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Dienstag, 9. Juli 2024

Fürbitten 10.7. Die KRISE vielleicht auch eine CHANCE

 

10.7. 2024  Hos.10.1. nehmt Neuland unter  den Pflug

Nehmt Neuland unter den Pflug“: hören wir heute in der hebräischen Bibel. Der Prophet Hosea ruft das in der zweiten Hälfte des 8.Jahrhunderst vor unserer Zeitrechnung den Israeliten zu. Dem Nordreich Israel, das immer wieder vor großen auch politischen Umbrüchen und auch Katastrophen steht. Auch wir selbst leben in einer Zeit, von der man schon als Zeitenwende spricht. An allen Ecken und Enden scheint die Welt ins Wanken zu kommen – als Einzelner kann man sich nur überfordert fühlen. Und trotzdem sollten wir alles daransetzen, wenigstens im eigenen Bereich, das Herausfordernde auch als Chance zu sehen. Sollten wir selbst aktiv sein, und Neues ansteuern, uns auf eine neue Lebensweise einstellen. Haben wir keine Angst „Neuland“ zu betreten. So bitten wir


Dass wir achtsam bei unserer Ernährung sind

Dass wir unnötige Autofahrten vermeiden

Dass wir Energie einsparen

Dass wir bewusster konsumieren

Dass wir auch unseren „digitalen Konsum“ reduzieren

Dass wir bereit sind uns solidarisch zu verhalten,

dass wir eine Politik unterstützen, die auf Umweltbewahrung ausgerichtet ist

dass wir uns von Angst - und Panikmache nicht anstecken lassen

und bitten wir, dass wir trotz aller Probleme voll Vertrauen in die Zukunft schauen und dass wir dankbar sind für jeden guten Tag, den wir erleben dürfen

So bitten wir im Namen Jesu Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Schildkröten
können mehr über die Straße erzählen
als Hasen." Khalil Gibran

„Man will Sicherheiten und keine Zweifel,

man will Resultate und keine Experimente,

ohne darauf zu sehen, dass nur durch Zweifel Sicherheiten

und nur durch Experimente Resultate entstehen können.“ C.G.Jung

 

„Dass andere Leute kein Glück haben,

das finden wir sehr leicht natürlich.

Dass wir selbst keines haben, das ist immer unfassbar.“

Marie von Ebner Eschenbach

 

„Wir sind keine denkenden Frösche, keine Objektivier- und Registrier-Apparate mit kalt gestellten Eingeweiden.

Wir müssen beständig unsere Gedanken aus unserem Schmerz gebären und mütterlich ihnen alles mitgeben, was wir von Herz, Feuer, Lust, Leidenschaft, Qual, Gewissen Schicksal Verhängnis in uns haben“ Nietzsche (zitiert von KP Liessmann)

 

„Liebe ist wie der Mond:
Wenn sie nicht zunimmt,
nimmt sie ab“ Konfuzius

 

"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" Paul Watzlawick

 

"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,

sondern auch für das, was man unterlässt" Laotse

 

"Springen sie, so oft sie können, -
über ihren eigenen Schatten“   Erwin Ringel

 

"Den Reichtum eines Menschen misst man an den Dingen, die er entbehren kann,

ohne seine gute Laune zu verlieren" H D Thoreau

 

"Ich bin durch Rückschläge nicht entmutigt, weil jeder als falsch verworfene Versuch

ein weiterer Schritt vorwärts ist" Thomas Alva Edison

 

"Auf dieser Welt lebt keiner vergebens,
der die Bürde eines Anderen leichter zu machen versucht" Helen Keller


„Suche nicht, was dir fehlt, sondern finde, was du hast!“

aus dem Gästebuch eines Klosters

 

"Wir brauchen dringend einige Verrückte.

Guckt euch an, wo uns die Normalen hingebracht haben"  George Bernhard Shaw

 

 



Montag, 8. Juli 2024

Fürbitten 9.7. für die Christen in China

 

Foto: Domradio.de

 9.7.2024 chinesische Märtyrer

Heute wird in der Kirche das Gedächtnis chinesischer Märtyrer begangen. Wobei ein Mann im Mittelpunkt steht: Augustinus Zhao Rong. Rund um das Jahr 1800 war er zunächst kaiserlicher Soldat. Bei der Verfolgung von Christen beeindruckte ihn deren Glauben so sehr, dass er selbst getauft werden wollte und schließlich Priester wurde. 1815 erlitt auch er das Martyrium. Mit ihm zusammen gedenkt die Kirche all jener Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien, Männer, Frauen und Kinder, die in China zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten wegen ihrer Treue zum christlichen Glauben als Märtyrer starben.

Im heutigen China wächst die Zahl der Christen rasant. Offiziell gibt es etwa nach unterschiedlichen Schätzungen 20 bis 60 Millionen Protestanten und 6 bis 13 Millionen Katholiken. Offiziell gibt es keine „Christenverfolgung“ - dennoch leiden viele Christen unter Repressionen und privaten und beruflichen Benachteiligungen. Prekär ist die Situation der katholischen Kirche auch deshalb, weil es eine vom Staat anerkannte – und kontrollierte –  Kirche gibt - und eine römisch-katholischen Untergrundkirche. Bitten wir heute mit Worten der Steyler Missionare

 

Wir bitten für die Kirche Chinas: dass Bischöfe, Priester, Schwestern und Laien trotz aller Schwierigkeiten mutig die Botschaft Jesu Christi in die chinesische Gesellschaft tragen.

Wir bitten um die Einheit der Kirche Chinas: führe die Katholiken zur Versöhnung untereinander und zu einer lebendigen Gemeinschaft mit der Gesamtkirche.

Wir beten für die vielen Menschen in China, die Christus noch nicht kennen: Geleite sie mit deiner Weisheit, dass sie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens das Licht der Wahrheit finden.

Wir beten für alle Menschen im Reich der Mitte: Erfülle die Verantwortlichen in der Politik mit Klugheit und Weitblick, damit sie das Land zum wahren Wohlstand führen, in dem die Menschen in Glück, Frieden und Freiheit leben können.

Wir beten für alle Notleidenden und Unterdrückten: Schenke ihnen deine besondere Liebe und Zuwendung. Lass sie Menschen finden, die mit ihnen ihr Brot und ihre Hoffnung teilen, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können.

Gütiger und barmherziger Gott, du weißt, was wir für unser Leben brauchen. Wir schenken dir unser ganzes Vertrauen und unser Lob. Dir sei Preis und Dank, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Sonntag, 7. Juli 2024

Fürbitten 8.7. hol uns zurück ins Leben

 

8.7.2024 Mt.9.18 blutfl Frau  Hos.2.16  14.Jk Montag

Die Lesungen heute vermitteln eine unglaubliche Zärtlichkeit, Zuneigung und heilende Güte. Im Buch Hosea in der hebräischen Bibel ist es Gott selbst, der wie ein Liebhaber um uns wirbt: „Du sollst mir ewig gehören, ich traue mich dir an“...Zu Beginn des Evangeliums ist es Jesus, der einer zu Tode verzweifelten Frau seine Zuwendung und wieder neues Leben schenkt. Am Ende der Erzählung holt Jesus die kleine Tochter des Syngagogenvorstehers wieder zum Leben zurück. Ausdrücklich sagt er selbst: das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Was mag dieses Mädchen erlebt haben, dass es „wie tot“ war? Fühlen nicht auch wir uns manchmal „wie tot“? Gott erweckt uns zum Leben – er holt uns von jedem Tod zurück, weil er uns so sehr liebt..... so bitten wir heute

 

hol uns zurück ins Leben

wenn unsere Lebendigkeit unter Routine erstickt

wenn wir in unserem täglichen Kleinkram untergehen

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir nur mehr lustlos dahinwursteln

wenn wir keine neue Perspektive sehen

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir das Herz nicht mehr frei haben für das, was uns guttut

wenn wir nur mehr Pflicht erfüllen und uns die Freude abhanden kommt

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir schon erstarrt sind, als würdevolle Erwachsene

wenn wir alles besser wissen und uns nichts mehr überraschen kann

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir nicht mehr wie Verliebte sind,

die das Leben lieben und in allem deine Zärtlichkeit spüren

 

Du guter Gott, in dir ist alle Lebendigkeit und Freude unseres Lebens – schicke uns Jesus, jeden Tag wieder, dass er uns zum Leben erweckt. So wollen wir lernen zu lieben, wie du uns liebst – heute, morgen und in unsere Ewigkeit hinein. amen

Samstag, 6. Juli 2024

Fürbitten Sonntag 7.7. nirgends gilt ein Prophet weniger als in seiner Vaterstadt

 

7.7.2024  Mk.6.1 ach der, den kennt eh jeder

Jesus predigt in der Synagoge seiner Vaterstadt – und die Leute sagen: Ja das klingt alles sehr interessant, man hat auch von seinen Wunderheilungen erfahren, aber ehrlich gesagt, der kann trotzdem nichts Besonderes sein. Die Leute in Nazareth sagen: wir kennen ihn, wir kennen seine Familie, er ist einer von uns – und sie lassen ihn links liegen. Jesus, so heißt es „wunderte sich über ihren Unglauben“ und er sagte: „Nirgends gilt ein Prophet weniger als in seiner Vaterstadt, bei seinen Verwandten und in seiner Familie“  In seiner Heimatstadt konnte Jesus keine Wunder tun. Erleben vielleicht auch wir so wenig Wunder, weil uns Jesus schon längst viel zu „bekannt“ ist, weil alles schon so „abgespielt“ ist – wir wissen ja, wie die Geschichte ausgeht. Vermutlich regt uns ja nicht einmal mehr der Glaube an die Auferstehung wirklich auf. So vieles ist Routine-Denken.  Bitten wir heute

 

dass wir wieder „Anstoß“ an Jesus nehmen, dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, das so ganz andere an Jesus wahrnehmen

 

dass wir uns Jesus und das, was er gelebt hat, NICHT harmlos machen und verkitschen, dass uns das Evangelium wieder aufregt und Fragen und auch Widerspruch auslöst

 

dass wir uns immer wieder auch die menschliche Existenz von Jesus bewusst machen, der ein Kind und ein Mann in einer ganz normalen Familie war,

 

bitten wir, dass wir mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecken

 

Dass wir selbst vorurteilsfrei auf Menschen zuzugehen, dass uns das Hinschauen auf Jesu Toleranz lehrt, einen langen Atem und Respekt für alles, was auch uns oft fremd vorkommt

 

Und bitten wir, dass wir uns von Jesus auch das "nicht-verstanden-werden" abschauen, dass wir selbst immer wieder akzeptieren müssen, dass auch wir im eigenen Umfeld oft nicht die Anerkennung bekommen, die wir gerne hätten

 

Du guter Gott, so lass uns heute neu hinhören, auf das, was Du uns in Menschen und Ereignissen sagen willst – mach uns aufmerksam und bereit für Veränderungen. Lass uns in der Nachfolge Jesu die große Freiheit entdecken, für die wir geschaffen sind und die wir uns so selten zutrauen. Amen


Freitag, 5. Juli 2024

Fürbitten 6.7. sich NEUES zutrauen

 


6.7.2024 Mt.9.14 Neuer Wein gehört in neue Schläuche 

"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist ein klassisches Zitat geworden. Nichts muss bleiben, wie es immer schon war. Immer kann auch NEUES entstehen. Wir müssen es nur zu lassen. Jeden Tag können wir NEU anfangen, können wir Anders sein, als bisher! Bringen wir uns doch einmal selbst in die "Änderungsschneiderei" Einfach einmal "Neues ins Sortiment" unserer Lebensgewohnheiten aufnehmen, das wär doch eine Übung für diesen Sommer! So bitten wir heute

 

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir so oft 1000 Ausreden wissen, warum das gar nicht möglich ist

 

dass wir uns Neues zutrauen - gerade dann, wenn die Begeisterung nachgelassen hat, wenn manches nur noch zur Routine geworden ist

 

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir wissen, dass wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

 

dass wir uns Neues zutrauen - dass wir keine Angst vor dem Risiko oder dem nicht gelingen haben

 

dass wir uns Neues zutrauen - und auch anderen Mut machen aus der Routine auszubrechen

 

dass wir uns Neues zutrauen, auch unserer Gesellschaft, auch unserer Kirche

dass wir hier Veränderungen mittragen,

 

dass wir uns Neues zutrauen - gerade dann, wenn wir glauben: „ICH bin halt wie ICH bin, und da kann man auch nichts mehr ändern“ – du guter Gott, dann ÄNDERE DU UNS

  

So bitten wir, Gott gib uns immer wieder Kraft und Mut, neu anzufangen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Aber die größte Begabung ist doch die,

auf der Welt sein zu können und es auszuhalten,

mit einem gewissen Frohsinn." Ilse Aichinger

 

"Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen

hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen" Heiner Geißler

 

 

"Zweifel sind Verräter, sie rauben uns,

was wir gewinnen könnten,

wenn wir nur einen Versuch wagten." Shakespeare

 

 

„Die Definition von Wahnsinn ist:

Immer wieder das Gleiche zu tun

und gleichzeitig unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin

 

"Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten
wie ein Maler von seinem Bilde." Christian Morgenstern

 

Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen.
Stanislaw Jerzy Lec

 

„Jedenfalls ist es besser,
ein eckiges Etwas zu sein,
als ein rundes Nichts.“
Friedrich Hebbel

 

"Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt:

das nennt man DEMUT." Charly Chaplin

 

„Ja ja, lang leben will halt alles

Aber alt werden will kein Mensch.“ Nestroy

  

"Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch,

ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlaufen der Fäden

und Auseinandergehen" Yehudi Menuhin

 

"Man ist nur so jung wie man sich fühlt.

Man denkt nur so tief wie man sich wühlt.

Man kriegt nur so viel wie man sich gibt.

Man lebt nur so lang wie man sich liebt." Robert Gernhardt

 

‎"Man entdeckt keine neuen Erdteile,

wenn man nicht den Mut hat,

alle Küsten aus den Augen zu verlieren." André Gide




 

 

Fürbitten 5.7. nicht die Gesunden brauchen den Arzt ....

5.7.2024 Mt 9,9  Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer Am.8.4

Die beiden Lesungen heute in der Liturgie zeigen überdeutlich, wie anders das Gottesbild Jesu ist, als das der alten Propheten. 800 Jahre zuvor kündigt der wortmächtige Prophet Amos die Vernichtung all jener an, die auf Kosten der Armen und Ausgebeuteten reich geworden sind, die von Betrug und im Überfluss leben. Gott wird sie strafen!! Im Evangelium ist Jesus zu Gast bei einem Mann, der als Zöllner in der jüdischen Gesellschaft zutiefst verachtet war. Zöllner galten als Menschen, die sich an anderen bereichern, sie ausbeuten. Wie kann Jesus auf so einen Menschen zugehen, Matthäus heißt der Mann,  ja, wie kann sich Jesus mit „so einem“ an einen Tisch setzen? Das empört die Frommen – aber ihnen antwortet Jesus: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt“, sondern die Kranken.“ und Jesus zitiert dazu aus der Bibel einen Spruch Jahwehs :„Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“. Das ist es, was Gott von uns will. Eigentlich so einfach ist das. So bitten wir

 

Dass wir für uns selbst die Überheblichkeit der Frommen und Anständigen ablegen

Dass wir immer mehr erkennen, wie sehr wir selbst den barmherzigen Blick Gottes auf uns brauchen

Dass wir uns nicht denen anschließen, die schwierige oder auch straffällige Menschen in Bausch und Bogen verurteilen und als Menschen abschreiben

Dass wir dankbar dafür sind, dass uns selbst so viel Fehlverhalten und böse Gedanken nachgesehen werden

Dass wir erkennen, dass Gott lieben keine Beckmesserei ist, wo es darum geht, möglichst fehlerlos zu sein

dass wir auch immer mehr dankbar sind, weil wir vor Gott sein dürfen, wie wir sind

und bitten wir nicht zuletzt, dass auch in Vorschriften und Urteilen der Kirche Barmherzigkeit an erster Stelle steht.

 

so bitten wir guter Gott, verzeih uns alle Anmaßung, verzeih uns alle Urteile, die wir so vorschnell fällen – lass uns mit den Augen Jesu auf die Menschen zugehen und selbst Tag für Tag dankbar für dein Erbarmen sein. amen

 

  

Mittwoch, 3. Juli 2024

Fürbitten 4.7. ja, auch unsere Zeit braucht Propheten

 


4.7.2024 Am.7.10   Propheten - alte und neue

 In diesen Tagen werden in der Liturgie Texte über den Propheten Amos gelesen. Amos war ein sozialkritischer Prophet, der im 8. Jahrhundert v. Chr. im Nordreich Israel predigte.

Amos ist der erste der Schriftpropheten, dessen Worte aufgezeichnet und in Buchform überliefert wurden. Seine Predigten kritisieren besonders das Verhalten von Großgrundbesitzern gegen abhängig arbeitende Arme. Meistens waren die Predigten gegen Verschwendung, Betrug, Heuchelei, Bestechung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung gegenüber den Armen gerichtet.  Freunde hat sich Amos mit seinen scharfen Worten unter deren Oberschicht und den Reichen und den Regierenden nicht gemacht. Das ist wohl ein Kennzeichen echter Propheten. Viele opfern ihre eigene Behaglichkeit, um Unangenehmes auszusprechen. Bitten wir heute für all die Menschen, die auch in unserer Zeit prophetisch sprechen

 

Für alle, die nicht müde werden, soziale Gerechtigkeit einzufordern

Für alle, die sich für Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung engagieren

Für alle, die gegen Fremdenfeindlichkeit, Menschenrechtsverletzungen, Willkür und Unrecht auftreten

Für alle, die sich um Flüchtlinge und asylsuchende Menschen kümmern

Für Alle, die auch für die Tiere und jede Kreatur Rechte und Würde und Respekt und Sorgsamkeit einfordern.

Für alle, die ihre Leben im Einsatz gegen gefährliche Krankheiten und Epidemien aufs Spiel setzen

Für die Journalisten und Meinungsmacher, dass sie sich ihrer Verantwortung für unser gesellschaftliches Klima bewusst sind

Und bitten wir für uns selbst, für jeden von uns: dass auch wir den Mut zu einer klaren Haltung und zu klaren Worten haben 

 

Du guter Gott, schenke auch unserer Zeit weise und kluge Menschen, Frauen und Männer, Junge und Alte, nicht zuletzt auch in der Kirche, die uns neue Wege aufzeigen. Schenke unserer friedlosen Zeit vor allem Propheten des Friedens. Amen

 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

„Die Sexualität bleibt das ewige Rätsel, das jeder für sich zu lösen versucht, indem er auf einen anderen Menschen zugeht, in der Hoffnung, ihn zu erkennen und von ihm erkannt zu werden. Das beginnt in der Pubertät und hört nie auf“  der deutsche Regisseur, Schauspieler und Autor  Christian Berkel

 

„Viele suchen ihr Glück wie sie ihren Hut suchen, den sie am Kopf tragen.“ Nikolaus Lenau

 

Glück ist nicht das Ziel des Lebens, sondern ein Nebenprodukt.“  Paul Claudel

 

"Der Nachteil der Demokratie ist, dass sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber denen, die es nicht ehrlich meinen, ermöglicht sie fast alles". Václav Havel

 

"Morgen werde ich mich ändern;
gestern wollte ich es heute schon".  Christine Busta

 

"Dass zwei sich richtig lieben,

gibt erst der Welt den Sinn,

macht sie erst rund und richtig

bis an die Sterne hin." Mathias Claudius

 

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,

sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Seneca

 

"Friede ist nicht die Abwesenheit von Krieg:

Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine

Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit".   Baruch de Spinozza

 

„Die Kunst des Lebens
besteht mehr im Ringen
als im Tanzen.” Marc Aurel

 

"Seien Sie im Gespräch nicht interessant, sondern interessiert". Paul Yvon

 

" Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut,

könnte eine Gans nach Hause bringen.“  Georg Christoph Lichtenberg

 

"Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.“ Brecht

  

"Dies ist die Pflicht: sich in jedem Augenblick verantwortlich zu wissen und sein Äußerstes einzusetzen im Kampf gegen Schwachheit und Lüge, gegen Halbheit und Unwahrhaftigkeit. Dies ist die Mahnung: aus dem Bewusstsein der Einheit heraus sich allem Geschaffenen gegenüber gütig zu beweisen" Dostojewskij

 

"Das Leben ist ungerecht,

aber denke daran: nicht immer zu deinen Ungunsten".    John F. Kennedy




Dienstag, 2. Juli 2024

Fürbitten 3.7. auch in mir ein "ungläubiger Thomas"

 


3.7.2024  Hl.Thomas  Glauben? Die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten

Heute ist das Fest des hl.Thomas. Als „ungläubigen Thomas“ kennen wir ihn. Er ist der eine der Apostel, der zunächst - und man kann es verstehen - nicht an die Auferstehung Jesu glaubt.  Später, als er Jesus berühren darf, wird Thomas bekennen „Mein Herr und mein Gott“. Wie ist das mit dem Glauben?  WIR sind in unseren Glauben so gut wie hineingeboren, vieles nimmt man automatisch hin, zerbricht sich nicht mehr den Kopf. Vielleicht wäre es manchmal gar nicht schlecht, den „ungläubigen Thomas“ in sich selbst zu suchen. Ehrlich in sich hineinhorchen, sich immer wieder selbst zu befragen: WAS glaube ich eigentlich wirklich, WAS bedeutet mir Jesus Gibt es ein inneres Erleben, das in mir Gewissheit und Liebe auslöst – jenseits aller Schulbuchreligion?   bitten wir heute

für uns alle, damit wir nicht „automatisch“ glauben, sondern uns immer wieder bewusst für ein Leben mit unserem Glauben entscheiden

für uns alle, damit uns unser Glauben nicht ängstlich und engstirnig, sondern lebensfroh und dankbar macht

für uns alle, dass wir uns auch immer wieder eingestehen dürfen, woran wir nicht glauben können

und bitten wir für alle, die nicht von klein auf Zugang zum Glauben finden

für alle, die glauben wollen und doch immer wieder zweifeln

für alle, deren Glauben erstarrt ist oder an fixen Vorstellungen hängt

für alle, die auf vielen unterschiedlichen Wegen Gott suchen

für alle, die für ihren Glauben ihr Leben riskieren und einsetzen

 

Glauben heißt: ein Leben lang die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten, so hat es der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner formuliert. So bitten wir dich guter Gott, dass wir jeden Tag wieder UNSERE eigene, persönliche Begegnung mit Jesus suchen - unser Leben mit DIR und in DIR.  Dafür danken wir dir und lieben dich, heute und morgen und in alle Ewigkeit. amen

Montag, 1. Juli 2024

Fürbitten 2.7. das Leben in sich tragen

 


2.7.2024 Lk.1.39 Fest Maria Heimsuchung   

Ein schönes Marienfest wird heute gefeiert. „Maria Heimsuchung“.  Die Bezeichnung empfinden wir wohl als seltsam. Mit dem Wort Heimsuchung verbinden wir heutzutage eher nichts Gutes. Eine Heimsuchung ist ein Unglück. Man ist von Katastrophen heimgesucht, von Krankheiten heimgesucht. Aber das Fest heute meint natürlich etwas ganz anderes. Das junge Mädchen Maria, selbst durch eigenartige Umstände schwanger, besucht ihre viel ältere Cousine Elisabeth, sie "sucht sie sozusagen heim". Elisabeth wird schon bald ein Kind bekommen und auch das ist, wie bei Maria, ein Wunder. Elisabeth ist keine junge Frau mehr. In ihrem Bauch trägt sie den kleinen Johannes, und in der Bibel heißt es: „das Kind hüpfte vor Freude in ihrem Leib“, als seine Mutter den Gruß Marias hörte. Zwei Frauen begegnen einander, beide mit einem Kind in ihrem Scho0, beide bereit, sich ganz auf Gott einzulassen.  Maria singt in ihrer überschäumenden Freude das „Magnifikat – Hoch preist meine Seele den Herrn“  Bitten wir heute

 

Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

dass wir immer wieder neues Leben in uns spüren

dass wir Leben und Lebendigkeit weitertragen

dass wir uns tragen lassen von Freude und Vertrauen

DU Gott unserer Freude – zu dir rufen wir

 

Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

lass uns dankbar sein, für alle guten und tröstlichen Begegnungen

lass uns dankbar sein, weil es Menschen gibt, für die wir wichtig sind

und für die wir wichtig sein dürfen

 

DU Gott unserer Freude – zu dir rufen wir

 

Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

lass uns dankbar sein für alles Vertrauen, das wir haben dürfen

lass uns dankbar sein für allen Trost, den wir erfahren

lass uns auch all das aushalten,

was manchmal schwer und unverständlich ist

 

DU Gott des Lebens – zu dir rufen wir

                                                                           

bitten wir wie Maria in ihrem Magnificat um eine Welt

wo die Niedrigen erhöht werden und die Hungrigen satt sind

wo die kleinen Leute nicht die ewig Dummen sind

wo Arme und Flüchtlinge eine Heimat finden

wo Kinder in Frieden groß werden wo es keine Waffen und Spekulanten mehr gibt

 

DU Gott des Lebens – zu dir rufen wir

  

bitten wir für alle Frauen, die ein Kind erwarten

besonders für die, die ein Problem damit haben, schwanger zu sein

bitten wir für alle Frauen, die ein Kind verlieren mussten

und bitten wir für alle Menschen, die krank sind und die eine gute Begleitung brauchen

 

So bitten wir dich guter Gott, dass wir immer wieder neues Leben, neue Freude in uns spüren können. Dass es Menschen gibt, denen wir vertrauen dürfen und dass wir die Kraft haben, einander beizustehen. Weil wir wie Maria mit Jesus auf dem Weg sind . Amen

Fürbitten 1.7. um gute Tage bitten wir

 


1.7.2024  und wieder ein Anfang 

Nicht nur eine neue Woche beginnt heute, es ist auch ein neuer Monat – und im Osten Österreichs ist es nun der Anfang der Sommerferien, wobei es in wenigen Tagen auch Ferien für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen geben wird. Man spürt eine ganz eigene Stimmung, erfüllt sicher auch von vielen Erwartungen und so mancher Unsicherheit. Bitten wir heute

 

Für alle, die sich über diesen neuen Tag freuen

Aber auch für alle, die heute mit einem schweren Herz aufgestanden sind

  

Für alle, die sich auf freie Tage und einen Urlaub freuen

Aber auch für alle, für die der normale Alltag einfach weiter geht

  

für alle, die unsicher sind, was in diesem neuen Monat auf sie zukommt

für alle, die krank sind, und die sich Sorgen um die Zukunft machen

 

wir bitten für die Menschen in Krieg und Krisensituationen

für alle, die scheinbar keinen Ausweg aus ausweglosen Situationen sehen

 

wir bitten für all die kleinen Menschen, die heute geboren werden

und wir bitten für alle, für die heute der letzte Tag ihres Lebens ist

 

und wir bitten für uns selbst, dass wir nicht nach den großen Erlebnissen Ausschau halten, sondern dankbar sind für die vielen Momente, die immer wieder glücklich machen

 

So bitten wir doch guter Gott, lass dass wir nicht aneinander vorbeilaufen, dass wir uns Zeit nehmen zum Hinhören, dass wir ein Lachen haben, das ansteckt und Mut macht. Dass wir Menschen sind, die deine Liebe auch in diesen heutigen Tag weiter tragen amen