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Sonntag, 28. August 2016

Fürbitten 29.8. ...um das wenigstens bitten wir ....

Bernardini Luini (um 1483 - 1532): 
Der Henker des Johannes

29.8.2016  Gedenktag Enthauptung Johannes des Täufers 
An die Enthauptung von Johannes dem Täufer erinnert der heutige Gedenktag. Johannes ist nur wenig älter als Jesus, er lebt lange Jahre als Asket in der Wüste, er ruft dann die Menschen zur Bekehrung auf und tauft sie im Jordan. Auch Jesus unterzieht sich dieser Taufe, durch sie erfährt er seine Berufung. Johannes wird wenig später auf Befehl von König Herodes enthauptet – das Schreckliche wird als Stoff in Oper, Literatur und Malerei fast verharmlost. Warum feiern wir so „grausliche“ Feste – wo ist Gott, wenn er so viele Menschen, die an ihn glauben, in Stich gelassen hat? Millionen von Juden, auch tief gläubige Juden, haben Jahwe nicht als Retter erfahren. Enthauptungen sind inzwischen wieder eine blutige Realität des 21 Jahrhunderts. Worin besteht unsere Hoffnung – heute am Fest der „Enthauptung Johannes des Täufers“ Lassen wir unsere ratlosen Fürbitten heute in das Gebet des indischen Dichters Rabindranath Tagore einfließen

Du guter Gott, Wir können nicht bitten,
vor allen Gefahren bewahrt zu werden,
aber lass uns dich bitten, dass wir den schwierigen Situationen unseres Lebens
furchtlos begegnen 

Du guter Gott, lass uns nicht das Ende der Schmerzen erflehen,
aber wir bitten dich um ein starkes Herz,
das auch den Schmerz und die Angst besiegt

Du guter Gott, Lass uns in den Schwierigkeiten des Lebens nicht verzweifeln
weil wir glauben, keine Hilfe zu finden
aber lass uns dich bitten,
dass wir unsere eigene Stärke und Kraft entdecken

Du guter Gott, lass uns nicht Menschen sein
denen nur der Erfolg Sicherheit im Leben gibt 
aber schenke uns die Gnade nicht zu versagen

Du guter Gott, was immer mit uns geschieht,
um das eine bitten wir Dich
lass uns immer den Halt deiner Hand fühlen,
gerade dann, wenn wir versagen und ganz klein sind.

Bitten wir heute ganz besonders für alle Menschen in den Kriegsgebieten
Für Alle, die in Angst vor Terror und Verfolgung leben
Für die Menschen, die sich auf die Flucht begeben haben
Bitten wir, dass unsere Mit-Menschlichkeit nicht versagt
Dass wir offene Arme und ein furchtloses Herz haben 
- im Vertrauen auf dich, unser Gott
  
So bitten wir im Namen Jesu unseren Herren und Bruder, der durch die Taufe des Johannes seine Berufung erfahren hat. Auch Jesus hast du durch den Tod zum neuen Leben geführt. Lass den qualvollen Tod so vieler Menschen auch heute nicht vergebens sein. Führe auch uns zur Auferstehung  aus allem, was uns Angst macht und was wir nicht verstehen. Amen


Fragen - am Sonntag


Fragen

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal
gezwungen um es zu laufen?
Wenn ja
bist du rundherum gelaufen
im Kreis oder hast du Einbuchtungen mitgelaufen?
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du
dass du ganz herum warst?
Bist du mehrmals gelaufen?
War das dritte Mal wie das zweite?
Würdest du lieber die Strecke im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
in welcher Richtung?
von wem?


Erich Fried

Samstag, 27. August 2016

Fürbitten Sonntag 28.8. von der ICH-AG zum W I R ...Lk.14.1

28.8.2016 wer sich selbst wichtig macht, Jk Lk.14.1
 „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden“ sagt Jesus heute im Evangelium und das ist nicht gerade ein Motto, mit dem man in den Hitlisten unserer Zeit landet. Nichts scheint so wichtig, wie das ICH. Ganze Bibliotheken füllen die Bücher mit den Anleitungen, wie man sich selbst am besten „verkauft“, wie man sich und seine „EGO-Marke“ gut positioniert, wie man sich selbst „verwirklicht“ und möglichst andere arm aussehen lässt.   Es ist eine Seitenblicke Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst produziert und in die Auslage stellt. Jesus stellt es sich anderes vor.  Bitten wir heute

dass wir uns durchaus wichtig nehmen, weil Jede und Jeder von uns unverwechselbar ist –
aber dass wir der Versuchung widerstehen, uns „wichtig zu machen“

dass wir unsere eigene Arbeit schätzen – aber dass wir dennoch fähig zur Teamarbeit sind
und andere unterstützen

dass wir uns engagieren und das Beste aus einer Sache herausholen wollen – aber dass wir
dennoch Rücksicht auf Andere nehmen und auch ihnen Erfolg gönnen

dass wir uns aufrichtig mitfreuen können über die Freude anderer
dass wir loben können und Menschen motivieren und ermutigen

dass wir uns selbst nicht klein machen, aber von anderen groß denken
dass wir nicht nur bescheiden „tun“ – sondern immer besser versuchen, wirklich bescheiden zu leben

Heute ist auch der Gedenktag des heiligen Augustinus, er sagte:
„Gott fragt nach der Wurzel, nicht nach der Blume“. – so bitten wir, dass wir weniger Applaus und Anerkennung brauchen, damit wir gute Dinge auch im Stillen wachsen lassen können

Bitten wir heute ganz besonders für die Menschen nach dem Erdbeben in Mittelitalien. Dass auch wir unseren Beitrag leisten, damit wenigstens materielle Not gelindert werden kann. Bitten wir um Trost für alle, die nach dem Tod von Kindern, Ehepartnern, Verwandten und Freunden verzweifelt sind.

Um all das bitten wir im Namen Jesu.Amen

Freitag, 26. August 2016

Fürbitten 27.8. Mütter .... Hl.Monika



27.8.2016 Hl Monika Lk.7.11 Jüngling von Nain
Von der heiligen Monika wissen wir, wie sehr sie lange Zeit darunter gelitten hat, dass ihr Sohn anders lebte, als sie es sich als Mutter gewünscht hat. Ja, es gab dann ein happy end, aus dem lebenslustigen Philosophieprofessor (mit Geliebter und ledigem Sohn) wurde „der heilige Augustinus“ und auch bei der Evangeliums Geschichte  vom “Jüngling von Nain“ geht es ja gut aus, hat eine überglückliche Mutter ihren Sohn wieder lebend zurückbekommen.  Aber wir wissen nur zu gut, wie viel Trauriges im Leben, gerade oft für Frauen und Mütter ungetröstet bleibt. Bitten wir heute

Für die Frauen und Mütter gerade jetzt im italienischen Erdbebengebiet.
Herr erbarme dich

Für alle Frauen in den Kriegsgebieten
Für Frauen auf der Flucht
für alle Mütter, deren Kinder man Gewalt antut

für alle Mütter mit der Sorge um ein krankes oder behindertes Kind
für alle schwangeren Frauen, die mit Problemen alleingelassen sind
für alle Mütter, die um ein totes Kind weinen

für alle Mütter die enttäuscht sind über die Entwicklung ihres Kindes
aber dass wir auch lernen
Menschen, die wir lieben, vor allem unsere Kinder
nicht mit unseren Ansprüchen und Erwartungen zu überfordern

bitten wir für alle,
die andere Menschen mütterlich und väterlich begleiten
dass sie Geduld und Vertrauen haben und
auch Enttäuschungen aushalten

wir bitten aber auch:
Herr, hilf uns aufstehen, mach uns wieder lebendig, wie den Jüngling von Nain:
immer dann,
wenn wir glauben, dass nichts mehr geht
wenn wir uns mit einer Situation nicht abfinden wollen
wenn wir wie tot sind vor Kränkung und Enttäuschung,
wenn wir glauben, dass wir sitzen geblieben sind auf unseren Hoffnungen und Sehnsüchten
immer dann, wenn wir keinen Schritt mehr auf einen anderen zugehen wollen, weil Versöhnung unmöglich scheint


Du guter Gott: sammle all unsere Tränen, wie die der heiligen Monika, und verwandle sie in Freude. Lass uns daran glauben, dass du in aller Traurigkeit bei uns bist, dass kein Weinen sinnlos ist. Lass uns im Vertrauen auf Jesus leben, der mit uns den Weg geht, heute und alle Tage unseres Lebens Amen

Donnerstag, 25. August 2016

Fürbitten 26.8. nicht das Leben verschlafen Mt.25.1

Schlafende Jungfrauen mit Öllampe, 
von Friedrich Wilhelm Schadow (Ausschnitt)

26.8.2016 Mt.25.1 Das Gleichnis von den klugen und den törichten Mädchen
Wieder will uns Jesus mit einem Gleichnis sagen: seid wachsam. Schaut, dass ihr euch im Alltag nicht verplempert, sondern doch immer wieder auf das wirkliche Wichtige ausgerichtet seid. Nein, natürlich undenkbar, dass Gott auch nur einen Menschen vom Himmel ausschließen würde, nur weil einer unachtsam war. Im Gleichnis sind es Mädchen, die kein Öl in der Lampe haben und einschlafen, während sie auf den „Bräutigam“ warten. Aber wir selbst versäumen das Leben mit Oberflächlichkeit und Unachtsamkeit. So bitten wir heute




Dass wir immer besser zwischen Wichtig und nicht so wichtig unterscheiden lernen

dass wir die Probleme unserer Zeit sehen – aber uns nicht mit Panik anstecken lassen

dass wir unsere eigenen Sorgen ernst nehmen – aber uns nicht von ihnen lähmen lassen

dass für Andere ganz da sein wollen – aber doch nicht auf uns selbst vergessen

dass wir im Hier und Jetzt leben wollen – aber uns doch verantwortlich für die Zukunft fühlen

dass wir uns in Gott geborgen fühlen – aber doch wissen, dass es unsere eigenen Anstrengungen braucht

vor allem aber bitten wir: lass uns nicht aufhören zu beten, um Frieden und Sicherheit für alle Menschen, besonders für die, die du uns anvertraut hast. Ganz besonders bitten wir für die Menschen in den Erdbebengebieten von Mittel-Italien und Myanmar – hilf ihnen auch durch unsere Hilfe

So bitten wir im Namen Jesu - Amen