehen, wie eng unser Glaube mit dem des Judentums verbunden ist und dass wir als Christen gegen alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung Anderer auftreten.

 

Du guter Gott, so lass uns heute auch in das tägliche Gebet der frommen Juden einstimmen  Schemá Jisraél Adonaj Elohejnu Adonaj Echad.  : „Höre, Israel: Der Herr ist dein einziger Gott. Und du sollst deinen Gott lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allen deinen Kräften -   Und deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Herr, Bewahre uns alle in der Liebe, in der wir dich suchen.  Lass uns zueinander – und gemeinsam zu DIR finden. Amen

 

 

Fürbitten 16.10 WAHRE FREUNDE

 


16.1.2026  Mk 2.1 Ein Gelähmter und vier beste Freunde 

Jesus wird von den Menschen seiner Umgebung im wahrsten Sinn des Wortes die Türe eingerannt. Immer mehr Kranke bringt man zu ihm – in der heutigen Evangeliums-Geschichte hören wir, dass in einem Haus sogar ein Teil des Daches abgetragen wird, um einen gelähmten Mann auf einer Bahre direkt vor den Füßen Jesu abzuladen. Dieser Gelähmte hat offensichtlich außergewöhnlich gute Freunde, die sich so für ihn einsetzen. Freunde, denen sozusagen nichts „zu blöd“ ist, um dem Freund zu helfen. Bitten wir heute

Bitten wir, dass auch wir da sind, wenn wir andere herausholen sollen, aus Unsicherheit, Niedergeschlagenheit und Ängstlichkeit

Bitten wir, dass wir da sind, wenn wir andere herausholen sollen, aus Enttäuschung, Resignation oder Zorn

Bitten wir, dass wir da sind, wenn wir anderen helfen sollen, denen Unrecht geschieht, die benachteiligt sind oder gemobbt werden

Bitten wir, dass wir da sind, wenn wir anderen helfen sollen, die in ihrer Arbeit oder in ihrer Gemeinschaft momentan nicht weiterwissen

Bitten wir, dass auch für uns andere da sind, die uns immer wieder gut zureden und Mut machen

Bitten wir, dass auch für uns andere da sind, die uns wieder zum Lachen bringen und zum Weitermachen

Bitten wir, dass wir alle immer wieder einen Weg zu Jesus finden, auch einen vielleicht ungewöhnlichen Weg – und dass wir vertrauen können und dass wir Vertrauen weitergeben

„Freundschaft“ das ist ein alter internationaler Gruß der Sozialisten und Sozialdemokraten - bitten wir, dass es für all die Menschen, die sich in unerträglichen Situationen befinden, in Terrorgefahr, im Krieg, in Armut und Abhängigkeiten, auf der Flucht und in großer Unsicherheit, dass es auch für sie Solidarität gibt und Menschen, die helfen und denen sie vertrauen können. Auch hier in Österreich!  Um all das bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Fürbitten 15.1. gib uns den Mut zur Nähe

 

15.1.2026 Mk 1.40  BERÜHREN wenn du willst kannst du mich heil machen  

 An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Nähe und Berührung hat. Wenn er Menschen begegnet, berührt er sie immer wieder, oder er lässt sich von ihnen berühren - auch von solchen, die als gefährlich ansteckend galten und von der Gesellschaft ausgesondert bleiben sollten. In der heutigen Evangeliums Erzählung von Markus bittet ein Aussätziger Jesus um Hilfe, einer, sich nach damaligen Normen eigentlich gar nicht gesunden Menschen nähern durfte. Aber Jesus weicht nicht zurück, Jesus verscheucht ihn nicht – „Wenn du willst kannst du mich rein machen“, fleht dieser Mann und Jesus, so heißt es im Markus Evangelium, Jesus streckt seine Hand aus und berührt diesen  Unberührbaren. Jesus heilt ihn, wenn auch mit dem Auftrag, niemandem davon zu berichten. (woran sich der Mann nicht halten wird) Wir aber können uns fragen:  Wie halten wir eigentlich es mit Nähe und Berührung?   so bitten wir:

 

gib uns den Mut zur Nähe,

dass wir uns Menschen und ihre Schicksale nicht vom Hals halten

dass wir uns nicht Angst vor Fremden einreden lassen

dass wir bereit sind, Meschen an uns heranzulassen, dass wir uns auf sie einlassen

 

 

gib uns den Mut zur Nähe,

dass wir unkompliziert Hilfe anbieten,

dass wir keine Angst davor haben, belästigt und ausgenützt zu werden,

dass wir uns auch dann aufs Helfen einlassen, wenn es zunächst sinnlos scheint

 

 

gib uns den Mut zur Nähe,

dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen,

dass wir uns das eigene Bedürfnis nach Nähe und Berührung eingestehen,

dass wir anderen überhaupt die Möglichkeit geben, liebevoll zu uns zu sein

 

 

Jesus, gib uns den Mut zur Nähe,

dass wir uns auch von DIR berühren lassen.

Dass DU nicht eine theologische Floskel für uns bist, ein frommes Programm

Lass uns alles was wir an Liebe und Nähe ersehnen

Auch in dir und durch Dich erfahren

 

Guter Gott, segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können,
ohne festzuhalten, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Segne uns, dass wir einander berühren können, auch in der Tiefe unserer Seele – amen
 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Mitten im Winter habe ich endlich gelernt, 

dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt". Albert Camus

 

„Melancholie ist Freude in der Traurigkeit“     Andreas Spechtl Ja Panik

 

"Zerstöre die Trübnisstaude und säe
Drei Körner vom weißen Mohn in mein Herz
Ich brauche leichtere Träume
Um über die Brücke zu kommen..."Christine Lavant

 

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man" Franz Kafka

 

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." Sören Kierkegaard

 

„Es gibt keine echte Begegnung ohne Zwischenraum.“ Martin Buber

 

"..es bleibt nichts wie es ist

es wandelt sich

und mich"  Rose Ausländer

 

"Drei Dinge sollte der Mensch wissen, um in dieser Welt zu überleben: Was für ihn viel, was für ihn zu wenig, und was genau richtig ist." Suaheli Sprichwort

 

„Und dies ist die ganze Kunst unseres Lebens: 

das eigene Maß zu finden und schätzen zu lernen- Eugen Drewermann


"Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur" Max Frisch

 

„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er
kann auch erkennen, dass A falsch war.“ Brecht


„Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes -
manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.“  Hugo von Hofmannsthal

 

 "Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kraft der Zerstörung." (Gabriel Marcel)

 

"Glück heißt seine Grenzen kennen und sie lieben" Romain Roland




Dienstag, 13. Januar 2026

Fürbitten 14.1. Ganz OHR sein

 

14.1.2026 1 Sam.3. Hier bin ich, du hast mich gerufen 

Die erste Lesung heute erzählt vom jungen Tempeldiener Samuel, der in der Nacht aus dem Schlaf aufschreckt, weil er eine Stimme hört. Als dies dreimal hintereinander geschieht, sagt ihm der Priester Eli: Gott selbst hat dich gerufen. Wenn du seine Stimme noch einmal hörst, dann sage „Rede Herr, dein Diener hört“ Und so geschieht es, und Samuel wird ein Leben lang der Stimme Gottes folgen, wie alle Propheten. Fühlen auch wir uns angerufen und berufen?  Bitten wir heute:

Lass uns keine Ausreden finden, lass uns nicht sagen: „ach da gibt es Berufenere“! Lass, dass wir uns nicht aus falscher Bescheidenheit oder ängstlich vor dem drücken, wozu jede und jeder von uns auf eine ganz bestimmte weise berufen ist

Hilf uns erkennen, was die ganz besondere Aufgabe ist, die immer wieder - in jedem neuen Lebensabschnitt - gerade auf „mich“ wartet und die gerade „ich“ ausfüllen soll

Hilf, dass wir keine Angst davor haben uns auf Neues einzulassen und dass wir auch nicht zu träge sind, uns von alten Mustern zu verabschieden

Lass, dass wir auch anderen helfen, ihre Berufung, ihren Weg zu finden, dass wir niemandem Steine in den Weg legen, niemanden entmutigen

Gib uns die Freude und die Kraft, auch dann an unserem Weg festzuhalten, wenn nicht immer alles Wonne und Waschtrog ist

Bitten wir um Männer und Frauen die ganz speziell in der Kirche Wege der Berufung gehen können, in vielfältiger Weise.

Bitten wir für all die Menschen, die in Politik und Gesellschaft zu wichtigen Ämtern berufen sind, dass sie ihre Aufgaben gewachsen sind und sie als Dienst an der Gemeinschaft verstehen

und bitten wir, dass wir auch in unserem Alltag immer besser hören - hinhören - lernen

So bitten wir wie Samuel, dass wir deine Stimme, Gott, hören. Lass uns "ganz Ohr" sein, hier und jetzt und mitten in unserem Alltag. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

 

 

Montag, 12. Januar 2026

Fürbitten 13.1. Die richtige Autorität erkennen

 


13.1.2026 Mk 1. 21 dem Richtigen vertrauen, woran sich orientieren?

Im Markus Evangelium wird heute berichtet, wie Jesus zum ersten Mal öffentlich in der Synagoge von Kafarnaum auftritt – Jesus legt die Thora aus, einen Abschnitt aus der heiligen Schrift und die Menschen, die ihm zuhören, sind verblüfft. Jesus, der ja für sie ein ganz normaler Mensch ist, spricht mit einer ungewöhnlichen Autorität. Anders als die üblichen Prediger. Gleichzeitig tut Jesus etwas, was die Menschen zutiefst erschreckt. Unter den Gläubigen ist ein Mann mit einer offenbar schweren psychischen Erkrankung, von einem „unreinen Geist“ ist die Rede. Vielleicht ist damit auch das Böse, das Dunkle im Menschen gemeint: dieses erkennt in Jesus ein gefährliches Gegenüber, sozusagen das Gute, das Göttliche. Jesus nun treibt diesen Dämon aus – das Göttliche in der Person Jesu ist stärker als alles Bös . Markus verweist damit auf die Sonderstellung Jesu. Seiner Autorität soll man absolut vertrauen. bitten wir heute

Dass wir echte Autorität erkennen und nicht falschen Meinungsmachern hinterherlaufen

Dass wir erkennen, wer es wirklich gut mit uns meint oder wer uns nur manipulieren will

Dass wir in den täglichen Entscheidungen des Alltags unserem eigenen Verstand und auch unsrem Gefühl vertrauen

Dass wir uns helfen lassen, wenn uns ein Problem bedrückt

Dass wir Kopf und Seele frei bekommen von Gedanken, die uns nicht guttun

dass wir bewahrt werden von Abhängigkeiten und Zwängen, - Zwänge, die wir oft auch anderen aufzwingen wollen

dass wir vor allem aber dem guten Geist Gottes in uns vertrauen können

dass wir auch in andere einen guten Geist legen, Freude und Zuversicht

bitten wir auch, dass diese angespannte Zeit, in der wir leben, gute Geister weckt:  Mitgefühl, Solidarität, Toleranz und Respekt

bitten wir für all die Menschen, die mit quälenden Gefühlen und Gedanken nicht fertig werden

Du guter Gott, nimm von uns was uns belastet, was uns niederdrückt, was unser Denken und Fühlen beherrscht. Mach heil in uns, was in der Tiefe unseres Herzens krank und verletzt ist. Leg deinen guten Geist in uns. Lass uns erkennen, woran wir uns orientieren sollen. Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Sonntag, 11. Januar 2026

Fürbitten 12.1 der Alltag hat uns wieder ! Kann er uns verändern ??

 


12.1.2026  Mk 1.14  Kommt her, folgt mir nach -  sogleich, sofort

In der Liturgie der Kirche sind die feierlichen Weihnachtstage vorbei – und auch unsere besondere Stimmung nach dem Jahresanfang ist wohl wieder der Nüchternheit gewichen. Der Alltag hat uns wieder – und doch soll es kein Alltag sein, in dem es weitergeht wie bisher. In der Erzählung des Markus Evangeliums erleben wir heute den Beginn des öffentlichen Lebens von Jesus. Er ist nun ein erwachsener Mann von etwa 30 Jahren – er hat seine Berufung bei der Taufe durch Johannes im Jordan erfahren (das haben wir gestern gefeiert) und nun drängt es Jesus, in aller Öffentlichkeit über seine Sicht vom „Himmelreich“ zu sprechen und zu predigen. Es drängt ihn, auf Menschen zuzugehen. Jesus spricht die Fischer Simon und Andreas und wenig später auch Jakobus an. Die Männer sind alle bei ihrer Arbeit – aber nun sollen sie sich entscheiden, „SOGLEICH ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“, heißt es wörtlich. SOGLEICH, so schreibt der Evangelist Markus.  Spüren wir selbst auch, dass Gott uns ruft? Spüre ICH, dass ich zu etwas gerufen, zu etwas berufen bin?

 

Wenn du mich rufst, Gott

Dann lass mich nicht lange zögern

Lass mich die Ausreden vergessen

Hol mich heraus aus der alten Routine

 

Wenn du mich rufst, Gott

lass mich das alte Gepäck zurücklassen

Mach mich frei von all dem ängstlichen Abwägen,

dem Bedürfnis nach Sicherheit

mach mich bereit auch etwas zu riskieren

 

Wenn du mich rufst Gott

Lass mich dem Neuen vertrauen

Lass meine Entscheidungen klar sein

Gib mir den Mut für neue Wege

Schenk mir Begeisterung

 

Wenn du mich rufst Gott

Dann lass mich nicht mit leeren Händen kommen

Lass mich Freunde mitnehmen auf den Weg

Lass mich die Sorgen und Nöte der anderen verstehen

Hilf mir, hilfreich zu sein

 

Wenn du mich rufst Gott

Dann lass mich die Freude in meinen Entscheidungen finden

Nicht schwer fällig lass mich gehen

Wie verliebt lass mich sein,

unbekümmert alles Alte loslassen

 

so bitten wir in diesem neuen Jahr: hilf uns, auf den Neu Anfang zu vertrauen. Gerade jetzt auch in dieser Zeit der Belastungen und Krisen, dass wir gemeinsam bereit sind, geduldig,  vernünftig und solidarisch zu handeln. Amen

Samstag, 10. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 11.1 ..eintauchen in das Geheimnis unseres Lebens

 

10.1.2026 TAUFE JESU  Mt.3.13 

Mit dem heutigen Fest der „Taufe Jesu“ endet in der Liturgie offiziell die Weihnachtszeit. Der etwa 30 jährige Jesus erfährt bei seiner Taufe durch Johannes am Jordan seine Berufung. Er sieht den Geist Gottes auf sich herabkommen und Jesus hört eine Stimme, die ihm sagt: „Du bist mein geliebter Sohn. Dich habe ich erwählt“. Auch uns ist genau das – von Gott -  zugesagt: „Du bist geliebt, dich habe ich erwählt“. Aber wir erfahren auch immer wieder, dass wir nicht nur den Himmel über uns offen sehen – das heißt, wir erfahren nicht nur Momente der Glückseligkeit – immer wieder müssen wir im Leben sozusagen auch untergetaucht werden, wie im Fluss Jordan, müssen wir manchmal zuvor den Boden unter den Füßen verlieren. Müssen wir so manche Sicherheit und Selbstgewissheit verlieren, ehe sich der Himmel öffnet. So bitten wir heute

 

lass uns eintauchen - in das Geheimnis des Lebens

in Freude und Hoffnung, in Trauer und Schmerz,

hilf beim immer wieder neu anfangen

 

lass uns eintauchen - in das Geheimnis des Lebens

lass uns den guten Stimmen vertrauen, die wir hören

lass uns immer wieder ein Stück offenen Himmel sehen

 

lass uns eintauchen in das Geheimnis des Lebens

lass uns altes Überholtes loslassen, lass uns dem Neuen vertrauen

lass uns dankbar, gütig und geduldig sein

immer bereit zu Versöhnung und Ausgleich

 

lass uns eintauchen in das Geheimnis des Lebens

dass wir das Leid der Vielen wenigstens in unserem Herzen mittragen

wo immer in der Welt Menschen Opfer von Gewalt sind

bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

 

Beten und bitten wir mit Worten der Dichterin Hilde Domin

So Tauche uns ein
wasche uns mit dem Wasser der Sintflut 
durchnässe uns
bis auf die Herzhaut.

Denn . der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, verschont zu bleiben,  er taugt nicht.

Es taugt nur die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe,
…dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden.
                                                        

Darum bitten wir, guter Gott   lass uns aus den Fluten unserer Sorgen und Ängste immer wieder auftauchen, als Menschen, die zu Frieden und Versöhnung fähig sind. Öffne deinen Himmel über uns, sende uns 

Freitag, 9. Januar 2026

Fürbitten 10.1 Diese ganz besonderen Momente ....

 

10.1.2025 Du Gott der Anfänge Lk.4.14

Es gibt magische Momente im Leben. Ein kleines Erlebnis, ein Wort, ein Satz, sie „treffen“ einen, sie sind wie ein Wink aus einer anderen Welt. Vielleicht war es auch für Jesus wie ein Erweckungserlebnis: beim Besuch in der Synagoge bekommt er die Thorarolle gereicht, er schlägt sie, (wie es Brauch ist,) an irgendeiner Stelle auf und Jesus liest: „Der Geist des Herrn ruht auf mir...“ Auch wir kennen solche Momente: in einer Hundertstel Sekunde kann uns etwas vor Augen treten oder ins Herz fallen, was wie eine „Erleuchtung“ ist. Ein Moment, in dem ganz Neues beginnen kann. So bitten wir heute

dass wir erkennen: wenn die Zeit reif geworden ist für eine Entscheidung, einen Entschluss ein neues Denken

dass wir erkennen: was bleiben soll – und was sich ändern muss

dass wir erkennen: was HINTER vielem steht, was wir denken und tun

dass wir erkennen: wie uns alte Muster prägen – dass wir uns Neues zutrauen

dass wir erkennen: ob wir ehrlich zu uns sind – oder ob wir uns etwas vormachen

dass wir erkennen: dass uns nicht nur das, was gelingt, vorwärts bringt, sondern auch alle Schwierigkeiten

dass wir erkennen: was wir wirklich tun sollen – und nicht nur, was wir selbst wollen

dass wir erkennen: dass wir zur Freude berufen sind – und das Gute für uns suchen dürfen

dass wir erkennen: dass es keine schnelle Antwort gibt auf das unbegreifliche Leid in der Welt – nur unsere tägliche kleine Liebe

 

du Gott der Anfänge – jeder Tag ist NEU, jeder Tag ein Schritt in Unbekanntes.

Im Vertrauen auf Jesus gehen wir auch heute und dafür danken wir dir. Amen