2.8.2026 Mt.14.13 die wunderbare
Brotvermehrung
Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an Sinti und
Roma
Zwei Texte hören wir heute, die
uns eigentlich sehr betroffen machen sollten. Da ist die Rede von einer großen
Menge von Menschen die großen Hunger und Durst haben – aber im Evangelium hören
wir dazu keinen Spendenaufruf, sondern Jesus, der von seinen Jüngern auf das
Problem aufmerksam gemacht wird, sagt: „GEBT IHR IHNEN ZU ESSEN.“ Eigentlich wollen die Jünger die hungrigen
Menschen wegschicken, damit die sich irgendwo selbst versorgen -aber Jesus sieht des
Lösungsansatz wo anders. IHR, IHR selbst seid gefragt. Letztlich vollbringt Jesus ein Brotwunder –
aber seine Aufforderung bleibt: TUT IHR ETWAS.
In der Lesung aus der jüdischen
Bibel ist der Prophet Jesaja fast noch radikaler: "Auf ihr Durstigen und
Hungrigen „KAUFT UND ESST. KOMMT UND KAUFT OHNE GELD“ Das heißt: Das
Lebensnotwendige muss es einfach für alle geben. (und Jesaja will damit
auch sagen, haltet an eurem Gott fest, er wird für euch sorgen) Aber wir müssen
uns eigentlich fragen: Wie spricht Jesus MICH an, wie spricht er unsere
Gesellschaft an, wenn er sagt: GEBT IHR IHNEN ZU ESSEN. Bitten wir heute
Dass wir von der materiellen Not anderer Menschen nicht nur hören und sie uns einfach "leid" tun. Dass wir uns vielmehr auch persönlich betroffen fühlen,
wenn wir von Armut und Hunger hören.
Dass wir Hilfe
nicht „den anderen“ überlassen. Dass wir wenigstens im kleinen Rahmen mit
Spenden helfen, wo wir helfen können.
Dass wir uns
auch im eigenen Land dafür engagieren, dass die Armen nicht ärmer werden, dass
Kinder und Familien nicht auf Almosen angewiesen sind.
dass wir uns gerade
jetzt in dieser angespannten Wettersituation solidarisch verhalten. Dass wir
auf die achten, die besondere Hilfe brauchen. Dass wir uns angesichts der Trockenheit selbst bemühen,
sinnvoll Wasser zu sparen. Bitten wir aber auch für die politisch
Verantwortlichen, dass wirklich langfristig Lösungen verwirklicht und nicht nur besprochen werden
hilf uns aber auch erkennen, dass es einen
seelischen Hunger nach Zuwendung und Nähe gibt, oft ist dieser Hunger sehr groß - hilf uns, dass wir Gemeinschaft und Zuwendung schenken
Und stille du auch unseren eigenen Hunger,
unsere Sehnsucht nach Liebe, nach Freude und Glück, unsere Sehnsucht nach einem
sinnvollen Leben.
Heute ist auch der internationale Gedenktag an
den Genizid, der während der Nazi Zeit an den Sinti und Roma begangen worden
ist. Von den rund 11.000
Angehörigen der Volksgruppe in Österreich sind etwa 90 Prozent Opfer des
NS-Terrors geworden. In der Nacht vom 2.
auf den 3. August 1944 wurden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 4.300
Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze von der SS ermordet. Tun wir alles,
was in unserer Macht steht, um neue rechtsextreme und rassistische Tendenzen aufzuzeigen
und zu verhindern
So bitten wir im Namen Jesu - und bitten wir in diesen Tagen um Regen dort, wo nun schon bedrohliche Trockenheit herrscht. Bitten wir, dass die Menschen allerorten von den katastrophalen Auswirkungen dieses Sommer Wetters so gut es geht verschont bleiben. amen