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Sonntag, 24. Januar 2021

Fürbitten 25.1. "runter vom hohen Ross"

 


                                                      Caravaggio Die Bekehrung des Saulus

25.1.2021 Fest der Bekehrung Apostel Paulus  einen neuen Weg einschlagen runter vom hohen Ross - 

Bei fast jedem kommt irgendwann einmal im Leben die Zeit, wo man – symbolisch - herunter muss vom „hohen Ross“. Freiwillig oder unfreiwillig. Irgendwann passiert es:  man hat sich vergaloppiert, die falsche Richtung eingeschlagen, man hat sich verrannt, jetzt ist es höchste Zeit umzukehren. Oft macht man diese Erfahrung nach einer Krankheit, nach einem Unfall, nach einem einschneidenden Erlebnis. Das ist auch die Geschichte des Paulus von Tarsus, der ein tiefgläubiger und frommer Jude war, und doch plötzlich einen ganz anderen Weg einschlagen musste. Unter dem Namen Saul verfolgt er zunächst fanatisch die Jesus Anhänger, als Paulus wird er schließlich für Jesus sein Leben geben. Die Apostelgeschichte erzählt heute von dem Bekehrungserlebnis des Paulus. Ja, direkt vom hohen Ross holt ihn die Stimme Jesu herunter. Paulus verliert für kurze Zeit sein Augenlicht, bis er fähig ist, den richtigen Weg zu erkennen. Auf der Suche nach Gott darf man bisweilen nicht dort stehen bleiben, wo man glaub, dass man nun schon alles weiß – immer wieder müssen wir uns dorthin führen lassen, dorthin, wo Gott uns haben will. So bitten wir

 

Dass du uns immer wieder herunter holst vom hohen Ross unserer Selbstgewissheit und unserer Selbstzufriedenheit

 

dass wir bereit sind umzudenken und uns zu ändern dass wir um-kehren können,                                 um das Ziel zu finden, das DU uns vorgibst

 

dass wir keine Angst vor "Gesichtsverlust" haben, wenn wir eine Meinung ändern                              und eine andere Richtung einschlagen

 

Dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst, gerade auch heute wieder

 

dass wir uns getrauen, hinzuhorchen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auf die Stimme              mit der DU in uns - zu uns - sprichst

 

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen. und dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

 

Dass wir immer mehr an Selbsterkenntnis gewinnen, dass wir nüchtern sehen, wie wir sind -            Dass wir uns aber mit mitfühlenden und liebevollen Augen sehen


Du guter Gott: Auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet und mitten in unseren Plänen und Aufgaben: immer wieder willst du uns auf einen neuen Weg führen. Gib uns die Gnade, den richtigen Moment zu erkennen und das Richtige zu tun. Darum bitten wir im Namen Jesu, Amen

Samstag, 23. Januar 2021

Fürbitten Sonntag 24.1 und jedem ANFANG wohnt ein Zauber inne

 


24.1.2021  Mk 1.14  NEUES beginnt -  sogleich, sofort  3.S JK

In der Liturgie der Kirche sind die feierlichen Weihnachtstage vorbei. Alltag ist es wieder. Und doch kein Alltag, wie bisher. Etwas Neues beginnt. Jesus ist nun ein erwachsener Mann von etwa 30 Jahren – er hat seine Berufung bei der Taufe durch Johannes im Jordan erfahren und nun beginnt er bewusst sein öffentliches Wirken. Die ersten Männer schließen sich ihm an. „Kommt und folgt mir“ sagt Jesus. Etwas ganz Neues beginnt auch für sie – und in der Folge für viele. Eine Gedichtzeile von Hermann Hesse drängt sich auf: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, - Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Versuchen auch wir uns auf Neues einzulassen, auf einen ANFANG – wohin immer er uns auch führen wird . So bitten wir heute

dass wir erkennen:                                                                                                                                   wenn die Zeit reif geworden ist für eine Entscheidung, einen Entschluss ein neues Denken

dass wir erkennen:                                                                                                                                    wie sehr uns alte Muster, alte Gewohnheiten und liebgewordene Rituale prägen –

dass wir erkennen:                                                                                                                                         was gut ist und bleiben soll – und was sich ändern muss, weil es uns nicht weiter bringt 

dass wir erkennen:                                                                                                                                     ob wir ehrlich zu uns sind – oder ob wir uns etwas vormachen

dass wir erkennen:                                                                                                                                        dass uns nicht nur das, was gelingt, vorwärtsbringt, sondern auch alle Schwierigkeiten

dass wir erkennen:                                                                                                                                   was wir wirklich tun sollen – und nicht nur, was wir selbst tun wollen

dass wir erkennen:                                                                                                                                   dass wir zur Freude berufen sind – und das Gute für uns suchen dürfen

dass wir erkennen:                                                                                                                                   dass es keine schnelle Antwort gibt auf das unbegreifliche Leid in der Welt – nur unsere tägliche kleine Liebe

 Du Gott der Anfänge – jeder Tag ist NEU, jeder Tag ein Schritt in Unbekanntes. Im Vertrauen auf Jesus gehen wir auch heute und dafür danken wir dir.Amen


Hermann Hesse

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 


Freitag, 22. Januar 2021

Fürbitten 23.1 Was heißt schon "NORMAL"

 


23.1.2021 Mk.3.20  Er ist von Sinnen

„Der ist ja nicht mehr ganz normal, der spinnt ja, der ist verrückt“ – ja auch das sagt man über Jesus – und es sagen nicht nur ihm fernstehende Menschen. Selbst seine eigenen Angehörigen wollen ihn eines Tages gleich aus der Öffentlichkeit nach Hause abschleppen. Sie sagen: „Er ist von Sinnen“. Niemand geringerer als Markus erzählt das heute in seinem Evangelium. Es klingt sehr realistisch, denn eines sollten wir nie vergessen: der 30 jährige Jesus galt seinen Zeitgenossen nicht abgehoben als der liebe Heiland. Jesus war ein normaler Mann, ein normaler Mensch und auch seine Mutter und seine Verwandten haben ihn nicht gleich als Gottes Sohn gesehen und verehrt. So jemanden in der Familie zu haben, der Aufsehen erregt, das ist nicht einfach. Man ahnt vielleicht: Ja, der junge Mann könnte etwas Besonderes sein – aber im Alltag kann es sehr peinlich sein, einen Angehörigen zu haben, der „anders“ ist. Denken wir nur, wie ausgegrenzt bis vor kurzem noch homosexuelle Menschen waren – (Jesus hat ganz sicher nichts gegen diesen Vergleich) - bitten wir heute 

dass wir selbst Jesus nicht nur verklärt sehen, sondern uns durchaus von seiner Person und dem, was er sagt, provozieren lassen 

dass wir auch „Anstoß“ an ihm nehmen, dass wir Widersprüche, die wir empfinden, nicht nur fromm „weg beten“

dass wir immer wieder auch an das durch und durch menschliche Leben von Jesus und seiner Familie denken 

dass wir uns aus diesem Leben – gerade von Maria -   Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir nicht gleich verstehen 

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen als komisch, als seltsam angesehen werden 

dass wir mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecke

 bitten wir, dass vor allem auch unsere Kirche niemanden ausgrenzt, der „anders“ ist

 Du guter Gott, wir danken dir, dass wir mit Jesus auf dem Weg sein dürfen – durch alle Höhen und Tiefen, auf allen Umwegen und Irrwegen unseres Lebens: denn wir sind gewiss,  alle Wege führen zu dir. amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Auferstanden vom Schlaf
gesättigt vom Traum
sind wir da
und fordern den Tag" Elisabeth Borchers


"Fange nie an
aufzuhören
höre nie auf
anzufangen" Cicero

 

Nur belehrt von der Wirklichkeit können wir die Wirklichkeit ändern.“ Brecht


 "das Leben... ?                                                                                                                                               scheitern, scheitern, immer perfekter scheitern" George Tabori


"LIEBE? Worin besteht das Risiko? Dass sie aufhört? Darin unterscheidet sich die Liebe nicht von allem anderen. Dass man verletzt wird? Darin unterscheidet sich Liebe nicht von einem scharfen Küchenmesser. Das Risiko besteht darin, dass man nicht wissen kann,was man in der Liebe aus sich selbst macht. Sie kann zum Vorschein bringen, was man sich selbst wert ist" Monika Helfer


"Liebe basiert auf Wollen". Erich Fromm

 

" Verschiebe nicht auf morgen,
was genau so gut
auf übermorgen verschoben werden kann." Mark Twain

 

"Wir nehmen den Schmerz zu schnell weg. Wir geben zu schnelle Antworten,                                     wir suchen zu schnelle Lösungen...Wir dürfen den Schmerz nicht beseitigen,                                   bevor wir gelernt haben, was er uns zu sagen hat." Richard Rohr

 

"whisper your dream to a cloud.
ask the cloud to remember it." Yoko Ono

 

"Daran Schuld sind nur die EINEN -
nämlich die ANDEREN" Asrin Aydin

 

"Die Grundformel aller Sünde ist: Verfehlte oder versäumte Liebe."
Franz Werfel

 

 "Man muss die Gerüste wegnehmen, wenn das Haus gebaut ist." Nietzsche

 

"Um klar zu sehen, 

genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung".   

Antoine de Saint-Exupery




Donnerstag, 21. Januar 2021

Fürbitten 22.1 Ein Arzt der Armen Ladislaus Batthyany-Strattmann

 


22.1.2021    Sel Ladislaus Batthyany-Strattmann  Augenarzt

In der Liturgie ist heute der Gedenktag eines Mannes, der vielen unbekannt sein wird.                Es ist der Augenarzt Ladislaus Batthyany-Strattmann.  1870 wurde er in Ungarn geboren, er war Vater von 13 Kindern und lebte in sehr glücklicher Ehe. 1902 errichtete Batthyany-Strattmann ein Spital in Kittsee, wo er vor allem mittellose Menschen unentgeltlich behandelte und operierte, aber wo er auch viele Arme finanziell unterstützt hat. Nach dem 1.Weltkrieg führte Batthyany seine Arbeit in Ungarn fort, dort gründete er in Körmend ein Spital, wo er ebenfalls unentgeltlich Arme behandelte. Nach schwerem Leiden starb er am 22. Jänner 1931 in Wien. Begraben ist er in Güssing . Viele seiner Patienten haben ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt. Am 23. März 2003 wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Bitten wir heute darum:


dass sich immer wieder viele Menschen finden, die selbstlos und uneigennützig für andere da sind – dass diese Menschen auch Dank und Anerkennung erfahren


bitten wir für all die, die gerade in dieser Zeit der Pandemie in pflegenden Berufen oft an die Grenzen ihrer Kraft gehen – 


bitten wir, dass es der Politik gelingt, Maßnahmen gegen den Pflegenotstand zu finden und dass vor allem die Menschen in diesen körperlich und seelisch aufreibenden Berufen endlich angemessen bezahlt werden


Bitten wir für die politisch Verantwortlichen in unserem Land, dass sie dazu beitragen, das soziale Netz und das solidarische Miteinander  fester zu knüpfen als zu lockern


bitten wir für die Hilfsorganisationen in unserem Land, dass sie sich nicht entmutigen lassen, auf die Not von Menschen in unserem Land hinzuweisen – aber auch auf die Not  der Flüchtlinge am Rand Europas


Und bitten wir für uns selbst – Dass wir nicht übersehen, wo Andere vielleicht gerade heute unsere Hilfe brauchen und dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden,  sondern auch mit Zeit und Zuwendung, die wir geben wollen  

So bitten wir im Namen Jesu Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Wir können die Umstände unseres Lebens, uns härter werden lassen, so dass wir immer ärgerlicher und furchtsamer werden, oder wir können sie uns weicher und freundlicher werden lassen.                Wir haben immer die Wahl". Dalai Lama


 ‎"Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwer,                                                                     weil einem so viele entgegen kommen" Henry Ford


"Ich akzeptiere mein gebrochenes Herz.                                                                                                  Ich werde es nie aus der Hand geben" Lady Gaga


„Als Gott den Menschen
erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.“ Mark Twain


‎" Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute,
eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen." Friedrich Dürrenmatt


"Sei doch unbesorgt.Auch die Blätter fallen
ohne Murren ab" Kobayashi Issa 


Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.  Brecht


"Objektivität: Alles hat zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, dass es drei sind,                                 erfasst man die Sache." Heimito von Doderer


"Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl, das Leben zu umarmen wie es ist                                       oder auf das Glück zu warten." (Andreas Tenzer)

 

"Sag es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich;                                                   lass es mich tun, und ich behalte es". Konfuzius

 

"Das Leben ist ungerecht, aber denke daran:                                                                                                 nicht immer zu deinen Ungunsten".    John F. Kennedy


"Wenn wir es nur besser wissen,
aber nicht besser machen,
dann sind auch wir schuldig." Peter Turrini





Mittwoch, 20. Januar 2021

Fürbitten 21.1. oft muss man für sich selbst Ruhe suchen



 21.1.2021 Mk.3.7  Grenzen setzen In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück

Immer wieder berichtet Markus, dass Jesus regelrecht vor den Menschen flieht, die teilweise in Massen zu ihm strömen. So viele wollen geheilt werden, viele sind vielleicht nur neugierig, manche wollen vielleicht nur ausprobieren: „was kann der wirklich“. Menschen können einen auch müde machen und auspowern. Gerade auch für Helfer heute ist das ein Problem. Aber auch wir selbst müssen lernen, Grenzen zu ziehen. So bitten wir


Für alle, die sich in vielen unterschiedlichen Hilfsprojekten für andere engagieren, dass sie doch immer wieder auch auf ihre eigene Kraft achten

 

Für alle, die in sozialen Berufen, aber auch als Seelsorger oder Psychologen anderen seelisch zur Seite stehen – dass sie selbst Menschen finden, die ihnen Probleme abnehmen

 

Für die Pädagoginnen und Pädagogen bitten wir, die in Kindergärten und Schulen oft auch mit sehr schwierigen Kindern zu tun haben – dass sie mit sich selbst Geduld haben, wenn sie an ihre Grenzen stoßen

 

Bitten wir für die Eltern und ganz besonders für die Alleinerziehenden, die gerade jetzt in der Zeit der Pandemie besonders belastet sind

 

Bitten wir für uns selbst – auch wir geraten immer wieder an die Grenzen unserer Belastbarkeit, dass wir uns dann nicht schämen, Verpflichtungen abzugeben und leiser zu treten. Hilf uns, Grenzen zu ziehen - in aller Liebe

 

Bitten wir, dass wir auch ganz bewusst jeden Tag wieder Momente der Ruhe suchen und sie zu einer fixen Angewohnheit machen

 

Nicht zuletzt bitten wir heute um einen guten Neuanfang für die Vereinigten Staaten von Amerika. Dass die USA auf Frieden und Aussöhnung setzen: im eigenen Land und auch international.  So bitten wir im Namen Jesu,Amen


Dienstag, 19. Januar 2021

Fürbitten 20.1 sich ENTSCHEIDEN - gar nicht immer so einfach

 


20.1.2020 Mk.3.1 wie entscheide ich richtig

Auch heute geht es im Evangelium um starre Vorschriften. Das religiöse Establishment wartet nur darauf, dass Jesus wieder heilige Gesetze bricht. Und er tut es. Jesus heilt am Sabbat. Ein Mann mit einem verkrüppelten Arm wird wieder gesund. Seinen Kritikern antwortet Jesus: „Was ist am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten?“ Ja, es gibt Regeln – auch in unserer Gesellschaft, auch in der Kirche -  und doch gibt es Situationen, in denen man Regeln und Vorschriften brechen darf oder sogar brechen muss.  Bitten wir: 

Lass uns herausfinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Lass uns erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie vielleicht nahen Menschen weh tun

Gib uns die Kraft, wenn notwendig, auch gegen den Strom zu schwimmen, auch gegen herrschende Meinungen aufzutreten

Hilf, dass wir nicht stur und uneinsichtig sind, aber zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind.

 Zeige uns, wo wir auch in unseren Gemeinschaften, in unseren Freundschaften, in unserer Partnerschaft kritisch unseren eigenen Weg gehen müssen

Lass uns heikle Themen offen ansprechen und hinterfragen, auch und gerade in unserer Kirche. Wir sind in der Gebetswoche für die Einheit der Christen: bitten wir

dass die Kirchenführungen, dass „die OBEN“ mutiger nachvollziehen, was schon längst an der Basis und in der Praxis der Kirchen gelebt wird


Du guter Gott, jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Wir tun es im Vertrauen auf dich, weil Du auch dort an unserer Seite bist, wo wir irren und fehlen. Hilf uns in allen Zweifeln, darum bitten wir im Namen Jesu, der den Weg mit uns geht, amen


immer wieder einen neuen Blick wagen



"Ich bin so knallvergnügt erwacht. Ich klatsche meine Hüften.

Das Wasser lockt. Die Seife lacht. Es dürstet mich nach Lüften. 

Aus meiner tiefsten Seele zieht Mit Nasenflügelbeben ...ein ungeheurer Appetit

Nach Frühstück und nach Leben" Ringelnatz


"Wer sich zu sehr bemüht hinter die Dinge zu sehen,                                                                            sieht am Ende die Dinge selbst nicht mehr."    Augustinus


" Reiß deine Gedanken von deinen Problemen fort, an den Ohren, an den Fersen oder wie immer.      Das ist das Beste, was der Mensch für seine Gesundheit tun kann."  Mark Twain.

  

‎" ich entdecke in meinem Inneren einen Zoo der Lüste, ein Tollhaus an Begierden,                                     eine Kinderstube der Ängste, einen Harem verhätschelter Aversionen." C.S. Lewis

 

"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.                                                                               Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.                                                                                 Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.                                                                 Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.                                                             Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal"          aus dem Talmud

 

Wichtiger Hinweis:                                                                                                                                 "Ich bin nämlich eigentlich ganz anders,                                                                                                         nur komm ich so selten dazu" . Ödön von Horváth

 

" Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut,                                                                                 könnte eine Gans nach Hause bringen.“ Georg Christoph Lichtenberg


Lass keine Stunde ungenützt vorübergehen. Nimm den heutigen Tag voll in Beschlag;                      dann wirst du weniger von dem Folgenden  abhängen."...                                                                        "omnes horas conplectere ...." Seneca

 

" Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang,                                     ein Zusammenlaufen der Fäden und Auseinandergehen"    Yehudi Menuhin


"Denke nicht so oft an das, was dir fehlt,
sondern an das, was du hast."    Marc Aurel

 

‎"Die Zeit ist mein Freund mein Feind  Ich esse ihre Süßfrüchte ...trinke ihren Wermut                               Jede Stunde ist meine Stunde   -    Staunen" Rose Ausländer

 

" Unser Besitz ist Verlust. Je kühner, je reiner
wir verlieren, je mehr." Rilke

 

"Seien Sie im Gespräch nicht interessant, sondern interessiert" Paul Yvon


nicht müde werden, 

sondern dem Wunder

leise wie einem Vogel

die Hand hinhalten." 

Hilde  Domin 






Montag, 18. Januar 2021

Fürbitten 19.1 zur FREIHEIT sind wir berufen

 


19.1.2021 Mk.2.23 der Sabbat ist für den Menschen da wir sind zur Freiheit Berufene

Die Geschichten im Markus Evangelium sind spannend und haben mit dem Alltagsleben der Menschen zu tun. So geht es immer wieder um ein grundsätzliches Problem: auf der einen Seite gibt es ein Gesetz, das klar vorschreibt, was zu tun ist – auf der anderen Seite handeln gibt es Menschen, die bewusst anders handeln. Im Evangelium geht es um das religiöse Sabbat Gesetz: die Jünger Jesu aber halten sich in einer bestimmten Situation nicht daran. Weil sie am Sabbat hungrig sind, reißen sie in einem Kornfeld Ähren ab, und essen sie. Das empört die Pharisäer, denn damit wird gegen strenge Vorschriften verstoßen. Jesus sieht die Sachlage anders. Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. ( die Jünger hatten Hunger, also durften sie nach Vernunft-Gründens so handeln) Von uns Christen sagt Paulus aber prinzipiell : Ihr sind zur Freiheit Berufene – Wo müssen wir selbst diesen Sprung in die Freiheit wagen? Bitten wir

 

Dass wir uns nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern den Mut haben,                 selbst bestimmt zu entscheiden und zu handeln

 

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, uns von alten Mustern zu verabschieden

 

dass wir immer ehrlich hinterfragen: „Was ist wirklich das Motiv meiner Entscheidung,                      das Motiv meines Handelns?“

 

dass wir vor allem auch in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten,                          in leeren Formeln und Riten

 

dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil es „Pflicht“ ist

 

Dass wir, wie Jesus, immer danach suchen, was den Menschen guttut, und auch uns selbst

 

Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher: dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt, mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu arbeiten

 

Und bitten wir – gerade jetzt in der Gebetswoche für die Einheit der Christen -  auch für die christlichen Kirchen: dass sie unkomplizierter und weniger ängstlich miteinander einen gemeinsamen Weg gehen, der sie frei macht für die Gemeinschaft in Christus 

 

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen. Lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes leben, denn zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus. Sei DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Morgen werde ich mich ändern; gestern wollte ich es heute schon". Christine Busta


„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,                                                                                  sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Seneca


"Friede ist nicht die Abwesenheit von Krieg:                                                                                           Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit."   Baruch de Spinozza

 

"Alle großen Wahrheiten beginnen als Gotteslästerung". George Bernhard Shaw


"Dass zwei sich richtig lieben, gibt erst der Welt den Sinn,                                                                         macht sie erst rund und richtig bis an die Sterne hin." Mathias Claudius

 

"Nichts bleibt wie es ist.
Es wandelt sich
und mich" Rose Ausländer


"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit".             Erasmus von Rotterdam

 

"Ausnahmen sind nicht immer die Bestätigung der alten Regel;                                                              sie können auch die Vorboten einer neuen Regel sein".    Marie von Ebner-Eschenbach

 

"Jeder kann wütend werden, das ist einfach.                                                                                         Aber wütend sein auf den Richtigen, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit,                                                 zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer". Aristoteles

 

" Mitunter geschieht's, dass ich heute fürchte, was ich gestern wünschte                                                      – selten umgekehrt." Kurt Marti

 

"Was du liebst, lass frei.Kommt es zurück, gehört es dir - für immer". Konfuzius

 

„Ich rate, lieber mehr zu können als man macht,                                                                                      als mehr zu machen als man kann.“ Brecht

 

"Man ist nur so jung wie man sich fühlt. 

Man denkt nur so tief wie man  sich wühlt. 

Man kriegt nur so viel wie man sich gibt. 

Man lebt nur so lang wie  man sich liebt." Robert Gernhardt



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