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Sonntag, 10. Februar 2019

Arthur am Sonntag 87 Gibt's "HIER" jemand ?

Also, die Moa ist seit ein paar Tagen stockheiser -
was heißt "heiser" - ganz ohne Stimme war die
Moa, erst jetzt kann sie wieder etwas krächzen ...
also - da kann die Moa wirklich keine Sonntags-Geschichte erzählen. Aber wie das bei diesen
alten Leutchen ja der Fall ist: stimm-los sein hindert die Moa nicht daran, sich die Geschichte halt
nur selbst zu erzählen....
Worum es geht?
Ums "HIER" rufen geht es - "ICH-HIER-ICH"
so wie im Kindergarten, als Tante Connie nach den Weihnachtsfeiertagen noch einmal kurz auf den Nikolaus zu sprechen kommt und von den Kindern noch einmal wissen will:
"Kann jemand von euch mir noch sagen, wie man
die Mütze vom Nikolaus nennt?"
Ups, denkt sich die Moa, also ganz ehrlich: auf Anhieb
fällt das der Moa momentan gar nicht ein ... Bischofsmütze oder
so irgendwie???? 
"Na, gibt es HIER jemand, der das noch weiß?" fragt die Tante.
Viele andere Sachen haben die Kinder gewusst, aber
diese Mütze ..... Nur einer ruft jetzt
"HIER, ich weiß es"
"Arthur, Du?" fragt Tante Connie erstaunt - so sehr hat sich der Arthur doch damals gar nicht
für den Nikolaus interessiert.
"Mitra" heißt die Mütze, sagt der Arthur unbeeindruckt, warum auch immer, er weiß es halt einfach. Die Geschichte hat uns nun nicht der Arthur erzählt, sondern die Tante Connie der Mama ... und die ist erst baff ...  na ehrlich, wer weiß denn so etwas???
Also: man kann "HIER" rufen, wenn man etwas weiß.
Der Arthur wird das ja noch oft erleben in Kindergarten und
Schule: und er wird auch andere Kinder erleben, die dann rufen "Hier hier hier, ich weiß es ....."
Die Kindergartentante - und nicht nur sie - fragt aber auch immer wieder: Wer wird mir denn nun helfen beim Zusammen-räumen ....gibt es HIER jemand???

Die Moa hat den Arthur oft dabei gesehen, wie er hilft, seine und auch die Spielsachen der Anderen brav einzuräumen. Aber diesmal erzählt der Arthur der Moa plötzlich keck:  "Nein, ich helfe nicht mehr beim Zusammenräumen. Weil der Bennie hat gesagt, zusammenräumen
tun NUR DIE MÄDEL.
Wir Buben brauchen das nicht!!!"
Der Arthur lacht dabei sogar ein bißchen schlimm, weil er eh weiß .... na hallo......
....so geht das nicht. ... da haben wir uns noch länger darüber unterhalten
Gerade wenn es darum geht, gemeinsam zu helfen, soll man laut und deutlich  HIER rufen.
Sich nicht von der Arbeit drücken.
Bisweilen hat die Moa daheim auch Glück wenn sie ruft:
Gibt es HIER jemand, der mir hilft den Schal aufzuheben, der mir eben hinuntergefallen ist ....
"Kein Problem, Moa" ruft da der Arthur "HIER bin ich"
und mit der Greifzange erledigt er das Problem rucki zucki. Wenn die Moa allerdings ruft: Gibt es HIER
jemand, der mir hilft die Puzzle zu ordnen" - ups, da ist es oft mucksmäuserlstill ...
nein, nicht immer ist jemand  HIER.
In der Sonntagsgeschichte der Moa da ruft auch einer:

"Gibt es HIER jemand der mir helfen kann?
Gibt es jemand,
der etwas in meinem Namen erledigen kann?"
EINER findet sich tatsächlich, der sagt
"HIER BIN ICH....schick mich, was soll ich tun...." 
Da sind wunderbare Momente, wenn jemand dann "aufzeigt"
und bereit ist, sich auf eine Sache einzulassen.
Klar, nicht alle "HIER HIER Rufer" tun das selbstlos.
Da sind auch Angeber dabei, Wichtigtuer,
solche, die überall mit dabei sein wollen, solche, die glauben, ohne einen selbst geht gar nichts.
Aber all die Menschen, die bereit sind, sich anzusprechen
zu lassen, weil sie HIER gebraucht werden .....
wo immer auch das HIER ist
und worin immer auch ihre Aufgabe bestehen wird - 
diese Menschen machen allen das Leben leichter

Fragen sie den Knuck - 
der hat einen großen Bruder 
der immer HIER ist
wenn er gerufen und gebraucht wird



DENKEN macht FREI



HEUTE: der erste Tag vom Rest meines Lebens


„Suche nicht, was dir fehlt, sondern finde, was du hast!“
aus dem Gästebuch eines Klosters



"ich bin schön,
ich bin stark,
ich bin weise,
ich bin gut…..
und ich habe das alles
selbst entdeckt! " stanislaw jerzy lec


"Jeder Augenblick im Leben
ist ein neuer Aufbruch,
ein Ende und ein Anfang,
ein Zusammenlaufen der Fäden
und ein Auseinandergehen"     Yehudi Menuhin


"Schmunzeln ist eine Gnade,

von der leider die Theologen nichts schreiben."   Max Josef METZGER


"Das kapitalistische Denken geht nur dann auf, 
solange nichts den Mann von seiner Arbeit abhält, 
die Frau seine Hemden in die Reinigung bringt, 
keine Kinder zur Welt kommen und kein älterer Mensch zum Arzt gebracht werden muss." 
isländischer Autor Hallgrimur Helgason in seinem Roman "Eine Frau bei 1000 Grad"


"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt" Martin Buber


"Etwas lieben zu können -
welche Erlösung"    Hermann Hesse


"Der Neoliberalismus setzt auf die Selbstausbeutung. Man wähnt sich zwar in Freiheit, 
aber in Wirklichkeit beuten wir uns freiwillig und leidenschaftlich aus. 
Wir begreifen es als Freiheit, uns ständig zu optimieren. 
"Blaumachen" passt nicht mehr in diese Logik der Selbstausbeutung und Selbstoptimierung, der wir uns freiwillig unterwerfen."  BYUNG-CHUL HAN, südkoreanischer Philosoph


"Vergleichen zerstört.
Ohne Vergleich zu leben heißt,
Integrität zu haben." Krishnamurti


„Geh DEINEN Weg.
Geh in DEINEN Schuhen“ Mönchsvater Johannes


"Gehen sie in sich,
wenn ihnen nicht davor graut" Gottfried Benn


Was wir im Auge haben, 
das prägt uns, dahin werden wir verwandelt.   Heinrich Spaemann


"ich bin ein Clown.
Ich sammle Augenblicke"   Heinrich Böll

Samstag, 9. Februar 2019

Fürbitten Sonntag 10.2. ERFOLG, GARANTIE???



10.2.2019 Lk.5 1. Jes.6.1   ERFOLG ist keiner der Namen Gottes  (Martin Buber)

Bloß nicht auf ERFOLG warten, GARANTIE gibt es keine. Das könnte man heute eigentlich als Überschrift über zwei der heutigen Lesungen setzen. Beide Texte berichten, wie Menschen von Gott berufen werden – aber nicht um eine tolle Karriere zu machen.  Das ist in der jüdischen Bibel der Prophet Jesaja: auf dramatische Weise ist er zur Zusage bereit: 
„Hier bin ich, sende mich“. Spätere Erzählungen werden zeigen, wie viel Misserfolg Jesaja bei seiner Sendung im Namen Gottes hat. Im Evangelium ist es Petrus, der von Jesus selbst, während eines erfolgreichen großen Fisch-Fangs, den Auftrag und die Zusage bekommt: 
„Von jetzt an wirst du Menschen fangen“ Auch Petrus wird immer wieder scheitern, wird am Ende seines Lebens selbst das Martyrium erleiden. Sind das Erfolgsgeschichten? Will man sich da auf den Ruf Gottes einlassen? Getraue ich mich zu sagen „Hier bin ich, sende mich“? 
Bitten wir heute

Dass wir trotzdem – jeden Tag wieder – hinhören auf das, wofür es vielleicht gerade UNS braucht

Dass wir nicht auf das Außergewöhnliche, auf das Sensationelle warten, sondern einfach tun, was ansteht

Dass wir uns aber auch nicht selbst unter Druck setzen, dass wir von uns selbst nicht mehr verlangen, als Gott von uns verlangt

Dass wir gelassen und vertrauensvoll mit Nicht-Erfolg und Scheitern umgehen können

Dass wir nicht verbissen und selbstquälerisch an Aufgaben herangehen, sondern immer wieder die Freude in allem suchen

Dass auch all die nicht den Mut verlieren, die sich um tiefgreifende Reformen innerhalb der Kirche bemühen


Guter Gott. Wir leben so gern in alten Geleisen, so oft sind wir viel zu mutlos, viel zu phantasielos. Lass uns keine Angst vor Unbekanntem und Neuem haben – führe uns dorthin, wo es für uns selbst und die Menschen in unserem Leben GUT ist. Darum bitten wir im Namen Jesus, der mit uns auf dem Weg ist. amen




von den Dakota Indianern lernen ....


Wenn sich das Pferd nicht mehr weiter bewegt - wie reagieren WIR  .... ????

1. wir besorgen eine stärkere Peitsche
2. wir wechseln die Reiter
3.wir sagen "so" haben wir das Pferd immer geritten"
4. wir gründen einen Arbeitskreis um das Pferd zu analysieren
5.wie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet
6. wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde
7.wir bilden eine task force, um das tote Pferd wieder zu beleben

8.     wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen
9.     wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an
10.  wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist
11.  wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten
12.  wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden
13.  wir erklären „Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte“
14.  Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen
15.  wir machen eine Studie um zu sehen, ob es billigere Berater gibt
16.  wir kaufen etwas zu, das tote Pfere schneller laufen läßt
17.  wir erklären, dass unser Pferd „besser,schneller und billiger“ tot ist
18.  wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden
19.  wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde
20.  wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein
21.  wer sagt, dass man tote Pferde nicht reiten kann
22.  wir lassen das Pferd schnellstens zertifizieren
23.  wir frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten
24.  wir bilden einen Gebeteskreis, der unser Pferd gesund betet
25.  wir stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, 
       es sei seines
26.  wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand
27.  wir ändern die Anforderung von „reiten“ in „bewegen“ und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag
28.  wir sourcen das Pferd aus
29.  Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen
30.  wetten, dass das Vieh nur simuliert!

31. wir gründen einen Arbeitskreis zur Evaluierung des toten Pferdes
32. wir schließen ein Vorteilsabo auf Exhumierungen toter Pferde ab
33. wir legen dem skelettierten Expferd ein Exoskelett an, zäumen es von hinten auf und fangen wieder ganz von vorne an. 
  34. Wir fordern einen Untersuchungsausschuss.

"Wenn du entdeckst, 
dass du ein totes Pferd reitest, 
steig ab"
sagen die Dakota Indianer

aus einem "Führungsseminar für Manager" -
ergänzt durch die Vorschläge  von Facebook Freunden

Freitag, 8. Februar 2019

Fürbitten 9.2. Compassion, Mit-fühlen



9.2.2019 Mk.6.30 er hatte Mitleid mit ihnen
mit-leiden, mit-fühlen, miteinander Mensch sein

Eigentlich will sich Jesus nach langen Gesprächen mit den Aposteln ausruhen, sie ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück, aber dann, so heißt es, sah Jesus die vielen Menschen, die auch dort Hilfe von ihm erwarteten – und "Er hatte Mitleid mit ihnen", heißt am Ende des Evangeliums. Er schickt sie nicht weg, verzichtet auf seine Ruhe. Das ist es, was das Leben Jesu ausmacht: das Mit-leiden, das mit-fühlen, das mit uns Mensch sein  ...     bitten wir heute

Dass auch wir mit-fühlende Menschen sind
Für unsere Familie, für unsere Freunde, für die Kollegen am Arbeitsplatz, für alle,
denen wir heute begegnen werden

Dass wir mit-fühlende Menschen sind
Mit den vielen bedürftigen Menschen mitten unter uns, mit all denen, die sich im Leben schwertun und nicht mehr Schritt halten können

Dass wir mit-fühlende Menschen sind
Für alle die in unserem Land Hilfe suchen, die wenigstens unser Mitgefühl und unsere Sympathie brauchen

Dass wir mit-fühlende Menschen sind
Dass wir auf unsere Umwelt achten, dass wir nachhaltig denken, dass wir bescheiden leben, dass wir uns für eine gerechte Entwicklung unserer Welt engagieren

dass wir mit-fühlende Menschen sind
mit-fühlend und liebevoll auch mit uns selbst, dass wir mit uns selbst und unseren Schwächen Geduld haben, dass wir uns selbst Fehler nachsehen, dass wir uns geborgen wissen, in der Güte Gottes


so bitten wir dich guter Gott: Lass uns Menschen sein, die mitfühlen und Sorgen mittragen, wo immer es möglich ist. Wir selbst können den Tod nicht besiegen, aber wir können die Lieb-losigkeit besiegen, darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Ach Arthur 208 Arthur und die Tante Jolesch

Nein, von der TANTE JOLESCH hat der Arthur eigentlich noch nicht gehört. Er würde den Kopf schütteln und fragen:
"Wer ist das Moa?" Denn der Arthur kennt sich bestens aus mit den Namen seiner Verwandten - ja, vermutlich
würden nicht einmal Mama und Papa wissen,
wer die TANTE JOLESCH ist ????
Die Tante Jolesch ist eine wunderbare Figur aus einem Buch von Friedrich Torberg, in dem dieser köstliche, geistreiche, tiefsinnige oder einfach nur skurrile Anekdoten aus dem jüdischen Leben der Jahrhundertwende in der österreichisch-ungarischen Monarchie wiedergibt. Bekannte Personen kommen vor wie Ferenc Molnar, Anton Kuh, Alfred Polgar oder Egon Friedell - 
aber eben auch uns Unbekannte, wie die TANTE JOLESCH, 
(von der Torberg 1975 in einem Brief schrieb, „daß die Tante Jolesch kein Abbild der wirklichen ist, sondern eine symbolische Figur ist.“
Von dieser Tante Jolesch gibt es ganz köstliche Zitate, und EINES davon, gehört, 
abgewandelt, aber auf den Kopf gestellt ,philosophisch sinngemäß, zum fixen Sprachschatz vom Arthur. 
Also: die Tante Jolesch erfährt vom Autounfall eines Neffen, trotz dramatischer Umstände und Totalschaden am Auto ist dem Fahrer wenigstens nichts passiert, "Gott sei Dank"!! sagen die Verwandten - die Tante Jolesch aber sagt trocken: 
"GOTT SOLL EINEN HÜTEN VOR ALLEM WAS NOCH EIN GLÜCK IST"
Heißt: Lieber soll erst gar nix passieren, was dann erst im Nachhinein "ein Glück" ist
Der Arthur sieht das - abgewandelt - philosophisch positiv:
"DA HABEN WIR WIEDER GLÜCK GEHABT, MOA ..


"Schau Moa, der U Bahn Aufzug ist wieder kaputt. 
Da haben wir ein Glück ....
denn wenn wir da jetzt ein Wagerl mitgehabt hätten!!!
Schau Moa, die Rolltreppen fahren nicht - gut dass ich
schon so viele Stiegen steigen kann:
Da haben wir ein Glück
Moa, warum bleibt unsere U Bahn jetzt stehen? 
Sie sagen, ein schadhafter Zug vor uns muss erst abgezogen werden
Moa, da haben wir aber ein Glück, 
dass unser Zug nicht kaputt ist.
So gerne würde die Moa dem Arthur jetzt erzählen können, dass gestern die U4 gleich dreimal immer wieder eingestellt werden musste:
Da haben wir aber ein Glück, würde der Arthur sagen,
dass du gerade krank bist und mich nicht abgeholt hast
Die Moa keppelt, weil der Arthur beim Schnipp Schnapp spielen schon wieder - absichtlich? - den Würfel unter den Tisch fallen lässt
Als der Arthur von der "untern Tisch-Suche" wieder auftaucht, hält er ein Puzzle Teil in der Hand
und ruft begeistert:  Da haben wir aber ein Glück Moa, dass ich das jetzt gefunden habe ...



Da haben wir ein Glück heißt: 
eigentlich ist die Situation
alles andere als erfreulich ..... aber ..... 
wenn man noch ein zweites Mal hinsieht, sieht man
vielleicht doch etwas, wo sich sagen lässt 
"na bitte, war doch irgendwie ein Glück
immer noch "Schwein gehabt"
....
es sei denn, auch das fliegt davon ....

DENKEN macht FREI



HEUTE: der erste Tag vom Rest meines Lebens

Es ist gut,
wenn uns die verrinnende Zeit
nicht als etwas erscheint
das uns verbraucht oder zerstört
sondern als etwas,
das uns vollendet." Antoine de Saint-Exupery


"Wenn die Sterne zu fern sind,
heb den Kieselstein zu deinen Füssen auf
und lerne alles von ihm." Margaret Fuller


Zu sagen
hier herrscht Freiheit
ist immer ein Irrtum
oder eine Lüge:
Freiheit
herrscht nicht" Erich Fried



„Wir haben immer mehr WOVON wir leben können,
aber immer weniger WOFÜR“ Viktor Frankl


"Freundschaft – das ist Heimat. " Kurt Tucholsky
"Freundschaft – das ist eine Seele in zwei Körpern." Aristoteles


Meeting heute? Damits garantiert daneben geht
1. Bereiten sie sich nicht vor !  
so vergeht verläßlich sehr viel Zeit, wo man aneinander vorbeiredet, bis man endlich zum Wesentlichen kommt.)
2. Geben sie keine Tagesordnung aus! (Auf diese Weise können sie bewirken, dass sich auch niemand Anderer optimal vorbereiten kann.)
3. Versenden sie keine Unterlagen ! (Viel zu riskant, es könnte ja etwas nach aussen dringen.)
4. Beginnen sie mit Nebensächlichkeiten ! (Das ist gleich vom Anfang an eine Möglichkeit, in Zeitverzug zu geraten um nicht entscheiden zu müssen.)
5. Drücken sie sich unklar aus ! (Sprechen sie Allgemeines und nicht Wesentliches.)
6. Bestehen sie auf Formalismus ! (Lassen sie nur fundierte Statements, gestylte Overheadfolien oder Power Point- Präsentationen zu, Inhalt ist zweitrangig)
7. Zerreden sie Ergebnisse !
8. Vergessen sie nicht auf Killerphrasen !
(Wie bspw.....das kann doch nicht ihr Ernst sein,.....oder sie machen mir Sorgen,......)
9. Viele Leute bei der Besprechung , aber keine Aufgabenverteilung bis zur
nächsten Besprechung, daher fühlt sich auch niemand verantwortlich.
11. Beantworten Sie Kritik mit Sätzen wie: das ist sehr interessant. Leider ist der/die Verantwortliche nicht anwesend, um dafür jetzt in die Tiefe zu gehen.
12. Loben sie einen Abwesenden!...(heben sie seinen Einsatz und seine Leistung hervor.....er ist nicht anwesend, er hat Wichtigeres zu tun....als bei einer Frustbesprechung unnötige Zeit zu vergeuden.)
13.  unterlassen sie keine Gelegenheit, Anwesende gegeneinander auszuspielen. "Frau X,sie haben mir doch gesagt, dass Herr Y.... " oder "Sie sind ja alle ein wunderbares Team 
aber Herr,Frau abc...hat da wirklich Außergewöhnliches eingebracht"  (Gudrun H)


"Geduld
ist das schwerste und das einzige,
was lernen sich lohnt.
Alle Natur, alles Wachstum,
...aller Friede, alles Gedeihen und alles
Schöne in der Welt beruht auf Geduld,
braucht Zeit, braucht Stille,
braucht Vertrauen."  Hermann Hesse


"Wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz"....
Leonore in Goethe...Torquato Tasso


„Lernen wir uns freuen,
so verlernen wir am besten,
anderen weh zu tun.“ ..tatsächlich Nietzsche

Fürbitten 8.3. WARUM???



8.2.2019  Enthauptung Johannes des Täufers Lk. 6.14   Mt.14.1

Das Evangelium erzählt heute die Geschichte von der Enthauptung Johannes des Täufers. Es ist ein Stoff, verarbeitet in Literatur, Musik und darstellender Kunst. Eine farbige, dramatische Geschichte ….der Prophet, der dem König die Wahrheit ins Gesicht sagt, der Prophet wird umgebracht. Salome, eine schöne junge Frau mit ihrem betörenden Tanz bewirkt das. „Man brachte dem König den Kopf auf einer Schale“..heißt es lapidar. Ein schreckliches Bild….
Was sagt uns die Geschichte? So geht Gott mit seinen Propheten um? So wenig behütet er die, die ihn lieben? Unzählige Menschen fallen uns ein, deren Schicksal wir auch nicht verstehen. Warum lässt Gott das alles zu? Theresia von Avila sagte „Wenn du so mit deinen Freunden umgehst, Herr, dann wundere dich nicht, dass du so wenige hast“
Legen wir ein paar von unseren „Warum“ Fragen  heute auf den Altar

Warum: Krankheiten, Traurigkeit, Mühsal, Vergeblichkeit, Scheitern, Einsamkeit
in jedem Menschenleben
HERR ERBARME DICH – Herr erbarme dich

Warum: hoffnungslos kranke Kinder, misshandelte Kinder, leidende Kinder, sterbende Kinder
             
Warum: so leichtfertig wird mit dem Leben umgegangen, Menschen werden aus nichtigen Gründen getötet, Frauen scheinen oft Freiwild zu sein

Warum: in unserer Kirche anhaltender Missbrauch, jetzt erst wird das Leid vieler Klosterfrauen angesprochen, selbst der Papst scheint hilflos

Warum: der Erfolg mörderischer radikaler Gruppen in so vielen Teilen der Welt
Warum: Menschen weltweit verfolgt, ausgeplündert, heimatlos, zukunftslos
Warum: Kinder, wie im Jemen, am grausamen verhungern,  

Warum: acch im eigenen Land noch Armut, Obdachlosigkeit, Jugendliche, die Lehrer hilflos machen, schwindendes Mitleid mit Fremden

Warum, du großer Gott, Warum …
HERR ERBARME DICH und lass uns an die Auferstehung aus allem Tod glauben. amen





Mittwoch, 6. Februar 2019

Fürbitten 7.2. mit leichtem Gepäck unterwegs sein


 Foto Eva Felice

7.2.2019 er sandte sie aus Mk.6,7 

Jesus sendet die Jünger aus, er braucht sie, damit sie seine Botschaft unter die Leute bringen. Aber sie sollen „mit leichtem Gepäck“ unterwegs sein, keine Vorratstasche sollen sie mitnehmen, kein Geld, keinen zweiten Rock, keine „Reiseversicherung“, würden wir heute sagen. Einfach in seinem Namen sollen sie unterwegs sein. So sendet Jesus wohl auch uns. Dass wir uns dorthin auf den Weg machen, wo wir gebraucht werden -  aber auch wir sollen mit „leichtem Gepäck“ unterwegs sein, unbelastet ...wie soll das gehen?   bitten wir:

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen auf unserem Weg, dass wir uns ohne Raunzen
auf den Weg machen

dass wir uns nicht mit fixen Vorstellungen belasten, sondern offen sind für das, was sich als notwendig ergibt

dass wir nichts erzwingen wollen, auf unserem Weg - dass wir auch ausrasten und genießen können

dass wir die Augen offen halten für Weggabelungen, für überraschende Wendungen

dass wir am heutigen Tag den Rucksack leicht halten, ohne zu viele Pläne, ohne zu viele Termine, dass wir uns nicht hetzen und stressen lassen – und dass wir auch andere
nicht hetzen und stressen

und dass wir auch DAS von Jesus lernen: dass wir selbst Aufgaben abgeben und anderen zutrauen, dass sie Vernünftiges zusammenbringen

so lass uns gehen, guter Gott, jeden Tag wieder. Lass, dass wir den Menschen gut tun, dass sie in uns und durch uns DICH erfahren, dass wir Ruhe und Frieden bringen. Wir dürfen überall ankommen, weil Du überall bist. DANKE, im Namen Jesu  Amen

Ach Arthur 207 Moa, NUR UNSER GEHEIMNIS

Na ja, es gibt wohl Geschichten, die sollte man erst
gar nicht erzählen ...und die Moa hätte auch gar nicht
daran gedacht, wenn der Arthur nicht gestern zum ersten Mal verkündet hätte, dass er ein GEHEIMNIS hat -
ein GEHEIMNIS - NUR MIT DER MOA
Ja, mit jemand ein echtes Geheimnis zu haben:
das ist schon etwas Besonderes.
Also: es war vor 14 Tagen. Die Moa holt den Arthur vom Kindergarten ab - wir wissen es, die Moa ist schon eine Oma, aber noch immer recht flott beisammen ...also wir haben immer eine Menge Spaß auf unserem Weg und wie immer fahren Arthur und Moa mit der Rolltreppe beim Schottentor ins sogenannte Jonas Reindl.


JONAS REINDL - was für ein Namen!
1961 wurde am Schottentor , gleich bei der Universität, eine ober-und eine unterirdische Straßenbahnführung konstruiiert. Wegen der ovalen Form - und weil der damalige Bürgermeister Franz Janas hieß -  haben die Wiener diese Anlage
Jonas-Reindl genannt. Allerdings: so menschenleer wie auf dem Bild (fotocommunity.de) ist dieses Reindl nie. Ganz im Gegenteil - da drängen sich die Massen


und die Moa muss besonders gut auf den Arthur
aufpassen - der will ja nicht mehr "an der Hand gehen" - und das ist dann ein richtiges Kunststück
ihn durch die vielen Leute zu lotsen, ohne nennens-werte Zusammenstösse. Die Moa hat da Augen wie ein Adler, und so bemerkt sie an diesem Dienstag vor 14 Tagen einen großgewachsenen Mann , elegant aber unübersehbar arrogant, der sich sehr rücksichtslos einen "geraden" Weg durch das gemeine Volk bahnt. Das heißt, er weicht nicht wie "unsereins" aus, einmal da, einmal dort, - der Herr geht erhobenen Hauptes seines Weges - und  leider zappelt da gerade der Arthur in die Spur des Mannes, der - zur Empörung
der Moa,
nicht die geringste Anstalt macht, dem kleinen Jungen
auszuweichen. Die Moa muss den Arthur auf die Seite reißen, der wäre sonst glatt umgerannt worden.
Die Moa, sonst eher fröhlich und gutmütig - wird da
jetzt ganz wild. Wie kann man einem Kind gegenüber so
stur rücksichtslos sein. Der Mann hat den Arthur ja gesehen,
er war nur absolut nicht bereit, selbst auszuweichen ....
"Das ist aber rücksichtslos", sagt die Moa und sieht, wie der Mann keine Miene verzieht und keine Anstalten macht, sich
zu entschuldigen. Ja leider, da wird die Moa so zornig, 
dass sie dem Mann nachschreit "Wie kann man nur so ein Tr....... sein" 
Nun bleibt der Mann stehen und sagt scharf:  "WAS haben sie da gesagt"  "Ich habe TR..... gesagt", sagt die Moa, "und für den TR.....entschuldige ich mich, das sagt man nicht vor einem kleinen Kind - aber ich bin fassungslos wie rücksichtslos sie sich verhalten, das ist unmöglich...uuuuunmöglich"

Die Moa macht sich um ein paar Zentimeter größer und kann nun auch sehr Dame und sehr "arrogant" sein - nicht nur die liebe alte Oma. Der Mann sagt nichts mehr, geht schnell weiter, unten auf dem U2 Bahnsteig begegnen wir einander allerdings wieder - eisigen Auges - die ganze Zeit über ist der Arthur mucksmäuserlstill.  Erst als wir in unsere U Bahn steigen und uns hinsetzen sagt die Moa: "Entschuldige Arthur, so zornig wie die Moa soll man nicht sein. Und gell


TR..... gehört zu den schlimmen Wörtern, die verwenden wir gar nicht.  Die Moa verspricht dir, sie sagt nie mehr wieder TR....."
Der Arthur kuschelt sich an die Moa, eigentlich scheint ihm eh alles gut gefallen zu haben. 
"Der Mann war uuuuunmöglich" sagt der
Arthur ...ja, sagt die Moa "auf Kinder und alte Leute und Menschen die sich schwer tun, muss man immer ganz besonders aufpassen ... wir tun das ja auch, wir weichen aus und nehmen Rücksicht. 
Mamas mit Kinderwagerl zb lassen wir immer zuerst in den Aufzug einsteigen, wir wissen ja, 
wie schwer die das haben. (bald wird ja vielleicht schon der Arthur die Moa schieben???)
Aber JETZT kommt das Post skriptum vom
gestrigen Dienstag. 
Wieder sind Arthur und Moa am Heimweg vom Kindergarten, wieder fahren wir mit den Rolltreppen - wieder sind wir im Jonas Reindl -  wieder schieben wir uns durch die
Menschenmassen ...... da bleibt der Arthur stehen und ruft laut und strahlend:

MOA,  HEUTE IST  GAR KEIN TR...... HIER

und dann flüstert der Arthur der Moa ins Ohr: 
"Nur unser Geheimnis, nur unser Geheimnis
TR....."

DENKEN macht FREI



HEUTE: der erste Tag vom Rest meines Lebens


"Beurteile deinen Tag nicht nach dem,
was du ernten konntest,
sondern nach dem, was du gesät hast."   Robert Louis Stevenson

Was geschehen,ist geschehen. Das Wasser
Das du in den Wein gossest, kannst du
Nicht mehr herausschütten, aber
Alles wandelt sich. Neu beginnen
Kannst du mit dem letzten Atemzug."   Bert Brecht

"Alle Veränderungen,
sogar die meistersehnten,
haben ihre Melancholie.
Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst.
Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen,
bevor wir in ein anderes eintreten können." Anatole France   


"Anstatt immer nur das Beste geben zu wollen, 
sollten wir lieber einmal etwas Gutes tun" Peter Ustinov


„Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will,
ist manchmal ein großer Glücksfall.“ Dalai Lama


„Man sollte alle Tage wenigstens ein schönes Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen
und wenn es möglich zu machen wäre,
einige vernünftige Worte sprechen.“ Goethe


"Es ist ein Gesetz im Leben:
Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich dafür eine andere.
Die Tragik jedoch ist,
dass man meist nach der geschlossenen Tür blickt
und die geöffnete nicht beachtet. " André Gide


" Verschiebe nicht auf morgen,
was genau so gut auf übermorgen verschoben werden kann." Mark Twain

" Keine Schuld ist dringender als die,
Dank zu sagen!" Cicero


"Daran Schuld sind nur die Einen - nämlich die Anderen."Asrin Aydin