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Samstag, 17. Januar 2026

Fürbitten Sonntag 18.1. Berufen zu Freude und Dankbarkeit

 


18.1.2026  Joh.1.29  Seht das Lamm Gottes

Heute, am sogenannten zweiten Sonntag im Jahreskreis hören wir im Evangelium wieder von der Berufung Jesu am Jordan. Es ist die Szene, wo der junge Mann Jesus, 30 Jahre alt, bei einem religiösen Ritual seine eigene Berufung erfährt. Jesus lässt sich wie viele andere Menschen auch am Fluss Jordan durch den Prediger Johannes taufen – dabei erhält dieser selbst die Gewissheit, dass dieser Jesus der Erwählte Gottes ist. Denn, so sagt Johannes, er habe den Geist Gottes über Jesus wie eine Taube vom Himmel herabschweben sehen. „Seht das Lamm Gottes“ sagt Johannes.   Wir selbst sind durch diese Erzählung nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, wir selbst sind Erwählte Gottes, auch wir sind „berufen als Heilige“, wie es Paulus im Brief an die Korinther schreibt: so bitten wir heute

Dass wir gerade zu Beginn dieses neuen Jahres wieder erkennen, wozu du auch jeden Einzelnen, jede Einzelne von uns berufst. Und „berufen“ heißt, dass du UNS brauchst, dass DU gerade mich brauchst

lass uns immer besser spüren, dass auch in unserem kleinen Alltag der „Geist Gottes“ auf uns ruht, dass wir in diesem Geist handeln dürfen, ja, oft auch handeln müssen 

gib uns in diesem Vertrauen einen langen Atem und Geduld für alles, was wir tun sollen, auch wenn uns manches immer wieder verworren vorkommt

mach unsere Gedanken und unser Herz weit, dass wir uns auch an Visionen, an Ungewöhnliches herantrauen

schenk uns genug Begeisterung, Ausdauer, Humor und Zähigkeit, dass wir an einer Sache dranbleiben, wenn wir von ihr überzeugt sind

hilf uns ernst zu machen, mit dem was wir „heilig“ nennen: lass uns Menschen sein, die sich darum bemühen, anderen gut zu tun – und lass uns Menschen sein, die immer dankbar dafür sind, dass sie selbst immer wieder so unendlich viel Gutes erfahren

 

Du guter Gott, nicht zuletzt bitten wir um Freude, Freude, Freude. Freude an allem was wir tun. Denn nichts ist schlimmer, als nur Durchhalten, Pflicht erfüllen und die Dinge „hinter sich bringen“. Hilf uns mit deinem Geist zu leben. amen