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Samstag, 22. April 2017

Fürbitten: Sonntag der BARMHERZIGKEIT

23.4.2017 Sonntag der Barmherzigkeit Joh.20.19 ungläubiger Thomas

Im Evangelium hören wir heute wieder eine „klassische“ Geschichte, die Geschichte vom „ungläubigen Thomas“. Wie dankbar müssen wir diesem Thomas eigentlich sein, der nicht einfach alles geglaubt hat.  Denn Auch wir dürfen kritisch nach fragen, DÜRFEN Suchende bleiben, damit hat Gott ganz sicher kein Problem: nur eines steht außer Streit: Barmherzigkeit will GOTT von uns, nicht Opfer, Liebe will er, nicht Pflicht. So bitten wir heute an diesem „Sonntag der Barmherzigkeit“:

dass wir österliche Menschen sind
weil wir offene Arme haben, weil wir wissen, dass wir auch in den Fremden und
Flüchtlingen und den Ausgegrenzten DIR begegnen, DIR dem Auferstanden
Jesus - Hilf uns barmherzig sein

dass wir österliche Menschen sind,
weil wir einander immer wieder neues Vertrauen und eine neue Chance geben
weil wir niemand mit unseren Vorurteilen abstempeln und abschreiben
Jesus - hilf uns barmherzig sein

dass wir österliche Menschen sind,
weil wir einander verzeihen können, überall dort, wo wir noch „offene Rechnungen“ haben,
wo wir glauben, auf unserem Recht bestehen zu müssen
Jesus - hilf uns barmherzig sein

dass wir österliche Menschen sind,
weil wir uns nicht Angst machen lassen,
weil wir dem Leben und der Zukunft vertrauen
Jesus - hilf uns barmherzig sein

dass wir österliche Menschen sind
weil wir wie Thomas auch zweifeln und Fehler machen dürfen
weil wir uns selbst barmherzig annehmen
im Vertrauen auf deine unendliche Barmherzigkeit
Jesus - hilf uns barmherzig sein

Du guter Gott, ohne Unterlass wollen wir um Frieden bitten – wir selbst fühlen uns hilflos und machtlos angesichts all der machtpolitischen Interessen, für die ein Menschenleben wertlos zu sein scheint.  Neig DU DICH uns barmherzig zu, schenk uns den Frieden, den Jesus uns versprochen hat. Lass uns in seiner Auferstehung leben, Heute und JETZT. Amen

Ach Arthur 104 warum die Oma den Arthur manchmal.......

haha, ja bitte ergänzen sie den Satz:
"warum die Oma den Arthur manchmal....."
Sollte da jetzt nicht stehen
"....durch Sonne, Mond und Sterne schießen möchte"????
Ja, so könnte der Satz weiter gehen -
und die Arthur Mama würde das bisweilen
aus tiefstem Herzen unterschreiben.
Denn der kann schon, der Arthur...
der kann schon auch motzig, rotzig, lästig,
raunzig, unrund sein...
oh ja, das kann er! Immer wieder hört die Oma den Arthur zornig herumplärren, wenn sie gerade mit seiner Mama telefonieren will, dh. wenn es ihm schon zu lange dauert ....
Ja, ja da kann der Arthur lästig sein.
Aber sonst....
die Zeit, die er mit der Oma beisammen ist, da ist der Arthur .....
höchstens ein bissi "schlimm": aber das ist ja lustig und die Oma braucht bloß die richtige Kondition, dann passt das schon....noch wird sie mit dem kleinen Kerl fertig.
Also: die Oma ergänzt ihren Satz "manchmal könnte ich den...." GANZ ANDERS
MANCHMAL KÖNNTE ICH DEN KLEINEN KERL 
NUR ABBUSSELN; ABBUSSELN ABBUSSELN
aber busseln mag der Arthur nicht und die Oma ist auch keine "Bussi Bussi" Oma.
Diese Oma gibt kein Bussi wenn sie kommt,
sie gibt kein Bussi, wenn sie geht - und wenn die Arthur Mama flehentlich zum Arthur sagt "Gib doch der Oma ein Busssi" - und der Arthur laut und deutlich sagt:
"NEIN" -
dann ist das der Oma nur recht.
Aber die Oma knuddelt gern und schnuddelt gern. Wenn der Arthur auf ihrem Schoss sitzt -
Buch lesen - dann krault sie ihm den Rücken, dann schnüffelt sie an seinem Köpfchen und
busselt die zarten soooo gut riechenden Haare -

Ja
das mag ER, der Arthur,
und die Oma mag es erst recht.
ABER MANCHMAL  .....ja dann möchte die Oma den Arthur richtig busseln
DANKE DANKE DANKE busseln.
Denn der Arthur
kann so was von "lieb" sein!!!!!
Ganz rührend aufmerksam,
besorgt und lieb.
Dieser Donnerstag: Oma ist irgendwie sehr sehr müde, sie freut sich aufs spazieren gehen
mit dem Arthur aber sie sagt ihm gleich:
"Du heute nur im Wagerl bleiben. Erstens ist es saukalt!!! Der Wind pfeifft ...
und zweitens ist die Oma  irgendwie komisch beinand ...
da können wir heute keinen Heckmeck unterwegs machen."
Brav bleibt der Arthur bei der gewohnten Anfangsrunde sitzen
"Hund schauen im Reisebüro - Baustelle schauen in der Berggasse - andere Baustelle kontrollieren in der Porzellangasse -
Hunde schauen auf den Gehsteigen  - Schul Kinder schauen"
Aber dann zeigt der Arthur mit beiden hochgestreckten Armen:
Jetzt will er doch heraus aus dem Wagerl
 ...schon beginnt er sich selbst herauszuschälen aus dem Fellsack,
die Oma sagt:
"Du heute gehts mir nicht so gut...Oma ist müde, müde..."
Oh, Arthur schaut ganz ganz wissend:  "Aua Aua ..."!!!
Jessas, er erinnert sich. "Aua" hat die Oma ja auch in der linken Hand...drum schiebt sie das Wagerl nur mühsam.
Ja, wie soll das gehen, wenn jetzt der Arthur auch noch seine Spaßetteln am Gehsteig aufführen will!!!!
Schon steht der Arthur halb im Wagerl - die Oma fragt zweifelnd:
 "Wirst du brav sein? Wirst du der Oma brav die Hand geben,
wirst du nix Wildes tun? Kannst du das???? Echt????"
Der Arthur nickt, er nickt ernst, ganz ernst
und wieder sagt er  "Aua, Aua"
Er erinnert sich an das Aua der Oma -
und die hebt ihn jetzt also doch aus dem Wagerl .....
und während der Arthur sonst schon "los-startet" und die Oma nur rufen kann HALT,HALT
bleibt der Arthur an diesem Donnerstag Nachmittag wie ein braver Blindenhund neben
seinem Oma Frauerl - Arthur gibt die Hand -
 er gibt sie so sanft, dass er sich nur am
Zeigefinger der Oma anhält ...und so gehen wir .....
 - keine Sekunde lang reißt sich der Arthur los.
Nicht einmal am Zebrastreifen, wo er sich
sonst wie ein Depp aufführt, sich hinwirft und nicht weitergehen will, ausgerechnet dort ...
Nein heute geht der Arthur manierlich
am Zeigefinger der Oma über den Zebrastreifen,
nur die große Schaufel hat er sich inzwischen unten aus dem Wagerl geholt ....
so gehen wir Richtung Park, wo die Oma den Arthur auslassen kann ...
und selbst dort ist der Arthur noch voller Aufmerksamkeit und Verständnis. Als er Richtung Spielplatz los startet und die Oma sagt "Du, heute nicht, Arthur..."
da begnügt er sich mit Stiegen steigen vor dem Palais,
mit Kieselsteine schaufeln und den Vogerln nachlaufen .....
Am Heimweg zögert Arthur bei Mrs.Sporty....


Sonst hebt ihn die Oma ja immer zu den Luftballons
hoch am Zaun ....
nein, das kann er von der Oma HEUTE nicht verlangen,
die Oma sieht das dem Arthur am Gsichterl an ...
aber die Oma denkt sich jetzt:
"Ach was,  Lang genug hat sie ja der Arthur geschont.
Geht schon, hopp!!!!!"
Arthur strahlt!
JEDER Ballon wird wieder gestreichelt,
alles wie immer!
Dann lässt sich der Arthur ohne Widerstand ins Wagerl setzen,
eiskalte Backen,
kalte Händchen, die vergräbt er jetzt im Fellsack

"Bist so ein prima Bursche" sagt die Oma!!!!

und eigentlich möchte ich dich manchmal
nur abbusseln ....
abbusseln, abbusseln


Ostern mit Samya 22.4.


Nur dich   

Der Himmel trägt im Wolkengürtel 

Den gebogenen Mond.



Unter dem Sichelbild 
Will ich in deiner Hand ruhn.



Immer muß ich wie der Sturm will, 
Bin ein Meer ohne Strand.



Aber seit du meine Muscheln suchst, 
Leuchtet mein Herz.



Das liegt auf meinem Grund 
Verzaubert.



Vielleicht ist mein Herz die Welt, 
Pocht –
Und sucht nur noch dich – 
Wie soll ich dich rufen?



Else Lasker Schüler



Freitag, 21. April 2017

Fürbitten 22.4. "DARÜBER" reden? Apg.4.13


22.4.2017 wir können unmöglich schweigen  Apg.4.13 Sa Osteroktav

Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ sagen Petrus und Johannes, als sie vom Hohen Rat bei Strafe den Befehl bekommen, nicht mehr über Jesus zu sprechen. Wie geht es uns? Worüber, über welche Erfahrungen können und wollen wir nicht schweigen, was wollen wir weitererzählen, wovon geht uns das Herz über? Über den eigenen „Glauben“ zu reden, ist oft ein Tabu. Und wird in unseren Kirchen nicht auch oft zu viel gepredigt und viel zu wenig von persönlichen Glaubenserfahrungen gesprochen? Bitten wir

dass wir immer wieder über unsere eigenen lebendigen Erfahrungen mit Jesus sprechen können, über das, was uns hilft, was uns gut tut, was uns Freude macht und Kraft gibt

Christus Du, auferstanden unter uns – wir bitten dich erhöre uns

dass wir keine Angst und keine Scheu haben in eigenen Worten und ohne theologische Floskeln zu reden

dass wir uns den Glauben nicht vorkauen lassen, dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in eingelernten Formeln und Ritualen

dass wir immer mehr in die Freiheit der Kinder Gottes hinein wachsen, dass wir Freunde Gottes sind, Mitbewohner und nicht Sklaven, wie es Jesus uns sagt

dass wir nicht anständig und fromm sind, nur weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe hinter unserem „Glaubensbekenntnis“ stehen

dass auch in unseren Kirchen so von Gott gesprochen wird, dass er in seiner Liebe und Barmherzigkeit erfahrbar ist

dass wir uns Auferstehung zutrauen, dass immer wieder etwas in unserem Leben ganz neu sein kann und dass wir diese Erfahrung mit anderen teilen wollen

Du guter Gott, so bitten wir heute ganz besonders, für alle, die nicht von Kleinauf  Zugang zum Glauben finden, für alle die glauben wollen und doch immer wieder zweifeln – und wir bitten für uns selbst, dass wir anderen den Weg zum Glauben nicht schwer machen oder versperren. Hilf uns von Jesus als dem Auferstandenen in unserem Leben zu sprechen. Amen


Ostern mit Samya 21.4.


Unaufhaltsam 
  
Das eigene Wort,
wer holt es zurück,
das lebendige,
eben noch ungesprochene
Wort?

Wo das Wort vorbeifliegt
verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf an-
zukommen.

Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort,
immer
am Ende
das Wort.







Hilde Domin

Donnerstag, 20. April 2017

Fürbitten 21.4. - Auferstehen aus aller Mutlosigkeit

21.4.2017 Auferstehung aus aller Mutlosigkeit Joh.21.1
  
Die Geschichte heute im Evangelium ist angesiedelt zwischen mutlosem Alltag und einer großen tiefen Hoffnung. Erzählt wird von den Jünger, die nach dem Tod Jesu zu ihrem Job zurückkehren. Fischer sind sie. Und wieder erleben sie eine Nacht, in der sie nichts fangen. Totale Pleite. Da steht der auferstandene Jesus am Ufer, er schickt sie nochmals zum Fischfangen – als sie mit vollem Netz zurückkehren brennt schon ein Feuer am Strand. Jesus gibt ihnen Brot und Fisch. „Keiner wagte zu fragen: wer bist du“ heißt es im Evangelium – „denn sie wussten, dass es der Herr war“
Leben nicht auch wir immer wieder in dieser Bandbreite an Mutlosigkeit und dennoch großer Zuversicht. Bitten wir heute

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn vieles nicht nach Plan verläuft, wenn Projekte nicht gelingen, wenn uns Krankheiten einschränken.
Du Christus, auferstanden   A   wir bitten dich erhöre uns

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn es im Zusammenleben, in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz Probleme gibt, dass wir uns nicht beleidigt zurückziehen sondern an guten Lösungen arbeiten

Dass wir DICH in all dem erkennen
wenn uns die Dinge über den Kopf wachsen, wenn sich keine Lösung abzeichnet, wenn wir uns Sorgen um die Zukunft  machen.

Dass wir DICH in all dem erkennen
Dort wo wir „Mut schöpfen“ müssen, wenn so vieles nicht gelingt und wir die Halbheiten und Unvollkommenheiten in unserem Leben hinnehmen müssen

Dass wir DICH in all dem erkennen
In allen unseren Zweifeln, in unserer Skepsis, in all dem, was wir nicht glauben können

Vor allem bitten wir für all die Menschen, die DICH nicht erkennen können
In ihrem Elend, in ihrem Leid, in ihrer Ausweglosigkeit
Wir bitten für die Verfolgten, für die Flüchtlinge, für die Opfer der Kriege, für die Opfer von Terror und Katastrophen



Amen

Ostern/nach Pessach mit Samya 20.4.



Ich weiß nur
Du fragst mich

was ich will
Ich weiß es nicht



Ich weiß nur
dass ich träume
dass der Traum mich lebt
und ich in seiner
Wolke schwebe



Ich weiß nur dass ich
Menschen liebe
Berge Gärten das Meer
weiß nur daß viele Tote
in mir wohnen



Ich trinke meine 
Augenblicke
weiß nur
es ist das Zeitspiel
Aufundab



Rose Ausländer

Mittwoch, 19. April 2017

Fürbitten Do in der Osterwoche ZEUGEN GESUCHT

20.40.2017 Lk.24.35    „seid Zeugen…“Do Osteroktav

„Ihr seid Zeugen dafür“…..sagt der auferstandene Jesus, der überraschend in die Mitte der Apostel kommt. Er will auch uns als Zeugen seines Lebens und seiner Auferstehung  -
Wie oft drücken sich Menschen davor „Zeugen“ zu sein. Das ist lästig, mit Aufwand verbunden, oft auch mit Unannehmlichkeiten für einen selbst. Man muss Stellung beziehen, sich für einen anderen engagieren, wenn man dessen Zeuge sein will. Bitten wir heute

Hilf uns Zeugen sein
Wenn wir Flüchtlinge, Arme und am Rand lebende in unsere Mitte holen

Hilf uns Zeugen sein
In der Fürsorge die wir füreinander haben, in der Zuwendung

Hilf uns Zeugen sein
In unserer Geduld und in unserer Ausdauer

Hilf uns Zeugen sein
Auch in Zeiten der Müdigkeit und Mutlosigkeit

Hilf uns Zeugen sein
Im Erinnern all unserer Erfahrungen mit dir

Hilf uns Zeugen sein
In der Freude und der Unerschütterlichkeit

Hilf uns Zeugen sein
in Allem, was uns auch dieser Tag wieder bringt 
in all den vielen Kleinigkeiten im Alltag, in denen Güte und Liebe aufblitzen

so bitten wir guter Gott, hilf uns Zeugen sein in unserer Hoffnung, in unserem Glauben und in unserer Liebe. Lass uns von dem reden, was in unseren Herzen lebt, was DICH lobt und liebt, im Namen Jesu. amen

Montag, 17. April 2017

Ostern Pessach mit Samya 17.4.


Einer war 


Einer war 
Der blies den Schofar - 
Warf nach hinten das Haupt, 
Wie die Rehe tun, wie die Hirsche 
Bevor sie trinken an der Quelle. 
Bläst: 
Tekia 
Ausfährt der Tod im Seufzer - 
Schewarim 
Das Samenkorn fällt - 
Terua 
Die Luft erzählt von einem Licht! 
Die Erde kreist und die Gestirne kreisen 
Im Schofar, 
Den Einer bläst - 
Und um den Schofar brennt der Tempel - 
Und Einer bläst - 
Und um den Schofar stürzt der Tempel - 
Und Einer bläst - 
Und um den Schofar brennt der Tempel - 
Und Einer bläst - 
Und um den Schofar stürzt der Tempel - 
Und Einer bläst - 
Und um den Schofar ruht die Asche - 
Und Einer bläst -



Nelly Sachs

Mit uns Christen feiern auch die jüdischen Gemeinden Pessach.
 Beten wir mit ihnen, mit den uralten Worten der Bibel: 
"schema israel adonai elohenu adonai echad"
 Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. 
IHN, unseren gemeinsamen Gott bitten wir: Schenke SCHALOM, 

schenk uns den Frieden, den nur du uns geben kannst. 
Einen neuen Himmel, eine neue Erde.

Sonntag, 16. April 2017

Fürbitten Ostermontag: die Hoffnung erkennen

17.4.2017 Ostermontag, die Emmausjünger

Gerade das heutige Evangelium macht es wieder ganz deutlich: Alle Auferstehungsgeschichten sind Begegnungsgeschichten. Jesus begegnet nach seinem Tod den Menschen, die ihm nahe waren. Und diese Menschen wiederum sind untereinander verbunden, sind gemeinsam auf dem Weg. Wie die Frauen die zum Grab laufen, wie die Emmaus Jünger, die enttäuscht nach dem Tod Jesu auf ihrem Weg zurück nach Hause sind. Dr auferstandene Jesus schließt sich ihnen an, lange erkennen sie ihn nicht. Jesus ist UNTER UNS, miteinander erleben wir Auferstehung. so bitten wir

dass du mit uns gehst, auch wenn wir befangen sind in unseren Alltagssorgen
dass du mit uns gehst, auch wenn wir immer wieder mutlos sind

dass du mit uns gehst, wenn sich Hoffnungen zerschlagen haben
dass du mit uns gehst, wenn wir in manchem den Sinn nicht mehr erkennen

dass du mit uns gehst, damit wir Anderen Hoffnung geben können
dass du mit uns gehst, damit wir im Anderen Dich erkennen

dass du mit uns gehst, damit wir offen sein können, für alles was uns begegnet
dass du mit uns gehst, weil wir als Schwestern und Brüder unterwegs sein sollen


so bitten wir dich guter Gott, stärke unsere Gemeinschaften, unsere Freundschaften, unsere Beziehung untereinander, dass wir Jesus dort begegnen, wo wir gerade sind. Mach unsere Gemeinschafen offen für alle Menschen. die unsere Hilfe brauchen, damit wir im "miteinander teilen" DICH erkennen. Heute und morgen und in deiner Ewigkeit. amen

Arthur am (OSTER) Sonntag Wenn alles große Aua weg ist

Ja ja die Oma kennt sich schon aus. Heute lesen wir nur ganz ganz schnell aus dem großen Buch, weil der Arthur hat alle Hände voll zu tun. Haha, "Hände" -
die Füße kommen kaum nach, weil er...
Na was könnte das sein, was der Arthur  zu Ostern bekommen hat? Ein neues Auto? Ein Dreirad?
Ein Tretroller? .....niemals hätte es die Oma erraten und die Omama wird überhaupt in Ohnmacht fallen.
Arthur hat einen Baby Buggy!!!
Im Pflegeheim der Oma hat er ja vor Wochen so einen Puppen Sportwagen zum ersten Mal durch die Gegend geschoben - bestückt noch dazu mit
"Zwillingen", mit gleich zwei Baby-Puppen, und der Arthur hat sie mit Hingabe durch die Gänge geschoben. Dann hat Arthur solche Buggys auch bei anderen Kindern am Spielplatz gesehen! Und jetzt!!!! Ein eigener Buggy!!!!
Als hätte er nur DARAUF gewartet düst Arthur seit gestern mit seinem Sportwagerl durch die Gegend. Zuerst im langgestreckten Vorzimmer, hin und her, allen Hindernissen ausweichend.
Perfekt durch die Türen manövriert er sein Wagerl: allerdings:
die Baby Puppe darf nicht hinein!!!!

Nein, das lehnt der Arthur vehement ab: nur Buggy, nix Puppe. Schon wenig später wird der Baby-Sportwagen mitgenommen auf den Spielplatz und dort ist Arthur jetzt nur noch rennend unterwegs - das Wagerl extrem geländegängig, fährt in der Wiese, fährt auf
den rauen Wegen, fährt bergauf, bergab - demnächst wird er es
wohl noch mit auf die Rutsche schieben!!!
Mit dem Wagerl gibt es den Arthur nur noch im "Laufmodus"
Also muss die Oma heute ganz schnell machen mit der Sonntagsgeschichte.
OSTERN  - wie das dem Arthur erklären?
Schon seit Wochen ruft Arthur entzückt in allen Lebensmittelgeschäften EI, EI, - Eier, Eier, Eier
Er zieht die Oma hinter sich her quer durch alle Regalgänge: da die harten Eier,
da die harten bunten Eier, da die Frühstückseier, die der Papa dann erst "aufschlägt" für die Eierspeise. "DA DA Oma!!" die Schoko Eier, die Zuckerl Eier in allen Farben und Größen,
puh und so riesige Überraschungseier ....
HABEN will der Arthur eh nix - nur rufen:  EI EI EI - EIER   EIER   EIER

"Ich werd noch narrisch", sagt seine Mama,
so viele Eier in den Regalen
sind mir früher noch gar nicht aufgefallen.
Will irgendjemand dem Arthur jetzt erzählen,
dass der OSTERHASE die Eier bringt?
Die kann die Arthur Mama doch schon seit Wochen kaufen .....
und hat der Arthur jemals einen Hasen im Geschäft gesehen?
Abgesehen davon, dass der Arthur gar nicht weiß,
wie ein Hase aussieht?
Also vom OSTERHASEN erzählt die Oma gleich gar nix
und das Sonntagsbuch macht die Oma heute auch gar nicht mehr groß auf:
DENN DAS WICHTIGSTE ist eh ganz ganz schnell gesagt
OSTERN feiern wir  - und wirklich
OSTERN ist, - nicht, wenn man viele Eier und Geschenke bekommt
OSTERN ist, wenn alles "aua aua" einmal wie weg geblasen sein wird
So wie die Mama und der Papa beim Arthur das Aua wegblasen, wenn  gerade wieder
einmal  eine Wand nicht ausgewichen ist. Wenn da die Tränen kollern und der Arthur schluchzt
da sagen Mama und Papa: "Nicht weinen, nicht weinen - gleich pusten wir das Aua weg.
"Merkst du's schon?? weg weg weg ist das Aua"

Na klar merkt der Arthur das, und wenn das Aua am Kopf genug weggebusselt worden ist,
dann streckt der Arthur manchmal gleich noch beide Beine von sich: "auch Bussi geben",
sicher ist sicher...
"DAS IST OSTERN", sagt die Oma zum Arthur
....wenn alles aua weggebusselt wird.
Das ganze ganze große Aua in der großen weiten Welt."
Ja, das versteht der Arthur - und weil er weiß, dass es das Aua-wegbusseln gibt:
darum kann er ja so strahlend und ohne Angst durchs Leben düsen ....



oh, doch noch ein PS aus dem Oma Sonntagsbuch, da steht
"so wunderbar seid ihr erschaffen
  noch wunderbarer werdet ihr erneuert .."

Samstag, 15. April 2017

Fürbitten OSTERSONNTAG

16.4.2017 OSTERSONNTAG

Mit so großer Freude feiern wir Auferstehung – wenn wir noch wären wie die Kinder: was würden wir uns wünschen - von Jesus, von der Auferstehung, 
Hier ein paar Gedanken - formuliert mit Worten verschiedener Schriftsteller.

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"lass uns alles geschehen Schönheit und Schrecken,(dass wir das Gute annehmen können und auch all das,was wir nicht verstehen) lass uns gehen bis an unserer Sehnsucht Rand", wie es Rilke sagt 
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass unser kleines ICH grosszügiger wird, bis an die Grenze der Verrücktheit".
der Theologe Peter Schellenbaum
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns


im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir nicht suchen, was uns fehlt – sondern dass wir finden, was wir haben"
Benediktinerpater David Steindl-Rast
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns

im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten."  Die Schriftstellerin Hilde Domin
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns

im Licht deiner Auferstehung bitten wir,
dass wir abschließen können und – segnen,was immer auch war
"denn Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen" 
die Psyhotherapeutin Margarete Mitscherlich 
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns
 
im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir immer wieder neu anfangen weil Leben anfangen ist, immer, in jedem Augenblick"
der italienische Schriftsteller Cesare Pavese
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns
 
im Licht deiner Auferstehung bitten wir
"dass wir den neuen Menschen anziehen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist
dass wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen". Paulus im Epheserbrief 4.23 
Du Christus mitten unter uns - wir bitten dich erhöre uns

Mit uns Christen feiern auch die jüdischen Gemeinden Pessach.
 Beten wir mit ihnen, mit den uralten Worten der Bibel: 
"schema israel adonai elohenu adonai echad"
 Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. 
IHN, unseren gemeinsamen Gott bitten wir: Schenke SCHALOM, 
schenk uns den Frieden, den nur du uns geben kannst. Einen neuen Himmel, eine neue Erde.
Wir bitten im Namen Jesu. Amen 


Fürbitten OSTERNACHT



Ja wir wollen dem Leben trauen
Wie unendlich wichtig ist das heute, in einer Zeit so großer Sorgen und Ängste und Leid
Jesus mit so großer Freude und Dankbarkeit feiern wir Auferstehung.

So bitten wir in dieser gesegneten Nacht
dass wir - wie neu geboren - Altes hinter uns lassen können
die angesammelten Enttäuschungen, die Kränkungen, Misstrauen, Lieblosigkeit und Angst
befreie uns von allem, womit wir uns selbst das Leben schwermachen
lass uns in deiner Auferstehung leben schon hier und heute und jeden Tag neu.
DU Christus lebendig unter uns - wir bitten dich, erhöre uns

in dieser gesegneten Nacht bitten wir um eine neue Hoffnung
für alle, die aus der Sicherheit ihres Lebens gerissen sind;
für die aus ihrer Heimat Vertriebenen;
für die Opfer von Terror, Gewalt und Verfolgung
für alle Kranken und Alten und Sterbenden
lass uns in deiner Auferstehung leben schon hier und heute und jeden Tag neu.
DU Christus lebendig unter uns

in dieser gesegneten Nacht bitten wir - in großer Hilflosigkeit - um Frieden:
Frieden für Syrien, den Irak, Afghanistan, Afrika,
Frieden für Palästina und Israel, Frieden für die Ukraine,
wir bitten um ein Ende all der schrecklichen Gräueltaten
Herr, wir bitten um Frieden, eine Aufzählung ohne Ende....
lass uns in deiner Auferstehung leben schon hier und heute und jeden Tag neu.
DU Christus lebendig unter uns

in dieser gesegneten Nacht bitten wir auch für unserer Kirche
für die Neugetauften, die Erstkommunionkinder, die Firmlinge
wir bitten für Papst Franziskus und für seine Sehnsucht nach Erneuerung
wir bitten für alle Christen dass wir EINS sind in der Auferstehung Jesu - 
und wir denken in großer Dankbarkeit an unsere jüdischen Schwestern und Brüder, 
die mit uns in diesen Tagen Pessach feiern
Führe uns Alle hinaus aus aller Sklaverei – führe uns in unsere Freiheit
lass uns in deiner Auferstehung leben schon hier und heute und jeden Tag neu.
DU Christus lebendig unter uns

Du guter Gott so bitten wir in dieser Nacht um nicht weniger als um einen neuen Himmel und eine neue Erde. Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit wir auferstehen können, immer wieder, aus jeder Nacht zu einem neuen Morgen. Darum bitten wir durch Jesus unseren Herren und Bruder, auferstanden und lebendig mitten unter uns. Amen 

Fasten mit Samya Karsamstag


Vergiss 

die Härte
Verzeih 
das Übel

Liebe 
deine Toten

Von Himmel zu Himmel
ich fliege
werfe Wolken ins Licht

Umringt von Feuervögeln
atme ich
Gedicht um Gedicht




(Rose Ausländer)



'Sei eine erstklassige Ausgabe deiner selbst, 

keine zweitklassige von jemand anderem.'


Judy Garland

Ach Arthur 103 Omas Nerven !!!!

Ja, Omas Nerven! und dabei
hat doch diese Oma gar nicht soo schlechte Nerven,
aber beim Arthur wird ihr immer öfter schwindlig.
Eine Woche lang hat die Oma den Arthur nun schon wieder nicht gesehen - das ist ja eine Unendlichkeit.
Die Oma musste ihre eigene Mama
ins Spital (und zum Glück auch wieder zurück!!) begleiten -
da hat die Oma den Arthur
nur via VIDEOS miterlebt - und ehrlich gesagt:
da stöhnt die Oma und stöhnt die Oma
und stöhnt die Oma.
Mutterseelenallein ruft da die Oma,
wenn sie ein neues Video über Whats App bekommt:
"Um Gottes willen, pass doch auf ... "
(und die Oma meint mit ihren einsamen Zurufen, die Arthur Mama, die seelenruhig filmt!)
"lass den Buam doch nicht ..."
"bitte, den muss man doch halten...."
"doch nicht so hoch hinauf..."
"Achtung, die Stiegen hinunter..."
"mit dem schönen Gwand wälzt sich der im Dreck..."
"der ist zu wild, den musst du einbremsen ..."
"wie ist denn der allein in sein Wagerl geklettert!!!"
"wenn du nicht aufpasst, ist der noch bei der Wohnungstüre draußen ..."
"Habt ihr auch alle Fenster fest verriegelt?"
"Achtung, der klettert überall...."
Ja, der klettert!!!
Da hat er seinen learning tower - das heißt, der Arthur hat zwei, denn der erste, den
die Eltern gekauft haben, schien ihnen zu wackelig ...
aber unterdessen spielt das für den Arthur
keine Rolle mehr ..
zack zack hineingeklettert - im Turm aufgerichtet -
und schon ist der Arthur in Augenhöhe
mit Papa oder Mama, wenn auf der Küchenplatte dies und das geschnitten und gerührt,
gehäckselt und geklopft wird ...(oder so irgendwie)
Na prima, der Oma ist die Selbstverständlichkeit, mit der der Arthur da wie ein Erwachsener  in der Küche "mitmischt"
nicht ganz geheuer - vor allem fürchtet sie den großen Herd ...wenn
der Arthur nur dort NIE hingreift, NIE!!!! NIE!!! bitte bitte ....
Ja und gestern - ein neuer Coup
(davon zeugen nur Fotos im "DANACH")
Die Mama räumt schnell die Waschmaschine aus, da hört sie fröhlich rufen
"Mama, Maama!!!!" SEHR fröhlich klingt der Arthur
das allein ist verdächtig - es klingt ganz nach
"Na, DU WIRST DICH WUNDERN!"
und schon lauft die Mama Richtung Küche .
- glaubt ihren Augen nicht zu trauen: der Arthur sitzt quietschvergnügt
HOCH OBEN auf der Küchenplatte - beschäftigt damit, die jüngsten Einkaufssackerl
auszuräumen und VOR ALLEM


triumphierend zeigt der Arthur auf seine Beute
Hahaha: ein großes Sackerl Gummibären
"ICH HABE SIE GEFUNDEN!!!"
Strahlend und frech sitzt der Arthur auf der Küchenplatte,
(vom learning tower aus hinaufgeklettert)
Arthur schwenkt die Beute!!!
Alle, alle Gummi-Bären: ERBEUTET...
Merket Euch: Vor mir ist nichts mehr sicher!
Dieses strahlende Lachen dazu ....
Ja, danach ist die Oma süchtig ....
das strahlende, freche, unerschrockene Lachen!
wie schön wird es sein, es wieder "live" zu sehen:
wenns nur die Oma Nerven aushalten!