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Samstag, 20. April 2019

20./21.4. OSTERNACHT Das Leben ist stärker als der Tod




Ja wir dürfen daran glauben: das Leben ist stärker als der Tod.
Voll Vertrauen feiern wir AUFERSTEHUNG – „Halleluja“ –
das soll unsere Antwort auf unsere Bitten sein

so bitten wir in dieser gesegneten Nacht
Jesus, lass uns - wie Neugeboren - ALTES hinter uns lassen
so manche Enttäuschung, Kränkung, Sorge und Müdigkeit
befreie uns von allem, womit wir uns selbst das Leben schwermachen
lass uns in deiner Auferstehung leben
DU Christus lebendig unter uns - halleluja

in dieser gesegneten Nacht bitten wir um eine neue Hoffnung
für alle, die aus der Sicherheit ihres Lebens gerissen sind;
für die aus ihrer Heimat Vertriebenen;
für die Opfer von Terror, Gewalt, Verfolgung, Menschenhandel
für alle Kranken und Alten und Sterbenden
lass uns in deiner Auferstehung leben
DU Christus lebendig unter uns - halleluja

in dieser gesegneten Nacht bitten wir - in großer Hilflosigkeit - um Frieden
Frieden vor allem auch für Palästina und Israel,
Frieden in unseren eigenen Familien
Wir bitten um die Zukunft unserer Erde
lass uns in deiner Auferstehung leben
DU Christus lebendig unter uns - halleluja

in dieser gesegneten Nacht bitten wir auch für Papst Franziskus
und um alles, was sich erneuern muss in unserer Kirche
wir bitten um die Einheit unter uns Christen –
wir bitten für unsere jüdischen Mitbürger, die gerade jetzt auch Pessach feiern
Führe uns Alle aus aller Sklaverei hinaus – in Deine Freiheit
lass uns in deiner Auferstehung leben - schon hier und heute und jeden Tag neu.
DU Christus lebendig unter uns - halleluja


Du guter Gott so bitten wir: schaffe uns neu durch deinen Geist, damit wir auferstehen können, immer wieder, aus jeder Nacht zu einem neuen Morgen. Wir im Namen Jesu. Er ist auferstanden mitten unter uns. Amen


20.4.2019 KARSAMSTAG manchmal ist es LEER



20.4.2019  KARSAMSTAG

der Karsamstag ist ein stiller Tag ohne liturgische Feier, ohne eigenen Gottesdienst.
Jesus ist tot – wir sollten ihn nicht immer schon als „Auferstandenen“ sehen. 
Jesus ist gescheitert, auch das sollen wir nüchtern ansehen. 
Um wie viel näher ist er uns oft vielleicht sogar im Scheitern als im Auferstehen? 
Bitten wir  dass wir es aushalten

...wenn wir mit leeren Händen da stehen

...wenn uns Andere im Stich lassen

...wenn wir unser Gesicht verloren haben

...wenn wir keinen Sinn in vielem mehr erkennen können

...wenn uns die Kraft ausgeht

...wenn uns die Freude ausgeht

...wenn uns die Liebe ausgeht

...wenn wir uns selbst nicht mehr mögen

...wenn uns Gott abhanden kommt


Bitten wir für alle, für deren Leid es keine Antwort gibt
Amen

Freitag, 19. April 2019

Ach Arthur 217 CIAO, sagen die Burschen zum Meer


Schön war es gestern, noch einmal am Meer.
MEHR MEER, 
Mama und Papa haben Wort gehalten

Der Knucki hat sich wieder
durch Kieselsteine wühlen dürfen
Seine erste kleine Sandschaufel
hat er bekommen - eine kleine
Gießkanne - auch für Arthur
"Sandspielzeug" in Mini, es ist ja nur
für ein paar Stunden, wer weiß,
ob sie das heute mit
nach Wien nehmen ...
Ins Meer hat der Arthur nicht können ...
Nicht nur, weil es huschi kalt ist
Viel zu viele Quallen gibt es
Vor denen hat der Arthur Respekt!

Aber nichts kann den Tag am Strand trüben. Es muss ja kein BADE Tag sein
Mit dem kleinen Bruder erstmals gemeinsam ganz nahe beim Meer spielen, 
dem Knucki zeigen, wie man Steine wirft
und Kiesel in die Gießkanne füllt - ah, das war lustig genug ...
Außerdem: der große Arthur
der hat mit seinem Papa ja noch ein ganz anderes Strand-Vergnügen!
Wer es errät - 
ja, der darf einmal gegen den Arthur antreten. 
Viel Spaß!!!


Schon in wenigen Stunden, werden die Vier wieder in Wien sein
 Arrividerci, Taormina




Donnerstag, 18. April 2019

KARFREITAG 19.4.


19.4.2019 Karfreitag Meditation in der Früh

Bald wird der Lebensweg des Menschen Jesus zu Ende gehen. Die Evangelien berichten von den letzten Stunden. Warum weicht Jesus nicht aus, sucht er den Tod? Hofft er, dass ihn sein Vater-Gott retten wird? Oder nimmt Jesus sein Schicksal einfach an? Lässt er alles los, auch sein Leben? Heute gibt es bei der Karfreitags-Liturgie um 15.00 oder am Abend die langen Fürbitten. Überlegen WIR uns nur in STILLE, was das KREUZ für uns selbst jeden Tag wieder bedeutet.

Jesus, hilf erkennen, wenn auch bei uns die Zeit gekommen ist
den Weg einfach zu gehen – den Widerstand aufzugeben
Leid anzunehmen, Schmerz zu akzeptieren

hilf erkennen wann wir aufhören sollen
an diesen dunklen Weggabelungen in unserem Leben
bei Krankheit, Misserfolg, Liebesverlust
Auswege zu suchen, Fluchtpunkte, Notlösungen

hilf erkennen, wann es Zeit ist
die Angst durchzustehen.
Die Angst zu scheitern, die Angst versagt zu haben
die Angst nichts mehr zu gelten

lass uns erkennen, wann wir sie loslassen sollen
die vielen Hoffnungen und Pläne…
die Menschen, an denen wir hängen…
die Vorstellungen, die wir von Gott und dem Leben haben

lass uns aber auch erkennen, dass wir nicht verliebt sein dürfen
ins Leiden und ins Ertragen
dass wir nicht apathisch und willenlos
alles annehmen dürfen, was uns widerfährt

lass uns erkennen, welche Würde darin liegt
gegen Leid auch anzukämpfen
sich und andere aus aussichtslosen Situationen zu befreien
Krankheit zu überwinden
Unrecht nicht zu akzeptieren

Gott, lass uns Kreuz und Leid zum Ort der Hoffnung werden
wo wir das Leben annehmen können wie es ist
im Guten und im Schlechten
im Scheitern und in der Auferstehung –
Heute und an jedem Tag und immer wieder

AMEN

Ach Arthur 216 ja, begonnen hat alles harmlos...


Na ja, auch nicht ganz so harmlos.
Denn begonnen hat der Tag, der Mittwoch, mit einer munteren Nacht. Armer Papa - die beiden Herren teilen sich ja Doppelbett und Zimmer: und in dieser Nacht
war der Arthur eine ganz schöne Zeit lang putzmunter.
Kein Wunder: war er doch zuvor, nach dem Ausflug ans
Meer, so tief in seinem Buggy weggepennt, dass er sogar das Abendessen im Restaurant verschlafen hat und sich dann auch noch weiter schlafend hat nach Hause tragen lassen: wieder eine Menge Stiegen hinauf zum Ferien Haus. Es ist der Papa der schleppt - und es ist der Papa, der dann mitten in der Nacht, als der Arthur putzmunter ist, nun dem fröhlichen Knaben Gesellschaft leisten muss. Was das konkret bedeutet? Schach spielen, Schach spielen ...
mitten in der Nacht. Bis dem Arthur dann doch wieder die Augen zufallen ....Jedenfalls soll nun der Mittwoch ein ganz geruhsamer Tag werden.
Ausflug in den Giardino Pubblico,
in den öffentlichen Park.
Dort geht man auf Wegen mit Mustern aus Kieselsteinen, es ist ein typisch englischer Park, Ende des 19.Jahrhunderts von Engländern hier angelegt. Baumarten aus aller Welt findet man hier, prächtige Sträucher und Hecken 
und riesige Kakteen ...
Der Arthur kann das schon bewundern, 
dem Knucki dagegen ist es wohl ziemlich gleichgültig: essen kann man die Dinger nicht,
spielen darf man auch nicht mit ihnen, 
ja nicht einmal angreifen ... 


Zum Glück, da kann sich Knucki auf Papa und Mama verlassen,
wird ja dann schnell immer wieder zum Essen eingekehrt ....
Wenn er nun langsam auch schon ungehalten wird:
Warum, warum bekommt er nicht dasselbe auf den Teller
wie der Papa? Das muss er noch klären, denkt sich der Knuck -
aber da geht es schon wieder weiter .....
und plötzlich wird aus einem "faulen" Nachmittag
eine anspruchsvolle Urlaubs-Wanderung.
Wie hat sich denn das ergeben??
Aber hingerissen sind sie alle - trotz der Anstrengung -
von dem, was sie nun zu sehen bekommen!
Zuerst allerdings 2 km zu Fuß
auf der staubigen
Autostraße - dann plötzlich.... führt ein steiler enger Serpentinen Weg bergab zum Meer.
Der Ausblick
atemberaubend, es geht
hinunter zur
Isola Bella ... eineinhalb Stunden Fußweg ....
keine Ahnung hatten sie zuvor, worauf sie sich da eingelassen haben .... Der Papa schleppt das Wagerl, (es ersetzt auch den Rucksack für alle vier, mit all den Dingen, die man mitschleppen muss) die Mama schleppt den Knuck, der Arthur erweist sich als begeisterter Geher,


Immer wieder muss die Mama ihn einbremsen: "langsamer, gut aufpassen, gib mir zur Sicherheit die Hand...nicht so schnell"...
Ja und wer lauft da den Vieren über den Weg? Ist es eine Eidechse, oder ist es ein Salamander, oder ...? Leider, die Moa weiß es nicht...
Um bis zum Strand zu kommen, müssen die Wanderer
dann auch noch 120 Stiegen weiter hinunter steigen, einhundertzwanzig Stufen:
der Papa mit dem voll gepackten Wagerl,
die Mama mit dem Knucki -
der Arthur hüpft sie fast noch, die Stufen
am Himmel eine strahlende Sonne!!!


Mehr als verdient jetzt die Stärkung im Strand- Restaurant.
Wobei sie wissen:
ZURÜCK! Da warten dann noch einmal
einhundertzwanzig Stufen HINAUF ...
120 Stufen mit Wagerl und Knucki ....
auch der Arthur wird die Stufen nicht mehr so behende springen - aber zählen wird er sie.
(auf Deutsch gehts bis 100, auf englisch und italienisch bis 10, französisch übt er gerade...)
Dann - nein kein Serpentinenweg mehr!!! Dann "nur noch" ein kleiner Fußmarsch zur Gondel  -
sie bringt die Wanderer zurück in ihr Felsennest Taormina.
Aber enden soll die Geschichte wie sie begonnen hat: 
Denn was machen Vater und Sohn - nach diesem ersten Profi Wandertag - 
als sie ins Restaurant zum Abendessen einkehren?
















Da ist die Moa einmal mehr
SCHACH MATT

(Dieser Papa! Das Schachbrett immer dabei!!!)

Mittwoch, 17. April 2019

Fürbitten 18.4. Die Zärtlichkeit üben



18.4.2019 GRÜNDONNERSTAG 

Am Donnerstag in der Karwoche, am Gründonnerstag werden in allen Kirchen nur Abendmessen gefeiert - zur Erinnerung an das letzte Beisammensein von Jesus mit seinen Freunden. Jesus hat bereits den Tod vor Augen. In wenigen Stunden wird sein Leben ausgelöscht sein. Er selbst scheint es zu wissen – die Jünger aber verstehen die Bedeutung dieses „letzten Abendmahles“ nicht. Können es nicht verstehen. Sie sind verwirrt, als Jesus plötzlich aufsteht und beginnt, ihnen die Füße zu waschen.  Eine Geste der Zärtlichkeit, eine Geste des Abschieds, fast ein verzweifeltes liebevolles TUN. Mit der flehenden Bitte: „So sollt auch ihr einander nah sein, einander gut tun“ Bitten wir heute

dass auch uns Gesten und Worte der Zärtlichkeit gelingen

dass wir einander spürbar GUT-tun können

dass wir uns niederbeugen können, um Menschen näher zu sein

dass wir uns klein machen können und auch andere bedienen

dass wir aber auch selbst Zeichen der Liebe verstehen

dass wir selbst Zärtlichkeit zulassen können und nicht abwehren

dass wir uns selbst Gutes tun lassen
dass wir die Füße von uns strecken und ausruhen können
dass wir einen Ort finden, an dem wir angenommen sind

bitten wir besonders für all die Menschen, die in den nächsten Stunden „mitten aus dem Leben“ gerissen werden: durch plötzliche schwere Erkrankung, durch einen Unfall oder wie so oft auch in unseren Tagen: durch Gewalt  – dass es für sie und uns alle eine Auferstehung aus dem Tod gibt

Du guter Gott hilf, dass wir einander gut tun können, dass wir uns einander zuneigen, dass wir uns klein machen können, um einem Anderen nahe zu sein. Darum bitten wir an diesem Tag, der uns in das Geheimnis unseres Lebens und Sterbens führen wird. amen



Ach Arthur 215 Bitte, NOCH MEHR MEER;

Jeden Tag von der Terrasse ihrer Ferienwohnung aus
können die beiden Burschen das Meer sehen.
Den Knucki muss man dazu natürlich noch auf den Arm nehmen, aber der Arthur der ist ja schon groß, der sieht einfach so über das Geländer und wundert sich nur,
wie tief, tief unten hier das Meer ist.
Ganz anders als in Marbella. Und noch etwas ist anders:
hier, in Taormina, nennt man das Meer "Mittel-Meer", aber darüber macht sich der Arthur ehrlich gesagt noch nicht so viele Gedanken. Atlantik oder Mittelmeer:
das Meer muss endlich her.
So mag er sich wohl denken, der Arthur.
Ja, und gestern war es endlich, endlich so weit ...
Aber: was ist denn das für ein Aufwand!
In Spanien sind sie doch nur eine kurze Strecke
hinunter zum Strand gebummelt.

HIER aber: wenn man kein Auto hat,und wenn man nicht 240 Stufen zu Fuß hinunter - und vice versa dann wieder 240 Stufen zu Fuß hinauf gehen will: ja DANN - DANN muss man die Gondelbahn nehmen - 
die aber andererseits wieder einen besonders
prächtigen Ausblick bietet. Leider: viel zu schnell vergeht die Fahrt .... und da ist er schon der Strand: Auch wieder ein wenig  ANDERS als ihn der Arthur kennt. Kein feiner Sand ist hier, sondern KIES, 
kleine und auch größere Steinchen überall ...
Noch ist der Strand nicht von Touristen überfüllt.
Zwar scheint immer wieder die Sonne - aber das glasklare
Wasser ist ....huh, huschi....kalt. 
Den Arthur hält jetzt trotzdem nichts mehr. Er will der Strand "spüren" Mit nackten Füßen geht er auch auf dem Kiesel, er, der sonst so empfindlich ist. Zumindest bis zu den Zehenspitzen lässt er das Wasser an sich heran kommen. Leider, ins Meer hinein laufen geht nicht....zu kalt, und auch kein Reserve Gwand mit ....
Aber da setzt er sich hin, zu "seinem" Meer, und begrüßt es mit offenen Armen


Der Knucki, was treibt der unterdessen?
Noch nie hat er das Meer gesehen - und ihm gehen tatsächlich die Augen über.  Nichts, von dem was er als Strand sieht, ist ihm auch nur irgendwie bekannt ...nein, ein Fischerboot
kennt der Knucki natürlich auch nicht ....so viel Wasser, das Geräusch der Wellen, die andere
Luft .... und DANN: Knucki entdeckt den
feuchten Boden, die Kieselsteine stören ihn nicht. Mit beiden Händen gräbt er sich wie berauscht in den Strandboden. Knucki sitzt
Ewigkeiten lang völlig selbstvergessen,
jedem neuen Gefühl spürt er nach. Seine kleinen nackten Füße voll Sand, zwischen den Zehen Sand. Mit beiden Händen kann er Sand nehmen und kneten. Immer tiefer bohrt er sich in den Boden - er steckt die Kieselstein - verklebten Hände nicht einmal in den Mund -
Damian spürt nur und staunt ....
Der Knucki, so sehen wir, ist eines nicht -  der ist kein: "Feucht-Tuch Kind"
Wie oft haben wir über den Arthur gelacht:
"Mama Feuchttuch" hat er schon in der
Sandkiste geschrien. Psychologen sprechen tatsächlich von der Feuchttuch-Kinder Generation: keines will mehr schmutzige Hände haben. Der Knucki aber sitzt und sitzt und
wühlt und wühlt sich in die Erde. Der kann nicht
genug Gatsch spüren und nicht genug Gatsch auf sich haben - der Knucki, ein Kind "von gestern" ...ja,ja, so waren die einmal, Gatsch-Kinder

Ganz zum Schluss,
da hat wieder der Arthur seinen
großen Moment. Denn nur er, er entdeckt da etwas
am Strand.
"Nicht angreifen" ruft der Arthur
"Nicht drauf steigen"
Eine angeschwemmte Qualle ...
(Hat er selbst gewusst, dass sie so heißt?
Die Moa kann es nicht sagen. oh, siehe PS)
Aber eines weiß der Arthur:
mit der Qualle
darf der Knucki nicht spielen .... wenn sie noch
so schön glitschig wäre - am besten
sie geht zurück ins Meer .....
Ach, viel zu schnell geht er dann zu Ende
dieser eine TAG AM MEER
NOCH MEHR MEER
ja das wär schön!
Beide werden davon träumen!

PS
Die Arthur Mama legt Wert auf die Feststellung, dass der Arthur sofort gewusst hat,
dass es sich um eine QUALLE handelt. So eine nämlich hat er im vorigen August Urlaub
gemeinsam mit seiner Chiara am Strand von Marbella entdeckt.




Dienstag, 16. April 2019

Fürbitten 17.4. der Judas in mir selbst

Foto Samya Hamieda Lind, Abdruck genehmigt


17.4.2019 „Judas“

Drei Tage lang war Judas Iskariot in diesen Tagen seit Palmsonntag eine der Hauptfiguren in den Evangelien. Er, der Verräter, der Mann, der seinen Freund ausgeliefert hat, der Feigling, der sich dann umbringt. Aber dieser Judas ist durchaus auch ein Teil von uns selbst.  „Unser Bruder Judas“ nennt ihn sogar der ehemalige Salzburger Erzbischof Kothgasser in einem Buch.
Ja, Judas ist ein Teil von uns. Nicht, weil wir andere so oft verraten – sondern weil wir immer wieder UNS SELBST verraten, uns selbst untreu sind.
Bitten wir heute nur still für uns : „Jesus, hilf mir“

wenn ich mich selbst verrate, weil ich mich mit einer anderen Meinung nicht unbeliebt machen will

wenn ich mich selbst verrate, weil es mir unbequem ist, zu sagen, was ich wirklich denke

wenn ich mich selbst verrate, weil ich mich nach anderen richte und nicht tue, was für mich das Richtige ist

wenn ich mich selbst verrate, weil mir der Mut fehlt, ehrlich über meine wirklichen Wünsche und Bedürfnisse nachzudenken

wenn ich mich selbst verrate, weil mich Neid und Eifersucht oft Dinge verzerrt sehen lassen

wenn ich mich selbst verrate, weil ich nicht großzügig aus Liebe handle, sondern aufrechne, was mir selbst abgeht

Du guter Gott – wir glauben ganz fest, dass auch Judas die Verzeihung und Versöhnung mit Jesus gefunden hat. Auch unsere Zerrissenheit kennst Du, unsere Halbheiten, unsere Feigheit. Hilf uns heraus, aus allem, was uns selbst nicht gut tut und auch den anderen schadet. In diesem Vertrauen leben wir und danken wir Dir, heute und alle Tage unseres Lebens. Amen

Ach Arthur 214 BRUDER KUSS

Mit diesem Ausblick
sitzen die vier beim Mittagessen.
Restaurant mit Gault Millau
Sternchen - aber so einfach
bekommt man seine Köstlichkeiten nicht serviert. Speziell in
Taormina. Da muss man zuvor schon seinen Beitrag leisten:
und das heißt: Stiegen, Stiegen, Stiegen steigen und das heißt nicht zuletzt: sich durch winzig schmale Gässchen zwängen, so schmal, dass man mit dem Buggy kaum
hindurch kommt


Ein Abenteuer wie so vieles in diesem Urlaub. Für die beiden Burschen ist jeder Tag ein Spaß ohne Ende.
Unfassbar wie zielsicher und agil

der kleine Damian unterwegs ist. Krabbelnd und neugierig macht er die ganze Ferienwohnung unsicher ...So schnell kann man nicht schauen, entfleucht er schon wieder irgendwo bei einer offenen Tür ..Der große Bruder folgt ihm umsichtig wie eine Mama. Fast immer ist aber der Arthur selbst das Ziel
von Knuckis Abenteuerdrang. DORT sein, wo der große Bruder ist!! Darum geht es !! Und der große Bruder beutelt ihn nicht lästig ab: ganz im Gegenteil: der busselt und herzt ihn, wie man es auf Werbeplakaten für Geschwisterliebe nicht besser darstellen könnte. Vor allem Knuckis prächtig dicke Backen machen den Arthur ganz süchtig. Auch daheim in Wien: schon in aller Früh knuddelt er den Knuck und zwickt ihn sanft in die Backen- "Verlier bloß nicht deine schöne Backen, Knucki".

Nun endlich, bei diesem sizilianischen Mittagessen mit Blick weit hinaus aufs Meer - der Papa zerlegt eben einen Hummer - da steht der Arthur auf und geht zum Sessel vom Knucki. Ja der sitzt im eigenen Kinderstuhl und versucht eben, an den Hummer Teller vom Papa zu gelangen.
(Achtung: Der Knucki will an jedes Essen gelangen!!!)
Dem Arthur scheint der Hummer vielleicht etwas  unheimlich: "Achtung Knucki, der Homa ist gefährlich. Der hat vorher noch gelebt!!"  Also vielleicht flüchtet der Arthur sogar zum kleinen Bruder.  Aber DIESMAL - es dauert nicht lange -
DIESMAL erwischt der Knucki den Arthur -
und ganz innig aber auch ganz fest zwickt ER den großen Bruder - ebenfalls in dessen Backe.
Arthur ist voll verblüfft - nein, so etwas hat der Knucki noch nie getan!! Au, es hat ja direkt ein bißchen weh getan!
Aber er, der große Bruder, er schimpft nicht.
Der Arthur lacht von Herzen ...er lacht so ehrlich und echt ...dass er schon ganz
wenig später vom Knucki
EIN ECHTES BUSSI bekommt.
Der Knucki kuschelt sich an die Arthur Wange  und schmatzt ihm ein
Bussi hin. Die Mama kommentiert es neidisch: "Ich habe noch nie ein Bussi vom Knuck bekommen"


Wenig später ist die Familie schon wieder unterwegs: ins
Teatro Greco , in das ehemals griechische Theater,
kolossal die Größe, kolossal die Leistung vom Papa: über endlose Stiegen schleppt er unermüdlich den leeren Buggy, während der Arthur begeistert auf und ab hupfen kann
und der Knucki genüßlich an der Mama pennt


Da darf die nächste Stärkung 
wohl nicht mehr zu lange auf sich warten lassen

Montag, 15. April 2019

Fürbitten 16.4. Verrat und Verräter



16.4.2019 Joh 13.21-38 den anderen und sich selbst treu bleiben

Von Verrat und von Verrätern erzählt heute das Evangelium. Jesus ist mit allen Jüngern beisammen, es ist „das letzte Abendmahl“. Jesus weiß und sagt es, dass einer in der Tischgemeinschaft ihn verraten wird. Es ist Judas. Aber eigentlich sitzt auch noch ein zweiter Verräter in der Runde. Petrus. Wortreich versichert er Jesus: „mein Leben würde ich für dich hingeben“ – aber Jesus sagt es ihm voraus :„Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ – das ist ein geflügeltes Wort geworden in Situationen, wo man seinem Gegenüber die meist wortreich beteuerte Loyalität und Treue nicht abnimmt. Nur wenige Stunden später wird Petrus tatsächlich aus Ängstlichkeit und Feigheit leugnen, dass er „diesen Mann“, dass er Jesus kennt. Bitten wir heute

Dass wir uns selbst nicht aus Angst und Feigheit von Anderen distanzieren
Dass wir uns für niemand schämen und uns „nicht verleugnen“ lassen

Dass Andere auch in schwierigen Situationen auf uns zählen können
Dass wir zu dem stehen, was wir versprochen haben

Dass wir auch unsere eigenen innersten Gefühle nicht verleugnen
Dass wir auf unsere Sehnsucht hören und unsere Bedürfnisse ernst nehmen

Bitten wir für die Politiker und Entscheidungsträger
Dass sie ihre Fähnchen nicht nach dem Wind hängen
Dass sie ihre Entscheidungen nicht auf Wählerstimmen ausrichten
Dass es Anständigkeit und Verlässlichkeit gibt

Und bitten wir für Papst Franziskus und die Kirche
Dass es die Treue zu Jesus ist, die in allen offenen Fragen
einen gemeinsamen Weg zeigt

Du guter Gott, lass uns aufrechte Menschen sein, die zu dem stehen, wovon sie überzeugt sind, gib uns den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist. Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können. Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen. Amen





Ach Arthur 213 ATTENTIONE! AIUTO! "Mann mit Creme" -

Nein, der arme Arthur. Mehr hat er nicht
gebraucht! Hat er sich so einen Schock verdient?
Wieder einmal mitten im Urlaub.
Diesmal in Sizilien!!
Um ganz genau zu sein: in Catania.
Am Palmsonntag macht die Familie einen Ausflug
in die nach Palermo zweitgrößte Stadt Siziliens.
Eh nur knapp über 300.000  Einwohner -
da muss man doch mit SO ETWAS nicht rechnen.
MANN MIT CREME
UOMO con CREMA
"Mann mit Creme": so hat der noch nicht zweijährige Arthur die Straßenkünstler in Marbella genannt, die ihn dort zu
Tode erschreckt haben. Reglose Figuren, dick geschminkt,
starr wie Statuen, die sich dann aber zum Fotografieren und Trinkgeld nehmen doch bewegen ....klar,  freilich weiß der Arthur inzwischen, dass hinter dem Kostüm, hinter der Maske nur ein Mensch steckt, Mann oder Frau - aber der Arthur
sieht darin nichts Lustiges.
Wobei ihm "Uomo con Crema" in Catania als Figur
selbst doch ganz vertraut ist. Es ist "Marshall", eine seiner Lieblings-Figuren der Kinderserie  Paw Patrol. Eine mutige und tapfere Hunde Patrouille, die Leben rettet und sich vor
niemand und nichts fürchtet. Die "Helden auf vier Pfoten",
so nennt man sie, Arthur kann doch fast schon alle ihre
Abenteuer auswendig. Und das auch auf englisch.
(Denn der Papa meint, wenn sich der Arthur schon am Ipad
diese Serie rauf und runter ansieht: dann soll er es

doch gleich im Orginal machen) Oh....wie heißen sie nur
alle?
Die Moa denkt angestrengt nach: Da gibt es ua:
Rocky, Rubble, Chase, Sky, Tracker, Everest - ja, und dann Marshall mit dem roten Feuerwehrhut.

Ihn liebt Arthur ganz besonders:
und JETZT steht der Marshall plötzlich da, in einer kleinen Gasse in Catania - und der Arthur ist .......na sagen wir, erstarrt vor ..... (... Angst?)
Unheimlich ist dem Arthur das alles,
der Marshall will "give five"
mit ihm auf italienisch spielen, der Marshall sagt
"He Arturo" zu ihm ...na, das ist dem Arthur zu viel....
Nichts und niemand bringt ihn dazu, dem Marshall
die Pfote zu geben ...."Papa, Du" .... sagt Held Arthur.
Und eigentlich sollte man es ja gar nicht mehr erwähnen:
der Arthur lässt sich zur Sicherheit auch vom Papa auf den Arm nehmen .... sicher ist sicher ...wenn er jetzt auch
Aug in Aug mit dem Marshall steht ....
Paw Patrol in Catania - ja, wir sind globalisiert ...
ein wenig gruselig vielleicht und doch auch wieder beruhigend: die Welt ein Dorf, überall Kinder, die vom selben begeistert sind ... das muss doch verbinden ...
Nichts sonst in Catania kommt natürlich
für den Arthur auch nur annähernd an die
Aufregung mit dem Marshall heran ...
Dem Knucki gefällt prinzipiell alles, wenn nur Mama, Papa und vor allem: der große Bruder, mit dabei sind. Und noch ganz wichtig:  es
muss immer wieder ordentlich
etwas zum Essen geben ...Das fordert der Damian unmissverständlich ein, wenn er im Restaurant solange mit dem Löffel auf den Tisch klopft ...bis man auch ihm etwas "serviert"





Aber soll wirklich niemand sagen, dass 
die beiden Burschen nur mit 
Sehenswürdigkeiten abgespeist werden . 
In der angeblich besten Pasticceria von Catania
wird gemütlich gespeist. Mit Müh und
Not allerdings haben die Vier den letzten Platz ergattert ... ist ja fast wie beim
Demel in Wien .... 
Aber was sieht die Moa da am Rand
des Tisches liegen? 
Kommt ihr das nicht sehr bekannt vor???
Nein, keine Schachbrettfiguren sind es
diesmal - aber was hat der Papa für den Arthur statt dessen eingesteckt?


Kaum ist das Tischchen leer
wird UNO wird ....
Vater und Sohn
Nach der Handbewegung, meint die Moa,
ist der Sohn recht siegessicher!