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Samstag, 31. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 1.2. WANN der Himmel beginn? Heute und Jetzt !!

 


1.2.2026 Bergpredigt Mt.5.1  Die acht Seligpreisungen

Die sogenannten Seligpreisungen im heutigen Evangelium gehören zu den bekanntesten Texten des Neuen Testaments und sie sind vielleicht sogar so etwas, wie ein Stück Weltliteratur. Man glaubt sie schon durch und durch zu kennen, und vielleicht erreichen einen dann die einzelnen Sätze gar nicht mehr in ihrer tiefen Bedeutung. Frère Roger Schutz, der Gründer der Gemeinschaft von Taizé hat einmal gesagt: "Lebe das Evangelium – lebe, was Du verstanden hast – und sei es auch nur ein einziger Satz!" Fragen wir uns: Von welchem Satz fühle ich mich heute berührt?

Selig die arm sind vor Gott, sagt Jesus:                                                                                   bitten wir, dass wir die Freude daran erleben, dass Gott uns in aller Arm-seligkeit annimmt wie wir sind  

Selig die Trauernden, sagt Jesus                                                                                               lass, dass wir selbst immer wieder Trost erfahren – und dass wir im Mitfühlen und Mitleiden anderen Sorgen und Ängste abnehmen können

Selig, die keine Gewalt anwenden, sagt Jesus                                                                         Hilf uns, dass wir selbst ein Klima schaffen, in dem sich Menschen ohne Angst und Druck entfalten können. Mach uns auch innerlich frei von Aggression und jeder Vergeltungssucht 

Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, sagt Jesus                                                       lass uns mithelfen, dass die Schwächeren nicht unter die Räder kommen, dass es genug Zuwendung für Behinderte, Kranke und Alte gibt, - und dass wir selbst ohne Eifersucht und Neid Anderen Erfolg und Gutes gönnen.                                                                                          

Selig die Barmherzigen, sagt Jesus                                                                                             lass uns wohlwollend und mitfühlend sein, großzügig, und nicht nachtragend. Lass uns aber auch barmherzig sein mit uns selbst, wenn wir immer wieder an unseren eigenen Ansprüchen  scheitern                                                  

Selig, die ein reines Herz haben, sagt Jesus                                                                                 hilf uns gut von Anderen zu denken, hilf uns Vorurteile ablegen, hilf, dass wir Menschen wohl-wollend immer wieder eine neue Chance geben

Selig, die Frieden stiften, sagt Jesus                                                                                                          hilf uns, dass wir aufrichtig, friedlich und versöhnlich miteinander umgehen, dass wir einander nicht mit Ungeduld und Rechthabereien das Leben schwer machen. Dass wir das Gemeinsame und nicht das Trennende suchen.

 

Du guter Gott, so hilf, dass wir im Geiste Jesu die Welt anders denken als sie ist. Dass wir den Mut haben, Stück für Stück, und sei es noch so klein, unser eigenes Verhalten zu ändern. Denn du willst, dass der Himmel HEUTE beginnt. Heute, Jetzt und in alle Ewigkeit. Amen  

Freitag, 30. Januar 2026

Fürbitten 31.1. "Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.“

 

31.1.2026 Hl. Don Bosco – Lieben heißt, das Glück des anderen zu suchen"

 

Heute ist der Gedenktag des italienischen Priesters Johannes Don Bosco, den man als den Heiligen der Straßenkinder in aller Welt bezeichnen könnte.  Don Bosco lebte von 1815 bis 1888 und hat im Turin des 19. Jahrhunderts, am Beginn der Industriellen Revolution, zahllose Kinder und Jugendliche von der Straße geholt. Er war einer der ersten in Italien, der Lehrverträge eingeführt hat, um die Kinder zu schützen. Don Bosco hat Jugendzentren eröffnet, in denen die Jugendlichen lernen und spielen konnten und wo ihnen eine Ausbildung organisiert wurde. Seine Pädagogik, seine Jugendarbeit und die Don Bosco Sozialprogramme finden sich heute in 130 Ländern. Ein weltweites Don Bosco Netzwerk, Patres, Schwestern, Laien, fördert weltweit Kinder und Jugendliche in Risikosituationen - vom Sudan bis Peru, von Bangladesch bis Palästina. Don Bosco tat, was notwendig und not-wendend war. Und er war ein „fröhlicher“ Heiliger. Bitten wir heute mit seinen Worten

 

"Für die Jugend gehe ich bis an die Grenzen der Verwegenheit" sagte Don Bosco. Bitten wir, dass es uns hier in Österreich auch gelingt, jenen jungen Menschen sinnvoll und nachhaltig zu helfen, die als Flüchtlinge oder auch auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu uns gekommen sind. Junge Leute, die noch von ganz anderen Wertvorstellungen geprägt sind als wir

  

"Kinder sind wie Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden, und schon leuchten sie" sagte Don Bosco  Auch zu seiner Zeit gab es aggressive, verwahrloste, kriminelle Jugendliche – lass uns mit Klugheit und Liebe Rezepte auch für die heutigen Jugendlichen finden, die oft hilflos ihre innere Zerrissenheit in Gewalt ausleben

 

"Von der Erziehung der Jugend hängt die Zukunft der Gesellschaft ab". Bitten wir um gerechte Lebenschancen für die Kinder in aller Welt und für die Jungen hier um gute Ausbildung und sichere Arbeitsplätze

 

"Was nützt es, die Übel dieser Welt zu beweinen? Viel besser ist es, mit allen Mitteln daran zu arbeiten, sie zu beseitigen". Lass uns nicht nur Kinderarbeit und Kinderausbeutung beweinen, lass uns selbst dazu beitragen, dass wir nicht Billigwaren kaufen, sondern ganz bewusst auf fair produzierte und gehandelte Produkte setzen

 

"Gott hat uns für die anderen in die Welt gesetzt", sagt Don Bosco. Bitten wir darum, dass wir uns mitverantwortlich fühlen für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen und dass wir wenigstens finanziell Hilfsprojekte unterstützen

 

Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist: Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.“  Bitten wir, dass wir unsere Welt nicht krankjammern, sondern dass wir im Vertrauen auf Dich tun, was wir tun können und dass wir es aus Liebe tun

 

Denn: "Lieben heißt, das Glück des anderen zu suchen" sagt Don Bosco. So hilf uns, dass wir auch heute sehen, wo wir gebraucht werden und wie wir in unserem kleinen Umfeld gut und hilfreich sein können.

Du guter Gott, so lass uns, wie es Don Bosco sagt, mit den Füßen auf der Erde wandern aber mit dem Herzen im Himmel wohnen. Und schenke uns das große Vertrauen, das Don Bosco hatte: denn er sagte auch: "Tut, was möglich ist, den Rest tut Gott dazu." .amen

 

Jugend Eine Welt - Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit

 Spendenkonto

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Donnerstag, 29. Januar 2026

Fürbitten 30.1. Der HIMMEL muss wachsen - in MIR - in UNS

 


30.1.2026 Mk.4.26 Das Gleichnis vom Senfkorn  

 Wie ist das mit dem Himmel, wie soll man sich den Himmel vorstellen? Immer wieder wird Jesus das gefragt – und wir fragen es uns ja auch. Wie soll man es sich vorstellen, das Himmelreich, von dem Jesus immer wieder spricht. Jesus gibt dafür Bilder und Gleichnisse. Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn, sagt Jesus heute – und das Senfkorn ist etwas Winziges, etwas, das erst wachsen muss – ehe es eine ganz mächtige Pflanze wird. Der Himmel, so können wir uns vorstellen, ist also keine fixe Größe – der Himmel will größer und größer werden - in uns und mit uns. Und so wächst auch Gott mit uns und in uns. - bitten wir heute

  

Lass deinen Himmel immer größer werden in uns, Gott

Dass wir nicht aufhören zu suchen und zu staunen und dankbar zu sein

 

Lass deinen Himmel immer größer werden in uns, Gott

Dass wir dich immer besser in allem erkennen, in dem, was ist und was an uns geschieht

 

Lass deinen Himmel immer größer werden für uns, Gott

Dass wir nicht glauben, wir allein hätten dich für uns gepachtet

 

Lass deinen Himmel immer größer werden in uns, Gott

Dass wir endlich verstehen, dass er die Heimat von uns Allen ist

 

Lass deinen Himmel immer größer werden für uns, Gott

Dass wir nicht glauben, wir wüssten schon alles über dich

 

Lass deinen Himmel immer größer werden in uns, Gott

Dass wir auch heute wieder ein Stück mehr hineinwachsen können in deine Wirklichkeit und Liebe

 

„Glaubend gehen wir unseren Weg – nicht schauend“, schreibt Paulus. So bitten wir guter Gott, lass deinen Himmel in uns wachsen wie das kleine Senfkorn, dass auch wir Anderen Schutz und Heimat und Himmel sein können, im Vertrauen auf dich. Und wachse DU in uns, bis wir DICH sehen dürfen, von Angesicht zu Angesicht. So bitten wir im Namen Jesu Amen

 

 

 

 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Fürbitten 29.1. Ja, manchmal braucht es "Maßlosigkeit"

 


 29.1.2026  Mk. 4.21 mit dem Maß, mit dem ihr messt ...

 Manchmal fragt man sich: ist Jesus eigentlich ein Zyniker? „Wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, dem wird auch das noch weggenommen, was er hat“ sagt Jesus heute im Evangelium, wie es Markus erzählt. Ja, genau so schaut die auch Welt aus. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Ist es das, was Jesus meint: die Tüchtigen bekommen halt immer mehr, und der Rest soll schauen, wo er bleibt????? Vielleicht gehen wir im Text lieber zwei Sätze zurück, da heißt es: „Mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch zugeteilt werden“. Wenn es um Vergebung geht, um Zuwendung, um Teilen geht: ja, vielleicht stimmt dann der Satz: wer viel davon hat und gibt, der wird noch mehr von dieser inneren Kraft bekommen

 

bitten wir um Maßlosigkeit -

dass wir teilen und geben, ohne insgeheim gleich auch etwas zu erwarten

 

bitten wir um Maßlosigkeit - 

dass wir auf Andere zugehen, offen und vorurteilslos

 

bitten wir um Maßlosigkeit

in unserer Geduld, dass wir immer wieder neu anfangen und Anderen eine neue Chance geben

 

bitten wir um Maßlosigkeit

in unserer Neugierde, dass wir uns selbst keine ängstlichen Tabus auferlegen und dass wir keine Angst vor dem Risiko haben

 

bitten wir um Maßlosigkeit

in unserer Freude und Dankbarkeit, dass wir nicht aufrechnen, was uns verdrießt, sondern dass wir das Gute genießen und uns getrauen, immer mehr davon zu erwarten

 

und bitten wir um Maßlosigkeit

in der Liebe, dass wir es aushalten auch die Dummen zu sein, weil wir nichts erwarten, aber

geben wollen, was wir geben können

 

 

So bitten wir dich guter Gott um die Gnade dieser Art der Maßlosigkeit. Wo wir selbst unser Leben hingeben, in aller Alltäglichkeit – da schenke Du Leben in Fülle. Darauf vertrauen wir im Namen Jesu und danken dir. Amen

Dienstag, 27. Januar 2026

Fürbitten 28.1.2026 Was die Seele braucht? "Baden-schlafen-beten"

 

28.1.2026 Thomas von Aquin    1225 – 1274 

 

Heute ist der Gedenktag von Thomas von Aquin. Der Dominikaner Mönch ist bis heute einer der einflussreichsten Philosophen und Theologen der Geschichte. Auf ihn gehen die fünf mittelalterlichen Gottesbeweise zurück.  Eine Biografie wie seine können wir uns heute kaum vorstellen: Geboren 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien studierte Thomas schon mit13 Jahren in Neapel Grammatik, Logik und Naturwissenschaften und lernte dort den noch jungen Dominikanerorden kennen. Gegen den Willen der Eltern trat er 1244 in den Orden ein, worauf die Mutter so wütend war, dass sie Thomas durch seine Brüder gefangen nehmen ließ. Ein Jahr lang hielten sie ihn daheim auf ihrem Schloss fest, ehe Thomas die Flucht aus seiner Familie gelang. Da war er ca. 15 Jahre alt und eine große Karriere als Theologe und Philosoph begann. Thomas von Aquin starb 1274 und wurde schon nach 50 Jahren heiliggesprochen. Heute kennen wir ihn nicht nur als Kirchenlehrer, sondern auch als Patron der katholischen Wissenschaft und der katholischen Schulen und Hochschulen, als Patron der Theologen, Philosophen, und der Studenten.

 

bitten WIR heute also ganz besonders um gute Theologen und Theologinnen in der Kirche

um Frauen und Männer die sich mit Herz und Hirn, eben auch kritisch, mit den Texten

der Bibel auseinandersetzen,


bitten wir für alle, die Kindern und Jugendlichen „Glauben“ vermitteln wollen

Bitten wir für alle Eltern und Großeltern, die ihren Kindern etwas von der Sehnsucht nach Gott mitgeben wollen

 

„Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.“ hat Thomas von Aquin gesagt - bitten wir, dass Beides gelingt, sowohl in der Kirche als auch in unserer Gesellschaft, die in einem großen Umbruch steckt

 

 

„Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib“. Auch das hat Thomas gesagt - so bitten wir um Freude und Dankbarkeit für jeden Tag und dass uns auch das nicht entmutigt, was wir als belastend und negativ empfinden

 

 

Auch drei ganz nüchterne Ratschläge, ja fast Befehle, hat Thomas für uns: „Bade! Schlafe! Bete! damit es der Seele gut geht“  Bitten wir, dass wir ohne schlechtes Gewissen gut für uns selbst sorgen, dass wir uns selbst ganz bewusst täglich Gutes tun, dass wir lernen, uns zu entspannen und Sorgen loszulassen

 

Bitten wir auf die Fürsprache von Thomas von Aquin auch für alle dominikanischen Gemeinschaften: Thomas sagte „Ein Dreifaches ist dem Menschen notwendig zum Heile: zu wissen, was er glauben soll, zu wissen, wonach er verlangen soll, und zu wissen, was er tun soll.“  So lass uns alle immer wieder den richtigen Weg des Glaubens, der Veränderung und des Bewahrens finden

 

 

und zu guter Letzt bitten wir für jeden unserer Tage: dass wir immer wieder die Kraft und den Mut für notwendige und anstehende Veränderungen in unserem Leben haben, dass wir ohne Angst und mit Vertrauen in die Zukunft schauen. Denn auch das sagt Thomas

„Habe das Schicksal lieb, denn es ist der Gang Gottes durch deine Seele.“

 

 

Am Ende seines Lebens, nach einem Gottesdienst, bei dem er eine tiefe persönliche Gotteserfahrung machte, sagte Thomas: Eigentlich ist alles Stroh, was ich bisher geschrieben habe. So bitten auch wir um das, worauf es letztlich ankommt: dass wir eine tiefe, eine innige persönliche Begegnung mit dem Gott unseres Lebens finden. Letztlich zählen nur Sehnsucht und Liebe. Wir bitten im Namen Jesu.Amen

Montag, 26. Januar 2026

Fürbitten 27.1 NIE WIEDER - und doch so viel Grausamkeit rundum

 

27.1.2026  HOLOCAUST  Gedenktag

Dieser 27.Jänner ist Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Dieser Gedenktag ist im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt worden – zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau durch die Truppen der Roten Armee. Sechs Millionen Juden sind von den Nationalsozialisten ermordet worden. Auch wenn Holocaust-Verharmloser diese Zahl immer wieder infrage stellen, so ist sie wissenschaftlich ziemlich gut gesichert. Zum einen prahlten die NAZIS selbst damit. Zum anderen gab es nach dem 2.Weltkrieg nur mehr 5 Millionen Juden in Europa. Zuvor waren es 11 Millionen, von dieser Zahl sind übrigens auch die Organisatoren des Massenmords auf der Wannseekonferenz 1942 ausgegangen. Bitten wir als Christen heute

Bitten wir um Vergebung für all das, woran auch die Kirche – über Jahrhunderte - eine große Mitschuld am Antisemitismus trägt

Lass uns Christen immer bewusst sein, dass es unsere Religion nur gibt, weil es die jüdische Religion gibt, weil Jesus Jude war.

Bitten wir um ein gutes Leben für unsere jüdischen Mitbürger hier in Österreich, aber auch für die jüdische Gemeinschaft weltweit.

Bitten wir, dass wir Christen heute besonders hellhörig für jede Form von Antirassismus und Fremdenfeindlichkeit sind

Dass wir nicht wortlos hinnehmen, wenn gerade jetzt wieder von rechtsradikalen Kräften über die Vertreibung unliebsamer Menschen aus Europa diskutiert wird

Beten und bitten wir  wir für die Menschen in Minneapolis, die gegen den brutalen Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE protestieren. Auch fast 100 Geistliche verschiedener Konfessionen sind wegen ihrer Proteste vorübergehend festgenommen worden

Bitten wir an diesem Holocaust Gedenktag einmal um Frieden, Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit in aller Welt – um Menschen, die sich einfach wie Menschen benehmen

So bitten wir, Amen

Sonntag, 25. Januar 2026

Fürbitten 26.1. In uns steckt die Kraft und die Zuversicht

 

26.1.2026 Timotheus und Titus  

In der Liturgie geht es heute um zwei Männer, die nach dem Tod Jesu engste Schüler und Mitarbeiter des heiligen Paulus waren. Es ist heute um das Gedenken von Titus und Timotheus. Sie beauftragt der Apostel Paulus, die Botschaft von Jesus weiter zu tragen und zu verkünden. Timotheus wurde von Paulus zum Bischof von Ephesus gemacht. Titus war Bischof von Kreta. Paulus der ahnt, dass ihm in Kürze in Rom ein gewaltsamer Tod bevorsteht schreibt in einem Brief an Timotheus unter anderem Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. In diesem Geist sollen auch wir leben und die Botschaft von Jesus weitertragen. So bitten wir

dass wir gerade jetzt in dieser Zeit der Krise nicht Jammerer und Pessimisten sind, sondern Zuversicht und Mut machen können 

dass wir zu dem stehen, woran wir glauben und wovon wir überzeugt sind

dass wir immer wieder auch Vertrautes zurücklassen können, um uns auf Neues einzulassen

dass wir nicht stur sind, aber doch unbeirrt handeln

dass wir uns klare Entscheidungen zutrauen

dass wir auch den Mut haben, Fehler zu machen und vor allem auch, sie einzugestehen

dass wir so leben, dass andere uns die Freude an dem ansehen, woran wir glauben

bitten wir für die Menschen in unserer Kirche, dass sie trotz allem Gegenwind ihren Einsatz und ihr Engagement weitertragen

so bitten wir im Namen Jesu, Amen


Timotheus und Titus sind die bekanntesten Schüler des Apostels Paulus und werden deshalb gemeinsam am Tag nach Pauli Bekehrung 25.1. gefeiert.

TIMOTHEUS, Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter, stammte aus Lystra (in der heutigen Türkei). Er wurde von Paulus auf der ersten Missionsreise für den christlichen Glauben gewonnen und war sein treuester Begleiter und Mitarbeiter. Auch während der römischen Gefangenschaft war er bei Paulus. Nach alter Überlieferung war Timotheus der erste Bischof von Ephesus. Zwei von den paulinischen Briefen sind an ihn gerichtet.

TITUS ist geborener Heide. In der Apostelgeschichte wird er merkwürdigerweise nicht erwähnt, dagegen in den Paulusbriefen oft Mitarbeiter des Paulus genannt. Paulus hat ihn für das Christentum gewonnen, ihn zum sog. Apostelkonzil nach Jerusalem mitgenommen und ihm wichtige Aufgaben anvertraut. Einer der Paulusbriefe ist an Titus gerichtet. Nach der Überlieferung wurde er von Paulus zum ersten Bischof von Kreta bestellt.

 

 


 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 

 


"it's not what happens,
it's how you handle it." John Giorno

 

“Selbst ratlos sein und doch beraten können.
Selbst gebrochen sein und doch als Halt dienen.
Selbst Angst haben und doch Vertrauen ausstrahlen.
Das alles ist Menschsein, ist Leben.“ Martin Gutl

 

"Wer, wenn nicht diejenigen, die ein schweres Los getroffen hat, könnte besser bezeugen,

dass unsere Kraft weiter reicht als unser Unglück,

dass man, um vieles beraubt, sich zu erheben weiß

dass man enttäuscht, und das heißt, ohne Täuschung

zu leben vermag." Ingeborg Bachmann

  

"Drei Wünsche:

Ich wollte manchmal ich wäre so erfahren, wie ich alt bin

oder auch nur so klug, wie ich erfahren bin

oder wenigstens so glücklich, wie ich klug bin

aber ich glaube ich bin zu dumm dazu" Erich Fried

 

"alles.

es ist alles zum letzten Mal,

wenn wir das einsehen würden,

ginge uns die Liebe auf."  Ilse Aichinger

 

"Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das,

was wir erinnern und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen."   Gabriel García Márquez

 

"der Boden unter unseren Füssen darf und soll sich heben und senken, und wir brauchen, um die Richtung ins Vollkommene beizubehalten, die fortwährende Empfindung, dass wir nicht fertig mit uns sind und es wohl auch nie werden." Robert Walser

 

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, 

aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Einstein

 

"Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war." Bertolt Brecht
 

 

„nichts bleibt wie es ist
es wandelt sich
und mich“   Rose Ausländer

 

"Hoffnung kann enttäuscht werden, sonst wäre sie ja keine Hoffnung,

sondern Zuversicht! „ Ernst Bloch

 

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht. 

Sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat“ Vaclav Havel

 

„Lasst uns immer in den großen Traum des Lebens kleine bunte Träume weben“ Jean Paul

  

"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: 

Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen." Kant




Samstag, 24. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 25.1. DIE GUTE NACHRICHT - sie können wir brauchen



 Sonntag 25.1.2026 Bibelsonntag      

Heute, an diesem letzten Sonntag im Jänner, feiert die Kirche den sogenannten Bibelsonntag. Auch evangelische und orthodoxe Gemeinden begehen diesen Tag, um die Bibel als verbindendes Buch aller Christinnen und Christen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Bibel ist ja nicht ein einzelnes, Buch, das sozusagen von einer einzelnen Person in einem durch geschrieben worden ist. Die Bibel besteht aus 70 Büchern. Die einzelnen Texte sind über Jahrhunderte hinweg entstanden. Menschen haben sie geschrieben, viele davon unbekannt. Für die Christen sind diese Texte „Wort Gottes“. Alle Geschichten in der Bibel handeln aber - für alle verständlich - von Erfahrungen, die Menschen in allen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden gemeinsam gemacht haben. Freude und Leid, Hoffnung und Verzweiflung, Bitten und Klagen, Glauben und nicht glauben können. Die Berichte, die in der christlichen Bibel speziell von Jesus sprechen, nennen wir die „Gute Nachricht“.   Vertrauen wir ihr auch heute und bitten wir

Dass wir uns ganz bewusst und aktiv selbst mit der Bibel beschäftigen, mit der jüdischen Bibel ebenso wie mit den Schriften ab der Zeit Jesu

dass wir uns religiös weiterbilden,  dass wir uns für neue Bibelforschung interessieren und nicht steckenbleiben in einem Kinderglauben

dass wir keine Scheu davor haben, auf manche Bilder und Geschichten in der Bibel eine neue Sicht zu bekommen

dass uns das Lesen in der Bibel hilft, leere Formeln und ängstliche Rituale zu überwinden

dass die Verantwortlichen in der Kirche so von Gott sprechen können, dass es das konkrete Leben der Menschen betrifft. Dass aber auch wir selbst von dem sprechen können, was uns Gott bedeutet

dass wir im Wissen um unsere Bibel auch das Gespräch mit Menschen anderer Religionen führen können

dass wir uns immer wieder von einem Wort oder einem Satz in der Bibel ganz persönlich ansprechen lassen und diese Worte mit in unseren Alltag nehmen

dass wir aber auch offen sind, für all die Impulse in Natur und Kunst, in Literatur, Musik und Malerei, in denen Gott uns ebenfalls begegnet

Danken und bitten wir heute auch noch einmal für den neuen Erzbischof von Wien, für Bischof Josef Grünwidl. Um viel Kraft und noch mehr um Freude und Zuversicht in seinem Amt 

Du guter Gott. Lass uns erkennen, dass wir DICH in Allem finden, wenn wir nur auf Deine Stimme hören und deine Spuren in unserem Leben suchen. Darum bitten wir und dafür danken wir, im Namen Jesu   amen

 

Ja und auch so darf man die Bibel lesen




ENDLICH - nun ganz bald gibt es einen neuen Erzbischof von Wien

 


Für IHN kann man nur von Herzen dankbar sein !!!!!

In Kürze hat die Diözese Wien einen neuen Bischof.  

(nach fast '"ewigem" Warten)

von 13.45 - 13.55 wird nicht nur die Pummerin, 

sondern werden alle Kirchenglocken in Wien läuten.

Nicht nur Katholiken dürfen sich freuen - 

Josef Grünwidl "bereichert" unser öffentliches Leben

ab 14.00 beginnt die Zeremonie im Stephansdom


Freitag, 23. Januar 2026

Fürbitten 24.1. Hab Geduld in allen Dingen

 

24.1.2026 Franz von Sales (1567 – 1622) 

Heute ist der Gedenktag des heiligen Franz von Sales. Er war ein großer Prediger und Lehrer und vor allem ein leidenschaftlicher Seelsorger. Eines seiner Bücher wurde zum Bestseller. Es zählt bis heute zu den Top Ten der christlichen Weltliteratur. Diese „Anleitung zum frommen Leben“ ist keine abgehobene Theologie, sondern will zeigen, wie Menschen in Beruf und Alltag ihr Christsein verwirklichen können. Geboren wurde Franz von Sales 1567, 100 Jahre später wurde er heiliggesprochen und 1877 zum Kirchenlehrer ernannt. Franz von Sales gilt unter anderem als Patron der Schriftsteller und Journalisten. Bitten wir heute mit Worten und Gedanken, die von ihm selbst sind

 

Selig die biegsamen Herzen, denn sie werden nie brechen. sagte Franz von Sales. So bitten wir, dass wir nicht rechthaberisch sind, dass wir in Vernunft nachgeben können, dass wir großherzig sind, dass wir verzeihen können, dass wir Kränkungen wirklich vergessen, dass wir aber auch uns selbst gegenüber nachsichtig und liebevoll sind

 „..sich ausreichend Ruhe gönnen, sagt Franz von Sales, nicht alle Arbeit und alle Erfolge für sich haben wollen, auch dem anderen Erfolge gönnen“ Bitten wir, dass uns immer wieder die Balance zwischen Arbeit und Ruhe gelingt, dass wir lernen, wirklich abzuschalten und zu entspannen, dass wir im Team arbeiten können, ohne Angst, andere könnten uns dann überholen

Zuviel und zu wenig Nachsicht, ist gefehlt sagte Franz von Sales, aber wenn ich fehle, dann lieber durch zu große Milde, als zu große Strenge - bitten wir für unsere Kinder und Jugendlichen, dass Eltern, Lehrer, und Freunde ihnen gute Wege weisen – bitten wir um Klugheit und Geduld alle, denen Kinder anvertraut sind

eine freie, liebenswürdige und fröhliche Frömmigkeit, keine verdrossene, ängstliche und absonderliche - das hat sich Franz von Sales – wörtlich - gewünscht. Bitten wir, dass unser „Glauben – können“ uns zu angstfreien Menschen macht, dass wir die richtigen Lebensentscheidungen treffen, im Kleinen und im Großen und dass Freude und Dankbarkeit überwiegen

Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen. So bitten wir um Geduld und Toleranz, dass wir einander annehmen, wie wir sind, dass wir niemand nach unserer Facon zurechtbiegen wollen, dass wir immer zuallererst das Beste voneinander denken wollen

Die großen Gelegenheiten, Gott zu dienen, sind selten, die Kleinen kommen immerfort. sagte Franz. So bitten wir, dass wir mit offenen Augen auch durch diesen Tag gehen und sehen, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Hilf, dass wir unsere Arbeit gerne machen und wir dankbar sind für alles, was uns zufällt

Und ganz wichtig: Hab Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit dir selbst. Bitten wir heute auch ganz besonders für Josef Grünwidl, der am Nachmittag in einer großen Feier im Dom von St.Stephan zum neuen Erzbischof der Diözese Wien geweiht wird. Bitten wir auch für ihn um Freude und Kraft in seinem Amt und ja, auch um Gelassenheit und Humor– in allen kritischen und angespannten Situationen, die ihn sicher auch erwarten.

So bitten wir dich guter Gott – auch mit Worten von Franz von Sales – „dass wir dich unseren Herrn loben, mit genau dem Angesicht das du uns gabst“– dass wir uns in der Freude an dir nicht verbiegen müssen und anders sein müssen, als wir sind. Denn Du liebst uns von Ewigkeit zu Ewigkeit. amen

Fürbitten 23.1. MYSTIK - das ist keine Spinnerei

 

23.1.2026  Heinrich Seuse Mystiker sein

In der Liturgie feiert man heute den Gedenktag von Heinrich Seuse, einem deutschen Mystiker im 13.Jahrhundert. Er war Dominikanermönch und Schüler des berühmten Meister Eckehart. Mystiker und Mystikerinnen sind in der katholischen Kirche immer einen gefährlichen Weg gegangen, vom Scheiterhaufen bedroht oder in späteren Zeiten vom Kirchen-Ausschluss. Der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner aber sagte: „Der Christ von morgen wird Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein“. Später formulierte Rahner das in die Gegenwart: „Der Christ von HEUTE muss Mystiker sein“. Mystiker seien Menschen, sagt Rahner, die selbst etwas von Gott erfahren haben, die den Mut haben, ihren eigenen Weg zu Gott zu finden und zu gehen. Mystiker finden zu einer tiefen Freude in Gott, den sie ja in sich selbst erfahren. Heinrich Seuse sagte: "Gott will uns nicht der Lust berauben, er will uns Lust geben in Unendlichkeit". So bitten wir heute


sei uns Gott, ganz in uns selbst  - und nicht ein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

sei uns Gott, ganz in uns selbst  - der uns das Leben weit und ohne Angst macht

sei uns Gott, ganz in uns selbst - vor dem wir sein dürfen, wie wir sind

sei uns Gott, ganz in uns selbst  - DU, der uns zum Miteinander führt

sei uns Gott, ganz in uns selbst  - DU, der Wunden heilt und Versöhnung möglich macht

sei uns Gott, ganz in uns selbst, -  DU, mit dem wir JETZT und HEUTE leben, denn hier beginnt die Ewigkeit

sei uns ein Gott der Liebe, weil wir dich niemals fürchten dürfen, sondern nur von Herzen lieben

 

Denn Du bist „Gott mit uns“, Gott mit ALLEN Menschen, die dich suchen. Wir gehen den Weg mit Jesus – aber alle Wege führen zu Dir, dem Gott für uns alle. Gott, der mit uns lebt und liebt - heute und alle Tage amen.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Fürbitten 22.1. ein Arzt der Armen - tätig im Burgenland



22.1.2026    Sel. Ladislaus Batthyany-Strattmann  Augenarzt

In der Liturgie ist heute der Gedenktag eines Mannes, der vielen unbekannt sein wird.   Es ist der Augenarzt Ladislaus Batthyany-Strattmann, er entstammt einer alten ungarischen Adelsfamilie. 1870 wurde er in Ungarn geboren, er selbst war Vater von 13 Kindern und lebte in sehr glücklicher Ehe. 1902 errichtete Batthyany-Strattmann ein Spital in Kittsee, wo er vor allem mittellose Menschen unentgeltlich behandelte und operierte, aber wo er auch viele Arme finanziell unterstützt hat. Nach dem 1.Weltkrieg führte Batthyany seine Arbeit in Ungarn fort, dort gründete er in Körmend ein Spital, wo er ebenfalls unentgeltlich Arme behandelte. Nach schwerem Leiden starb er am 22. Jänner 1931 in Wien. Begraben ist er in Güssing . Viele seiner Patienten haben ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt. Am 23. März 2003 wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Bitten wir heute darum,


dass sich immer wieder viele Menschen finden, die selbstlos und uneigennützig für andere da sind – dass diese Menschen auch Dank und Anerkennung erfahren

bitten wir für all die, die gerade in pflegenden Berufen oft an die Grenzen ihrer Kraft gehen – bitten wir, dass es der Politik gelingt, Maßnahmen gegen den Pflegenotstand zu finden und dass vor allem die Menschen in diesen körperlich und seelisch aufreibenden Berufen angemessen bezahlt werden

Bitten wir für die politisch Verantwortlichen in unserem Land, dass sie dazu beitragen, das soziale Netz und das solidarische Miteinander eher fester zu knüpfen als zu lockern

bitten wir für die Hilfsorganisationen in unserem Land, dass sie sich nicht entmutigen lassen, auf die Not von Menschen in unserem Land hinzuweisen – aber auch auf die Not all der Menschen, die in Europa neue Lebenschancen suchen

bitten wir für uns selbst – Dass wir nicht übersehen, wo Andere vielleicht gerade heute unsere Hilfe brauchen und dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden, sondern auch mit Zeit und Zuwendung, die wir geben wollen 

und bitten wir ganz besonders für alle kranken Menschen, dass sie die Kraft haben, ihre Krankheit zu ertragen – und dass sie dabei alle Hilfe finden, die sie brauchen 

  

So bitten wir im Namen Jesu Amen 


Dienstag, 20. Januar 2026

Fürbitten 21.1. die ENTSCHEIDUNG liegt bei mir

 


21.1.2026 Mk.3.1 was darf man, was darf man nicht  

Auch heute geht es im Evangelium um starre Vorschriften. Das religiöse Establishment wartet nur darauf, dass Jesus wieder heilige Gesetze bricht. Und er tut es. Jesus heilt am Sabbat. Ein Mann mit einem verkrüppelten Arm wird wieder gesund. Seinen Kritikern  antwortet Jesus mit einer Frage: „Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun statt Böses, ein Leben zu retten statt es zu vernichten?“ Ja, es gibt Regeln – auch in unserer Gesellschaft, auch in der Kirche -  und doch gibt es Situationen, in denen man Regeln und Vorschriften brechen darf oder sogar brechen muss.  Bitten wir: 

Lass uns herausfinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Lass uns erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie vielleicht nahen Menschen weh tun

Gib uns die Kraft, wenn notwendig, auch gegen den Strom zu schwimmen, auch gegen herrschende Meinungen aufzutreten

Zeige uns, wo wir auch in unseren Gemeinschaften, in unseren Freundschaften, in unserer Partnerschaft kritisch unseren eigenen Weg gehen müssen

Hilf uns aber, dass wir nicht stur und uneinsichtig sind, gib uns die Fähigkeit, auch umzudenken und neue Erkenntnisse zuzulassen

Lass uns heikle Themen offen ansprechen und hinterfragen, auch und gerade in unserer Kirche. Wir sind noch in der Gebetswoche für die Einheit der Christen: bitten wir dass die Kirchenführungen, dass „die OBEN“, mutiger nachvollziehen, was schon längst an der Basis und in der Praxis der Kirchen gelebt wird

Du guter Gott, jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Wir tun es im Vertrauen auf dich, weil Du auch dort an unserer Seite bist, wo wir irren und fehlen. Hilf uns in allen Zweifeln, darum bitten wir durch Jesus, der den Weg mit uns geht, amen

 

 

Montag, 19. Januar 2026

Fürbitten 20.1 Zur Freiheit berufen !!! gar nicht so einfach

 

20.1.2026 Mk.2.23  der Sabbat ist für den Menschen da ..und nicht umgekehrt

Im Evangelium heute geht es um eine ganz zentrale Frage. In welcher Freiheit, in welcher Freiheit unseres Gewissens dürfen, ja müssen wir sogar leben. Streitthema im Text ist das den Juden heilige Sabbat Gesetz, Moses selbst hat dazu verpflichtet. Die Jünger Jesu aber verstoßen dagegen.  Weil sie am Sabbat hungrig sind, reißen sie in einem Kornfeld Ähren ab, und essen sie. Für die Pharisäer ist das ein Frevel, denn damit wird gegen die strenge Arbeitsruhe verstoßen. Jesus argumentiert anders. Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. (die Jünger hatten Hunger, also durften sie nach Vernunft-Gründen so handeln) Jesus fordert uns also zum Abwägen auf – und Paulus wird später sagen : Ihr sind zur Freiheit Berufene – Wo müssen wir also selbst diesen Sprung in die Freiheit wagen? Bitten wir

Dass ich mich bei strittigen Entscheidungen nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanze

Dass ich den Mut habe, selbst bestimmt zu entscheiden und zu handeln

Dass ich aber auch immer ehrlich hinterfrage: „Was ist wirklich das Motiv meiner Entscheidung

bitten wir, dass uns vor allem aber auch das richtige Abwägen gelingt, der Spagat zwischen der eigenen persönlichen Freiheit und dem, was in der aktuellen Situation und für die Gemeinschaft das richtige Handeln ist

bitten wir, dass wir auch nicht fanatisch festhalten an einmal getroffenen Entscheidungen, dass wir immer wieder eine Situation neu bewerten und beurteilen und unsere Meinung auch ändern können

Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher: dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt, mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein Fakten darzustellen

Vor allem aber bitten wir, dass wir wie Jesus immer erkennen können, was den Menschen guttut, und natürlich auch uns selbst

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen. Lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes leben, denn zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus. Sei DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen

 

 Die Geschichten im Markus Evangelium sind spannend und haben mit dem Alltagsleben der Menschen zu tun. Dabei geht es immer wieder auch um ein grundsätzliches Problem: um die FREIHEIT. Auf der einen Seite gibt es Gesetze, die klar vorschreiben, was zu tun ist – auf der anderen Seite gibt es Menschen, die bewusst anders handeln. Sie berufen sich dabei auf ihr Gewissen, wie die Widerstandskämpfer in der Nazi Zeit. Hier ist die Sache klar, haben die Gesetze doch klar gegen die Menschenrechte und jede Moral verstoßen. Aber wie war es zB zuletzt bei der Impfpflicht. Auch hier gab es Menschen, die sich nicht an das Gesetz halten wollten, das dann doch nicht kam. Andere aber meinten sehr wohl, dass Freiheit nicht „grenzenlos“ ist und ICH nicht der alleinige Maßstab für richtiges Handeln sein kann. Immer geht es bei Freiheit auch um das Wohl des Anderen, um das Wohl der Allgemeinheit. So beim Schutz in der Pandemie.  Ein sehr heikles Abwägen also.