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Sonntag, 2. August 2026

Fürbitten 3.8. HEUTE: der erste Tag vom Rest meines Lebens

 


3.8.2026  ein neuer Tag, eine neue Woche, ein neuer Monat

 Eine neue Woche beginnt. Ja, nicht nur eine neue Woche – nun sind wir auch schon im Monat August. Für die einen verrinnt die Zeit wie im Flug – für andere sind die Tage vielleicht immer wieder eine Last und ziehen sich endlos. Gerade jetzt die große Hitze macht wohl vielen zu schaffen, die nicht in klimatisierten Räumen leben und arbeiten. Mit welchen Gedanken und Gefühlen gehen wir wohl in diese neue Woche – ist uns vielleicht doch auch bewusst: HEUTE, das ist doch eigentlich der erste Tag vom Rest meines Lebens. Wie kostbar ist dieser Tag – und wenn er noch so banal aussieht, jede einzelne Stunde dürfen wir gestalten, oder wenigstens doch mitgestalten. Immer hängt es auch von mir selbst ab, wie dieser Tag verläuft. Nehmen wir uns Anleihe beim Konzilspapst Johannes XIII. Er hat ein wunderschönes Gebet geschrieben: „Nur heute“ – so heißt es. Und genau so wollen wir bitten. „Nur heute“….,

NUR HEUTE guter Gott,  - lass mich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe und lass, dass ich  meine Grantigkeit dabei niemand spüren lasse 

NUR HEUTE - lass mich eine gute Tat vollbringen, und es niemanden erzählen.

NUR HEUTE - lass mich ganz bewusst für jemand anderen etwas Gutes, ohne dass ich selbst etwas davon habe

NUR HEUTE - lass mich so leben, dass ich niemanden kritisiere, dass ich niemand verbessern will, außer mich selbst

NUR HEUTE - lass mich den Tag ohne Einschränkung dankbar annehmen, trotz aller Probleme und offenen Fragen

NUR HEUTE – lass, dass ich mich den Umständen dieses Tages anpassen kann, den Bedürfnissen der Menschen, ohne zu verlangen, die sie sich mir anpassen

NUR HEUTE - lass, dass ich mich vor zwei Übeln hüte: der Hetze und der Unentschlossenheit.

NUR HEUTE - soll es mir gelingen, dass ich an diesem einen Tag und in diesem Leben glücklich und dankbar bin, lass mich nicht glauben , das Glück warte erst in einem anderen Leben auf mich

 

Du guter Gott, Nur für HEUTE, lass uns all das versuchen. Denn nur Heute ist es uns gegeben, das Gute an diesem Tag zu wirken. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 

Samstag, 1. August 2026

Fürbitten Sonntag 2.8. HUNGER !!!! GEBT IHR IHNEN ZU ESSEN

 


2.8.2026 Mt.14.13 die wunderbare Brotvermehrung 

Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma

Zwei Texte hören wir heute, die uns eigentlich sehr betroffen machen sollten. Da ist die Rede von einer großen Menge von Menschen die großen Hunger und Durst haben – aber im Evangelium hören wir dazu keinen Spendenaufruf, sondern Jesus, der von seinen Jüngern auf das Problem aufmerksam gemacht wird, sagt: „GEBT IHR IHNEN ZU ESSEN.“  Eigentlich wollen die Jünger die hungrigen Menschen wegschicken, damit die sich irgendwo selbst versorgen -aber Jesus sieht des Lösungsansatz wo anders. IHR, IHR selbst seid gefragt.  Letztlich vollbringt Jesus ein Brotwunder – aber seine Aufforderung bleibt: TUT IHR ETWAS.

In der Lesung aus der jüdischen Bibel ist der Prophet Jesaja fast noch radikaler:  "Auf ihr Durstigen und Hungrigen „KAUFT UND ESST. KOMMT UND KAUFT OHNE GELD“ Das heißt: Das Lebensnotwendige muss es einfach für alle geben. (und Jesaja will damit auch sagen, haltet an eurem Gott fest, er wird für euch sorgen) Aber wir müssen uns eigentlich fragen: Wie spricht Jesus MICH an, wie spricht er unsere Gesellschaft an, wenn er sagt: GEBT IHR IHNEN ZU ESSEN. Bitten wir heute

Dass wir von der materiellen Not anderer Menschen nicht nur hören und sie uns einfach "leid" tun. Dass wir uns vielmehr auch persönlich betroffen fühlen, wenn wir von Armut und Hunger hören. 

Dass wir Hilfe nicht „den anderen“ überlassen. Dass wir wenigstens im kleinen Rahmen mit Spenden helfen, wo wir helfen können.

Dass wir uns auch im eigenen Land dafür engagieren, dass die Armen nicht ärmer werden, dass Kinder und Familien nicht auf Almosen angewiesen sind.

dass wir uns gerade jetzt in dieser angespannten Wettersituation solidarisch verhalten. Dass wir auf die achten, die besondere Hilfe brauchen. Dass wir uns angesichts der Trockenheit selbst bemühen, sinnvoll Wasser zu sparen. Bitten wir aber auch für die politisch Verantwortlichen, dass wirklich langfristig Lösungen  verwirklicht und nicht nur besprochen werden

hilf uns aber auch erkennen, dass es einen seelischen Hunger nach Zuwendung und Nähe gibt, oft ist dieser Hunger sehr groß -  hilf uns, dass wir Gemeinschaft und Zuwendung schenken

Und stille du auch unseren eigenen Hunger, unsere Sehnsucht nach Liebe, nach Freude und Glück, unsere Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben.

Heute ist auch der internationale Gedenktag an den Genizid, der während der Nazi Zeit an den Sinti und Roma begangen worden ist. Von den rund 11.000 Angehörigen der Volksgruppe in Österreich sind etwa 90 Prozent Opfer des NS-Terrors geworden.  In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 4.300 Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze von der SS ermordet. Tun wir alles, was in unserer Macht steht, um neue rechtsextreme und rassistische Tendenzen aufzuzeigen und zu verhindern

 So bitten wir im Namen Jesu - und bitten wir in diesen Tagen um Regen dort, wo nun schon bedrohliche Trockenheit herrscht. Bitten wir, dass die Menschen allerorten von den katastrophalen Auswirkungen dieses Sommer Wetters so gut es geht verschont bleiben. amen