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Samstag, 22. Juli 2017

einfach so

"Kein Vormarsch ist so schwer 
wie der, 
zurück zur Vernunft." 

Bert Brecht

Freitag, 21. Juli 2017

Fürbitten 22.7. ohne Liebe ist alles nichts - Maria Magdalena




22.7.2017 Maria Magdalena Joh.20.1 „Halte mich nicht fest“    
Maria Magdalena war für Jesus ein ganz besonderer Mensch. Sie wird an erster Stelle der Frauen genannt, die Jesus geheilt hat und die ihn dann begleiten und unterstützen. Dass Magdalena die große Sünderin war, als die sie in der Kunst dargestellt wird, ist nicht bewiesen. Sicher ist: Maria Magdalena war bis zuletzt an der Seite Jesu, sie harrte beim Kreuz aus, sie war dabei, als man Jesus begraben hat. Maria Magdalena ist die Erste, die Jesus nach seiner Auferstehung sehen darf. Es ist eine Szene voll Zärtlichkeit und Liebe. 
Und doch sagt Jesus zu ihr:  „Maria, halte mich nicht fest“.
Wie schwer ist es, nicht festhalten zu dürfen, was man so sehr liebt! Sind wir nicht auch immer wieder in einer ähnlichen Situation. Man will festhalten, man will, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Bitten wir heute

Lass uns erkennen, wenn die Zeit gekommen ist, auch in der Liebe loszulassen
lass uns nicht Besitz ergreifen von Menschen, die wir lieben

lass uns aufhören, so vieles und auch Menschen „festhalten“ zu wollen
lass, dass wir uns nicht an das klammern, „was einmal so schön war“

lass uns Vertrautes loslassen, damit wir Neuem begegnen können
gib uns Vertrauen in unsere leeren Hände

Maria Magdalena ist zum Symbol für eine Frau geworden, die leidenschaftlich liebt. 
Schenke auch uns immer wieder Momente dieser Hingabe und Selbstvergessenheit

Lass uns spüren, wonach wir Sehnsucht haben, Lass uns mit Leib und Seele nach Liebe suchen, 
ganz gleich wie alt wir sind

Lass uns satt an Lebensfreude sein, Gott. Halt uns fest mir Deiner Hand. Verlass uns nicht, wie auch wir lernen wollen, unserer Liebe auch in Schwierigkeiten treu zu bleiben


Du guter Gott, in Deiner Liebe finden wir das Abbild all dessen, was wir ersehnen. So oft sind wir innerlich wie ausgetrocknet, wie abgestorben – lass, dass  wir einander die Liebe geben, die jeder von uns so sehr braucht. Lass uns lieben wie Maria Magdalena geliebt hat.Amen

einfach so


„Die Definition von Wahnsinn ist:
Immer wieder das Gleiche zu tun 
und gleichzeitig 
unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ 


Benjamin Franklin

Donnerstag, 20. Juli 2017

Fürbitten 21.7. der Weg in die Freiheit Ex.11.10


21.7.2017 Der Weg in die Freiheit  Ex.11.10

Die heutige erste Lesung aus dem Buch Exodus ist für Juden und Christen eine entscheidende Erzählung. Sie ist das Zentrum des jüdischen Pessach-Festes – und sie ist ein Schwerpunkt im christlichen Osterfest. Das jüdische Volk in der ägyptischen Gefangenschaft bereitet sich – mit Hilfe Jahwes – auf den Weg in die Freiheit vor. Ein Bild auch für unseren Weg – der uns aus Vielem, was uns gefangen hält, in die Freiheit führen soll. Von dieser Freiheit spricht Jesus im Evangelium – und auch davon, dass Gott Barmherzigkeit will, keine blutigen Opfer mehr. Bitten wir um diesen Weg in die Freiheit der Kinder Gottes

Dass wir uns nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern den Mut zu einer eigenen Entscheidung haben

Dass wir uns immer wieder kritisch fragen, was das eigentliche Motiv unseres Handelns ist

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, um uns von alten Verhaltensmustern zu verabschieden

dass wir in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten, dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil es „Pflicht“ ist

dass wir nicht krampfhaft nach „Opfern“ suchen, sondern Tag für Tag das annehmen, was uns aufgegeben wird

Dass wir wie Jesus immer danach suchen, was den Menschen in der jeweiligen Situation gut tut

Bitten wir, dass auch unsere kirchlichen Vorschriften Menschen Mut und Trost für ihr selbst gewähltes Leben geben, denn „zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus

Und bitten wir für die christlichen Kirchen: dass sie unkomplizierter und weniger ängstlich miteinander einen gemeinsamen Weg gehen, der sie frei macht für die Gemeinschaft in Christus 

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen, dass DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen



einfach so



„Kleine Schritte 
sind besser 
als keine Schritte“ 

Willy Brandt

Mittwoch, 19. Juli 2017

Fürbitten 20.7. Komm! SEI DA


20.7.2017 Kommt alle zu mir Mt.11.28
„Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und beladen seid, ich werde euch ausruhen lassen“ sagt Jesus heute im Evangelium. Und in der 1.Lesung haben wir gehört, wie Jahwe Moses seinen Namen offenbart: Ich bin der „ich bin da“. Gott verspricht dem jüdischen Volk in Ägypten ein Ende der Sklaverei verspricht. So bitten auch wir heute

Ja, komm - sei da
komm als Gott der Geduld
dass wir lernen, unsere Unruhe auszuhalten
dass wir uns gegen die Hektik wehren
die wir uns selbst und die uns andere diktieren
und die auch wir so oft anderen auferlegen
Komm als Gott der Geduld – wir bitten dich erhöre uns

Ja komm - sei da
komm als Gott des Trostes
wenn wir krank sind, wenn wir uns zu viele Sorgen machen
wenn wir enttäuscht worden sind, wenn wir selbst andere enttäuschen
wenn wir glauben, dass es oft klüger wäre,
keine Gefühle zu haben und zu zeigen
Komm als Gott des Trostes ….

Ja komm - sei da
komm als Gott der Achtsamkeit
dass wir wahrnehmen, was die Menschen um uns brauchen
dass wir wahrnehmen, was wir selbst brauchen
dass wir den Augenblick genießen und nicht immer
schon in der Zukunft leben
dass wir innehalten und zur Ruhe kommen
Komm als Gott der Achtsamkeit

Ja komm - sei da
komm als Gott der Zuversicht
dass wir es aushalten, wenn unsere Pläne und Projekte nicht gleich Anklang finden
dass wir uns nicht anstecken lassen von Schwarzmalern und Panikmachern
dass wir uns nicht gegen so vieles absichern wollen
dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
Komm als Gott der Zuversicht

Ja komm - sei da
komm als Gott der uns Freund ist
dass wir dankbar für unsere Gemeinschaften und Familien sind
dass wir andere begleiten können, wenn sie Hilfe brauchen
dass wir selbst immer Menschen finden, die an unserer Seite sind
komm als Gott, der uns Freund ist

Ja komm - sei da
komm als Gott der Freude und der Dankbarkeit
dass wir dich erkennen können in den vielen Gesichtern dieses Tages
dass wir uns immer wieder Neues zutrauen
dass wir aber auch bereit sind, dort loszulassen, wo du anderes für uns vorhast

so legen wir, in aller Früh, auch diesen Tag in Deine Hand, guter Gott. Lass uns dir ohne Angst entgegengehen, im Vertrauen darauf, dass alle unsere Schritte zu dir führen, weil Jesus mit uns ist. Er, der mit dir lebt und uns liebt in alle Ewigkeit Amen



einfach so


Wo kämen wir hin, 
wenn alle sagten, 
"wo kämen wir hin", 
und keiner ginge, 
um zu sehen, 
wohin wir kämen, 
wenn wir gingen. 

Kurt Marti

Dienstag, 18. Juli 2017

Fürbitten 19.7. WO wir IHN heute hören? Ex.3.1


19.7.2017 Ex.3.1 Gott im brennenden Dornbusch

Wie ist das, wenn Gott einem begegnet? Bei Moses ist es ein brennender Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt und aus dem Gott zu ihm spricht. Moses soll seinem Volk die Zusage Gottes bringen: „Ich habe eure Klageschreie gehört, ich werde euch aus der Sklaverei in Ägypten in das Land der Freiheit führen.“ Aber Moses ist Realist: was soll ich den Leuten sagen, wer bist du, wie heißt du, fragt er. Und Gott nennt seinen Namen:
„Ich-bin-der-ich-bin-da“.Bitten wir heute, dass auch wir ihn als den erkennen, der DA ist

dass wir dich erkennen Gott
nicht nur in den großen Momenten unseres Lebens
sondern dass du DA bist  - Hier und Jetzt
dass wir deine Stimme hören wie Moses sie gehört hat: „Geh, ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns

dass wir dich erkennen Gott
gerade in all dem, wo wir nicht perfekt sind und fehlerlos   
sondern dass du DA bist auch in unseren Krisen und Niederlagen
in den Sorgen und in der Mutlosigkeit
dass wir auch dann deine Stimme hören: „Geh,ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns

dass wir dich erkennen Gott
dort
in unseren Partnerschaften und Gemeinschaften,
im Leben mit unseren Kindern und Freunden
wo wir aber auch immer wieder an Grenzen stoßen
dass wir deine Stimme hören: „Geh,ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns

 dass wir dich erkennen Gott
immer dann wenn wir glauben, dass es gerade Wichtigeres gäbe
dass du DA bist, damit wir auch loslassen können
aus der Bequemlichkeit aufbrechen
dass wir deine Stimme hören: „Geh,ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns

dass wir dich erkennen Gott
immer dann wenn wir nichts mehr erwarten wollen
in unserer Gesellschaft, die oft so hartherzig und gleichgültig ist
in unserer Kirche, wo manches stillsteht
dass wir deine Stimme hören: „Geh,ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns

dass wir dich aber auch erkennen Gott
in allem was Freude ist, dass wir nicht aufhören dankbar zu sein
dass wir uns Neues zutrauen, dass uns das Leben
jeden Tag wieder froh macht
WEIL wir deine Stimme hören: „Geh,ich brauche dich….“
Du Gott mit uns: wir bitten dich erhöre uns


Höre uns und erhöre uns und führe auch uns aus all unseren Abhängigkeiten zur Freiheit der Kinder Gottes. Im Namen Jesu Amen

einfach so


"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" 

Paul Watzlawick

Fürbitten 18.7. "Bekehren"? - altmodischer Quatsch?

18.7.2017  Mt.11.20  Bekehren?

Im Evangelium heute beklagt sich Jesus bitter darüber, dass sich die Menschen einfach nicht bekehren wohlen – nicht einmal dort, wo man doch viele Wunder von ihm gesehen hat. Aber was heißt „Bekehrung“ -  Sind wir Menschen, die sich „bekehren“? Bitten wir heute

dass wir nicht in Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit gefangen bleiben

dass wir erkennen, was wir falsch machen und wo wir den Weg ändern sollen

dass wir uns dann auf Neues einlassen und nicht im Alten erstarren

dass wir damit aufhören, alles in gut und böse, schwarz und weiß einzuteilen

dass wir immer besser lernen Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

dass wir loslassen, was uns schon längst zur Last geworden ist

dass wir die Herausforderung und den Neuanfang in jeder Krise und auch im Scheitern sehen

dass wir endlich verzeihen können, auch dort, wo wir glauben, im Recht zu sein

dass wir uns selbst sehen, wie wir sind und uns nichts vormachen

Du guter Gott. Lass uns nüchtern auf uns selbst sehen, auf das Gute und das weniger Gute. Hilf uns auch in kleinen Dingen NEU anzufangen. Dass wir dir in allem begegnen, was auch heute auf uns zukommt. Wir bitten im Namen Jesu Amen



Montag, 17. Juli 2017

einfach so


"Ich bin ein Clown. 
Ich sammle Augenblicke" 

Heinrich Böll 

Sonntag, 16. Juli 2017

Fürbitten 17.4. Ja, manchmal möchte man nur: "Decke über den Kopf" ...


17.7.2017 Mt.10.34  …wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt

Manche Jesus Worte sind so, dass man sie eigentlich lieber nicht hören möchte. „Denkt nicht ich bin gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ . Und muss auch immer vom Kreuz die Rede sein? Auch an so einem neuen Wochenanfang? Ist das nicht eine trostlose Drohung: „Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren?“ Und doch wissen wir, dass es dieses „Kreuz-tragen“ gibt – ob wir wollen oder nicht -  jeden Tag wieder, in vielen Momenten des Alltags. Darum bitten wir gerade heute:

dass wir immer besser lernen, die Herausforderungen in unserem Leben anzunehmen
und zu akzeptieren

dass wir gelassen sind und einen langen Atem für alles haben, was ungeplant auf uns zukommt

dass wir uns niemals krampfhaft etwas zum „Kreuz tragen“ suchen

dass wir die richtige Balance finden zwischen „Schmerzen ertragen“ und etwas dagegen tun
 
dass wir Geduld mit uns selbst haben, dass wir uns auch zugestehen, Hilfe zu brauchen

dass wir aufmerksam sind für das Kreuz, die Sorgen und die Ängste Anderer

dass uns die Freude am Leben nicht verloren geht, auch wenn wir wissen,
dass die nächste Krise unvermeidlich ist

bitten wir für alle, die heute und jetzt und in diesen Tagen Schweres tragen und ertragen müssen.

Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass das Kreuz unseres Lebens keine Sackgasse ist und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir dich durch Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.

Arthur am Sonntag 29 "... alles für die Katz, alles für die Katz?" Mt.13.1

Nein, so direkt um Katzen geht es heute nicht.
Die Geschichte im Sonntagsbuch der Moa handelt heute von einem SÄMANN. Aber was soll sich denn der Arthur darunter vorstellen! Nicht einmal die Oma hat zu ihrer Zeit einen "Sämann am Acker" gesehen ....
Aber die Moa kann dem Arthur zeigen, wie das mit den Blumen-Samen ist, die sie - jedes Jahr wieder - von den unkomplizierten Tagetes Blümchen  sammelt und im nächsten Jahr neuerlich und unverdrossen in den
Balkon Kisterln ausstreut. Ganz unsystematisch macht das die Oma - wild und irgendwo mittendrin blühen dann die Tagetes zwischen anderen Blumen - die Oma hat Wildwuchs gern. Nichts soll brav und ordentlich ausschauen. Aber schön ist es, wenn aus diesen unscheinbaren Samen plötzlich
die gelben und orangefarbenen Blümchen herauswachsen.
Ja,
ganz sicher geht nicht jedes Samenkorn
auf, manches verweht der Wind,
bei manchem reicht die Erde nicht, vielleicht picken auch die
Vogerl manches aus der Erde.
Ist halt so mit der Natur:
 manches gedeiht,
manches nicht.
Nun könnte man darüber jammern: schrecklich schrecklich, so viel Gutes, das man aussät,
und dann wird einfach nix draus. Denn natürlich ist die Geschichte im Sonntagsbuch der Moa symbolisch gemeint.
Man tut und tut, man redet und redet, man engagiert sich, man reißt sich den Haxen für eine bestimmte Sache aus, - ja und DANN!
So oft wird nix aus all den Anstrengungen. Alles für die Katz.
tout pour le chat!
Da lacht der Arthur:
jetzt kennt er sich doch auch schon aus mit  dem Leben
und genau das kennt er doch selbst:
die Arbeit in der Sandkiste -
Schaufel für Schaufel, Kübel um Kübel ...
Wasser muss er holen ...Flasche für Flasche..
noch mehr Sand braucht er...
Arbeit, nix wie Arbeit, was muss er oft schnaufen
und dann!!!! Irgend so ein anderes Kind steigt einfach in seinen prachtvollen Haufen -
das war doch in seiner Phantasie sicher schon eine Groß-Baustelle
Alles für die Katz, alles für die Katz!!!!
Aber eigentlich .... noch weint der Arthur dann gar nicht
vor Zorn oder Enttäuschung
(das kommt vielleicht erst, wenn
es älter ist? ).
Der Arthur nimmt es, wie es ist.
Wenns dem Arthur lustig ist, fängt er halt von vorn mit seinen Sand Bauten an -
oder er macht gleich wieder etwas  ganz anderes .... macht dann auch das mit vollem Einsatz ....
Wasserflaschen füllen, und wieder ausleeren ...
Wasser und Schlamm durchs Sieb gießen - flutsch ist alles wieder weg ...
er läuft und läuft und läuft durch die große Gatschlacke am Spielplatz -
er hat dabei gar kein "Ziel" ....nur laufen, laufen
den Gatsch zwischen den Zehen spüren

immer macht Arthur alles mit vollem Einsatz
Da geht's nicht darum:  DAS und DAS muss dabei herausschauen
Das TUN allein ist Genuss, ist Selbstzweck
Nein, da ist nix "für die Katz" -
Klar - auch der Arthur ist ehrgeizig, ganz schön ehrgeizig sogar
zornig will er dass er das und das ganz schnell und ganz gleich kann
und trotzdem ...nie würde er wohl das, was er versucht, und selbst wenn es für den Moment vergebens war - als "verloren" einstufen.
Nix ist für die Katz beim Arthur
"ES" getan zu haben,
"ES" zu tun - das allein ist der Sinn in allem
Auch der Samen, den die Oma ausstreut und der daneben fällt und aus dem keine Tagetes heraus wächst ....  reicht es nicht, dass es ein Samen war??? Soll der Samen daran schuld sein, dass
nix aus ihm wird - oder ist die Oma schuld, dass sie den Samen so nachlässig verstreut hat?
Früher hat die Oma die "Geschichte vom Sämann" fast als etwas Bedrohliches gelesen.
Wehe wehe, wenn nicht aus aller Anstrengung auch wirklich etwas wird.
Nur was auf den guten Boden fällt bringt Frucht.
Der böse böse Boden ist schuld - steinig, unfruchtbar, voller Disteln -
wenn dann nichts wächst ...nein, so liest die Oma die Geschichte nicht mehr.
Vielleicht
erzählt uns die Geschichte etwas ganz anderes:
So ist eben das Leben: einmal wird was aus unserer Anstrengung, einmal wird nix draus.
Da braucht die Oma nicht sich selber böse sein - und der arme Samen kann ja auch nix dafür, wenn ihn der Wind verweht.
Der Säman selbst bleibt gelassen.
Er muss doch selber wissen, dass nicht
jeder Samen aufgehen kann!
Ja, und die Oma genießt es, langsam schon
so alt zu werden, dass nichts mehr einen Endzweck braucht -
Nix ist für die Katz -
alles ist, wie es ist .....
Die Oma geht doch glatt beim Arthur
in die Schule
schaut ihm zu, wie er sich "verausgabt" -
rund um die Uhr
und sich kein einziges Mal fragt: hat das
jetzt Sinn gemacht?
Hat es Erfolg gebracht? Hat sich das aus-gezahlt?
Wer ist Schuld daran, dass vielleicht aus dem oder dem
"nix herausschaut" ?
"Moa" sagt der Arthur -  jetzt komm, "Miau Miau schauen" ....
Die Arthur Ameisen!!!
wie sie einfach - Tag für Tag - tun
was sie tun was sie tun was sie tun was sie tun was sie tun was sie tun was sie tun was sie tun


der große Arthur-Ameisen-Beschützer sieht ihnen mit Freude zu
jede Miau Miau gibt was sie kann
Das reicht

einfach so


"Wir verlangen, 
das Leben müsse einen Sinn haben - 

aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, 

als wir selber ihm zu geben imstande sind." 


Hermann Hesse

Samstag, 15. Juli 2017

Sonntag 16.7. ERFOLG ? Das ist nicht der Maßstab!!!!


16.7.2017 Mt.13.1 Das Gleichnis vom Sämann
Immer wieder erzählt Jesus Gleichnisse. Heute hören wir das vom Sämann, der seinen Samen streut und doch geht auch so viel davon verloren. Auch bei uns geht wohl nicht immer „alles so auf“, wie es sollte. Aber vielleicht will uns das heutige Evangelium gar nicht nur die Sorge aufbürden: „Achtung, so viel Wertvolles, Gutes geht verloren“ – vielleicht können wir aus diesem Evangelium auch etwas Anderes lernen: Gelassenheit. Ja, auch wir sollen aussäen. Wir sollen unser Bestes geben. Wir sollen reden und reden und tun und tun. Aber wir können auch nichts erzwingen. So bitten wir heute
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                                      dass wir nichts mit Macht und um jeden Preis durchsetzen müssen
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                                      dass wir aber für eine gute Sache etwas riskieren, auch wenn man keinen Erfolg sieht
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                               dass wir auch nach Rückschlägen immer wieder unverdrossen einen neuen Anlauf nehmen
Dass wir gelassen sind und großzügig:
Dass wir Vertrauen in ein gutes Wachstum haben, vielleicht auch ohne unser eigenes Zutun
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                                      dass wir Gedanken und Projekte und auch Menschen reifen lassen können
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                                      dass wir die Menschen und Situationen um uns liebevoll so nehmen wie sie eben sind
Dass wir gelassen sind und großzügig:                                                                                               auch mit uns selbst, „es wird schon werden“:                                                                                         weil wir nie ganz so sein können, wie wir es gern hätten
Du guter Gott: in deiner Hand liegt alles, was wir tun. Nicht immer gedeiht uns alles zum Guten, nicht immer sehen, „säen“ wir Erfolg. Dir aber dürfen wir vertrauen und mit Jesus den Weg unseres Lebens gehen. Amen.