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Donnerstag, 21. Mai 2020

Fürbitten 22.5. ANGST - nein, wir brauchen uns nicht fürchten



22.5.2020  Fürchte dich nicht Apg.18.9Fr nach Christi Himmelfahrt 

„Fürchte dich nicht – ich bin mit dir“  Paulus, der auf seinen Missionsreisen immer wieder in Schwierigkeiten kommt, hört diese Zusage Jesu in einer nächtlichen Vision. Paulus vertraut der Stimme und bleibt deshalb sogar über ein Jahr bei der jungen Jesus Gemeinde in Korinth. Auch wir kennen Momente und Situationen, in denen wir unsicher sind und auf ein Wort der Ermutigung warten. Vertrauen wir Jesus und bitten wir in diesen Tagen mit den Worten „Komm heiliger Geist“

nimm uns die Angst, mit einer schwierigen Situation nicht fertig zu werden

nimm uns die Angst vor Krankheit und Einschränkungen

nimm uns die Angst, einen Verlust nicht zu verkraften

nimm uns die Angst, es nicht allen recht machen zu können

nimm uns die Angst, zu kurz zu kommen

nimm uns die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

nimm uns die Angst, die Hand zur Versöhnung auszustrecken

nimm uns die Angst vor dem, was wir nicht steuern können, was nicht in unserer Hand liegt


Ja sende uns deinen heiligen Geist guter Gott, dass wir voll Freude und Dankbarkeit und voll Vertrauen leben können. Wir bitten im Namen Jesu  Amen


CHRISTI HIMMELFAHRT ANFANG




Mein Haus sagte zu mir:
"Verlass mich nicht,
denn hier wohnt deine Vergangenheit".

Und die Straße sagte zu mir:
"Komm und folge mir,
denn ich bin deine Zukunft".

Und ich sage zu beiden,
zu meinem Haus und zu der Straße:
"Ich habe weder Vergangenheit,
noch habe ich Zukunft.

Wenn ich hier bleibe,
ist ein Gehen in meinem Verweilen;
und wenn ich gehe,
ist ein Verweilen in meinem Gang.

Nur Liebe und Tod ändern die Dinge.


Khalil Gibran  
„Von der Zeit"

Mittwoch, 20. Mai 2020

Fürbitten CHRISTI HIMMELFAHRT man sieht nur mit dem Herzen gut



21.5.2020  Christi Himmelfahrt A  

EIGENTLICH IST DAS ENDE DER ANFANG. 
Der Bericht von der Himmelfahrt Jesu, also der Bericht vom endgültigen ENDE 
seines Da-seins in der Welt der Jünger – dieser Bericht vom ENDE,  steht nun ganz am ANFANG der Apostelgeschichte. Ab jetzt sind es die Apostel, die die Botschaft Jesu weitertragen. Und so sollen auch wir uns nicht vor dem Abschiednehmen und dem Ende mancher Dinge fürchten, sondern mit Jesus immer wieder den Neuanfang wagen. 
In der zweiten Lesung, im Brief an die Epheser hören wir, was uns dazu helfen wird:  
„Der Gott unseres Herrn Jesus Christus erleuchte die Augen eures Herzens, 
damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid“  
Die Himmelfahrt Jesu soll uns einen neuen Blick auf das Leben schenken. 
Nur so können wir etwas von „Himmelfahrt“ ahnen. so bitten wir


damit wir gut und gütig sehen können die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen können
 
Erleuchte die Augen unseres Herzens
damit wir uns neu umsehen, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und erkennen, wann und wo wir gebraucht werden

Erleuchte die Augen unseres Herzens
damit wir im Aufsehen Hoffnung schöpfen, dann, wenn uns Ängste und Sorgen belasten -                   damit wir voll Zuversicht und Mut aufsehen können, auch jetzt in diesen unruhigen Zeiten

Erleuchte die Augen unseres Herzens
damit wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, damit wir einsehen können, wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind,
damit wir uns in der Einsicht selbst „wandeln“ können

Erleuchte die Augen unseres Herzens
damit wir immer wieder nachsehen können, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.  -  damit wir auch uns selbst Fehler nachsehen können, und hilf uns so großzügig zu sein, dass wir nie kleinlich Angst haben, wir könnten im Leben  „das Nachsehen“ haben

Erleuchte die Augen unseres Herzens - dass wir mit dem Herzen sehen können
Unsere Gesellschaft, unsere Gemeinschaften, auch unsere Kirche, Dass wir sie trotz aller Fehler mit Liebe sehen, einer Liebe die alles hinein verwandelt in die Liebe Christi

So bitten wir im Namen Jesu,  der auch nach seiner „Himmelfahrt“ mitten unter uns ist.
Daran glauben wir. Amen

Dienstag, 19. Mai 2020

Fürbitten 20.5. GOTT? WER? WO? WIE?


20.5.2020  Apg.17.15 einem unbekannten Gott  Joh.16.12

Wie sollen wir uns Gott denken? Wer ist Gott? Darum geht es heute in der Apostelgeschichte. Paulus predigt am Areopag in Athen und verweist auf einen Altar, der „einem unbekannten Gott“ gewidmet ist. „Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch“ - so verkündet Paulus nun.  Im Evangelium spricht Jesus vom Geist der Wahrheit, der uns in die ganze Wahrheit führen wird.  Was ist Wahrheit und welchen Gott suchen wir?
Bitten wir heute

sei uns ein Gott der Liebe, und nicht ein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

sei uns ein Gott, der uns das Leben weit und ohne Angst macht

sei uns ein Gott, vor dem wir uns nie verbiegen müssen

sei uns ein Gott, der uns zum Miteinander führt

sei uns ein Gott, der Wunden heilt und Versöhnung möglich macht

sei uns ein Gott, der uns in der Versuchung führt und nicht in die Versuchung

sei uns ein Gott, mit dem wir JETZT und HEUTE leben, denn hier beginnt die Ewigkeit

sei uns ein Gott der Liebe, weil wir dich nicht fürchten sollen, sondern von Herzen lieben

Denn Du bist „Gott mit uns“, Gott mit ALLEN Menschen, die dich suchen. Wir gehen den Weg mit Jesus – aber alle Wege führen zu Dir, dem Gott für uns alle. Gott, der mit uns lebt und liebt - heute und alle Tage amen.

Fürbitten 19.5. VERTRAUEN -



19.5.2020   Apg 16.22   Befreiung  Di v X Himmelfahrt  

„ Habt Vertrauen, vertraut Jesus - und Gott wird euch auch aus den widrigsten Umständen in Sicherheit bringen“, das will uns die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte sagen. Wieder einmal sind Paulus und sein Begleiter während einer Reise zu den einzelnen Jesus Gemeinden in großen Schwierigkeiten. Man hat sie ins Gefängnis geworfen -  aber durch ein Erdbeben werden sie auf wunderbare Weise befreit und bringen sogar den Gefängnis-Aufseher zum Glauben an Jesus.   Natürlich wissen wir aus unserer täglichen Erfahrung, dass nicht wirklich immer alles „gut ausgeht“. Und doch wollen wir auch heute wieder mit genug „Vertrauen ins Leben“ starten. So bitten wir  

Um das tiefe Vertrauen
Dass es uns gelingt trotz aller Turbulenzen, Sorgen und Ängste in dieser Corona Pandemie
letztlich gut mit allen Schwierigkeiten fertig zu werden

Um das tiefe Vertrauen bitten wir
Dass es gut weitergeht in ganz Europa, dass es Zusammenhalt und Solidarität gibt, dass genug auch für den Klimaschutz getan wird

Um das tiefe Vertrauen bitten wir
Dass es aus den weltweiten Krisen und Kriegen, dass es aus Hass und Gewalt ein Entrinnen gibt, damit Menschen ihr kleines Leben in Frieden leben können

Um das tiefe Vertrauen bitten wir
Dass es gerade für junge Menschen eine gesicherte Zukunft gibt, gute Schulen, sichere Arbeitsplätze, dass für Kinder, Alte und Kranke gut gesorgt wird

Um das tiefe Vertrauen bitten wir auch
Dass wir auch aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, dass wir dem Leben jeden Tag wieder vertrauen können

So bitten wir im Namen Jesu Amen

Sonntag, 17. Mai 2020

Fürbitten 18.5. NEUES wird kommen





17.5.2020  Joh 15.26  wenn man sich von Altem verabschieden muss

In wenigen Tagen feiern wir das Fest „Christi Himmelfahrt“. Schon seit einiger Zeit hören wir in den Evangeliumstexten die Abschiedsworte Jesu an seine Jünger. Er spricht ihnen Mut zu, er ermuntert sie zur Freude, er fordert sie auf, Gott ganz zu vertrauen. Jesus macht aber auch kein Hehl daraus, dass auch seine Anhänger mit dem rechnen müssen, was ihm selbst geschehen ist: Ablehnung, Verfolgung Gewalt und Tod. Auch wenn wir in unserem kleinen Alltag nicht von so drastischen Szenarien ausgehen müssen: das EINE aber kennen wir: 
Immer wieder geht Altes zu Ende, es kann sehr schmerzlich sein - wie wird es weitergehen? Gerade jetzt, in dieser Zeit der Pandemie, erleben wir es hautnah. Bitten wir heute um den Geist von Mut und Zuversicht

wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen   Hilf, heiliger Geist

wenn es mit liebgewordenen Gewohnheiten nicht weiter geht   

wenn wir gerne Sicherheit hätten und Veränderung unbequem ist

wenn Vieles immer wieder anders kommt als geplant       

wenn wir unter Pläne und Projekte einen Schlußstrich ziehen müssen

wenn wir in Ungeduld Dinge erzwingen möchten

wenn wir von Anderen abhängig sind und nur mehr vertrauen können

wenn wir Menschen, die uns lieb sind, gehen lassen müssen

Heute beginnt wieder ein reduzierter Schulalltag – schön langsam für alle.
Bitten wir für Lehrer und Schüler und auch die eltern, dass sie mit dieser neuen , nicht einfachen Situation gut zurecht kommen
    

Ja komm heiliger Geist, kommt Geist Gottes und sei bei uns an den Weg-Kreuzungen unseres Lebens. „Halt uns, wo wir haltlos gehen, rate, wo wir ratlos stehn, sprich du, wo wir sprachlos flehen“  Amen

Samstag, 16. Mai 2020

Fürbitten Sonntag 17.5. Wie ein NEU - ANFANG




17.5.2020  Joh.14.15  6.Woche nach Ostern

Seit Mitte März hat es in unseren Kirchen keine Gottesdienste mehr gegeben. An diesem Wochenende ist es nun wie eine verspätete Auferstehung: viele Menschen werden wieder in den Kirchen mitfeiern, werden Kirche vielleicht nach diesen 9 Wochen wieder inniger erleben, nicht nur als Sonntagsroutine. Um diese Innigkeit, um dieses In-wendig und voll Sehnsucht dabei sein, darum geht es auch Jesus, wenn er im Evangelium vom Beistand spricht, vom heiligen Geist. Diesen Geist Gottes sollen wir in uns selbst wahrnehmen, dann ist Jesus ganz in uns und wir in ihm und alles ist in Gott.  So einfach ist das eigentlich! Bitten wir heute aber noch einmal mit besonderem Blick auf das, was hoffentlich hinter uns liegt

Dass wir dankbar aber auch weiter sorgsam sind, weil wir auf einem guten Weg aus dieser großen Krise sind

Dass die Pandemie weltweit eingedämmt werden kann, dass die großen wirtschaftlichen Schäden, die entstanden sind, von den Gesellschaften in solidarischer Anstrengung bewältigt werden

Mehr als 300.000 Menschen weltweit sind an Corona gestorben, in Österreich sind momentan 628 Menschenleben zu beklagen: bitten wir für die Angehörigen dieser Menschen, die oft noch traumatisiert sind, weil sie zumeist nicht einmal Abschied nehmen konnten von ihren Toten

Danken wir für alle Helfer in diesen Wochen, bitten wir für die, die in Spitälern und im öffentlichen Leben Gefährdungen für andere, für uns alle, auf sich nehmen

Bitten wir für uns selbst, dass wir immer mehr in diese Freiheit hineinwachsen, die uns Jesus mit dem heiligen Geist zugesprochen hat. Eine Freiheit, die uns hilft, großherzig für Andere da zu sein und unseren Platz im Leben auszufüllen, auch wenn er uns oft nur klein und unbedeutend vorkommt.

So bitten wir im Namen Jesu. amen

Freitag, 15. Mai 2020

Fürbitten 16.5. VISIONEN -



16.5.2020 Apg.16.1  in der Nacht hatte Paulus eine Vision 

„Wer Visionen hat, gehört zum Arzt“.  Vor einigen Jahren sagte das ein ranghoher Politiker bei uns, und er meinte es durchaus zynisch. Ohne Visionen aber sähe unsere Welt traurig aus. In der Apostelgeschichte wird heute erzählt: „Paulus hatte in der Nacht eine Vision“ – Ein Mann wie Paulus ist kein Träumer, dennoch folgt er dieser Eingebung und fährt daraufhin nach Mazedonien, um auch dort das Evangelium zu verkünden. Es war letztlich eine richtige Entscheidung.  Bitten auch wir um den Mut, Visionen zu haben und ihnen auch zu folgen

dass wir unserer inneren Stimme vertrauen
und dass wir auch andere ermutigen, auf ihre innere Stimme zu hören

Dass wir an einer Sache dranbleiben, wenn wir sie für richtig halten und sie uns wichtig ist

Dass wir auch gegen den Strom schwimmen, wenn wir von unseren „Visionen“ überzeugt sind, 
damit Dinge in Bewegung kommen

Dass wir uns getrauen, umstrittene Dinge anzusprechen und uns für Ideen und Menschen einzusetzen

Dass wir Zeit und Kraft investieren, um uns in verschiedenen Projekten zu engagieren

Dass wir uns ganz bewusst auch  immer wieder im Gebet Impulse und „Visionen“ holen

Bitten wir für Gesellschaft und Politik, dass es auch hier Menschen gibt, die nicht nur Tagespolitik betreiben, sondern die Vision einer gerechten und solidarischen Welt für alle haben


So bitten wir dich guter Gott um Segen und Hilfe für alle Organisationen, die sich für andere Menschen aber auch für den Tierschutz und unsere Umwelt einsetzen. Hilf, dass wir Deine Stimme hören und dass wir immer wieder den Mut haben, zu neuen Ufern aufzubrechen. Mit der Hilfe Jesu  amen





C Gedanken Tu felix Austria


UNSERE   HISTORISCHE   DATEN


BEISL wieder offen      -                              15.5. 2020

BAUMÄRKTE   wieder offen                     14.4.  2020

CLOPAPIER  die letzte Rolle gehamstert   14.3.  2020   

IBIZA Video                                                17.5.  2019

STAATSVERTRAG                                    15.5. 1955


JA  SO  SIND  WIR

Aber nicht vergessen: 

 "Die Freiheit ist FILIGRAN"  (BP Van der Bellen, 15.5.2020)



PS   KULTUR????     Wird schon wieder, wird schon wieder




Fürbitten 15.5. Einander lieben - kein Schönwetter Programm



15.5.2020 Joh.15.12  Liebt einander - aber doch nicht jeden?

Mit beschwörender Eindringlichkeit spricht Jesus von der Liebe. DAS ist es, was er seinen Jüngern als Auftrag hinterlassen will. Es ist die Essenz all dessen, wofür Jesus gelebt hat: „Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe ….das trage ich euch auf: Liebt einander....“ so hören wir es heute im Evangelium. Im Grund ist es ja das, was wir alle wollen: lieben und geliebt werden. 
Aber: „einander lieben“ – das ist nicht nur ein Schönwetter Programm, wo ich mir den aussuche, den zu lieben, mir leichtfällt. 
Beim „einander lieben“ kann man sich den Anderen nicht aussuchen. So bitten wir heute

dass wir einander lieben, heute, den Nachbarn, mit dem es immer wieder Streit gibt

dass wir einander lieben, heute, die Arbeitskollegin, die immer alles besser weiß

dass wir einander lieben, heute, den Mitarbeiter, der mir seit Wochen das Leben schwermacht

dass wir einander lieben, heute, die Bekannte, mit der ich mich gerade zerstritten habe

dass wir einander lieben, auch die dort in Politik und Regierung, auch die in der Kirche, mit denen wir immer wieder einmal nicht einverstanden sind

bitten wir, dass unsere Liebe einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist
dass wir großzügig sind und nicht Besitz ergreifend
 
dass wir verzeihen können, dass wir Kränkung und auch Böses nicht nachtragen, dass wir nicht Recht haben müssen
dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was
wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen


so bitten wir im Namen Jesu, Amen

Mittwoch, 13. Mai 2020

Fürbitten 14.5. Anderen keine unnötigen Lasten auferlegen



14.5.2020 Apg.15.7  Nicht be-lasten,   frei-machen

In der Geschichte der ersten Christengemeinden gibt es von allem Anfang an eine starke Spannung zwischen dem Neuen und dem Alten. Alt, das ist das jüdische Gesetz – Jesus war Jude, alle Apostel waren Juden – aber NEU, das sind die Lebensumstände der vielen anderen Menschen, die nun für Jesus gewonnen werden. Viele sind keine Juden – müssen sie also zuerst Juden werden, das heißt, müssen sie beschnitten werden, müssen sie sich an die jüdischen Riten halten- ehe sie Jesus Anhänger werden dürfen? Diese Frage wird fast zur Zerreißprobe für die jungen Gemeinden – die Apostel berufen eine eigene Streitschlichtungs-Versammlung ein und auf der wird letztlich entschieden: „Nein, den Nicht-Juden, die sich zu Gott bekehren, sollen keine alten Gesetze, keine Alt-Lasten aufgebürdet werden“
Es war eine mutige Entscheidung, ohne sie wären die ersten Jesus Gemeinden vielleicht Sekten geblieben. Um ein mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

Dass die Kirche auch heute im guten Sinn die Zeichen der Zeit erkennt, wenn neues Denken und Handeln notwendig wird 

Dass die Kirche mit ihren Gesetzen den Menschen nicht Lasten und Verpflichtungen auferlegt, die heute gar nicht mehr zeitgemäß sind und niemand gut tun

dass aber auch wir selbst Anderen keine Vorschriften machen, die vielleicht für unser Leben passen aber nicht für das der Anderen

Die Corona Krise hat auch in der Kirche neue Impulse gebracht. Die Gemeinschaft der Hauskirche ist wieder entdeckt worden, bitten wir um gute weitere Wege in dieser Richtung

Bitten wir, dass wir Christen selbst bereit sind, eigenverantwortlich neue Ausdrucks-Formen für unseren Glauben zu finden und dass wir nicht nur auf Richtlinien von oben warten

Bitten wir für uns selbst, dass auch wir offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

Und bitten wir, dass unsere Gesellschaft das Positiv Neue erkennt und weiterführt, 
das uns die Corona Krise auch gebracht hat

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, den großen und den kleinen, die wir treffen müssen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesus . amen

Dienstag, 12. Mai 2020

Fürbitten 13.5. Fatima: Corona Fürbitten von Papst Franziskus




13.5.2020   Fatima    

Ein Mariengedenktag ist heute, der „Gedenktag unserer lieben Frau von Fatima“. 
Vor mehr als 100 Jahren haben drei Hirtenkinder in der portugiesischen Stadt Fatima von Erscheinungen der Mutter Gottes berichtet. Von Mai bis zum Oktober 2017, an genau jedem 13. des Monats soll es diese Begegnungen gegeben haben. Der Mai gilt in der katholischen Kirche ja ganz besonders als „Marien-Monat“. 
Hier in gekürzter Form ganz aktuelle Fürbitten von Papst Franziskus

In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, Mutter Gottes und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.

Wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können und schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.

Mutter Gottes,beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und Krankenpfleger. Die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.

Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit allem Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.

Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.

Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.

Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelter Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.

O geliebte Mutter, Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.










Zwangsneurotisch 22 So, JETZT hamma die Bescherung!!!

Oje oje oje denke ich - zwangsneurotisch -
ja, Corona schürt Ängste, man vergisst
das nicht: oje, oje, oje
ob jetzt gleich der strenge Onkel
mit seiner Flex kommt -
der Herr Innenminister,
der uns doch angeboten hat, mit
Polizei Bataillonen die gefährlichen
Infektionsketten zu durchtrennen
"Wir sind die neue Flex" hat er doch bei
seiner Pressekonferenz Mitte April
gesagt - und schon damals habe ich mir gedacht:
" Logo: ab jetzt kein Nieser und kein
Huster mehr" - wer weiß, wer da schon auf

der Lauer liegt
und dich "zurückverfolgen"
will, beim Virus versprühen,
spreading the corona virus!!!!
Ein NO GO
Nur keine Virus - Bomber werden
Nur kein Lebensgefährder
Immer schön im Elefanten-Abstand
(zur Sicherheit: großer Elefanten Abstand)
brav das Tüchl vor Nase und Mund -
wenn in geschlossenen Räumen
und Hände waschen, Hände waschen
Das größte Problem, leider,  lässt sich
biologisch nicht lösen
Du gehörst zu den Alten
zur Risiko-Gruppe
mach bloß keinen Ärger - schlimm genug, dass du
dich frei bewegst ....
Ja, Freunde von mir sind wirklich angemotzt worden,
weil sie nicht zur "Risko-Gruppen-Einkaufszeit" ihr
Einkaufswagerl im social distancing Abstand vor sich
hergeschoben haben ....
Also: mir ist die Fragilität meiner Corona Existenz
absolut bewusst und ich verhalte mich fast mustergültig.
Fast? Na ja, was ist schon perfekt.
Vielleicht dauert das Hände waschen  bisweilen 10 sec kürzer - aber sonst fühle ich mich keiner Schuld bewusst.
Immer Corona mustergültig!!!

Und JETZT - DAS     JETZT  DAS

ICH  NIESE
ICH  MUSS NIESEN
ICH  MUSS  MEHRMALS
NIESEN
Gleich in aller Früh!
Kaum aufgestanden! NIESEN!!!
Panik steigt auf!
Na bitte nicht!!!!
Bloß nicht niesen!!!
Da kannst du dich nicht mehr unter
die Menschen trauen -
einmal niesen - die Flex kommt?!!!
Nicht mehr daran denken,
einen Termin beim Friseur auszumachen
"Stell dir vor, du niest dort"
Mit nassen Haaren jagen sie dich nach Haus

Einkaufen gehen: vergiss es!!!!
Stell dir vor
"NIESEN  bei der Kassa".
Da nützt dir die ganze Luftschutzmaske nix
Dieser Tag ist im Eimer
im KWARANTÄNE Eimer
Jetzt hast du die Bescherung
Mit NIESEN geht nix mehr
Fenster geschlossen halten
Soll dich nur niemand NIESEN hören

Ja, ich mache tatsächlich noch ein paar Mal
HATSCHI  HATSCHI
ABER:
NEIN
ich rufe NICHT die berühmte Nummer 1234
so weit habe ich mich glatt noch im Griff
ich erinnere mich an lang vergangene Zeiten!!!!!

Da hat es doch Zeiten gegeben
das soll wirklich so gewesen sein
da hast du ohne schlechtes Gewissen
NIESEN dürfen
einfach so !!!!

*  ausgenommen NASEN - BUSSI, na eh klar






Montag, 11. Mai 2020

Fürbitten 12.5. "Drangsal" ein altmodisches Wort, und doch ganz aktuell




12.5.2020 Apg.14.19 Steinigung Paulus - durch viele Drangsale hindurch

„Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen“, so lapidar berichtet die Apostelgeschichte über die Gefährdung und die Mühsal der ersten Christen. Im heutigen Bericht wird Paulus vor dem Ende seiner ersten Missions Reise  in einer Stadt von einer wütenden Menschenmenge fast zu Tode gesteinigt. Er überlebt und setzt unbeirrt seine Mission fort. Viele Menschen sind auch heute auf Grund ihres Glaubens in Lebensgefahr, bitten wir für sie und für alle, die in bedrohlichen, schwierigen Situationen sind

Für alle, die wegen ihrer religiösen Überzeugung oft sogar auch in Lebensgefahr geraten

Für alle, die in verschiedenen Lebenssituationen ihrem Gewissen folgen und dabei in
Schwierigkeiten geraten
Für alle, die gerade in dieser Corona Zeit mit einer schweren Krankheit oder großen Sorgen kämpfen, und die am eigenen Leib spüren, was „Drangsal“ heißt

Für alle, auch in der Kirche, die sich für neue Entwicklungen einsetzen – und sich dabei unbeliebt machen

Für alle in unserer Gesellschaft, die unverdrossen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eintreten, für alle, die unverdrossen für den Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung demonstrieren

Und bitten wir für uns selbst: unsere eigenen „Drangsale“ mögen verschwindend klein sein: bitten wir dennoch kurz in Stille, was uns innerlich bewegt

und bitten wir nicht zuletzt für alle, die in Politik und Wirtschaft rechtschaffen bleiben,
dass ihr Beispiel unsere Demokratie stärkt

So bitten wir im Namen Jesu, der uns ein Leben in der Wahrheit und in der Liebe vorgelebt hat. amen

Fürbitten 11.5. es gibt keine Menschen zweiter Klasse




11.5.2020   Apg  14.5    Gleich an Würde  

Zu allen Zeiten haben Menschen Gott und auch Götter gesucht. So viele Bilder, so viele Vorstellungen gibt es von Gott. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie es Paulus in der Stadt Lystra gelingt, einen Gelähmten zu heilen. Die Menschen, die das sehen, sind so begeistert, dass sie Paulus und seinen Gefährte Barnabas als Götter in Menschengestalt verehren wollen. Selbst die Priester des Zeus kommen, und wollen den beiden Männern opfern. Paulus weist all das entsetzt von sich und sagt: „auch wir sind nur Menschen, von gleicher Art wie ihr…“ Hier knüpft Paulus nun mit seiner Predigt von Jesus an. Aber würde es nicht auch heute so manchem, auch in der Kirche gut anstehen, sich bewusst zu machen, dass wir alle Menschen von gleicher Art sind. So bitten wir heute

Dass es Demut und sich bescheiden in den kirchlichen Hierarchen gibt, dass niemand
aus seinem Amt das Bewusstsein ableitet, er wäre „höher“ gestellt

dass auch wir uns selbst niemals als „etwas Besseres“ fühlen
dass wir aus Überzeugung niemals auf andere herabschauen
dass es für uns keine Menschen zweiter Klasse gibt

dass uns gerade die Corona Krise zeigt, wer die Menschen sind, die das Lebensnotwendige für alle verrichten, bitten wir dankbar für alle, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen

bitten wir auch, dass wir uns als Christen nicht besser fühlen als Gläubige anderer Religionen,
dass wir auch in anderen Religionen und Überzeugungen das Gute und auch Göttliche sehen

dass wir in allen Lebensabschnitten neu nach Gott fragen und nicht bei einem bequemen Kinderglauben stecken bleiben


so bitten wir am Beginn dieser neuen Woche um ein gutes Miteinander für uns alle. Amen