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Sonntag, 2. November 2014

Der Tod ist eigentlich nichts ...


Tautropfen
Foto  Maria Stachel


„Der Tod ist eigentlich nichts.

Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.

Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.

Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.

Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.

Seid nicht feierlich oder traurig,

lacht sogar, worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet für mich und denkt an mich.

Das Leben geht weiter, und einmal sehen wir uns wieder.

Der Faden ist nicht durchschnitten.

Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,

nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg.

Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.“ 

Charles Péguy

Samstag, 1. November 2014

Fürbitten 2.11 Allerseelen- verbunden mit Allen



2.11.2014 Allerseelen

Wir Menschen sehnen uns so sehr nach einem guten Leben. Die meisten von uns wollen nicht mehr, als ein wenig Zufriedenheit und Glück. Immer wieder ist es der Tod, auch die Angst vor dem Tod, wo wir an eine Grenze stoßen. Wie sinnvoll kann ein Leben sein, an dessen Ende unweigerlich der Tod steht? So kommen wir mit unserer Sehnsucht zu Dir, Gott und rufen:
Guter Gott, sei DU unser Leben – wir bitten dich, erhöre uns.

Wir bitten an diesem heutigen Allerseelentag für unsere verstorbenen Angehörigen, mit denen uns Liebe, Vertrautheit, Familiengeschichte, Herkunft und so manche Eigenschaften verbinden. 
Guter Gott, sei DU unser Leben.... wir bitten dich erhöre uns

Wir bitten für unsere verstorbenen Freunde, Arbeitskollegen, Wegbegleiter und Bekannten, mit denen uns ein Stück Weg und der Dank für erfahrene Lebensfreude verbinden.

Wir bitten für die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror und für deren Angehörige, mit denen uns die Trauer um nicht gelebtes Leben und die Friedlosigkeit in unserer Welt verbindet.

Wir bitten für die Schwerkranken und Sterbenden, mit denen uns die Sorge um unser zerbrechliches Leben und die Hoffnung auf Leben in Fülle verbindet.

Wir bitten für alle, denen heute schon Lebensfreude und Kraft abhanden gekommen ist, für alle, die sich „wie tot“ fühlen

wir bitten für Alle, die am Rande unserer Gesellschaft gelassen werden, für alle, die sich nicht integriert und angenommen fühlen, wir bitten für die Flüchtlinge und Heimatlosen

Du Gott des Lebens, du kennst unsere Sehnsucht nach Freude und Liebe. Schenke uns immer wieder Menschen, die uns aufrichten und lass uns selbst Menschen sein, die anderen ein Trost in schweren Zeiten sind. Darum bitten wir durch Jesus deinen Sohn, der mit uns auch über die Schwelle dieses Lebens gehen wird. Darauf vertrauen wir und danken dir. Amen

Allerheiligen - wie Irmgard es "sieht"



Freundin Irmgard schreibt nicht nur Geschichten vom "Herrn Max", 
sondern unterdem Motto "was i no sagn mecht" ... 
auch "Betrachtungen" rund um den Jahreskreis

was i no sagn mecht ….. 
zu Allerheiligen

am liabsten, ja da san man de vüln leit,

die dreimal im jahr an an tag so wia heit

die friedhöfe stürmen und schmückn und betn,

als obs ‚‘s ganze jahr gar nix anderes tätn.

des g’steck, des muaß schena  sein als  nebnan,

des kerzl muaß leichtn a paar monat lang.

d‘ batterie, die macht’s möglich, die technik dazu,

ma hat a guats g’wissen und außerdem ruh.

do i bin heut gsessn im gartn a zeit,

hab ghert wia vo weitn die kirchglockn läut,

war mit mir und mit meine gedanken alan

und konnt denken an alle, die wertvoll mir san.

I geh a übers jahr oft am friedhof und dann

zünd i am grab meiner eltern a echts  kerzerl an.

aber da is meist stü und der friedhof fast leer,

da stert dann beim nachdenken mi kana mehr.



des nächste is weihnachten, ja gar ka frag.

zweiter sonntag im mai, da is muttertag!

©Irmgard Czerny