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Donnerstag, 6. September 2018

Wahrheit?



Du denkst über die Wahrheit, als wäre sie eine Formel, 
die du aus einem Buch herauspicken kannst. 

Wahrheit kostet den Preis der Einsamkeit. 
Wenn du der Wahrheit folgen willst, 
musst du lernen, allein zu gehen.

- Anthony de Mello, Eine Minute Unsinn

Mittwoch, 5. September 2018

all ich mich selbst zu lieben begann....



Als ich mich selbst zu lieben begann..

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
daß emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTENTHISCH-SEIN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, daß alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
daß mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!



Quelle: "When I loved myself enough" von Kim McMillen
bekannt geworden, weil Charlie Chaplin es an seinem 70.Geburtstag zitiert

Montag, 3. September 2018

Sage nicht "mein"





Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird wohl alles noch reichen. 

Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.


Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.


Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.


Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Dein eignen Schatten nimm
zum Weggefährten.


Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruss mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor. 

Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.


Zerreiss deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.


Samstag, 28. Juli 2018

wenn das Ende der neue Anfang ist




Jeder Augenblick im Leben 

ist ein neuer Aufbruch,

ein Ende und ein Anfang
 
ein Zusammenlaufen der Fäden 

und Auseinandergehen



Yehudi Menuhin

Samstag, 21. Juli 2018

weiter stolpern

Foto Samya Hamieda Lind



Wieder versuchen.
Wieder scheitern.
Besser scheitern 


Samuel Beckett

Donnerstag, 19. Juli 2018

...ah, bequeme Schuhe

Foto Samya Hamieda Lind

Vergnügungen 


Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen 
Das wiedergefundene Buch 
Begeisterte Gesichter 
Der Wechsel der Jahreszeiten 
Die Zeitung 
Der Hund 
Die Dialektik 
Duschen, Schwimmen

Alte Musik 

Bequeme Schuhe 
Begreifen 
Neue Musik 
Schreiben, pflanzen 
Reisen, singen 
Freundlich sein. 


Bert Brecht

Sonntag, 15. Juli 2018

leider komme ich nur selten dazu

Foto Samya Hamieda Lind


                                        Ich bin nämlich eigentlich ganz anders                                       
       nur komm ich so selten dazu. 

Ödön von Horvath

Samstag, 14. Juli 2018

Handschellen ums Herz

Foto Samya Hamieda Lind


Stress - 
das sind die Handschellen, 
die man ums Herz trägt.

Helmut Qualtinger

Freitag, 13. Juli 2018

die drei wichtigsten Dinge?

Foto Samya Hamieda Lind



"Drei Dinge muss der Mensch wissen, 
um in dieser Welt zu überleben: 

Was für ihn zu viel, 
was für ihn zu wenig, 
und was genau richtig ist." 


Suaheli Sprichwort

Dienstag, 10. Juli 2018

egal wie es ausgeht...?


Foto Samya Hamieda Lind

"Hoffnung 
ist nicht die Überzeugung, 
dass etwas gut ausgeht, 

sondern die Gewissheit, 
dass etwas Sinn hat, 
egal wie es ausgeht" 

Vaclav Havel


Samstag, 7. Juli 2018

das Entscheidende: es ist, wie es ist

Foto Samya Hamieda Lind


" Beharre nicht auf der Welle 
die sich an deinem Fuß bricht. 
Solange er im Wasser steht, 
werden sich neue Wellen 
an ihm brechen." 


Bertolt Brecht

Freitag, 6. Juli 2018

WAHN - SINN


Foto Samya Hamieda Lind
"Du bist 
mit einem kleinen Funken Wahnsinn gesegnet. 
Du darfst ihn nicht verlieren“ 
                                                        Robin Williams                                                                                 

Mittwoch, 4. Juli 2018

die Kunst, die entscheidenden Fragen zu stellen

Foto Samya Hamieda Lind


"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot, 

der die naiven Fragen stellt, 
vor denen man selbst zurückschreckt." 

Mark Twain


Sonntag, 1. Juli 2018

lassen wir uns nicht Angst machen

Zum EU Ratsvorsitz Österreichs

aus der katholischen Sonntagslesung
Der Apostel Paulus schreibt an die reiche Gemeinde in Korinth

"So wie ihr an allem reich seid
an Glauben, Rede und Erkenntnis
und vielem anderen mehr ....
so sollt ihr auch in der Sorge um Andere euren Reichtum zeigen

Es geht nicht darum,
dass ihr selbst in Not geratet indem ihr anderen helft
es geht vielmehr um einen AUSGLEICH.

In dieser Zeit soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen
damit auch ihr Überfluss,
dass, was sie zu geben haben
eurem Mangel abhelfe.

So soll ein AUSGLEICH entstehen
Wer viel sammelt, hat nicht zu viel
wer wenig hat, hat nicht zu wenig"

Lassen wir uns nicht Angst machen, 
dass wir selbst zu kurz kommen
und die Anderen uns arm machen.
Lernen wir hinsehen auf das, was andere brauchen
und geben wir es gern, wenn wir geben können

Samstag, 30. Juni 2018

Anleitung: nicht nur für Urlaubstage

Foto Samya Hamieda Lind



Lass dich fallen,

lerne Schlangen beobachten, pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen und
verteile sie überall in deinem Haus.


Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen, schaukle so hoch du kannst
mit deiner Schaukel bei Mondlicht.


Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere "verantwortlich zu sein",
tue es aus Liebe.


Glaube an Zauberei, lache eine Menge,
bade im Mondlicht.
Träume wilde phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert, 
kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.


Spiele mit allem, unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig, baue eine Burg aus Decken,
werde nass, umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe.


Josef Beuys

Freitag, 29. Juni 2018

nicht alles soll man hätscheln


Foto Samya Hamieda Lind

„Sorgen sind wie Babys:
Je mehr man sie hätschelt,
umso besser gedeihen sie.“ 

Helmut Qualtinger


Donnerstag, 28. Juni 2018

suche die Nähe deiner geliebten Menschen ...

Foto Samya Hamieda Lind


Abschiedsbrief von Gabriel Garcia Marquez  2008

Gabo, wie sich der vielgeliebte Nobelpreisträger selbst nannte, war an Lymphkrebs in fortgeschrittenem Stadium erkrankt. Diesen Brief stellte die Universität von Gerona ins Internet, als Mail und auf der Uniwebsite - mit der ausdrücklichen Maßgabe, ihn wie einen Rundbrief
weiterzuverbreiten.


Wenn für einen Augenblick Gott vergessen
würde, dass ich eine Stoffmarionette bin und er mir noch einen Fetzen
Leben schenken würde: die Zeit würde ich intensiver ausnutzen. 
Sehr
wahrscheinlich würde ich nicht alles sagen was ich denke, aber ich
würde überlegen, was ich sage. Ich würde die Dinge bewerten, nicht
dafür, was sie Wert sind, sondern dafür, was sie bedeuten.... 

Wenn Gott mir einen Fetzen Leben schenken würde, einfach
würde ich mich kleiden und mich in die Sonne stürzen und nicht nur
meinen Körper sondern meine Seele öffnen. Den Menschen würde ich
beweisen, wie sie sich irren wenn sie denken, dass sie sich nicht mehr
verlieben könnten wenn sie alt werden, ohne zu wissen, dass sie alt
geworden sind, weil sie sich nicht mehr verliebt haben.
Einem Kind
würde ich Flügel schenken, aber ich würde ihm allein das Fliegenlernen
überlassen. Den Alten würde ich lehren, dass der Tod nicht mit dem
Altwerden kommt, sondern mit dem Vergessenwerden.
 

Wenn ich wüsste, dass heute das letzte Mal wäre,
dass ich dich schlafen sehe, würde ich dich fest umarmen und Gott
bitten der Schutzengel deiner Seele sein zu dürfen. Wenn ich wüsste,
dass dies die letzten Minuten sind, in denen ich dich sehe, würde ich
sagen: »Ich liebe dich« und ich würde es nicht für selbstverständlich
hinnehmen, dass du es schon weißt.
Es gibt immer einen Morgen und
das Leben gibt uns immer eine andere Chance, die Dinge gut zu machen.

Aber was ist wenn ich mich irre und das Heute ist alles was uns übrig
bleibt? Dann würde ich gerne sagen, wie sehr ich dich liebe und dass
ich dich nicht vergessen werde.
Der Morgen ist niemandem versichert
worden, jung oder alt. Heute kann es das letzte Mal sein, dass Du
diejenigen siehst, die du liebst. Deshalb warte nicht, mach es jetzt,
denn wenn der Morgen nie kommt, wirst du den Tag bereuen, als du keine
Zeit hattest für ein Lächeln, eine Umarmung, einen Kuss, oder einen
Wunsch zu erfüllen, weil du so beschäftigt warst.

Suche die Nähe
deiner geliebten Menschen, flüstere ihnen zu wie sehr du sie brauchst,
liebe sie und behandele sie gut. Nimm dir Zeit um ihnen zu sagen: »Tut
mir Leid«, »Bitte«, »Danke« und alle Liebeswörter, die du kennst.
Niemand wird sich für deine geheimen Gedanken an dich erinnern; bitte
Gott, dass er dir Kraft und Weisheit gibt, sie auszudrücken. Sage
deinen Freunden und geliebten Menschen, wie wichtig sie für dich sind.



Mittwoch, 27. Juni 2018

Auch ein Beitrag zum 12 Stunden Tag

Foto Samya Hamieda Lind


In seinem Urlaub steht ein Investmentbanker in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtet, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegt. Er hat einige riesige Thunfische gefangen. Der Banker gratuliert dem Fischer zu seinem prächtigen Fang und fragt, wie lange er dazu gebraucht hätte.
Der Fischer antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."

Daraufhin fragt der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben sei, 
um noch mehr zu fangen.
Der Fischer sagt: „die Fische reichen, um die Familie die nächsten Tage zu versorgen“.

Der Banker aber fragt: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"
Der Fischer sagt: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen; spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. "

Der Banker erklärt: "Ich bin Harvard-Absolvent und könnte ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten."

Der Fischer fragt, scheinbar interessiert: "Und wie lange wird dies alles dauern?"
Der Banker: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Fischer fragt: "Und was dann?"

Der Banker lacht und sagt: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, können sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen; ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Fischer sagt: "Millionen. Und dann?"

Der Banker : "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Kindern spielen, eine Siesta mit ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit ihren Freunden Gitarre spielen."

nach: Heinrich Böll "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral", abgewandelt

Montag, 25. Juni 2018

gleich damit anfangen

Foto Samya Hamieda Lind


"Und plötzlich weißt du: 
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und
dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." 

Meister Eckhart


"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, 
würde ich versuchen mehr Fehler zu machen. 
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, 
ich würde mich mehr entspannen. 
Ich wäre ein bisschen verrückter...
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. 
Wenn ich noch einmal anfangen könnte, 
würde ich versuchen, 
viel mehr gute Augenblicke zu haben..
Vergiss nicht den jetzigen" 

Jorge Luis Borges

Sonntag, 24. Juni 2018

totaliter aliter - VOLLKOMMEN ANDERS


Wie der Himmel ausschaut?

Ein lieber Freund schickt mir diese Geschichte, die im Mittelalter spielt.
Zwei brave fromme Mönche malen sich in ihrer Fantasie den Himmel in den
glühendsten Farben aus. Sie versprechen sich gegenseitig, dass derjenige von ihnen,
der zuerst stirbt, seinen Freund sofort informieren wird, wie es DORT aussieht.
Ein einziges Wort sollte genügen
Entweder „TALITER “ - es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben, 
oder          „ALITER“ -  es ist ganz anders, als wir es uns vorgestellt haben. 
Nachdem der erste Mönch gestorben war, erschien er dem anderen im Traum, aber er sagt sogar zwei Worte: „Totaliter aliter!“ 
GOTT, er ist vollkommen, vollkommen ANDERS als wir ihn uns vorstellen!

Eigentlich sehr beruhigend - wenn es sich nur ausreichend herumsprechen würde unter
allen Theologen und in allen Religionen