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Freitag, 17. Januar 2020

Fürbitten 18.1 VOR-URTEILE sind letztlich Urteile über uns selbst



18.1.2020 Mk.2.13 er isst mit den Sündern  

Von den Pharisäern seiner Zeit, wird Jesus kritisiert, weil er sich mit „Sündern“, wie sie es nennen, einlässt. Jesus verkehrt unter anderem mit Zollbeamten, die bei den Juden wegen ihrer Zusammenarbeit mit der römischen Besatzung scheel angesehen waren. Ja, Jesus lässt sich von Zöllnern zum Essen einladen, er fordert sogar einen von diesen Leuten auf, mit ihm zu gehen. Seinen Kritikern entgegnet Jesus kurz und bündig: „nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“ Aber sind nicht auch wir selbst manchmal zu schnell mit unserem Urteil über die Anderen. Pflegen nicht auch wir nur all zu oft Vorurteile? Mit den Augen Jesu müssten wir anders sehen. Bitten wir heute:

Dass wir alle zusammen die Überheblichkeit der Frommen und Anständigen ablegen

Dass wir uns nicht denen anschließen, die schwierige und auch straffällige Menschen in Bausch und Bogen verurteilen und als Menschen abschreiben

Dass wir immer mehr erkennen, wie sehr wir selbst vom barmherzigen Blick Gottes auf uns selbst leben

Dass wir dankbar dafür sind, dass uns selbst so viel Fehlverhalten und böse Gedanken nachgesehen werden

Dass wir erkennen, dass „Gott lieben“ keine Beckmesserei ist, wo es darum geht,
stur Gesetze und Vorschriften einzuhalten,

dass wir erkennen, dass es als Maßstab der Barmherzigkeit Gottes nur die Liebe gibt – die Liebe, die wir einander schulden und nicht das Aufrechnen von Fehlern

Bitten wir nicht zuletzt, dass sich auch sogenannte kirchliche Würdenträger nicht anmaßen, Menschen als Sünder abzuschreiben.

so bitten wir guter Gott, verzeih uns alle Urteile, die wir so vorschnell fällen, verzeih uns alle Anmaßung, – lass uns vielmehr mit den Augen Jesu auf die Menschen zugehen und selbst Tag für Tag dankbar für dein Erbarmen mit uns sein. amen

Donnerstag, 16. Januar 2020

Fürbitten 17.1 Tag des Judentums

Foto Thora Rolle


17.1.2020 Tag des Judentums
  
Die christlichen Kirchen in Österreich feiern auch heuer am 17. Jänner den 
"Tag des Judentums", immer einen Tag vor der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Ganz bewusst wird an die Wurzeln erinnert, die alle christlichen Kirchen gemeinsam im Judentum haben. Wie Paulus sagt: "Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.  So bitten wir heute:

für unsere Kirche und für alle christlichen Kirchen,   dass sie die jüdischen Wurzeln, aus denen sie gewachsen sind mit Dankbarkeit und großem Respekt bewahren und verkündigen

du unser gemeinsamer Gott      wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für die jüdischen Mitbürger in unserem Land und für jüdische Menschen überall auf der Welt, dass sie nicht auch heute noch Opfer von Antisemitismus und Rassismus werden – dass Juden überall in Frieden leben können, respektiert in ihrem Glauben -


bitten wir ganz besonders für die Menschen in Israel und Palästina: dass die Politiker aber auch die einzelnen Bürger endlich bereit sind  Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit auch der jeweils anderen Volksgruppe zuzugestehen


bitten wir gerade in dieser Zeit der Krise für alle 3 großen monotheistischen Religionen: für Christen, Juden und Muslime, die alle an den einen Gott Abrahams glauben - dass es Toleranz und Respekt füreinander gibt und die Menschen so auch in ihren Herzen zueinander finden können


bitten wir für uns selbst, dass wir uns darum bemühen, immer besser zu verstehen, wie eng unser Glaube mit dem des Judentums verbunden ist und dass wir den Mut haben, gegen alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung Anderer aufzutreten.


Du guter Gott, so lass auch uns in das tägliche Gebet der frommen Juden einstimmen  Schemá Jisraél Adonaj Elohejnu Adonaj Echad.  : „Höre, Israel: Der Herr ist dein einziger Gott. Und du sollst deinen Gott lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allen deinen Kräften -   Und deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Herr, Bewahre uns alle in der Liebe, in der wir dich suchen.  Lass uns zueinander – und gemeinsam zu DIR finden. Amen

Mittwoch, 15. Januar 2020

Fürbitten 16.1. BE-RÜHRUNG kann heilen



16.1.2019 Mk 1.40  BERÜHREN und berühren lassen

An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Nähe und Berührung hat. Wenn er Menschen begegnet, berührt er sie, oder lässt sich von ihnen berühren - auch von solchen, die als gefährlich ansteckend galten und von der Gesellschaft ausgesondert bleiben sollten. In dieser Erzählung von Markus bittet ein Aussätziger Jesus um Hilfe, einer, der sich nach damaligen Normen eigentlich gar nicht gesunden Menschen nähern durfte. Auch hier bei uns gibt es genug von unserer Gesellschaft Ausgesonderte. Wie halten wir es mit Nähe und Berührung?   so bitten wir:

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns Menschen und ihre Schicksale nicht vom Hals halten
dass wir uns nicht Angst vor Fremden machen lassen
dass wir Menschen am Rand der Gesellschaft
nicht verurteilen, sondern nach Lösungen suchen
Gib uns den Mut zur Nähe  - wir bitten dich,erhöre uns

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir Hilfe anbieten,
dass wir keine Angst davor haben, belästigt und ausgenützt zu werden,
dass wir uns auch dann aufs Helfen einlassen, wenn es vorerst sinnlos scheint

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir andere auch wirklich berühren,
dass wir den Arm um eine Schulter legen, dass wir Menschen umarmen
vor allem Alte und Kranke sehnen sich so oft nach körperlicher Berührung

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen,
dass wir uns die eigene Sehnsucht nach Nähe und Berührung eingestehen,
dass wir anderen die Möglichkeit geben, liebevoll zu uns zu sein

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns von DIR berühren lassen.
Dass DU nicht eine theologische Floskel für uns bist, ein frommes Programm
Lass uns alle Liebe und Nähe
in dir und durch Dich erfahren

Guter Gott, segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können,
ohne festzuhalten, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Segne uns, dass wir einander berühren können in der Tiefe unserer Seele – so wie wir von DIR berührt sind. So bitten wir im Namen Jesu. amen
 

Dienstag, 14. Januar 2020

Fürbitten 15.1. einfach helfen, wo ich helfen kann



15.1.2020 Mk.1.29 Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Warum gibt es so viel Leid auf der Welt? Warum ist man immer wieder selbst
am Rande seiner Kräfte. Wie kann ein guter Gott das alles zu lassen. Spricht nicht alles Leid dieser Welt gegen Gott? Auf diese Frage nach dem WARUM gibt es letztlich keine Antwort - Das Evangelium zeigt uns aber im Verhalten Jesu , was WIR letztlich dennoch TUN können, auch wenn es oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.  Jesus kümmert sich um die Menschen, die rund um ihn sind - Jesus hilft und heilt, wo immer er kann. Wer Jesus begegnet, kann danach wieder aufstehen, wie die kranke Schwiegermutter des Petrus, von der heute im Evangelium erzählt wird. Menschen werden getröstet, bekommen Kraft zum Weitermachen. Wie werden wir einander heute begegnen bitten wir :

auch wenn wir das große Leid und Unrecht in der Welt kaum ändern können
hilf uns, dass wir in unserem kleinen Alltag und Umfeld nicht wegschauen,
wenn wir Hilfe und Trost geben können
dass wir unsere Gegenwart nicht krank reden, dass wir keine Pessimisten sind
sondern anpacken, wo immer wir hilfreich sein können

dass wir uns gute Worte füreinander einfallen lassen
dass wir andere ermutigen und aufbauen 
dass wir Füreinander da sind
aber dass wir doch niemand für uns vereinnahmen

dass wir die Schwächen anderer nicht ausnützen
dass wir niemand „klein“ machen 
dass wir die Stärken der anderen dankbar wahrnehmen,
dass wir uns mitfreuen können und anderen Erfolge und Freuden nicht neiden

dass wir Vertrauen und Offenheit in unsere Partnerschaften, in unsere Gemeinschaften bringen - dass wir im Zweifel immer das Beste voneinander halten wollen
dass wir die Menschen um uns annehmen können wie sie sind
dass wir nicht alles nach unseren Vorstellungen zurechtbiegen wollen

dass wir aber auch uns selbst annehmen wie wir sind
dass wir geben was wir geben können,
dass wir aber auch erkennen, wann wir auf uns selbst achten müssen
dass wir uns selbst „gut“ tun und uns um unser eigenes WOHL-befinden kümmern

hilf uns aber auch, dass wir uns immer wieder für die unzähligen
Anliegen der Welt engagieren, dass wir Hilfsprojekte unterstützen und
unsere Stimme gegen Unrecht erheben, wenigstens in Petitionen

Guter Gott, lass uns einander heilend begegnen, lass uns füreinander "heilsam" sein. Hilf uns, dass wir sehen, wo wir gebraucht werden.  Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. amen

Montag, 13. Januar 2020

Fürbitten 14.1. Kopf und Seele frei bekommen



14.1.2020 Mk 1. 21 Loswerden, was uns quält

Markus schildert in seinem Evangelium, wie Jesus zum ersten Mal öffentlich in der Synagoge auftritt – und hier auch vor allen Menschen sein erstes Wunder wirkt. Ein Mann wird von einem „unreinen Geist“ geheilt. Das ist eine altertümliche Formulierung für eine vermutlich sehr schwere psychische Erkrankung. Aber wir wissen nur zu gut von uns selbst, wie viele „normale“ Gedanken und Gefühle es gibt, die einen richtiggehend quälen.  Auch wir sollen befreit werden, von dem, was uns unfrei macht. So bitten wir heute

dass wir nicht hilflos unseren Gefühlen ausgeliefert sind: Unsicherheit, Angst, Depression, Antriebslosigkeit,

dass wir unsere Launen beherrschen können, Wut, Zorn, Eifersucht,

dass wir uns nicht in fixe Ideen und Vorstellungen verrennen bei der Arbeit, in der Familie

dass wir bewahrt werden von Abhängigkeiten und Zwängen,
die wir oft auch anderen aufzwingen wollen

dass uns auch die Liebe nicht besessen macht und den anderen besitzen will

dass wir dem guten Geist Gottes in uns vertrauen können

dass wir auch in andere einen guten Geist legen, Freude und Zuversicht

bitten wir auch, dass in der Politik wieder ein guter Geist einzieht, Mitgefühl, Solidarität, Toleranz und Respekt


Du guter Gott, nimm von uns was uns belastet, was uns niederdrückt, was unser Denken und Fühlen beherrscht. Mach heil in uns, was in der Tiefe unseres Herzens krank und verletzt ist. Leg deinen guten Geist in uns. Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Ach Arthur 221 Ja, ein stinknormaler MOA-ARTHUR Tag ist heute

Der Montag ist für die Moa auf jeden Fall
ARTHUR TAG.
So beginnt das, was man Arbeits-Woche nennt.
Aber auf den Arthur freut sich die Moa, als
wäre es ein flotter FEIER-TAG.
Langweilig ist es da nie - auch wenn alles
seine Routine hat.
ROUTINE ist dem Arthur nämlich auch ganz
wichtig. Sie strukturiert seine Woche.
Ganz genau kennt der Arthur die Fix Punkte
an jedem Wochentag.
Da sind die Moa Tage, dann folgen die Chiara Tage
und gegen Ende der Woche sind es die Mamani Tage.

MONTAG beginnt für den
Arthur - im Anschluss an den Kindergarten -
mit einem seiner Lieblings-Kurse.
Na ja, eigentlich sind ja alle Kurse, die Arthur im Lauf der Woche besucht "Lieblings-Kurse" -
sonst würde er das ja nicht machen!
ENGINEERING aber krönt seinen
Wochenbeginn. Wenn ihn die Moa dann
abholen kommt, dann läuft ihr ein
voll "motorisierter" - ach motivierter und
aufgekratzter Arthur entgegen. Meist ein
hoch-heikles Bastelstück in der Hand, das
müssen wir dann am Weg zur Moa  heil in
U  Bahn und Bus transportieren
Jetzt aber kommen wir schon zu Punkt 2 der
Moa Montag Routine - das heißt ganz exakt, der "winterlichen Montag Routine.
"Ist der Herr Ashraf da?" wird der Arthur gleich fragen,
sobald er sich winkend von seinen Freunden
verabschiedet hat. "Ist der Herr Ashraf da, Moa?"
Der Herr Ashraf ist "unser" Maroni Mann, gleich
bei der Uni, und ja, natürlich ist der Herr Ashraf
heute da, die Moa hat ihn am Weg zum Kindergarten
schon begrüßt und ihr Kommen mit Arthur angekündigt.
"Junger Mann, was darf es heute sein?"
wird der Herr Ashraf gleich lachend fragen - denn er
weiß, Arthurs Wünsche variieren.
Momentan sind es meist Braterdäpfel, für die sich
Arthur entscheidet. Natürlich zahlt er auch selbst
und freut sich jedesmal , wenn er entdeckt, dass ihm der
Herr Ashraf  heimlich auch wieder extra Maroni in die
Tüte gesteckt hat. Herr Ashraf kennt unterdessen die
ganze Arthur Familie, inclusive der Babysitter Mädchen.
Traurig wird das wieder sein, wenn Herr Ashraf über den
Sommer seinen Stand schließt.

Weiter geht's mit der vollen Braterdäpfel Tüte zur Bahn. Auch hier - am Weg - Routine. Ein großer Streckenplan hängt in der U Bahn Passage an der Wand. Hier müssen wir Stop machen. Die Moa muss den Arthur hoch heben - darauf  folgt sein Studium aller U Bahn Linien, wobei der Arthur wissen will, WANN ENDLICH  die U5 fährt. Moas Routine Antwort: "ach das dauert noch ewig..."

Inzwischen warten wir darauf, dass endlich die U4 Station Pilgramgasse wieder geöffnet wird.
Auch das eine Standard Frage vom Arthur - und extra erhebt er sich bei jeder Fahrt von seinem Sitz, um den Fortschritt der Arbeiten in der noch geschlossenen Station zu begutachten und zu kommentieren.
U Bahn fahren aber heißt in 1.Linie auch:
philosophieren.
Irgendeinen Anlass gibt es immer, für Arthurs tiefschürfende Ausführungen
"Um Gottes willen" - sagt die Moa unlängst aus irgendeinem
nichtigen Anlass - da reagiert der Arthur scharf:
"Sag nicht um Gottes Willen, Moa!"
Da wird die Moa gleich bockig.
Warum soll ich denn nicht "um Gottes willen sagen?"
Das ist doch einfach eine Redewendung, man sagt es, wenn
man besonders auf etwas aufpassen will oder wenn man
seine Betroffenheit über etwas ausdrückt. "Um Gottes Willen, das tut mir aber leid! zum Beispiel."
Nein, sagt der Arthur ganz entschieden:
"Sag nicht um Gottes Willen -
ICH GLAUBE NICHT AN GOTT MOA!!"
Na, das ist doch kein Problem, sagt die Moa.
Zum Glück muss heute keiner mehr an Gott
glauben - wie gesagt, das ist halt eine alte
Redewendung. Man sagt auch "Helf Gott", wenn
zb jemand niest. Aber glauben musst DU wirklich nicht an Gott, das entscheidest du allein!"
"Glaubst DU an Gott, Moa?" - fragt der Arthur
Ja, sagt die Moa, ich glaube an Gott, aber ich sag
dir gleich - ich kann dir nicht sagen, WIE er aussieht.
Glaube jedenfalls keinem, der dir erzählt, er wüsste
genau, wie Gott ist. Die Moa versucht jetzt von den

verschiedenen Religionen zu erzählen, dass sich Menschen
Gott auf verschiedene Art und Weise vorstellen - dass es
aber auch viele Menschen gibt, die nicht an Gott glauben...
"Ich glaube nicht an Gott, Moa" sagt der Artur wieder, aber
interessiert hört er sich alles an. Wichtig will die Moa noch anbringen, dass das aller-aller-allerschlimmste ist, wenn
Menschen deswegen kämpfen oder Krieg führen, weil sie
wollen, dass die anderen an "ihren guten Gott" glauben.
Aber da hat der Arthur wieder seine eigene Meinung.
"Gegen das Böse muss man kämpfen,Moa! jetzt ist er
dort, wo er mit der Moa seine größten "Kämpfe" hat.
Mit Leidenschaft spielt Arthur "kämpfen". Immer muss
das Gute gegen das Böse kämpfen. Irgendwie geht es momentan
um Jaguar Ninjas - die Moa hat da keine Ahnung -
aber sie weiß jetzt: sobald sie mit dem Arthur
zu Hause ist, sobald er seine anderen Routine
Handlungen erledigt hat wie "Hände waschen" -
ja, gleich wird der Arthur mit einer Fantasie
Waffe - momentan sind es die Füße eines umgedrehten Hockers - ja also er wird die Moa zu einem
böööösen Monster verzaubern
"Du bist ein Monster Moa, ein gefährliches Monster"
und dann muss der Arthur gegen dieses gefährliche
Monster natürlich kämpfen.

Unausweichlich: auch ein Montag Fixpunkt:
Große Balgerei - natürlich muss das Gute siegen ....
bis die Moa jetzt zu ihrer Philosophiestunde anhebt,
um dem Arthur zu erklären, dass nix so dumm ist, wie
"kämpfen" - denn schau:- schwupps
- jetzt hat die Moa den Arthur besiegt und macht aus ihm
ein "Packerl" !! Kämpfen bringt gar nix, sagt die Moa,
denk daran, man kann schnell verlieren.
Man muss versuchen, das Problem anders zu lösen.
Na gut Moa, sagt der Arthur,
dann möchte ich jetzt eine Folge Fernsehen
"Feuerwehrmann Sam"
na klar, darf der Arthur zum Entspannen auch
ein wenig Fernsehen - vor allem, weil das fast die
einzige Gelegenheit ist, um ihn dabei und
nebenbei "zu füttern". Denn nach wie vor hat
der Arthur fast nie Zeit zum Essen - ausgenommen
seine Braterdäpfel während der langen U Bahn Fahrt.
Oh, man darf ja nicht essen in der U Bahn?
Also erstens: Kinder dürfen und
zweitens: hält die Moa das sowieso für eine völlig
verfehlte Aktion, aber das wäre eine andere Geschichte.
Wie der MON-TAG mit dem Arthur dann
ausklingt, ehe er abends wieder nach Haue fährt?

ja, wenn der Arthur den Tag bei der Moa ausklingen lässt, 
dann wünscht er sich meist noch eines:
auf You tube sein Lieblingslied hören 

"Gottes Liebe ist so wunderbar"

Arthurs Lieblingslied!

(derzeit!
Im Advent war es 
"Maria durch ein Dornwald ging")


PS Macht sich die Moa keine Sorgen, wenn Arthur nicht an Gott glaubt?
      Nein, die Moa denkt sich:
      "Hauptsache, Gott glaubt an uns - was kann dann schon passieren"



Sonntag, 12. Januar 2020

Fürbitten 13.1. JETZT



13.1.2020   Mk 1,14  Jetzt, sofort , sogleich

In der Liturgie der Kirche sind die feierlichen Weihnachtstage vorbei. Der normale Jahres Alltag hat uns wieder. Und doch kein Alltag, in dem es weitergehen soll, wie bisher. „Die Zeit ist erfüllt - Kehrt um“ sagt Jesus heute im Evangelium. Jesus spürt seine Sendung, es drängt ihn, Menschen anzusprechen, die mit ihm gehen sollen. Aber schnell müssen sie sich entscheiden, SOGLEICH müssen sie alles liegen lassen und sich für Neues entscheiden: 
„SOFORT rief er sie“, schreibt der Evangelist Markus.  Spüren wir selbst auch, dass Gott uns ruft? Spüre ICH, dass ich zu etwas gerufen, zu etwas berufen bin? Bitten wir heute

Dass wir erkennen
wo in unserem Leben die Zeit reif geworden ist
für eine Entscheidung, einen Entschluss
ein neues Denken
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für alle
die in diesen Tagen um eine innere Klärung ringen
die für eine wichtige Entscheidung pro und contra abwägen müssen
manchmal auch dort wo es um eine ungeplante Schwangerschaft geht
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für alle die krank sind,
die mit einer verstörenden Diagnose konfrontiert sind
Dass sie in dieser belastenden Situation die
Herausforderung annehmen und vertrauen können
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für uns selbst, dass wir erkennen
wo überall hin wir gerade heute gerufen werden.
Und wenn es nur um die Zeit für ein kurzes, ruhiges Gesprächs geht
dass wir dafür alles liegen und stehen lassen,
sofort sogleich
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

Bitten wir um eine gute Arbeit der neuen Regierung.
Um ein Klima von Toleranz und Respekt in unserem Land, 
damit Verhetzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keine Chance haben
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns


Du guter Gott, hilf uns heraus aus den alten Mustern unseres Lebens
Lass dass wir immer wieder bereit sind, uns auf Gutes und Neues einzulassen.
Sofort, Sogleich. Im Namen Jesu Amen

Samstag, 11. Januar 2020

Fürbitten Sonntag 12.1. EINTAUCHEN - in das Geheimnis des Lebens



12.1.2020 Taufe Jesu Mt.3.13 

Mit dem heutigen Fest der „Taufe Jesu“ endet in der Liturgie offiziell die Weihnachtszeit. Der etwa 30 jährige Jesus erfährt bei seiner Taufe durch Johannes am Jordan seine Berufung. Er sieht den Geist Gottes auf sich herabkommen und Jesus hört eine Stimme, die ihm zusagt: Du bist mein geliebter Sohn. Dich habe ich erwählt. Nicht nur für Jesus bei seiner Taufe, auch für uns reißt immer wieder der Himmel auf, auch uns wird gesagt: „Du bist geliebt, dich habe ich erwählt“.  Aber vielleicht, ehe wir die Stimme unserer Berufung hören - müssen wir untergetaucht werden, wie im Fluss Jordan, müssen wir manchmal zuvor den Boden unter den Füßen verlieren. Müssen wir so manche Sicherheit und Selbstgewissheit verlieren. 
So bitten wir heute

lass uns eintauchen
auch unter Tränen
in das Geheimnis des Lebens
in Trauer und Schmerz, in Freude und Hoffnung
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir der Gewalt – wenigstens in unserem Inneren
mit Gewaltlosigkeit widerstehen
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir das Leid der Vielen wenigstens in unseren Herzen mittragen
das Leid in Syrien, im Irak und Afghanistan
das Leid im Nahen Osten, in Afrika und Asien, ja auch mitten in Europa
wo immer in der Welt Menschen Opfer von Gewalt sind
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir immer besser verstehen
dass wir Leben nur gewinnen, wenn wir
loslassen, wenn wir teilen und uns hergeben
lass uns dankbar, gütig und geduldig sein

Beten und bitten wir mit Worten der Dichterin Hilde Domin
So tauche uns ein...  
durchnässe uns
bis auf die Herzhaut.

Doch ... der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, verschont zu bleiben,  er taugt nicht.

Es taugt nur die Bitte,
…dass wir
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden.
                                                        
Darum bitten wir, guter Gott   lass uns aus den Fluten unserer Sorgen und Ängste immer wieder auftauchen, als Menschen, die zu Frieden und Versöhnung fähig sind. Öffne deinen Himmel über uns, sende uns deinen heiligen Geist. Amen




Hilde Domin, 
Bitte.
Aus: dies., Gesammelte Gedichte.
Copyright: S.Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1987


Wir werden eingetaucht

und mit den Wassern der Sintflut gewaschen
Wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut
Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht

der Wunsch den Blütenfrühling zu halten
der Wunsch verschont zu bleiben
taugt nicht
Es taugt die Bitte
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe
dass die Frucht so bunt wie die Blume sei
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden

und dass wir aus der Flut
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.  



Freitag, 10. Januar 2020

Fürbitten 11.1. keine Angst vor BERÜHRUNG



11.1.2020  Lk.5.12 Aussätziger  „er berührte ihn....“

Im Evangelium heute heilt Jesus einen Aussätzigen. An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Berührung hat. Wenn er Menschen begegnet berührt er sie, auch die, die als gefährlich ansteckend galten und von der Gesellschaft ausgesondert blieben. Wie halten wir es mit „Berührung“, sind wir nicht manchmal sogar oft stolz auf die Distanz, die wir halten?   so bitten wir

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir Menschen an uns heranlassen, dass wir uns für sie interessieren, 
dass wir uns von ihrem Leben berühren lassen

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen, dass wir uns die eigene Sehnsucht nach Nähe und Berührung eingestehen.

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir auch um Nähe bitten, dass wir dem anderen die Chance geben, uns zu berühren, dass wir nicht unnahbar bleiben und abweisend

gib uns den Mut zur Nähe
dass wir den Arm um eine Schulter legen, dass wir Menschen zu umarmen, dass wir die Hand eines Anderen halten – vor allem Alte und Kranke sehnen sich so oft nach Berührung

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir keine Scheu haben, auf all die Menschen zuzugehen, die nichts gelten in unserer Gesellschaft. Die Sandler, die Bettler, die Süchtigen, die Untüchtigen, die Fremden – all die Aussätzigen unserer Zeit

Gib uns den Mut,
dass wir uns von DIR berühren lassen. Dass wir DIR zutrauen, dass DU uns mit unseren Wünschen und Hoffnungen ernst nimmst und sie erfüllen wirst, wenn es uns GUT tut.


Guter Gott, segne unsere Hände, dass sie behutsam und heilsam sind, dass sie halten können, ohne festzuhalten , dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Segne uns, dass wir einander berühren können in der Tiefe unserer Seele. So bitten wir im Namen Jesu, amen 


Donnerstag, 9. Januar 2020

Fürbitten 10.1. PLÖTZLICH weiß man .....



10.1.2020 Du Gott der Anfänge Lk.4.14

Es gibt magische Momente im Leben. Ein kleines Erlebnis, ein Wort, ein Satz, sie „treffen“ einen, sie sind wie ein Wink aus einer anderen Welt. Vielleicht war es auch für Jesus wie ein Erweckungs-Erlebnis: beim Besuch in der Synagoge bekommt er die Thorarolle gereicht, er schlägt sie, (wie es Brauch ist,) an irgendeiner Stelle auf und Jesus liest: „Der Geist des Herrn ruht auf mir...“ Auch wir kennen solche Momente: in einer Hundertstel Sekunde kann uns etwas vor Augen treten oder ins Herz fallen, was wie eine „Erleuchtung“ ist. Ein Moment, in dem ganz Neues beginnen kann.  So bitten wir heute

dass wir erkennen: wenn die Zeit reif geworden ist
für eine Entscheidung, einen Entschluss ein neues Denken

dass wir erkennen: was bleiben soll – und was sich ändern muss

dass wir erkennen: was HINTER vielem steht, was wir denken und tun

dass wir erkennen: wie uns alte Muster prägen – dass wir uns Neues zutrauen

dass wir erkennen: ob wir ehrlich zu uns sind – oder ob wir uns etwas vormachen

dass wir erkennen: dass uns nicht nur das, was gelingt, vorwärts bringt,
sondern auch alle Schwierigkeiten

dass wir erkennen: was wir wirklich tun sollen – und nicht nur, was wir selbst wollen

dass wir erkennen: dass es keine schnelle Antwort gibt auf das unbegreifliche Leid in der Welt – 
nur unsere tägliche kleine Liebe

dass wir erkennen: dass wir zur Freude berufen sind – und das Gute für uns suchen dürfen


du Gott der Anfänge – jeder Tag ist NEU, jeder Tag ein Schritt in Unbekanntes.
Im Vertrauen auf Jesus gehen wir auch heute und dafür danken wir dir.Amen

Mittwoch, 8. Januar 2020

Fürbitten 9.1. "SEHEN" heißt noch nicht "ERKENNEN"



9.1.2020  Mk.6.45  vom Sehen und doch nicht sehen

Das Evangelium erzählt heute von einem weiteren Wunder Jesu. Kurz zuvor erst war von der wunderbaren Brotvermehrung die Rede – nun erscheint Jesus den Jüngern, indem er am See über das Wasser geht. Es ist spät am Abend, die Jünger mühen sich beim Rudern mit Gegenwind, da erschrecken sie zu Tode, weil sie glauben, ein Gespenst zu sehen. In den letzten Zeilen der Erzählung heißt es: Sie waren bestürzt und außer sich – noch hatten sie nicht wirklich etwas von Jesus und seinem Wirken verstanden. Geht es uns nicht auch oft so. Wir sehen – und erkennen den tiefsten Kern doch nicht.
So bitten wir

Dass wir nicht beim oberflächlichen hinsehen oder lesen oder hören stehen bleiben

Dass wir uns die Ruhe nehmen, Dingen auf den Grund zu gehen

Dass wir die Geduld haben, Menschen in ihrem inneren Wesen zu verstehen

Dass wir auch uns selbst immer wieder hinterfragen, unsere wirklichen Motive und Beweggründe

Dass wir es uns auch mit dem Glauben nicht zu einfach machen, sondern immer wieder dem nachspüren, was er für uns wirklich bedeutet

Dass wir die Person Jesu nicht so schnell auf das festlegen, was man uns einmal vorgegeben hat – dass wir immer wieder neu und anders die Spur Jesu suchen, der wir nachgehen können

So bitten wir, dass unser inneres Erkennen immer tiefer wird, dass wir keine Scheu davor haben, immer wieder neu zu denken und neu zu sehen. Amen

Dienstag, 7. Januar 2020

Fürbitten 8.1. unbeirrt: unterwegs sein




ER war sein Leben lang „unterwegs“: der hl.Severin, dessen Gedenktag heute ist. In der Mitte des 5.Jahrhnderts, auf einem für unsere heutigen Verhältnisse unvorstellbar langen, mühsamen und gefährlichen Weg war dieser Mönch unterwegs. Bis heute weiß man nicht, ob er Römer oder Germane war.Auf jeden Fall kam er vom Westen des römischen Reiches bis in die Nähe Wiens. Severin ist der erste namentlich bezeugte Glaubensbote auf dem Boden des heutigen Österreich. Severin gründete Klöster ua bei Passau und Mautern, wo er auch 482 friedlich starb. Er war zu seiner Zeit - zur Zeit des Zerfalls des Römischen Weltreiches - Brückenbauer und Ratgeber, der bei Germanen und Romanen, Arianern wie Katholiken großes Ansehen genoss. Gerühmt wird seine karitative Tätigkeit: während einer Hungersnot kümmerte er sich um die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung. Unsere Wege sind wohl weniger aufregend, und doch kann jeder kleine Schritt im Alltag Grenzen überschreiten.  So bitten wir auch für unsere inneren Wege in diesem Jahr

Lass uns aufbrechen - nur mit kleinem Gepäck
lass uns zurücklassen, was uns im vergangenen Jahr
mutlos, ängstlich, unsicher gemacht hat
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen – und lass, dass wir uns Zeit nehmen auf dem Weg
Dass wir offen sind für das, was uns begegnet
lass uns nüchtern und beharrlich unsere Schritte setzen
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen - und keine Sorge haben
wir könnten den falschen Weg wählen
lass uns vertrauen
dass auch alle Umwege und selbst die Irr-Wege
in den richtigen Weg münden werden
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen – lass uns mit wachen Augen und Sinnen gehen
dass wir sehen, was gut ist rund um uns
dass uns die Dankbarkeit trägt und das „miteinander“
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen und gehen,
immer wieder, Tag für Tag
nicht immer werden wir erreichen, was wir uns vorgenommen haben
aber immer wird es der Weg sein, auf dem Du uns begegnest
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns


Du guter Gott, zeig uns den Weg, der uns hinausführt aus der Enge und Begrenztheit unserer Gefühle, zeig uns den Weg, der uns offen macht für die Begegnung mit Dir. Dass wir dich erkennen können in den Menschen, die mit uns auf dem Weg sind. Darum bitten wir im Namen Jesu.Amen

Montag, 6. Januar 2020

Fürbitten 7.1. UMKEHR?



7.1.2020  Mt.4.12 Kehrt um

„Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“

Nahtlos gehen die Weihnachtserzählungen vom Kind Jesus in den Beginn seines öffentlichen Lebens über. Johannes der Täufer ist im Gefängnis – nun ist es Jesus der umherzieht und verkündet: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“
Kehrt um: das ist die Kernbotschaft Jesu – sie erfahren all die Menschen, die von ihm geheilt werden. Auch davon spricht heute das Evangelium. Bitten wir

Kehr DU uns um, Jesus,
wenn wir glauben, alles fest im Griff zu haben
wenn wir meinen, nichts ändern zu müssen
wenn wir am liebsten alles so hätten wie es immer war.
Kehr uns um , - wir bitten dich erhöre uns


Kehre DU uns um,
kehre unser Innerstes nach außen,
wenn du unsere Selbstgefälligkeit merkst
wenn uns die Selbstzufriedenheit einschläfert,
Kehr uns um, - wir bitten dich erhöre uns

Kehre DU uns um,
weil wir oft hartherzig sind, weil wir nicht vergeben können,
weil wir nachtragend sind, weil wir immer wieder lieblos handeln
Kehr uns um, - wir bitten dich erhöre uns

Kehre DU uns um,
wenn wir immer wieder zurückschauen statt nach vorne
wenn wir den guten Zeiten nachtrauern, statt uns Neues zumuten
wenn wir den richtigen Weg nicht sehen können oder nicht sehen wollen
Kehr uns um, - wir bitten dich erhöre uns

Kehre DU uns um
Unsere Gesellschaft, wenn sie gierig und hartherzig ist
Wenn Fremde ausgegrenzt werden,
wenn Kriege und Terror und Hunger menschliches Leben vernichten
Kehr uns um , - wir bitten dich erhöre uns



Ja Kehre uns um Herr, bekehre unsere Welt zum Frieden. Lass uns wie Jesus Menschen sein, die heilend und tröstend mit anderen umgehen, damit dein Reich, dein Himmelreich kommen kann. In Frieden und Gerechtigkeit. Amen

Sonntag, 5. Januar 2020

6.1.2020 Dreikönigs-Tag ALLES BEGINNT MIT DER SEHNSUCHT



6.1.2020  Mt.2.1 der Sehnsucht vertrauen

Alles beginnt mit der SEHNSUCHT, schreibt die Schriftstellerin Nelly Sachs - und von genau dieser Sehnsucht spricht auch das heutige Dreikönigsfest. Da machen sich drei Männer von weither auf den Weg, sie brechen ins Ungewisse auf, nur weil sie einem Stern folgen  – „..und der Stern zog vor Ihnen her“ heißt es in der Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland . Letztlich werden sie nichts anderes finden, als ein neugeborenes Kind. Und dennoch wissen sie, dass die Sehnsucht sie den richtigen Weg geführt hat. Aber sie bleiben nicht dort – sie kehren nach Hause zurück, heißt es. Das beschreibt auch unseren Weg – suchen und finden und wieder in den Alltag zurückkehren. So bitten wir heute

Dass wir den Stern sehen –

Dass wir immer wieder aufbrechen aus dem Vertrauten und Gewohnten

dass wir der Sehnsucht vertrauen
dass wir uns auf ganz Neues einlassen, dass wir uns keine Angst vor dem Risiko einreden lassen

dass wir der Sehnsucht vertrauen
dass wir einen langen Atem haben, dass wir uns Zeit geben und nichts erzwingen

dass wir der Sehnsucht vertrauen
dass uns Enttäuschungen und Rückschläge nicht resignieren lassen, dass wir die
Sehnsucht wachhalten

dass wir der Sehnsucht vertrauen
dass wir das Besondere, (den Stern über die Krippe) dann auch im ganz Kleinen und Unscheinbaren erkennen

dass wir der Sehnsucht vertrauen
dass sie uns stark macht, immer wieder in unseren Alltag zurück zu kehren und geduldig
unsere Aufgaben zu erfüllen

dass wir der Sehnsucht vertrauen und
dass wir die Sehnsucht wachhalten
weil wir einander in Liebe suchen und begegnen

So bitten wir, dass wir DICH finden Gott, auf UNSEREM Weg zur Krippe und zum neu geborenen Kind. Dass Du unsere Sorgen, unsere Ängste und alles was wir falsch machen, verwandelst, in „Gold, Weihrauch und Myrrhe“, die wir dankbar niederlegen, als die Schätze unseres Lebens. Lass uns gemeinsam unterwegs sein: auch in der immerwährenden Bitte um Frieden. Frieden und Heil für das große Leid in dieser Welt. Im Namen Jesu Amen

Samstag, 4. Januar 2020

2.Sonntag nach Weihnachten Achte auf deine WORTE



5.1.2020 Am Anfang war das Wort  Joh.1.1.  

Es gibt magische Momente im Leben. Der Wechsel vom alten in ein neues Jahr ist ein solcher – und das Evangelium heute am 2.Sonntag nach Weihnachten führt uns wieder zu einem solchen Anfang. „Am Anfang war das Wort“, so beginnt das Johannesevangelium und es macht uns bewusst, dass jeder Tag, ja, jede Stunde ein neuer Anfang sein kann. Vom Logos spricht Johannes, vom göttlichen Wort, aus dem alles seinen Anfang nimmt – bleiben wir beim Wort – mit dem auch wir Gutes in
die Welt bringen können. So bitten wir

Du Gott des Anfangs
Segne unsere Worte
Damit sie Andere aufrichten und ihnen guttun

Du Gott des Anfangs
Segne unsere Worte
Damit wir mit ihnen vergeben und verzeihen 

Du Gott des Anfangs  
Segne unsere Worte

Damit sie helfen, einander besser zu verstehen und anzunehmen

Du Gott des Anfangs  
Segne unsere Worte

Damit sie von Freude und Dankbarkeit sprechen 

Du Gott des Anfangs
Segne unsere Worte
Damit wir mit ihnen Offenheit und Frieden schenken

Du Gott des Anfangs
Segne unsere Worte
Damit wir uns in deinem Wort wieder finden

So bitten wir im Namen Jesu,
der dein Wort ist, das du in unsere Welt gesprochen hast. Amen



Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

 aus dem jüdischen Talmud