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Sonntag, 22. April 2018

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


was soll ich denn "suchen" - 
in einem leeren Grab?
- was soll ich "finden"?
Wagnis:
Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen 
und das Finden-wollen von bereits Bekanntem.
Finden, das ist das völlig Neue. 
Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. 
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen...
die sich im Ungewissen geborgen wissen..
die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen.

Pablo Picasso


Samstag, 21. April 2018

Fürbitten 22.4. Guter Hirte, gute Hirtin sein 4.Sonntag nach Ostern


22.4.2018 Joh 10.11 Gute Hirten Weltgebetstag für geistliche Berufe 4 OS

„Der gute Hirte“ gehört zu den schönsten Metaphern, die umschreiben, wie wir Jesus sehen können. Kaum jemand von uns erlebt noch in der Natur „Hirten“ und doch wissen wir, was damit gemeint ist. Einer, der sich um andere kümmert. Einer, der keinen verloren gehen lässt. Einer, dem man vertrauen kann. Echte Hirten gehen übrigens meist ihrer Herde „hinterher“ – auch das ist ein schönes Bild. Wir dürfen vertrauensvoll nach vorne laufen, da, hinter uns, ist einer der aufpasst. Heute ist auch Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Aber es geht eben nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere, auch im ganz kleinen Umfeld. Bitten wir heute

Lass uns sein, wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Mach uns fürsorglich für andere, lass uns Verantwortung übernehmen

Lass uns sein, wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Behutsam und liebevoll mit allen, die schwächer sind
Dass wir denen Mut machen, die unsicher sind

Lass uns sein wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Dass wir Vertrauen in die Menschen haben, die zu uns gehören
Dass wir niemand zurücklassen, der Probleme hat

Lass uns sein wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was du uns anvertraut hast.
Menschen, Tiere und Natur

Sei du uns ein guter Hirte
Dass wir unser Leben voll Mut und Vertrauen anpacken
Dass wir uns geborgen und behütet wissen

Sei du uns ein guter Hirte
sei mit uns auf allen Wegen, lass nichts verloren gehen

Bitten wir, dass viele Menschen, Männer und Frauen, Mädchen und Burschen, die Freude daran entdecken, sich auf besondere Art auf die  Nachfolge Jesu einzulassen
bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden, bitten wir, dass sie lebensfroh und wahrhaftig leben können

Wir bitten im Namen Jesu, er ist uns Guter Hirte und Weg-Weiser, all die Tage unseres
Lebens. Amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


Auferstehen – 
immer und immer wieder? 

für immer bei dir ...


ich glaube nicht
dass meine Seele wandern muss
durch wechselnde Gestalten

kein Abarbeiten der Altlasten
und kein Abtragen fossiler Schuldenberge
bis der Kontostand endlich bei Null ist
und aufgelöst ich werde
ins nichtige Nirwana auf ewig anonym

vielmehr aber hoffe ich
dass mein Leib einst aufstehn wird
und ich noch einmal wandern darf
trotz aller Schuld und Wunden
du hast die offenen Rechnungen

schon längst für mich beglichen
der ganze Kosmos ist begnadigt
und eingelöst wird meine Sehnsucht
dass du mich mit Namen rufst
und ich für immer bei dir bin



Andreas Knapp

Freitag, 20. April 2018

Fürbitten 21.4. wie tot sein - sich wieder derrappeln



21.4.2018 Tabita steh auf Apg 9.31  Sa 3 OW 

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte ist es Petrus, der eine junge Frau wieder zum Leben erweckt. Er kniet neben der Toten, er betet, dann sagt er: „Tabita, steh auf“ . Wir wissen nicht, ob die junge Frau wirklich tot war. Aber sie ist „zum Leben zurück gekehrt“. Erleben wir das selbst nicht immer wieder. Wie oft ist man zu Tode erschöpft, wie tot, will einfach nur seine Ruhe haben: dann das Wunder: Vielleicht ist es jemand der sagt: Komm, es wird ja wieder…. Vielleicht hören wir in uns selbst diese Stimme. „Komm, steh auf, mach weiter“   so bitten wir:

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, eine Situation, eine Krankheit, eine Krise nicht länger
ertragen zu können,
immer dann, wenn wir glauben, dass nichts mehr hilft

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir Menschen aus dem Weg gehen wollen, wenn wir uns wie tot stellen
immer dann, wenn wir nicht den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung schaffen:

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn Erfolge ausbleiben, wenn uns Probleme über den Kopf wachsen.
immer dann, wenn wir uns oft so wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.

Lass uns wieder aufstehen:
Immer dann, wenn wir enttäuscht sind und resignieren wollen
immer dann, wenn uns das Herz schwer ist, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, was soll sich denn noch in meinem Leben ändern 
immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“

Ja, lass uns wieder aufstehen, JETZT und Heute
Lass uns Anderen helfen voll Vertrauen wieder auf die Beine zu kommen


Du guter Gott. Ja, wie oft sind wir „wie tot“. Wir brauchen dich, wir brauchen andere Menschen die uns berühren, die uns wieder auf die Beine helfen, die sagen „Komm steh auf“. Nimm von uns alles, was uns lähmt und daran hindert, „lebendig“ zu sein – und lass auch uns Menschen sein, die anderen wieder „auf die Beine helfen“. Darum bitten dich durch Jesus. amen 

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


diese ewige Fragerei...

Fragen

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft
hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal
gezwungen um es zu laufen?
Wenn ja
bist du rundherum gelaufen
im Kreis oder hast du
Einbuchtungen mitgelaufen?
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du
dass du ganz herum warst?
Bist du mehrmals gelaufen?
War das dritte Mal
wie das zweite?
Würdest du lieber
die Strecke im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
in welcher Richtung?
von wem?        

Erich Fried

Donnerstag, 19. April 2018

Fürbitten 20.4. Umkehr: wenn aus Saulus Paulus wird



20.4.2018 aus Saulus wird Paulus Apg.9.1

Aus Saulus wird Paulus, darüber erzählt heute die Lesung aus der Apostelgeschichte. Es ist eine fast unglaubliche Bekehrungsgeschichte: Aus einem, der die Anhänger Jesu verfolgt, wird einer, der für Jesus sterben wird. „Gott schreibt gerade auch auf krummen Linien“, könnten wir sagen. Nie darf man einen Menschen abschreiben, bei Gott ist alles möglich. Menschen sind immer wieder fähig, „ganz anders“ zu werden, radikal umzukehren. Unser eigenes Leben ist nicht so spektakulär, und trotzdem geht es auch bei uns Tag für Tag um „Umkehr“. Was heute noch richtig war – kann morgen, in einer neuen Situation, nicht mehr das Richtige sein. Wie spannend ist das Leben. Jeden Tag müssen wir neu hineinwachsen – das ist es was Gott will. so bitten wir

dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst - gerade auch heute wieder

dass wir immer wieder vom „hohen Ross steigen“, wie Saulus, dass wir immer wieder innehalten auf unserem Weg, immer wieder neu denken, neu hinhören auf das, was Du von uns will

Dass wir uns immer wieder aus Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit aufschrecken lassen

dass wir um-kehren können, und es uns eingestehen, wenn wir uns „verrannt haben

dass wir uns hin-horchen getrauen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auch so spricht Gott zu uns

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen. und dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

dass wir uns auf neue Wege führen lassen, auch wenn wir den Sinn nicht gleich verstehen


Du guter Gott: Immer wieder willst du uns auf neue Wege führen. Auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet und mitten in unseren Plänen und Aufgaben: lass, dass wir dann umkehren und uns von dir führen lassen können: durch Jesus, unseren Bruder. amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


Auferstehung, 
WER soll das machen?

ER die Hoffnung
daß diesseits und jenseits
verschmelzen

ER das Morsezeichen
von dir verborgener Gott zu uns hin

wir danken dir
weil wir die Klopfzeichen des
neuen Lebens
an den Wänden unserer Welt hören
können

wir danken dir
weil wir das Wetterleuchten eines
neuen Lebens
sehen dürfen

Wilhelm Willms

Mittwoch, 18. April 2018

Fürbitten 19.4. die Freude wachhalten



19.4.2018 Brot des Lebens Joh.6.44 die Freude wachhalten

Auch heute hören wir im Evangelium einen Ausschnitt aus der sogenannten „Brotrede“ Jesu, immer wieder hören wir seinen beschwörenden sein Satz „Ich bin das Brot des Lebens“.
Wer täglich zur Messe geht, dem könnte es nun auch schon ein wenig fad werden – 
OSTERN FEIERN, 5o Tage lang bis Pfingsten, das ist nämlich gar nicht so einfach. 
Die Freude wachhalten, der Sehnsucht nachspüren, nicht wieder zur Routine zurückkehren.
„Das Brot des Lebens“ von Jesus annehmen, das heißt aber, sich immer wieder auf Neues einlassen, offen und verletzlich bleiben …  Bitten wir heute

immer dann,
wenn uns das Herz schwer ist
weil wir trotz allem Bemühen unsere Grenzen erreichen
weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt
sei du uns -  Brot des Lebens  - 


immer dann
wenn uns die Freude abhandenkommt
wenn wir alles beim Alten lassen wollen,
wenn uns der Mut fehlt, Neues zu riskieren:
 sei du uns -  Brot des Lebens  - 
               

immer dann
wenn wir auch den anderen nichts mehr zutrauen
wenn wir Menschen abschreiben
wenn wir von der Liebe nichts mehr erwarten:
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann 
wenn Bitterkeit und Enttäuschung  Beziehungen vergiften
wenn wir den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung nicht schaffen
wenn wir Anderen lieber aus dem Weg gehen wollen
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann
wenn wir glauben mit unseren Antworten am Ende zu sein
wenn wir stumm und hilflos sind vor unseren Problemen und den der Anderen
aber auch dann, wenn wir glauben, schon auf alles eine Antwort zu haben: 
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann
wenn wir uns wie heute doch immer wieder auf den Weg machen
weil wir erkannt haben, dass es nur die vielen kleinen Schritte sind, die uns weiter tragen
weil wir erkannt haben, dass der Weg so wichtig ist wie das Ziel
ja, dann bitten wir – sei du uns Brot des Lebens

Du guter Gott. So groß ist unser Hunger nach Leben. So groß oft unsere Sehnsucht, endlich satt zu sein, genug Liebe zu haben, genug Freude, genug Frieden. Vor allem um den Frieden bitten wir dich und um Brot und Sicherheit für all die Menschen, die aus ihrem Leben herausgerissen worden sind, auf der Suche nach einer neuen Heimat.  Sei du uns allen Brot des Lebens. Amen

AUFERSTEHEN? muss man sich gut überlegen!

Auferstehung?
geh,
wo spielt's denn das?


Kalauer
von Lothar Zenetti 


Liebe Gemeinde,

Ich war im Kino

Blutüberströmt

fertiggemacht
fiel einer um
als letzter von allen -
das war ein Western!


Ich war in der Kirche

Blutüberströmt

fertiggemacht

stand einer auf
als erster von allen -
das war ein Ostern!

Dienstag, 17. April 2018

Fürbitten 18.4. sei Gott mit uns



18.4.2018 Apg 8.1.Verfolgung der Kirche in Jerusalem

In der Apostelgeschichte hören wir, dass nach der Steinigung des Stephanus eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem hereinbrach. Das Christentum ist in keine Idylle gebettet. War es zu keiner Zeit. Auch privat sollen wir uns keine Illusionen machen: Leben und Tod, Freude und Schmerz sind nicht voneinander zu trennen. So bitten wir Gott ganz besonders für alle Menschen in Not:

sei ein Gott der Zuflucht für alle,
die Opfer von Kriegen und Gewalt sind
für alle Flüchtlinge und Heimatlosen
aber auch für die Einsamen und Kranken in ihren Ängsten und Sorgen   
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS

sei ein schützender Gott für Alle,
die für ihre Überzeugung leiden
für alle, die wegen ihres Glaubens, wegen ihrer Überzeugung, wegen ihrer Rasse verfolgt werden
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS

sei ein Gott der Versöhnung
in den unlösbar scheinenden Konflikten dieser Welt
aber auch für uns selbst, wenn es uns schwerfällt, wieder die Hand auszustrecken
und zu vergeben                   
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS

sei ein Gott des Lebens für alle,
die Gewalt und Unterdrückung erfahren
für alle, die hilflos und auf andere angewiesen sind
für alle, die sich dem Ende ihres Lebens nähern
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS

sei ein Gott voll Liebe und Nähe für alle,
die im Leben zu kurz kommen,
für alle, die jeden Tag ums Überleben raufen
für alle, deren Tag mehr Mühe als Freude hat
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS

sei ein Gott der heilt, sei ein Gott, der Wunden verbindet
auch für alle jene, die in unserer Kirche tiefe Verletzungen erfahren haben
sei HEUTE und immer Gott mit uns und unter uns:
dass wir einander nah sind und einander beistehen
in den Krisen und in den Sackgassen unseres Lebens
wir rufen zu dir:  Christus auferstanden - HÖRE UNS


Du guter, uns naher, mit uns leidender Gott: begleite uns auf den Wegen unseres Lebens, dass wir in guten und in schweren Tagen in Dir geborgen sind. Wir bitten im Namen Jesu, Amen.

Ach Arthur 176a na geh ,,,,eine Gebrauchsanleitung

Arthur vom Kindergarten abgeholt
Wieder hat er problemlos geschlafen, 
Ja, er schaut sogar noch verschlafen aus der Wäsche

Ein paar Stunden später fragen Arthur Mama und Moa:
"Sag, wie machst du das, dass du so gut im Kindergarten schläfst?"

Arthur schaut uns an 
(sind die plemplem? was für eine Frage?)
dann sagt der Arthur
Das geht so:

HINLEGEN - 

er legt seinen Kopf auf die Armlehne eines Sessels

AUGEN ZU

SCHLAFEN

SO GEHT DAS

!!!!


aha

AUFERSTEHEN? muss man sich gut überlegen!


ich bin zu alt – das Leben ist gelaufen

Wer hofft 

ist jung

Wer könnte atmen
ohne Hoffnung
daß auch in Zukunft
Rosen sich öffnen

ein Liebeswort
die Angst

überlebt  
Rose Ausländer

Montag, 16. April 2018

Fürbitten 17.4. in aller Not - den Himmel offen sehen ....



17.4.2018 Stephanus Steinigung  Apg. 7.51  Di 3.OW

Wer ernst macht mit Jesus, – wie Stephanus - für den kann es sehr schnell todernst werden.
Schon drei Wochen nach Ostern hören wir die Geschichte von jenem jungen Mann, der für seine Überzeugung den Tod findet. An Jesus glauben kann Konsequenzen haben – „Wirkungen und Nebenwirkungen“ wie wir es auf den Medikamentenpackungen lesen. Wir dürfen uns da nichts vormachen. Bitten wir heute:

Du, Gott mit uns:
sei ein schützender Gott für Alle, die Gewalt und Unterdrückung erfahren,
für alle, die wegen ihres Glaubens oder ihrer Überzeugung verfolgt werden und leiden,
für alle, die sich für Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit engagieren
so bitten wir: führe uns zur Auferstehung

Du, Gott mit uns:
sei ein Gott der Zuflucht für alle, die auf der Suche nach neuen Lebenschancen
in Europa Heimat suchen
sei Zuflucht auch für die Einsamen und die vielen Jungen, die sich schwertun,
an eine sichere Zukunft zu glauben   

Du, Gott mit uns:
sei ein Gott der Versöhnung in den unlösbar scheinenden Konflikten dieser Welt
aber auch für uns selbst, wenn es uns schwerfällt, wieder immer wieder die Hand zur Versöhnung auszustrecken und wirklich zu vergeben                  

Du, Gott mit uns:
sei ein Gott des Lebens für alle, die krank, hilflos und auf andere angewiesen sind
für alle, die sich oft unter großem Leiden dem Ende ihres Lebens nähern

Du, Gott mit uns:
sei ein Gott voll Liebe und Nähe für alle, die im Leben zu kurz kommen,
für alle, die jeden Tag ums Überleben raufen
für alle, deren Tag mehr Mühe als Freude hat

Du, Gott mit uns:
sei ein Gott der Neues schafft,
dass wir aus Fehlern lernen, dass wir die notwendigen Veränderungen erkennen,
dass auch unsere Kirche Geborgenheit und Zukunft geben kann


Du guter Gott, begleite uns auf den Wegen unseres Lebens, damit wir uns in guten und in schweren Tagen in Dir geborgen wissen. Wie Stephanus lass auch uns jeden Tag den Himmel offen sehen. Amen

Ach Arthur 176 nein, DAS hat die Moa NIE geschafft

In zwei Stunden ist die Moa unterwegs in die Stadt.
Unterwegs zum Arthur, den sie aus dem Kindergarten
abholt. Und wenn sich die Moa dann in einem der
Höfe des großen Schottenstifts noch ein bißchen
auf ein Bankerl setzt - vielleicht sogar in der Sonne? -
dann kann es sein, dass sich die Moa denkt:
"Was haben DIE HIER, was die Moa nicht hat?"
Ob da Neid mitschwingt?
Oder pure Verwunderung? Wie ist das möglich??
Ja, wie ist das möglich: dass der Arthur in seinem
Kindergarten DAS tut, was er prinzipiell zweieinhalb Jahre lang nur mit seiner Mama gemacht hat:
HEIA -
Das heißt, ein paar Mal ist es dem Papa gelungen, den Arthur ins Bett zu bringen
auch Zauberin Chiara kann einige Arthur -Einschlaf-Erlebnisse für sich verbuchen
(auch nur nach langen, langen Bemühungen!!!)
Die arme Pia aber, bisweilen abends eingesetzt, wenn die Eltern weggehen

die kennt mitternächtliche Gassen, durch die sie
mit Arthur im Wagerl herumwankt - bzw. in seinen
früheren Lebensjahren, umgeschnallt in der "Trage" -
Denn kaum wird der von Mama niedergelegte Arthur munter, beginnt ein solches Brüll-Konzert, dass lange Zeit
nichts anderes mehr geholfen hat, als:
Arthur umschnallen
Arthur ins Wagerl setzen
mit Arthur hinaus auf die Straße ....
ganz gleich, wie finster, wie später
bis....bis der Arthur wieder einschläft:
Brave, brave Pia.
Ja die hat sich den Arthur
"ich denke gar nicht an schlafen" Orden verdient.
Und JETZT? Im Kindergarten????
Moa steht schon um 12.00 "Gewehr bei Fuß", abrufbereit -
weil die Moa überzeugt ist, der Arthur macht dort kein einziges Auge zu.
Haha. nicht einmal ein Hühnerauge, falls er eines hätte.
Die Moa ist überzeugt, schon in Kürze einen freundlichen Anruf zu bekommen "Bitte, den Arthur abholen, der schafft es leider nicht einzuschlafen ...." (Ja, das wäre die harmlose Version, möglich wäre auch: "Bitte den Arthur so schnell wie möglich abholen, der brüllt wie
ein Löwe ...."
Da also sitzt die Moa, ja auf einem Bankerl, ganz nahe beim Kindergarten und nichts...nichts...passiert.
Plötzlich wird die Moa von einer der Tanten entdeckt, die auf sie zukommt und einfach nur sagt: "Gehen sie ruhig noch irgendwohin, der Arthur schläft tief und fest. Alles kein Problem!!!"
"Hörst, du Kerl" denkt sich da die Moa, was habe ich Stunden, Stunden damit verbracht,
dich, als du noch ganz klein warst, bei jedem Wetter im Wagerl herumzuschieben -

bis du endlich - endlich -
langsam, langsam ein Auge zugemacht hast -
und dann noch eines
Und doch konnte es sein, dass du plötzlich wieder beide Augen
weit aufgerissen hast um zu kontrollieren,
dass sich die Moa nur ja nicht in Ruhe auf ein Bankerl setzt .....
gehen gehen gehen musste die Moa
(ja sogar gesungen hat sie dabei...)
und sich den Weg gut so einteilen, so dass wir -
beim Erwachen vom Arthur - schon ganz in der Nähe
der Mama sind .... denn sonst ....
lieber nicht näher darauf eingehen ...
Später,
als die Mama nur mehr mittags nach Hause kam um dem Arthur niederzulegen, dann aber wieder in die Kanzlei eilte - ja diese "Epoche" hat es auch in sich gehabt.
Verzweifelter Arthur beim Aufwachen, weinen, weinen, ja,
nicht einmal Gummibärli haben da sofort geholfen!!!
Dann wieder eine neue Ära: die ersten Kindergartenmonate:
eines war klar: noch vor dem Schlafengehen der anderen Kinder muss Arthur vom Kindergarten abgeholt werden.
Denn dass er "dort" schläft: undenkbar!!!
Aber daheim versucht die Moa dann den Arthur hinzulegen.
Gemeinsam schlupfen wir ins Bett - ja, soo gemütlich
....der Moa fallen ganz schnell die Augen zu ....
(sie zeigt natürlich nur dem Arthur: schau: so,so, so macht man heia...)
Aber da fängt sein lustiges Spiel an:
NAFZAF schreit der Arthur,  und rüttelt an der Moa - NAFZAF (bis heute ein Arthur Geheim-Wort)
NAFZAF
Die Moa also muss die Augen wieder aufreißen -
vorbei ist es mit dem Versuch, den Arthur zum Heia machen zu bringen

Also WAS - WAS - fragt sich die Moa, 
WAS haben die im Kindergarten???
dass der Arthur dort schläft, 
wie auf Wolke 7




AUFERSTEHEN? muss man sich gut überlegen!


ich lass mich auf nix ein,  
von dem ich nicht weiß, 
wie es ausgeht

An der Grenze 
Wenn du durchs Minenfeld gehen musst,
nimm eine Handvoll Samenkörner mit
Mohn oder Ringelblumen
für Deine Auferstehung. 

Christine Busta