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Freitag, 8. Mai 2026

Fürbitten 9.5. Vision von Frieden und Gerechtigkeit

 


9.5.2026 Apg.16.1  in der Nacht hatte Paulus eine Vision 5.OW Sa

„Wer Visionen hat, gehört zum Arzt“.  Vor einigen Jahren sagte das ein ranghoher Politiker in Österreich, und er meinte es durchaus zynisch. Aber sähe unsere Welt ohne Visionen nicht traurig aus. In der Apostelgeschichte wird heute erzählt: „Paulus hatte in der Nacht eine Vision“ – Ein Mann wie Paulus ist kein Träumer, dennoch folgt er dieser Eingebung und fährt daraufhin nach Mazedonien, um auch dort das Evangelium zu verkünden. Letztlich zeigt sich: Es war eine richtige Entscheidung.  Bitten auch wir um den Mut, Visionen zu haben und ihnen auch zu folgen

dass wir unserer inneren Stimme vertrauen

und dass wir auch andere ermutigen, auf ihre innere Stimme zu hören

Dass wir uns nicht entmutigen lassen und an einer Sache dranbleiben, wenn wir sie für richtig halten und sie uns wichtig ist

Dass wir auch gegen den Strom schwimmen, wenn wir von unseren „Visionen“ überzeugt sind, damit Dinge in Bewegung kommen

Dass wir uns getrauen, umstrittene Dinge anzusprechen und uns für Ideen und Menschen einzusetzen

Dass wir Zeit und Kraft investieren, um uns in verschiedenen Projekten zu engagieren

Dass wir uns ganz bewusst auch immer wieder im Gebet Impulse und „Visionen“ holen

Bitten wir für Gesellschaft und Politik, dass es auch hier Menschen gibt, die nicht nur Tagespolitik betreiben, sondern die Vision einer gerechten und solidarischen Welt für alle haben

Nicht zuletzt bitten wir, dass wir nie von der Vision einer friedlichen und gerechten Welt ablassen und daran arbeiten wo immer wir das in unserem kleinen Umfeld können.

 

Amen

Donnerstag, 7. Mai 2026

Fürbitten 8.5. "Der Friede sei mit euch allen"

 

8.5.2026  ein Jahr Papst Leo XIV.    

Heute vor einem Jahr ist nach dem Tod von Papst Franziskus sein Nachfolger gewählt worden. Zur Überraschung vieler war es Robert Francis Prevost, ein Nordamerikaner, geboren 1955 in Chicago. Prevost, ein Ordensmann der Augustiner, war jahrelang als Missionar in Peru tätig.  Nun ist er als Leo XIV das 267. Oberhaupt der katholischen Kirche. Seine ersten Begrüßungsworte am Petersplatz sind jetzt schon wie zu einem Mantra seiner Amtszeit geworden. „Der Friede sei mit euch allen!“ sagte der neu gewählte Papst damals, vor einem Jahr. Es sei dies der Friedensgruß des auferstandenen Christus und er gelte allen Menschen, allen Völkern der ganzen Erde. Nichts scheint uns dringlicher in diesen Tagen großer internationaler Bedrohungen als diesen Frieden zu schaffen. Leo XIV ist mit seinen anhaltenden und unmissverständlichen Appellen dem amerikanischen Präsidenten in die Quere geraten, wir alle kennen die Kontroversen. Erst gestern war der amerikanische Außenminister Rubio im Vatikan, nicht zuletzt wohl um in diesem Konflikt einzulenken, weil dieser Konflikt Trump Stimmen bei katholischen amerikanischen Wählern kosten könnte. Bitten wir an diesem heutigen Tag für Leo XIV

Dass seine beherzte Stimme für den Frieden nicht nur gehört wird, sondern auch Früchte tragen kann

Bitten wir, dass ihm das Brückenbauen gelingen möge – international aber ganz besonders auch innerhalb der Welt Kirche, wo viele verschiedene Sichtweisen aufeinanderprallen

Bitten wir, dass die Kirche auch mit Leo XIV eine unüberhörbare Stimme bleibt für die Armen, die Heimatlosen, die Opfer von Gewalt und Ausbeutung und auch eine Stimme für die Bewahrung der Schöpfung

bitten wir um Offenheit des neuen Papstes für die Ökumene, für einen neuen Blick auf das Zölibat, für die Anliegen der Frauen in der Kirche, für die wiederverheirateten Geschiedenen, für die Menschen unterschiedlicher Geschlechter

bitten wir um einen guten Dialog mit anderen Glaubensgemeinschaften, vor allem mit Judentum und Islam

in 3 Tagen, am 11.Mai wird der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl von Leo XIV empfangen, bitten wir auch hier um ein gutes offenes Gespräch, am Verständnis für die Situation der Kirche hier in der Diözese Wien und in Österreich

und für uns selbst bitten wir, dass wir diesen Frieden, den der Papst täglich beschwört, dass wir den auch in unsere kleinen Gemeinschaften holen können und dass wir nicht aufhören für den Frieden weltweit zu beten

 

Für Europa ist dieser 8.Mai Jahr für Jahr ein ganz besonderer Tag. Wir feiern wir das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa. Das Ende eines mörderischen und verbrecherischen Regimes, das Ende der Angriffs - und Vernichtungskriege der Nazi. Danken wir für diesen Frieden und bitten wir, dass er uns erhalten bleibt. Dieser Friede sei mit allen Menschen -  Amen


Mittwoch, 6. Mai 2026

Fürbitten 7.5. Das Leben LEICHT machen, nicht schwer

 

7.5.2026 Apg.15.7 keine Lasten auferlegen

In der Geschichte der ersten Christengemeinden gibt es von allem Anfang an eine starke Spannung zwischen dem Neuen und dem Alten. Alt, das ist das jüdische Gesetz – Jesus war Jude, alle Apostel waren Juden – aber NEU, das sind die Lebensumstände der Menschen, die nun für Jesus gewonnen werden. Viele sind keine Juden – nun stellt sich die Frage: müssen sie vor ihrer Taufe zuerst Juden werden, das heißt, müssen sie beschnitten werden, müssen sie auch die jüdischen Riten und Gesetze übernehmen? Diese Frage wird fast zur Zerreißprobe für die jungen Gemeinden – die Apostel berufen eine eigene Streitschlichtungs-Versammlung ein und auf diesem 1.Apostelkonzil in Jerusalem wird letztlich entschieden: „Nein, den Nicht-Juden, die sich im Namen Jesu taufen lassen wollen, denen sollen keine alten Gesetze aufgebürdet werden“ Eine mutige Entscheidung, ohne sie wären die Jesus Gemeinden vermutlich Sekten geblieben. Und um ein solch mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

Bitten wir für unsere Kirche, dass es mehr Mut gibt, wirklich neue Wege zu gehen. Bitten wir um ehrliche Diskussionen über den Zölibat

Bitten wir für die Frauen in der Kirche, dass es endlich Diakoninnen gibt und letztendlich auch Priesterinnen selbstverständlich werden.

Bitten wir, dass die Kirche mit ihren Gesetzen den Menschen nicht Lasten und Verpflichtungen auferlegt, die heute gar nicht mehr zeitgemäß sind und niemand guttun

Die Corona Krise hat in der Kirche neue Impulse, mehr Eigenverantwortung der einzelnen Christen gebracht. Die Gemeinschaft der Hauskirche ist wieder entdeckt worden.  Bitten wir, dass die Basis in der Kirche nicht nur auf Richtlinien von oben wartet

Bitten wir für uns selbst:  dass auch wir offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

Bitten wir Tag für Tag um einen klaren Blick für das, was wirklich getan werden muss. Bitten wir um Kraft und Zuversicht, es auch wirklich zu tun

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, den großen und den kleinen, die wir auch heute wieder treffen müssen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesus . amen

Dienstag, 5. Mai 2026

Fürbitten 6.5. immer wieder braucht es Mut zu Neuem

 

6.5.2026 Apg.15.1 Hat die Kirche Zukunft - zwischen alt und neu 

Die Apostelgeschichte berichtet heute und morgen von einem entscheidenden Wendepunkt der jungen Jesus Gemeinden. Es geht um eine ganz entscheidende Frage. Wie weit gelten noch die alten jüdischen Gesetze auch für neue Mitglieder, die nicht Juden sind. Eine heikle Frage!! Müssen Nicht-Juden nun zuerst beschnitten werden, ehe sie sich taufen lassen. Paulus ist dafür einen radikal neuen Weg einzuschlagen. Er war zuletzt in der vorwiegend heidenchristlichen Gemeinde von Antiochia, in der man gegen die Beschneidung ist. Paulus muss aber nun einen Konsens mit den Aposteln und Ältesten in Jerusalem finden, die ja alle Juden sind, wie auch Paulus selbst. Die Streitfrage soll offen ausgetragen werden. Es wird das erste Apostelkonzil einberufen – …wie die Streitfrage entschieden wird, erfahren wir morgen in der Lesung aber wir wissen: es wird eine mutige Entscheidung getroffen, ohne die das Christentum vielleicht nur eine kleine jüdische Sekte geblieben wäre. Warten wir in der Kirche HEUTE nicht auch auf Weitblick und Mut –  Denken wir nur an die Frauenfrage. Bitten wir heute mit Worten von Kardinal Franz König, aus seiner Vision einer Kirche FÜR die Menschen

Wir bitten umeine Kirche, die die Menschen dort aufsucht, wo sie sind: bei der Arbeit und beim Vergnügen, in den vier Wänden des Hauses oder beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz

Wir bitten um „eine einladende Kirche. eine Kirche der offenen Türen. eine wärmende, mütterliche Kirche“.

Wir bitten um eine Kirche „des Verstehens und Mitfühlens, des Mitdenkens, des Mitfreuens und Mitleidens. Eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut“.

Wir bitten um eine Kirche „nicht der frommen Sprüche, sondern der stillen helfenden Tat“. eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint“.

Wir bitten um eine Kirche „der Scheiternden und Gescheiterten“ – eine Kirche an der Seite derer, die im Leben, im Beruf, in der Ehe nicht das Perfekte geschafft haben

Wir bitten um eine Kirche, „die nicht politisiert. eine Kirche, die nicht moralisiert. eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns Eine Kirche des Volkes"


so bitten wir, wenige Tage vor Christi Himmelfahrt um den Heiligen Geist in dieser Kirche – um die Gegenwart Jesu bei uns heute und morgen. Amen

 

Kardinal König,  - seine Vision von "Kirche" lebt    3.8.1905  -   13.4.2004  

„Die Kirche Christi sei:
eine einladende Kirche.
eine Kirche der offenen Türen.
eine wärmende, mütterliche Kirche.
eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens,
des Mitdenkens, des Mitfreuens und Mitleidens.
eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint.
eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut.
eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns.“

Montag, 4. Mai 2026

Fürbitten 5.5. Das Leben kann hart sein

 


 5.5.2026 Apg.14.19 "durch viele Drangsale hindurch"

Abgesehen von ihrem religiösen Inhalt ist die Apostelgeschichte, die momentan in der Liturgie gelesen wird, ein spannendes Zeitdokument. Sie gibt vor allem auch Aufschluss, wie sich erste kleine Jesus Gemeinschaften zu großen Gemeinden zusammenfinden und organisieren. Diese Arbeit übernimmt vornehmlich Paulus, der in der heutigen Geschichte, auf seiner ersten Missionsreise, fast zu Tode gesteinigt wird – aber unbeirrt weiter macht.  „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen“, so lapidar berichtet die Apostelgeschichte über die Gefährdung und die Mühsal der ersten Christen. Wir selbst können unseren Glauben völlig ungefährdet leben – aber weltweit sind heute fast 400  Millionen Christen intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.   Bitten wir

Für alle, die wegen ihrer religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen in Lebensgefahr geraten. Für alle, die in verschiedenen Lebenssituationen ihrem Gewissen folgen und dabei Schwierigkeiten und Nachteile auf sich nehmen

Bitten wir auch für alle, die sich in der Kirche für neue Entwicklungen einsetzen, für alle, die nach neuen Wegen und auch nach Ehrlichkeit und Offenheit in ihrer Lebensweise suchen –

Heute begehen wir in Österreich auch den Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. (Befreiung KZ Mauthausen!!) Bitten wir für alle, die in unserer Gesellschaft gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eintreten, und dass vor allem auch die Arbeit solcher Organisationen geschätzt und unterstützt wird  

Bitten wir auch für alle, die selbst Einschränkungen auf sich nehmen für den Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung, für alle die mahnen und unbequem sind

Für alle, die in Kriege und Konfliktsituationen verwickelt sind, ganz gleich, auf welcher Seite sie stehen - Für die unzähligen jungen Männer, die im Krieg unweigerlich in schwere Gewissenskonflikte geraten und extrem anders handeln müssen als in Friedenszeiten

Für alle wollen wir auch bitten, die in ihrem Alltag mit großen Sorgen kämpfen und die am eigenen Leib spüren, was „Drangsal“ heißt – und bitten wir für uns selbst und unsere eigenen „Drangsale,  mögen sie auch verschwindend klein sein: bitten wir kurz in Stille ….

 

So bitten wir im Namen Jesu und mit unserem Blick auf Maria. Amen


Sonntag, 3. Mai 2026

Fürbitten 4.5. So viele "brennende" Probleme gibt es

 

4.5.2026 Hl. Florian  

Heute ist Gedenktag des heiligen Florian. Er ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige – das ist schon etwas Besonderes. Florian war ein hoher kaiserlicher Beamter und wurde umgebracht, weil er sich bei einem römischen Statthalter, der Christen verfolgte, für christliche Soldaten einsetzte. Am 4.Mai 304, wurde Florian mit einem Stein um dem Hals in der Enns ertränkt. Über seinem Grab wurde das Chorherrenstift St. Florian errichtet. Florian ist einer der volkstümlichsten Heiligen im süddeutschen Raum.  Die 40 Christen, für die sich Florian eingesetzt hatte, starben im Kerker, es sind die Märtyrer von Lorch. Verfolgung, Gewalt und Mord aus religiösen Gründen gibt es nach wie vor. So hat die Intensität der Christenverfolgung auch im letzten Jahr zugenommen. Weltweit sind fast 400 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.     388 Mill  genau

 

So bitten wir heute auch im Namen des heiligen Florian um Hilfe für alle Menschen in höchster Bedrängnis. Für alle, die wegen ihrer Religion, wegen ihrer Art zu leben oder wegen ihrer politischen Überzeugung mit dem Tod bedroht sind

 

Wir denken auch an die Menschen in den Kriegs -und Krisengebieten unserer Welt. Menschen, die hilflos all dem ausgesetzt sind, was Unrecht und Gewalt mit sich bringt. Wir bitten um Frieden und darum, dass sich Kräfte durchsetzen, die zum Frieden verhelfen können.

 

Denken wir aber auch an alle Menschen, die sich in der momentan angespannten wirtschaftlichen Lage auch bei uns Sorgen um das tägliche Leben machen müssen. Bitten wir für unsere Regierung, dass sie die richtigen Maßnahmen trifft

 

Bitten wir für die verschiedenen Hilfsorganisationen, für die Helfer im Blaulicht-Einsatz

und ganz besonders natürlich für die Mitglieder der Feuerwehren, ihr Schutzpatron ist ja der hl.Florian

 

Bitten wir, dass wir selbst Menschen sind, die, wie der hl.Florian, entschieden für andere eintreten, denen Unrecht geschieht. Dass wir uns für die einsetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite stehen.

Wir bitten um den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für das engagieren, wovon wir überzeugt sind.  Guter Gott, lass uns Menschen sein, die sich verantwortlich für andere fühlen. Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen

 

Jeden Tag wieder müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Gott, sei du an unserer Seite und lass uns selbst hilfreich für andere sein. Das erbitten wir im Namen Jesu Amen

Samstag, 2. Mai 2026

Meine Seele sucht das Land der Freiheit - meine Maria im Mai

 



"Es steht geschrieben dass Maria sagte

meine Seele preist die Größe des Herrn

und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter

Heute sagen wir das so


meine Seele sucht das Land der Freiheit

mein Geist wird aus der Verängstigung herauskommen

und die leeren Gesichter der Frauen werden mit Leben erfüllt.

 

Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die Abhängigen

das vertane Leben aufgeben können

und lernen selber zu leben.

Wir werden unsere Besitzer enteignen und über die,

die glauben das weibliche Wesen zu kennen, werden wir lachen.

 

Die Herrschaft der Männer über die Frauen wird ein Ende nehmen

aus Objekten werden Subjekte werden

sie gewinnen ihr eigenes besseres Recht

 

Frauen werden zum Mond fliegen und in den Parlamenten entscheiden.

Ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in Erfüllung gehen

und die Sucht nach Herrschaft wird leer bleiben.

Ihre Ängste werden gegenstandslos werden

und die Ausbeutung wird ein Ende haben.

 

Die große Veränderung, die an uns und durch uns geschieht,

sie wird mit allen geschehen – oder sie bleibt aus"

 

Dorothee Sölle  (1929 - 2003)  evangelische Theologin, Pazifistin und Feministin 


Fürbitten 3.5. Euer Herz lasse sich nicht verwirren

 

3.5.2026  5.OS Joh.14.1  

Was für einen schönen, zärtlichen Satz hören wir heute gleich am Anfang des Evangeliums: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Wie gut kennen wir doch diese Gefühle von „verwirrt“, von verunsichert sein: Da gibt es diese Momente, wo das Hirn dezidiert NEIN sagt. Das Herz aber sagt JA, das Herz glaubt, es besser zu wissen. WANN ist es gut, dem Verstand zu folgen, nüchtern und pragmatisch zu bleiben? – WANN soll man gegen jede Vernunft hoffen oder lieben, ein Projekt angehen oder an einen Menschen glauben? Bitten wir heute

 

dass wir immer wieder diese Balance finden zwischen Herz und Hirn,  zwischen Gefühl und Verstand

dass wir uns Urteile zutrauen, die nicht mit denen der Mehrheit übereinstimmen

dass wir uns nicht verunsichern lassen, wenn wir von einer Sache wirklich überzeugt sind

dass wir Geduld mit uns selbst haben, dass wir uns zutrauen, das Richtige zu tun

dass wir uns trauen, große Ziele ins Auge zu fassen, dass wir aber auch akzeptieren, dass selten etwas hundertprozentig funktionieren wird

dass wir den Dingen und Entscheidungen ihre Zeit lassen und dass wir – wie Maria – im Herzen bewahren, was wir nicht sofort verstehen und annehmen können

In der Apostelgeschichte hören wir heute, wie die ersten wachsenden Jesus Gemeinden ihren Alltag organisieren. Aufgaben und Verantwortung werden verteilt. Bitten wir, dass auch wir bereit sind einen Dienst für Andere, einen Dienst für die Gemeinschaft zu übernehmen, 

Du guter Gott, so bitten wir, hilf uns im Vertrauen auf Jesus zu leben, hilf uns auch mit Unsicherheiten und unserer unruhigen Zeit gelassen umzugehen. Amen

Freitag, 1. Mai 2026

Fürbitten 2.5. Geduld braucht es und einen langen Atem

 


2.5.2026  Apg. 13.44  sich nicht entmutigen lassen

„Erfolg ist keiner der Namen Gottes“ – das hat der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber gesagt und gerade auch die Apostelgeschichte unterstreicht das immer wieder. Auch heute ist hier wieder vom Scheitern die Rede. Die große Predigt des Paulus in Antiochia bringt eigentlich nicht den erhofften Erfolg. Zwar interessieren sich zunächst viele Nicht-Juden für die Botschaft Jesu, zuletzt aber werden Paulus und Barnabas aus der Stadt vertrieben. Die beiden Männer aber ziehen unverdrossen weiter: „sie schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen“ heißt es wörtlich. Auch wir kennen doch solche Erfahrungen: man hat sich bemüht, man hat sein Bestes gegeben und dann ist doch alles vergeblich. Brauchen nicht auch wir immer wieder Geduld und einen langen Atem? Bitten wir heute

dass wir auch nach Rückschlägen immer wieder unverdrossen einen neuen Anlauf nehmen

dass wir für eine gute Sache etwas riskieren, auch wenn der Erfolg nicht garantiert ist

dass wir Gedanken und Projekte und auch Menschen reifen lassen können

dass wir darauf vertrauen, dass auch ohne unser eigenes Zutun manches gelingt

dass wir aber auch nichts mit Macht und um jeden Preis durchsetzen müssen 

dass wir Menschen und Situationen um uns akzeptieren, so wie sie eben sind

und dass wir nicht zuletzt auch uns selbst akzeptieren, so wie wir sind: ob im Erfolg oder bisweilen auch im Misserfolg

 

Du guter Gott: in deiner Hand liegt alles, was wir tun. Nicht immer gedeiht uns alles zum Guten, nicht immer sehen, „säen“ wir Erfolg. Dir aber dürfen wir vertrauen und mit Jesus den Weg unseres Lebens gehen. Amen.

 

 

Donnerstag, 30. April 2026

Fürbitten 1.5. SOLIDARITÄT: wir brauchen sie

 

1.5. 2026 um Arbeit und Frieden und um eine gesicherte Zukunft für Alle

 Der Erste Mai ist im politischen Bereich der Festtag der Sozialdemokraten und aller Strömungen, die sich für gerechte und solidarische Arbeits- und Lebensverhältnisse engagieren. Die Kirche denkt heute an den heiligen Josef, auch unter dem Aspekt „Josef der Arbeiter“. Der 1.Mai als internationaler Tag der Arbeit wurde in Österreich erstmals 1890 begangen und 1919 per Gesetz zum „allgemeinen Ruhe- und Festtag“ erklärt. Der eigentliche Ursprung liegt aber in den USA: Dort streikten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten die Einführung eines Acht-Stunden-Tags. Der 1.Mai ist kein kirchlicher Feiertag – aber er ist mit seinem sozialen Anliegen ein Feiertag der ganzen Gesellschaft.  Wir wissen vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen wir stehen, vor allem die, denen es nicht so gut geht. Bitten wir heute:

dass Solidarität kein leeres Wort bleibt, dass wir selbst bereit sind, auch im kleinen Umfeld Tag für Tag aufeinander Rücksicht zu nehmen,

Dass alle Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht geht, so gut wie möglich von den Hilfsmaßnahmen des Staates mitgetragen werden

Bitten wir um den sozialen Frieden und dass das, was wir als Spaltung der Gesellschaft erlebt haben, überwunden werden kann  

Danken wir am heutigen 1.Mai allen, die in unserem Land helfen, den vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen, den Einsatzorganisationen, den Mitarbeitern in Spitälern und Pflegeheimen.

Bitten wir, dass es uns gelingt, den vielen nicht deutsch sprechenden Kindern und Erwachsenen bei einem guten Anschluss an unsere Gesellschaft zu helfen. 

Auch die Sorge um den Krieg in der Ukraine ist nicht kleiner geworden. Dazu die Krise der Weltwirtschaft rund um die Angriffe auf den Iran und die gesperrte Straße von Hormus. Unzählige andere Konflikte rundum, die wir schon gar nicht mehr verarbeiten können.

Bitten wir um eine Chance für Frieden für all diese Kriegs -und Krisengebiete und bitten wir im eigenen Land um gute weitsichtige Entscheidungen für Politik und Wirtschaft, für alle Menschen hier in Österreich

 

Guter Gott, wir alle sind Teil einer Gemeinschaft. Lass uns Sorge füreinander und umeinander haben. Hilf uns, dass wir das Miteinander und das Wohl aller suchen. Amen


Der Gedenktag des hl. Josef des Arbeiters wurde von Pius XII. als Reaktion auf die Arbeiterbewegung eingeführt und mit dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, verbunden. Am 1. Mai 1955 sagte Pius XII. vor den Mitgliedern der Christlichen Vereinigungen der italienischen Arbeiter (ACLI): „Von Anfang an haben Wir eure Vereinigungen unter das mächtige Patronat des heiligen Josef gestellt. Denn es könnte keinen besseren Beschützer geben, der euch hilft, euer Leben vom Geist des Evangeliums durchdringen zu lassen. […] Wenn ihr also Christus nahe sein wollt […]: ‚Ite ad Ioseph! Geht zu Josef!‘ “

Mittwoch, 29. April 2026

Fürbitten 30.4. viele Möglichkeiten gibt es, füreinander da zu sein

 

30.4.2026  Joh.13.16  einander dien-lich sein

Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte“.. so beginnt heute das Evangelium. Der Text bezieht sich auf das sogenannte „Letzte Abendmahl“, den Abend vor dem Tod Jesu -  aber heute denken wir nicht an Gründonnerstag, sondern wir bekommen auch 4 Wochen nach Ostern einmal mehr gesagt: Schaut hin, so macht es Jesus. Er wäscht seinen Freunden, ja sogar seinem Verräter die Füße, Jesus macht sich klein, er ist wie einer, der dient.  WIR, WIR sind da ein bissl anders. Wie oft müsste es da am Ende eines Tages heißen „Nachdem ICH den anderen wieder einmal gründlich den Kopf gewaschen habe…“ Denn dazu fühlen wir uns ja so oft verpflichtet: Dinge richtig stellen, - den Anderen auf die Sprünge helfen - mal sagen, wie es wirklich geht,- sich nicht für dumm verkaufen lassen – sich durchsetzen –Diese zärtliche Demut Jesu, sich klein zu machen für seine Freunde - noch dazu auch für einen, der einen bald verraten wird.... werden wir jemals zu so etwas fähig sein? Üben wir es heute wenigstens mit Güte und Geduld. So bitten wir

Dass wir uns klein machen können, um anderen gut zu tun

dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen

dass wir uns umschauen, wo andere Nähe und Zärtlichkeit brauchen

dass wir nicht von oben herab mit anderen umgehen, sondern wenigstens auf Augenhöhe

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen und auch „niedere“ Arbeiten annehmen

 dass wir aufhören in „oben“ und „unten“ zu denken, dass wir uns selbst in anderen sehen

dass wir aber auch bereit sind, von anderen Nähe und Zärtlichkeit anzunehmen

dass wir jeden Tag dankbar sind, für die vielen Hilfeleistungen im Kleinen, die auch wir erfahren, und wenn es nur die geleerten Mistkübel und die sauberen Gehsteige sind.

 

Du guter Gott, Nein, wir müssen nichts tun, was über unsere Kräfte geht, aber hilf uns, einander gut zu sein und füreinander da zu sein, mit Güte und Geduld.  Amen

Dienstag, 28. April 2026

Fürbitten 29...6. „Die Eigenliebe ist es, die die Welt vergiftet “

 

29.4.2026 Katharina von Siena

Heute ist der Gedenktag von Katharina von Siena. Sie war eine ungewöhnliche Frau, eine große Mystikerin, mutig und selbstbewusst. Katharina , sie lebte von 1347 bis 1380,  hat mit scharfem Blick erkannt, was in der Kirche, aber was auch in der Gesellschaft ihrer Zeit falsch läuft.  Und sie hat sich nicht gescheut, ihre Meinung auch gegenüber den „Großen“ ihrer Zeit deutlich zu sagen. Dennoch war sie eine zutiefst innig Liebende. Aus ihrer tiefen Gott- und Christus-Verbundenheit hat sie ihr Leben gestaltet. Mit Worten der heiligen Katharina wollen wir heute unsere Bitten zu Gott tragen:

 

Verkünde die Wahrheit und sei nicht still vor Angst. sagt Katharina. So bitten wir für alle, die in dieser von Krisen gebeutelten Zeit wichtige Entscheidungen zu treffen haben. Wir bitten für uns selbst, einen klaren Blick zu bewahren und uns nicht von sorgen lähmen zu lassen


Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“ sagt Katharina: Schenk uns Geduld und einen langen Atem, für alles, was wir beginnen, auch wenn es nicht immer gleich so glückt, wie wir es gerne hätten. Hilf uns das Richtige zu tun, gerade in der momentanen Krise


„Für den Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand, er bedient sich beider.“ sagt Katharina.   Lass uns erkennen, dass alles seinen Sinn hat, dass es keine Sackgassen im Leben gibt und dass uns auch Rückschläge weiterbringen und manchmal sogar ein Segen sein können. Lass uns auch aus diesen Krisen klüger und gestärkt hervorgehen


„Die Eigenliebe ist es, die die Welt vergiftet “ sagt Katharina. So bitten wir, bewahre uns vor Egoismus, Eitelkeit und Selbstverliebtheit, aber gib uns das Vertrauen, dass wir uns doch selbst immer auch mit guten, liebevollen Augen sehen können.

 

Das wichtigste Heilmittel gegen die Eigenliebe ist die Selbsterkenntnis.“ sagt Katharina.. Hilf, dass wir uns nichts vormachen, dass wir uns nicht in den Sack lügen, dass wir, in allem was wir tun unsere wirklichen Motive und Absichten erkennen

 

Niemandem ist so schwer zu helfen wie einem lauen Menschen sagt Katharina:  bewahre uns davor, gleichgültig und mittelmäßig zu sein. Dass wir nicht Gelassenheit und Ruhe mit Desinteresse und Wurstigkeit verwechseln. Hilf uns gut leben, arbeiten, lieben und nicht zuletzt: immer wieder Gott suchen. 

 

Du guter Gott, auf die Fürsprache der heiligen Katharina, die auch Kirchenlehrerin und Mit-Patronin Europas ist bitten wir in diesen Tagen um einen guten Weg für unsere Kirche, Kirche in unserem kleinen Umfeld und Kirche weltweit. Wir bitten für Papst Leo XIV und alle, die Verantwortung tragen. Komm heiliger Geist, mach Mut. Amen   

Montag, 27. April 2026

Fürbitten 28.4. wie "erlöst" sehen wir Christen denn aus?

 

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

28.4.2026  Apg. 11.19  zum ersten Mal nannte man sie Christen     Job Beschreibung  Christ sein  

In der Apostelgeschichte erfahren wir heute, WO und WANN man die Anhänger des Jesus von Nazareth zum ersten Mal „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, der damals drittgrößten Stadt des Römischen Reiches. Die Stadt war Sitz des Legaten von Syrien, dem zu dieser Zeit auch Palästina unterstand. Diese erste so genannte Gemeinde der „Christen“ bestand sowohl aus Juden, die nun Anhänger Jesu waren, wie auch aus Nicht-Juden, Heiden, wie man sie nannte, die auch in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Das war zunächst noch ein umstrittener Prozess gewesen.  Wir Christen HEUTE sind ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – WORAN man UNS wohl erkennt? Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen "erlöster aussehen"  Bitten wir heute

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus, 

Vertrauen in das Leben haben und uns nicht von Panikmache anstecken lassen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,

offen und ohne Vorurteile auf andere Menschen zugehen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus

Andere aufrichten und ermuntern können

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,

den Mut haben, unseren eigenen Weg zu suchen und zu gehen

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus 

bereit sind, zu teilen und uns auch einzuschränken, wenn es für andere wichtig ist

 

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus

Freude am Leben haben und wir das Leben annehmen, was auch immer jeder Tag mit sich bringt

 So bitten wir, die wir den Namen „Christen“ tragen, im Namen Jesu. Und Tag für Tag bitten wir auch um Frieden und um Versöhnung für unsere Welt, um ein Leben in Gerechtigkeit und Würde für alle Menschen. Amen 


Antiochia am Orontes war die drittgrößte Stadt des Römischen Reiches, Sitz des Legaten von Syrien, dem um diese Zeit auch Palästina unterstand. Dort entstand die erste Gemeinde, die aus Juden- und Heidenchristen zusammengesetzt war. Wie immer richtet sich die Botschaft zuerst an die Juden. Aber die „Hellenisten“ wenden sich auch an die Heiden und gewinnen Anhänger. Die Gemeinde von Jerusalem sah diese Entwicklung nicht ohne Sorge: hatte doch Petrus Mühe gehabt, den „Hebräern“ zu erklären, dass Gott „auch den Heiden die Umkehr zum Leben schenkt“ (11, 18). Man sandte also Barnabas als „Visitator“ nach Antiochia. Er war der rechte Mann am rechten Ort. Zwei wichtige Nachrichten stehen am Schluss dieser Lesung: 1. Es gelingt Barnabas, Saulus in die Missionsarbeit einzuschalten. 2. In Antiochia entsteht der Name „Christen“ als Bezeichnung der Jünger Jesu. „Christen“, weil sie glauben, dass Jesus der Christus, der Messias ist.

 

https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/woche4/Dienstag.htm?datum=2026-04-28&r=1

Sonntag, 26. April 2026

Fürbitten 27.4. Was trauen wir ihm wirklich zu - dem heiligen Geist?


27.4.2026 Apg.11.1  auch nicht Juden können Christen  werden Mo 4.OW

Die Apostelgeschichte berichtet heute von einem neuen großen Abschnitt in der jungen Jesus Gemeinde. Zum ersten Mal werden Nicht Juden in die Gemeinschaft aufgenommen, ohne dass sie zuvor durch Beschneidung zu Juden gemacht werden. Auch müssen die neu Getauften nicht mehr die jüdischen Reinheits- und Speisevorschriften einhalten. Eine Stimme vom Himmel habe Petrus in einer Vision gesagt: „Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein“ . So erkennt Petrus bei der Taufe des nicht jüdischen Hauptmanns Kornelius: "....dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist" Für die junge Jesus Kirche ist das ein gewaltiger Einschnitt. Es kann uns heute aber auch sagen: Habt mehr MUT, seid offen für neue Wege. So bitten wir

dass wir offen dafür sind, wohin auch uns der Geist Gottes führen wird,

dass wir uns in jeder Lebensphase, vor allem auch im Alter Veränderung zutrauen, ein neues Denken

dass wir bereit sind, neue Lösungen für alte Probleme zu suchen

Dass wir nicht aus Ängstlichkeit darauf bestehen, es müsste alles so bleiben, wie es immer schon war

Dass wir uns auch von lieb gewordenen Gewohnheiten trennen können, wenn wir sehen,  dass sie uns selbst und anderen nicht mehr gut tun

Dass wir auch anderen Veränderung zu trauen - Dass wir niemand dabei entmutigen, neue Wege einzuschlagen

Dass wir auch Krisen und Schwierigkeiten als Chance sehen, dass daraus etwas Neues, Gutes entstehen kann

bitten wir, dass auch die Kirche mit Papst Leo den Mut hat, neue Wege einzuschlagen und neues Denken zuzulassen, im Vertrauen auf den heiligen Geist

bitten wir, dass uns der heilige Geist nicht nur eine fromme Formel ist, sondern dass wir uns Tag für Tag auf das einlassen, was uns verändern und verwandeln will.

 

So bitten wir im Namen Jesu, der uns auch heute wieder im Evangelium zusagt, als guter Hirte immer an unserer Seite zu sein. amen

Samstag, 25. April 2026

Fürbitten Sonntag 26.4. Gute Hirtin - guter Hirte sein

 

26.4.2026 Joh 10.1 Guter Hirte Weltgebetstag für geistliche Berufe  - 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

"Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. / Er lässt mich lagern auf grünen Auen, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil".

Für viele Christen ist das wohl ein Lieblingsgebet, der Psalm 23 – der heute am 4.Ostersonntag auch in der Liturgie gebetet wird. Es ist der Sonntag vom Guten Hirten, weil das Johannesevangelium darüber berichtet, dass sich Jesus selbst als den guten Hirten bezeichnet hat. Er ist der, der sich um jedes einzelne der ihm anvertrauten Tiere kümmert. Aus dieser Metapher, aus diesem Satz schöpfen ganz viele Menschen Kraft und Zuversicht. Auch wenn nur wenige von uns wohl noch einen echten Hirten kennen, wir alle verstehen, was darunter gemeint ist.

Heute ist auch Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Die Worte Jesu von sich selbst als „Guten Hirten“ passen natürlich perfekt dazu. Aber letztlich geht es nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder, jede von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere. Und nicht zuletzt geht es im Leben von uns allen um das, was wir im letzten Satz des Evangeliums heute hören: „sie sollen das Leben haben und es in Fülle haben“. Bitten wir heute

Dass wir in dieser herausfordernden Zeit ganz besonders erkennen, wie sehr wir füreinander verantwortlich sind, wie sehr wir füreinander einstehen sollen

Dass wir als Christen eine Kultur des Mutes und der Zuversicht leben, nicht eine Kultur der Angst und der Ängstlichkeit. Dass wir uns nicht über-fordert fühlen, sondern ge-fordert

Dass wir in unserem Alltag „Gute Hirten und gute Hirtinnen sind“, dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was uns anvertraut ist.

Dass wir immer besser erkennen, was es heißt, das Leben in Fülle haben. Dass wir uns getrauen das Leben durch und durch zu genießen, dass wir nicht in ständiger Askese leben müssen

Dass wir auch unsere Sehnsüchte erkennen, dass wir bereit sind, uns auf Neues einzulassen, im Blick auf den Guten Hirten, der uns begleiten wird  

Dass wir im Vertrauen auf Jesus aber auch all das annehmen können, was uns schwerfällt, was unverständlich und manchmal vielleicht auch un-erträglich zu sein scheint.

Bitten wir, dass immer wieder Menschen die Freude daran finden, sich auf eine besondere Lebensform in der Nachfolge Jesu einzulassen. Bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden und dass es den Mut auch für Frauen als Priesterinnen gibt

Heute ist auch der 40-Jahrestag der schrecklichen Atomkatastrophe von Tschernobyl, denken wir an die vielen Opfer, die es noch jahrelang danach gab und gibt – bitten wir, dass rundum neuen Technologien nicht zum Schaden der Menschen eingesetzt werden

 So bitten wir an diesem Sonntag des "Guten Hirten" um die Fürsorge Gottes - im Namen Jesu. Amen